BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
29.07.2017 - 14:57 Uhr
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
29.07.2017 - 15:33 Uhr
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Du hast einige interessante Beobachtungen gemacht. Allerdings weichen meine Beobachtungen etwas ab.
Kannst Du vielleicht konkrete Szenen mit Diagonalbällen hinter die Abwehr auf einen AV nennen?
Das war eigentlich ein taktisches Mittel, was ich mir gewünscht hätte, mir aber nicht aufgefallen ist.
Auba hat sich ein bisschen mehr als letzte Saison zurückfallen lassen. Ich hatte das eher als ein "weitere Anspielstation schaffen" empfunden und weniger als ein "Raum öffnen".
Auch halte ich die Rolle des durchstartenden Achter/Zehner eher für einen Sprinter als für Götze oder Kagawa geeignet.
Die drei Mittelfeldspieler agieren aber definitiv offensiver als unter Tuchel.
Das Tauschen der offensiven und defensiven Außen ist bei Schürrle und Zagadou auch mal aufgefallen. Als bewusstes taktisches Mittel habe ich das nicht wahrgenommen. Dembele hatte sich öfters im Halbraum zurückfallen lassen und dann war Piszczek etwas höher positiniert. In dem Moment war Dembele, meiner Meinung nach, eher im ZM unterwegs und nicht auf RV.
Meintest Du solche Szenen oder andere?
Jedenfalls schien mir das schon eine taktische Maßnahme von Bosz zu sein: Der vertikale Pass aus der Abwehr auf Dembele mit anschließender direkter Weiterleitung. Besonders dieses Direktspiel seitens Dembeles gab es letzte Saison wenig, denke ich.
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 29.07.2017 um 15:35 Uhr bearbeitet
29.07.2017 - 15:37 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Wie gesagt, ich meine nicht das normale Hinterlaufen. Sowohl Schürrle als auch Dembele waren in der Ersten ab und zu kurz vor der Mittellinie zu finden, während Zaga und Pische sich am gegnerischen 16er aufhielten.
Natürlich war das nicht häufig der Fall, aber insbesondere wenn sich mit zunehmender Spieldauer die gegnerische Abwehr auf uns einstellt, kann so ein plötzlicher Positionswechsel vielleicht für etwas Verwirrung führen, weil die Zuordnung der Gegner durcheinander gewirbelt wird.
Ich wüsste nicht wieso das im Chaos enden sollte, wenn der LA/RA mit dem LAV/RAV die Position wechselt, dann sind immer noch alle Räume besetzt und es gibt eine vernünftige Absicherung nach hinten.
Und was Schürrle und Zaga angeht, beide sind für mich nicht auf der Außen ideal. Schürrle gehört ins Sturmzentrum, er zieht gegen tiefstehende Gegner sowieso immer von außen in die Mitte und er ist nicht stark genug im Dribbling auf engem Raum. Reus und Pulisic sind einfach besser da. Und Philipp habe ich bei uns da noch nicht gesehen.
Und Zaga ist auch nur eine Notlösung als LAV, er ist nicht explosiv genug nach vorne und nicht wendig genug um mit dem RA des Gegners mitzuhalten. Wir haben halt im Moment keinen guten fitten LAV.
Deshalb denke ich nicht, dass der grundsätzliche taktische Gedanke falsch war, es waren einfach die falschen Spieler dafür.
29.07.2017 - 15:51 Uhr
Zitat von wololo
Wie gesagt, ich meine nicht das normale Hinterlaufen. Sowohl Schürrle als auch Dembele waren in der Ersten ab und zu kurz vor der Mittellinie zu finden, während Zaga und Pische sich am gegnerischen 16er aufhielten.
Natürlich war das nicht häufig der Fall, aber insbesondere wenn sich mit zunehmender Spieldauer die gegnerische Abwehr auf uns einstellt, kann so ein plötzlicher Positionswechsel vielleicht für etwas Verwirrung führen, weil die Zuordnung der Gegner durcheinander gewirbelt wird.
Ich wüsste nicht wieso das im Chaos enden sollte, wenn der LA/RA mit dem LAV/RAV die Position wechselt, dann sind immer noch alle Räume besetzt und es gibt eine vernünftige Absicherung nach hinten.
Und was Schürrle und Zaga angeht, beide sind für mich nicht auf der Außen ideal. Schürrle gehört ins Sturmzentrum, er zieht gegen tiefstehende Gegner sowieso immer von außen in die Mitte und er ist nicht stark genug im Dribbling auf engem Raum. Reus und Pulisic sind einfach besser da. Und Philipp habe ich bei uns da noch nicht gesehen.
Und Zaga ist auch nur eine Notlösung als LAV, er ist nicht explosiv genug nach vorne und nicht wendig genug um mit dem RA des Gegners mitzuhalten. Wir haben halt im Moment keinen guten fitten LAV.
Deshalb denke ich nicht, dass der grundsätzliche taktische Gedanke falsch war, es waren einfach die falschen Spieler dafür.
Zitat von Bremer_Hesse
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Wie gesagt, ich meine nicht das normale Hinterlaufen. Sowohl Schürrle als auch Dembele waren in der Ersten ab und zu kurz vor der Mittellinie zu finden, während Zaga und Pische sich am gegnerischen 16er aufhielten.
Natürlich war das nicht häufig der Fall, aber insbesondere wenn sich mit zunehmender Spieldauer die gegnerische Abwehr auf uns einstellt, kann so ein plötzlicher Positionswechsel vielleicht für etwas Verwirrung führen, weil die Zuordnung der Gegner durcheinander gewirbelt wird.
Ich wüsste nicht wieso das im Chaos enden sollte, wenn der LA/RA mit dem LAV/RAV die Position wechselt, dann sind immer noch alle Räume besetzt und es gibt eine vernünftige Absicherung nach hinten.
Und was Schürrle und Zaga angeht, beide sind für mich nicht auf der Außen ideal. Schürrle gehört ins Sturmzentrum, er zieht gegen tiefstehende Gegner sowieso immer von außen in die Mitte und er ist nicht stark genug im Dribbling auf engem Raum. Reus und Pulisic sind einfach besser da. Und Philipp habe ich bei uns da noch nicht gesehen.
Und Zaga ist auch nur eine Notlösung als LAV, er ist nicht explosiv genug nach vorne und nicht wendig genug um mit dem RA des Gegners mitzuhalten. Wir haben halt im Moment keinen guten fitten LAV.
Deshalb denke ich nicht, dass der grundsätzliche taktische Gedanke falsch war, es waren einfach die falschen Spieler dafür.
Bei den AVs bin ich mir nicht sicher, welche taktischen Anforderungen Bosz an diese stellt. Ich habe bisher nicht den Eindruck, dass die AVs häufig hinterlaufen und für Gefahr im letzten Drittel sorgen sollen.
Mein Eindruck war, dass die AVs eher eine absichernde Rolle einnehmen sollen und dafür auch manchmal in den dünnbesetzten Sechserraum einrücken, wenn der Gegner an den Ball kommt.
Zudem denke ich, wenn ich mir Bosz's Wahl bei Ajax anschaue, dass Bosz auch spielerische Fähigkeiten bei den AVs schätzt. Meiner Meinung nach, wäre das beispielsweise ein wichtiges Element gegen eine Taktik gewesen, wie sie Bochum verfolgte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 29.07.2017 um 15:52 Uhr bearbeitet
29.07.2017 - 16:24 Uhr
Zitat von mba123
Du hast einige interessante Beobachtungen gemacht. Allerdings weichen meine Beobachtungen etwas ab.
Kannst Du vielleicht konkrete Szenen mit Diagonalbällen hinter die Abwehr auf einen AV nennen?
Das war eigentlich ein taktisches Mittel, was ich mir gewünscht hätte, mir aber nicht aufgefallen ist.
Auba hat sich ein bisschen mehr als letzte Saison zurückfallen lassen. Ich hatte das eher als ein "weitere Anspielstation schaffen" empfunden und weniger als ein "Raum öffnen".
Auch halte ich die Rolle des durchstartenden Achter/Zehner eher für einen Sprinter als für Götze oder Kagawa geeignet.
Die drei Mittelfeldspieler agieren aber definitiv offensiver als unter Tuchel.
Das Tauschen der offensiven und defensiven Außen ist bei Schürrle und Zagadou auch mal aufgefallen. Als bewusstes taktisches Mittel habe ich das nicht wahrgenommen. Dembele hatte sich öfters im Halbraum zurückfallen lassen und dann war Piszczek etwas höher positiniert. In dem Moment war Dembele, meiner Meinung nach, eher im ZM unterwegs und nicht auf RV.
Meintest Du solche Szenen oder andere?
Jedenfalls schien mir das schon eine taktische Maßnahme von Bosz zu sein: Der vertikale Pass aus der Abwehr auf Dembele mit anschließender direkter Weiterleitung. Besonders dieses Direktspiel seitens Dembeles gab es letzte Saison wenig, denke ich.
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Du hast einige interessante Beobachtungen gemacht. Allerdings weichen meine Beobachtungen etwas ab.
Kannst Du vielleicht konkrete Szenen mit Diagonalbällen hinter die Abwehr auf einen AV nennen?
Das war eigentlich ein taktisches Mittel, was ich mir gewünscht hätte, mir aber nicht aufgefallen ist.
Auba hat sich ein bisschen mehr als letzte Saison zurückfallen lassen. Ich hatte das eher als ein "weitere Anspielstation schaffen" empfunden und weniger als ein "Raum öffnen".
Auch halte ich die Rolle des durchstartenden Achter/Zehner eher für einen Sprinter als für Götze oder Kagawa geeignet.
Die drei Mittelfeldspieler agieren aber definitiv offensiver als unter Tuchel.
Das Tauschen der offensiven und defensiven Außen ist bei Schürrle und Zagadou auch mal aufgefallen. Als bewusstes taktisches Mittel habe ich das nicht wahrgenommen. Dembele hatte sich öfters im Halbraum zurückfallen lassen und dann war Piszczek etwas höher positiniert. In dem Moment war Dembele, meiner Meinung nach, eher im ZM unterwegs und nicht auf RV.
Meintest Du solche Szenen oder andere?
Jedenfalls schien mir das schon eine taktische Maßnahme von Bosz zu sein: Der vertikale Pass aus der Abwehr auf Dembele mit anschließender direkter Weiterleitung. Besonders dieses Direktspiel seitens Dembeles gab es letzte Saison wenig, denke ich.
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Die Diagonalbälle auf die AV meine ich zweimal spät in der Zweiten gesehen zu haben. Normalerweise gehen die auf Guerreiro oder Schmelzer, aber gestern gingen die halt auf Pische. Es gab sie aber sowohl gegen Urawa als auch gegen AC.
Um als 8er durchzustarten braucht es keinen absoluten Topsprinter. Wenn sich Auba oder auch Dembele zurückfallen lassen, ziehen sie einen Verteidiger wenigstens für ein paar Meter mit und wenn der 8er da rein läuft gibt es direkt eine Lücke. Unsere 8er waren in der ersten sehr beweglich. Insbesondere Götze war praktisch überall unterwegs und Espanyol bekam ihn überhaupt nicht in den Griff. Der Laufweg funktioniert durch das Überraschungsmoment und die fehlende Zuordnung beim Gegner, nicht durch die hohe Geschwindigkeit.
Aus Dembele wird man nie auch nur für eine Minute einen RAV machen, ein RDM ist da schon gut genug. Wichtig war, dass er den Raum besetzt hat. Letzte Saison war Durm zumeist gesetzt, weil er derjenige war, der Ous den Rücken freigehalten hatte. Dass Ous jetzt selber einem AV den Rücken freihält ist schon eine positive Entwicklung.
Ich bin auch kein großer Fan von Fernschüssen, aber wir haben ein paar Spieler in unseren Reihen, die sie sehr gut beherschen- Guerreiro und Sahin z.B. - und wenigstens die sollten auch schießen dürfen. Für alle anderen gilt jedoch lieber zurückspielen.
Was unsere Flanken angeht waren die gestern mit einer Aunsahme alle schlecht. Sogar Dembele scheint es in der Sommerpause verlernt zu haben XD
29.07.2017 - 16:46 Uhr
Zitat von mba123
Bei den AVs bin ich mir nicht sicher, welche taktischen Anforderungen Bosz an diese stellt. Ich habe bisher nicht den Eindruck, dass die AVs häufig hinterlaufen und für Gefahr im letzten Drittel sorgen sollen.
Mein Eindruck war, dass die AVs eher eine absichernde Rolle einnehmen sollen und dafür auch manchmal in den dünnbesetzten Sechserraum einrücken, wenn der Gegner an den Ball kommt.
Zudem denke ich, wenn ich mir Bosz's Wahl bei Ajax anschaue, dass Bosz auch spielerische Fähigkeiten bei den AVs schätzt. Meiner Meinung nach, wäre das beispielsweise ein wichtiges Element gegen eine Taktik gewesen, wie sie Bochum verfolgte.
Zitat von wololo
Wie gesagt, ich meine nicht das normale Hinterlaufen. Sowohl Schürrle als auch Dembele waren in der Ersten ab und zu kurz vor der Mittellinie zu finden, während Zaga und Pische sich am gegnerischen 16er aufhielten.
Natürlich war das nicht häufig der Fall, aber insbesondere wenn sich mit zunehmender Spieldauer die gegnerische Abwehr auf uns einstellt, kann so ein plötzlicher Positionswechsel vielleicht für etwas Verwirrung führen, weil die Zuordnung der Gegner durcheinander gewirbelt wird.
Ich wüsste nicht wieso das im Chaos enden sollte, wenn der LA/RA mit dem LAV/RAV die Position wechselt, dann sind immer noch alle Räume besetzt und es gibt eine vernünftige Absicherung nach hinten.
Und was Schürrle und Zaga angeht, beide sind für mich nicht auf der Außen ideal. Schürrle gehört ins Sturmzentrum, er zieht gegen tiefstehende Gegner sowieso immer von außen in die Mitte und er ist nicht stark genug im Dribbling auf engem Raum. Reus und Pulisic sind einfach besser da. Und Philipp habe ich bei uns da noch nicht gesehen.
Und Zaga ist auch nur eine Notlösung als LAV, er ist nicht explosiv genug nach vorne und nicht wendig genug um mit dem RA des Gegners mitzuhalten. Wir haben halt im Moment keinen guten fitten LAV.
Deshalb denke ich nicht, dass der grundsätzliche taktische Gedanke falsch war, es waren einfach die falschen Spieler dafür.
Zitat von Bremer_Hesse
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Zitat von wololo
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke gestern hat zum ersten Mal Anhaltspunkte gegeben, wie unser Offensivspiel in der kommenden Saison aussehen wird und auch wo die Probleme liegen werden. Espanyol war auch der perfekte Gegner, weil zwölf Clubs in der Liga sicherlich mit dem gleichen Ansatz gegen uns spielen werden.
Die übergeordnete Idee ist es den Gegner durch schnelles, aber sicheres Passspiel und unser Gegenpressing vor ihrem Kasten einzuschnüren. Das Problem ist, dass die meisten spielschwächeren Mannschaften uns den Ball überlassen und mit einer disziplinierten Fünferkette gegen uns verteidigen werden. Das macht die Räume eng und führt zu einem statischen Spiel bei uns, weil alle Räume besetzt sind. Dann kommt das ideenlose Ballgeschiebe raus, was wir auch gestern oft sehen mussten.
Bosz ist sich des Problems bewusst und hat sich mehrere Ideen überlegt, die Statik aufzubrechen:
1) Die diagonalen Bälle hinter die Abwehr auf den aufrückenden AV, der in die Mitte klatschen lässt hat er von Tuchel übernommen. Das war letzte Saison einer unserer besten Spielzüge, der zu vielen Chancen geführt hat.
2) Der fallende Auba, der die Räume für die 8er öffnet, ist neu und war gestern mehrfach in der ersten Halbzeit zu sehen. Leider nicht so sehr in der Zweiten. Auba ist nicht mehr der alleinige Zielspieler, sondern wird wahrscheinlich in dieser Saison auch ein paar mehr Vorlagen haben.Insbesondere Götze scheint diese Taktik sehr entgegenzukommen. Er ist oft sehr gut eingestartet und wurde leider öfters entweder übersehen oder der Verteidiger, der den Ball hatte traute sich den langen Ball nicht zu. Ich denke mit Kagawa würde das ebenso gut funktionieren wie mit Götze, Shinji hat auch einen guten Zug zum Tor.
3) Dann die Rochade zwischen LA/RA und den AV ist auch eine neue Option. Mehrfach konnte man gestern sehen, wie kurzzeitig für einen Angriff Schürrle und Dembele mit Zaga und Piszczek die Positionen getauscht hatten. Die offensiven Außen wurden nicht nur überlaufen, sie ließen sich bewusst fallen und sorgten für mehr Raum und eine zusätzliche Absicherung. Leider strahlte keiner der beiden AV genügend Gefahr aus, um die Rochade wirklich nützlich zu machen. Aber sobald Guerreiro wieder fit ist- und wer weiß vielleicht fällt noch ein guter offensiver RAV vom Himmel- könnte das eine sehr effektive Methode sein, um die gegnerische Abwehr durcheinander zu bringen.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ich denke, dass man da noch mal genauer hinschauen muss. Ich fand die AV eher in der GO auf Höhe Sahin. Zagadou hat öfter hinterlaufen (was nun aber nichts Neues ist und quasi von allen offensiven Mannschaften praktiziert wird). Immer, wenn Schürrle den Ball bekam. Dann war es immer gleich. Schürrle gucke in eine andere Richtung und Zagadou bekam den Ball nicht. Er bekam aber auch kaum mal den Ball von Bartra. Bei Pischu war dies natürlich anders, aber jetzt nichts, was irgendwie neu wäre. Was leider gar nicht stattfand und was ich als wesentlich ansehe, wenn ein AV zur Grundlinie oder in den 16er geht, ist die Absicherung durch den AS. Und neben Raphael noch einen weiteren AOV zu fordern, kann doch nur im Chaos enden.
Dass Auba manchmal als falsche 9 agiert hat, ist mir auch aufgefallen.
Wie gesagt, ich meine nicht das normale Hinterlaufen. Sowohl Schürrle als auch Dembele waren in der Ersten ab und zu kurz vor der Mittellinie zu finden, während Zaga und Pische sich am gegnerischen 16er aufhielten.
Natürlich war das nicht häufig der Fall, aber insbesondere wenn sich mit zunehmender Spieldauer die gegnerische Abwehr auf uns einstellt, kann so ein plötzlicher Positionswechsel vielleicht für etwas Verwirrung führen, weil die Zuordnung der Gegner durcheinander gewirbelt wird.
Ich wüsste nicht wieso das im Chaos enden sollte, wenn der LA/RA mit dem LAV/RAV die Position wechselt, dann sind immer noch alle Räume besetzt und es gibt eine vernünftige Absicherung nach hinten.
Und was Schürrle und Zaga angeht, beide sind für mich nicht auf der Außen ideal. Schürrle gehört ins Sturmzentrum, er zieht gegen tiefstehende Gegner sowieso immer von außen in die Mitte und er ist nicht stark genug im Dribbling auf engem Raum. Reus und Pulisic sind einfach besser da. Und Philipp habe ich bei uns da noch nicht gesehen.
Und Zaga ist auch nur eine Notlösung als LAV, er ist nicht explosiv genug nach vorne und nicht wendig genug um mit dem RA des Gegners mitzuhalten. Wir haben halt im Moment keinen guten fitten LAV.
Deshalb denke ich nicht, dass der grundsätzliche taktische Gedanke falsch war, es waren einfach die falschen Spieler dafür.
Bei den AVs bin ich mir nicht sicher, welche taktischen Anforderungen Bosz an diese stellt. Ich habe bisher nicht den Eindruck, dass die AVs häufig hinterlaufen und für Gefahr im letzten Drittel sorgen sollen.
Mein Eindruck war, dass die AVs eher eine absichernde Rolle einnehmen sollen und dafür auch manchmal in den dünnbesetzten Sechserraum einrücken, wenn der Gegner an den Ball kommt.
Zudem denke ich, wenn ich mir Bosz's Wahl bei Ajax anschaue, dass Bosz auch spielerische Fähigkeiten bei den AVs schätzt. Meiner Meinung nach, wäre das beispielsweise ein wichtiges Element gegen eine Taktik gewesen, wie sie Bochum verfolgte.
Also mein Eindruck von der GO der AVs ist auch meist ganz klar auf Höhe von Nuri.
Steht man sehr hoch in der gegnerischen Hälfte und sind die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen gering, sah man das oben beschriebene Element des Hinterlaufens bzw. des phasenweisen Positionstausches, welches ich auch grds gut finde jedoch durch das zur Verfügung stehende Personal mau ausfiel.
Da bleibt nur abzuwarten, das links zumindest einer gesundet, damit wir bald mehr davon sehen.
Also schön herausgestellt die Elemente
Die Rochade und das Hinterlaufen sind aber auch wie richtiger weise erwähnt nicht neu & gab es vorher schon nur aus einer anderen GO heraus, somit nicht in der Dynamik & viel. auch nicht so häufig. Der Mitspielende ST, ist wenn man sich Ajax anschaut auch nix neues, bei uns zwar schon (aber dies hat auch seinen Grund
). Man sah ja gestern auch deutlich dass dies nicht zu Aubas Stärken gehört & wenn ich da an einen haarsträubenden Pass im MF von ihm denke, der zu einem sehr gefährlichen Gegenangriff geführt hat, dann bin ich auch nicht sicher ob uns dieses Element gross weiter hilft.
Summasummarum nicht viel neues aber dynamischer in einer neuen GO verpackt
.
29.07.2017 - 16:57 Uhr
Gestern konnte man zumindest in der ersten Hälfte sehen, dass im Bereich Seitenlinie-Mittellinie sehr oft Dreiecke gebildet worden sind, die jedoch in noch nicht effektiv genutzt werden konnten, um die erste Reihe des Gegner zu überspielen, stattdessen hing man an der jeweiligen Stelle fest und musste wieder zurück spielen.
Weiterhin war ziemlich offensichtlich, dass das Hauptaugenmerk auf dem Pressing lag, da fand ich allerdings, dass man in vielen Fällen zu ungeordnet agierte, das sah teilweise sehr nach F-Jugend aus, wo alle einfach dem Ball nachlaufen. Es muss nicht sein, dass gleich vier Leute auf denn Ballführenden gehen.
Was mir insgesamt fehlt ist das AV-OA-Spiel. Klar, mit Zagadou auf links ist das nur bedingt möglich, da er entweder den Pass nicht an den Mann bekommen hat, oder eben nicht schnell genug nach vorne kommt. Auf rechts war das Problem eher bei Dembele, der einfach zu verspielt ist und diese Kombinationen garnicht erst eingeht und stattdessen lieber selber loszieht. Da verschenkt man unglaublich viel Offensivpotential, wenn das nicht miteinbezogen wird.
Weiterhin war ziemlich offensichtlich, dass das Hauptaugenmerk auf dem Pressing lag, da fand ich allerdings, dass man in vielen Fällen zu ungeordnet agierte, das sah teilweise sehr nach F-Jugend aus, wo alle einfach dem Ball nachlaufen. Es muss nicht sein, dass gleich vier Leute auf denn Ballführenden gehen.
Was mir insgesamt fehlt ist das AV-OA-Spiel. Klar, mit Zagadou auf links ist das nur bedingt möglich, da er entweder den Pass nicht an den Mann bekommen hat, oder eben nicht schnell genug nach vorne kommt. Auf rechts war das Problem eher bei Dembele, der einfach zu verspielt ist und diese Kombinationen garnicht erst eingeht und stattdessen lieber selber loszieht. Da verschenkt man unglaublich viel Offensivpotential, wenn das nicht miteinbezogen wird.
29.07.2017 - 17:20 Uhr
Zitat von wololo
Ich bin auch kein großer Fan von Fernschüssen, aber wir haben ein paar Spieler in unseren Reihen, die sie sehr gut beherschen- Guerreiro und Sahin z.B. - und wenigstens die sollten auch schießen dürfen. Für alle anderen gilt jedoch lieber zurückspielen.
Zitat von mba123
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Zitat von wololo
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Ich bin auch kein großer Fan von Fernschüssen, aber wir haben ein paar Spieler in unseren Reihen, die sie sehr gut beherschen- Guerreiro und Sahin z.B. - und wenigstens die sollten auch schießen dürfen. Für alle anderen gilt jedoch lieber zurückspielen.
Fernschschüsse sind ein super Mittel um die Statik aufzubrechen SOFERN man keine Himmelweiten Fahrkarten schießt UND diese so schießen kann, das der TW sie nicht festhalten kann.
Die Abklatscher wären für unsere nachrückenden Off. Gold wert.
Ob wir aber jmnd im Kader haben der das als Aussen kann (oder zumindest Mai das Tor im Ansatz trifft) kann jeder für sich selbst beurteilen
29.07.2017 - 17:20 Uhr
Zitat von wololo
Ich bin auch kein großer Fan von Fernschüssen, aber wir haben ein paar Spieler in unseren Reihen, die sie sehr gut beherschen- Guerreiro und Sahin z.B. - und wenigstens die sollten auch schießen dürfen. Für alle anderen gilt jedoch lieber zurückspielen.
Zitat von mba123
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Zitat von wololo
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
4) Schüsse von außerhalb des 16ers sind nicht mehr verpönt, sondern sind scheinbar erwünscht. In der Vorbereitung haben wir bislang mehr Fernschüsse und bald gefühlt fast so viele Fernschusstore gesehen, wie in der gesamten letzten Saison. Leider waren die meisten eher von der Kategorie harmlos. Aber auch wenn es Fehlschüsse sind, wird dadurch die Statik des Spiels aufgebrochen, und man kann den Gegner wieder durch den eigenen Abstoß rauslocken.
Ein Zuwachs an Fernschüssen ist mir auch aufgefallen. Ich denke, das liegt auch an den vielen Flanken, die vom Gegner nur rausgeköpft werden können.
Ein Fan von Fernschüssen bin ich aber nicht. Die Torquote ist dabei zu gering.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass kaum besondere, taktische Mittel im letzten Drittel zum Einsatz kamen. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. In der Vergangenheit spielten dabei unter Bosz wohl immer die 8er/10er eine entscheidende Rolle und Du hast ja auch schon entsprechende Beobachtungen gemacht.
Eine Prognose, die ich aufgrund der bisherigen Eindrücke abgeben würde, ist, dass wir deutlich mehr Schüsse für ein Tor benötigen werden. Die herausgespielten Tore, bei denen nur noch nach einem Querpass im Sechzehner eingeschoben werden muss, erwarte ich seltener. Das sagt allerdings noch nichts über die Qualität unserer Offensive aus, sondern nur über die Spielweise.
Ich bin auch kein großer Fan von Fernschüssen, aber wir haben ein paar Spieler in unseren Reihen, die sie sehr gut beherschen- Guerreiro und Sahin z.B. - und wenigstens die sollten auch schießen dürfen. Für alle anderen gilt jedoch lieber zurückspielen.
Fernschschüsse sind ein super Mittel um die Statik aufzubrechen SOFERN man keine Himmelweiten Fahrkarten schießt UND diese so schießen kann, das der TW sie nicht festhalten kann.
Die Abklatscher wären für unsere nachrückenden Off. Gold wert.
Ob wir aber jmnd im Kader haben der das als Aussen kann (oder zumindest Mai das Tor im Ansatz trifft) kann jeder für sich selbst beurteilen
29.07.2017 - 17:21 Uhr
Zitat von Dotz86
Gestern konnte man zumindest in der ersten Hälfte sehen, dass im Bereich Seitenlinie-Mittellinie sehr oft Dreiecke gebildet worden sind, die jedoch in noch nicht effektiv genutzt werden konnten, um die erste Reihe des Gegner zu überspielen, stattdessen hing man an der jeweiligen Stelle fest und musste wieder zurück spielen.
Weiterhin war ziemlich offensichtlich, dass das Hauptaugenmerk auf dem Pressing lag, da fand ich allerdings, dass man in vielen Fällen zu ungeordnet agierte, das sah teilweise sehr nach F-Jugend aus, wo alle einfach dem Ball nachlaufen. Es muss nicht sein, dass gleich vier Leute auf denn Ballführenden gehen.
Was mir insgesamt fehlt ist das AV-OA-Spiel. Klar, mit Zagadou auf links ist das nur bedingt möglich, da er entweder den Pass nicht an den Mann bekommen hat, oder eben nicht schnell genug nach vorne kommt. Auf rechts war das Problem eher bei Dembele, der einfach zu verspielt ist und diese Kombinationen garnicht erst eingeht und stattdessen lieber selber loszieht. Da verschenkt man unglaublich viel Offensivpotential, wenn das nicht miteinbezogen wird.
Gestern konnte man zumindest in der ersten Hälfte sehen, dass im Bereich Seitenlinie-Mittellinie sehr oft Dreiecke gebildet worden sind, die jedoch in noch nicht effektiv genutzt werden konnten, um die erste Reihe des Gegner zu überspielen, stattdessen hing man an der jeweiligen Stelle fest und musste wieder zurück spielen.
Weiterhin war ziemlich offensichtlich, dass das Hauptaugenmerk auf dem Pressing lag, da fand ich allerdings, dass man in vielen Fällen zu ungeordnet agierte, das sah teilweise sehr nach F-Jugend aus, wo alle einfach dem Ball nachlaufen. Es muss nicht sein, dass gleich vier Leute auf denn Ballführenden gehen.
Was mir insgesamt fehlt ist das AV-OA-Spiel. Klar, mit Zagadou auf links ist das nur bedingt möglich, da er entweder den Pass nicht an den Mann bekommen hat, oder eben nicht schnell genug nach vorne kommt. Auf rechts war das Problem eher bei Dembele, der einfach zu verspielt ist und diese Kombinationen garnicht erst eingeht und stattdessen lieber selber loszieht. Da verschenkt man unglaublich viel Offensivpotential, wenn das nicht miteinbezogen wird.
Dembele wird sicherlich schnell lernen, dies umzusetzen.Er kann es auch. Auf der rechten Seite sehe ich deshalb keine so großen Probleme. Dennoch sollte man rechts schon eher über die individuelle Klasse von Dembele kommen, da dasvorhandene Spielermaterial mit Pischu/Passlack nicht optimal ist.
Alles andere hast du ja erläutert. Sobald schon nur einer aus Schmelle, Guerreiro zurück ist und links Pulisic/Reus aufläuft wird es im Zusammenspiel mit Götze als LZM deutlich besser ausschauen. Alles Spieler, die stark kombinieren können. Momentan geht es uns mit Schürrle und Zagadou ab.
Über die rechte Seite könnte man schließlich eher mit individuell starken Spielern wie Dembele/Mor kommen und links mit kombinationsstarken Spielern wie Reus und Pulisic, da das Material für Kombinationsfußball auf dieser Seite vorhanden ist (Schmelle, Guerrreiro, Götze/Kagawa(LZM), Reus, Pulisic).
So hätte man zumindest zwei Komponenten abgedeckt und unser Offensivspiel wäre nicht zu eindimensional.
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