Corona - Sammelthread
11.03.2020 - 08:05 Uhr
09.05.2020 - 14:20 Uhr
Ich denke nicht das die Erhöhung auf die Lockerung zurückzuführen ist. Die Erhöhung dadurch wird erst nächste / übernächste Woche sichtbar werden.
09.05.2020 - 14:59 Uhr
Zitat von daredennis7
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Zitat von spak50
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Zitat von Baskball
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Man beachte dass letzte Woche Freitag Feiertag war, sich also wie das Wochenende verhält.
Heute wieder deutlich unter 1000 und wir bleiben im grünen Bereich.
Außerdem sind 180 Fälle auf einen lokalen Ausbruch zurückzuführen, der sich wahrscheinlich sehr gut eingrenzen lässt, sodass der R-Faktor dieser Gruppe deutlich unter dem Schnitt liegen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrWho am 09.05.2020 um 15:05 Uhr bearbeitet
09.05.2020 - 15:38 Uhr
Zitat von Ironisch
Ich denke nicht das die Erhöhung auf die Lockerung zurückzuführen ist. Die Erhöhung dadurch wird erst nächste / übernächste Woche sichtbar werden.
Ich denke nicht das die Erhöhung auf die Lockerung zurückzuführen ist. Die Erhöhung dadurch wird erst nächste / übernächste Woche sichtbar werden.
Würde ich jetzt nicht so pauschal sagen. Es gab ja auch Lockerungen am 20.07. in verschiedenen Ländern. Glaube es waren die Abschlussklassen in den Schulen und die Öffnung von Geschäften bis zu 800 qm.
Das könnte sich natürlich jetzt durchaus ein bisschen widerspiegeln.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von daredennis7 am 09.05.2020 um 15:39 Uhr bearbeitet
09.05.2020 - 15:53 Uhr
Im Moment schlagen diese Schlachthofausbrüche ziemlich zu Buche. Das sind hunderte Infizierte, die jetzt nichts mit den Lockerungen zu tun haben.
Glaube auch, dass man da erstmal noch abwarten muss.
Glaube auch, dass man da erstmal noch abwarten muss.
09.05.2020 - 15:54 Uhr

Zitat von gelbschreib
Schweden als leuctendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Zitat von Finn84
Vielen Dank Baskball für die große Mühe und deinen Beitrag. Viele Andere haben sich auch schon große Mühe für eine sachliche Argumentation gegeben.
BVB_Allstarz und Einzeiler-Beifall-Zustimmungs-Konsorten wie Mighty Mouse werden sich damit leider nicht sachlich argumentativ auseinandersetzten. Sie müssten dann differenzieren. Das wollen Sie aber nicht. Was Sie wollen ist möglichst irgendwelche zur übermittelnden Botschaft passende Meldungen oder Quellen finden (zumindest oberflächlich betrachtet) um diese hier rauszuhauen mit turnusmäßiger Konsequenz. Die Botachaft und das Ziel ist relativ offensichtlich: Die Regierung und ihr Handeln möglichst hart zu kritisieren und zu diffamieren.
Das ist ex post natürlich viel einfacher und anderen zugestehen das ex ante schwierig war ist schon zu viel verlangt.
Man kann dieses Vorgehen in der Thread-Historie wunderbar nachverfolgen.
Deutschland steht von den Zahlen so gut da wie fast kaum ein anderes Land vergleichbarer Größe. Das ist ein Erfolg und der soll eben nicht so stehen bleiben. Egal was der Rest der Welt macht, darauf wird überhaupt nicht eingegangen (außer es handelt sich um eine halbwegs passende Ausnahme wie Schweden). Es geht darum die deutsche Politik zu kritisieren und nur die. Das Ziel ist dermaßen offensichtlich.
Es geht garnicht in erster Linie um Corona und die Maßnahmen, sondern nur darum das doch noch so auszunutzen das man es irgendwie hinbekommt das die Regierung schlecht darsteht.
Zitat von Baskball
Wieso sollte der Mensch jetzt blöd sein? Wenn ich dir jetzt sage, dass du in drei Wochen einen Herzinfarkt erleidest, was willst du dann dagegen unternehmen? Es war doch eigentlich allen bewusst, dass es irgendwann einmal wieder eine Pandemie größeren Ausmaßes geben könnte. Nur wie will man sich darauf optimal vorbereiten, wenn man den Erreger logischerweise vorher nicht kennt? Man kann lediglich theoretische Szenarien durchspielen, der Ernstfall wird dadurch aber nie ausreichend abgedeckt werden können.
Der von dir zitierte Risikoanalyse sagt ja auch:
"Eintrittswahrscheinlichkeit:
Klasse C: bedingt wahrscheinlichein Ereignis, das statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren eintritt"
und
"Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich"
Kann man jetzt drüber diskutieren, ob das womöglich ein wenig optimistisch war, aber muss man sich dauerhaft mit größter Vorsicht auf ein Ereignis vorbereiten, dass vllt. alle 100 Jahre eintritt?
Insgesamt spricht der Bericht auch von etlichen Szenarien, die nun hier teilweise in Frage gestellt werden, oder aber von Maßnahmen, die ebenfalls infrage gestellt werden. Ich zitiere mal ein wenig:
- "Es ist so lange mit Neuerkrankungen zu rechnen, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Für das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist. Der Erreger verändert sich im Verlauf der drei Jahre durch Mutationen so, dass auch Personen, die eine Infektion bereits durchlebt haben, wieder anfällig für eine Infektion werden. Hierdurch kommt es insgesamt zu drei Erkrankungswellen unterschiedlicher Intensität." (Schon hier also wurde der nun so gescholtene Impfstoff als Lösung angesehen, gleichzeitig mehrere Wellen befürchtet)
- "Grundsätzlich ist vor allem in Ballungsräumen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der Bewegungsmuster (hohe Mobilität, Nutzung von Massenverkehrsmitteln usw.) mit entsprechend höheren Erkrankungszahlen zu rechnen" (Scheint sich zu bewahrheiten und folglich logisch, dass man Mobilitäten einschränkt und auch der Nutzung von Massenverkehrsmittel abrät bzw. versucht diese mit Maskenpflicht sicherer zu gestalten)
- "Es wird angenommen, dass jeder Infizierte im Durchschnitt drei Personen infiziert und es jeweils drei Tage dauert, bis es zur nächsten Übertragung kommt. Sogenannte „Super Spreader“ werden hierbei nicht berücksichtigt." (Auch hier wird bereits die Gefahr von Super Spreadern genannt. Insofern logisch, dass man nun Massenveranstaltungen untersagt. Gleichzeitig sind aber natürlich in der Nachbetrachtung die Abhaltung der Karnevalssitzungen kritisch zu beurteilen, wenn auch damals der Kenntnisstand hinsichtlich des Virus sehr gering war.)
- "Die Ausbreitung wird auch durch den Einsatz antiepidemischer Maßnahmen verlangsamt und begrenzt. Solche Maßnahmen sind etwa Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten oder andere Absonderungsmaßnahmen wie die Behandlung von hochinfektiösen Patienten in Isolierstationen unter Beachtung besonderer " (genau das wird ja umgesetzt bzw. soll durch vermehrte Testung und Verringerung der Fallzahlen wieder besser umgesetzt werden können)
- "Mittel zur Eindämmung sind beispielsweise Schulschließungen und Absagen von Großveranstaltungen. Neben diesen Maßnahmen, die nach dem Infektionsschutzgesetz angeordnet werden können, gibt es weitere Empfehlungen, die zum persönlichen Schutz, z. B. bei beruflich exponierten Personen, beitragen wie die Einhaltung von Hygieneempfehlungen. " (Hier werden auch explizit die Schulschließungen sowie Hygieneempfehlungen erwähnt)
- "Die antiepidemischen Maßnahmen beginnen, nachdem zehn Patienten in Deutschland an der Infektion verstorben sind." (Die Marke wurde übrigens am 15.03. erreicht...)
- "Zusätzlich erhöht sich die Sterblichkeit sowohl von an Modi-SARSErkrankten als auch anders Erkrankter sowie von Pflegebedürftigen, da sie aufgrund der Überlastung des medizinischen und des Pflegebereiches keine adäquate medizinische Versorgung bzw. Pflege mehr erhalten können.... Dies erfordert umfassende Sichtung (Triage) und Entscheidungen, wer noch in eine Klinik aufgenommen werden und dort behandelt werden kann und bei wem dies nicht mehr möglich ist. Als Konsequenz werden viele der Personen, die nicht behandelt werden können, versterben. " (die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems und Folgen werden hier benannt, sogar schon die Triage ins Spiel gebracht)
- "Nach einem Höhepunkt sinkt die Neuerkrankungsrate auch, weil die Bevölkerung allgemein mit verstärkten (Eigen-)Schutzmaßnahmen auf das massive Krankheitsgeschehen reagiert. Infolge dieser Maßnahmen nehmen die Neuerkrankungen ab, was zum Nachlassen der individuellen Schutzmaßnahmen führt (aufgrund einer geringeren subjektiven Risikowahrnehmung), wodurch wiederum die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt." (Der Einfluss von Eigenschutzmaßnahmen wird hier auch bereits explizit genannt)
- "Nachdem erkannt ist, dass es sich um einen über die Atemwege übertragbaren Erreger handelt,wird die Bevölkerung sehr schnell über generelle Schutzmaßnahmen informiert (z. B. Hygieneregeln befolgen, Massenansammlungen vermeiden, ÖPNV meiden, angeordnete Maßnahmen nach IfSG befolgen). Fraglich ist, inwieweit die kommunizierten Empfehlungen/Anweisungen umgesetzt werden, bspw. inwieweit Menschen über Schutzausrüstung verfügen und diese auch korrekt einsetzen können. Das Handeln von Menschen in Gefahren- bzw. Katastrophenlagen wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren bestimmt, die sich auch gegenseitig beeinflussen, darunter fallen z. B.:-eigene Risikowahrnehmung-sozialer Kontext (Familie, Beruf, ...)-sozioökonomischer Status (Einkommen, Schicht- und Milieuzugehörigkeit, ...)-Bildungsniveau" (ich erkenne auch hier Parallelen und selbst das Thema ausreichender und korrekter Anwendung von Schutzausrüstung ist Thema...)
- Es ist anzunehmen, dass die Krisenkommunikation nicht durchgängig angemessen gut gelingt. So können beispielsweise widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Behörden/Autoritäten die Vertrauensbildung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen erschweren. (auch eine richtige Einschätzung im Vorfeld)
- " Das Infektionsschutzgesetz erlaubt dazu unter anderem Einschränkungen von Grundrechten (§ 16 IfSG), wie z. B. das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 GG). Im Rahmen von notwendigenSchutzmaßnahmen können zudem das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2Satz 2 GG) und die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG) eingeschränkt werden (§ 16 Absatz 5bis 8 und § 28 IfSG). Neben diesen direkt vom Amtsarzt anzuordnenden Maßnahmen kann das Bundesministerium für Gesundheit durch eine Rechtsverordnung anordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben (§ 20 Absatz 6 IfSG), wodurch das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG) eingeschränkt werden kann. (auch hier werden viele der momentan diskutierten Thematiken schon aufgegriffen)
- Darüber hinaus sind mit Blick auf vielfältige internationale Verflechtungen auchVersorgungsleistungen aus anderen Ländern für Deutschland von großer Bedeutung. Zahlreiche Güter und Dienste werden weltweit jeweils von nur wenigen Schlüsselproduzenten bereitgestellt. Somit könnten Ausfälle im Bereich importierter Güter und Rohstoffe auch in Deutschland zu spürbaren Engpässen und Kaskadeneffekten führen. (Auch hier Problematik erkannt...)
- "Auch im Gesundheitsbereich kommt es zu überdurchschnittlich hohenPersonalausfällen (z. B. aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr, psycho-sozialer Belastungen)bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Personalbedarf. Arzneimittel, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel werden verstärkt nachgefragt" (auch absolut treffend...)
- Mit Einbußen an wirtschaftlicher Leistung durch Krankenstände beim Personal bzw. Todesfälle in der Belegschaft der Unternehmen, zusätzlichen Kosten durch Anpassungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, höheren Kosten für Transport und Logistik bzw. Einschränkungen beim Transport von Waren und einem geänderten (zurückhaltenden) Konsum-und Investitionsverhalten der Bevölkerung und anderer Unternehmen ist zu rechnen, ebenso mit behördlich angeordneten Einschränkungen des internationalen Handels und Flugverkehrs/Reiseverkehrs und einem Rückgang des Tourismus." (auch treffend...)
- "Psychologische Auswirkungen (I3):Mit einer Verunsicherung der Bevölkerung ist zu rechnen. Zu Verhaltensänderungen kann es kommen, wenn Menschen sich bedroht fühlen. Auch hier kommen unterschiedliche Faktoren zum Tragen, wie bspw. der Verlauf der Krankheit, das Wissen über Ursachen und konkrete Gefahren, die örtliche Nähe zu aufgetretenen Fällen usw.Verhaltensänderungen können sich zeigen in:xder Meidung von Menschenmassenxder Meidung des öffentlichen Lebens überhauptxder Änderung des Aufenthalts (Verlassen des Wohnortes)xder Zunahme von Anrufen bei Info-Hotlinesxder Zunahme von Arztbesuchenxder Änderung des Kaufverhaltens. Darüber hinaus kann eine mangelhafte Information der Bevölkerung seitens der Behörden zu einem gesteigerten Misstrauen gegenüber staatlichem Handeln führen (insb. sobald Behandlungspriorisierungen bekannt oder in den Medien als Thema aufgebaut werden, ohne dass hierfür eine plausible Begründung gleichzeitig sachgerecht kommuniziert wird)." (auch treffend...)
Fazit: Man hat vor einigen Jahren bereits eine sehr treffende Risikoanalyse erstellt. Ist man deswegen dumm, weil das Risiko dennoch Realität geworden ist? Man kann sicherlich in gewissen Punkten diskutieren, ob man sich besser hätte vorbereiten können (Absage Karneval, mehr Schutzausrüstung zurückhalten wenn auch aufgrund von Ablaufdaten schwierig, frühere Grenzschließung etc.)... Insgesamt aber kann man einfach nicht jedes Risiko gänzlich minimieren, ausschließen und sich vollumfänglich darauf vorbereiten. Ist es nicht gut, dass man solche Szenarien im Vorfeld bereits durchgespielt hat und davon nun zehren kann? Wie aufgezeigt, sind viele der genannten Punkte ja treffend oder werden auch tatsächlich umgesetzt. Man hat also viele Probleme durchaus im Vorfeld erahnt.
Wieso hat man dennoch Schutzausrüstung nach China geliefert? Weil dort ein starkes Ausbruchgeschehen zu beobachten war und man versuchte, die Lage dort schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, damit eben gar nicht erst eine Pandemie entstehen kann oder diese zumindest verzögert wird, was wiederum Zeit zur Vorbereitung schafft (Entwicklung Teskit, Produktion und Beschaffung von Schutzmaterial etc. etc.). Für mich absolut nachvollziehbar.
Insofern bleibt für mich am Ende die Frage: Was hätte man auf Basis dieser Risikoanalyse lernen sollen, um hier das Geschehen deutlich besser zu handlen?
Zitat von BvB__AllStarz
Würde ich sofort so unterschreiben, wenn es uns ohne Vorwarnung aus dem Nichts erwischt hätte. Das genaue Gegenteil war der Fall und man muss sich wirklich immer wieder aufs Neue fragen wie blöd Menschen eigentlich sein können?!
#1 2002/03 Sars
#2 2006 Vogelgrippe
#3 2009/10 Schweinegrippe-Pandemie
#4 2012/13 Mers
#5 2013 Risikoanalyse "Pandemie durch Virus Modi-SARS" der Bundesregierung
#6 2019 Im März veröffentliche Studie chinesischer Wissenschaftler, die man als Drehbuch hätte nehmen können für das aktuelle Covid-19 Virus
#7 2019 Im Dezember der Wuhan-Ausbruch, den man als übergroße, blinkende Reklametafel mit der Aufschrift "Stellt das Bier kalt...wir kommen vorbei" bezeichnen kann
#8 2020 Am 28. Januar der erste Infizierte in Deutschland und gleichzeitig die allerletzte Ankündigung "No bat, no party!"
Aber was sind schon 8 Vorboten, die machen uns in Deutschland noch lange nicht nervös. Im Gegenteil, man ist sich so sicher, dass man im Februar erstmal über 10 Tonnen medizinische Ausrüstung als Hilfslieferung nach China fliegt und Ende des Monats die meistbesuchte Großveranstaltung des Jahres feiert, Karneval.
Im März erwischt uns dann ein völlig neues, unbekanntes Virus mit komplett heruntergelassener Hose.....
Der 23. März steht dabei als Sinnbild für diese Krise:
>>> 18 Jahre hatte man Zeit um sich eine Verteidigungsstrategie zu überlegen um das Virus entweder aus Deutschland fernzuhalten oder es mit den richtigen Waffen zu bekämpfen. Stattdessen kommen wir mit einem Messer zu einer Schießerei....und sperren die komplette Bevölkerung weg vor Covid-19.
Ich würde all das wirklich gerne verstehen, nur fehlt mir dafür komplett die Fantasie. Ich will gar nicht wissen wie es in Zukunft aussieht.....2032 dann Movid-21, der Nachfolger von Mers....und in irgendeiner Höhle sitzt eine Fledermaus und lacht sich schlapp über die Dummheit der Menschen.
In diesem Sinne, bleibt wie immer gesund Borussen
Quellen:
#5 Risikoanalyse der Bundesregierung 2013
#6 Studie chinesischer Wissenschaftler der 'Wuhan Institute of Virology' zum Coronavirus von März 2019
Edith:
Beitrag bewusst überspitzt formuliert, ohne die aktuelle Krise ins lächerliche ziehen zu wollen.
Würde ich sofort so unterschreiben, wenn es uns ohne Vorwarnung aus dem Nichts erwischt hätte. Das genaue Gegenteil war der Fall und man muss sich wirklich immer wieder aufs Neue fragen wie blöd Menschen eigentlich sein können?!
#1 2002/03 Sars
#2 2006 Vogelgrippe
#3 2009/10 Schweinegrippe-Pandemie
#4 2012/13 Mers
#5 2013 Risikoanalyse "Pandemie durch Virus Modi-SARS" der Bundesregierung
#6 2019 Im März veröffentliche Studie chinesischer Wissenschaftler, die man als Drehbuch hätte nehmen können für das aktuelle Covid-19 Virus
#7 2019 Im Dezember der Wuhan-Ausbruch, den man als übergroße, blinkende Reklametafel mit der Aufschrift "Stellt das Bier kalt...wir kommen vorbei" bezeichnen kann
#8 2020 Am 28. Januar der erste Infizierte in Deutschland und gleichzeitig die allerletzte Ankündigung "No bat, no party!"
Aber was sind schon 8 Vorboten, die machen uns in Deutschland noch lange nicht nervös. Im Gegenteil, man ist sich so sicher, dass man im Februar erstmal über 10 Tonnen medizinische Ausrüstung als Hilfslieferung nach China fliegt und Ende des Monats die meistbesuchte Großveranstaltung des Jahres feiert, Karneval.
Im März erwischt uns dann ein völlig neues, unbekanntes Virus mit komplett heruntergelassener Hose.....
Der 23. März steht dabei als Sinnbild für diese Krise:
>>> 18 Jahre hatte man Zeit um sich eine Verteidigungsstrategie zu überlegen um das Virus entweder aus Deutschland fernzuhalten oder es mit den richtigen Waffen zu bekämpfen. Stattdessen kommen wir mit einem Messer zu einer Schießerei....und sperren die komplette Bevölkerung weg vor Covid-19.
Ich würde all das wirklich gerne verstehen, nur fehlt mir dafür komplett die Fantasie. Ich will gar nicht wissen wie es in Zukunft aussieht.....2032 dann Movid-21, der Nachfolger von Mers....und in irgendeiner Höhle sitzt eine Fledermaus und lacht sich schlapp über die Dummheit der Menschen.
In diesem Sinne, bleibt wie immer gesund Borussen
Quellen:
#5 Risikoanalyse der Bundesregierung 2013
#6 Studie chinesischer Wissenschaftler der 'Wuhan Institute of Virology' zum Coronavirus von März 2019
Edith:
Beitrag bewusst überspitzt formuliert, ohne die aktuelle Krise ins lächerliche ziehen zu wollen.
Wieso sollte der Mensch jetzt blöd sein? Wenn ich dir jetzt sage, dass du in drei Wochen einen Herzinfarkt erleidest, was willst du dann dagegen unternehmen? Es war doch eigentlich allen bewusst, dass es irgendwann einmal wieder eine Pandemie größeren Ausmaßes geben könnte. Nur wie will man sich darauf optimal vorbereiten, wenn man den Erreger logischerweise vorher nicht kennt? Man kann lediglich theoretische Szenarien durchspielen, der Ernstfall wird dadurch aber nie ausreichend abgedeckt werden können.
Der von dir zitierte Risikoanalyse sagt ja auch:
"Eintrittswahrscheinlichkeit:
Klasse C: bedingt wahrscheinlichein Ereignis, das statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren eintritt"
und
"Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich"
Kann man jetzt drüber diskutieren, ob das womöglich ein wenig optimistisch war, aber muss man sich dauerhaft mit größter Vorsicht auf ein Ereignis vorbereiten, dass vllt. alle 100 Jahre eintritt?
Insgesamt spricht der Bericht auch von etlichen Szenarien, die nun hier teilweise in Frage gestellt werden, oder aber von Maßnahmen, die ebenfalls infrage gestellt werden. Ich zitiere mal ein wenig:
- "Es ist so lange mit Neuerkrankungen zu rechnen, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Für das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist. Der Erreger verändert sich im Verlauf der drei Jahre durch Mutationen so, dass auch Personen, die eine Infektion bereits durchlebt haben, wieder anfällig für eine Infektion werden. Hierdurch kommt es insgesamt zu drei Erkrankungswellen unterschiedlicher Intensität." (Schon hier also wurde der nun so gescholtene Impfstoff als Lösung angesehen, gleichzeitig mehrere Wellen befürchtet)
- "Grundsätzlich ist vor allem in Ballungsräumen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der Bewegungsmuster (hohe Mobilität, Nutzung von Massenverkehrsmitteln usw.) mit entsprechend höheren Erkrankungszahlen zu rechnen" (Scheint sich zu bewahrheiten und folglich logisch, dass man Mobilitäten einschränkt und auch der Nutzung von Massenverkehrsmittel abrät bzw. versucht diese mit Maskenpflicht sicherer zu gestalten)
- "Es wird angenommen, dass jeder Infizierte im Durchschnitt drei Personen infiziert und es jeweils drei Tage dauert, bis es zur nächsten Übertragung kommt. Sogenannte „Super Spreader“ werden hierbei nicht berücksichtigt." (Auch hier wird bereits die Gefahr von Super Spreadern genannt. Insofern logisch, dass man nun Massenveranstaltungen untersagt. Gleichzeitig sind aber natürlich in der Nachbetrachtung die Abhaltung der Karnevalssitzungen kritisch zu beurteilen, wenn auch damals der Kenntnisstand hinsichtlich des Virus sehr gering war.)
- "Die Ausbreitung wird auch durch den Einsatz antiepidemischer Maßnahmen verlangsamt und begrenzt. Solche Maßnahmen sind etwa Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten oder andere Absonderungsmaßnahmen wie die Behandlung von hochinfektiösen Patienten in Isolierstationen unter Beachtung besonderer " (genau das wird ja umgesetzt bzw. soll durch vermehrte Testung und Verringerung der Fallzahlen wieder besser umgesetzt werden können)
- "Mittel zur Eindämmung sind beispielsweise Schulschließungen und Absagen von Großveranstaltungen. Neben diesen Maßnahmen, die nach dem Infektionsschutzgesetz angeordnet werden können, gibt es weitere Empfehlungen, die zum persönlichen Schutz, z. B. bei beruflich exponierten Personen, beitragen wie die Einhaltung von Hygieneempfehlungen. " (Hier werden auch explizit die Schulschließungen sowie Hygieneempfehlungen erwähnt)
- "Die antiepidemischen Maßnahmen beginnen, nachdem zehn Patienten in Deutschland an der Infektion verstorben sind." (Die Marke wurde übrigens am 15.03. erreicht...)
- "Zusätzlich erhöht sich die Sterblichkeit sowohl von an Modi-SARSErkrankten als auch anders Erkrankter sowie von Pflegebedürftigen, da sie aufgrund der Überlastung des medizinischen und des Pflegebereiches keine adäquate medizinische Versorgung bzw. Pflege mehr erhalten können.... Dies erfordert umfassende Sichtung (Triage) und Entscheidungen, wer noch in eine Klinik aufgenommen werden und dort behandelt werden kann und bei wem dies nicht mehr möglich ist. Als Konsequenz werden viele der Personen, die nicht behandelt werden können, versterben. " (die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems und Folgen werden hier benannt, sogar schon die Triage ins Spiel gebracht)
- "Nach einem Höhepunkt sinkt die Neuerkrankungsrate auch, weil die Bevölkerung allgemein mit verstärkten (Eigen-)Schutzmaßnahmen auf das massive Krankheitsgeschehen reagiert. Infolge dieser Maßnahmen nehmen die Neuerkrankungen ab, was zum Nachlassen der individuellen Schutzmaßnahmen führt (aufgrund einer geringeren subjektiven Risikowahrnehmung), wodurch wiederum die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt." (Der Einfluss von Eigenschutzmaßnahmen wird hier auch bereits explizit genannt)
- "Nachdem erkannt ist, dass es sich um einen über die Atemwege übertragbaren Erreger handelt,wird die Bevölkerung sehr schnell über generelle Schutzmaßnahmen informiert (z. B. Hygieneregeln befolgen, Massenansammlungen vermeiden, ÖPNV meiden, angeordnete Maßnahmen nach IfSG befolgen). Fraglich ist, inwieweit die kommunizierten Empfehlungen/Anweisungen umgesetzt werden, bspw. inwieweit Menschen über Schutzausrüstung verfügen und diese auch korrekt einsetzen können. Das Handeln von Menschen in Gefahren- bzw. Katastrophenlagen wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren bestimmt, die sich auch gegenseitig beeinflussen, darunter fallen z. B.:-eigene Risikowahrnehmung-sozialer Kontext (Familie, Beruf, ...)-sozioökonomischer Status (Einkommen, Schicht- und Milieuzugehörigkeit, ...)-Bildungsniveau" (ich erkenne auch hier Parallelen und selbst das Thema ausreichender und korrekter Anwendung von Schutzausrüstung ist Thema...)
- Es ist anzunehmen, dass die Krisenkommunikation nicht durchgängig angemessen gut gelingt. So können beispielsweise widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Behörden/Autoritäten die Vertrauensbildung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen erschweren. (auch eine richtige Einschätzung im Vorfeld)
- " Das Infektionsschutzgesetz erlaubt dazu unter anderem Einschränkungen von Grundrechten (§ 16 IfSG), wie z. B. das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 GG). Im Rahmen von notwendigenSchutzmaßnahmen können zudem das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2Satz 2 GG) und die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG) eingeschränkt werden (§ 16 Absatz 5bis 8 und § 28 IfSG). Neben diesen direkt vom Amtsarzt anzuordnenden Maßnahmen kann das Bundesministerium für Gesundheit durch eine Rechtsverordnung anordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben (§ 20 Absatz 6 IfSG), wodurch das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG) eingeschränkt werden kann. (auch hier werden viele der momentan diskutierten Thematiken schon aufgegriffen)
- Darüber hinaus sind mit Blick auf vielfältige internationale Verflechtungen auchVersorgungsleistungen aus anderen Ländern für Deutschland von großer Bedeutung. Zahlreiche Güter und Dienste werden weltweit jeweils von nur wenigen Schlüsselproduzenten bereitgestellt. Somit könnten Ausfälle im Bereich importierter Güter und Rohstoffe auch in Deutschland zu spürbaren Engpässen und Kaskadeneffekten führen. (Auch hier Problematik erkannt...)
- "Auch im Gesundheitsbereich kommt es zu überdurchschnittlich hohenPersonalausfällen (z. B. aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr, psycho-sozialer Belastungen)bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Personalbedarf. Arzneimittel, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel werden verstärkt nachgefragt" (auch absolut treffend...)
- Mit Einbußen an wirtschaftlicher Leistung durch Krankenstände beim Personal bzw. Todesfälle in der Belegschaft der Unternehmen, zusätzlichen Kosten durch Anpassungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, höheren Kosten für Transport und Logistik bzw. Einschränkungen beim Transport von Waren und einem geänderten (zurückhaltenden) Konsum-und Investitionsverhalten der Bevölkerung und anderer Unternehmen ist zu rechnen, ebenso mit behördlich angeordneten Einschränkungen des internationalen Handels und Flugverkehrs/Reiseverkehrs und einem Rückgang des Tourismus." (auch treffend...)
- "Psychologische Auswirkungen (I3):Mit einer Verunsicherung der Bevölkerung ist zu rechnen. Zu Verhaltensänderungen kann es kommen, wenn Menschen sich bedroht fühlen. Auch hier kommen unterschiedliche Faktoren zum Tragen, wie bspw. der Verlauf der Krankheit, das Wissen über Ursachen und konkrete Gefahren, die örtliche Nähe zu aufgetretenen Fällen usw.Verhaltensänderungen können sich zeigen in:xder Meidung von Menschenmassenxder Meidung des öffentlichen Lebens überhauptxder Änderung des Aufenthalts (Verlassen des Wohnortes)xder Zunahme von Anrufen bei Info-Hotlinesxder Zunahme von Arztbesuchenxder Änderung des Kaufverhaltens. Darüber hinaus kann eine mangelhafte Information der Bevölkerung seitens der Behörden zu einem gesteigerten Misstrauen gegenüber staatlichem Handeln führen (insb. sobald Behandlungspriorisierungen bekannt oder in den Medien als Thema aufgebaut werden, ohne dass hierfür eine plausible Begründung gleichzeitig sachgerecht kommuniziert wird)." (auch treffend...)
Fazit: Man hat vor einigen Jahren bereits eine sehr treffende Risikoanalyse erstellt. Ist man deswegen dumm, weil das Risiko dennoch Realität geworden ist? Man kann sicherlich in gewissen Punkten diskutieren, ob man sich besser hätte vorbereiten können (Absage Karneval, mehr Schutzausrüstung zurückhalten wenn auch aufgrund von Ablaufdaten schwierig, frühere Grenzschließung etc.)... Insgesamt aber kann man einfach nicht jedes Risiko gänzlich minimieren, ausschließen und sich vollumfänglich darauf vorbereiten. Ist es nicht gut, dass man solche Szenarien im Vorfeld bereits durchgespielt hat und davon nun zehren kann? Wie aufgezeigt, sind viele der genannten Punkte ja treffend oder werden auch tatsächlich umgesetzt. Man hat also viele Probleme durchaus im Vorfeld erahnt.
Wieso hat man dennoch Schutzausrüstung nach China geliefert? Weil dort ein starkes Ausbruchgeschehen zu beobachten war und man versuchte, die Lage dort schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, damit eben gar nicht erst eine Pandemie entstehen kann oder diese zumindest verzögert wird, was wiederum Zeit zur Vorbereitung schafft (Entwicklung Teskit, Produktion und Beschaffung von Schutzmaterial etc. etc.). Für mich absolut nachvollziehbar.
Insofern bleibt für mich am Ende die Frage: Was hätte man auf Basis dieser Risikoanalyse lernen sollen, um hier das Geschehen deutlich besser zu handlen?
Vielen Dank Baskball für die große Mühe und deinen Beitrag. Viele Andere haben sich auch schon große Mühe für eine sachliche Argumentation gegeben.
BVB_Allstarz und Einzeiler-Beifall-Zustimmungs-Konsorten wie Mighty Mouse werden sich damit leider nicht sachlich argumentativ auseinandersetzten. Sie müssten dann differenzieren. Das wollen Sie aber nicht. Was Sie wollen ist möglichst irgendwelche zur übermittelnden Botschaft passende Meldungen oder Quellen finden (zumindest oberflächlich betrachtet) um diese hier rauszuhauen mit turnusmäßiger Konsequenz. Die Botachaft und das Ziel ist relativ offensichtlich: Die Regierung und ihr Handeln möglichst hart zu kritisieren und zu diffamieren.
Das ist ex post natürlich viel einfacher und anderen zugestehen das ex ante schwierig war ist schon zu viel verlangt.
Man kann dieses Vorgehen in der Thread-Historie wunderbar nachverfolgen.
Deutschland steht von den Zahlen so gut da wie fast kaum ein anderes Land vergleichbarer Größe. Das ist ein Erfolg und der soll eben nicht so stehen bleiben. Egal was der Rest der Welt macht, darauf wird überhaupt nicht eingegangen (außer es handelt sich um eine halbwegs passende Ausnahme wie Schweden). Es geht darum die deutsche Politik zu kritisieren und nur die. Das Ziel ist dermaßen offensichtlich.
Es geht garnicht in erster Linie um Corona und die Maßnahmen, sondern nur darum das doch noch so auszunutzen das man es irgendwie hinbekommt das die Regierung schlecht darsteht.
Schweden als leuctendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Gibt es dazu irgendwelche Beweise? Oder ist erneut deine Hochrechnung? Hast ja schon die völlig überlastete Krankenhäuser hochgerechnet.
09.05.2020 - 15:56 Uhr
Zitat von DrWho
Man beachte dass letzte Woche Freitag Feiertag war, sich also wie das Wochenende verhält.
Heute wieder deutlich unter 1000 und wir bleiben im grünen Bereich.
Außerdem sind 180 Fälle auf einen lokalen Ausbruch zurückzuführen, der sich wahrscheinlich sehr gut eingrenzen lässt, sodass der R-Faktor dieser Gruppe deutlich unter dem Schnitt liegen wird.
Zitat von daredennis7
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Zitat von spak50
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Zitat von Baskball
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Man beachte dass letzte Woche Freitag Feiertag war, sich also wie das Wochenende verhält.
Heute wieder deutlich unter 1000 und wir bleiben im grünen Bereich.
Außerdem sind 180 Fälle auf einen lokalen Ausbruch zurückzuführen, der sich wahrscheinlich sehr gut eingrenzen lässt, sodass der R-Faktor dieser Gruppe deutlich unter dem Schnitt liegen wird.
Finde es aber falsch die Neuinfektionen aufgrund einzelner Ausbruchsherde herunterzuspielen. Letztlich war das vorher auch nicht anders, wenn man jetzt an Heinsberg oder die Brandherde in Bayern in der Anfangszeit denkt.
Klar lässt sich das besser kontrollieren, da stimme ich komplett zu, aber deshalb ist die Anzahl der Neuinfektionen nunmal trotzdem gestiegen und vorhanden. Es ist eben auch nicht davon auszugehen, dass sich Infektionen einzeln nur auf verschiedene lokale Gebiete verteilen. Deshalb sind es eben Ansteckungen, die meist etwas geballter auftreten werden.
Und nur weil letzten Freitag Feiertag war in der letzten Woche, war ja Samstag nicht gleich auch einer. Von daher ist der kleinere Anstieg von Samstag auf Samstag durchaus auch als einer zu werten.
Verstehe auch in erster Linie grade nicht, wie R durch eine bessere Eingrenzung einer Gruppe von Neuinfektionen, sich in diesem Gebiet positiv beeinflussen lassen würde?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von daredennis7 am 09.05.2020 um 16:01 Uhr bearbeitet
09.05.2020 - 15:58 Uhr
Zitat von iIcecube

Gibt es dazu irgendwelche Beweise? Oder ist erneut deine Hochrechnung? Hast ja schon die völlig überlastete Krankenhäuser hochgerechnet.

Zitat von gelbschreib
Schweden als leuctendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Zitat von Finn84
Vielen Dank Baskball für die große Mühe und deinen Beitrag. Viele Andere haben sich auch schon große Mühe für eine sachliche Argumentation gegeben.
BVB_Allstarz und Einzeiler-Beifall-Zustimmungs-Konsorten wie Mighty Mouse werden sich damit leider nicht sachlich argumentativ auseinandersetzten. Sie müssten dann differenzieren. Das wollen Sie aber nicht. Was Sie wollen ist möglichst irgendwelche zur übermittelnden Botschaft passende Meldungen oder Quellen finden (zumindest oberflächlich betrachtet) um diese hier rauszuhauen mit turnusmäßiger Konsequenz. Die Botachaft und das Ziel ist relativ offensichtlich: Die Regierung und ihr Handeln möglichst hart zu kritisieren und zu diffamieren.
Das ist ex post natürlich viel einfacher und anderen zugestehen das ex ante schwierig war ist schon zu viel verlangt.
Man kann dieses Vorgehen in der Thread-Historie wunderbar nachverfolgen.
Deutschland steht von den Zahlen so gut da wie fast kaum ein anderes Land vergleichbarer Größe. Das ist ein Erfolg und der soll eben nicht so stehen bleiben. Egal was der Rest der Welt macht, darauf wird überhaupt nicht eingegangen (außer es handelt sich um eine halbwegs passende Ausnahme wie Schweden). Es geht darum die deutsche Politik zu kritisieren und nur die. Das Ziel ist dermaßen offensichtlich.
Es geht garnicht in erster Linie um Corona und die Maßnahmen, sondern nur darum das doch noch so auszunutzen das man es irgendwie hinbekommt das die Regierung schlecht darsteht.
Zitat von Baskball
Wieso sollte der Mensch jetzt blöd sein? Wenn ich dir jetzt sage, dass du in drei Wochen einen Herzinfarkt erleidest, was willst du dann dagegen unternehmen? Es war doch eigentlich allen bewusst, dass es irgendwann einmal wieder eine Pandemie größeren Ausmaßes geben könnte. Nur wie will man sich darauf optimal vorbereiten, wenn man den Erreger logischerweise vorher nicht kennt? Man kann lediglich theoretische Szenarien durchspielen, der Ernstfall wird dadurch aber nie ausreichend abgedeckt werden können.
Der von dir zitierte Risikoanalyse sagt ja auch:
"Eintrittswahrscheinlichkeit:
Klasse C: bedingt wahrscheinlichein Ereignis, das statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren eintritt"
und
"Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich"
Kann man jetzt drüber diskutieren, ob das womöglich ein wenig optimistisch war, aber muss man sich dauerhaft mit größter Vorsicht auf ein Ereignis vorbereiten, dass vllt. alle 100 Jahre eintritt?
Insgesamt spricht der Bericht auch von etlichen Szenarien, die nun hier teilweise in Frage gestellt werden, oder aber von Maßnahmen, die ebenfalls infrage gestellt werden. Ich zitiere mal ein wenig:
- "Es ist so lange mit Neuerkrankungen zu rechnen, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Für das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist. Der Erreger verändert sich im Verlauf der drei Jahre durch Mutationen so, dass auch Personen, die eine Infektion bereits durchlebt haben, wieder anfällig für eine Infektion werden. Hierdurch kommt es insgesamt zu drei Erkrankungswellen unterschiedlicher Intensität." (Schon hier also wurde der nun so gescholtene Impfstoff als Lösung angesehen, gleichzeitig mehrere Wellen befürchtet)
- "Grundsätzlich ist vor allem in Ballungsräumen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der Bewegungsmuster (hohe Mobilität, Nutzung von Massenverkehrsmitteln usw.) mit entsprechend höheren Erkrankungszahlen zu rechnen" (Scheint sich zu bewahrheiten und folglich logisch, dass man Mobilitäten einschränkt und auch der Nutzung von Massenverkehrsmittel abrät bzw. versucht diese mit Maskenpflicht sicherer zu gestalten)
- "Es wird angenommen, dass jeder Infizierte im Durchschnitt drei Personen infiziert und es jeweils drei Tage dauert, bis es zur nächsten Übertragung kommt. Sogenannte „Super Spreader“ werden hierbei nicht berücksichtigt." (Auch hier wird bereits die Gefahr von Super Spreadern genannt. Insofern logisch, dass man nun Massenveranstaltungen untersagt. Gleichzeitig sind aber natürlich in der Nachbetrachtung die Abhaltung der Karnevalssitzungen kritisch zu beurteilen, wenn auch damals der Kenntnisstand hinsichtlich des Virus sehr gering war.)
- "Die Ausbreitung wird auch durch den Einsatz antiepidemischer Maßnahmen verlangsamt und begrenzt. Solche Maßnahmen sind etwa Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten oder andere Absonderungsmaßnahmen wie die Behandlung von hochinfektiösen Patienten in Isolierstationen unter Beachtung besonderer " (genau das wird ja umgesetzt bzw. soll durch vermehrte Testung und Verringerung der Fallzahlen wieder besser umgesetzt werden können)
- "Mittel zur Eindämmung sind beispielsweise Schulschließungen und Absagen von Großveranstaltungen. Neben diesen Maßnahmen, die nach dem Infektionsschutzgesetz angeordnet werden können, gibt es weitere Empfehlungen, die zum persönlichen Schutz, z. B. bei beruflich exponierten Personen, beitragen wie die Einhaltung von Hygieneempfehlungen. " (Hier werden auch explizit die Schulschließungen sowie Hygieneempfehlungen erwähnt)
- "Die antiepidemischen Maßnahmen beginnen, nachdem zehn Patienten in Deutschland an der Infektion verstorben sind." (Die Marke wurde übrigens am 15.03. erreicht...)
- "Zusätzlich erhöht sich die Sterblichkeit sowohl von an Modi-SARSErkrankten als auch anders Erkrankter sowie von Pflegebedürftigen, da sie aufgrund der Überlastung des medizinischen und des Pflegebereiches keine adäquate medizinische Versorgung bzw. Pflege mehr erhalten können.... Dies erfordert umfassende Sichtung (Triage) und Entscheidungen, wer noch in eine Klinik aufgenommen werden und dort behandelt werden kann und bei wem dies nicht mehr möglich ist. Als Konsequenz werden viele der Personen, die nicht behandelt werden können, versterben. " (die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems und Folgen werden hier benannt, sogar schon die Triage ins Spiel gebracht)
- "Nach einem Höhepunkt sinkt die Neuerkrankungsrate auch, weil die Bevölkerung allgemein mit verstärkten (Eigen-)Schutzmaßnahmen auf das massive Krankheitsgeschehen reagiert. Infolge dieser Maßnahmen nehmen die Neuerkrankungen ab, was zum Nachlassen der individuellen Schutzmaßnahmen führt (aufgrund einer geringeren subjektiven Risikowahrnehmung), wodurch wiederum die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt." (Der Einfluss von Eigenschutzmaßnahmen wird hier auch bereits explizit genannt)
- "Nachdem erkannt ist, dass es sich um einen über die Atemwege übertragbaren Erreger handelt,wird die Bevölkerung sehr schnell über generelle Schutzmaßnahmen informiert (z. B. Hygieneregeln befolgen, Massenansammlungen vermeiden, ÖPNV meiden, angeordnete Maßnahmen nach IfSG befolgen). Fraglich ist, inwieweit die kommunizierten Empfehlungen/Anweisungen umgesetzt werden, bspw. inwieweit Menschen über Schutzausrüstung verfügen und diese auch korrekt einsetzen können. Das Handeln von Menschen in Gefahren- bzw. Katastrophenlagen wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren bestimmt, die sich auch gegenseitig beeinflussen, darunter fallen z. B.:-eigene Risikowahrnehmung-sozialer Kontext (Familie, Beruf, ...)-sozioökonomischer Status (Einkommen, Schicht- und Milieuzugehörigkeit, ...)-Bildungsniveau" (ich erkenne auch hier Parallelen und selbst das Thema ausreichender und korrekter Anwendung von Schutzausrüstung ist Thema...)
- Es ist anzunehmen, dass die Krisenkommunikation nicht durchgängig angemessen gut gelingt. So können beispielsweise widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Behörden/Autoritäten die Vertrauensbildung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen erschweren. (auch eine richtige Einschätzung im Vorfeld)
- " Das Infektionsschutzgesetz erlaubt dazu unter anderem Einschränkungen von Grundrechten (§ 16 IfSG), wie z. B. das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 GG). Im Rahmen von notwendigenSchutzmaßnahmen können zudem das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2Satz 2 GG) und die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG) eingeschränkt werden (§ 16 Absatz 5bis 8 und § 28 IfSG). Neben diesen direkt vom Amtsarzt anzuordnenden Maßnahmen kann das Bundesministerium für Gesundheit durch eine Rechtsverordnung anordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben (§ 20 Absatz 6 IfSG), wodurch das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG) eingeschränkt werden kann. (auch hier werden viele der momentan diskutierten Thematiken schon aufgegriffen)
- Darüber hinaus sind mit Blick auf vielfältige internationale Verflechtungen auchVersorgungsleistungen aus anderen Ländern für Deutschland von großer Bedeutung. Zahlreiche Güter und Dienste werden weltweit jeweils von nur wenigen Schlüsselproduzenten bereitgestellt. Somit könnten Ausfälle im Bereich importierter Güter und Rohstoffe auch in Deutschland zu spürbaren Engpässen und Kaskadeneffekten führen. (Auch hier Problematik erkannt...)
- "Auch im Gesundheitsbereich kommt es zu überdurchschnittlich hohenPersonalausfällen (z. B. aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr, psycho-sozialer Belastungen)bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Personalbedarf. Arzneimittel, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel werden verstärkt nachgefragt" (auch absolut treffend...)
- Mit Einbußen an wirtschaftlicher Leistung durch Krankenstände beim Personal bzw. Todesfälle in der Belegschaft der Unternehmen, zusätzlichen Kosten durch Anpassungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, höheren Kosten für Transport und Logistik bzw. Einschränkungen beim Transport von Waren und einem geänderten (zurückhaltenden) Konsum-und Investitionsverhalten der Bevölkerung und anderer Unternehmen ist zu rechnen, ebenso mit behördlich angeordneten Einschränkungen des internationalen Handels und Flugverkehrs/Reiseverkehrs und einem Rückgang des Tourismus." (auch treffend...)
- "Psychologische Auswirkungen (I3):Mit einer Verunsicherung der Bevölkerung ist zu rechnen. Zu Verhaltensänderungen kann es kommen, wenn Menschen sich bedroht fühlen. Auch hier kommen unterschiedliche Faktoren zum Tragen, wie bspw. der Verlauf der Krankheit, das Wissen über Ursachen und konkrete Gefahren, die örtliche Nähe zu aufgetretenen Fällen usw.Verhaltensänderungen können sich zeigen in:xder Meidung von Menschenmassenxder Meidung des öffentlichen Lebens überhauptxder Änderung des Aufenthalts (Verlassen des Wohnortes)xder Zunahme von Anrufen bei Info-Hotlinesxder Zunahme von Arztbesuchenxder Änderung des Kaufverhaltens. Darüber hinaus kann eine mangelhafte Information der Bevölkerung seitens der Behörden zu einem gesteigerten Misstrauen gegenüber staatlichem Handeln führen (insb. sobald Behandlungspriorisierungen bekannt oder in den Medien als Thema aufgebaut werden, ohne dass hierfür eine plausible Begründung gleichzeitig sachgerecht kommuniziert wird)." (auch treffend...)
Fazit: Man hat vor einigen Jahren bereits eine sehr treffende Risikoanalyse erstellt. Ist man deswegen dumm, weil das Risiko dennoch Realität geworden ist? Man kann sicherlich in gewissen Punkten diskutieren, ob man sich besser hätte vorbereiten können (Absage Karneval, mehr Schutzausrüstung zurückhalten wenn auch aufgrund von Ablaufdaten schwierig, frühere Grenzschließung etc.)... Insgesamt aber kann man einfach nicht jedes Risiko gänzlich minimieren, ausschließen und sich vollumfänglich darauf vorbereiten. Ist es nicht gut, dass man solche Szenarien im Vorfeld bereits durchgespielt hat und davon nun zehren kann? Wie aufgezeigt, sind viele der genannten Punkte ja treffend oder werden auch tatsächlich umgesetzt. Man hat also viele Probleme durchaus im Vorfeld erahnt.
Wieso hat man dennoch Schutzausrüstung nach China geliefert? Weil dort ein starkes Ausbruchgeschehen zu beobachten war und man versuchte, die Lage dort schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, damit eben gar nicht erst eine Pandemie entstehen kann oder diese zumindest verzögert wird, was wiederum Zeit zur Vorbereitung schafft (Entwicklung Teskit, Produktion und Beschaffung von Schutzmaterial etc. etc.). Für mich absolut nachvollziehbar.
Insofern bleibt für mich am Ende die Frage: Was hätte man auf Basis dieser Risikoanalyse lernen sollen, um hier das Geschehen deutlich besser zu handlen?
Zitat von BvB__AllStarz
Würde ich sofort so unterschreiben, wenn es uns ohne Vorwarnung aus dem Nichts erwischt hätte. Das genaue Gegenteil war der Fall und man muss sich wirklich immer wieder aufs Neue fragen wie blöd Menschen eigentlich sein können?!
#1 2002/03 Sars
#2 2006 Vogelgrippe
#3 2009/10 Schweinegrippe-Pandemie
#4 2012/13 Mers
#5 2013 Risikoanalyse "Pandemie durch Virus Modi-SARS" der Bundesregierung
#6 2019 Im März veröffentliche Studie chinesischer Wissenschaftler, die man als Drehbuch hätte nehmen können für das aktuelle Covid-19 Virus
#7 2019 Im Dezember der Wuhan-Ausbruch, den man als übergroße, blinkende Reklametafel mit der Aufschrift "Stellt das Bier kalt...wir kommen vorbei" bezeichnen kann
#8 2020 Am 28. Januar der erste Infizierte in Deutschland und gleichzeitig die allerletzte Ankündigung "No bat, no party!"
Aber was sind schon 8 Vorboten, die machen uns in Deutschland noch lange nicht nervös. Im Gegenteil, man ist sich so sicher, dass man im Februar erstmal über 10 Tonnen medizinische Ausrüstung als Hilfslieferung nach China fliegt und Ende des Monats die meistbesuchte Großveranstaltung des Jahres feiert, Karneval.
Im März erwischt uns dann ein völlig neues, unbekanntes Virus mit komplett heruntergelassener Hose.....
Der 23. März steht dabei als Sinnbild für diese Krise:
>>> 18 Jahre hatte man Zeit um sich eine Verteidigungsstrategie zu überlegen um das Virus entweder aus Deutschland fernzuhalten oder es mit den richtigen Waffen zu bekämpfen. Stattdessen kommen wir mit einem Messer zu einer Schießerei....und sperren die komplette Bevölkerung weg vor Covid-19.
Ich würde all das wirklich gerne verstehen, nur fehlt mir dafür komplett die Fantasie. Ich will gar nicht wissen wie es in Zukunft aussieht.....2032 dann Movid-21, der Nachfolger von Mers....und in irgendeiner Höhle sitzt eine Fledermaus und lacht sich schlapp über die Dummheit der Menschen.
In diesem Sinne, bleibt wie immer gesund Borussen
Quellen:
#5 Risikoanalyse der Bundesregierung 2013
#6 Studie chinesischer Wissenschaftler der 'Wuhan Institute of Virology' zum Coronavirus von März 2019
Edith:
Beitrag bewusst überspitzt formuliert, ohne die aktuelle Krise ins lächerliche ziehen zu wollen.
Würde ich sofort so unterschreiben, wenn es uns ohne Vorwarnung aus dem Nichts erwischt hätte. Das genaue Gegenteil war der Fall und man muss sich wirklich immer wieder aufs Neue fragen wie blöd Menschen eigentlich sein können?!
#1 2002/03 Sars
#2 2006 Vogelgrippe
#3 2009/10 Schweinegrippe-Pandemie
#4 2012/13 Mers
#5 2013 Risikoanalyse "Pandemie durch Virus Modi-SARS" der Bundesregierung
#6 2019 Im März veröffentliche Studie chinesischer Wissenschaftler, die man als Drehbuch hätte nehmen können für das aktuelle Covid-19 Virus
#7 2019 Im Dezember der Wuhan-Ausbruch, den man als übergroße, blinkende Reklametafel mit der Aufschrift "Stellt das Bier kalt...wir kommen vorbei" bezeichnen kann
#8 2020 Am 28. Januar der erste Infizierte in Deutschland und gleichzeitig die allerletzte Ankündigung "No bat, no party!"
Aber was sind schon 8 Vorboten, die machen uns in Deutschland noch lange nicht nervös. Im Gegenteil, man ist sich so sicher, dass man im Februar erstmal über 10 Tonnen medizinische Ausrüstung als Hilfslieferung nach China fliegt und Ende des Monats die meistbesuchte Großveranstaltung des Jahres feiert, Karneval.
Im März erwischt uns dann ein völlig neues, unbekanntes Virus mit komplett heruntergelassener Hose.....
Der 23. März steht dabei als Sinnbild für diese Krise:
>>> 18 Jahre hatte man Zeit um sich eine Verteidigungsstrategie zu überlegen um das Virus entweder aus Deutschland fernzuhalten oder es mit den richtigen Waffen zu bekämpfen. Stattdessen kommen wir mit einem Messer zu einer Schießerei....und sperren die komplette Bevölkerung weg vor Covid-19.
Ich würde all das wirklich gerne verstehen, nur fehlt mir dafür komplett die Fantasie. Ich will gar nicht wissen wie es in Zukunft aussieht.....2032 dann Movid-21, der Nachfolger von Mers....und in irgendeiner Höhle sitzt eine Fledermaus und lacht sich schlapp über die Dummheit der Menschen.
In diesem Sinne, bleibt wie immer gesund Borussen
Quellen:
#5 Risikoanalyse der Bundesregierung 2013
#6 Studie chinesischer Wissenschaftler der 'Wuhan Institute of Virology' zum Coronavirus von März 2019
Edith:
Beitrag bewusst überspitzt formuliert, ohne die aktuelle Krise ins lächerliche ziehen zu wollen.
Wieso sollte der Mensch jetzt blöd sein? Wenn ich dir jetzt sage, dass du in drei Wochen einen Herzinfarkt erleidest, was willst du dann dagegen unternehmen? Es war doch eigentlich allen bewusst, dass es irgendwann einmal wieder eine Pandemie größeren Ausmaßes geben könnte. Nur wie will man sich darauf optimal vorbereiten, wenn man den Erreger logischerweise vorher nicht kennt? Man kann lediglich theoretische Szenarien durchspielen, der Ernstfall wird dadurch aber nie ausreichend abgedeckt werden können.
Der von dir zitierte Risikoanalyse sagt ja auch:
"Eintrittswahrscheinlichkeit:
Klasse C: bedingt wahrscheinlichein Ereignis, das statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren eintritt"
und
"Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich"
Kann man jetzt drüber diskutieren, ob das womöglich ein wenig optimistisch war, aber muss man sich dauerhaft mit größter Vorsicht auf ein Ereignis vorbereiten, dass vllt. alle 100 Jahre eintritt?
Insgesamt spricht der Bericht auch von etlichen Szenarien, die nun hier teilweise in Frage gestellt werden, oder aber von Maßnahmen, die ebenfalls infrage gestellt werden. Ich zitiere mal ein wenig:
- "Es ist so lange mit Neuerkrankungen zu rechnen, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Für das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist. Der Erreger verändert sich im Verlauf der drei Jahre durch Mutationen so, dass auch Personen, die eine Infektion bereits durchlebt haben, wieder anfällig für eine Infektion werden. Hierdurch kommt es insgesamt zu drei Erkrankungswellen unterschiedlicher Intensität." (Schon hier also wurde der nun so gescholtene Impfstoff als Lösung angesehen, gleichzeitig mehrere Wellen befürchtet)
- "Grundsätzlich ist vor allem in Ballungsräumen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der Bewegungsmuster (hohe Mobilität, Nutzung von Massenverkehrsmitteln usw.) mit entsprechend höheren Erkrankungszahlen zu rechnen" (Scheint sich zu bewahrheiten und folglich logisch, dass man Mobilitäten einschränkt und auch der Nutzung von Massenverkehrsmittel abrät bzw. versucht diese mit Maskenpflicht sicherer zu gestalten)
- "Es wird angenommen, dass jeder Infizierte im Durchschnitt drei Personen infiziert und es jeweils drei Tage dauert, bis es zur nächsten Übertragung kommt. Sogenannte „Super Spreader“ werden hierbei nicht berücksichtigt." (Auch hier wird bereits die Gefahr von Super Spreadern genannt. Insofern logisch, dass man nun Massenveranstaltungen untersagt. Gleichzeitig sind aber natürlich in der Nachbetrachtung die Abhaltung der Karnevalssitzungen kritisch zu beurteilen, wenn auch damals der Kenntnisstand hinsichtlich des Virus sehr gering war.)
- "Die Ausbreitung wird auch durch den Einsatz antiepidemischer Maßnahmen verlangsamt und begrenzt. Solche Maßnahmen sind etwa Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten oder andere Absonderungsmaßnahmen wie die Behandlung von hochinfektiösen Patienten in Isolierstationen unter Beachtung besonderer " (genau das wird ja umgesetzt bzw. soll durch vermehrte Testung und Verringerung der Fallzahlen wieder besser umgesetzt werden können)
- "Mittel zur Eindämmung sind beispielsweise Schulschließungen und Absagen von Großveranstaltungen. Neben diesen Maßnahmen, die nach dem Infektionsschutzgesetz angeordnet werden können, gibt es weitere Empfehlungen, die zum persönlichen Schutz, z. B. bei beruflich exponierten Personen, beitragen wie die Einhaltung von Hygieneempfehlungen. " (Hier werden auch explizit die Schulschließungen sowie Hygieneempfehlungen erwähnt)
- "Die antiepidemischen Maßnahmen beginnen, nachdem zehn Patienten in Deutschland an der Infektion verstorben sind." (Die Marke wurde übrigens am 15.03. erreicht...)
- "Zusätzlich erhöht sich die Sterblichkeit sowohl von an Modi-SARSErkrankten als auch anders Erkrankter sowie von Pflegebedürftigen, da sie aufgrund der Überlastung des medizinischen und des Pflegebereiches keine adäquate medizinische Versorgung bzw. Pflege mehr erhalten können.... Dies erfordert umfassende Sichtung (Triage) und Entscheidungen, wer noch in eine Klinik aufgenommen werden und dort behandelt werden kann und bei wem dies nicht mehr möglich ist. Als Konsequenz werden viele der Personen, die nicht behandelt werden können, versterben. " (die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems und Folgen werden hier benannt, sogar schon die Triage ins Spiel gebracht)
- "Nach einem Höhepunkt sinkt die Neuerkrankungsrate auch, weil die Bevölkerung allgemein mit verstärkten (Eigen-)Schutzmaßnahmen auf das massive Krankheitsgeschehen reagiert. Infolge dieser Maßnahmen nehmen die Neuerkrankungen ab, was zum Nachlassen der individuellen Schutzmaßnahmen führt (aufgrund einer geringeren subjektiven Risikowahrnehmung), wodurch wiederum die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt." (Der Einfluss von Eigenschutzmaßnahmen wird hier auch bereits explizit genannt)
- "Nachdem erkannt ist, dass es sich um einen über die Atemwege übertragbaren Erreger handelt,wird die Bevölkerung sehr schnell über generelle Schutzmaßnahmen informiert (z. B. Hygieneregeln befolgen, Massenansammlungen vermeiden, ÖPNV meiden, angeordnete Maßnahmen nach IfSG befolgen). Fraglich ist, inwieweit die kommunizierten Empfehlungen/Anweisungen umgesetzt werden, bspw. inwieweit Menschen über Schutzausrüstung verfügen und diese auch korrekt einsetzen können. Das Handeln von Menschen in Gefahren- bzw. Katastrophenlagen wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren bestimmt, die sich auch gegenseitig beeinflussen, darunter fallen z. B.:-eigene Risikowahrnehmung-sozialer Kontext (Familie, Beruf, ...)-sozioökonomischer Status (Einkommen, Schicht- und Milieuzugehörigkeit, ...)-Bildungsniveau" (ich erkenne auch hier Parallelen und selbst das Thema ausreichender und korrekter Anwendung von Schutzausrüstung ist Thema...)
- Es ist anzunehmen, dass die Krisenkommunikation nicht durchgängig angemessen gut gelingt. So können beispielsweise widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Behörden/Autoritäten die Vertrauensbildung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen erschweren. (auch eine richtige Einschätzung im Vorfeld)
- " Das Infektionsschutzgesetz erlaubt dazu unter anderem Einschränkungen von Grundrechten (§ 16 IfSG), wie z. B. das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 GG). Im Rahmen von notwendigenSchutzmaßnahmen können zudem das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2Satz 2 GG) und die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG) eingeschränkt werden (§ 16 Absatz 5bis 8 und § 28 IfSG). Neben diesen direkt vom Amtsarzt anzuordnenden Maßnahmen kann das Bundesministerium für Gesundheit durch eine Rechtsverordnung anordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben (§ 20 Absatz 6 IfSG), wodurch das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG) eingeschränkt werden kann. (auch hier werden viele der momentan diskutierten Thematiken schon aufgegriffen)
- Darüber hinaus sind mit Blick auf vielfältige internationale Verflechtungen auchVersorgungsleistungen aus anderen Ländern für Deutschland von großer Bedeutung. Zahlreiche Güter und Dienste werden weltweit jeweils von nur wenigen Schlüsselproduzenten bereitgestellt. Somit könnten Ausfälle im Bereich importierter Güter und Rohstoffe auch in Deutschland zu spürbaren Engpässen und Kaskadeneffekten führen. (Auch hier Problematik erkannt...)
- "Auch im Gesundheitsbereich kommt es zu überdurchschnittlich hohenPersonalausfällen (z. B. aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr, psycho-sozialer Belastungen)bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Personalbedarf. Arzneimittel, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel werden verstärkt nachgefragt" (auch absolut treffend...)
- Mit Einbußen an wirtschaftlicher Leistung durch Krankenstände beim Personal bzw. Todesfälle in der Belegschaft der Unternehmen, zusätzlichen Kosten durch Anpassungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, höheren Kosten für Transport und Logistik bzw. Einschränkungen beim Transport von Waren und einem geänderten (zurückhaltenden) Konsum-und Investitionsverhalten der Bevölkerung und anderer Unternehmen ist zu rechnen, ebenso mit behördlich angeordneten Einschränkungen des internationalen Handels und Flugverkehrs/Reiseverkehrs und einem Rückgang des Tourismus." (auch treffend...)
- "Psychologische Auswirkungen (I3):Mit einer Verunsicherung der Bevölkerung ist zu rechnen. Zu Verhaltensänderungen kann es kommen, wenn Menschen sich bedroht fühlen. Auch hier kommen unterschiedliche Faktoren zum Tragen, wie bspw. der Verlauf der Krankheit, das Wissen über Ursachen und konkrete Gefahren, die örtliche Nähe zu aufgetretenen Fällen usw.Verhaltensänderungen können sich zeigen in:xder Meidung von Menschenmassenxder Meidung des öffentlichen Lebens überhauptxder Änderung des Aufenthalts (Verlassen des Wohnortes)xder Zunahme von Anrufen bei Info-Hotlinesxder Zunahme von Arztbesuchenxder Änderung des Kaufverhaltens. Darüber hinaus kann eine mangelhafte Information der Bevölkerung seitens der Behörden zu einem gesteigerten Misstrauen gegenüber staatlichem Handeln führen (insb. sobald Behandlungspriorisierungen bekannt oder in den Medien als Thema aufgebaut werden, ohne dass hierfür eine plausible Begründung gleichzeitig sachgerecht kommuniziert wird)." (auch treffend...)
Fazit: Man hat vor einigen Jahren bereits eine sehr treffende Risikoanalyse erstellt. Ist man deswegen dumm, weil das Risiko dennoch Realität geworden ist? Man kann sicherlich in gewissen Punkten diskutieren, ob man sich besser hätte vorbereiten können (Absage Karneval, mehr Schutzausrüstung zurückhalten wenn auch aufgrund von Ablaufdaten schwierig, frühere Grenzschließung etc.)... Insgesamt aber kann man einfach nicht jedes Risiko gänzlich minimieren, ausschließen und sich vollumfänglich darauf vorbereiten. Ist es nicht gut, dass man solche Szenarien im Vorfeld bereits durchgespielt hat und davon nun zehren kann? Wie aufgezeigt, sind viele der genannten Punkte ja treffend oder werden auch tatsächlich umgesetzt. Man hat also viele Probleme durchaus im Vorfeld erahnt.
Wieso hat man dennoch Schutzausrüstung nach China geliefert? Weil dort ein starkes Ausbruchgeschehen zu beobachten war und man versuchte, die Lage dort schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, damit eben gar nicht erst eine Pandemie entstehen kann oder diese zumindest verzögert wird, was wiederum Zeit zur Vorbereitung schafft (Entwicklung Teskit, Produktion und Beschaffung von Schutzmaterial etc. etc.). Für mich absolut nachvollziehbar.
Insofern bleibt für mich am Ende die Frage: Was hätte man auf Basis dieser Risikoanalyse lernen sollen, um hier das Geschehen deutlich besser zu handlen?
Vielen Dank Baskball für die große Mühe und deinen Beitrag. Viele Andere haben sich auch schon große Mühe für eine sachliche Argumentation gegeben.
BVB_Allstarz und Einzeiler-Beifall-Zustimmungs-Konsorten wie Mighty Mouse werden sich damit leider nicht sachlich argumentativ auseinandersetzten. Sie müssten dann differenzieren. Das wollen Sie aber nicht. Was Sie wollen ist möglichst irgendwelche zur übermittelnden Botschaft passende Meldungen oder Quellen finden (zumindest oberflächlich betrachtet) um diese hier rauszuhauen mit turnusmäßiger Konsequenz. Die Botachaft und das Ziel ist relativ offensichtlich: Die Regierung und ihr Handeln möglichst hart zu kritisieren und zu diffamieren.
Das ist ex post natürlich viel einfacher und anderen zugestehen das ex ante schwierig war ist schon zu viel verlangt.
Man kann dieses Vorgehen in der Thread-Historie wunderbar nachverfolgen.
Deutschland steht von den Zahlen so gut da wie fast kaum ein anderes Land vergleichbarer Größe. Das ist ein Erfolg und der soll eben nicht so stehen bleiben. Egal was der Rest der Welt macht, darauf wird überhaupt nicht eingegangen (außer es handelt sich um eine halbwegs passende Ausnahme wie Schweden). Es geht darum die deutsche Politik zu kritisieren und nur die. Das Ziel ist dermaßen offensichtlich.
Es geht garnicht in erster Linie um Corona und die Maßnahmen, sondern nur darum das doch noch so auszunutzen das man es irgendwie hinbekommt das die Regierung schlecht darsteht.
Schweden als leuctendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Gibt es dazu irgendwelche Beweise? Oder ist erneut deine Hochrechnung? Hast ja schon die völlig überlastete Krankenhäuser hochgerechnet.
Ne für 3200*8 braucht man ein Mathematik Studium
09.05.2020 - 16:09 Uhr
Zitat von iIcecube
Gibt es dazu irgendwelche Beweise? Oder ist erneut deine Hochrechnung? Hast ja schon die völlig überlastete Krankenhäuser hochgerechnet.
Zitat von gelbschreib
Schweden als leuchtendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Schweden als leuchtendes Beispiel ist schon für sich genommen abstrus. Hätten wir dieselben Toten wie die Schweden - auf unsere Bevölkerung hochgerechnet - lägen wir bei Frankreich, Italien. ...Ungefähr.
Gibt es dazu irgendwelche Beweise? Oder ist erneut deine Hochrechnung? Hast ja schon die völlig überlastete Krankenhäuser hochgerechnet.
Deutschland = 90 Tote pro 1 Million Einwohner
Schweden = 319 Tote pro 1 Million Einwohner
Folglich in Schweden pro Einwohner circa 3,5 so viele Tote wie in Deutschland. Ausgehend von 7.500 Toten in Deutschland und der Hochrechnung der 3,5fachen Zahl wären wir in Deutschland circa bei 25.000 Toten. Ist natürlich schlussendlich eine Hochrechnung, aber meines Erachtens sehr naheliegend. Beweise kann man schlussendlich sowieso keine erbringen.
Zumal in der Hochrechnung noch nicht einmal die zusätzlichen Einflüsse von Nachbarländern wie Frankreich oder Belgien einfließen, Super-Spreading-Events, mehr Urlauber in Italien, Ischgl und dergleichen, um 10% weniger Einpersonenhaushalte, weniger verbreitetes HomeOffice, geringere Einwohnerzahl pro Quadratmeter und und und...
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/
09.05.2020 - 16:30 Uhr
Dachte ich mir doch, schöne Hochrechnungen.
09.05.2020 - 16:50 Uhr
Zitat von daredennis7
Finde es aber falsch die Neuinfektionen aufgrund einzelner Ausbruchsherde herunterzuspielen. Letztlich war das vorher auch nicht anders, wenn man jetzt an Heinsberg oder die Brandherde in Bayern in der Anfangszeit denkt.
Klar lässt sich das besser kontrollieren, da stimme ich komplett zu, aber deshalb ist die Anzahl der Neuinfektionen nunmal trotzdem gestiegen und vorhanden. Es ist eben auch nicht davon auszugehen, dass sich Infektionen einzeln nur auf verschiedene lokale Gebiete verteilen. Deshalb sind es eben Ansteckungen, die meist etwas geballter auftreten werden.
Und nur weil letzten Freitag Feiertag war in der letzten Woche, war ja Samstag nicht gleich auch einer. Von daher ist der kleinere Anstieg von Samstag auf Samstag durchaus auch als einer zu werten.
Verstehe auch in erster Linie grade nicht, wie R durch eine bessere Eingrenzung einer Gruppe von Neuinfektionen, sich in diesem Gebiet positiv beeinflussen lassen würde?
Zitat von DrWho
Man beachte dass letzte Woche Freitag Feiertag war, sich also wie das Wochenende verhält.
Heute wieder deutlich unter 1000 und wir bleiben im grünen Bereich.
Außerdem sind 180 Fälle auf einen lokalen Ausbruch zurückzuführen, der sich wahrscheinlich sehr gut eingrenzen lässt, sodass der R-Faktor dieser Gruppe deutlich unter dem Schnitt liegen wird.
Zitat von daredennis7
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Zitat von spak50
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Zitat von Baskball
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
So langsam machen sich die Lockerungen wieder in den Zahlen bemerkbar. Daten lt. RKI:
Reproduktionsfaktor:
03.05.: 0,74
04.05.: 0,76
05.05.: 0,71
06.05.: 0,65
07.05.: 0,71
Heute: 0,83
Neue Fälle:
03.05.: 793
04.05.: 679
05.05.: 685
06.05.: 947
07.05.: 1.284
Heute: 1.209
Sicherlich insgesamt natürlich noch sehr entspannte Zahlen, den Anstieg neuer Fälle empfinde ich jedoch schon als beachtlich. Gerade angesichts dessen, dass die aktiven Fälle zuletzt ja immer tiefer in den Keller sanken und inzwischen bei unter 20.000 angekommen sind. Da wird es dann in der kommenden Woche interessant zu sehen, ob sich dies aus erhöhter Testanzahl ergibt oder tatsächlich auch wieder mehr Fälle prozentual positiv sind. Die Tendenz von einer Zunahme an Fällen bei gleichzeitig sinkender Aktivzahlen muss aber sicherlich im Blick behalten werden, ansonsten werden die aktiven Fälle sehr schnell wieder zunehmen (was aber zumindest in einem gewissen Rahmen noch unproblematisch wäre).
Die Zahl der Neuinfizierten ist durch den Meldeverzug immer Mittwoch - Freitag am höchsten. Daher macht auch nur ein Vergleich mit der Vorwoche Sinn, und da sind die Zahlen diese Woche niedriger. D.h. die Zahlen sinken sogar trotz der Lockerungen (zumindest bisher).
Heute 09.05. mit 1251 Neuinfektionen und zwar Samstags, kommt es dann aber im Vergleich zur Vorwoche, wieder mal zu einem kleinen Anstieg.
Mal abwarten wie sich das in der nächsten Woche entwickelt. Aber wäre eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Bei aller Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen, die Lockerungen müssen sich auch leicht bemerkbar machen. Alles andere wäre verwunderlich. Wichtig ist, die Situation im Griff zu behalten und exponentielles Wachstum zu vermeiden.
Man beachte dass letzte Woche Freitag Feiertag war, sich also wie das Wochenende verhält.
Heute wieder deutlich unter 1000 und wir bleiben im grünen Bereich.
Außerdem sind 180 Fälle auf einen lokalen Ausbruch zurückzuführen, der sich wahrscheinlich sehr gut eingrenzen lässt, sodass der R-Faktor dieser Gruppe deutlich unter dem Schnitt liegen wird.
Finde es aber falsch die Neuinfektionen aufgrund einzelner Ausbruchsherde herunterzuspielen. Letztlich war das vorher auch nicht anders, wenn man jetzt an Heinsberg oder die Brandherde in Bayern in der Anfangszeit denkt.
Klar lässt sich das besser kontrollieren, da stimme ich komplett zu, aber deshalb ist die Anzahl der Neuinfektionen nunmal trotzdem gestiegen und vorhanden. Es ist eben auch nicht davon auszugehen, dass sich Infektionen einzeln nur auf verschiedene lokale Gebiete verteilen. Deshalb sind es eben Ansteckungen, die meist etwas geballter auftreten werden.
Und nur weil letzten Freitag Feiertag war in der letzten Woche, war ja Samstag nicht gleich auch einer. Von daher ist der kleinere Anstieg von Samstag auf Samstag durchaus auch als einer zu werten.
Verstehe auch in erster Linie grade nicht, wie R durch eine bessere Eingrenzung einer Gruppe von Neuinfektionen, sich in diesem Gebiet positiv beeinflussen lassen würde?
Es gibt es paar große Unterschiede warum so ein regionaler Ausbruch in einer Schlachterei weniger dramatisch ist:
1) Handelt es sich um ein von den Lockerungen unbetroffenen Ausbruch, denn die dortige Arbeit war nie verboten/eingeschränkt. Es ist also keinerlei Indiz dafür, dass man zu viel gelockert hätte, weil sich das Virus z.B. in Geschäften unkontrolliert und nicht nachvollziehbar zwischen Personen verbreitet.
2) Betroffen sind hauptsächlich Gastarbeiter, die vergleichsweise geringen Kontakt zum Rest der Gesellschaft haben. Damit meine ich ausdrücklich NICHT dass es für den einzelnen weniger schlimm wäre, aber die geringe Mobilität dieser Gruppe wird definitiv dafür sorgen, dass es einigermaßen isoliert bleibt.
3) Wurden bzw. werden alle Mitarbeiter des Betriebes getestet, sodass es keine Dunkelziffer gibt. Das führt zum einen dazu, dass die Zahlen im Vergleich höher wirken, zum anderen auch dazu, dass auch alle Fälle ohne Symptome isoliert werden können das das Virus nicht weiterverbreiten.
All das wird dazu führen, dass dieser 180 Personen im Schnitt wohl nicht jeweils 0,8 weitere Personen anstecken sondern eher deutlich weniger.
Ziel der ganzen Maßnahmen ist es ja nicht absolut die geringst mögliche Anzahl an Fällen zu haben, sondern eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. Zu eben jener unkontrollierten Ausbreitung werden diese 180 Fälle wohl kaum beitragen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrWho am 09.05.2020 um 16:52 Uhr bearbeitet
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