BVB - Finanzen
28.01.2014 - 10:06 Uhr
06.11.2015 - 10:53 Uhr
Zitat von Leandro
Quelle: www.handelsblatt.com
Eine teure Werbekampagne mit US-Popstar Rihanna und Sprinter Usain Bolt sowie Ausgaben für den Aufbau eigener Geschäfte haben den Sportartikel-Hersteller Puma im dritten Quartal belastet. Der Adidas- und Nike-Rivale litt zudem unter dem starken US-Dollar und Wertverfall von Währungen in wichtigen Auslandsmärkten.
Dadurch sank das operative Ergebnis (Ebit) von Juli bis September um gut 11 Prozent auf 41 Millionen Euro, wie der SDax-Konzern am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen aber besser ab als von Analysten erwartet. Unter dem Strich verringerte sich der Konzerngewinn um fast ein Drittel auf 20 Millionen Euro.
Im zweiten Quartal hatte Puma noch Verluste geschrieben. Der Umsatz verbessert sich um 8,4 Prozent auf 914 Millionen Euro, was auf die Region Amerika und Asien/Pazifik zurückzuführen war.
Zahlen von Puma.Dadurch sank das operative Ergebnis (Ebit) von Juli bis September um gut 11 Prozent auf 41 Millionen Euro, wie der SDax-Konzern am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen aber besser ab als von Analysten erwartet. Unter dem Strich verringerte sich der Konzerngewinn um fast ein Drittel auf 20 Millionen Euro.
Im zweiten Quartal hatte Puma noch Verluste geschrieben. Der Umsatz verbessert sich um 8,4 Prozent auf 914 Millionen Euro, was auf die Region Amerika und Asien/Pazifik zurückzuführen war.
An der Börse werden die Zahlen von Puma sehr gut aufgenommen, der Aktienkurs von Puma geht 4,8% hoch, obwohl er schon im Vorfeld deutlich besser performt hatte. Im überschaubarem Zeitraum 1.7.2015 bis jetzt hat der Puma Aktienkurs damit ca. 50% besser performt als der DAX, das ist schon eine Hausmarke.
Damit könnten bei Borussia Dortmund durchaus Begehrlichkeiten geweckt werden. Denn Bayern München ist hier das beste Beispiel. Die hatten mit Adidas einen langjährigen Vertrag bis 2020 und Adidas durfte vergleichsweise "günstig" bei den Bayern einsteigen.
So weit so gut. Dann machte Adidas einen Jahrhundertvertrag mit Manchester United und die Bayern Oberen waren gelinde gesagt stinksauer. So dermaßen sauer, daß am Ende die jahrzehntelange Zusammenarbeit auf der Kippe stehen könnte.
Daraufhin wurde der Vertrag mit Adidas bis 2030 verlängert und Bayern bekommt mehr als das Doppelte, statt 25 Mio nun 60 Mio jährlich:
http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern-muenchen/article140239658/FC-Bayern-kassiert-von-Adidas-900-Millionen-Euro.html
Borussia Dortmund machte 2011 einen Vertrag mit Puma ebenso bis 2020. Als Sockelbetrag wurden 6,25 Mio genannt. Zwar wurde mittlerweile 15 Mio genannt, das scheint aber im Vergleich nicht sonderlich viel zu sein:
http://bvbaktie.blogspot.de/2015/05/ausruster-puma.html
Denn Puma hatte 2013 mit Arsenal einen Vertrag unterzeichnet, der jährlich 30 Mio bringt:
http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/170-millionen-pfund-arsenal-london-schliesst-rekordeal-mit-puma-ab/8179642.html
Nicht daß ich sagen will, BVB macht jetzt ebenso wie Bayern einen neuen Vertrag mit Puma, der statt bis 2020 bis 2030 geht und das Doppelte bringen könnte. Das ist völlig spekulativ. Aber daß Puma mit Borussia Dortmund einen absoluten Top Deal abgeschlossen hat und daß dies Begehrlichkeiten wecken könnte, sollte unumstritten sein.
06.11.2015 - 11:13 Uhr
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
06.11.2015 - 11:16 Uhr
Zitat von Osgood
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Ich will nicht sagen, dass das nicht stimmt, aber ich habe zu dieser Erklärung noch NIE einen Beleg gesehen. Kannst du mir da helfen?
06.11.2015 - 11:31 Uhr
Zitat von Osgood
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Absoluter Blödsinn.
ManUtd verdient an einem Trikot genau so viel wie z.B. Dortmund, sollte man es nicht gerade in Stores kaufen die direkt vom BVB betrieben werden.
Der Unterschied liegt in den eigenen Stores, dort verdient Dortmund deutlich mehr als ManUtd oder Arsenal.
Puma profitiert von dem Deal deutlich mehr als der BVB, da Puma den Anschluss an Adidas und Nike verloren hat, der BVB hingegen gehört zu den bekanntesten Verein Europas - ist Sympathieträger, der BVB poliert das angeschlagene Image von Puma auf. Man hat sich mit Puma einen, im Vergleich zu den großen Ausrüstern, schwachen Partner ins Boot geholt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Aquos am 06.11.2015 um 11:38 Uhr bearbeitet
06.11.2015 - 11:33 Uhr
Zitat von Osgood
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Ändert aber nichts daran, daß Puma damals einen sehr, sehr guten Vertrag bekommen hat. 2011 war überhaupt noch nicht absehbar, wohin die Reise gehen könnte. Da wurde man gerade mal überraschend Meister, Schmelzer, Großkreutz und co. galten als technisch limitiert, man verlor im Pokal gegen einen Drittligisten und scheiterte in der EL Gruppenphase.
In der Folgesaison hatte man sich in der Champions League unendlich blamiert und im Pokal gegen die Zweitligisten Fürth und Düsseldorf extrem knappe Spiele, die erst in der Verlängerung, bzw. Elfmeterschiessen entschieden werden konnten. Sowie 8 Punkte Rückstand auf Bayern nach nur 6 Spieltagen.
In so einer Situation wurde mit Puma der Vertrag unterzeichnet. Seither haben sich die Verhältnisse dramatisch geändert, zwei Titel, vier Finalteilnahmen inklusive CL Finale, 5x hintereinander europäisch gespielt, das 6. Mal in Folge ist in Reichweite, sowie sehr schnell eine internationale Reputation aufgebaut, momentan ist BVB bei den Buchmachern Top Favorit auf den Gewinn der Euro League, bei Facebook hat man mehr Fans als die komplette Konkurrrenz hinter Bayern zusammen, dies ist fast ausschließlich den ausländischen Fans zu verdanken.
15% aller BVB Trikots werden mittlerweile in Asien verkauft.
Eine so rasante Entwicklung hätte man 2011 niemals erwarten können.
Insofern stehen die über 60 Mio die Bayern bekommt in keinem gesunden Verhältnis zu den Dortmundern. Ein Drittel dürfte es schon sein, BVB ist DIE Marke für Puma schlechthin. Wenn man die Börsenzahlen bei Puma genauer anschaut und irgendwas negatives entdeckt, am BVB liegt es nicht und zwar gar nicht.
06.11.2015 - 11:47 Uhr
Zitat von halbgott
BVB ist DIE Marke für Puma schlechthin.
BVB ist DIE Marke für Puma schlechthin.
Wie kommst du darauf? Arsenal verkauft mehr als doppelt (!) so viele Trikots und spielt in der global wesentlich populäreren Liga. Die sind selbstredend im Fußball das größte Zugpferd für Puma.
06.11.2015 - 11:51 Uhr
Zitat von Osgood
Wie kommst du darauf? Arsenal verkauft mehr als doppelt (!) so viele Trikots und spielt in der global wesentlich populäreren Liga. Die sind selbstredend im Fußball das größte Zugpferd für Puma.
Wie kommst du darauf? Arsenal verkauft mehr als doppelt (!) so viele Trikots und spielt in der global wesentlich populäreren Liga. Die sind selbstredend im Fußball das größte Zugpferd für Puma.
die Arsenal Verkäufe stehen völlig außer Frage, ich meinte das prozentuale Wachstum, das ist nirgends stärker.
Schätze mal in 2015 wird es einen neuen Verkaufsrekord bei den Trikots geben, dazu trägt auch die Asien Tournee bei:
2011
150.000 verkaufte Trikots
2012
230.000 verkaufte Trikots
2013
300.000 verkaufte Trikots
2014
400.000 verkaufte Trikots
06.11.2015 - 12:03 Uhr
45 Mio aus der EL werden schwer, und netto bleibt da ehr wenig hängen, wenn noch ordentlich Prämien an die Spieler gezahlt werden. Gerade El Heimspiele sind kaum ausverkauft und Tickets werden vor allem für Dauerkartenbesitzer teils extrem günstig verkauft. Die Kosten bleiben aber konstant.
Wenn die Siegprämien der UEFA und der Werbepartner komplett an die Spieler ausgeschüttet werden sollten ist das doch immer noch ok. Man hat immer noch die Stadioneinnahmen, den Werbewert, UND man hat gut bezahlte Spieler, die sich entsprechend schwerer abwerben lassen. Wo ist der Nachteil?
Man kann einfach nicht sagen, dass von jeden 100 Euro Einnahmen 42% in den Kader fliessen, 15% Steuern sind, 38 % für Pipapo drauf gehen und man 5 % Gewinn hat. Es wäre sinnvoller so zu planen, das von jedem Ticket erstmal die Stadionkosten gezahlt werden und dann nach x Spielen die Summe X an Gewinn anfällt. Die hätten dann mit Spielergehältern erstmal nichts am Hut. Das große ganze auf seine Komponenten herunterbrechen. Dabei gibt es dann Teile, die notwendig sind, aber Geld kosten. Bestes Beispiel der Kader. Der muss sein, der kostet aber enorm viel Geld. Mit Trikots verkaufen bekommen die niemals die Spielergehälter zusammen. Ähnlich ist es mit den Prämien im Europapokal. Die sind eben auch nicht 42 % Spielergehalt und 5% Gewinn, sondern fliessen irgendwie anders in das Gesamtkonstrukt ein. Nur Insgesamt kamen die letzten Jahre immer 42 % Spielergehalt dabei heraus.
Es wäre sogar ein watzketypischer Zug zu sagen, UEFA Prämien werden komplett an das Team weiter gegeben, dann kürzen die sich nämlich aus seinen Berechnungen raus und er kann exakter arbeiten. Das erklärt dann die hohen Erfolgsprämien, oder anders ausgedrückt - das vergleichsweise günstige Grundgehalt der Spieler.
Wenn die Siegprämien der UEFA und der Werbepartner komplett an die Spieler ausgeschüttet werden sollten ist das doch immer noch ok. Man hat immer noch die Stadioneinnahmen, den Werbewert, UND man hat gut bezahlte Spieler, die sich entsprechend schwerer abwerben lassen. Wo ist der Nachteil?
Man kann einfach nicht sagen, dass von jeden 100 Euro Einnahmen 42% in den Kader fliessen, 15% Steuern sind, 38 % für Pipapo drauf gehen und man 5 % Gewinn hat. Es wäre sinnvoller so zu planen, das von jedem Ticket erstmal die Stadionkosten gezahlt werden und dann nach x Spielen die Summe X an Gewinn anfällt. Die hätten dann mit Spielergehältern erstmal nichts am Hut. Das große ganze auf seine Komponenten herunterbrechen. Dabei gibt es dann Teile, die notwendig sind, aber Geld kosten. Bestes Beispiel der Kader. Der muss sein, der kostet aber enorm viel Geld. Mit Trikots verkaufen bekommen die niemals die Spielergehälter zusammen. Ähnlich ist es mit den Prämien im Europapokal. Die sind eben auch nicht 42 % Spielergehalt und 5% Gewinn, sondern fliessen irgendwie anders in das Gesamtkonstrukt ein. Nur Insgesamt kamen die letzten Jahre immer 42 % Spielergehalt dabei heraus.
Es wäre sogar ein watzketypischer Zug zu sagen, UEFA Prämien werden komplett an das Team weiter gegeben, dann kürzen die sich nämlich aus seinen Berechnungen raus und er kann exakter arbeiten. Das erklärt dann die hohen Erfolgsprämien, oder anders ausgedrückt - das vergleichsweise günstige Grundgehalt der Spieler.
06.11.2015 - 12:30 Uhr
Zitat von Maldoror
Ich will nicht sagen, dass das nicht stimmt, aber ich habe zu dieser Erklärung noch NIE einen Beleg gesehen. Kannst du mir da helfen?
Zitat von Osgood
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Man sollte bei diesen Vergleichen aber nicht vergessen, dass die hohen Summen bei United und Arsenal hauptsächlich durch eine ganz andere Struktur der Deals kommen. Die haben nämlich beide ihre Distributionsrechte komplett abgegeben, kassieren entsprechend keinen Cent mehr an verkauften Klamotten, kriegen dafür aber einen deutlich höheren Fixbetrag.
Ich will nicht sagen, dass das nicht stimmt, aber ich habe zu dieser Erklärung noch NIE einen Beleg gesehen. Kannst du mir da helfen?
Genau Zahlen wird man nicht bekommen, aber es wurde in den Pressemitteilungen damals gesagt, dass Puma "außerdem umfangreiche Lizenzrechte für das weltweite Merchandising-Geschäft" erworben hat.
(siehe z.B. hier: http://www.wuv.de/marketing/millionen_deal_puma_wird_neuer_sponsor_von_arsenal
oder hier: http://www.tagesspiegel.de/sport/millionen-deal-puma-ruestet-fc-arsenal-aus/9392806.html )
Soviel zu:
Zitat von Aquos
Absoluter Blödsinn.
ManUtd verdient an einem Trikot genau so viel wie z.B. Dortmund, sollte man es nicht gerade in Stores kaufen die direkt vom BVB betrieben werden.
Absoluter Blödsinn.
ManUtd verdient an einem Trikot genau so viel wie z.B. Dortmund, sollte man es nicht gerade in Stores kaufen die direkt vom BVB betrieben werden.
06.11.2015 - 12:41 Uhr
BVB gegen Schalke: Das Finanzduell (5.11.2015)
Artikel von Michael Hedtstück (Finance Magazin): Das Finanzduell
Artikel von Michael Hedtstück (Finance Magazin): Das Finanzduell
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