| Geburtsdatum | 19.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Vereinigte Staaten |
| Funktion | Leiter der Nachwuchsabteilung |
| Akt. Verein | RB Leipzig |
David Wagner [ehem. Trainer]
09.05.2019 - 21:25 Uhr
17.09.2019 - 07:25 Uhr
Ich habe Tedesco in den letzten Monaten wahrlich nicht zu knapp kritisiert, aber wenn ich jetzt lesen muss, dass unter ihm kein klarer Stil, keine Struktur erkennbar war, dann muss ich mit dem Kopf schütteln.
Tedesco hat mit seinem Stil in der ersten Saison vielen Gegnern den Zahn gezogen und wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und vorne meistens ein Tor geschossen. Das war schon sehr diszipliniert und schlicht sicher. Es war aber auch zu erkennen, dass Tedesco dieser Idee die Offensive opfern musste.
Wagner hat da eine deutlich bessere Balance. Gegen Gladbach war das ein Abtasten beider Vereine, da gab es auf beiden Seiten keine großen Chancen. Aber als sich gegen Hertha und vor allem jetzt Paderborn die Gelegenheit ergab den Gegner einzuschnüren hat das Team diese auch genutzt.
Mit Ausnahme des schwachen Abschlusses unserer Angreifer stand einem Sieg gegen Paderborn nichts im Wege. Mit Tedesco hätten wir nach Rückstand vielleicht auch noch einen Punkt geholt oder gewonnen, aber das gelang in der ersten Saison unter Tedesco meist nur mit Druck in der Schlussphase und weniger mit Dauerdruck, mit Ausnahme des Derbys.
Tedesco hat mit seinem Stil in der ersten Saison vielen Gegnern den Zahn gezogen und wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und vorne meistens ein Tor geschossen. Das war schon sehr diszipliniert und schlicht sicher. Es war aber auch zu erkennen, dass Tedesco dieser Idee die Offensive opfern musste.
Wagner hat da eine deutlich bessere Balance. Gegen Gladbach war das ein Abtasten beider Vereine, da gab es auf beiden Seiten keine großen Chancen. Aber als sich gegen Hertha und vor allem jetzt Paderborn die Gelegenheit ergab den Gegner einzuschnüren hat das Team diese auch genutzt.
Mit Ausnahme des schwachen Abschlusses unserer Angreifer stand einem Sieg gegen Paderborn nichts im Wege. Mit Tedesco hätten wir nach Rückstand vielleicht auch noch einen Punkt geholt oder gewonnen, aber das gelang in der ersten Saison unter Tedesco meist nur mit Druck in der Schlussphase und weniger mit Dauerdruck, mit Ausnahme des Derbys.
17.09.2019 - 08:45 Uhr
Zitat von marcibarci
Das sehe ich etwas anders.
Gerade in der 1. Saison von DT standen wir in meinen Augen gar nicht so tief, sondern haben durchaus schon relativ hoch die Räume eng gemacht. Als es dann im Endspurt um die CL ging hatte ich das Gefühl dass er von da an alles spielerische über Board geworfen hat ( Anfang der 1. Saison sah es auch da nicht schlecht aus) und sich nur noch auf tiefes verteidigen konzentriert hat.
Zurück zu Wagner : ich bin ihm sehr dankbar wir viel Spaß ich in den letzten Spielen hatte ( selbst gg. Bayern) und bin überzeugt dass wenn man Solche Fortschritte sieht, dass man und insbesondere ich, Rückschläge wohlwollend und geduldig entgegen sehen.
Zitat von Holiday
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Zitat von bluey04
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Zitat von andede
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Zitat von Jimmy04
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Zitat von bluey04
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Zitat von Bogues
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Zitat von Runaway
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Das sehe ich etwas anders.
Gerade in der 1. Saison von DT standen wir in meinen Augen gar nicht so tief, sondern haben durchaus schon relativ hoch die Räume eng gemacht. Als es dann im Endspurt um die CL ging hatte ich das Gefühl dass er von da an alles spielerische über Board geworfen hat ( Anfang der 1. Saison sah es auch da nicht schlecht aus) und sich nur noch auf tiefes verteidigen konzentriert hat.
Zurück zu Wagner : ich bin ihm sehr dankbar wir viel Spaß ich in den letzten Spielen hatte ( selbst gg. Bayern) und bin überzeugt dass wenn man Solche Fortschritte sieht, dass man und insbesondere ich, Rückschläge wohlwollend und geduldig entgegen sehen.
Es ist natürlich schwer dazu eine vernünftige Diskussion zu führen, weil sich die Frage wie hoch eine Mannschaft stand schwer mit Zahlen belegen lässt. Ich hatte schon den Eindruck, dass wir eher tief standen.
Darauf kommt es mir aber gar nicht an.
Mir geht es um die Frage wie viele Spieler vor bzw. Hinter dem Ball standen insbesondere bei eigenen offensiv Phasen.
Also um die Anzahl der Spieler die sich Offensiv als Anspielstationen angeboten haben vs. die Anzahl der Spieler die hinten abgesichert haben.
Unter Tedesco waren nahezu immer 3 echte IV auf dem Feld.
Dazu zwei WB und 2 Achter.
An Offensivaktionen der IV kann ich mich (abgesehen von Standards) kaum erinnern. Eine Ausnahme war hier maximal Kehrer.
Für den Spielaufbau waren die 8er zuständig, die aber auch klare Defensivaufgaben hatten.
Die WB (besonders Caligiuri) haben sich zwar offensiv eingeschaltet, wurden dann aber immer durch einen 8er abgesichert.
—> Wenn wir in der gegnerischen Hälfte den Ball hatten waren sehr selten weniger als 4 Spieler hinter dem Ball.
Das führt dazu, dass man defensiv gut steht, gleichzeitig fehlen die Spieler aber offensiv.
Unter Wagner schalten sich beide AV und auch der 6er offensiv ein. Es sind also auch bei eigenem Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte oft nur 2-3 Spieler da die absichern. Trotzdem funktioniert die Defensive bisher gut.
17.09.2019 - 08:54 Uhr
Zitat von Runaway
Ich habe Tedesco in den letzten Monaten wahrlich nicht zu knapp kritisiert, aber wenn ich jetzt lesen muss, dass unter ihm kein klarer Stil, keine Struktur erkennbar war, dann muss ich mit dem Kopf schütteln.
Tedesco hat mit seinem Stil in der ersten Saison vielen Gegnern den Zahn gezogen und wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und vorne meistens ein Tor geschossen. Das war schon sehr diszipliniert und schlicht sicher. Es war aber auch zu erkennen, dass Tedesco dieser Idee die Offensive opfern musste.
Wagner hat da eine deutlich bessere Balance. Gegen Gladbach war das ein Abtasten beider Vereine, da gab es auf beiden Seiten keine großen Chancen. Aber als sich gegen Hertha und vor allem jetzt Paderborn die Gelegenheit ergab den Gegner einzuschnüren hat das Team diese auch genutzt.
Mit Ausnahme des schwachen Abschlusses unserer Angreifer stand einem Sieg gegen Paderborn nichts im Wege. Mit Tedesco hätten wir nach Rückstand vielleicht auch noch einen Punkt geholt oder gewonnen, aber das gelang in der ersten Saison unter Tedesco meist nur mit Druck in der Schlussphase und weniger mit Dauerdruck, mit Ausnahme des Derbys.
Ich habe Tedesco in den letzten Monaten wahrlich nicht zu knapp kritisiert, aber wenn ich jetzt lesen muss, dass unter ihm kein klarer Stil, keine Struktur erkennbar war, dann muss ich mit dem Kopf schütteln.
Tedesco hat mit seinem Stil in der ersten Saison vielen Gegnern den Zahn gezogen und wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und vorne meistens ein Tor geschossen. Das war schon sehr diszipliniert und schlicht sicher. Es war aber auch zu erkennen, dass Tedesco dieser Idee die Offensive opfern musste.
Wagner hat da eine deutlich bessere Balance. Gegen Gladbach war das ein Abtasten beider Vereine, da gab es auf beiden Seiten keine großen Chancen. Aber als sich gegen Hertha und vor allem jetzt Paderborn die Gelegenheit ergab den Gegner einzuschnüren hat das Team diese auch genutzt.
Mit Ausnahme des schwachen Abschlusses unserer Angreifer stand einem Sieg gegen Paderborn nichts im Wege. Mit Tedesco hätten wir nach Rückstand vielleicht auch noch einen Punkt geholt oder gewonnen, aber das gelang in der ersten Saison unter Tedesco meist nur mit Druck in der Schlussphase und weniger mit Dauerdruck, mit Ausnahme des Derbys.
Ich habe nicht gesagt, dass bei Tedesco kein Stil bzw. keine Struktur erkennbar war.
Ich sehe es genau so wie du. Es war eine Idee da, die allerdings defensive Stabilität zulasten der Offensive beinhaltete. Tedesco musste aber eben sehr viel Offensive opfern um defensiv Stabilität zu bekommen.
Bei Wagner sehe ich, dass er defensive Stabilität herstellt ohne dafür die offensive quasi aufzugeben.
Klar halt das momentan auch noch, aber dass wir 5:1 gewinnen und uns ärgern wie schlecht die Chancen genutzt wurden sagt doch einiges.
Ich kann mich aus den letzten Saisons eher an knappe Siege bei hoher Effektivität erinnern.
17.09.2019 - 09:20 Uhr
Zitat von Holiday
Bei Wagner sehe ich, dass er defensive Stabilität herstellt ohne dafür die offensive quasi aufzugeben.
Klar halt das momentan auch noch, aber dass wir 5:1 gewinnen und uns ärgern wie schlecht die Chancen genutzt wurden sagt doch einiges.
Ich kann mich aus den letzten Saisons eher an knappe Siege bei hoher Effektivität erinnern.
Bei Wagner sehe ich, dass er defensive Stabilität herstellt ohne dafür die offensive quasi aufzugeben.
Klar halt das momentan auch noch, aber dass wir 5:1 gewinnen und uns ärgern wie schlecht die Chancen genutzt wurden sagt doch einiges.
Ich kann mich aus den letzten Saisons eher an knappe Siege bei hoher Effektivität erinnern.
Ein großer Unterschied ist auf jeden Fall, dass uns der Gegentreffer nicht das Genick brach. Das Gegentor fiel reichlich dämlich. Aber unter Tedesco musste die Mannschaft deutlich mehr Aufwand betreiben, um sich selbst Chancen zu erarbeiten, wenn es überhaupt welche aus dem Spiel heraus gab. Klar, der Ausgleich fiel jetzt auch nach Standard, aber die hohe Anzahl an Chancen aus dem Spiel heraus war für Schalke ungewöhnlich.
Da hat Wagner schon einiges bewirkt.
17.09.2019 - 10:05 Uhr
Zitat von Runaway
Ein großer Unterschied ist auf jeden Fall, dass uns der Gegentreffer nicht das Genick brach. Das Gegentor fiel reichlich dämlich. Aber unter Tedesco musste die Mannschaft deutlich mehr Aufwand betreiben, um sich selbst Chancen zu erarbeiten, wenn es überhaupt welche aus dem Spiel heraus gab. Klar, der Ausgleich fiel jetzt auch nach Standard, aber die hohe Anzahl an Chancen aus dem Spiel heraus war für Schalke ungewöhnlich.
Da hat Wagner schon einiges bewirkt.
Zitat von Holiday
Bei Wagner sehe ich, dass er defensive Stabilität herstellt ohne dafür die offensive quasi aufzugeben.
Klar halt das momentan auch noch, aber dass wir 5:1 gewinnen und uns ärgern wie schlecht die Chancen genutzt wurden sagt doch einiges.
Ich kann mich aus den letzten Saisons eher an knappe Siege bei hoher Effektivität erinnern.
Bei Wagner sehe ich, dass er defensive Stabilität herstellt ohne dafür die offensive quasi aufzugeben.
Klar halt das momentan auch noch, aber dass wir 5:1 gewinnen und uns ärgern wie schlecht die Chancen genutzt wurden sagt doch einiges.
Ich kann mich aus den letzten Saisons eher an knappe Siege bei hoher Effektivität erinnern.
Ein großer Unterschied ist auf jeden Fall, dass uns der Gegentreffer nicht das Genick brach. Das Gegentor fiel reichlich dämlich. Aber unter Tedesco musste die Mannschaft deutlich mehr Aufwand betreiben, um sich selbst Chancen zu erarbeiten, wenn es überhaupt welche aus dem Spiel heraus gab. Klar, der Ausgleich fiel jetzt auch nach Standard, aber die hohe Anzahl an Chancen aus dem Spiel heraus war für Schalke ungewöhnlich.
Da hat Wagner schon einiges bewirkt.
Das hängt meiner Meinung nach zusammen.
Tedescos Ausrichtung war darauf gerichtet kein Gegentor zu bekommen und bestenfalls das offensiver werden des Gegners auszunutzen um ein Tor zu schießen.
Schon ein einziges Gegentor hat den Plan damit komplett umgeworfen, da der Gegner nun seinerseits tiefer stehen konnte und man selbst nicht gewohnt war Druck aufbauen zu müssen.
Dazu kam aus meiner Sicht noch eine große Verunsicherung auch seitens der Mannschaft die Defensive Absicherung zugunsten der Offensive zu lösen. Diese Verunsicherung kann auch daraus entstanden sein, dass den Spielern die Absicherung als eines der Grundlegenden Elemente vermittelt wurden.
Dagegen ist Wagners Ausrichtung eher darauf aus Tore zu schießen. Gegentor sind damit immer noch unerwünscht, werfen aber nicht mehr den kompletten Plan um.
17.09.2019 - 12:43 Uhr
... and now something completely different...
Ich greife mal die Höwedes-Diskussion auf, um die Kapitänsamt-Frage zu Alex Nübel einzuordnen.
Im Prinzip hat David Wagner verschiedene Spieler hier vorgefunden, die generell geeignet erschienen, von Persönlichkeit und Stellung in der Mannschaft hier die Binde zu übernehmen:
- Stambouli: vermutlich eine naheliegende Wahl, genau wie
- Caliguiri
Daneben wären aber sicher auch
- Sané
- Mascarell
- Oczipka, oder auch
- Burgstaller, der aber eher mit abstrichen, weil ich bei ihm nicht so sehr das Stragische sehe.
Weniger geeignet erschiene mir:
- Nastasic, der eher eine zurückgenommene Rolle zu spielen scheint und sich darin wohl fühlt.
Die übrigen Spieler sind großenteils U22 und vielleicht eher weniger geeignet.
Das erste Argument dürfte sein, dass der Kapitän so viel wie möglich auf dem Feld steht, das war im Juli allenfalls bei Caliguiri absehbar, auch wenn das hier zur Diskussion steht. Deswegen wäre die Frage, wen man hätte nehmen sollen: In der Innenverteidigung gibt es einen gewollten, offenen Konkurrenzkampf, und die Stellung von Spielern wie Oczipka wie auch Mascarell war bzw. ist eher unklar.
Ein weiterer Punkt hätte - und hier die Parallele zu Höwedes - sein können, dass es vielleicht nicht so wünschenswert ist, einen starken Charakter als Kapitän zu haben, sondern die Eigeninitiative von verschiedenen Spielern in verschiedenen Mannschaftsteilen sich entfalten zu lassen; hier war die Situation mit Höwedes sicher nicht optimal, der aus der Abwehrreihe versucht hat, Führung auf dem Feld aufzubauen und anderen die Möglichkeit gegeben hat, sich hinter ihm zu verstecken. Insofern kann man es für wünschenswert halten, wenn 3-4 Führungsspieler jeweils auf dem Feld stehen, die sich auch in der Verantwortung sehen.
Vor diesem Hintergrund kann man die Wahl von Nübels als gewollte Vakanz sehen. Sowohl als Torwart wie auch von seiner Persönlichkeit scheint er begrenzt geeignet. Dadurch dass er bestimmt wurde, sind die potenziellen Leader aber in keiner Hierarchie, sondern stehen nebeneinander in der Verantwortung und müssen es als Team annehmen. Das passt ganz gut zu aktuellen Trends im Führungsverhalten, die eher in Agilität gehen, anstatt dominante Führungspersonen aufzubauen.
Ich greife mal die Höwedes-Diskussion auf, um die Kapitänsamt-Frage zu Alex Nübel einzuordnen.
Im Prinzip hat David Wagner verschiedene Spieler hier vorgefunden, die generell geeignet erschienen, von Persönlichkeit und Stellung in der Mannschaft hier die Binde zu übernehmen:
- Stambouli: vermutlich eine naheliegende Wahl, genau wie
- Caliguiri
Daneben wären aber sicher auch
- Sané
- Mascarell
- Oczipka, oder auch
- Burgstaller, der aber eher mit abstrichen, weil ich bei ihm nicht so sehr das Stragische sehe.
Weniger geeignet erschiene mir:
- Nastasic, der eher eine zurückgenommene Rolle zu spielen scheint und sich darin wohl fühlt.
Die übrigen Spieler sind großenteils U22 und vielleicht eher weniger geeignet.
Das erste Argument dürfte sein, dass der Kapitän so viel wie möglich auf dem Feld steht, das war im Juli allenfalls bei Caliguiri absehbar, auch wenn das hier zur Diskussion steht. Deswegen wäre die Frage, wen man hätte nehmen sollen: In der Innenverteidigung gibt es einen gewollten, offenen Konkurrenzkampf, und die Stellung von Spielern wie Oczipka wie auch Mascarell war bzw. ist eher unklar.
Ein weiterer Punkt hätte - und hier die Parallele zu Höwedes - sein können, dass es vielleicht nicht so wünschenswert ist, einen starken Charakter als Kapitän zu haben, sondern die Eigeninitiative von verschiedenen Spielern in verschiedenen Mannschaftsteilen sich entfalten zu lassen; hier war die Situation mit Höwedes sicher nicht optimal, der aus der Abwehrreihe versucht hat, Führung auf dem Feld aufzubauen und anderen die Möglichkeit gegeben hat, sich hinter ihm zu verstecken. Insofern kann man es für wünschenswert halten, wenn 3-4 Führungsspieler jeweils auf dem Feld stehen, die sich auch in der Verantwortung sehen.
Vor diesem Hintergrund kann man die Wahl von Nübels als gewollte Vakanz sehen. Sowohl als Torwart wie auch von seiner Persönlichkeit scheint er begrenzt geeignet. Dadurch dass er bestimmt wurde, sind die potenziellen Leader aber in keiner Hierarchie, sondern stehen nebeneinander in der Verantwortung und müssen es als Team annehmen. Das passt ganz gut zu aktuellen Trends im Führungsverhalten, die eher in Agilität gehen, anstatt dominante Führungspersonen aufzubauen.
17.09.2019 - 12:50 Uhr
Zitat von Holiday
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Zitat von bluey04
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Zitat von andede
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Zitat von Jimmy04
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Zitat von bluey04
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Zitat von Bogues
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Zitat von Runaway
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Schalke hatte traditionell immer eine gute Endverteidigung und hat meist tief verteidigt. Tedesco hat ein funktionierendes Pressing installiert und generell die Spieler in der Arbeit gegen den Ball verbessert. Es war eine Umstellung möglich vom Stellen des Gegners zum aggressiven attackieren.
Das bei Tedesco die Balance fast immer zu Gunsten der Defensive verschoben war ist aber korrekt. Ich kann mich aber noch daran erinnern, wie froh einige waren, dass Tedesco der Mannschaft ein funktionierendes Pressing beibringen konnte.
Und ich finde auch, dass wir bereits unter Tedesco eine ordentliche Ballzirkulation hatten. Der Aufbau war solide und in den ersten beiden Dritteln gab es da wenig zu meckern. Beim Übergang und im letzten Drittel fehlten aber die Ideen und die Dynamik. Da war einfach zu wenig konstruktives dabei. Das hat Wagner merklich verbessert.
Die letzte Saison würde ich unter Vorbehalt bewerten, weil da schlicht und ergreifend die Mannschaft irgendwann so dermaßen verunsichert war, dass ja selbst die Basics nicht sicher abgerufen werden konnten.
17.09.2019 - 13:07 Uhr
Zitat von bluey04
Schalke hatte traditionell immer eine gute Endverteidigung und hat meist tief verteidigt. Tedesco hat ein funktionierendes Pressing installiert und generell die Spieler in der Arbeit gegen den Ball verbessert. Es war eine Umstellung möglich vom Stellen des Gegners zum aggressiven attackieren.
Das bei Tedesco die Balance fast immer zu Gunsten der Defensive verschoben war ist aber korrekt. Ich kann mich aber noch daran erinnern, wie froh einige waren, dass Tedesco der Mannschaft ein funktionierendes Pressing beibringen konnte.
Und ich finde auch, dass wir bereits unter Tedesco eine ordentliche Ballzirkulation hatten. Der Aufbau war solide und in den ersten beiden Dritteln gab es da wenig zu meckern. Beim Übergang und im letzten Drittel fehlten aber die Ideen und die Dynamik. Da war einfach zu wenig konstruktives dabei. Das hat Wagner merklich verbessert.
Die letzte Saison würde ich unter Vorbehalt bewerten, weil da schlicht und ergreifend die Mannschaft irgendwann so dermaßen verunsichert war, dass ja selbst die Basics nicht sicher abgerufen werden konnten.
Zitat von Holiday
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Zitat von bluey04
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Zitat von andede
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Zitat von Jimmy04
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Zitat von bluey04
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Zitat von Bogues
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Zitat von Runaway
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
Um mal wieder zu Wagner zu kommen, wie nach dem Spiel gegen die Hertha schon erwähnt, zeigt Wagner, dass man ein Team auch im Schnelldurchgang umkrämpeln kann. Der neue Stil ist gut erkennbar und liegt den meisten Spielern.
Dass einige Spieler aufblühen, ist bei einem Trainerwechsel nicht unüblich. Aber hier hat sich der gesamte Spielablauf verbessert und das weitestgehend mit dem Personal der Vorsaison.
das entscheidende ist daran wie du schreibst "mit dem Personal" der Vorsaison!
Gefühlt hat er jedem Spieler neues Leben eingehaucht
Die letzte Saison hatte aber auch eine bescheidene Eigendynamik. Der Start unglücklich, aber katastrophal, einige ungünstige Umstände und dann eben ein Negativlauf, von dem wir uns nie wirklich erholen konnten. Als Weinzierl hier anfing sind wir vergleichbar schlecht gestartet und auch er als erfahrener Trainer hatte mit der Situation zu kämpfen. Denn auch der ist kein schlechter Trainer, aber auch der beste Trainer kann nicht alles beeinflussen.
Deshalb kannst du dir die unverhältnismäßige Kritik an Tedesco sparen, da sie keinesfall konstruktiv ist und auch keinen Mehrwert bietet. Um Wagners Leistung zu honorieren ist kein Nachtreten gegen Tedesco nötig.
Wagner scheint die Mannschaft zu erreichen und die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Taktisch und spielerisch macht das Team Fortschritte und weil auch die Ergebnisse stimmen, kommt fast Euphorie auf. Diese positive Stimmung sollten wir versuchen beizubehalten und uns darauf besinnen, wenn es Rückschläge gibt. Denn das diese kommen werden ist fast sicher. Und dann gilt es ruhig zu bleiben, die Lektionen anzunehmen und zu lernen und letztlich daran zu wachsen.
Es besteht noch überhaupt kein Grund zur Zufriedenheit. Wir können und müssen noch besser werden und wenn wir weiter hart arbeiten, dann kann das auch gelingen.
Sehr guter Beitrag. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wagner aktuell vom Gleichen profitiert wie Tedesco in seiner ersten Saison. Nämlich von einem Harit in Topform, der alle Mitspieler um sich herum besser macht. Wenn dann noch 2-3 weitere Spieler stark performen (bei Tedesco Naldo, Burgi, Caligiuri - bei Wagner Stambouli, Mascarell) wachsen auch nochmal Spieler wie Oczipka & Co. über sich hinaus und du kriegst einen positiven Lauf, wo du auch einfach Talente wie Kutucu reinschmeissen kannst, die auch gleich performen.
Ich finde aber auch, dass die Spieler durch das System einfach besser spielen können. Wir haben immer noch einige individuelle Fehler. Aber das System / die Mannschaft fängt es auf. Er macht die Mannschaft insgesamt einfach besser. Das ist das, worum ich Gladbach immer beneidet habe: Die hatten nie diese Überspieler, aber haben als Mannschaft funktioniert. Und da konnten Einzelne glänzen. Ich denke schon, dass wir weiter sind, als Tedesco in der 1. Saison. Dazu kommt, dass viele Spieler mental echt am Ende waren, auch Harit. Das muss man ihm hoch anrechnen. Ich bin echt froh, wie lange nicht mehr!
Soweit würde ich noch nicht gehen, den Entwicklungsstand derart fortgeschritten zu sehen. Zudem muss man bedenken, dass die Mannschaft unter Tedesco in der Defensive viele grundlegende Dinge erarbeitet wurden, die vorher in der Form nicht vorhanden waren. Das betrifft vor allem das Spiel gegen den Ball, welches sich unter ihm maßgeblich verbesserte. In der Offensive fehlten oftmals die Lösungsansätze und genau da führt Wagner das Team weiter, aber eine ordentliche Basis war vorhanden.
Die Mannschaft war nur im letzten Jahr nicht mehr in der Lage das Erarbeitete abzurufen. Es waren ja vorranging individuelle Fehler, die uns zu schaffen machten und weniger strukturelle Probleme (in der Defensive).
Von dem her glaube ich, dass Wagner da teilweise nur an einigen Stellschrauben wieder nachjustieren und vor allem die Köpfe wieder frei bekommen musste. Das ist ihm gelungen und natürlich hat er weitere Entwicklungsschritte angestoßen. Die Mannschaft lag zwar am Ende der letzten Saison brach, aber eben nicht in Schutt und Asche.
Die positiven Ergebnisse helfen uns sicherlich enorm, weil Erfolg und Selbstvertrauen der beste Katalysator für jede Entwicklung ist. Wichtig ist, dass sowohl die Jungs als auch wir Fans ruhig und besonnen bleiben und realistisch bleiben bei dem, was wir für die Zukunft erwarten. Und das die Jungs die Freude an der Arbeit behalten, auch wenn die Ergebnisse mal für eine Zeit ausbleiben.
Aber da wirkt es so, als ob Wagner die Jungs richtig gepackt bekommt, um die Motivation langfristig oben zu halten.
Dass Tedesco den Grundstein für unsere funktionierende Defensive gelegt hat sehe ich nicht.
Es ist richtig, dass wir in Tedescos erster Saison defensiv stabil standen und wenig Tore kassiert haben. Wenn man sich die Spiele damals aber anschaut fällt aus meiner Sicht auf, dass die Defensive Stabilität vor allem darauf fußt, dass wir unter Tedesco immer wahnsinnig viele Spieler hinterm Ball hatten.
Darunter hat ja auch unser Offensivspiel so extrem gelitten.
Es gab zwei versuche von Tedesco unsere Balance mehr In die Offensive zu verschieben. Der erste war zur Rückrunde 17/18 und der zweite zu Beginn der Saison 18/19.
Beide Male haben wir nach der Umstellung plötzlich viele leichte Tore kassiert.
Beide Male wurde die Umstellung rückgängig gemacht und darauf verwiesen die Spieler würden sich mit dem neuen System nicht wohl fühlen.
Die Rückkehr hat 18/19 nur nicht mehr funktioniert.
Was ich Wagner hoch anrechne ist, dass wir bisher defensiv relativ sicher stehen obwohl wir eine relativ offensive Ausrichtung verfolgen. Seine Defensive basiert damit nicht nur auf möglichst viel Masse sonder eher auf einem funktionierenden System.
Schalke hatte traditionell immer eine gute Endverteidigung und hat meist tief verteidigt. Tedesco hat ein funktionierendes Pressing installiert und generell die Spieler in der Arbeit gegen den Ball verbessert. Es war eine Umstellung möglich vom Stellen des Gegners zum aggressiven attackieren.
Das bei Tedesco die Balance fast immer zu Gunsten der Defensive verschoben war ist aber korrekt. Ich kann mich aber noch daran erinnern, wie froh einige waren, dass Tedesco der Mannschaft ein funktionierendes Pressing beibringen konnte.
Und ich finde auch, dass wir bereits unter Tedesco eine ordentliche Ballzirkulation hatten. Der Aufbau war solide und in den ersten beiden Dritteln gab es da wenig zu meckern. Beim Übergang und im letzten Drittel fehlten aber die Ideen und die Dynamik. Da war einfach zu wenig konstruktives dabei. Das hat Wagner merklich verbessert.
Die letzte Saison würde ich unter Vorbehalt bewerten, weil da schlicht und ergreifend die Mannschaft irgendwann so dermaßen verunsichert war, dass ja selbst die Basics nicht sicher abgerufen werden konnten.
Alles gut. Ich will Tedesco gar nicht schlecht machen.
Aber das was du beschreibst (ordentliche Ballzirkulation in den ersten beiden Dritteln und Probleme im letzten Drittel) passt ja genau zu dem was ich sage.
Wir hatten die Probleme im letzten Drittel aus meiner Sicht auch deshalb weil zu wenige von unseren Spielern überhaupt im letzten Drittel waren.
17.09.2019 - 18:44 Uhr
Quelle: schalke04.de
Der FC Schalke 04 ist bereits der vierte Club, bei dem Christoph Bühler an der Seite von David Wagner als Co-Trainer tätig ist. Im Interview mit schalke04.de spricht der 42-Jährige über seine bisherige Laufbahn, großartige Erfahrungen in England und seine Rolle im Trainerteam der Königsblauen.
Ich habe keinen Thread zu Christoph Bühler gefunden, da es im Interview aber auch um die Zusammenarbeit mit David Wagner und ihre gemeinsame Zeit geht, packe ich es mal hier rein. Bitte verschieben, wenn es einen passenderen Ort gibt. Ich finde, es ist ein sehr cooles Interview. Bühler hat einen spannenden Weg hinter sich und interessant finde ich, dass jede Übung im Training von allen 4 (Trainer + Co-Trainern) zusammen geplant wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Krepo am 17.09.2019 um 18:46 Uhr bearbeitet
17.09.2019 - 20:16 Uhr
Zitat von Sosal
Es ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal welch eine Philosophie wir folgen, Hauptsache wir bleiben mal bei einer.
Im übrigen kannst du mit beidem Erfolg als auch weniger Erfolg haben.
Zitat von Holzkiste
Daher einfach mal weiter die Philosophie von Wagner verfolgen: Fußball spielen und agieren anstatt verhindern und reagieren.
Daher einfach mal weiter die Philosophie von Wagner verfolgen: Fußball spielen und agieren anstatt verhindern und reagieren.

Es ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal welch eine Philosophie wir folgen, Hauptsache wir bleiben mal bei einer.
Im übrigen kannst du mit beidem Erfolg als auch weniger Erfolg haben.

Korrekt. Nur macht es einen Unterschied, ob dir bei jedem Spiel vorne der liebe Gott helfen muss damit wir Chancen kreieren. Das Matchglück, was wir in Tedesco's erstem Jahr hatten, war doch wirklich gewaltig. Uns fehlt seit Jahren eine richtige Offensividee. Ich würde lieber den Tag nicht vor dem Abend loben, weil Hertha und Paderborn wirklich nicht die Maßstäbe der BuLi zu sein scheinen. Allerdings darf man gerne schlussfolgern, dass das bisher alles nicht so schlecht aussieht, gerade offensiv.
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