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Der Kolumnenthread

28.08.2008 - 20:12 Uhr
Der Kolumnenthread |#31
31.10.2008 - 18:32 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 11

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Die Löwenbändiger – TEIL 1

„Ich will versuchen der beste Louis Robles zu werden, der ich als Louis Robles nur sein kann.“ In etwa so lautete ein Satz von unserem neuen Stammkeeper, den er im Sommer in der Rheinpfalz zum Besten gab. Der weist einen gewissen Tiefgang auf. Nun habe ich in dieser Woche hier schon zu hören bekommen, dass geistiger Tiefgang nicht über die Qualität eines Fußballspielers entscheidet. Schließlich sei Matthäus das beste Beispiel, dass es auch ohne gehe. Wenn ich aber dessen brandaktuellen Expertenerklärungen in Sachen Nationalmannschaft folgen muss, dann bin ich schon der Meinung, dass ein wenig geistiger Tiefgang einem Fußballprofi auch nicht schadet. Als Beispiel möge derselbe Lothar Matthäus dienen. Jetzt lieber Louis, ist jedenfalls ein guter Zeitpunkt gekommen, der beste Louis Robles zu sein, der Du als Louis Robles nur sein kannst. Viel Glück dabei! Und Tobias Sippel begleitet an dieser Stelle der Wunsch zur guten Besserung und für eine schnelle Genesung. Wir sehen uns in der Rückrunde.

Nicht mehr sehen, auch nicht in der Rückrunde, will ich hingegen Herrn Walz. Der hat sich als Schiedsrichter verkleidet und ist mit seiner Rolle offenbar völlig überfordert. Haarsträubende Fehlentscheidungen, die dem berühmten Blinden mit dem Krückstock wohl nicht unterlaufen wären. Da stellt sich mir doch die Frage, warum die DFL bzw. der DFB uns immer wieder solche nicht einmal zweitklassigen Referees an den Berg schickt. Ob da wohl unterklassige Schiedsrichter für ihre Lebensleistung belohnt werden sollen? Mir wird so langsam klar, dass unser Klagen in der Vergangenheit zumindest in der ersten Liga, auf hohem Niveau stattgefunden hat. Ich will mich bemühen, das nicht zu vergessen, wenn wir eines Tages wieder in der ersten Liga spielen sollten.
Womit wir zu den Grüßen kommen.

Oder besser zum Gruß der Woche. Den hat sich aktuell die Neue Osnabrücker Zeitung redlich verdient. Die hat auf Ihrer Internetseite eine Zusammenfassung des Spiels von Osnabrück beim FCK eingestellt und dabei folgende Aussage zur Schiedsrichterleistung veröffentlicht: „Dem Referee aus dem württembergischen Pfedelbach unterliefen keine nennenswerten Fehler. Gut das Zusammenspiel mit den beiden Assistenten Leicher und Schlott.“ Ich weiß nicht genau, was die drei zusammen gespielt haben sollen, dass dem Redakteur so gut gefallen hat, aber mit Fußball hatte das wohl eher nichts zu tun. Wer solche Aussagen tätigt, zeigt eigentlich, dass er das Spiel was er kommentiert gar nicht gesehen haben kann. Mir fallen da spontan ein paar grobe Schnitzer ein, bei deren Bewertung ein aus unerklärlichen Gründen aberkanntes aber reguläres Tor nur einen Platz in einer ganzen Reihe einnimmt. Da hilft es auch nichts wenn man seine Daten kommentarlos von www.bundesliga.de übernimmt. Im Gegenteil.

Das uns gegen 1860 München vermutlich das Gegenteil von dem erwartet, was Osnabrück taktisch an den Tag gelegt hat, scheint mehr oder weniger festgeschrieben. Wie wir darauf reagieren sollten, wird uns sicher gleich Bahli erklären. Bevor er das tut, gibt es noch eine kleine Anmerkung von mir. Bellinghausen gefällt mir hinten links deutlich besser als Bugera. Der ist entweder noch nicht soweit, oder aber kein Kandidat für die erste Elf. Defensive Körpersprache und Alibiaktionen erinnern mich da sehr an hoffentlich vergangene Zeiten. Allerdings haben wir einen Experten, der mir gut erklären kann, warum ich da vermutlich völlig falsch liege. Also Bahli, was meinst du? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?

Gruß Berti

AUF GEHT'S COOLER BAHLI!

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Der Kolumnenthread |#32
31.10.2008 - 21:10 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 11

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Die Löwenbändiger – TEIL 2

Berti, ich bewundere einmal mehr dein Faible für philosophische Fußballthemen. Der Fußballprofi und der Tiefgang. Oder: Gilt Intelligenz bei einem Fußballer bereits als Doping? DAS ist ein Thema mit Tiefgang. Was bewirkt Intelligenz bei einem Fußballer? Ehrlich gesagt fällt mir darauf keine einleuchtende Erklärung ein. Der eine – Franz Beckenbauer – sagt: „Geht’s raus und spielt Fußball!“ Was wohl so viel heißt wie „Spielt Fußball und hört auf zu denken!“. Der andere – Joachim Löw – sagt: „Mit bloßem athletischen Einsatz kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen.“ Nun, der Bundestrainer ist ja bekannt dafür, dass er auch Tugenden wie z.B. Intelligenz bei seinen Nationalspielern voraussetzt. Ich persönlich freue mich immer wieder, wenn ein Fußballprofi in einem Interview – egal, ob nach dem Spiel oder im Aktuellen Sportstudio – geistigen Tiefgang erkennen lässt. Und daher fand ich auch die Aussage von Louis Robles absolut erwähnenswert. Ob er dadurch zu einem besseren Torwart - zum besten Louis Robles - wird? Diese Frage lasse ich lieber einmal offen. Das wird uns der gute Louis in den kommenden Spielen zeigen. Auf jeden Fall schenke ich ihm mein Vertrauen. Die besten Wünsche auf eine schnelle Genesung gehen an dieser Stelle an Tobias Sippel. Ich erlaube mir zu diesem Thema nur noch eine abschließende Bemerkung: Jede schwerere Verletzung des Stammtorhüters führte in den letzten Jahren zur Geburt eines würdigen Nachfolgers.

Und, lieber Berti, ich bin kein großer Freund von öffentlicher Schiedsrichterschelte. Aber der Herr Wolfgang Walz hat mir am Mittwoch mal wieder vor Augen geführt, dass die Weiners, Kinhöfers oder sogar Rafatis – so oft sie uns auch schon maßlos zur Weißglut getrieben haben – doch eines besitzen. Sie haben ihren eigenen Stil. Ob man den jetzt gut findet oder nicht, das ist seit Mittwoch – zumindest für mich – total nebensächlich. Das schlimmste ist ein Schiedsrichter ohne Stil, ohne gerade Linie. Wenn er dann auch noch einen Mangel an fachlicher Kompetenz erkennen lässt, dann ist das für mich eine Katastrophe. Mit der Note 5 kam er im Kicker sogar noch einigermaßen glimpflich davon. Ich denke, dass viele Lautrer, aber auch ein Großteil der Osnabrücker Fans einer Meinung sind: Der schlechteste Mann auf dem Platz war der Schiedrichter. Ich hoffe, dass der DFB sich dies in dieser Woche vor Augen geführt hat. Ich sage abschließend nur so viel: Mit solch einer Leistung würde der Spieler Wolfgang Walz sicherlich im nächsten Spiel auf der Tribüne Platz nehmen.

Aber der FCK ist wieder Tabellenführer. Brust raus, tief durchatmen. Denn dies ist wieder eine von vielen Momentaufnahmen. Eine schöne – zugegeben. Aber ab jetzt kommen die ganz harten Spiele. Jetzt geht es gegen Gegner, die dem FCK alles abverlangen werden. Dem FCK alles abverlangen werden am kommenden Montag sicherlich die Münchner Löwen. Die haben gerade einen mächtigen Lauf. Vier Siege in Folge, 9:1 Tore – Platz 6 in der Tabelle. Nach einem unruhigen Start zeigen Marco Kurz' Löwen endlich Zähne. Eine ganz schwere Aufgabe für FCK-Trainer Milan Sasic. Wie soll er den Blau-Weißen begegnen? Welche Taktik ist am kommenden Montag gefragt? Eines ist zumindest deutlich in der Tabelle abzulesen: Die Abwehr der Löwen lässt wenig zu – 9 Gegentore in 10 Spielen ist bemerkenswert. Es wird also darauf ankommen, mit großer Laufbereitschaft und präzisem Pressing den Löwen bereits an der Mittellinie den Zahn zu ziehen. Die 60er sollten frühzeitig an einem kontrollierten Spielaufbau gehindert werden. Denn dann machen sie Fehler. Dann kann der FCK seine Trumpfkarten – Schnelligkeit und hohes Tempo – ausspielen. Personell würde ich an Milan Sasics Stelle ein paar Änderungen vornehmen. Aber dazu kommen wir gleich. Im Tor gibt es dieses Mal nämlich einen anderen. Einen Amerikaner mit Wurzeln in Puerto Rico:

LOUIS ROBLES

Die Abwehr. Am Mittwoch endlich mal wieder mit der wichtigen Null. Viel zugelassen haben weder die Außenverteidiger noch die Innenverteidigung. Trotzdem ist gegen 1860 eine andere Spielweise in der Innenverteidigung gefragt. Mit Lauth und höchstwahrscheinlich Schäffler kommen definitiv keine Kopfballungeheuer. Im Gegenteil. Das sind schnelle und wendige Stürmer. Dies sollte der gute Milan bedenken. Ich würde daher Sascha Kotysch neben Martin Amedick stellen. Amedick ist mittlerweile der absolute Führungsspieler der Viererkette. Er dirigiert, lässt hinten nichts zu und gehört bei eigenen Standardsituationen zu den gefährlichsten Spielern der Liga. Sascha Kotysch ist meines Erachtens beweglicher als Moussa Ouattara. Außen würde ich weiterhin auf Florian Dick und Axel Bellinghausen setzen.

FLORIAN DICK – MARTIN AMEDICK – SASCHA KOTYSCH – AXEL BELLINGHAUSEN

Das Mittelfeld. Gegen Osnabrück mit großen Problemen. Anel Dzaka höchstens defensiv mit einigen Akzenten. Aimen Demai bemüht, aber mit wenig Wirkung. Sidney Sam auf der linken Außenbahn viel zu verspielt. Er wurde erst nach seinem Wechsel auf die rechte Seite zum Aktivposten. Kai Hesse ist kein Mittelfeldspieler, er entfacht seine Wirkung vorne in vorderster Front. Zum Glück brachte die Einwechslung von Dragan Paljic die notwendige Schubkraft, um das Spiel zu entscheiden. Trotz der gesehenen Mängel würde ich weiterhin Anel Dzaka und Aimen Demai das Vertrauen aussprechen. Zu ihnen gibt es momentan keine Alternativen. Auf der rechten Außenbahn würde ich Sidney Sam einsetzen. Dort hat er bisher seine besten Spiele gemacht. Dort ist er am effektivsten. Links sollte Dragan Paljic nach seinen beiden ersten Toren in Liga 2 mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet sein.

SIDNEY SAM – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – DRAGAN PALJIC

Der Sturm. Die Überraschung der Saison. Wie viele Stürmertore durften wir bereits bewundern? 11. Eine ganze Menge. Aber es sind nicht nur die Tore, die momentan begeistern. Die Laufbereitschaft eines Erik Jendrisek, gepaart mit einem eisernen Willen und fein anzuschauender Technik, begeistert. Auch die technische Raffinesse und die Treffsicherheit von Sturmkollege Srdjan Lakic ist mittlerweile eine Bank. Also stellt sich die Frage, wer am Montag gegen die Sechziger stürmen soll, überhaupt nicht. Haben wir Alternativen? Zum Beispiel Erik die Gurk? Bestimmt nicht. Der trifft ja nicht einmal bei optimaler Ausschilderung zwischen Eckfahne und Torgestänge. Miro Klose? Der bleibt wohl (noch) ein Traum. Aber wir haben ja diesen neuen slowakischen Wunderstürmer, dessen Name mir gerade entfallen ist. Zusammen mit dem kroatischen Sturmkollegen habe ich da aber große Hoffnung, was den Ausbau der Stürmertore angeht.

ERIK JENDRISEK – SRDJAN LAKIC

Also Berti, wie du siehst, ist der Boden bereitet. Es fehlen nur noch die Früchte oben drauf. Aber dies wird ein ganz schwerer Gang. Aber Bange machen gilt nicht. Wir haben neun Mal hintereinander zu Hause gewonnen. Das nötigt jedem Gegner Respekt ab. Der Betzenberg ist wieder zu einer Festung gereift, die schwer einzunehmen ist. Auf Seite der Löwen steht ein Spieler, der zwar lange Zeit auf dem Betzenberg spielen durfte, diese Festung aber nie wirklich erlebt hat. Zur Zeit von Mathieu Beda als FCK-Abwehrchef war das Fritz-Walter-Stadion ein Selbstbedienungsladen. Der Discounter unter den Bundesligisten. Mich würde interessieren, was ein Spieler in dieser Situation denkt. Schaut er mit Wehmut zurück an die alte Wirkungsstätte? Oder ist er Profi genug, um solche Gedanken erst gar nicht aufkommen zu lassen? Wie auch immer. Mir wäre es am liebsten, wenn er die neue Festung Betzenberg hautnah zu spüren bekommt. Wenn er dann auch noch mit leeren Händen in die bayerische Landeshauptstadt zurückkehrt, wird mir die eben gestellte Frage höchstens noch ein leichtes Achselzucken abringen. Denn eigentlich ist der gute Mathieu längst FCK-Geschichte.

Cheers
Bahli

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Leonard Cohen (1934-2016)
Der Kolumnenthread |#33
04.11.2008 - 10:20 Uhr
Rasenschach am Betzenberg
- oder: worüber will man bei einem Null Null reden?

Wormel tut es sich an, er sieht sich die Wiederholung des Spiels auf Premiere nochmal an.
Wormeline gibt im ein Küßchen und verschwindet im Bett.

Aber Wormel muß die Szene aus der ca 30. Minute nochmal sehen!

Wormel sieht zwei sehr disziplierte Mannschaften. Harte Zweikämpfe, aber nie unfair.
Kopfballchance für Dzaka - kein Vorwurf an ihn. Der Kopfball ist nicht seine allerstärkste Waffe.
Flanke kam sehr schön - von dem gescholtenen Florian Dick.

Die Szene des Spiels:
Endlich, das Spiel wird schnell, Ball kommt auf Rechts, Hesse und Jendrisek werden gestoppt.
Jetzt! Super Pass des Löwenabwehrspielers auf Gebhard. Der läuft ca 10 m und schaut.
Wormel schaut auch - der Ausschnitt ist zu klein um die Situation gesamt sehen zu können.
Demai steht näher am 60er Tor als Gebhard und macht sich sofort auf den Weg, ihn zu 'bekämpfen'.
Auf unserer rechten Außenbahn: Dick. Keine Passoption für Gebhard.
Links ist Paljic zurückgeeilt und macht es Gebhard unmöglich, noch einen Spieler mitzunehmen.
Aber weder Paljic noch Dick sind nahe genug dran um Gebhard anzugreifen.
Er läuft noch einen Schritt und hat (wenn man die nächste Szene projeziert) nur die Möglichkeit, sich den Ball selbst vorzulegen und den Turbo zu zünden.
Schnitt - Gebhard in der Großaufnahme, Demai grätscht ihn von hinten um. Nicht böse, sondern taktisch. Man sieht Moussa diagonal auf ihn zulaufen als Gebhard 'fliegt', ca 5 meter weg.
Amedick ist nicht im Bild.
Hypothese: Er legt sich den Ball ca 20 m vor und geht in ein Laufduell mit den beiden (?) Innenverteidigern.
Ich wage die Behauptung, daß er beide abhängt!
Alternative 1: sie lassen ihn laufen, Robles müsste rauskommen
Alternative 2: einer grätscht ihn um und geht wegen Notbremse mit rot vom Platz.

Lassen sie ihn laufen, muß Robles raus. Kommt er zu spät, macht Gebhard das Tor oder Robles grätscht ihn um und geht mit Rot.

Leider haben sie zwar das Foulspiel bei Premiere zerpflückt, aber keine Totale angeboten. Wer, der im Stadion war, kann Aufklärung betreiben?
Für Wormel sah das wie ein gewolltes taktisches Foul aus - und aus den Optionen, die Gebhard hatte, wie das intelligenteste Foul, das der FCK diese Saison gespielt hat!
Schiri Gagelmann sah es wohl genauso und gibt Demai gelb für ein taktisches Foul. Es gibt andere Schiris, die über Rot nachgedacht hätten.
Wormel muß hier den Schiri loben, der in dieser Situation Fingespitzengefühl bewiesen hat.

Viele Fragzeichen ohne eine Totale gesehen zu haben.
Diese Szene war für Wormel die spielentscheidende Szene! Ohne das 'Opfer' von Demai wäre 60 entweder in Führung gegangen oder wir hätten eine Stunde mit einem Mann weniger gespielt.
Und daß sie uns dann am Ende mit 0:3 ausgekontert hätten ist keine These aus dem Reich der Fabel.

Die 'Fehler'kette vor der Szene:
Die Stürmer verlieren den Ball. Gut, sie müssen 1:1 Situationen suchen, da 60 eine Super Passverteidigung spielt.
Da kann man auch mal hängen bleiben. Demai steht in dieser Situation da, wo man eigentlich Dzaka erwartet. Die Innenverteidiger viel zu weit hinter ihm - das Loch, das normalerweise Demai stopft ist offen wie ein Scheunentor!
Die Außenbahnen sind gut abgesichert, Der Gegner hat keine vernünftige Passoption.
Lautern spielt in dieser Situation 'Hurra' Fußball!
Danach erst(!) spielen sie wieder so, wie sie müssen - taktisch diszipliniert und behalten so wenigstens einen Punkt.

Das Mittelfeld-Gambit:
Dzaka zeigte sich gegenüber dem Osnabrück Spiel stark verbessert. Er versteckte sich nicht und hatte die beiden besten Chancen für Lautern. Daneben half er mit, das 60er Mittelfeld aber sowas von zu neutralisieren!
Wormel überlegt, daß Ballack die beiden Dinger wohl gemacht hätte. Allerdings kostet Ballack auch alleine soviel wie unsere gesamte Mannschaft!
Demai hat gestern dem Gebhard so richtig die Lust am Fußballspielen genommen. Defensiv das stärkste was man diese Saison von ihm gesehen habe. Nach vorne.... Aimen, du bist kein 10er! Nicht mal ein 8er! Mach das, was du kannst: Spiel eine hervoragende 6!
Als er dem Ball nicht nachgeht, der dann überraschderweise als Abstoß gewertet wird, zeigte er seine Spielintelligenz und sein taktisches Verständnis. Er will den Ball zur Ecke laufen lassen und ist schon wieder auf dem Weg nach hinten um abzusichern! Natürlich siehst du dann doof aus, wenn es dann Abstoß gibt, statt Ecke und du den Ball hättest erlaufen können....
Paljic hat ebenfalls saustark nach hinten gearbeitet. Nach vorne genauso unpräzise wie der Rest der Mnnnschaft. Holte aber die meisten Freistöße raus und hat extrem viel auf die Knochen bekommen.
Hesse - spielte mehr dritte Spitze. Die rechte Außenbahn ist nicht seine Welt. Dick musste viel von Hesses Arbeit mit machen. Kam am Fernseher nicht so rüber, aber Wormel schätzt, das der Flo sogar noch mehr gelaufen ist als Bello.

Alles in allem haben sich die Mittelfeldreihen gegenseitig aus dem Spiel genommen. Trotzdem hatte Lautern einige Chancen, die einzige Chance für 60 war ein Standard!

Ohne Mittelfeld siehst du als Stürmer halt alt aus. Jendrisek der quirligere von beiden mit den größeren Laufwegen. Lakic blieb öfter mal stehen, was viele geärgert haben dürfte.
Dafür hat er fast jeden Ball behauptet und vorne drin -'da wo's weh tut'- knallhart (teilweise grenzwertig) geackert. Weniger Schow als 'die Gurk' aber effektiver.

Fazit:
Wormel ist kein Freund vom Rasenschach!
Doch Wormel muß sagen, daß dies vielleicht unser unansehnlichstes, aber auch unser bestes (!) Spiel der Saison war.
Gegen den stärksten Gegner in den 11 Spieltagen. Nicht so spielerisch stark wie Mainz, nicht so von Fortuna geküßt wie Koblenz (die mit 5 Schüssen 5 Tore erzielten) aber mit der stärksten Passverteidigung aller Gegner bisher und sehr gutem Zweikampfverhalten.
Und dabei immer die Drohung mit einem Konter das Spiel zu entscheiden.
Im Schach ist das Remis 'normal' - im Rasenschach manchmal auch. Hätte Lautern das Spiel 1:0 gewonnen, hätte sich 60 nicht beklagen dürfen. Aber Lautern war nicht so drückend überlegen, daß der Punktgewinn von 60 unverdient wäre.

Wormel trauert nicht den beiden Punkten nach (naja, ein bißchen schon ;) ) - Wormel ist beeindruckt, was diese unsere Mannschaft taktisch schon kann.
Bravo Milan - Gute Arbeit!

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Aufstieg 2009/2010 - Mission impossible? [X] Danke, Marko!
Nichtabstieg 2010/2011 - Es darf auch etwas mehr sein....[X](Platz 7)
Fühzeitiger Klassenerhalt 2011/2012 [total fail]
Wiederaufstieg 2012/2013 [knapp verpasst]
Saison 2013/2014 [gestrichen aus dem Gedächtnis]
Saison 2014/2015: ein Team auf dem Platz sehen [X] :) die Jungs machten Spass
Saison 2015/2016: *meinen* FCK wieder erkennen [\] ..weiter abwarten
Saison 2016/2017: sich wieder auf FCK Spiele freuen können [ ]
Der Kolumnenthread |#34
06.11.2008 - 21:01 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 12

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Keine Wehen in Wiesbaden! – TEIL 1

Der Konjunktiv ist ein zweischneidiges Schwert für Fußballfans. Einerseits kann die Grübelei über hätte, wenn und aber einen fast um den Verstand bringen, oder zumindest von der Arbeit abhalten, andrerseits ist genau diese Geistesbeschäftigung das Salz in der Suppe, ohne die eine Diskussion über ein Spiel oder eine Entwicklung gar nicht möglich wäre. Manchmal plagt er uns Fußballfreunde jedoch weit über das vertretbare Maß hinaus. Wer also in dieser Woche wach gelegen hat um über die Frage zu sinnieren, was gewesen wäre wenn Dicks Lattenknaller vom Montag im statt am Tor gelandet wäre, dem sei zu Therapiezwecken Herr Nehrig empfohlen. Das ist der Spieler von der Spielvereinigung Greuther Fürth der seinerseits in der achtzigsten Spielminute das Spielgerät gegen die Latte gehämmert hat. Gegen unsere Latte übrigens. Das dieser Hammer nicht drin war, bescherte uns die zwei Punkte die uns jetzt vermeintlich fehlen. Also, kein Grund um wach zu bleiben.

Hellwach sollte unsere Mannschaft schon sein, wenn sie am Freitag in Wiesbaden gegen den SV Wehen spielt. Ein Selbstläufer wird das nämlich nicht, auch wenn es nach einer lösbaren Aufgabe aussieht. Lösbar allerdings nur, wenn die Mannschaft von Anfang an vollen Einsatz bringt und auch ins Spiel findet. Das das nicht immer so einfach ist wie es für Außenstehende erscheinen mag, zeigen unsere Spiele in Koblenz und nicht zuletzt in Oberhausen allzu deutlich. Harren wir also der Dinge die da kommen mögen. Ich freue mich zumindest darüber, dass nicht ich es sein werde, der erklären muss, mit welchem Personal wir das dort angehen wollen. Das macht der Bahli. Danke dafür.

Während Bahli also über die Aufstellung grübelt, darf ich stattdessen jemanden grüßen. Diese Woche kommt mir da eine Geschichte in den Sinn die so unglaublich scheint, dass sie mehr einer Karikatur entsprungen sein sollte, als der Realität. Könnt ihr euch noch an den FCK erinnern, der jede Woche die Dummheiten der Vorwoche noch übertroffen hat? Müsstet ihr eigentlich. Immerhin ist das kaum sechs Monate her. Mein Gruß der Woche geht also an die ehemalige Führungscrew des FCK. An wen genau? Sucht euch einen aus: Toppmöller, Göbel, Aehlig, Fritz den alten Fuchs und kaum zu überbieten die Lichtgestalt des Landtages Hans-Arthur Bauckhage. Wenn man beliebig zwei von ihnen herausgreift und sie in Toppis Luxusschlitten mit zweihundert Kilometer in der Stunde eine Runde über die Autobahn jagen lässt, sagen wir mal auf dem Weg zu einer belebten Raststätte auf der man eine "geheime" Besprechung durchführen will, hat man fraglos ein „Dumm - Dumm Geschoss“ erzeugt, also gegen die Genfer Konvention verstoßen. Ich habe wenig Grund an Herrn Buchholz Aussagen zu zweifeln, ist er doch derjenige der Stefan Kuntz geholt hat und dazu noch bereit war, dem FCK mit persönlichen Bankbürgschaften aus der Klemme zu helfen. Und wer im Gegensatz zu allen anderen Genannten nicht versucht hat Geld aus dem bereits maroden FCK herauszuholen, sondern sogar verrückt genug ist, noch welches hineinstecken zu wollen, dem darf man da ruhig vertrauen. Und alles was er sagt passt auch noch perfekt ins Bild. Und es belegt zudem, dass die aktive Funktionärsebene des FCK in dieser Zeit noch weit unfähiger war, als ich es ihnen hier unterstellt habe. Und wie die meisten von euch wissen bin ich da sehr weit gegangen. Wer das Interview noch nicht gelesen hat, dem kann ich es nur ans Herz legen. Es ist in unserem Pressethread verlinkt. Aber das ist Vergangenheit. Gott sei’s gedankt.

Mit der Zukunft, wenn auch der näheren, beschäftigt sich gleich Kollege Bahli. Wenn der mir unseren ersten Torschützen richtig vorhersagt, dann sollte er mir auch noch eine PN mit den Lottozahlen schicken. Und zwar vor Annahmeschluss bitte. Also, was meinst du Bahli? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?

Gruß Berti


AUF GEHT'S COOLER BAHLI!

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 06.11.2008 um 21:04 Uhr bearbeitet
Der Kolumnenthread |#35
06.11.2008 - 23:30 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 12

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Keine Wehen in Wiesbaden! – TEIL 2

Erst einmal möchte ich meiner Erschütterung Ausdruck verleihen. Berti, ich soll mir ausnahmsweise über Personal, Taktik und den ersten Torschützen für die morgige Begegnung Gedanken machen. Prima. Danke, Berti. Ich weiß, dass der Ball rund ist. Und dass ein Spiel 90 Minuten dauert – Nachspielzeit geht extra. Und ich weiß, dass uns Axel Bellinghausen morgen in Wehen in Führung schießt. Aber über das Wer und das Wie kann ich dir nur so viel sagen: Irgendwer wird es irgenwie schon richten. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht aber doch. Die PN mit den Lottozahlen für Samstag geht nachher an dich raus ...

Bevor ich zum Wesentlichen komme, möchte ich noch ein paar Takte in eigener Sache loswerden. Denn mir liegt da eine Sache bretthart auf der Seele. Und DAS lässt mich seit Wochen kaum an Schlaf denken. Nein, der Hammer von Magic Dick war dagegen ein Baldrian-Aluminiumtupfer. Ich spreche von etwas ganz anderem. Von einer Blasphemie sondergleichen. Uns beide – Berti und Bahli – hat vor einiger Zeit ein User im Gebabb’l als Netzer und Delling von transfermarkt.de bezeichnet. Glück für den Kollegen, dass ich nicht mehr weiß, wer derlei Gotteslästerung unter die Leute gebracht hat. Unter mir sind Armeen von Holzstühlen zersplittert. Selbst schuld, werden die einen sagen. Was schaut ihr auch ins Gebabb’l, in dieses Sammelsurium von unglaublichen Seltsamkeiten. Ätschbätsch, werden die anderen sagen. Alles was in diesem Poesiealbum menschlicher Abgründe steht, hat Hand und Fuß. Und Sinn! Unsinn, da wird nur gefaselt, möchte ich dem entgegnen. Außerdem möchte ich dringlichst darauf pochen, dass dieser Vergleich jeglicher Realität entbehrt. Berti und ich sind eher wie Sokrates und Kalli Feldkamp, wie Schopenhauer und Hans Meyer, wie Klopstock und Kloppo. Wir sind die Meister des metaphorischen Diskurses. Die Meister des kursiven Quergeredes. So, wer jetzt auf die Idee kommt, den Bahli zu fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Den kann ich beruhigen. In seinem Schrank ist schon seit längerer Zeit keine einzige Tasse mehr. Macht aber nichts.

Und damit wären wir auch mitten im Spieltag. „Wehe den Besiegten!“ – Wehe, es vergleicht uns noch einmal jemand mit Delling und Netzer. Wehe, wehe! Wehen. Das Kaff heißt Wehen. Ich musste die ganze Zeit überlegen. Ich hatte es einfach vergessen. Daher auch mein ablenkendes Gefasel über Netzer, Delling und das Gebabb’l. Wehen, das klingt auch direkt nach Unterschätzen. Wehen, da fahren wir hin und nehmen drei Punkte mit. Wehen, endlich polieren wir unser Torverhältnis auf. Stopp! Wehe dem, der dies tut. Der SV Wehen Wiesbaden, wie der Verein ausgeschrieben lautet, hat vergangene Saison eine famose Runde gespielt. Als Aufsteiger hatte man mit dem Abstieg nichts zu tun, schielte sogar leicht nach oben. Die Saison nach der Aufstiegssaison gilt allgemein als die schwierigste. Und so begann sie für das Team um Trainer Christian Hock auch. Wehen steht unter dem Strich. Platz 17 – Abstiegsplatz. Und genau das sind die Gegner, die man sehr gerne unterschätzt. Einer beim FCK weiß natürlich, was man in dieser Situation macht. Auf die Spieler einreden. Ihnen klarmachen, dass auch gegen Wehen 100 Prozent Einsatz und Laufbereitschaft notwendig sind. Und genau dies hat Milan Sasic seit Dienstag gemacht. Gerade nach den beiden letzten Auswärtsspielen in Koblenz und Oberhausen muss dies die Devise sein.

Gegen den SV Wehen Wiesbaden sollte die Abwehr wie eine Eins stehen. Das tat sie in den letzten beiden Heimspielen bravourös. Zweimal zu Null. Das gibt jeder Abwehr Selbstvertrauen. Die Problemzone gegen die Löwen lag weiter vorn. Das offensive Mittelfeld tat sich gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Sechziger 90 Minuten lang sehr schwer. Die Löwen machten die Räume eng und die Paljics, Dzakas, Hesses und Sams rannten ein ums andere Mal mit dem Kopf gegen die Wand. Das muss sich morgen ändern. Und das wird es auch. Der FCK hat im Moment Probleme, wenn er das Spiel machen, agieren muss. Die Konstellation vor dem morgigen Spiel könnte uns da entgegen kommen. Wehen muss gewinnen, um unten rauszukommen. Wehen muss vor allem die Heimspiele gewinnen, um die Abstiegsränge hinter sich zu lassen. Für uns sollte daher die Devise gelten: Abwarten und im richtigen Augenblick schnell nach vorne spielen. Kontern heißt das in der Fußballersprache. Im Tor hat Louis Robles gezeigt, dass er etwas drauf hat. Und vielleicht war der vergangene Montag für ihn wichtig, der beste Louis Robles zu werden, der er sein kann. Auch morgen hat er dazu Gelegenheit:

LOUIS ROBLES

Die Abwehr. Das Prunkstück der letzten beiden Begegnungen. Da wurden in zwei Spielen gefühlte zweieinhalb Chancen zugelassen. Respektabel. Personell würde ich die Viererkette nur an einer Stelle umbauen. Für Axel Bellinghausen rückt Alexander Bugera auf die linke Seite der Viererkette. In der Mitte setze ich natürlich auf Martin Amedick und dieses Mal auch wieder auf Moussa Ouattara. Mit Ronny König steht im Sturmzentrum der Wehener ein kopfballstarker Mann. Und für ihn sind der Funkturm und der Kleiderschrank das erfolg versprechende Mittel, ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen.

FLORIAN DICK – MARTIN AMEDICK – MOUSSA OUATTARA – ALEXANDER BUGERA

Das Mittelfeld. Da gent noch etwas. Die Mannen um Anel Dzaka können noch einige Prozente drauflegen. In den letzten Spielen hat sich gezeigt, dass Anel Dzaka bemüht ist, den Denker und Lenker zu geben. Ein richtiger Zehner ist er aber nicht. Er ist kampfstark, gibt keinen Ball verloren. Aber der Pass in den freien Raum ist nicht sein Ding. Aber auch die rechte und die linke Außenbahn stotterte recht kräftig. Einzig Aimen Demai spielt im defensiven Mittelfeld stark. Gegen Wehen Wiesbaden würde ich das zentrale Mittelfeld mit Demai und Dzaka nicht ändern. Aber auf den Außen sind neue Wege gefragt. Auf der linken Seite hat Axel Bellinghausen mein Vertrauen. Als sein Pendant rechts wünsche ich mir Sidney Sam. Beide sind sehr schnell und sollten zusammen mit Erik Jendrisek schnelle Konter fahren können.

SIDNEY SAM – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN

Der Sturm. In den letzten beiden Begegnungen war auch da der Wurm drin. Die Jungs vorne können mehr. Und das wissen sie. Es muss natürlich auch mehr Unterstützung aus dem Mittelfeld und über die Außen kommen. Aber wer soll die beiden Positionen im Angriff einnehmen? Erik die Gurk? Mit absoluter Sicherheit nicht. Der trifft ja nicht einmal in eine Mülltonne, wenn sie offen ist und er draufsitzt. Miro Klose? Der kommt ja leider erst in der Winterpause. Aber wir haben ja diese beiden Himmelsstürmer aus dem slowakisch-kroatischen Raum. Wie heißt der schnelle Junge aus der Slowakei, der schon fünf Mal getroffen hat? Egal, auf jeden Fall würde ich ihn zuammen mit Srdjan Lakic stürmen lassen. Zusammen haben die zwei bereits neun Tore auf dem Konto. Und das ist aller Ehren wert.

ERIK JENDRISEK – SRDJAN LAKIC

Wie du siehst, Berti, ist der Boden bereitet. Jedenfalls von mir. Und irgendwie habe ich ein gutes Gefühl für das Spiel morgen. Ich kann es nicht begründen, aber der SV Wehen Wiesbaden liegt uns. Zumindest liegt er mal nicht so weit weg, sodass viele Anhänger die Mannschaft begleiten werden. Und das Erfolgserlebnis aus der letzten Saison gibt es ja auch noch.

Und zum Abschluss versuche ich zu dieser späten Stunde einmal darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn der Hammer von Magic Dick nicht ans Gebälk, sondern ins Stockwerk darunter gekracht wäre. Boah, nee – darüber will ich jetzt gar nicht nachdenken. Ich habe mir aus bestinformierten Kreisen sagen lassen, dass der Lattenkracher eines Bernd Nehrig therapeutisch Wunder wirken soll. Aber soll ich euch etwas sagen. Den habe ich längst vergessen. Den habe ich vollkommen ausgeklammert. Lattenkracher gegen uns verschwinden bei mir im Hirnrinden-Langzeitarchiv. Auf Nimmerwiedersehen. Und von daher habe ich gar keine andere Wahl als an Magic Dicks Geschoss gegen die Löwen zu denken und was gewesen wäre, wenn ... aber vielleicht tut mir unsere Mannschaft morgen den Gefallen und vertreibt derartige Gedankenspiele mit einem Sieg. Denn dann sind wir wieder da, wo wir eigentlich vor der Saison gar nicht hingehörten. OBEN. Ganz OBEN.

Cheers
Bahli

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Leonard Cohen (1934-2016)
Der Kolumnenthread |#36
10.11.2008 - 12:13 Uhr
'Test'spiel in Worms oder NachWehen....

"Hmmpppfff" versucht sich das liebe Wormel bemerkbar zu machen.
Das böse Wormel reibt sich die Hände und meint: "Du hälst heute mal die Klappe!" und überprüft den Knebel.

Nach einem ziemlich versauten Wochenende dank des 10 minutigen Kollektivschlafs in der Mainzer Nachbarstadt schaut Wormel nach vorne.

Wormel versteht die Personalpolitik von Milan im Moment überhaupt nicht.

Wieso läßt er beide gelernte Außenverteidiger zu Hause?
Wieso läßt er 2 Leute auf den Außenbahnen spielen, die bereits mehr als einmal gezeigt haben, daß sie dort ihre vorhandene Klasse NICHT entfallten können?
Und am meisten beschäftigt Wormel die Frage:

"Wollen sich Axel und Anel jetzt zu Frauen umoperieren lassen?"

Nein, diese ständigen Doppelecken, Doppelfreistöße usw gehen Wormel auf den Keks.
Ja Leutz, habt ihr denn zu viele weibliche Hormone, daß ihr immer zu zweit 'rausgeht'?
Geht ihr auch gemeinsam aufs Klo? Ihr Mädchen, ihr!!! A. und A. gemeinsam bei Ecken - da kommt halt AA raus...

Wormel versucht es mal zu erklären:
Wenn der Anel draußen an der Eckfahne steht, fehlt er für den zweiten Ball! Und da Axel ja eh alles tritt, was ruht, ist das Verschwendung.
Zum Glück haben wir uns noch keinen direkten Treffer nach eigenem Standard gefangen, weil da Demai meist gut aufpasst und den Ball halt in Richtung gegenerisches Tor tritt.
Viel anderes bleibt ihm ja auch nicht übrig! Wormel macht Demai keinen Vorwurf, er muß den Sprintungeheuern Moussa und Martin die Zeit erkaufen, zurück zu kommen.
Hätte er mit Anel eine Anspielstation könnte das MF auch mal spielerisch überbrückt werden statt mit diesem genialen System Hoch und Weit nach vorne!

Zu dem Spiel in Worms:

Wormel reibt sich die Hände, weil die zweite am selben Tag ein Nachholspiel hat.
Also kein zweites Sandhausen! Die Wormatia feiert ihr 100 jähriges. Es ist ein Freundschaftsspiel und der FCK hat in Worms viele Freunde.
Wenn wir dort verlieren ist das nicht schlimm und die gebeutelte Wormatia kommt vielleicht endlich in die Gänge und schafft doch noch den Klassenerhalt.

Aber es ist auch ein 'Test'spiel - dh wir sollten da auch mal etwas ausprobieren.

Im Tor: die ärmste Sau in Wehen LUIS ROBLES - er braucht Praxis und Sicherheit

Die Innenverteidigung: Da will ich rechts innen den SASCHA KOTYSCH sehen.
Nach dem Einbruch in Wehen daneben MARTIN AMEDICK in Halbzeit eins, damit er wieder Sicherheit gewinnt. Mit klarer Ansage, daß in der Zweiten HZ FABI SCHÖNHEIM seinen Part übernimmt.

Die Außenverteidiger: Rechts LAMPE und Links BUGERA. Wie sicher stehen wir, wenn wir da zwei gelernte Defensive hinstellen?

Auf der 6: DRAGAN PALJIC. Demai ist in der Liga gesetzt. Dragan ist ein technisch und im zweikampf starker Mann. AUf der linken Außenbahn haben wir ein überangebot an Spielern. Im zentralen DM haben wir keine Alternativen. Testspiel!!! = Testen, ob er uns auf dieser Position weiterhelfen kann. Und wenns schief geht - na und!!
Auf der 10: ANEL DZAKA. Eine Auswechselung ist nicht vorgesehen. Die Vorgabe ist klar: Nicht hinter der 6 verstecken sondern VORNE mal wieder die Fäden ziehen!

Linke Außenbahn: JOSH SIMPSON. Solange die Kraft reicht.
Rechte Außenbahn: SEBASTIAN REINERT - hier ist die Chance, sich aufzudrängen

Im Sturm: KAI HESSE und der gebürtige Wormser MARCEL ZIEMER über 90 Minuten

Demai, Jendrisek und Dick möchte ich schonen. Bello soll mal eine Halbzeit über Doppelecken und 'ich bin überall' nachdenken! Er sollte dann für Josh kommen.
Lakic, der mir in Wiesbaden krank vorkam, ist eine Option für den Sturm. Sammy für Reinert.

Und beste Genesungswünsche an Rhegekampf und Abel! Werdet ganz schnell fit! Ihr werdet gebraucht.

Also Jungs, macht mal wieder Werbung für den Fußball, den ihr am Anfang gespielt habt!

•     •     •

Aufstieg 2009/2010 - Mission impossible? [X] Danke, Marko!
Nichtabstieg 2010/2011 - Es darf auch etwas mehr sein....[X](Platz 7)
Fühzeitiger Klassenerhalt 2011/2012 [total fail]
Wiederaufstieg 2012/2013 [knapp verpasst]
Saison 2013/2014 [gestrichen aus dem Gedächtnis]
Saison 2014/2015: ein Team auf dem Platz sehen [X] :) die Jungs machten Spass
Saison 2015/2016: *meinen* FCK wieder erkennen [\] ..weiter abwarten
Saison 2016/2017: sich wieder auf FCK Spiele freuen können [ ]
Der Kolumnenthread |#37
13.11.2008 - 16:32 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 13

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Alles in Butter auf’m Kutter? – TEIL 1


Manchmal ist es schade wenn die Kenntnisse die man in der Schule erlangt hat, ins Rudimentäre abgleiten. Oder sagen wir mal besser die Kenntnisse die man in der Schule hätte erlangen sollen. Da ich als Lateiner das Französische nur gestreift habe, hätte es deutlich größerer Anstrengungen bedurft, als jener, die ich tatsächlich zu leisten bereit war zu damaliger Zeit. Wenn es jedoch besser um meinen Ehrgeiz bestellt gewesen wäre, hätte ich vermutlich verstehen können, was der wild mit seinem Begleiter diskutierende Aristide Bance nach unserem Auftritt in Wehen gesagt hat, bevor er in seinen Audi der Q-Klasse stieg und verschwand. Was er nicht gesagt haben wird, weiß ich allerdings auch ohne allzu genaue Kenntnisse der Sprache unseres Nachbarlandes. Einen nachlässigen Kick gegen Ingolstadt und die damit verbundene Heimniederlage hat er vermutlich nicht gefordert.

Nachlässig dürfen wir auch nicht gegen Rostock aufspielen, soviel ist sicher. Nachdem der immer wieder untypisch auftretende Frank Pagelsdorf nach dem zuletzt unglücklichen Heimspiel entlassen wurde, meldete die Presse bereits eine Einigung mit Thomas Doll. Die wurde aber seitens des Vereins mit dem Hinweis dementiert, man wolle zu Beginn der Rückrunde den neuen Mann in Amt und Würden haben. Bis dahin könne ruhig Juri Schlünz mal wieder auf dem Platz des Übungsleiters sitzen. Aber Vorsicht, Schlünz ist altes Rostocker Urgestein und nur deshalb nicht ständig Trainer dort, weil er weiß dass diese Engagements, ungeachtet des eigenen Ansehens im Verein, immer nur auf Zeit Bestand haben. Und Schlünz will seinem Club eben erhalten bleiben. Eigentlich ist es egal, wer bei unserem Gegner den Übungsleiter gibt, solange unserer Mannschaft endlich klar geworden ist, dass man auch als Favorit so kämpfen muss, als sei man ein Außenseiter.

Natürlich wird man nicht zum Außenseiter, aber in den Mittelpunkt der Beliebtheit rutscht man nicht gerade, wenn man die Gästefans auszunehmen pflegt. Womit wir beim Gruß der Woche wären. Der geht, völlig unaufgeregt, an den SV Wehen - Wiesbaden. Nein, nicht weil die gegen uns gewonnen haben, sondern weil sie nicht gut vorbereitet waren. Man muss einerseits einräumen, dass der SV Wehen in Wiesbaden ein schönes Stadion hingestellt hat. In vernünftigen Dimensionen. Aber, und diesen Einwand kann und will ich mir nicht verkneifen, besser organisieren kann man das schon. Ich wurde mit einigen Fans in einer Art Reise nach Jerusalem von Kasse zu Kasse geschickt, bis ich ein Ticket erwerben durfte. Und da für Gästefans offenbar nur geringe Stehplatzkontingente vorgesehen sind, wurden wir zu Sitzplätzen gezwungen. Dumm nur, wenn die für sagenhafte siebenundzwanzig Euro und fünfzig Cent abgegeben werden. Das langt andernorts locker für den Europacup. Die Besucher des zugewiesenen Blocks haben übrigens gestanden. Das nur nebenbei.

Bevor wir nun zu Detailfragen und damit zwangsläufig zu Bahlis Ressort überwechseln, bleibt noch ein trauriger Nebensatz, obwohl er sicher mehr verdient hätte. Charly Neumann ist in dieser Woche gestorben. Und das obwohl er gebetet hat, er möge noch nicht abtreten, bevor er einmal die Meisterschale für Schalke in der Arena heben durfte. Gut, die Zyniker unter uns werden jetzt einwenden, dass der Wunsch nach ewigem Leben schon immer unerfüllt geblieben ist, aber Charly, wir hätten es dir gegönnt. Denn Du warst einer von uns. Ebenso verrückt und süchtig nach Fußball wie wir. Und vermutlich ein Anachronismus. Glück auf Charly Neumann, grüß uns Fritz Walter!

Übrigens, lieber Bahli, Sasic hält sich nicht mehr an deine Aufstellungen. Und seit er dich so schändlich übergeht, verlieren wir dauernd. Da ich so im Urin habe, dass er diese Woche doch nachlesen wird was Du für richtig hältst, will ich ausnahmsweise eine paar Vorschläge machen. Schönheim rein, Reinert rein, Simpson früher. So das war’s schon. Also Bahli, was meinst du? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?

Gruß Berti

AUF GEHT'S COOLER BAHLI


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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Der Kolumnenthread |#38
14.11.2008 - 22:19 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 13

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Alles in Butter auf’m Kutter? – TEIL 2

Berti, wir senden mal wieder auf einer Wellenlänge. Die genaue Frequenz müsste ich zwar erst nachschauen, aber ich bin mir sicher, dass sie irgendwo zwischen 4-3-3, 2:4 und 0-1-3 liegen wird. Letztere Frequenz ist übrigens gleichbedeutend mit der Punktausbeute unserer drei letzten Punktspiele. 4 Punkte, nicht mehr? Nein. Es waren exakt vier Punkte aus den zwei Heimspielen gegen den VfL Osnabrück und 1860 München sowie dem Auswärtsdebakel bei Wehen-Wiesbaden. Nun, für die einen, die noch oft an die vergangene Saison zurückdenken, mag das eine vernünftige Ausbeute darstellen. Der Gegenpart, der mittlerweile euphorisch auf der Erfolgswelle surft, wird lamentieren, dass gegen die Löwen und vor allem Wehen-Wiesbaden wichtige Punkte verschenkt wurden. Die Wahrheit liegt – wie so oft – sicherlich irgendwo in der Mitte. Ich behaupte einfach einmal, dass wir in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Aber sind wir schon eine Spitzenmannschaft der 2. Liga? Ein realer Aufstiegsaspirant? Ist die Liga in dieser Spielzeit wirklich so schwach, wie die Ergebnisse dies vermuten lassen? Diese und andere Fragen raubten mir in dieser Woche des Öfteren nachts den Schlaf. Aber wie lauten die Antworten? 42 wäre in diesem Fall zu einfach. Der Berechnungszeitraum sicherlich auch einige Milliarden Jahre zu lang. Aber zum Glück ist der FCK auch nicht unterwegs als Anhalter durch die Galaxis auf der Suche nach der Antwort auf die alles erklärende Frage. Der FCK steckt in einem anderen Dilemma. Siehe oben. Darin stecken allerdings auch Mannschaften wie Mainz, Freiburg, Duisburg, Nürnberg oder Hansa Rostock.

Bevor ich aber zum entscheidenen Programmpunkt Hansa Rostock komme, möchte ich zum ersten Mal in dieser Saison so etwas wie Trainerschelte üben. Und da ich alles andere als „hintenrum“ agiere, möchte ich Milan Sasic offen fragen, warum er seit einigen Spielen wagemutige Alleingänge in Sachen Aufstellungen geht. Wie Berti richtig analysiert hat, bleiben Erfolgserlebnisse aus, weil sich unser Trainer nicht mehr an meine Aufstellungspläne hält. Er geht eigene Wege. Und das konsequent und mutig. Sehr geehrter Herr Sasic, nicht, dass Sie jetzt denken, da fühlt sich ein Fan übergangen. Ich sehe nur, dass Ihre Alleingänge so etwas wie Punkte gekostet haben. Und da fragt sich der Fan, welchen Teufel den guten Milan reitet, dass er nicht mehr auf den braven Bahli hören will. Tja, wenn es so einfach wäre ...

Ich möchte einen anderen Weg in der Analyse der letzten Spiele gehen. Und da fällt mir als erstes das Stichwort Chancenverwertung ein. Die war in den ersten Spielen fast schon phänomenal. Aber vor allem die letzten drei Auswärtsspiele zeigten in dieser Hinsicht ein anderes Gesicht. Auch die letzten beiden Heimspiele gegen Osnabrück und 1860 waren nicht der Weisheit letzter Schluss. Gegen die Jungs von Pele Wollitz knackte ein Glückschuss gepaart mit astreinem Torwartfehler den Riegel, gegen die Löwen knackte es dann nur einmal am Gebälk. Sind unsere Jungs vor dem gegnerischen Tor mittlerweile zu sehr mit Denken beschäftigt, was wäre, wenn ... Man könnte es fast meinen. Welche Strategie schafft hier Abhilfe? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Natürlich werden uns ein paar personelle Änderungen in den kommenden Spielen gut tun. Natürlich wird Josh Simpson neuen Schwung über die linke Seite bringen. Natürlcih kann Laurentiu Reghecampf die rechte Außenbahn beleben. Natürlich kann Mathias Abel die Abwehr stabilisieren. Natürlich kann Tobias Sippel nach auskuriertem Armbruch wieder ein paar Unhaltbare halten. Aber natürlich erst in der Rückrunde. Bis dahin sollte gelten: kleine Schritte, ein Fuß nach dem anderen. Nicht das Pferd von hinten äufzäumen.

Berti hat heute im Kaderplanungsthread personelle Konsequenzen in Form von Sebastian Reinert und Fabian Schönheim gefordert. Das wäre für mich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Beide sollten wieder einmal eine Chance von Beginn an bekommen. Viel schwächer als Kai Hesse oder Sidney Sam kann auch Sebastian Reinert nicht rechts die Linie entlanglaufen. Und auch Moussa Ouattara hat sich in den letzten Spielen nicht in der Innenverteidigung festzementiert. Auch hier würde ich mit einem Wechsel liebäugeln. Im linken Mittelfeld haben weder Dragan Paljic (auch, wenn er gegen Osnabrück kam, sah und siegte) noch Sidney Sam überzeugen können. Hier baue ich auf die Rückkehr von Josh Simpson. Solange es bei ihm noch nicht für 90 Minuten reicht, sollte Axel Bellinghausen dort zum Zuge kommen. Alexander Bugera kann die linke Seite der Viererkette ordentlich spielen. Nach 60 Minuten sollte dann Josh für Alex kommen und Bello geht eine Position nach hinten.

Ein paar personelle Wechsel haben schon oft für neuen Wind gesorgt. Und den brauchen wir ganz nötig. Vor allem, wenn mit der Hansa-Kogge ein leck geschlagenes und schlingerndes Schiff den Betzenberg ansegelt. Der Steuermann der Mannen von der Ostsee ging über Bord und wurde in dieser Woche mit dem Wenns-nicht-läuft-KOMMA-setzt-erst-mal-Juri-die-Segel ein altbewährtes Rezept bei Hansa Rostock installiert. Der gute Juri Schlünz – den älteren unter uns sicherlich noch als großartiger Fußballer in Erinnerung – darf also übergangsweise ran. Bis der Nachfolger von Frank Pagelsdorf gefunden ist. Die Gerüchteküche hat sich ja bereits auf den Namen Thomas Doll eingeschossen. Aber die Verantwortlichen bei Hansa behalten erst einmal kühlen Kopf und wollen den neuen Trainer erst in der Winterpause vorstellen. Ein vernünftiger Plan.

Aber was soll Milan Sasic machen. Wie reagiert man auf einen angeschlagenen Gegner. Einfache Antwort: Ruhe bewahren und die Stärken der erfolgreichen Spiele hervorkramen. Kampf, Laufbereitschaft und Leidenschaft. Das kam mir in der jüngeren Vergangenheit zu kurz. Da haben sich einige doch wieder auf die anderen verlassen. Das darf nicht sein. Jeder muss mit hundert Prozent über den Platz rennen. Muss hundertprozentig Gras fressen. Muss hundert Mal seinem Gegenspieler zeigen, dass er gewinnen will und gewinnen wird. Im Tor führt momentan kein Weg am sympathischen Louis Robles vorbei. Der wurde in Wehen von seinen Vorderleuten arg im Stich gelassen. Abr das hat seinen Ehrgeiz sicherlich noch gesteigert:

LOUIS ROBLES

Die Abwehr. In Wehen sechzig Minuten kaum gefordert, dann in fünf Minuten drei Mal über den Haufen gerannt. Eine Katastrophe. Hier gibt es meines Erachtens Handlungsbedarf. Rechts hat Florian Dick mein Vertrauen. Zentral möchte ich neben Martin Amedick aber wieder einmal den Fabian Schönheim sehen. Mit seiner Übersicht und seinem guten Stellungsspiel erscheint er mir die richtige Option gegen einen ausgebufften Spieler vom Schlag eines Enrico Kern. Auf der linken Seite präferiere ich Alexander Bugera. Damit wäre Axel Bellinghausen frei fürs linke Mitelfeld.

FLORIAN DICK – MARTIN AMEDICK – FABIAN SCHÖNHEIM – ALEXANDER BUGERA

Das Mittelfeld. Im Moment die Achillesferse. Vor allem die Außenbahnspieler rennen sich zu oft in den eng gestaffelten Abwehrreihen fest. Sobald wir gegen Mannschaften spielen, die die Räume eng machen, haben die Sams, Paljics und Hesses große Probleme – siehe 1860 und Wehen-Wiesbaden. Hier wird es Zeit für Bewährtes in Form von Sebastian Reinert und Axel Bellinghausen. Beide haben bereits bewiesen, dass sie hohes Tempo gehen und erfolgreich Eins-gegen-eins gehen können. Auf der Sechs führt momentan kein Weg an Aimen Demai vorbei. Er gehört für mich zu den wenigen Konstanten. Die Leistungen von Anel Dzaka waren bisher keineswegs berauschend. Trotzdem möchte ich ihn aufgrund seiner kämpferischen Einstellung sowie seiner ordentlichen Standards im offensiven Mittelfeld sehen. Nach 50 oder 60 Minuten würde ich gerne Josh Simpson auf links sehen. Axel Bellinghausen rückt dafür zurück in die Viererkette.

SEBASTIAN REINERT – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN

Der Sturm. Und der Drang. Nach vorne drängt ein gewisser Srdjan Lakic. Bestnoten für seine Effizienz. Technisch beschlagen und mit dem Näschen an der richtigen Stelle zu stehen, ist er im Angriff gesetzt. Aber wer soll ihm zur Seite stehe, Räume schaffen? Erik die Gurk? Jetzt lassen wir mal die Butter bei die Fische. Der trifft noch nicht einmal die Kühlschranktür, wenn er an ihr lehnt. Miro Klose? Bleiben wir mal realistisch. Der wird frühestens nächste Runde ein Thema. Ich persönlich tendiere da eher zu diesem jungen und sympathischen Slowakenbomber, dessen Name mir gerade entfallen ist. Bleibt für Kai Hesse und Marcel Ziemer nur die Jokerrolle.

SRDJAN LAKIC – ERIK JENDRISEK

So Berti. Wie du siehst habe ich deine Gedanken aufgegriffen. Der Boden ist bereitet. Fragt sich nur, ob sich der gute Milan traut, unsere Vorschläge aufzugreifen und entsprechend umzusetzen. Einerseits ist Milan Sasic – positiv ausgedrückt – ein sturer Bock, andererseits wird er als ausgewiesener Fachmann wissen, dass personeller Handlungsbedarf besteht. Also Milan, zurück mit dir in die Erfolgsspur. Zurück zum Bewährten. Zurück zu Bahlis Aufstellungen. Zurück auf Platz eins ...

Noch ein Wort zum geschassten Trainer von Hansa Rostock. Ich mag solche Typen. Sie bereichern den Fußball. Eine Anekdote aus dem Leben des Frank Pagelsdorf. Rückblende. Wir schreiben das Jahr 1994. Genauer gesagt einen Freitagabend, den 14.Oktober, in der 2. Liga. Der SV Waldhof Mannheim gewinnt glücklich durch ein Tor von Thomas Epp mit 1:0 bei Hansa Rostock. Trainer der Waldhöfer damals: Uli Stielike. Trainer von Hansa Rostock damals: Frank Pagelsdorf. Das interessanteste Duell fand dann auch gar nicht auf dem Platz statt. Sondern in der Pressekonferenz. Waldhofs Trainer Uli Stielike analysierte dort das Spiel in seinem bakannten nordbadischen Dialekt: „Hansa Roschdogg kam net ins Schbiel.“ Da musste ein sprachlich überzeugtes Nordlicht wie Frank Pagelsdorf einfach verbal in piekfeinem Hochdeutsch kontern: „Herr Stielike, diese Stadt hier heißt Rostock und nicht Roschdogg.“ Rums, schredder, bratz – eine verbale Blutgrätsche. So kennen wir den guten Frank Pagelsdorf. Ich hätte ihn gerne am kommenden Montag auf dem Betzenberg begrüßt. Schade – eigentlich ...

Enden möchte ich heute mit dem Gedenken an einen Fußballverrückten – im positiven Sinn. Berti hat es bereits gesagt, in dieser Woche verstarb das Schalker Original Charly Neumann im Alter von 77 Jahren. Die jüngeren werden sich vielleicht nicht mehr an ihn erinnern. Wir älteren aber schon. Ein Unikum. Eine Kultfigur. Ein Original. Zu Anfang seiner Karriere brachte er als Bäckerkehrling einer anderen Schalker Legende – Ernst Kuzorra – morgens die Brötchen. Später fungierte er als Jugendleiter und Mannschaftsbetreuer. Unvergessen wie er 1986 als Schalker Präsident kandidieren wollte, um seinen Verein aus dem Chaos zu führen. Zum Glück zog er das nicht durch. So ist er den Schalkern in seiner ureigenen Rolle erhalten geblieben. Leider nur bis zum 11. November 2008. Mit Charly Neumann verlässt wieder eines dieser volkstümlichen Originale die große Fußballbühne. Glück auf Charly Neumann, grüß uns Fritz Walter!

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Der Kolumnenthread |#39
18.11.2008 - 11:48 Uhr
Schiffe versenken auf dem Berg - oder warum der Steuermann nicht schuld ist, wenn der Reeder statt Diesel Rübensaft in den Motor laufen lässt.

Gutes Benehmen ist, den Gegner nach einer Niederlage nicht mit Häme zu überhäufen.
Die Mannschaft und vor allem die Fans aus der Ostseestadt haben das nicht verdient.
Auch nicht der Notsteuermann Juri, der wohl Tränen in den Augen hatte nach dem Auftritt gestern.

Wenn man es gehässig sagen will: Die Rostocker Mannschaft hat gestern für Frank Pagelsdorf gespielt.

Wormel ist zu weit weg von Rostock um über Interna viel zu wissen. Aber Wormel kennt die Regeln im Fußball. Wenns nicht läuft wird zunächst mal der Trainer entlassen. Ist nicht schön, ist aber so. Irgenwann wird in Lautern auch Sasic seinen Hut nehmen müssen. Wormel hofft nur, daß dies mit der Begründung geschieht: "Er hat es nicht geschafft, daß wir 3 * hintereinander Deutscher Meister wurden."
Der Dank der Fußballmächtigen! Da können Fußballehrer wie Otto Rehagel, Volker Finke und Ottmar Hitzfeld ein Lied davon singen.
Zwei der eben genannten können eine ganze Latte von Erfolgen auf ihre Visitenkarte schreiben und der dritte ist einfach nur Kult.
Was der mit seinen begrenzten Möglichkeiten erreicht hat, ist fantastisch! Immerhin hat er einmal mit Freiburg im Uefa Cup gespielt und den Begriff *Breisgaubrasilianer* in Fußballdeutschland etabliert.
Und nach seiner Ausbootung fast, aber auch nur fast, Freiburg den Aufstieg als Abschiedsgeschenk präsentiert.
Frank Pagelsdorf passt nicht so ganz in diese Reihe. Aber dem Südwestlicht Wormel wird er als stets honoriger und sachlicher Trainer mit einem Herzen für seinen Verein in Erinnerung bleiben.

Die Reeder, die den Steuermann entlassen, wenn sie einen Maschinenschaden durch Falschbetankung verursachen, die kennt Wormel nicht mit Namen. Die Namen interessieren auch nicht. Wormel hofft für Hansa, daß diese Namen auch bald in Rostock vergessen werden und die Hansa bald wieder mit erfolgreichen Sportlern in einem Atemzug genannt werden. Viel Glück der Hansakogge und wetzt eure Messer bei der Generalversammlung!

Wormel hat das Testspiel in Worms gesehen und vieles gestern auf dem Berg wiedererkannt.

Dzaka! War ja eigentlich schon als er kam klar: Er ist keine 10! Er ist nicht der neue Hajnal oder Lincoln!
Ja, die haben vor nicht allzulanger Zeit in Lautern gespielt.
Er hat auch nie von sich behauptet ein 10er zu sein. Die letzten Spiele die ich von ihm gesehen habe, haben die Erinnerung an einen anderen Ex-Lauterer wieder hochgeholt.
Dzaka ist ein Typ wie der Ballack! Er spielt am besten auf einer offensiven 6,5! Dies muß Milan erkannt haben, denn Ballack äh Dzaka präsentierte sich in den letzten Spielen genau da.
Und wenn er kritisiert wird, er müsse mehr nach vorne tun, nehm ich ihn in Schutz und sage, erstmal muß die NULL stehen. Und die wird im DM zementiert und nicht in der Abwehr.
In Worms und gestern auf dem Berg wirkte er viel befreiter, weil er Bello aus dem Kreuz hatte, da der Bello *hinter* ihm spielen mußte. ;)
Und schau mal einer an, da machten auch die Doppelecken Sinn, weil der Anel auch mal durfte und nicht nur als Begleitschutz gegen die böse Eckfahne den Axel begleitete. Oder der Freistoß vor dem 2:0. Klare Ansage - ICH trete den, Axel kusch!
Der Unterschied, daß bei diesem A. und A. nicht nur AA sondern auch mal ein AAHHHH! herauskommt.
Da Wormel Milan als einen Fuchs ansieht, geht er davon aus, daß auf seinem Zettel
*Ecke: AB und AD zur Ausführung antreten, Situationsbedingt entscheiden, wer tritt*
stand. Da jetzt Alexander Bugera so lange ausfiel, hat da Axel Belinghausen wohl was falsch verstanden.
Vor allem das 'Situationsbedingt'! - "AB kommt vor AD im Alphabet - also tret ich ihn" war NICHT gemeint!
Leid tut es Wormel für Aimen Demai, der bisher eine richtig gute Saison gespielt hat. Er wurde der Variante Bello, Dzaka geopfert.
Ob dies eine dauerhafte Lösung ist? Könnte sein. Bugera hat sich in Worms und gestern abend in die Startelf gespielt.
Wormel hätte Schwierigkeiten zu erklären, warum er im nächsten Spiel nicht wieder aufläuft.
Bugera ist als Linksverteidiger momentan stärker. Und auf der linken Außenbahn winkt der Joshua ganz heftig.
Und der FCK ohne ihren Capitano? Schwer vorstellbar, auch wenn - so makaber das klingt - jede Position, auf der Axel spielen kann, mit einem besseren besetzt wäre.
Wormel ist gespannt auf die Entwicklung der nächsten Wochen. Vielleicht entwickelt Milan ja ein 'Belinghausen Rotations Modell'.
Bugera, Simpson und Demai - vielleicht sogar Dzaka müssen einmal aussetzen, damit der Capitano einen Platz in der Mannschaft hat.

Nun, wenn dies das größte Problem ist, das Lautern in dieser Saison hat, dann ist das Jammern auf hohem Niveau.

Zu der 25. - 45. Minute.
Wormel hatte den Eindruck, das war Absicht. Nein, nicht die grottigen Fehlpässe, die bestimmt nicht!
Aber das 'Etwas zurücknehmen' 'Rostock weiter nach vorne locken' 'Hinter der Mittlelinie aufnehmen'
Ähnliches hat die Mannschaft in Worms gespielt, aber die Wormser hatten nicht das Potential von Rostock.
Milan hat es vorher gesagt - Aufwand und Ertrag!
Wormel denkt an das Koblenzspiel. Mit der Effektivität von gestern wären mit 9:5 als Sieger vom Platz gegangen.
Nein, 9:4 weil Sippel den Elfer gehalten hätte ;)

Apropos 11er! Ja, war einer. Keine Diskussion. Da haben Amedick (30%) und Moussa (70%) gepennt und Luis alleine gelassen.
Für die Ausführung des Haltens gibt's noch ein Sternchen für die B Note. Weiter so Luis, dann ist auch auf der 1 der Wettkampf eröffnet.

Rote Karte - war regeltechnisch okay. Ein richtig *guter* Schiri trifft da eine regeltechnische Fehlentscheidung, weil er noch einen Mann dahinter gesehen hat und zieht gelb.
Der Schiri hat Wormel stellenweise gefallen und vieles richtig gemacht. Aber bei 3:0 darf man auch mal *bewußt daneben* liegen.

Richtig gut gefallen hat dem Wormel der Sr... Sj.. - Wormel kann den Namen immer noch nicht aussprechen und bleibt bei Lucky Lakic, der Mann der höher springt als sein Schatten.
Zwei Tore gemacht - das ist sein Job als Stürmer. Das ist nichts besonderes, das erwartet man!
Ein Grinsen entlockte er dem Wormel mit einem Trikotzupfer in höchster Not, für den es eigentlich hätte Gelb geben müssen. Clever einen möglichen gefährlichen Angriff unterbunden ohne dem Gegner weh zu tun.
Und zu einem Freudentanz führte der Pass auf Simpson zum 5:0. Wenn das Absicht war, war es ... Klasse.
Lucky Lakic bekommt von Wormel heute eine 1. Eine Note, die Wormel so gut wie nie vergibt.

Das soll es jetzt aber mit Analyse gewesen sein, die Freude über 'ein halbes Dutzend Dinger' will sich auch Wormel nicht trüben lassen, auch wenn da noch einiges an Arbeit auf Milan und seine Buben zukommt.

Wormel blickt nach vorne und freut sich auf den Sonntag.

Weil:
Wir sind NICHT Tabellenführer
Augsburg steht NICHT auf einem Abstiegsplatz

Jetzt muß nur noch ein Statement aus Augsburg kommen, daß sie Anschluß an die obere Hälfte bekommen wollen.
Und dann? Basdri würde sagen: Zweistellig! Mindestens! ;)
Wormel sagt, am Sonntag muß der nächste Trainer gehen. Dem schreibt Wormel aber nicht so einen netten Nachruf wie dem Pagelsdorf.

Kogge versenkt, lasst uns die (Augs)BURG stürmen! Vielleicht können dann am Montag ZWEI arbeitslose Trainer FACHsimpeln und den Verein tauschen.

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Aufstieg 2009/2010 - Mission impossible? [X] Danke, Marko!
Nichtabstieg 2010/2011 - Es darf auch etwas mehr sein....[X](Platz 7)
Fühzeitiger Klassenerhalt 2011/2012 [total fail]
Wiederaufstieg 2012/2013 [knapp verpasst]
Saison 2013/2014 [gestrichen aus dem Gedächtnis]
Saison 2014/2015: ein Team auf dem Platz sehen [X] :) die Jungs machten Spass
Saison 2015/2016: *meinen* FCK wieder erkennen [\] ..weiter abwarten
Saison 2016/2017: sich wieder auf FCK Spiele freuen können [ ]
Der Kolumnenthread |#40
20.11.2008 - 13:29 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 14

LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Holger, bist Du vom Fach? – TEIL 1


Die Rückschau, auch Retrospektive genannt, ist manchmal grausig. Und manchmal schön. Auch wenn der Zeitraum auf den man zurückschaut, grausig war. Oder vielleicht gerade deshalb. Elf Punkte und zehn Tore. So gruselig war unsere Bilanz nach dreizehn Spieltagen vor einem Jahr. Das bedeutete in der Summe einen Abstiegsplatz. Schön ist der Blick auf diese Zeit auch nur deshalb, weil sie mit dem Vergleich zum aktuellen Spieltag einen Gradmesser unseres momentanen Erfolges liefert. Sechsundzwanzig Punkte und sagenhafte dreißig Tore bilden in der Summe eine ganz andere Hausnummer. Und ergeben einen Aufstiegsplatz. Aber Vorsicht! Wenn man schon die Tabelle des letzten Jahres zum Vergleich wieder herausholt, soll damit auch eine Warnung verbunden sein: Zweiter mit sogar 28 Punkten war vor einem Jahr der SC Freiburg. Und, dass der momentan nicht in der Ersten Bundesliga spielt ist kein Geheimnis.


Warum die Verantwortlichen, insbesondere der Augsburger Manager Andreas Rettig, ausgerechnet auf Holger Fach als Übungsleiter schwören wollten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Vorläufig zumindest. Allerdings sitzt der genannte Trainer mittlerweile wieder fester im Sattel. Warum auch nicht? Schließlich zeigte die Mannschaft nach dem Umdenken Fachs in der Personalie Thurk klare Aufwärtstendenzen. Wer da nun welchen Machtkampf gewonnen oder verloren hat, vermag ich nicht einzuschätzen. Ist aber auch egal. Was zählt ist schließlich das Ergebnis. Und da sollte uns allen klar sein: Ein Spaziergang wird das nicht. Auch wenn ich persönlich von unserer Mannschaft erwarte, dass sie endlich auch auswärts mal wieder nachlegen kann.

Gewöhnlich lege ich an dieser Stelle den Gruß der Woche nach. Und bei ritualisierten Kolumnen ist der wiederkehrende Charakter wohl besonders wichtig. Nur manchmal gibt es einfach niemanden der sich diesen Gruß wirklich verdient hat, weshalb ich mir vorbehalte, ihn auch nur dann zu vergeben, wenn das aus meiner Sicht wirklich Sinn macht. Es ist also wie immer im Leben. Alles ist fortlaufenden Entwicklungen unterworfen. Ihr werdet unsere Kolumnen trotzdem wiedererkennen. Da bin ich mir sicher.

Sicher bin ich mir allerdings auch, dass ein Vorschlag den Fußball weiterzuentwickeln, bei seiner Umsetzung dazu führen würde, dass man das Spiel kaum wiedererkennen wird. Der Vorschlag, den meisten von euch wird klar sein wovon die Rede ist, stammt von Bernhard Peters und fordert den fliegenden Wechsel auch für den Fußball. Sicher gäbe es da einige Einschränkungen an die Herr Peters nicht gedacht hat, ich finde aber dieser Gedanke ist zumindest eine ernsthafte Abwägung wert. Fraglich ist jedoch, ob er jemals umgesetzt werden kann. Das für die Regeln zuständige „International Board“ ist weder international noch mit Herren besetzt, die aufgrund ihres Alters überhaupt noch ein Fußballspiel bestreiten können. In diesen Kreisen gilt vermutlich bereits der Stadionbesuch als Herausforderung. Ich hoffe nur, dass dieses Konzept nicht undiskutiert wieder in einer Schublade verschwindet. Wie gesagt, einfach mal drüber nachdenken.

So Bahli, bevor Du jetzt gleich das Denken anfängst, stelle ich dir noch eine Frage, die uns natürlich alle mehr bewegt, als irgendwelche Revolutionen wenn es auch für unseren überschaubaren Verein so etwas Ähnliches bedeutet. Sollen wir das Fritz Walter Stadion wirklich umbenennen? Ich weiß noch wie schwer ich mich damit getan habe als es den Namen Fritz Walters verpasst bekam. Als kaum abergläubischer Mensch in Fußballfragen erflehte ich eine Rückbenennung, von der ich mir ein Ende der Misserfolge in unserem Stadion erhoffte, die unmittelbar nach der Umbenennung eintraten. Andrerseits ist mir als regelmäßigem Beobachter klar, dass wir für den Fall eines Aufstieges ein paar Leute verpflichten müssen, mit denen wir uns momentan vermutlich nicht einmal den Briefwechsel leisten können. Also füge ich mich ins Unvermeidliche und füge den bescheidenen Wunsch nach einer Kombination an. So etwas wie „BERTI & BAHLI – FRITZ WALTER STADION“ könnte ich mir gut vorstellen, wobei lieber Bahli, das notwendige Geld dafür müsstest im Gegenzug wohl Du einbringen. Oder wir machen es wie der Politstar der Stunde: Also Jungs, wer spendet? Der Wechsel kommt!

Nun aber wieder zurück zu wichtigeren Fragen. Bahli, was meinst du? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?

Gruß Berti

AUF GEHT'S COOLER BAHLI

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