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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#4581
26.05.2016 - 07:28 Uhr
Zitat von Suker444

Zitat von gelbschreib

Zitat von Suker444


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Hochrechnung 2015/16
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Stadion
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In der Saison 2014/2015 hatten wir laut Bilanz einen Umsatz von Insgesamt 39.942.000,-.
In der Bundesliga waren es 26.857.000,-, dieser dürfte aufgrund der moderaten Preiserhöhung von durchschnittlich 1,6 % auf 27.286.000,- gesteigert werden.

http://www.ruhrnachrichten.de/sport/bvb/Saison-2015-16-BVB-hebt-Dauerkarten-Preise-minimal-an;art11635,2714916

Im DFB-Pokal werden die Einnahmen zwischen den beiden gegeneinander antretenden Vereinen geteilt. Wir hatten im letzten Jahr hier 4.459.000,- an Einnahmen und live in den Stadien laut Kicker 328048 Zuschauer. Dies ergibt einen Gewinn pro Fan im Stadion von 13,59 den wir erhielten. Inklusive des Finales in Berlin haben diese Saison dann live im Stadion 313855 Personen den BVB verfolgt und die würde dann einem Umsatz von 4.265.000,- entsprächen! Eventuelle Preiserhöhungen nicht enthalten.

In der Cl hatten wir einen Umsatz von 7.365.000,- in 4 Heimspielen, macht also ein Umsatz von durchschnittlich von 1.841.250,- pro Spiel. Inklusive der beiden Qualifikationsrunden und den drei Runden bis zum Viertelfinale hatten wir diese Saison international 8 Heimspiele, wobei bei beiden Qualifikationsheimspielen ein Rabatt von 20% gewährt wurde und somit stünden wir bei geschätzten 13.993.500,-.
In der EL bin ich davon ausgegangen das die Heimspiele immer ausverkauft waren, was nicht ganz korrekt ist, allerdings wurde die Preiserhöhung der Tickets, die Tatsache das der Versand ab diesem Jahr mit 6 Euro pro Stück belastet wird nicht berücksichtigt. Alles in allem dürften diese Faktoren wohl eher zur einer weiteren Erhöhung im Gesamtbereich Spielbetrieb führen
Macht summa summarum einen Umsatz von 45.544.250,-

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Werbung
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In Sachen Werbung hatten wir 2014/2015 einen Umsatz von 75.693.000,-.
Im ersten Halbjahr dieser Saison erzielten wir hier 40.005.000,-, dies entspräche aufs Jahr hochgerechnet einer Steigerung auf 80.010.000,-

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Catering
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In Sachen Catering hatten wir 2014/2015 einen Umsatz von 26.583.000,-.
Im ersten Halbjahr dieser Saison erzielten wir hier 13.337.000,-, dies entspräche aufs Jahr hochgerechnet einer Steigerung auf 26.674.000,-

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Merchandising
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In Sachen Merchandising hatten wir 2014/2015 einen Umsatz von 39.270.000,-.
Im ersten Halbjahr dieser Saison erzielten wir hier 24.449.000,-, dies entspräche aufs Jahr hochgerechnet einer Steigerung auf 48.898.000,-

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TV Vermarktung
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In 2014/2015 insgesamt 82.113.000,-. Diese beinhalten auch die Prämien und die Einnahmen aus dem Marktpool der CL und sind somit unsere größte Einnahmequelle in dieser Saison gewesen.

In der Bundesliga kassierten wir hier 43.616.000,-. Laut der Rechnung von Thomas Treß bei der Bilanzpressekonferenz können wir in dieser Saison die Einnahmen um 16,2 Mio steigern und stünden somit bei 59.816.000,-

http://aktie.bvb.de/Services/Bilanz-PK

Im Pokal kamen wir auf 5.971.000,-. Durch die vielen Livespiele und dem Erreichen des Finales schätze ich die Einnahmen auf ca. 6.500.000,-

EL werden die Einnahmen wohl deutlich zurückgegangen sein. Im Jahr 2014/2015 hatten wir hier Umsätze in Höhe von 35.502.000,- (Marktpoolanteil + Prämien).
In diesem Jahr hatten wir an Prämien die Startprämie in höhe von 2,4 Mio, Punktprämien in der Gruppenphase in höhe von 1,2 Mio, sowie 0,75 Mio für das Erreichen des Achtelfinales und 1,0 Mio für das Erreichen des Viertelfinales macht zusammen 5,35 Mio.
Die Marktpooleinnahmen werden hier deutlich geringer sein als im letzten Jahr. In der CL liegt der Marktpool bei ca. 60 Mio die auf 4 Teilnehmer auf deutscher Seite verteilt werden. In der EL werden es wohl eher nur ca. 25% hiervon sein. Also 15 Mio die dann auf ich gehe mal von 3 Vereinen aus, aufgeteilt werden. Da diese Aufteilung von der Platzierung im letzten Jahr und auch von der Anzahl an Spielen in der EL in diesem Jahr abhängig ist werde ich hier von einem Drittel für uns ausgehen. Warum: In der Liga hatten wir die schlechteste Platzierung, dafür gehe ich mal davon aus werden wir am weitesten kommen(dies hat sich ja bewahrheitet). wären also ca 5.000.000,-.
Unser großens Plus wird sein das wir uns in den Qualifikationsrunden selbst vermarkten durften so das wir in diesen Spielen gut und gerne ebenfalls 5 Mio + einnehmen konnten.
Wären somit zusammengefasst 16.850.000,-.

http://fussball-geld.de/praemien-in-der-europa-league-2015-2018/

Insgesamt also in Sachen TV-Vermarktung ein Umsatz von 81.666.000,-

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Transfers
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2014/2015 hatten wir Transfererlöse in höhe von 12.447.000,-. Im ersten Halbjahr dieser Saison standen wir bereits bei 24.672.000,- und waren den Verkäufen von Kampl, Dudziak und Großkreutz, dem im Dezember verkauften Hofmann und der Leihgebühr von Kuba geschuldet. Zusätzlich stehen noch die 11,0 Mio aus dem Immobile verkauf aus, welcher zum 13.01.2016 fällig wird und die KO von Kuba wird vermutlich nicht gezogen, allerdings sollte ein Verkauf ca. 5,0 Mio einbringen. Ohne weiter Abgänge im Sommer stünden wir dann bei Transfererlösen von 40.672.000,- stehen!

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Sonstiges
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Laut Bilanz im letzten Jahr 3.791.000,-
Hier gehe ich davon aus das dieser Betrag im wesentlichen die Abstellung von Nationalspieler darstellt. Da ein Teil der EM noch in diesem Geschäftsjahr sein wird und wir auch in während unsere Asienreise sonstige Einnahmen erzielt haben gehe ich hier von 4.500.000,- aus.
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Fazit: Nach meiner Berechnung ohne weiter Spieler zu verkaufen am Ende des Geschäftsjahres bei einem Konzernumsatz von 329.255.000,- (ohne Transfers 288.583.000)

Da die Zeichen zur Zeit auf einen Abgang von Hummels und Gündogan schließen und man sich im Sommer noch von Spielern mit wenig Einsatzzeiten trennen wird gehen wir mal von Park, Leitner, Subotic und Ramos aus kämen noch ca. 100 Mio an Ablösen hinzu! Dann stünden wir bei einem Konzernumsatz von ca. 430.000.000,-



Ganz interessant der Vergleich zu meinem Post mit den Zahlen aus dem ersten Quartal:

http://www.transfermarkt.de/bvb-finanzen/thread/forum/12/thread_id/804812/page/198#anchor_3045867
Post 3959


Ich würde das hier gerne mal kommentieren, denn ich habe aus langeweile mal selbst die Umsätze der letzten 6 jahre je Quartal zusammengesammelt und analysiert. Wenn ich Zeit habe, poste ich das nochmal genauer, aber zu deinen Schätzungen:

Bei Stadion: deine Schätzung: 45.5 Mio. ca. ich: 47.5 Mio.
Stimme ich zu, ich komme zwar auf 2 Mio. mehr, aber auch nur weil ich für Q4 mal grob dasselbe wie 14/15 unterstellt habe. Ich denke, meine Zahl ist sogar eher zu niedrig gegriffen, aber wir liegen nahe beieinander.

Bei Werbung: deine Schätzung: 80 Mio. ca. ich: 82 Mio.
Im Grunde liegen wir aber beieinander: Ich erwarte ca. 82 Mio. Warum? Bereits zu Q3 lagen wir 5 Mio. über Q1-3 vom Vorjahr, 80 Mio. wären also bereits erreicht, wenn wir in Q4 dasselbe wie vor einem Jahr erlösen Meine höhere Schätzung ergiebt sich daraus, dass ich CL Sponsoringprämien ansetze die letzte Saison nicht gezahlt wurden in Q4. Diese habe ich faktisch mit 2 Mio. Extra beziffert.

Catering etc.: deine Schätzung: 26.7 Mio ich: 28 Mio.
Ich gehe hier davon aus, dass wir dasselber erlösen wie Q4 / 15. Allerdings ohne Indizien dafür zu haben. Ausser dem Indiz, dass Q4 allgemein in dieser Erlöslategorie das stärkste Quartal im jahr ist - und das seit 6 jahren zuverlässig.

Merchandising: deine Schätzung: 49 Mio. ich: 40-41 Mio.
Hier liegen wir erstmal deutlich auseinander. Hauptgrund: Q1 und Q2 sind hier eindeutig stärker als Q3 und Q4 (2015 z.B. 1HJ: 24 Mio., 2HJ: 15.5 Mio., Vorjahre ähnlich ausgeprägt). Lineare extrapolation des 1. HJ erscheint mir daher zu optimistisch. Stattdessen habe ich einfach wieder das VorjahresQuartal eingesetzt und 0.5 Mio. Wahcstum für dieses Quartal unterstellt, was auf Basis Q1-3 mit dem Vorjahr "fair" erscheint.

TV: deine Schätzung: 81.7 Mio. ich: 77 Mio.
Ich bin hier sehr unsicher, muss ich zugeben. Effektiv bin ich davon ausgegangen, dass letztes Jahr und dieses Jar nicht mehr viel an internationalen TV-Geldzahlungen eintrudelt und habe erneut Q4 / 2015 als Schätzwert für Q 4 / 2016 eingesetzt. Ich halte Deine Schätzung auch aus einem anderen Grund für zu hoch: Letztes Jahr hatten wir über Q1-3 ca. 5 Mio. mehr eingenommen als bisher, Deine Schätzung würde also unterstellen, dass wir bis zum Saisonende praktisch fast die kompletten 5 Mio. noch aufholen. Das kann natürlich sein, ich bin da aber nicht von überzeugt.

Ich komme alles in allem nach bisherigen Stand daher auf folgende Prognose (hummels geschätzt mit 35 Mio. sonst aber keine weiteren Transfererlöse in Q4, was natürlich nach gegenwärtigem Stand quatsch ist):
Incl. Transfers: 343 Mio.
Exkl. Transfers: 275 Mio.

Schauma mal. zwinker

edit: Mir ist grade klar geworden, dass ich hier eine Hochrechnung mit Stand Halbjar zitiere, nicht Stand Q1-Q3. Hattest Du das nicht nochmal geupdated? Wäre vielleicht zum vergleichen sinnvoller, habs jetzt aber nicht wiedergefunden.


Hab meine Zahlen auch mal aktualisiert!

Ohne Transfers liegen wir nur knappe 6,5 Mio auseinander, mit Transfers wären es 9,0 Mio (wenn ich Kuba und Gündogan bei mir rausrechne)

Zu deinem Beitrag:

Beim Stadion denke ich werden die Einnahmen wohl etwas höher liegen, allein der Versand der jetzt mit 6 Euro pro Dauerkarte berechnet wurde von mir überhaupt nicht berücksichtigt. Hinzu kommen noch Topspielzuschläge in der EL.

Merchandising habe ich bereits mit den aktuelleren zahlen korrigiert und um 6,5 Mio nach unten angepasst.

In Sachen TV darfst du nicht vergessen das die Auslandsrechte der Bundesliga schon in diesem Jahr ausgeschüttet werden und laut Treß zu einer Erhöhung von 16,2 Mio führen wird (letzte Bilanz-PK), ich denke da wird meine Schätzung ziemlich nah dran sein.

Lassen wir uns überraschen. cool


Jetzt liegen wir überall ziemlich beieinander.
275+ x - ich denke, das wird so die Größenordnung sein, mit der wir einlaufen, ex Transfers. Das ist dann soviel oder sogar mehr als letzte Saison incl. Transfers und dank höherer Championsleague-Prämien. Sehr abgefahren.
Wenn man da an nächste Saison denkt, halte ich aktuell für möglich, dass die 300 Mio. Marke Ex Transfers fällt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von gelbschreib am 26.05.2016 um 07:32 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#4582
26.05.2016 - 10:43 Uhr
Interessante Studie (wertvollste Vereine etc.) von KPMG:

https://www.footballbenchmark.com/documents/files/public/KPMG_Football_Clubs'_Valuation_Report_26_May_2016.pdf
BVB - Finanzen |#4583
27.05.2016 - 13:57 Uhr
In letzter Zeit war ja hier viel das Thema Steuern, Bilanzen und Abschreibungen und dazu hätte ich als Laie noch Fragen. Bitte immer korrigieren, wenn ich schon eine falsche Anfangsaussage habe!

Spielerrechte werden ja über die Vertragszeit abgeschrieben.
1.
Wenn ich 20 Millonen für einen Spieler für vier Jahre bezahle, dann ist ja meine Abschreibung 5 Millionen/Jahr.
D.h., dass ich nach zwei Jahren noch ein Restwert über 10 Millionen habe, wie sieht es hier bei einer Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre aus?
Habe ich dann den Restwert (10 Mio) wieder geteilt durch 4 (neue Vertragslaufzeit, ODER habe ich die nächsten zwei Jahre weiterhin 5 Mio. Abschreibung und danach 0 Euro?
2.
Baut ein wenig auf oben auf, aber könnte man dann nicht auch einfach 2-Jahres Verträge machen, die mit Klauseln (z.b. 1 Minute im 2 Vertragsjahr fürht zu einer Verängerung des Konrakt um weitere 2 Jahre)?
Hätte mMn den Vorteil, dass man in Jahren wie dieses mit riesigen Einnahmen, auch 10 Millionen bei einem 20 Millionen Transfer geltend machen könnte?!
3.
Thema Steuern, wenn wir füür Hummels 38 Mio bekommen und mit Bayern eine Ratenzahlung über 2 Jahre machen, müssen wir dann dieses Jahr trotzdem über die gesamte Summe Steuern zahlen?
Oder werden Forderungen erst besteuert, wenn diese bezahlt wurden?


Wäre sehr freundlich, wenn dises Fragen beantwortet werden könnten!
LG

•     •     •

Contra: R(ed)B(ull) Leipzig, 18,99 Hoffenheim
Pro: 50+1

Fußball ist kein KINDerspiel!

Kein Zwanni für`n Steher

Danke Leonardo für 13 wundervolle Jahre!

Echte Liebe!
BVB - Finanzen |#4584
27.05.2016 - 14:18 Uhr
Zitat von maxborusse
In letzter Zeit war ja hier viel das Thema Steuern, Bilanzen und Abschreibungen und dazu hätte ich als Laie noch Fragen. Bitte immer korrigieren, wenn ich schon eine falsche Anfangsaussage habe!

Spielerrechte werden ja über die Vertragszeit abgeschrieben.
1.
Wenn ich 20 Millonen für einen Spieler für vier Jahre bezahle, dann ist ja meine Abschreibung 5 Millionen/Jahr.
D.h., dass ich nach zwei Jahren noch ein Restwert über 10 Millionen habe, wie sieht es hier bei einer Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre aus?
Habe ich dann den Restwert (10 Mio) wieder geteilt durch 4 (neue Vertragslaufzeit, ODER habe ich die nächsten zwei Jahre weiterhin 5 Mio. Abschreibung und danach 0 Euro?
2.
Baut ein wenig auf oben auf, aber könnte man dann nicht auch einfach 2-Jahres Verträge machen, die mit Klauseln (z.b. 1 Minute im 2 Vertragsjahr fürht zu einer Verängerung des Konrakt um weitere 2 Jahre)?
Hätte mMn den Vorteil, dass man in Jahren wie dieses mit riesigen Einnahmen, auch 10 Millionen bei einem 20 Millionen Transfer geltend machen könnte?!
3.
Thema Steuern, wenn wir füür Hummels 38 Mio bekommen und mit Bayern eine Ratenzahlung über 2 Jahre machen, müssen wir dann dieses Jahr trotzdem über die gesamte Summe Steuern zahlen?
Oder werden Forderungen erst besteuert, wenn diese bezahlt wurden?


Wäre sehr freundlich, wenn dises Fragen beantwortet werden könnten!
LG


1) Ja, soweit ich weiß ja: Wird der Kontrakt um z.B. 3 jahre verlängert, wird der verbleibende Restbuchwert auf diese Jahre verteilt.
2) Verstehe die Frage nicht
3) Einmal zahlt man sowieso nicht für die Ablöse Steuern sondern nur für den Gewinn. Und zweitens gibt es eh noch verlustvorträge, sodass eh nicht der komplette Gewinn versteuert wird. Alles was als fixe Ablöse fest vereinbart ist und nicht von später eintretenden Bedingungen abhängt, ist sofort eine Forderung unsererseits und somit auch für GuV und daher steuerlich prinzipiell relevant, auch wenn die vereinbarte Ablöse als Rate über 10 Jahre gezahlt wird.

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BVB - Finanzen |#4585
27.05.2016 - 14:25 Uhr
Zitat von maxborusse

In letzter Zeit war ja hier viel das Thema Steuern, Bilanzen und Abschreibungen und dazu hätte ich als Laie noch Fragen. Bitte immer korrigieren, wenn ich schon eine falsche Anfangsaussage habe!

Spielerrechte werden ja über die Vertragszeit abgeschrieben.
1.
Wenn ich 20 Millonen für einen Spieler für vier Jahre bezahle, dann ist ja meine Abschreibung 5 Millionen/Jahr.
D.h., dass ich nach zwei Jahren noch ein Restwert über 10 Millionen habe, wie sieht es hier bei einer Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre aus?
Habe ich dann den Restwert (10 Mio) wieder geteilt durch 4 (neue Vertragslaufzeit, ODER habe ich die nächsten zwei Jahre weiterhin 5 Mio. Abschreibung und danach 0 Euro?
2.
Baut ein wenig auf oben auf, aber könnte man dann nicht auch einfach 2-Jahres Verträge machen, die mit Klauseln (z.b. 1 Minute im 2 Vertragsjahr fürht zu einer Verängerung des Konrakt um weitere 2 Jahre)?
Hätte mMn den Vorteil, dass man in Jahren wie dieses mit riesigen Einnahmen, auch 10 Millionen bei einem 20 Millionen Transfer geltend machen könnte?!
3.
Thema Steuern, wenn wir füür Hummels 38 Mio bekommen und mit Bayern eine Ratenzahlung über 2 Jahre machen, müssen wir dann dieses Jahr trotzdem über die gesamte Summe Steuern zahlen?
Oder werden Forderungen erst besteuert, wenn diese bezahlt wurden?


Wäre sehr freundlich, wenn dises Fragen beantwortet werden könnten!
LG


Punkt 3 ist der leichteste, daher dieser zuerst. Wenn wir Hummels verkaufen haben wir eine Forderung gegenüber den Bayern, bis sie diese begleichen. Diese Forderung fällt in voller Höhe in einem Geschäftjahr an, weil wir die Leistung zu 100% erbringen (wir schicken keinen halben Hummels zu den Bayern). Daher sind die 38 Mio. komplett in einer Periode steuerlich relevant. Mit dem Erstellen einer Forderung wird bereits der Umsatz/Ertrag erzielt, nicht mit der Zahlung.

Zum ersten Punkt bezieht sich das EStG afaik auf das HGB, welches im §252 die Bewertungsstetigkeit vorschreibt. Daher dürfte sich auch nach einer VVL die Abschreibunsgdauer nicht ändern. Andernfalls könnte jedes Unternehmen sich jährlich nach belieben den Aufwand schön rechnen um ihre Steuerbelastung zu reduzieren. Bei dem Punkt schwimme ich aber selbst etwas.

Desweiteren muss man sich jetzt nicht irgendwelche Steueroptimierungsmodelle ausdenken, um die Steuerbelastung zu reduzieren. Der Verein hat einerseits Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen um noch mal mehr Aufwand zu genieren (Stichwort Bilanzpolitik) und andererseits haben wir noch so einen Batzen an Verlustvorträgen, die auch dazu führen, dass das zu versteuernde Einkommen sinkt.

Wie gesagt, man zahlt auf einen Einzelvorgang keine Steuern, sondern auf die Gesamtmasse und dieser läuft auch Aufwand gegenüber, der dazu führt, dass das zu versteuernde Einkommen sinkt. Die Hummels Millionen werden uns nicht wehtun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bornius am 27.05.2016 um 14:26 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#4586
27.05.2016 - 14:46 Uhr
Zitat von bornius
Zitat von maxborusse

In letzter Zeit war ja hier viel das Thema Steuern, Bilanzen und Abschreibungen und dazu hätte ich als Laie noch Fragen. Bitte immer korrigieren, wenn ich schon eine falsche Anfangsaussage habe!

Spielerrechte werden ja über die Vertragszeit abgeschrieben.
1.
Wenn ich 20 Millonen für einen Spieler für vier Jahre bezahle, dann ist ja meine Abschreibung 5 Millionen/Jahr.
D.h., dass ich nach zwei Jahren noch ein Restwert über 10 Millionen habe, wie sieht es hier bei einer Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre aus?
Habe ich dann den Restwert (10 Mio) wieder geteilt durch 4 (neue Vertragslaufzeit, ODER habe ich die nächsten zwei Jahre weiterhin 5 Mio. Abschreibung und danach 0 Euro?
2.
Baut ein wenig auf oben auf, aber könnte man dann nicht auch einfach 2-Jahres Verträge machen, die mit Klauseln (z.b. 1 Minute im 2 Vertragsjahr fürht zu einer Verängerung des Konrakt um weitere 2 Jahre)?
Hätte mMn den Vorteil, dass man in Jahren wie dieses mit riesigen Einnahmen, auch 10 Millionen bei einem 20 Millionen Transfer geltend machen könnte?!
3.
Thema Steuern, wenn wir füür Hummels 38 Mio bekommen und mit Bayern eine Ratenzahlung über 2 Jahre machen, müssen wir dann dieses Jahr trotzdem über die gesamte Summe Steuern zahlen?
Oder werden Forderungen erst besteuert, wenn diese bezahlt wurden?


Wäre sehr freundlich, wenn dises Fragen beantwortet werden könnten!
LG


Punkt 3 ist der leichteste, daher dieser zuerst. Wenn wir Hummels verkaufen haben wir eine Forderung gegenüber den Bayern, bis sie diese begleichen. Diese Forderung fällt in voller Höhe in einem Geschäftjahr an, weil wir die Leistung zu 100% erbringen (wir schicken keinen halben Hummels zu den Bayern). Daher sind die 38 Mio. komplett in einer Periode steuerlich relevant. Mit dem Erstellen einer Forderung wird bereits der Umsatz/Ertrag erzielt, nicht mit der Zahlung.

Zum ersten Punkt bezieht sich das EStG afaik auf das HGB, welches im §252 die Bewertungsstetigkeit vorschreibt. Daher dürfte sich auch nach einer VVL die Abschreibunsgdauer nicht ändern. Andernfalls könnte jedes Unternehmen sich jährlich nach belieben den Aufwand schön rechnen um ihre Steuerbelastung zu reduzieren. Bei dem Punkt schwimme ich aber selbst etwas.

Desweiteren muss man sich jetzt nicht irgendwelche Steueroptimierungsmodelle ausdenken, um die Steuerbelastung zu reduzieren. Der Verein hat einerseits Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen um noch mal mehr Aufwand zu genieren (Stichwort Bilanzpolitik) und andererseits haben wir noch so einen Batzen an Verlustvorträgen, die auch dazu führen, dass das zu versteuernde Einkommen sinkt.

Wie gesagt, man zahlt auf einen Einzelvorgang keine Steuern, sondern auf die Gesamtmasse und dieser läuft auch Aufwand gegenüber, der dazu führt, dass das zu versteuernde Einkommen sinkt. Die Hummels Millionen werden uns nicht wehtun.

Zu 2. ist vielleicht noch zu sagen, dass das nicht so funktioniert, wie maxborusse sich das vorstellt.
Man müsste immer bereits ein Jahr im Voraus handeln, weil Transferzugänge erstmals im darauffolgenden GJ abgeschrieben werden können und somit mit der aktuellen GuV, in die die Transfereinnahmen bis zum 1.7. einfließen, rein garnichts zu tun haben.

Das macht solche Tricksereien völlig sinnlos, weil kaum vorhersagbar ist, was in der Transferperiode in 12 Monaten passiert.

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Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#4587
31.05.2016 - 23:10 Uhr
In den meisten Threads wird fleißig über aktuelle Transfergerüchte um mögliche Zu- und Abänge zur neuen Saison diskutiert. Ein zentraler Punkt der dabei meistens aufkommt und mich verwirrt ist das Thema steuern.

Die weitgehende Forenmeinung ist, vereinfacht dargestellt am Beispiel Hummels:
Wir erhalten von den Bayern 38 Millionen € Ablöse, zahlen darauf noch ca. 20% Steuern (hier 7,6 Mio.)
und haben somit nur 31,4 Mio. für neue Spieler zur Verfügung (andere Faktoren wie Spieler- und Beraterprovisionen lasse ich der einfacheithalber außen vor).

Aber wie sieht es mit der Vorsteuerabzugsfähigkeit von Transferablösen aus?

Ich war der Meinung, dass in diesem Beispiel Bayern München 38*1,19= 45,22 Mio. an uns überweist, wir die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und der FC Bayern die 7,22 Mio. vom Finanzamt zurückerhält. Somit könnte der BVB in diesem vereinfachten Beispiel die vollen 38 Mio. in Ersatz stecken.

Worauf ich hinaus will: Ich war der Meinung, im Gegensatz zum Großteil der Forendiskussionen, dass die Steuer bei Spielertransfers ein durchlaufender Posten ist und somit keinerlei Auswirkungen hat?

Kann einer Licht ins Dunkle bringen?

Danke und Grüße
Goetzeus_


EDIT: Ich sehe gerade, dass in den vorgegangenen Post bereits ein ähnliches Thema angerissen wurde. Allerdings geht es dabei nicht direkt um die Vorsteuerabzugsfähigkeit, daher hoffe ich dass dieser Beitrag in Ordnung ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Goetzeus_ am 31.05.2016 um 23:16 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#4588
31.05.2016 - 23:27 Uhr
Zitat von Goetzeus_
In den meisten Threads wird fleißig über aktuelle Transfergerüchte um mögliche Zu- und Abänge zur neuen Saison diskutiert. Ein zentraler Punkt der dabei meistens aufkommt und mich verwirrt ist das Thema steuern.

Die weitgehende Forenmeinung ist, vereinfacht dargestellt am Beispiel Hummels:
Wir erhalten von den Bayern 38 Millionen € Ablöse, zahlen darauf noch ca. 20% Steuern (hier 7,6 Mio.)
und haben somit nur 31,4 Mio. für neue Spieler zur Verfügung (andere Faktoren wie Spieler- und Beraterprovisionen lasse ich der einfacheithalber außen vor).

Aber wie sieht es mit der Vorsteuerabzugsfähigkeit von Transferablösen aus?

Ich war der Meinung, dass in diesem Beispiel Bayern München 38*1,19= 45,22 Mio. an uns überweist, wir die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und der FC Bayern die 7,22 Mio. vom Finanzamt zurückerhält. Somit könnte der BVB in diesem vereinfachten Beispiel die vollen 38 Mio. in Ersatz stecken.

Worauf ich hinaus will: Ich war der Meinung, im Gegensatz zum Großteil der Forendiskussionen, dass die Steuer bei Spielertransfers ein durchlaufender Posten ist und somit keinerlei Auswirkungen hat?

Kann einer Licht ins Dunkle bringen?

Danke und Grüße
Goetzeus_


EDIT: Ich sehe gerade, dass in den vorgegangenen Post bereits ein ähnliches Thema angerissen wurde. Allerdings geht es dabei nicht direkt um die Vorsteuerabzugsfähigkeit, daher hoffe ich dass dieser Beitrag in Ordnung ist.


Es geht nicht um die Umsatzsteuer (vorsteuer) sondern um die Gewerbe und körperschaftssteuer sowie den solizuschlag. Die erlöse durch Verkauf von Spielern steigen den Umsatz und somit den Jahresgewinn, was die ausgangslage für die Steuern sind.

Spielerkäufe werden linear über die Restlaufzeit abgeschrieben. 20 Mio Einkauf und 20 Mio Verkauf ergibt somit nicht 0 in der Gewinn und Verlust Rechnung.
BVB - Finanzen |#4589
31.05.2016 - 23:44 Uhr
Zitat von Ironisch
Zitat von Goetzeus_

In den meisten Threads wird fleißig über aktuelle Transfergerüchte um mögliche Zu- und Abänge zur neuen Saison diskutiert. Ein zentraler Punkt der dabei meistens aufkommt und mich verwirrt ist das Thema steuern.

Die weitgehende Forenmeinung ist, vereinfacht dargestellt am Beispiel Hummels:
Wir erhalten von den Bayern 38 Millionen € Ablöse, zahlen darauf noch ca. 20% Steuern (hier 7,6 Mio.)
und haben somit nur 31,4 Mio. für neue Spieler zur Verfügung (andere Faktoren wie Spieler- und Beraterprovisionen lasse ich der einfacheithalber außen vor).

Aber wie sieht es mit der Vorsteuerabzugsfähigkeit von Transferablösen aus?

Ich war der Meinung, dass in diesem Beispiel Bayern München 38*1,19= 45,22 Mio. an uns überweist, wir die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und der FC Bayern die 7,22 Mio. vom Finanzamt zurückerhält. Somit könnte der BVB in diesem vereinfachten Beispiel die vollen 38 Mio. in Ersatz stecken.

Worauf ich hinaus will: Ich war der Meinung, im Gegensatz zum Großteil der Forendiskussionen, dass die Steuer bei Spielertransfers ein durchlaufender Posten ist und somit keinerlei Auswirkungen hat?

Kann einer Licht ins Dunkle bringen?

Danke und Grüße
Goetzeus_


EDIT: Ich sehe gerade, dass in den vorgegangenen Post bereits ein ähnliches Thema angerissen wurde. Allerdings geht es dabei nicht direkt um die Vorsteuerabzugsfähigkeit, daher hoffe ich dass dieser Beitrag in Ordnung ist.


Es geht nicht um die Umsatzsteuer (vorsteuer) sondern um die Gewerbe und körperschaftssteuer sowie den solizuschlag. Die erlöse durch Verkauf von Spielern steigen den Umsatz und somit den Jahresgewinn, was die ausgangslage für die Steuern sind.

Spielerkäufe werden linear über die Restlaufzeit abgeschrieben. 20 Mio Einkauf und 20 Mio Verkauf ergibt somit nicht 0 in der Gewinn und Verlust Rechnung.

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man über die Abschreibungen der Verträge über die Jahre hinweg wieder Steuern einsparen kann, da die Abschreibungen unseren Gewinn mindern, ohne dass wir aber wirklich Geld verlieren.
BVB - Finanzen |#4590
31.05.2016 - 23:52 Uhr
das ganze ist ziemlich kompliziert, wenn man sich damit nicht auskennt. gibt es denn eine art "faustformel", in der alles so pi mal daumen enthalten ist, mit der man ungefähr ausrechnen kann, wie hoch die ablösen für zu- und abgänge ungefähr sind?

•     •     •

ein mensch, der sich ein schnitzel briet / bemerkte, daß ihm das missriet.
jedoch da er es selbst gebraten, / tut er, als wär es ihm geraten.
und, sich nicht selbst zu strafen lügen, / ißt er's mit herzlichem vergnügen.

eugen roth
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