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Corona - Sammelthread

11.03.2020 - 08:05 Uhr
Corona - Sammelthread |#771
14.03.2020 - 22:46 Uhr
Zitat von RabonaMaradona
Zitat von daredennis7

Zitat von Roubinho

Zitat von A-Lizenz

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Habe von einem Konzept gelesen in denen geeignete ältere Schüler halbtags auf jüngere Kinder (in Kleinstgruppen) aufpassen. Fand ich persönlich eine gute Idee


Bei uns im Ort haben sich mehrere gelernte Fachkräfte (Erzieher und Kinderpflegerin) angeboten die Kinder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zu betreuen, da diese im Moment ebenfalls die fünf Wochen daheim sind.

Weswegen 1,5 Gehälter?


Naja falls man sein Kind betreuen muss für 5-6 Wochen und sich für die Zeit unbezahlt freistellen lassen muss.


Also mal ganz ehrlich, als Kinder der 1980er:
Damals war das gefühlt reichste Jahrzehnt der Deutschen Geschichte. Eine 4-köpfige Familie fuhr 1 VW Gold (der von der Größe einem heutigen VW Fox entspricht) und verdiente ca. 1.500 Euro. Ein Videorekorder kostete 500 Euro, genau wie ein 20 inch Röhren-TV.
Die Menschen fühlten sich reich und sorgenfrei. Man fuhr 1 Mal im Jahr mit dem Auto in den Urlaub in eine Ferienwohnung, alle paar Jahre durfte es vielleicht mal ein Flug sein. Man fühlte sich reich und keiner klagte.

Heute fliegen die Menschen 2 Mal im Jahr in den Urlaub, müssen einen Handy-Vertrag für 30 Euro/Monat besitzen, 1 Auto pro Person fahren (doppelt so groß wie in den 80ern) usw.
Und trotzdem bitchen die meisten Leute rum, dass man kaum genug zum Leben habe.

Bevor man all diese Luxusgüter kauft, sollte man eines haben: Ersparnisse, um 1,5 Gehälter auf der rechten Pobacke abzusitzen. Ist vielleicht antiquiert, aber bevor ich nicht mindestens 20.000 Euro gespart habe, gönne ich mir keinen Urlaub oder ein iPhone XY.

PS: Ist nicht gegen irgendjemanden hier persönlich gemeint, mich nervt nur einfach die Schizophrenie der Menschen. Einerseits wähnt man sich arm und schwärmt von der guten alten Zeit, andererseits vergisst man, wie spartanisch man in selbiger lebte und dabei glücklich war.


Vielleicht sollte man auch nicht alles in den selben topf werfen und dann daraus Löffeln.
Corona - Sammelthread |#772
14.03.2020 - 22:50 Uhr
Zitat von RabonaMaradona

Zitat von daredennis7

Zitat von Roubinho

Zitat von A-Lizenz

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Habe von einem Konzept gelesen in denen geeignete ältere Schüler halbtags auf jüngere Kinder (in Kleinstgruppen) aufpassen. Fand ich persönlich eine gute Idee


Bei uns im Ort haben sich mehrere gelernte Fachkräfte (Erzieher und Kinderpflegerin) angeboten die Kinder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zu betreuen, da diese im Moment ebenfalls die fünf Wochen daheim sind.

Weswegen 1,5 Gehälter?


Naja falls man sein Kind betreuen muss für 5-6 Wochen und sich für die Zeit unbezahlt freistellen lassen muss.


Also mal ganz ehrlich, als Kinder der 1980er:
Damals war das gefühlt reichste Jahrzehnt der Deutschen Geschichte. Eine 4-köpfige Familie fuhr 1 VW Gold (der von der Größe einem heutigen VW Fox entspricht) und verdiente ca. 1.500 Euro. Ein Videorekorder kostete 500 Euro, genau wie ein 20 inch Röhren-TV.
Die Menschen fühlten sich reich und sorgenfrei. Man fuhr 1 Mal im Jahr mit dem Auto in den Urlaub in eine Ferienwohnung, alle paar Jahre durfte es vielleicht mal ein Flug sein. Man fühlte sich reich und keiner klagte.

Heute fliegen die Menschen 2 Mal im Jahr in den Urlaub, müssen einen Handy-Vertrag für 30 Euro/Monat besitzen, 1 Auto pro Person fahren (doppelt so groß wie in den 80ern) usw.
Und trotzdem bitchen die meisten Leute rum, dass man kaum genug zum Leben habe.

Bevor man all diese Luxusgüter kauft, sollte man eines haben: Ersparnisse, um 1,5 Gehälter auf der rechten Pobacke abzusitzen. Ist vielleicht antiquiert, aber bevor ich nicht mindestens 20.000 Euro gespart habe, gönne ich mir keinen Urlaub oder ein iPhone XY.

PS: Ist nicht gegen irgendjemanden hier persönlich gemeint, mich nervt nur einfach die Schizophrenie der Menschen. Einerseits wähnt man sich arm und schwärmt von der guten alten Zeit, andererseits vergisst man, wie spartanisch man in selbiger lebte und dabei glücklich war.


Naja das ist für mich ziemlich unverschämt sowas zu verallgemeinern. Wir z.B. haben Rücklagen, können es uns leisten. Aber es gibt eben auch andere Fälle, die sicherlich mehr auf Kante genäht sind.
Im Endeffekt geht es doch um viel mehr. Nämlich darum, dass Familien hier absolut doppelt im Stich gelassen werden bislang. Es geht um Einbußen in beträchtlicher Höhe, ein Ende im April, wer weiß es schon? Und damit soll man zufrieden sein, dass Privatpersonen bzw. Familien dies schultern sollen?

Alle profitieren vermutlich von dem Entschluss, der akzeptiert und angenommen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von daredennis7 am 14.03.2020 um 22:52 Uhr bearbeitet
Corona - Sammelthread |#773
14.03.2020 - 23:04 Uhr
Zitat von daredennis7
Zitat von RabonaMaradona

Zitat von daredennis7

Zitat von Roubinho

Zitat von A-Lizenz

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Habe von einem Konzept gelesen in denen geeignete ältere Schüler halbtags auf jüngere Kinder (in Kleinstgruppen) aufpassen. Fand ich persönlich eine gute Idee


Bei uns im Ort haben sich mehrere gelernte Fachkräfte (Erzieher und Kinderpflegerin) angeboten die Kinder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zu betreuen, da diese im Moment ebenfalls die fünf Wochen daheim sind.

Weswegen 1,5 Gehälter?


Naja falls man sein Kind betreuen muss für 5-6 Wochen und sich für die Zeit unbezahlt freistellen lassen muss.


Also mal ganz ehrlich, als Kinder der 1980er:
Damals war das gefühlt reichste Jahrzehnt der Deutschen Geschichte. Eine 4-köpfige Familie fuhr 1 VW Gold (der von der Größe einem heutigen VW Fox entspricht) und verdiente ca. 1.500 Euro. Ein Videorekorder kostete 500 Euro, genau wie ein 20 inch Röhren-TV.
Die Menschen fühlten sich reich und sorgenfrei. Man fuhr 1 Mal im Jahr mit dem Auto in den Urlaub in eine Ferienwohnung, alle paar Jahre durfte es vielleicht mal ein Flug sein. Man fühlte sich reich und keiner klagte.

Heute fliegen die Menschen 2 Mal im Jahr in den Urlaub, müssen einen Handy-Vertrag für 30 Euro/Monat besitzen, 1 Auto pro Person fahren (doppelt so groß wie in den 80ern) usw.
Und trotzdem bitchen die meisten Leute rum, dass man kaum genug zum Leben habe.

Bevor man all diese Luxusgüter kauft, sollte man eines haben: Ersparnisse, um 1,5 Gehälter auf der rechten Pobacke abzusitzen. Ist vielleicht antiquiert, aber bevor ich nicht mindestens 20.000 Euro gespart habe, gönne ich mir keinen Urlaub oder ein iPhone XY.

PS: Ist nicht gegen irgendjemanden hier persönlich gemeint, mich nervt nur einfach die Schizophrenie der Menschen. Einerseits wähnt man sich arm und schwärmt von der guten alten Zeit, andererseits vergisst man, wie spartanisch man in selbiger lebte und dabei glücklich war.


Naja das ist für mich ziemlich unverschämt sowas zu verallgemeinern. Wir z.B. haben Rücklagen, können es uns leisten. Aber es gibt eben auch andere Fälle, die sicherlich mehr auf Kante genäht sind.
Im Endeffekt geht es doch um viel mehr. Nämlich darum, dass Familien hier absolut doppelt im Stich gelassen werden bislang. Es geht um Einbußen in beträchtlicher Höhe, ein Ende im April, wer weiß es schon? Und damit soll man zufrieden sein, dass Privatpersonen bzw. Familien dies schultern sollen?

Alle profitieren vermutlich von dem Entschluss, der akzeptiert und angenommen wird.


Natürlich gibt es Leute, die sparsam sind und jetzt in der Existenz bedroht sind ohne eigenes Verschulden. Diese Menschen meine ich nicht.

Ich rede eher von den Millenials und den Leuten meiner Generation, die ihre Herkunft vergessen haben.
Neulich typisches Gespräch bzgl. Handy: Ich habe mit mal vor 7 Jahren ein LG irgendwas für 120 Euro gekauft, das ich bis heute mit einer 5 Euro/Monat Lidl XS Prepaid Karte betreibe.
Meine Kollegen fragen mich, wie ich denn mit einem 0,75 GB Datenvolumen leben könne...
Vor wenigen Jahren wären 0,75 GB Datenvolumen noch ziemlicher Luxus gewesen. Wie schnell vergessen die Menschen und wie undankbar sind sie???

Ich habe glücklicherweise einen ziemlich guten Job und kann es mir leisten sehr viel Geld monatlich zu sparen. Aber ich gebe trotzdem weit weniger Geld aus als die meisten Menschen, die weniger verdienen.

Wer Fernseher und Reisen auf Raten kauft, der hat kein Mitleid verdient. Das ist meine Kernaussage. Unvorhergesehene Ausgaben gibt es immer, ob Seuche oder Autoreparatur.

•     •     •

Ohne künstlichen Markteingriff ergeben sich zwangsläufig spanische Verhältnisse im Fußball.

In jeder Wirtschaftsform der Menschheitsgeschichte - vom Römischen Reich über Kommunismus bis zum Kapitalismus - verteilt sich Reichtum nach der Pareto Distribution, 80% des Reichtums gehört 20% der Marktteilnehmer.

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“
- Lothar Matthäus 25,29
Corona - Sammelthread |#774
14.03.2020 - 23:20 Uhr
Zitat von daredennis7
Zitat von Xergos

Zitat von derJones

Zitat von daredennis7

Zitat von Xergos

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Falls es überhaupt dabei bleibt. Kann sein, dass sich das auch noch monatelang hinzieht. Früher oder später wird man dann von staatlicher Seite über finanzielle Unterstützung nachdenken müssen wie in Hong Kong zB


Fast schon ein Witz, dass man darüber noch nicht nachgedacht hat. Denn sowas ist nicht weniger Existenzbedrohend für Privatpersonen, als die Bedrohungen für Unternehmen durch die Wirtschaft.
Das man da noch abwägen muss, ob sogar vllt die Kita Gebühren einbehalten werden, oder man wenigstens was zurückbekommt, ist dann schon ziemlich unverschämt, falls man das selbst organisiert.

Unser Sohn kann wie alle Kinder ab Montag nicht mehr in die Kita, sollen die erst mal Argumente gegen meine Rückbuchung der Gebühren liefern. Keine Leistung, kein Geld. Geht immerhin um fast 250€ im Monat.


Sobald das jeder macht geht die Kita allerdings pleite, immerhin müssen die ihre laufenden Kosten (Gebäude, Gehälter) ja weiterhin tragen. Da kann es nur ne staatliche Lösung geben


Und was müssen die Eltern? Ihre Miete zahlen?
Wenn die Pleite gehen scheint dann wohl scheinbar in Ordnung zu sein. Denn sämtliche Eltern ohne Betreuung haben das Messer auf der Brust. Verzicht und Einbußen sind bei Privatpersonen mit Kindern da leichter verkraftbar? Ich glaube kaum, falls da neber Gehaltsausfall auch nochmal für "nichts" 200 - 400 Euro Kita Gebühren anfallen. Letztendlich läuft das doch alles für die Gemeinschaft.


Deswegen hab ich ja geschrieben "Da kann es nur ne staatliche Lösung geben", sonst verlagert man nur das Problem von Leidtragendem A auf Leidtragenden B. Verzichten und Einbußen sind von keinem von beiden verkraftbar.

•     •     •

Nur der BVB!
Corona - Sammelthread |#775
14.03.2020 - 23:26 Uhr
Zitat von RabonaMaradona
Zitat von daredennis7

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von daredennis7

Zitat von Roubinho

Zitat von A-Lizenz

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Habe von einem Konzept gelesen in denen geeignete ältere Schüler halbtags auf jüngere Kinder (in Kleinstgruppen) aufpassen. Fand ich persönlich eine gute Idee


Bei uns im Ort haben sich mehrere gelernte Fachkräfte (Erzieher und Kinderpflegerin) angeboten die Kinder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zu betreuen, da diese im Moment ebenfalls die fünf Wochen daheim sind.

Weswegen 1,5 Gehälter?


Naja falls man sein Kind betreuen muss für 5-6 Wochen und sich für die Zeit unbezahlt freistellen lassen muss.


Also mal ganz ehrlich, als Kinder der 1980er:
Damals war das gefühlt reichste Jahrzehnt der Deutschen Geschichte. Eine 4-köpfige Familie fuhr 1 VW Gold (der von der Größe einem heutigen VW Fox entspricht) und verdiente ca. 1.500 Euro. Ein Videorekorder kostete 500 Euro, genau wie ein 20 inch Röhren-TV.
Die Menschen fühlten sich reich und sorgenfrei. Man fuhr 1 Mal im Jahr mit dem Auto in den Urlaub in eine Ferienwohnung, alle paar Jahre durfte es vielleicht mal ein Flug sein. Man fühlte sich reich und keiner klagte.

Heute fliegen die Menschen 2 Mal im Jahr in den Urlaub, müssen einen Handy-Vertrag für 30 Euro/Monat besitzen, 1 Auto pro Person fahren (doppelt so groß wie in den 80ern) usw.
Und trotzdem bitchen die meisten Leute rum, dass man kaum genug zum Leben habe.

Bevor man all diese Luxusgüter kauft, sollte man eines haben: Ersparnisse, um 1,5 Gehälter auf der rechten Pobacke abzusitzen. Ist vielleicht antiquiert, aber bevor ich nicht mindestens 20.000 Euro gespart habe, gönne ich mir keinen Urlaub oder ein iPhone XY.

PS: Ist nicht gegen irgendjemanden hier persönlich gemeint, mich nervt nur einfach die Schizophrenie der Menschen. Einerseits wähnt man sich arm und schwärmt von der guten alten Zeit, andererseits vergisst man, wie spartanisch man in selbiger lebte und dabei glücklich war.


Naja das ist für mich ziemlich unverschämt sowas zu verallgemeinern. Wir z.B. haben Rücklagen, können es uns leisten. Aber es gibt eben auch andere Fälle, die sicherlich mehr auf Kante genäht sind.
Im Endeffekt geht es doch um viel mehr. Nämlich darum, dass Familien hier absolut doppelt im Stich gelassen werden bislang. Es geht um Einbußen in beträchtlicher Höhe, ein Ende im April, wer weiß es schon? Und damit soll man zufrieden sein, dass Privatpersonen bzw. Familien dies schultern sollen?

Alle profitieren vermutlich von dem Entschluss, der akzeptiert und angenommen wird.


Natürlich gibt es Leute, die sparsam sind und jetzt in der Existenz bedroht sind ohne eigenes Verschulden. Diese Menschen meine ich nicht.

Ich rede eher von den Millenials und den Leuten meiner Generation, die ihre Herkunft vergessen haben.
Neulich typisches Gespräch bzgl. Handy: Ich habe mit mal vor 7 Jahren ein LG irgendwas für 120 Euro gekauft, das ich bis heute mit einer 5 Euro/Monat Lidl XS Prepaid Karte betreibe.
Meine Kollegen fragen mich, wie ich denn mit einem 0,75 GB Datenvolumen leben könne...
Vor wenigen Jahren wären 0,75 GB Datenvolumen noch ziemlicher Luxus gewesen. Wie schnell vergessen die Menschen und wie undankbar sind sie???

Ich habe glücklicherweise einen ziemlich guten Job und kann es mir leisten sehr viel Geld monatlich zu sparen. Aber ich gebe trotzdem weit weniger Geld aus als die meisten Menschen, die weniger verdienen.

Wer Fernseher und Reisen auf Raten kauft, der hat kein Mitleid verdient. Das ist meine Kernaussage. Unvorhergesehene Ausgaben gibt es immer, ob Seuche oder Autoreparatur.


Naja, wir leben im entfesselten Kapitalismus mit dem Drang immer mehr haben, bekommen, generieren zu müssen.

Gibt es Gewinn, der geringer als im Vorjahr ausfällt, dann ist dieser Gewinn schlecht, weil Gewinn jedes Jahr mehr sein muss als im Jahr davor.

Und irgendwie haben die meisten Menschen sich von diesem entfesselten Kapitalismus im Endstadium (Ok, die USA sind etwas schlimmer als wir) mitreißen lassen, mehr Statusobjekte, mehr Volumen, mehr Urlaubsreisen, mehr exotische/entfernte Länder, mehr Konsum, mehr, mehr, mehr.

Eigentlich bietet die aktuelle Coronakrise eine schöne Analyse unserer Gier und zügellose Lebensweise, vielleicht hilft eine länger andauernde Coronakrise und wieder zu normalisieren?

Es wäre zu schön...

•     •     •

Salary Cap und Transferbeschränkungen sind die Rettung des Fußball! Nicht eine Super League!

Und nachhaltig arbeiten

RIP Schalke
Corona - Sammelthread |#776
14.03.2020 - 23:29 Uhr
Zitat von Xergos
Zitat von daredennis7

Zitat von Xergos

Zitat von derJones

Zitat von daredennis7

Zitat von Xergos

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Falls es überhaupt dabei bleibt. Kann sein, dass sich das auch noch monatelang hinzieht. Früher oder später wird man dann von staatlicher Seite über finanzielle Unterstützung nachdenken müssen wie in Hong Kong zB


Fast schon ein Witz, dass man darüber noch nicht nachgedacht hat. Denn sowas ist nicht weniger Existenzbedrohend für Privatpersonen, als die Bedrohungen für Unternehmen durch die Wirtschaft.
Das man da noch abwägen muss, ob sogar vllt die Kita Gebühren einbehalten werden, oder man wenigstens was zurückbekommt, ist dann schon ziemlich unverschämt, falls man das selbst organisiert.

Unser Sohn kann wie alle Kinder ab Montag nicht mehr in die Kita, sollen die erst mal Argumente gegen meine Rückbuchung der Gebühren liefern. Keine Leistung, kein Geld. Geht immerhin um fast 250€ im Monat.


Sobald das jeder macht geht die Kita allerdings pleite, immerhin müssen die ihre laufenden Kosten (Gebäude, Gehälter) ja weiterhin tragen. Da kann es nur ne staatliche Lösung geben


Und was müssen die Eltern? Ihre Miete zahlen?
Wenn die Pleite gehen scheint dann wohl scheinbar in Ordnung zu sein. Denn sämtliche Eltern ohne Betreuung haben das Messer auf der Brust. Verzicht und Einbußen sind bei Privatpersonen mit Kindern da leichter verkraftbar? Ich glaube kaum, falls da neber Gehaltsausfall auch nochmal für "nichts" 200 - 400 Euro Kita Gebühren anfallen. Letztendlich läuft das doch alles für die Gemeinschaft.


Deswegen hab ich ja geschrieben "Da kann es nur ne staatliche Lösung geben", sonst verlagert man nur das Problem von Leidtragendem A auf Leidtragenden B. Verzichten und Einbußen sind von keinem von beiden verkraftbar.

Ich glaube der Bundestag wird da schnell was beschließen, wie Jetzt mit der erweiterten Regelung und den 26 Milliarden für Kurzarbeit.

So etwas wie Elterngeld plusplus und die 10 für Kranke Kinder durch Krankenkassen bezahlt auf 30 Tage zu verlängern und den Betreuungsfall wegen Schul-/Kitaausfall soll aufgenommen werden, dann könnte das Kindergeld eher als geplant erhöht werden, wobei es sich da auch nur um 2 bis 10€ Handeln könnte, aber besser als nichts, vor allem wenn alles sei kommt.

•     •     •

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Und nachhaltig arbeiten

RIP Schalke
Corona - Sammelthread |#777
14.03.2020 - 23:31 Uhr
Zitat von Xergos
Zitat von daredennis7

Zitat von Xergos

Zitat von derJones

Zitat von daredennis7

Zitat von Xergos

Zitat von daredennis7

Schon hart irgendwie. Kitas und Schulen zu, Betreuung soll selbst organisiert werden, von Großeltern soll man verständlicherweise absehen. Das ganze für über 5 Wochen. Verlust von 1,5 Gehältern bei Freistellung ohne Gehalt oder Verwendung des kompletten Jahresurlaubs. Und am Ende, muss noch darüber diskutiert werden, ob man die Kita Gebühren überhaupt erstattet bekommt?

Da droht einigen Eltern mit jüngeren Kindern ein immenser Einschnitt. Das ist schon hart.


Falls es überhaupt dabei bleibt. Kann sein, dass sich das auch noch monatelang hinzieht. Früher oder später wird man dann von staatlicher Seite über finanzielle Unterstützung nachdenken müssen wie in Hong Kong zB


Fast schon ein Witz, dass man darüber noch nicht nachgedacht hat. Denn sowas ist nicht weniger Existenzbedrohend für Privatpersonen, als die Bedrohungen für Unternehmen durch die Wirtschaft.
Das man da noch abwägen muss, ob sogar vllt die Kita Gebühren einbehalten werden, oder man wenigstens was zurückbekommt, ist dann schon ziemlich unverschämt, falls man das selbst organisiert.

Unser Sohn kann wie alle Kinder ab Montag nicht mehr in die Kita, sollen die erst mal Argumente gegen meine Rückbuchung der Gebühren liefern. Keine Leistung, kein Geld. Geht immerhin um fast 250€ im Monat.


Sobald das jeder macht geht die Kita allerdings pleite, immerhin müssen die ihre laufenden Kosten (Gebäude, Gehälter) ja weiterhin tragen. Da kann es nur ne staatliche Lösung geben


Und was müssen die Eltern? Ihre Miete zahlen?
Wenn die Pleite gehen scheint dann wohl scheinbar in Ordnung zu sein. Denn sämtliche Eltern ohne Betreuung haben das Messer auf der Brust. Verzicht und Einbußen sind bei Privatpersonen mit Kindern da leichter verkraftbar? Ich glaube kaum, falls da neber Gehaltsausfall auch nochmal für "nichts" 200 - 400 Euro Kita Gebühren anfallen. Letztendlich läuft das doch alles für die Gemeinschaft.


Deswegen hab ich ja geschrieben "Da kann es nur ne staatliche Lösung geben", sonst verlagert man nur das Problem von Leidtragendem A auf Leidtragenden B. Verzichten und Einbußen sind von keinem von beiden verkraftbar.


Klar, bin ich auch komplett bei dir. Diese Lösung dürfte aber nicht auf sich warten lassen. Das tut sie aber und darüber wird zumindest in verschiedenen Medien nicht mal diskutiert bzw. diese Frage wird nicht mal aufgeworfen.
Liegt daran, dass man sowas so lange hinten anstellt, in der Hoffnung, es könnte bald vllt. nicht mehr relevant sein und die Familien es eben irgendwie geschultert bekommen. Geht es der Wirtschaft schlecht, werden aber gleich sämtliche Milliarden-Pakete geschnürt. Für mich auch selbstredend, aber da fehlt mir etwas die Wertschätzung und der wirkliche Wolle, auch da Direkt einzuschreiten. Schließlich ist dieser Entschluss, der erste riesige Einschnitt, um das Virus zu verlangsamen.
Corona - Sammelthread |#778
14.03.2020 - 23:43 Uhr
Meine persönliche Meinung, EM absagen und auch nicht nachholen, sondern 2024 mit der nächsten EM weiter machen.

Man muss sich mal hinterfragen ob man nicht insgesamt zu viele Wettbewerbe mit zu vielen Spielen und zu vielen Teilnehmer (WM Aufstockung) im Programm hat.

Weniger könnte mehr sein, heute mehr denn je!

EM ersatzlos streichen, Nations League könnte man auch aussetzen oder streichen und die Klub-WM ebenfalls, gerade jetzt sollte man sich auf den Kern konzentrieren.

Ich bezweifle stark das im April oder Mai wieder Fußball gespielt wird.

Also EM komplett streichen, ausfallen lassen und 2024 weiter mit EM, ähnlich wie die WM Turniere zu Kriegszeiten, 1942 und 1946 sind auch einfach weggefallen.

Nicht das ich Corona mit Krieg vergleichen will, ein komplettes ersatzlose steichen der EM wäre das beste

•     •     •

Salary Cap und Transferbeschränkungen sind die Rettung des Fußball! Nicht eine Super League!

Und nachhaltig arbeiten

RIP Schalke
Corona - Sammelthread |#779
15.03.2020 - 00:00 Uhr
Zitat von redstarDO
Meine persönliche Meinung, EM absagen und auch nicht nachholen, sondern 2024 mit der nächsten EM weiter machen.

Man muss sich mal hinterfragen ob man nicht insgesamt zu viele Wettbewerbe mit zu vielen Spielen und zu vielen Teilnehmer (WM Aufstockung) im Programm hat.

Weniger könnte mehr sein, heute mehr denn je!

EM ersatzlos streichen, Nations League könnte man auch aussetzen oder streichen und die Klub-WM ebenfalls, gerade jetzt sollte man sich auf den Kern konzentrieren.

Ich bezweifle stark das im April oder Mai wieder Fußball gespielt wird.

Also EM komplett streichen, ausfallen lassen und 2024 weiter mit EM, ähnlich wie die WM Turniere zu Kriegszeiten, 1942 und 1946 sind auch einfach weggefallen.

Nicht das ich Corona mit Krieg vergleichen will, ein komplettes ersatzlose steichen der EM wäre das beste

Fände ich auch gut, EM ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, Nations League und Klub-WM erst recht, aber die Absage würde die UEFA aufgrund bereits verkaufter TV-Rechte ruinieren.
Corona - Sammelthread |#780
15.03.2020 - 00:06 Uhr
Glaube, die Diskussionen über den Fußball erübrigen sich relativ schnell. Habe heute auch gehört, dass es sogar dazu kommen könnte, dass wir bis September keinen Fußball sehen werden. Und ganz ehrlich: so bitter das auch sein mag, aktuell geht es um viel wichtigere Dinge.

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