Deutsche Nationalmannschaften
11.10.2008 - 12:44 Uhr
09.10.2010 - 20:03 Uhr
Sry, kann dieses Geschwafel (ja Paule, Geschwafel) über diese Hymne nicht lesen.
Seit ich im Westen wohne singe ich nicht mehr diese Hymne. Warum? Weil ich mich seitdem mehr als Mecklenburger, wie als Deutscher fühle. Die Unterschiede zwischen Mecklenburg und NRW sind für mich so extrem, das ich mich hier als halber Ausländer fühle. Ich habe immer gesagt, Deutschland sei meine Heimat, aber je weiter ich gen Süden fahre, desto weniger wird sie das.
Ich bin "stolzer" (eigentlich schwachsinniges Wort für seine Herkunft/Nationalität) Mecklenburger, und kein stolzer Deutscher :cool
Seit ich im Westen wohne singe ich nicht mehr diese Hymne. Warum? Weil ich mich seitdem mehr als Mecklenburger, wie als Deutscher fühle. Die Unterschiede zwischen Mecklenburg und NRW sind für mich so extrem, das ich mich hier als halber Ausländer fühle. Ich habe immer gesagt, Deutschland sei meine Heimat, aber je weiter ich gen Süden fahre, desto weniger wird sie das.
Ich bin "stolzer" (eigentlich schwachsinniges Wort für seine Herkunft/Nationalität) Mecklenburger, und kein stolzer Deutscher :cool
09.10.2010 - 20:45 Uhr
Leider haben wir bei Vereinigung die "coole" Nationalhymne abgewählt :-)
Letztlich kann es jeder halten wie er will - aber wer für "sein" Land spielt sollte schon, alleine aus Gründen des Zusammenhalts mitmachen. In einem Kreis nachem Spiel stehen ja auch ALLE.
Was ich aber machen würde: Bei Spielern, die erstmal "überlegen" müssen in welcher Nati sie spielen, würde ich die Tür sofort zuschlagen. Ein Cacau hat Bock für "sein" Land zu spielen. Ein Dede hätte es auch, wenn er noch jünger wäre. Hinterherlaufen würde ich keinem Spieler - ich finde es wesentlich lächerlicher, wenn Leute wie Sahin, die in der dritten Generation Deutsche sind, für die Türkei spielen.
Letztlich kann es jeder halten wie er will - aber wer für "sein" Land spielt sollte schon, alleine aus Gründen des Zusammenhalts mitmachen. In einem Kreis nachem Spiel stehen ja auch ALLE.
Was ich aber machen würde: Bei Spielern, die erstmal "überlegen" müssen in welcher Nati sie spielen, würde ich die Tür sofort zuschlagen. Ein Cacau hat Bock für "sein" Land zu spielen. Ein Dede hätte es auch, wenn er noch jünger wäre. Hinterherlaufen würde ich keinem Spieler - ich finde es wesentlich lächerlicher, wenn Leute wie Sahin, die in der dritten Generation Deutsche sind, für die Türkei spielen.
09.10.2010 - 21:01 Uhr
Engländer die "god save the queen" mit solch einer Leidenschaft singen, Franzosen mit marokkansichen, algerischen, senegalesischen (etc) Wurzeln, die die Marseillaise mitgröhlen, Türken, Polen und und und und was ist in Deutschland???
Sorry die Diskussion ist irgendwie fürn ***** und passt hier gar nicht rein, aber was hat das mit Offenheit zu tun? Jeder kann sich hier entfalten, seine Meinung kundtun, seine Religion ausleben, aber wenn man dieses Land repräsentiert und als Repräsentant profitiert, dann hat man auch was dafür zu tun! Man sollte nicht Offenheit mit "in den ***** kriechen" verwechseln. Wenn man den Jubel beim Tor gegen das Heimatland der Eltern verweigert, dann ist das noch nachvollziehbar, aber die Nationalhymne zu singen zeigt erst, ob man sich als Teil dieser Gesellschaft sieht oder ob man sich einer anderen Gesellschaft zugehörig fühlt. So sehe ich das. Am schlimmsten finde ich die Leute, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, von diesem Land profitiert haben und immernoch profitieren (Bildung, Sicherheit etc.), dann aber sagen ich bin nicht stolz auf dieses Land, alles ist scheiße hier usw. Man kann nicht immer nur nehmen, man muss auch geben. Naja das führt jetzt aber wirklich zu weit.;)
@GISH4 In gewisser Weise kann ich das sogar nachvollziehen. ;) Allerdings macht auch das Deutschland aus. Viele Facetten, Landschaften, unterschiedlich Architektur etc.
Sorry die Diskussion ist irgendwie fürn ***** und passt hier gar nicht rein, aber was hat das mit Offenheit zu tun? Jeder kann sich hier entfalten, seine Meinung kundtun, seine Religion ausleben, aber wenn man dieses Land repräsentiert und als Repräsentant profitiert, dann hat man auch was dafür zu tun! Man sollte nicht Offenheit mit "in den ***** kriechen" verwechseln. Wenn man den Jubel beim Tor gegen das Heimatland der Eltern verweigert, dann ist das noch nachvollziehbar, aber die Nationalhymne zu singen zeigt erst, ob man sich als Teil dieser Gesellschaft sieht oder ob man sich einer anderen Gesellschaft zugehörig fühlt. So sehe ich das. Am schlimmsten finde ich die Leute, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, von diesem Land profitiert haben und immernoch profitieren (Bildung, Sicherheit etc.), dann aber sagen ich bin nicht stolz auf dieses Land, alles ist scheiße hier usw. Man kann nicht immer nur nehmen, man muss auch geben. Naja das führt jetzt aber wirklich zu weit.;)
@GISH4 In gewisser Weise kann ich das sogar nachvollziehen. ;) Allerdings macht auch das Deutschland aus. Viele Facetten, Landschaften, unterschiedlich Architektur etc.
09.10.2010 - 21:03 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Leider haben wir bei Vereinigung die "coole" Nationalhymne abgewählt :-)
Letztlich kann es jeder halten wie er will - aber wer für "sein" Land spielt sollte schon, alleine aus Gründen des Zusammenhalts mitmachen. In einem Kreis nachem Spiel stehen ja auch ALLE.
Was ich aber machen würde: Bei Spielern, die erstmal "überlegen" müssen in welcher Nati sie spielen, würde ich die Tür sofort zuschlagen. Ein Cacau hat Bock für "sein" Land zu spielen. Ein Dede hätte es auch, wenn er noch jünger wäre. Hinterherlaufen würde ich keinem Spieler - ich finde es wesentlich lächerlicher, wenn Leute wie Sahin, die in der dritten Generation Deutsche sind, für die Türkei spielen.
Da bin ich völlig deiner Meinung!
Leider haben wir bei Vereinigung die "coole" Nationalhymne abgewählt :-)
Letztlich kann es jeder halten wie er will - aber wer für "sein" Land spielt sollte schon, alleine aus Gründen des Zusammenhalts mitmachen. In einem Kreis nachem Spiel stehen ja auch ALLE.
Was ich aber machen würde: Bei Spielern, die erstmal "überlegen" müssen in welcher Nati sie spielen, würde ich die Tür sofort zuschlagen. Ein Cacau hat Bock für "sein" Land zu spielen. Ein Dede hätte es auch, wenn er noch jünger wäre. Hinterherlaufen würde ich keinem Spieler - ich finde es wesentlich lächerlicher, wenn Leute wie Sahin, die in der dritten Generation Deutsche sind, für die Türkei spielen.
Da bin ich völlig deiner Meinung!
09.10.2010 - 21:16 Uhr
Zitat von Paule77:
Sorry , aber das ist Unsinn . Ich weiß nicht woher du das hast oder bzw. wo du warst oder wie lange du in den Staaten gelebt hast . Aber das stimmt nicht ! Dort sind halt alle Amerikaner und nicht :"Ich bin Halbtürke oder Halbdeutscher oder sonstwas " Nein du bist US Amerikaner ! Und so fühlen sich auch alle dort .
Liest du auch was andere dir schreiben? Wenn du Integration einzig und allein am Mitsingen der Nationalhymne festmacht, ja dann ist Integration in den USA ein Erfolgsprojekt (obwohl sie so umfassend wie von dir propagiert auch wieder nicht ist). Wenn du von Integration in relevanten Bereichen reden willst, dann sind die USA aber eines der schlechtesten Beispiele überhaupt. Der Schmelztiegel ist eben doch nur 'ne Salatschüssel. Wo der Schmelztiegel dann ausnahmsweise mal tatsächlich funktioniert, und nur das und nichts anderes ist der springende Punkt meiner Aussage, da werden auch tatsächlich zwei oder mehr Dinge verschmolzen, weil jeder etwas einbringt. Wenn wir an Integration interessiert sind, dann dürfen wir uns nicht an das klammern, was wir als typisch "deutsch" empfinden, sondern müssen das auch durch Elemente anderer Kulturen anreichern - also auch dadurch, dass Özil den Koran zitiert.
Zitat von Paule77:
Du vergleichst ein Land das erst vor , im Vergleich zu Europa ,vor kurzem entstanden ist .
Ich vergleiche gar nichts. Du hast die USA herangezogen, ich hab' dir nur entgegnet, dass das Beispiel hinkt.
Zitat von Paule77:
Und JAWOLL dieser Patritotismus ist was schönes ! Du warst scheinbar noch nie auf einer 4.Juli Feier . Ich mag diesen unproblematischen Patriotismus .
Früher war's der Glaube, heute der Patriotismus, der dort in Anspruch genommen wird, wo echte Gründe fehlen. Das ist das Band, dass selbst die Dümmsten verbindet, und insofern natürlich enorm praktisch für bestimmte Bevölkerungsschichten. Sinnvoll wird's dadurch aber trotzdem nicht.
Zitat von Rostockerjung:
aber die Nationalhymne zu singen zeigt erst, ob man sich als Teil dieser Gesellschaft sieht
Falsch. Manche würden die Nationalhymne grade deshalb nicht singen, weil sie sich als Teil dieser Gesellschaft sehen - einer europäischen Gesellschaft nämlich, anstatt einer national ausgerichteten.
Zitat von Rostockerjung:
Am schlimmsten finde ich die Leute, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, von diesem Land profitiert haben und immernoch profitieren (Bildung, Sicherheit etc.), dann aber sagen ich bin nicht stolz auf dieses Land
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch". Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Sorry , aber das ist Unsinn . Ich weiß nicht woher du das hast oder bzw. wo du warst oder wie lange du in den Staaten gelebt hast . Aber das stimmt nicht ! Dort sind halt alle Amerikaner und nicht :"Ich bin Halbtürke oder Halbdeutscher oder sonstwas " Nein du bist US Amerikaner ! Und so fühlen sich auch alle dort .
Liest du auch was andere dir schreiben? Wenn du Integration einzig und allein am Mitsingen der Nationalhymne festmacht, ja dann ist Integration in den USA ein Erfolgsprojekt (obwohl sie so umfassend wie von dir propagiert auch wieder nicht ist). Wenn du von Integration in relevanten Bereichen reden willst, dann sind die USA aber eines der schlechtesten Beispiele überhaupt. Der Schmelztiegel ist eben doch nur 'ne Salatschüssel. Wo der Schmelztiegel dann ausnahmsweise mal tatsächlich funktioniert, und nur das und nichts anderes ist der springende Punkt meiner Aussage, da werden auch tatsächlich zwei oder mehr Dinge verschmolzen, weil jeder etwas einbringt. Wenn wir an Integration interessiert sind, dann dürfen wir uns nicht an das klammern, was wir als typisch "deutsch" empfinden, sondern müssen das auch durch Elemente anderer Kulturen anreichern - also auch dadurch, dass Özil den Koran zitiert.
Zitat von Paule77:
Du vergleichst ein Land das erst vor , im Vergleich zu Europa ,vor kurzem entstanden ist .
Ich vergleiche gar nichts. Du hast die USA herangezogen, ich hab' dir nur entgegnet, dass das Beispiel hinkt.
Zitat von Paule77:
Und JAWOLL dieser Patritotismus ist was schönes ! Du warst scheinbar noch nie auf einer 4.Juli Feier . Ich mag diesen unproblematischen Patriotismus .
Früher war's der Glaube, heute der Patriotismus, der dort in Anspruch genommen wird, wo echte Gründe fehlen. Das ist das Band, dass selbst die Dümmsten verbindet, und insofern natürlich enorm praktisch für bestimmte Bevölkerungsschichten. Sinnvoll wird's dadurch aber trotzdem nicht.
Zitat von Rostockerjung:
aber die Nationalhymne zu singen zeigt erst, ob man sich als Teil dieser Gesellschaft sieht
Falsch. Manche würden die Nationalhymne grade deshalb nicht singen, weil sie sich als Teil dieser Gesellschaft sehen - einer europäischen Gesellschaft nämlich, anstatt einer national ausgerichteten.
Zitat von Rostockerjung:
Am schlimmsten finde ich die Leute, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, von diesem Land profitiert haben und immernoch profitieren (Bildung, Sicherheit etc.), dann aber sagen ich bin nicht stolz auf dieses Land
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch". Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schreiberling83 am 09.10.2010 um 21:43 Uhr bearbeitet
09.10.2010 - 21:48 Uhr
Zitat von Schreiberling83:
Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Das sehe ich anders.
Zitat
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch".
Ja ok da gehe ich mit. Das sind sicherlich 2 paar Schuhe.
ganz ehrlich das führt hier sowieso alles zu weit! Ich hab im Moment auch ehrlich gesagt keine Zeit mich n bischen auführlicher mit euch auseinanderzusetzen. Der Punkt für mich ist einfach der, dass es für jeden Nationalspieler selbstverständlich sein sollte die Nationalhymne mitzusingen. Man repräsentiert schließlich das Land für das man spielt. Wie gesagt, in anderen Ländern ist das selbstverständlich (Spanien zählt nicht, die haben keinen Text in ihrer Hymne). ;)
Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Das sehe ich anders.
Zitat
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch".
Ja ok da gehe ich mit. Das sind sicherlich 2 paar Schuhe.
ganz ehrlich das führt hier sowieso alles zu weit! Ich hab im Moment auch ehrlich gesagt keine Zeit mich n bischen auführlicher mit euch auseinanderzusetzen. Der Punkt für mich ist einfach der, dass es für jeden Nationalspieler selbstverständlich sein sollte die Nationalhymne mitzusingen. Man repräsentiert schließlich das Land für das man spielt. Wie gesagt, in anderen Ländern ist das selbstverständlich (Spanien zählt nicht, die haben keinen Text in ihrer Hymne). ;)
09.10.2010 - 22:06 Uhr
Zitat von Schreiberling83:
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch". Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Im Grundsatz ist das schon richtig - allerdings ist der Begriff "stolz" generell ein Streitpunkt und wird meist den Leuten, die ihn nutzen, im Munde umgedreht. Mal ganz plakativ, geh doch mal durch deine, meine bzw unsere Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Freiheit - Es gibt wenig Länder auf diesem Erdball, die ein ähnliches Sozialsystem unterhalten, indem keiner runterfällt, Hunger leiden muss oder an behandelbaren Krankheiten sterben muss. Jeder hat das Recht seine Regierung frei zu wählen und seine Meinung kundzutun. Genauso ist es mir aber auch erlaubt gegen Missstände zu protestieren und diese Aktiv zu ändern. Jeder, der dieses System unterstützt, mitgestaltet, verbessert oder Missstände aufdeckt, der darf zurecht stolz auf sich und sein Land sein!
Letztlich bringt (meiner Meinung nach) eine gute Portion Nationalismus größeres wie die EU gerade vorran: Einfach indem jeder sein Bestes tut, um sein direktes Umfeld nach den Maßstäben der Landeseigenen Werte sozialer, produktiver, freier und im allgemeinen besser macht. Was glaubt ihr, wie stark Deutschland in der Momentanen Rolle als "Konjunkturlokomotive" andere Länder motiviert besser zu werden, Dinge zu ändern und damit die EU weiterzubringen!
Das Problem ist im allgemeinen - wie du richtig ansprachst - dass Nationalismus auch eine gute Zuflucht für Leidende ist und dann schnell ausufert. Hier muss man das richtige Maß finden.
@Paule: Du schreibst was die Meinung der "Massen" ist. Hier musst du eingestehen, dass 70% EU-Gegner, 80% Eurogegner und 80% Osterweiterungsgegner einfach unrecht hatten. Das liegt zum großen Teil daran, dass viele meinen sich eine Meinung bilden zu können ohne sich auch nur annährend mit dem Thema beschäftigt zu haben. Frag doch mal in Skandinavien oder anderen Ländern, die via Plebisziten die EU oder den Euro nicht wollten, wie man darüber denkt?
Zurück zum Thema Özil (oder Podolski, Gomez etc): Hier muss man einfach eingestehen, dass die Nationalmannschaft nicht mehr das ist, was es zu Zeiten Beckenbauers war: Eine Zusammenkunft der besten Spieler eines Landes um sich mit den Besten eines anderen Landes zu messen und damit das Land zu vertreten. Mittlerweile sehe ich die Nati als Mannschaft wie jede andere, die mehr dem Kommerz oder den Karrieren der Spieler dienen soll als ihrem ursprünglichen Zweck. Hiebei befürworte ich allerdings die Hinzunahme von Spielern nicht-deutscher Herkunft: So wird es spannender, bunter und sportlich natürlich auch besser.
Ich bin Deutschland dankbar, weil ich davon profitieren durfte, völlig richtig. Aber stolz? Hätte ich in den Niederlanden, in Belgien oder der Schweiz denn schlechter gelebt? Ich bezweifel es. Daher ist meine genossene (Aus-)Bildung kein Grund, ausgerechnet auf Deutschland stolz zu sein. Ich kann mitunter stolz auf unsere Gesellschaft und unser Wertesystem sein und dergleich - aber das muss ich dann klar als das identifizieren, was es ist, und das ist nunmal nicht einfach "deutsch". Wer auf ein einzelnes Land stolz ist, dem fehlt meist einfach der Blick über den Tellerrand und die Erkenntnis, dass man ein einzelnes Land nicht isoliert betrachten sollte.
Im Grundsatz ist das schon richtig - allerdings ist der Begriff "stolz" generell ein Streitpunkt und wird meist den Leuten, die ihn nutzen, im Munde umgedreht. Mal ganz plakativ, geh doch mal durch deine, meine bzw unsere Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Freiheit - Es gibt wenig Länder auf diesem Erdball, die ein ähnliches Sozialsystem unterhalten, indem keiner runterfällt, Hunger leiden muss oder an behandelbaren Krankheiten sterben muss. Jeder hat das Recht seine Regierung frei zu wählen und seine Meinung kundzutun. Genauso ist es mir aber auch erlaubt gegen Missstände zu protestieren und diese Aktiv zu ändern. Jeder, der dieses System unterstützt, mitgestaltet, verbessert oder Missstände aufdeckt, der darf zurecht stolz auf sich und sein Land sein!
Letztlich bringt (meiner Meinung nach) eine gute Portion Nationalismus größeres wie die EU gerade vorran: Einfach indem jeder sein Bestes tut, um sein direktes Umfeld nach den Maßstäben der Landeseigenen Werte sozialer, produktiver, freier und im allgemeinen besser macht. Was glaubt ihr, wie stark Deutschland in der Momentanen Rolle als "Konjunkturlokomotive" andere Länder motiviert besser zu werden, Dinge zu ändern und damit die EU weiterzubringen!
Das Problem ist im allgemeinen - wie du richtig ansprachst - dass Nationalismus auch eine gute Zuflucht für Leidende ist und dann schnell ausufert. Hier muss man das richtige Maß finden.
@Paule: Du schreibst was die Meinung der "Massen" ist. Hier musst du eingestehen, dass 70% EU-Gegner, 80% Eurogegner und 80% Osterweiterungsgegner einfach unrecht hatten. Das liegt zum großen Teil daran, dass viele meinen sich eine Meinung bilden zu können ohne sich auch nur annährend mit dem Thema beschäftigt zu haben. Frag doch mal in Skandinavien oder anderen Ländern, die via Plebisziten die EU oder den Euro nicht wollten, wie man darüber denkt?
Zurück zum Thema Özil (oder Podolski, Gomez etc): Hier muss man einfach eingestehen, dass die Nationalmannschaft nicht mehr das ist, was es zu Zeiten Beckenbauers war: Eine Zusammenkunft der besten Spieler eines Landes um sich mit den Besten eines anderen Landes zu messen und damit das Land zu vertreten. Mittlerweile sehe ich die Nati als Mannschaft wie jede andere, die mehr dem Kommerz oder den Karrieren der Spieler dienen soll als ihrem ursprünglichen Zweck. Hiebei befürworte ich allerdings die Hinzunahme von Spielern nicht-deutscher Herkunft: So wird es spannender, bunter und sportlich natürlich auch besser.
11.10.2010 - 09:32 Uhr
Echt, schwere Kost, was ich hier lese. Ganz kurz zu Özil. Nehme ich mal mich als Beispiel, mein Vater ist durch ein kommunistisches Programm als studierter Landwirt direkt von der Universität in Leipzig in den Bezirk Schwerin delegiert wurden. Ich wurd ein Jahr stäter geboren, trotzdem bin ich nie auf die Idee gekommen Sachse zu sein, durch den Umgang mit meinen Mecklenburger Kumpels war ich einer von Ihnen, also Mecklenburger.
Zu deutschen Nationalhymne, Nur einmal hat eine Deutsche Nationalmannschaft, vollständig die Hymne gesungen, 1990 im Hochgefühl der Einheit, Vor dem fast niemand, wo sie noch reindeutsch war, hat auch niemand verlangt. Danach war zum Beispiel Sammer der Erste der sie nicht gesungen hat. Heute erwarten wir von Deutschen deren Eltern aus anderen Länder der Welt sind das sie die Hymne singen, als ob gerade die unsere Clowns sind, wie verlogen, ich erwarte Tore, für meinen Teil.
Zu deutschen Nationalhymne, Nur einmal hat eine Deutsche Nationalmannschaft, vollständig die Hymne gesungen, 1990 im Hochgefühl der Einheit, Vor dem fast niemand, wo sie noch reindeutsch war, hat auch niemand verlangt. Danach war zum Beispiel Sammer der Erste der sie nicht gesungen hat. Heute erwarten wir von Deutschen deren Eltern aus anderen Länder der Welt sind das sie die Hymne singen, als ob gerade die unsere Clowns sind, wie verlogen, ich erwarte Tore, für meinen Teil.
11.10.2010 - 15:57 Uhr
Zitat von Harry_Hurtig:
Heute erwarten wir von Deutschen deren Eltern aus anderen Länder der Welt sind das sie die Hymne singen, als ob gerade die unsere Clowns sind, wie verlogen, ich erwarte Tore, für meinen Teil.
Wenn ich mich weigere die Hymne "meines" Landes zu singen stehe ich einfach nicht zu dem Land und seinen Werten (gerade wenn sie expliziet in der Liste vorkommen). Wenn ich nicht zu dem Land stehe, für das ich spielen soll bin ich ein schmieriger Opportunist... Meine Meinung.
Wenn ich die Hymne nicht singe weil ich voll konzentriert bin mag das was anderes sein - guter Stil ist aber etwas anderes...
Heute erwarten wir von Deutschen deren Eltern aus anderen Länder der Welt sind das sie die Hymne singen, als ob gerade die unsere Clowns sind, wie verlogen, ich erwarte Tore, für meinen Teil.
Wenn ich mich weigere die Hymne "meines" Landes zu singen stehe ich einfach nicht zu dem Land und seinen Werten (gerade wenn sie expliziet in der Liste vorkommen). Wenn ich nicht zu dem Land stehe, für das ich spielen soll bin ich ein schmieriger Opportunist... Meine Meinung.
Wenn ich die Hymne nicht singe weil ich voll konzentriert bin mag das was anderes sein - guter Stil ist aber etwas anderes...
12.10.2010 - 13:19 Uhr
Die Bild übertrifft sich heute mal wieder selbst: "Spielen die Kasachen heute im Borat-Outfit?".
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