Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner

BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#9851
15.01.2024 - 14:45 Uhr
Kurze Zusammenfassung: Für alle, die genau wie ich ungern Insider-Informationen Glauben schenken, ist der Beitrag nicht lesenswert. Es geht um einen zukünftigen Stadionneubau.

Ich möchte mich eigentlich nicht an Spekulationen beteiligen und weiß, dass etwaige (Insider-)Aussagen hier ungern gesehen werden. Dennoch möchte ich insbesondere einen User hier, der sich umfassend mit der finanziellen Situation des Vereins befasst hat - ich meine insbesondere mit der Aktie - zu Details befragen.

Alles ohne Gewähr, jedoch habe ich mich in meiner rund 10-jährigen Zugehörigkeit hier im Forum selten zu Themen geäußert. Ich muss leider zum Schutz meiner Quellen und den jeweiligen Unternehmen vage bleiben, damit die Aussagen mir nicht auf die Füße fallen.

Es geht um das Thema Stadionneubau.

Vor rund einem Jahr ist aufgrund meiner unternehmerischen Verflechtung im Raum dortmund die Information an mich herangetragen worden, dass der BVB bereits über die letzten Jahre hinweg das Grundstück für einen etwaigen Neubau über ein drittes Unternehmen erworben. Sowohl vom einem Verkäufer eines Teil des Grundstücks, als auch von einem Käufer eines umliegenden Grundstücks zu Spekulationszwecken - und letztlich aus Kreisen der Stadt, welche Verdacht geschöpft hat - wurden mir entsprechende Informationen unabhängig voneinander - denn die Personen kennen sich mWn nicht - bestätigt.

Die Stadt hat sich in Gesprächen in den letzten Jahren angeblich mehrfach gegen einen Neubau gestemmt und durch den Verkauf und der Umstrukturierung des ehemaligen Hösch-Geländes dem BVB einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dies hat sich bei einem weiteren Grundstück schon angedeutet.

Nun wurden die entsprechenden Grundstücke über ein drittes Unternehmen - böse gesagt eine Strohfirma, welche jedoch weder mittelbar, noch unmittelbar dem BVB angehört - frühzeitig erworben, um eines der letzten geeigneten Grundstücke zu sichern. Wie man hört stellt sich beim BVB auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Stadt ein, da diese keine Kompromissbereitschaft zeigt.

Meinen Quellen zufolge ist der Horizont für den Stadionneubau früher als zuletzt spekuliert. Da mir diese Information jedoch nur von einer Partei offenbart wurde, würde ich diesen Horizont nur ungern genau benennen. Wir reden aber nicht über die immer wieder spekulierten 30-40 Jahre sondern deutlich weniger.

Details zum etwaigen Stadion habe ich überhaupt keine. Eine der Parteien hat durch den guten Draht zum Verein jedoch angeführt, dass das Westfalenstadion in dieser Form durch immer steigende Instandhaltungskosten und ein unterdurchschnittliches Hospitality-Angebot als ,,Hemmschuh“ für die Entwicklung gesehen wird.

—-
Ich möchte noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass ich den Aussagen großen Glauben schenke, weil hier spekulativ schon viel Geld in die Planung des Umfelds eingeflossen ist. Trotzdem weiß ich, dass es Informationen sind, die schwer bis überhaupt nicht verifizierbar sind.

Da ich mich weder mit der Bilanz des BVB in den letzten Jahren befasst habe, noch das Investitionsvolumen für das vollständige Grundstück kenne - nur eine vage Hochrechnung anhand des Verkaufspreises eines Teilstücks - wäre meine Frage an besser informierte Foristen, ob es etwaige Posten in der Bilanz gibt, die dahingehend ins Auge stechen. Ich weiß ebenfalls nicht, ob es ggf. nur schuldrechtliche Verpflichtungen für einen späteren Weiterverkauf gibt, oder das Geld bereits über etwaige Zahlungen geflossen ist. Ich schätze die Kosten des Grundstücks, aufgrund der Lage und der derzeitigen Nutzung im Bebauungsplan - im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich ein - ohne etwaige Provision für den Zwischenkäufer.

Mehr Informationen habe ich derzeit nicht, da sich seit ein paar Monaten nichts mehr getan hat und ich beruflich viel im Ausland unterwegs war. Ich werde entsprechende Informationen, soweit sie Argumente stärken oder Schwächen - oder nur verändern - weiterleiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Showen am 15.01.2024 um 14:51 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9852
15.01.2024 - 17:29 Uhr
Zitat von Showen

Kurze Zusammenfassung: Für alle, die genau wie ich ungern Insider-Informationen Glauben schenken, ist der Beitrag nicht lesenswert. Es geht um einen zukünftigen Stadionneubau.

Ich möchte mich eigentlich nicht an Spekulationen beteiligen und weiß, dass etwaige (Insider-)Aussagen hier ungern gesehen werden. Dennoch möchte ich insbesondere einen User hier, der sich umfassend mit der finanziellen Situation des Vereins befasst hat - ich meine insbesondere mit der Aktie - zu Details befragen.

Alles ohne Gewähr, jedoch habe ich mich in meiner rund 10-jährigen Zugehörigkeit hier im Forum selten zu Themen geäußert. Ich muss leider zum Schutz meiner Quellen und den jeweiligen Unternehmen vage bleiben, damit die Aussagen mir nicht auf die Füße fallen.

Es geht um das Thema Stadionneubau.

Vor rund einem Jahr ist aufgrund meiner unternehmerischen Verflechtung im Raum dortmund die Information an mich herangetragen worden, dass der BVB bereits über die letzten Jahre hinweg das Grundstück für einen etwaigen Neubau über ein drittes Unternehmen erworben. Sowohl vom einem Verkäufer eines Teil des Grundstücks, als auch von einem Käufer eines umliegenden Grundstücks zu Spekulationszwecken - und letztlich aus Kreisen der Stadt, welche Verdacht geschöpft hat - wurden mir entsprechende Informationen unabhängig voneinander - denn die Personen kennen sich mWn nicht - bestätigt.

Die Stadt hat sich in Gesprächen in den letzten Jahren angeblich mehrfach gegen einen Neubau gestemmt und durch den Verkauf und der Umstrukturierung des ehemaligen Hösch-Geländes dem BVB einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dies hat sich bei einem weiteren Grundstück schon angedeutet.

Nun wurden die entsprechenden Grundstücke über ein drittes Unternehmen - böse gesagt eine Strohfirma, welche jedoch weder mittelbar, noch unmittelbar dem BVB angehört - frühzeitig erworben, um eines der letzten geeigneten Grundstücke zu sichern. Wie man hört stellt sich beim BVB auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Stadt ein, da diese keine Kompromissbereitschaft zeigt.

Meinen Quellen zufolge ist der Horizont für den Stadionneubau früher als zuletzt spekuliert. Da mir diese Information jedoch nur von einer Partei offenbart wurde, würde ich diesen Horizont nur ungern genau benennen. Wir reden aber nicht über die immer wieder spekulierten 30-40 Jahre sondern deutlich weniger.

Details zum etwaigen Stadion habe ich überhaupt keine. Eine der Parteien hat durch den guten Draht zum Verein jedoch angeführt, dass das Westfalenstadion in dieser Form durch immer steigende Instandhaltungskosten und ein unterdurchschnittliches Hospitality-Angebot als ,,Hemmschuh“ für die Entwicklung gesehen wird.

—-
Ich möchte noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass ich den Aussagen großen Glauben schenke, weil hier spekulativ schon viel Geld in die Planung des Umfelds eingeflossen ist. Trotzdem weiß ich, dass es Informationen sind, die schwer bis überhaupt nicht verifizierbar sind.

Da ich mich weder mit der Bilanz des BVB in den letzten Jahren befasst habe, noch das Investitionsvolumen für das vollständige Grundstück kenne - nur eine vage Hochrechnung anhand des Verkaufspreises eines Teilstücks - wäre meine Frage an besser informierte Foristen, ob es etwaige Posten in der Bilanz gibt, die dahingehend ins Auge stechen. Ich weiß ebenfalls nicht, ob es ggf. nur schuldrechtliche Verpflichtungen für einen späteren Weiterverkauf gibt, oder das Geld bereits über etwaige Zahlungen geflossen ist. Ich schätze die Kosten des Grundstücks, aufgrund der Lage und der derzeitigen Nutzung im Bebauungsplan - im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich ein - ohne etwaige Provision für den Zwischenkäufer.

Mehr Informationen habe ich derzeit nicht, da sich seit ein paar Monaten nichts mehr getan hat und ich beruflich viel im Ausland unterwegs war. Ich werde entsprechende Informationen, soweit sie Argumente stärken oder Schwächen - oder nur verändern - weiterleiten.


Der BVB hat ehrlich gesagt kaum Wachstumschancen.

Da sollte jedem klar sein, dass ein Stadion, das 1974 fertiggestellt wurde, so langsam nicht mehr tragbar ist.
Du sagst es selber. Das Geld, das man permanent in die Instandhaltung gibt, kann man auch besser investieren.
Man hat mit allem drum und dran ca 30.000 Stehplätze, die wirtschaftlich nicht rentabel sind und hohe Logen Einnahmen verhindern.

Dieses Stadion genügt zudem den UEFA Regularien für Endspiele auf höchstem Niveau nicht.
Das Stadion bietet keine Möglichkeit für etwaige Einnahmen wie Konzerte etc.

Das alles sind die Fakten.

Fakt ist aber auch, dass das Stadion ein Alleinstellungsmerkmal ist. Jeder kennt die gelbe Wand und das "schönste Stadion".
Sowas ist nicht reproduzierbar.

Und machst du aus der Süd vielleicht die Hälfte, um Logen zu bauen und mehr teure Sitzplätze zu bauen, leidet die Stimmung.

Ich will nicht der Verantwortliche sein, der diese Entscheidung durchdrücken muss.
Es ist aber nur eine Frage der Zeit.
Wenn man sich die modernen Stadien von Real, Tottenham usw ansieht...

Deutschland hat sich grundsätzlich lange darauf ausgeruht, die modernsten Stadien zu haben.
Aber auch die Veltins Arena oder die Allianz Arena können mit den multifunktionalen Arenen nicht mehr mithalten.

•     •     •

When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVB 09 am 15.01.2024 um 17:36 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9853
15.01.2024 - 18:15 Uhr
Zitat von BVB 09

Wenn man sich die modernen Stadien von Real, Tottenham usw ansieht...

Deutschland hat sich grundsätzlich lange darauf ausgeruht, die modernsten Stadien zu haben.
Aber auch die Veltins Arena oder die Allianz Arena können mit den multifunktionalen Arenen nicht mehr mithalten.


Real, Barca, die Mailänder Clubs… das sind doch die Vereine die sich Jahrzehnte auf dem Status ausgeruht haben. Nicht die Deutschen Clubs und auch nicht der BVB. Das Westfalenstadion wurde zwar 1974 erbaut, allerdings wurde es zwischen den 90ern und 00ern so stark umgebaut sowie renoviert, und auch in den letzten 10 Jahren… da kann man nicht sagen, man hätte sich auf etwas ausgeruht. Klar, finanziell würde ein neues Stadion mehr einnehmen, aber auch mehr Kosten… da wird dann die nächsten Jahrzehnte, der Mehrertrag wohl locker durch Zinsen egalisiert.

Estadio Santiago Bernabéu - Baujahr 1947
Camp Nou - Baujahr 1957
White Hart Lane - Baujahr 1899
Giuseppe-Meazza-Stadion - Baujahr 1926


Und die andere Frage wäre, wer soll das bezahlen?
Eine moderne Arena, die dem Umfang und dem Anspruch des BVB entspricht, würde wohl eher mehr als eine Milliarde kosten. New White Hart Lane, hat 1 Mrd. gekostet mit knapp 60.000 Zuschauern. Dann würde ich gerne mal die Rechnung sehen, wie man hier mit „plus“ aus der Geschichte rauskommen möchte. Ich denke, das wird schwierig zumal unser Stadion keine 125 Jahre alt ist.
Bekommt man dann die Infrastruktur wie München praktisch geschenkt? Aktuell ist man bestens angebunden, an mehrere Autobahnen, U-Bahn, Zug, Schnellstraße… herzlichen Glückwunsch, wenn man das nur ansatzweise bei einen neuen Stadion benötigt.

Mal davon ab, wie du selbst geschrieben hast… wie will man den Fans, den Verlust der Gelben Wand erklären, sowie die dann erhöhten Kartenpreise? Ich bin für neues offen, aber meine Vorstellungskraft ist hier am Ende, wie man das auf diesen vielen Ebenen bewerkstelligen will.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#9854
15.01.2024 - 18:22 Uhr
Ob dieses Gelände nicht für eine Handball-Arena geplant war/ist?

Ein neues Stadion ist heute NIEMANDEN – ausser ein paar Phantasten – darstellbar. Bei den Zinsen und Baumaterialkosten uvam. Das geht in China, bei Putin und bei den Scheichs. Sonst kaum mehr auf der Welt.

•     •     •

Nichts war früher besser.
Aber es gab Dinge, die waren früher einfach gut.
Und das wären sie auch heute noch. Wenn man die Finger davon gelassen hätte.
© J. Malmsheimer
BVB - Finanzen |#9855
15.01.2024 - 20:14 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von BVB 09


Wenn man sich die modernen Stadien von Real, Tottenham usw ansieht...

Deutschland hat sich grundsätzlich lange darauf ausgeruht, die modernsten Stadien zu haben.
Aber auch die Veltins Arena oder die Allianz Arena können mit den multifunktionalen Arenen nicht mehr mithalten.


Real, Barca, die Mailänder Clubs… das sind doch die Vereine die sich Jahrzehnte auf dem Status ausgeruht haben. Nicht die Deutschen Clubs und auch nicht der BVB. Das Westfalenstadion wurde zwar 1974 erbaut, allerdings wurde es zwischen den 90ern und 00ern so stark umgebaut sowie renoviert, und auch in den letzten 10 Jahren… da kann man nicht sagen, man hätte sich auf etwas ausgeruht. Klar, finanziell würde ein neues Stadion mehr einnehmen, aber auch mehr Kosten… da wird dann die nächsten Jahrzehnte, der Mehrertrag wohl locker durch Zinsen egalisiert.

Estadio Santiago Bernabéu - Baujahr 1947
Camp Nou - Baujahr 1957
White Hart Lane - Baujahr 1899
Giuseppe-Meazza-Stadion - Baujahr 1926


Und die andere Frage wäre, wer soll das bezahlen?
Eine moderne Arena, die dem Umfang und dem Anspruch des BVB entspricht, würde wohl eher mehr als eine Milliarde kosten. New White Hart Lane, hat 1 Mrd. gekostet mit knapp 60.000 Zuschauern. Dann würde ich gerne mal die Rechnung sehen, wie man hier mit „plus“ aus der Geschichte rauskommen möchte. Ich denke, das wird schwierig zumal unser Stadion keine 125 Jahre alt ist.
Bekommt man dann die Infrastruktur wie München praktisch geschenkt? Aktuell ist man bestens angebunden, an mehrere Autobahnen, U-Bahn, Zug, Schnellstraße… herzlichen Glückwunsch, wenn man das nur ansatzweise bei einen neuen Stadion benötigt.

Mal davon ab, wie du selbst geschrieben hast… wie will man den Fans, den Verlust der Gelben Wand erklären, sowie die dann erhöhten Kartenpreise? Ich bin für neues offen, aber meine Vorstellungskraft ist hier am Ende, wie man das auf diesen vielen Ebenen bewerkstelligen will.


Wie hat man den Fans in den 70ern erklärt, dass ein neues Stadion her muss?

Wie will man das bezahlen? Natürlich nicht in bar. Aber es fließen schon so jedes Jahr gewisse Beträge in die Instandhaltung.
Ist wie die Frage, wie ein Mieter sich ein Eigenheim leisten will.

Ganz einfach. Das Geld, das ich in Miete investiere, zahle ich jetzt halt für einen Kredit, der mir das Haus bezahlt
Bei uns ist es halt das Geld, das wir sonst in die Instandhaltung geben.

Außerdem wird ein schönes neues Stadion vielleicht noch mehr Geld für Namensrechte geben.
Zukünftig werden außerdem Events stattfinden, die zusätzliches Geld bringen. Mehr Logen bringen zusätzliches Geld usw.

Das ist schon möglich

•     •     •

When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.
BVB - Finanzen |#9856
15.01.2024 - 21:55 Uhr
Zitat von BVB 09

Wie hat man den Fans in den 70ern erklärt, dass ein neues Stadion her muss?


Gab es da schon die Weltberühmte „gelbe Wand“… fast 30.000 Stehplätze für die „echten Fans“ zum vergünstigten Preis? Dieses Stadion ist legendär und in vielen Belangen einzigartig, Kulturgut und es ist kein Vergleich zu der Situation in den 70ern.

Zitat von BVB 09

Wie will man das bezahlen? Natürlich nicht in bar. Aber es fließen schon so jedes Jahr gewisse Beträge in die Instandhaltung.
Ist wie die Frage, wie ein Mieter sich ein Eigenheim leisten will.


Nicht wirklich. Wenn du diesen Thread schon länger verfolgst, müsste dir auffallen… das unser Kaderetat recht hoch ist. Aktuell benötigt man Transfereinnahmen, um Neuverpflichtungen zu tätigen und um die Personalkosten zu stemmen. Das wird vielleicht in paar Jahren anders sein (durch CL-Reform etc. gehen wir mal vom positiven Fall aus)… dann würde man vielleicht paar Mio in der Instandhaltung sparen, paar Mio mehr für den Stadionnamen erhalten und vielleicht durch erhöhte Ticketeinnahmen den Umsatz leicht erhöhen. Gleichzeitig muss man Zinsen für vermutlich >1Mrd zahlen und natürlich auch tilgen. Die netten Einspareffekte wären damit zumindest weg, und wieviel man dann in den Kader investieren kann, oder ob man dann hier sogar weiterhin kleinere Brötchen backen muss, ist fraglich.

Zitat von BVB 09

Ganz einfach. Das Geld, das ich in Miete investiere, zahle ich jetzt halt für einen Kredit, der mir das Haus bezahlt
Bei uns ist es halt das Geld, das wir sonst in die Instandhaltung geben.


Wieviel zahlen wir für die Instandhaltung und wieviel würde uns ein 1,5 Mrd. Kredit kosten?
Entweder ich irre mich komplett, oder es wird bei weitem nicht „das gleiche Geld“ sein.

Zitat von BVB 09

Außerdem wird ein schönes neues Stadion vielleicht noch mehr Geld für Namensrechte geben.
Zukünftig werden außerdem Events stattfinden, die zusätzliches Geld bringen. Mehr Logen bringen zusätzliches Geld usw.

Das ist schon möglich


Das sind Peanuts. Solange die Baukosten so hoch sind und evtl. sogar steigen und Geld selbst so teuer ist, macht es mMn finanziell keinen Sinn. Wenn man keine Subventionen für die Infrastruktur bekommt, hast du nicht nur ein überteuertes Stadion ohne Charakter und Identität, sondern dann steht es noch irgendwo in der „Pampa“ und ist schwieriger zu erreichen… fügt sich also schön in die Neumodischen-Plastik-Arenen.

1 Mrd geliehen, bei 5% Zinsen kostet dich auf 30 Jahre fast eine weitere Milliarde. Nur so nebenbei.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#9857
15.01.2024 - 23:04 Uhr
Als Unternehmen bzw. Verein macht es schon Sinn langfristig zu denken und sich die Option freihalten neubauen zu können.
Ging ja auch nie darum in den nächsten 3 Jahren neu zu bauen.
BVB - Finanzen |#9858
15.01.2024 - 23:32 Uhr
Wenn Deutschland auf langfristige Sicht mal wieder eine WM ausrichtet, ist es vorstellbar, dass man diese Gelegenheit nutzt und öffentliche Gelder in Anspruch nimmt um Pläne eines Stadionneubaus voranzutreiben, im Endeffekt wären die Arenen auf Schalke und auch das Schlauchboot in München ohne die WM 2006 nicht so schnell hochgezogen worden, die ja ab 1998 inoffiziell, ab 2000 dann auch offiziell an Deutschland vergeben worden war, der Kaiser hatte da alle Rädchen ordentlich geölt. Da das für Deutschland aber wahrscheinlich frühestens in den 40er/50ern dieses Jahrhunderts relevant wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass man innerhalb der nächsten 15 Jahre offen damit kokettiert.

Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass das aktuelle Stadion bzw. der Grund, worauf dieses steht, natürlich auch seinen gewissen Wert hat. Ist das Westfalenstadion-Grundstück auch im Besitz der BVB GmbH & Co. KGaA?

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 15.01.2024 um 23:34 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9859
15.01.2024 - 23:54 Uhr
Zitat von Borusse91
Wenn Deutschland auf langfristige Sicht mal wieder eine WM ausrichtet, ist es vorstellbar, dass man diese Gelegenheit nutzt und öffentliche Gelder in Anspruch nimmt um Pläne eines Stadionneubaus voranzutreiben, im Endeffekt wären die Arenen auf Schalke und auch das Schlauchboot in München ohne die WM 2006 nicht so schnell hochgezogen worden, die ja ab 1998 inoffiziell, ab 2000 dann auch offiziell an Deutschland vergeben worden war, der Kaiser hatte da alle Rädchen ordentlich geölt. Da das für Deutschland aber wahrscheinlich frühestens in den 40er/50ern dieses Jahrhunderts relevant wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass man innerhalb der nächsten 15 Jahre offen damit kokettiert.

Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass das aktuelle Stadion bzw. der Grund, worauf dieses steht, natürlich auch seinen gewissen Wert hat. Ist das Westfalenstadion-Grundstück auch im Besitz der BVB GmbH & Co. KGaA?


Eine Frage die sich auch stellt ist, wie soll so eine neues Stadion konzepiert werden? Soll es ein primär ein reines Fußballstadion werden oder eine Mehrzweckhalle die unter Umständen auch ein mögliches NFL-Franchise (ja viel Glaskugel) beheimaten könnte. Finanziell wäre das ganze ein absolutes Megaprojekt und ohne zukünftige Mehreinnahmen durch das Stadion nicht umsetzbar.
BVB - Finanzen |#9860
16.01.2024 - 04:07 Uhr
Mich würde mal die Meinung der Finanz-Gurus zu folgender, natürlich stark vereinfachter Rechnung, interessieren:

Folgende Gehälter lassen sich bei TM für die entsprechend Spieler finden:

Reyna 3 Mio
Özcan 4,5 Mio
Wolf 5 Mio
Malen 6 Mio
Reus 7 Mio
Meunier 8 Mio
Morey 2 Mio

Ges.: 35,5 Mio

Ich halte diese Spieler für Wechsel-Kandidaten im Sommer und rechne dem entsprechend damit, dass diese Summe frei wird und wieder in den Kader investiert werden kann. Meines Wissens nach belastet auch ein Schulz dieses Jahr noch das Budget, weil man noch das 5. Vertragsjahr und die Abfindung abbezahlen muss (2+5 = 7 Mio) . Zudem wird wahrscheinlich auch sowas wie das Handgeld für Meunier jährlich abgeschrieben, was weitere 2-2,5 Mio Ersparnis wären. Aber das Geld lasse ich jetzt mal aus der Rechnung raus.

Auf der anderen Seite lässt sich ja nachlesen, dass die Ablösen für transferierte Spieler über ihre Vertragslaufzeit abgeschrieben werden. Wenn ein Maatsen also für 40 Mio verpflichtet wird und 6 Mio im Jahr verdient, belastet die Personalie das Budget jährlich mit 14 Mio.

Wenn ich mal exemplarisch von folgenden Transfers ausgehe:

Uzun, 10 Mio Ablöse, 3 Mio Gehalt = Jährlich 5,5 Mio
Fresneda, Leihe, 3 Mio Gehalt = 3 Mio jährlich
Mangala 25 Mio Ablöse + 6 Mio Gehalt = 11 Mio Jährlich
Maatsen 40 Mio Ablöse + 6 Mio Gehalt = 14 Mio jährlich

Ges.: 33,5 Mio

...dann wären die Zugänge budgettechnisch abgedeckt, insofern dieses sich nicht verändert, wovon ich der Einfachheit halber ausgehe. Mir ist bewusst, dass das stark vereinfacht ist, aber stimmt das Prinzip?

Weil wenn ja, stellt sich als nächstes die Frage, in welche Rechnung dann die Transfereinnahmen eingehen. Die wären dann ja quasi "on top" vorhanden.

Wenn ich mal von folgenden Abgängen ausgehe:

Coulibaly: 12 Mio
Özcan: 8 Mio
Reyna: 15 Mio
Malen: 25 Mio

Und dann bei Malen und Özcan noch die Restabschreibung der damals gezahlten Ablösen abziehe:

Özcan: 8-2,5 = 5,5 Mio
Malen: 25-12 Mio = 13 Mio

Dann wären doch insgesamt noch 38,5 Mio Einnahmen generiert, welche wiederum investiert werden könnten, weil die vorherigen Ausgaben bereits durch die gesparten Gehälter im Budget ausgeglichen sind. In diesem Szenario könnte man dann doch wiederum von einem Bakayoko oder Summerville träumen. ZUSÄTZLICH, zu Maatsen und Mangala.

Kommt mir aber völlig unrealistisch vor. Deshalb gerne Korrekturen.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.