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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#2291
26.08.2014 - 11:03 Uhr
Zitat von gelbschreib
Zitat von uweyx
Zitat von frei-s
Zitat von uweyx
Zitat von stevo86
Zitat von iec

Frei-s, Danke für die Info. Eine kurze Frage habe ich zum ersten Teil dieses Absatzes in der Ad-hoc-Mitteilung:
"Den Kommanditaktionären wird das gesetzliche Bezugsrecht in der Weise eingeräumt, dass die Jungen Aktien von der Close Brothers Seydler Bank AG, Frankfurt am Main, im eigenen Namen und für eigene Rechnung zum geringsten Ausgabebetrag von 1,00 EUR gezeichnet und mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Kommanditaktionären der Gesellschaft zu einem Bezugspreis von 4,66 EUR je Aktie im Verhältnis 11:4 zum Bezug anzubieten, d.h. die Kommanditaktionäre haben das Recht, für jeweils elf bestehende Aktien vier Junge Aktien zu beziehen. Es ist nur der Bezug von einer Jungen Aktie oder einem ganzzahligen Vielfachen davon möglich. Ein Bezugsrechtshandel findet nicht statt."
Interpretiere ich das richtig, dass CBSB alle Bezugsrechte übernommen hat und sie stehen somit gerade, wenn weniger als 7 Millionen Bezugsrechte von den Altaktionären in Anspruch genommen werden. (24 Millionen Bezugsrechte minus 17 Millionen garantierte Abnahme)
Aber, wenn ich das Bezugsangebot richtig verstehe, verfallen die Bezugsrechte wertlos, wenn man sie nicht wahrnimmt; d.h es heißt nicht, dass Altaktionäre für verfallene Bezugsrechte 1 Euro erhalten...
Liege ich richtig?


Die Bank als Marketmaker führt lediglich die Zuteilung der Aktien durch.. die werden sicherlich keine Garantie übernommen haben. Da das Bezugsrecht nicht gehandelt werden kann, ist es "wertlos" und wird nach 2 Wochen verfallen, sollte es nicht ausgeübt werden. Nach dieser Frist werden die stragischen Partner dann die übrigen jungen Aktien kaufen (bis max. 17 Mio. Stück).

Der eine Euro ist der Nennbetrag der Aktie und geht als Grundkapital (gezeichetes Kapital) in die Gesellschaft ein, die 3,66 (abzgl. der Provision für die Investment Bank) die darüber hinaus gehen sind Kapitalrücklage. Mit dem Bezugsrecht hat das mMn nichts zutun.

Ddie Close Brothers Seydler Bank AG führt nicht nur die Zuteilung durch, man hat alle jungen Aktien gezeichnet und für 1,- übernommen. Diese werden jetzt den Altaktionären angeboten.
Übrig gebliebene junge Aktien werden den Investoren angeboten. Sollten so viele junge Aktien nicht gezeichnet werden, dass selbst nach maximaler Bedienung der Investoren noch junge Aktien übrig bleiben (auch wenn ich dies nicht für wahrscheinlich halte), verbleiben diese dann bei der CBSB AG für 1,-. Im Normalfall würden die nicht gezeichneten Aktien verfallen.
Für den BVB bedeutet dies, das auf alle Fälle das genehmigte Kapital ausgeschöpft wird. Für die Aktien, die dem BVB im Normalfall verfallen, bekommt man nun immerhin noch 1,- in die Kasse statt nothing. Evt. reduziert der BVB damit auch die sonst enormen Kosten der Kapitalerhöhung, da man der CBSB AG auf diese Weise Aktien für 1,- verkauft, die aber sofort einen fünffachen Wert haben. Geschickt. Bezahlen wird dies indirekt der Altaktionär, da zusätzliche Aktien auf den Markt kommen, diese aber keinen gleichwertigen Erlös in die Gesellschaft einbringen.
So meine Deutung.

Dagegen spricht meiner Meinung nach die Extraregelung für Puma, welche im Wertpapierprospekt ausgeführt ist:
"Die Verpflichtung der Puma SE wird durch die weitere Bedingung eingeschränkt, dass sie sich lediglich auf Junge Aktien im Umfang von maximal 5% des erhöhten Grundkapitals bezieht. Dies führt dazu, dass sich die vorliegenden Verpflichtungserklärungen insgesamt auf weniger als 17.600.000 neue Aktien beziehen, wenn Bezugsrechte auf weniger als 6.855.000 Junge Aktien ausgeübt werden. Im Extremfall, wenn keiner der Aktionäre sein Bezugsrecht ausübt, umfassen die Verpflichtungserklärungen nur 17.239.210 Junge Aktien."

Sollte nämlich schon feststehen, dass das gesamte genehmigte Kapital ausgeschöpft wird, bräuchte es diese 5%-Regelung nicht.

Danke, dieser Passus spricht in der Tat dafür. Das Rätsel um die komplette Übernahme durch die CBSB AG bleibt mir dann.
Interessant: Puma wird und soll durch diese Klausel also unbedingt unter 5% bleiben. Die einzige Bedeutung, die ich kenne, ist die Zuordnung des Puma-Anteils zum Streubesitz. Über 5% würden die Puma-Anteile nämlich zum Festbesitz zählen. Dies möchte man wohl verhindern.


Welche Bedeutung hätte es denn, ob man einen Aktionär zum Festbesitz oder Streubesitz zählt? Veräußern könnte Puma die Anteile doch so oder so, nehme ich an? Und Sperrminoritäten oder sowas dürften ja eigentlich auch keine zentrale Rolle spielen?

Bei der Zugehörigkeit zu einem Aktienindex spielt u.a. auch die Höhe der Marktkapitalisierung eine Rolle. Dabei wird nicht die volle Marktkapitalisierung als Grundlage genommen, sondern nur die Marktkapitalisierung, die auf Aktien im Streubesitz fallen. Somit fallen die Beteiligungen von Geske, e.V, Evonik und wahrscheinlich SI für die Berechnung schon mal heraus. Wenn noch ein Fonds hinzukommt, auch dieser. Lässt man Puma unter 5%, erhöht sich die Marktkapitalisierung. Ein Verkaufsverbot für Puma gibt es natürlich dann auch nicht, denn sonst würden auch Anteile <5% als Festbesitz gelten.

Jetzt ist dies momentan nicht kriegsentscheidend. Die Voraussetzungen für den SDAX hat man momentan locker erfüllt. Zudem erwirbt Puma nur zusätzliche junge Aktien, nimmt also nichts aus dem früheren Streubesitz weg, so dass die Marktkapitalisierung sinken würde; diese würde nur nicht weiter steigen. Insgesamt steigt diese eh durch die jungen Aktien, die von den kleinen Altaktionären bezogen werden.

Aber man weiß ja nicht, was der BVB in Zukunft noch weiter vor hat. Evt. rüstet man sich für höhere Gefilde, für die man weit mehr Marktkapitalisierung braucht als momentan...oops
Dies ist nur meine Deutung auf die 5% Klausel, da sich mir als Aussenstehender kein anderer Zusammenhang bekannt ist.

•     •     •

53°35'14'' N 9°53'55'' O
BVB - Finanzen |#2292
26.08.2014 - 12:25 Uhr
Zitat von Leandro

Jetzt hoffe ich, dass mich mein Uni-Halbwissen nicht im Stich lässt.

Für Puma könnte es einen Unterschied machen in Sachen Bilanzierung der Beteiligung. Gilt eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen als Strategisches Investment (was i.d.R. über die Höhe des prozentualen Anteils festgelegt ist wobei ich mir nicht sicher bin, ob 5% + X da schon dazugehört), so muss es zwingend im Anlagevermögen bilanziert werden, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass eine solche hohe Beteiligung auf Dauer angelegt sein muss. Dies ist auch erstmal unabhängig davon, ob Puma die Anteile in einem Jahr wieder verkauft.

Bei einem sonstigen Invest werden die Anteile bei Puma im Umlaufvermögen bilanziert. Umlaufvermögen gilt generell als schnell veräußerbar und fließt in die Berechnung von Liquiditätskennzahlen ein. Eventuell könnte Puma also deshalb interessiert sein, das Investment etwas niedriger zu halten.

Wie gesagt: Die ist gefährliches HGB-Halbwissen aus Unizeiten und wenn es jemand besser weiß, bitte korrigieren!


Ich hab den Beckschen Bilanzkommentar nicht gefressen, aber den Quatsch ebenfalls studiert und würde sagen, dass das so nicht stimmen kann. Eine 5% Hürde ist mir dahingehend nicht bekannt. Die Widmung AV oder UV geht mMn nur von der Halteabsicht aus.. Bei einer stragegischen Beteiligung wie sie hier kommuniziert wird, würde mich eine Widmung als UV doch sehr wundern. Ohne mich jetzt lange damit beschäftigt zu haben, würde ich sagen PUMA muss das ganze auch bei unter 5% als Finanzanlagevermögen ausweisen (HGB)..

nach IFRS sieht die ganze Sache dann wieder anders aus, aber auch hier ist mir keine 5% Hürde bekannt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von stevo86 am 26.08.2014 um 12:26 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#2293
26.08.2014 - 13:19 Uhr
Zitat von stevo86
Zitat von Leandro

Jetzt hoffe ich, dass mich mein Uni-Halbwissen nicht im Stich lässt.
Für Puma könnte es einen Unterschied machen in Sachen Bilanzierung der Beteiligung. Gilt eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen als Strategisches Investment (was i.d.R. über die Höhe des prozentualen Anteils festgelegt ist wobei ich mir nicht sicher bin, ob 5% + X da schon dazugehört), so muss es zwingend im Anlagevermögen bilanziert werden, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass eine solche hohe Beteiligung auf Dauer angelegt sein muss. Dies ist auch erstmal unabhängig davon, ob Puma die Anteile in einem Jahr wieder verkauft.
Bei einem sonstigen Invest werden die Anteile bei Puma im Umlaufvermögen bilanziert. Umlaufvermögen gilt generell als schnell veräußerbar und fließt in die Berechnung von Liquiditätskennzahlen ein. Eventuell könnte Puma also deshalb interessiert sein, das Investment etwas niedriger zu halten.
Wie gesagt: Die ist gefährliches HGB-Halbwissen aus Unizeiten und wenn es jemand besser weiß, bitte korrigieren!


Ich hab den Beckschen Bilanzkommentar nicht gefressen, aber den Quatsch ebenfalls studiert und würde sagen, dass das so nicht stimmen kann. Eine 5% Hürde ist mir dahingehend nicht bekannt. Die Widmung AV oder UV geht mMn nur von der Halteabsicht aus.. Bei einer stragegischen Beteiligung wie sie hier kommuniziert wird, würde mich eine Widmung als UV doch sehr wundern. Ohne mich jetzt lange damit beschäftigt zu haben, würde ich sagen PUMA muss das ganze auch bei unter 5% als Finanzanlagevermögen ausweisen (HGB)..

nach IFRS sieht die ganze Sache dann wieder anders aus, aber auch hier ist mir keine 5% Hürde bekannt.


Jetzt mal losgelöst von dem Fall ist halt immer die Frage: Ab wann liegt eine strategische Beteiligung vor?

Dafür gibt es meines Wissens bestimmte Grenzen (also wie viel % vom Grundkapital der Firma XYZ befindet sich in meinem Eigentum). Das Thema Handelsabsicht kenne ich nur von Banken (da gibt es ja die Klassifizierung "Held for Trading"), aber nicht bei Industrieunternehmen.

Daher war ja auch meine These, dass Puma eben gerade nicht will, dass es bilanziell zu einer "Strategischen Beteiligung" kommt, da man dann die Aktien im UV behalten darf. Meine Uni-Zeit liegt nun aber auch schon ein paar Jahre zurück.

Naja, vll erleuchtet uns ja ein Fachkundiger noch smile
Zitat von stevo86
Zitat von Leandro

Jetzt hoffe ich, dass mich mein Uni-Halbwissen nicht im Stich lässt.
Für Puma könnte es einen Unterschied machen in Sachen Bilanzierung der Beteiligung. Gilt eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen als Strategisches Investment (was i.d.R. über die Höhe des prozentualen Anteils festgelegt ist wobei ich mir nicht sicher bin, ob 5% + X da schon dazugehört), so muss es zwingend im Anlagevermögen bilanziert werden, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass eine solche hohe Beteiligung auf Dauer angelegt sein muss. Dies ist auch erstmal unabhängig davon, ob Puma die Anteile in einem Jahr wieder verkauft.
Bei einem sonstigen Invest werden die Anteile bei Puma im Umlaufvermögen bilanziert. Umlaufvermögen gilt generell als schnell veräußerbar und fließt in die Berechnung von Liquiditätskennzahlen ein. Eventuell könnte Puma also deshalb interessiert sein, das Investment etwas niedriger zu halten.
Wie gesagt: Die ist gefährliches HGB-Halbwissen aus Unizeiten und wenn es jemand besser weiß, bitte korrigieren!


Ich hab den Beckschen Bilanzkommentar nicht gefressen, aber den Quatsch ebenfalls studiert und würde sagen, dass das so nicht stimmen kann. Eine 5% Hürde ist mir dahingehend nicht bekannt. Die Widmung AV oder UV geht mMn nur von der Halteabsicht aus.. Bei einer stragegischen Beteiligung wie sie hier kommuniziert wird, würde mich eine Widmung als UV doch sehr wundern. Ohne mich jetzt lange damit beschäftigt zu haben, würde ich sagen PUMA muss das ganze auch bei unter 5% als Finanzanlagevermögen ausweisen (HGB)..

nach IFRS sieht die ganze Sache dann wieder anders aus, aber auch hier ist mir keine 5% Hürde bekannt.


Jetzt mal losgelöst von dem Fall ist halt immer die Frage: Ab wann liegt eine strategische Beteiligung vor?

Dafür gibt es meines Wissens bestimmte Grenzen (also wie viel % vom Grundkapital der Firma XYZ befindet sich in meinem Eigentum). Das Thema Handelsabsicht kenne ich nur von Banken (da gibt es ja die Klassifizierung "Held for Trading"), aber nicht bei Industrieunternehmen.

Daher war ja auch meine These, dass Puma eben gerade nicht will, dass es bilanziell zu einer "Strategischen Beteiligung" kommt, da man dann die Aktien im UV behalten darf. Meine Uni-Zeit liegt nun aber auch schon ein paar Jahre zurück.

Naja, vll erleuchtet uns ja ein Fachkundiger noch
Zitat von stevo86
Zitat von Leandro

Jetzt hoffe ich, dass mich mein Uni-Halbwissen nicht im Stich lässt.
Für Puma könnte es einen Unterschied machen in Sachen Bilanzierung der Beteiligung. Gilt eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen als Strategisches Investment (was i.d.R. über die Höhe des prozentualen Anteils festgelegt ist wobei ich mir nicht sicher bin, ob 5% + X da schon dazugehört), so muss es zwingend im Anlagevermögen bilanziert werden, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass eine solche hohe Beteiligung auf Dauer angelegt sein muss. Dies ist auch erstmal unabhängig davon, ob Puma die Anteile in einem Jahr wieder verkauft.
Bei einem sonstigen Invest werden die Anteile bei Puma im Umlaufvermögen bilanziert. Umlaufvermögen gilt generell als schnell veräußerbar und fließt in die Berechnung von Liquiditätskennzahlen ein. Eventuell könnte Puma also deshalb interessiert sein, das Investment etwas niedriger zu halten.
Wie gesagt: Die ist gefährliches HGB-Halbwissen aus Unizeiten und wenn es jemand besser weiß, bitte korrigieren!


Ich hab den Beckschen Bilanzkommentar nicht gefressen, aber den Quatsch ebenfalls studiert und würde sagen, dass das so nicht stimmen kann. Eine 5% Hürde ist mir dahingehend nicht bekannt. Die Widmung AV oder UV geht mMn nur von der Halteabsicht aus.. Bei einer stragegischen Beteiligung wie sie hier kommuniziert wird, würde mich eine Widmung als UV doch sehr wundern. Ohne mich jetzt lange damit beschäftigt zu haben, würde ich sagen PUMA muss das ganze auch bei unter 5% als Finanzanlagevermögen ausweisen (HGB)..

nach IFRS sieht die ganze Sache dann wieder anders aus, aber auch hier ist mir keine 5% Hürde bekannt.


Jetzt mal losgelöst von dem Fall ist halt immer die Frage: Ab wann liegt eine strategische Beteiligung vor?

Dafür gibt es meines Wissens bestimmte Grenzen (also wie viel % vom Grundkapital der Firma XYZ befindet sich in meinem Eigentum). Das Thema Handelsabsicht kenne ich nur von Banken (da gibt es ja die Klassifizierung "Held for Trading"), aber nicht bei Industrieunternehmen.

Daher war ja auch meine These, dass Puma eben gerade nicht will, dass es bilanziell zu einer "Strategischen Beteiligung" kommt, da man dann die Aktien im UV behalten darf. Meine Uni-Zeit liegt nun aber auch schon ein paar Jahre zurück.

Naja, vll erleuchtet uns ja ein Fachkundiger noch

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Impossible is just a big word thrown around by small men who find it easier to live the world they have been given than to explore the power they have to change it. Impossible is not a fact. It is an opinion. Impossible is not a declaration. It is a dare. Impossible is potential. Impossible is temporary. Impossible is nothing.
BVB - Finanzen |#2294
26.08.2014 - 21:37 Uhr
Zitat von Nova
Zitat von AS_Pirin09

Dann erklär mal.
" Jedes Wachstum von zehn Millionen Euro eröffnet uns die Möglichkeit, das Gehaltsbudget um vier Millionen zu erhöhen."
Zitat Watzke.



Eigtl hat er mit seinem "ist doch quatsch" schon recht.

Als Beispiel:

Evonik zahlt 8 Millionen mehr, dadurch steigt der Umsatz um 8 Millionen, diesen 8 Millionen stehen aber keine Kosten im Prinzip gegenüber, man bekommt sie einfach so.
Das gleiche ist bei den Mehreinnahmen aus den TV Verträgen der Fall, da hat man auch keine Mehrkosten die denen gegenüber stehen.


Darum kann Juve trotz ähnlichen oder geringeren Umsatz höhere Gehälter als wir zahlen, die bekommen halt sehr große Summen aus der TV Vermarktung, die sie nicht kostet, während wir viel mehr Ausgaben haben um auf den gleichen Umsatz zu kommen, siehe halt Merchandising, wo eben viel im Vertrieb etc hängen bleibt.

Im Prinzip könnte man also die 8 Millionen von Evonik oder die Mehreinnahmen aus dem TV Vertrag quasi 1zu1 in Vertragsverlängerungen stecken.

Anders wäre es ja auch gar nicht möglich, wenn Watzke selber sagt er will von jetzt 77 Millionen bei 260 Millionen Umsatz auf 120 Millionen Personalkosten bei 300 Millionen Umsatz.

Nimmt man seine Rechnung an, könnte man aus den 40 Millionen mehr Umsatz nur 16 Millionen für die Personalkosten rausziehen, stimmt ja dann hinten und vorne nicht oder?

Nimmt man aber an, dass durch die vorzeitige Tilgung 6 Millionen frei werden und durch den TV Vertrag nochmal in den nächsten 2 Jahren 15-20 Millionen dazu kommen, genau wie die 8 Millionen von Evonik plus sicher weitere Sponsor Millionen, dann kommt seine Rechnung mit den 120 Millionen bei 300 Millionen Umsatz sehr gut hin.

Nova, mein Ausgangsbeitrag meint lediglich, dass ich Watzke dass langfristige Ziel unterstelle den Kader maximal mit 40% vom Umsatz zu bezahlen.

Dass unsere momentanen Ausgaben niedriger sind liegt meines Erachtens daran, dass der Verein wirtschaftlich schneller gewachsen ist als wir mit Vertragsverlängerungen nachziehen können. Die letzten und nächsten 2,3 Jahre zahlen wir unterproportional Gehalt (Hummels ca. 4 Millionen z.B., Reus momentan ja auch 4-5 Millionen, wenn man den Gerüchten groß etwas glauben darf). Ich unterstelle unseren Verantwortlichen, dass sie dies langfristig bei den besagten 40% einrenken wollen. Und die 40% nehme ich aus den öffentlichen Aussagen von Watzke, die ich in dieser Deutlichkeit so nicht erwartet hätte. Er bereitet jetzt schon mit den Aussagen die Öffentlichkeit darauf war, dass auch unsere Gehälter weiter und weiter steigen werden - jeden, der hier mitliest, dürfte das aber ohnehin nicht überraschen.
BVB - Finanzen |#2295
26.08.2014 - 21:45 Uhr
Zu der Diskussion weiter oben bezüglich strategische Beteiligung.

Mehr als 50% der Stimmrechte werden voll konsolidiert, ich denke darauf können wir uns bereits einigen.

Zu dem Level darunter "strategisches Investment" gibt es meines Wissens nach IFRS einige "weichere" Regeln, die hierfür angewandt werden (im englischen spricht man dafür von "significant influence", IAS 28). Normalerweise nimmt hierfür ab 20% der Stimmrechte (!) als Grundlage. 5% wären mir jetzt so also nicht bekannt. Dazu sind unsere Aktien stimmrechtslos, d.h. Puma kann selbst mit 51% der Aktien keine Kontrolle ausüben. Daher würde ich vermuten, dass dies keine Rolle spielt - auch wenn der Gedanke ein guter ist.
BVB - Finanzen |#2296
26.08.2014 - 22:11 Uhr
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von gabrielinc
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von Tickytacka
Zitat von novacane

Watzke hat sich jetzt mehrfach zum Thema Gehaltsvolumen geäußert, u.a. dass 300Mio. Umsatz uns 120Mio. Gehalt ermöglichen und dass uns 10 Mio. mehr Umsatz 4 Mio. mehr Gehalt ermöglichen. Daraus wird dann deutlich, dass bei uns 40% als Gehaltslevel angenommen werden. Entspricht also bei unseren momentanen 260 Mio. etwas über 100Mio. Gehalt.


Die Rechnung ist totaler quatsch



Dann erklär mal.

Es hängt halt immer davon ab, welchen Umsatz du hast. Du kannst ein Unternehmen aufbauen, wo du Goldbarren für 100 Millionen kaufst und dann wieder für 100 Millionen verkaufst. Dann hast du vielleicht 100 Millionen Umsatz kannst dir aber trotzdem nichts dafür kaufen.

Umsatz lässt sich wegen eigener Ausgaben nie zu 100 Prozent in die Mannschaft stecken, sollte aber trotzdem auch etwas abwerfen. Das mit ca. 40 Prozent finde ich gar nicht mal so weit daneben. Im Moment stimmt es ja in etwa. Wir haben letzte Saison 100 Millionen an Gehältern gezahlt was den 40 Prozent entsprechen und Watzke sprach ja schon selbst von 120 Millionen (Mannschaft + ca. 30 Millionen Rest) Gehältern bei über 300 Millionen Umsatz. Das wären dann 40 Prozent des Umsatzes auf die Mannschaftsgehälter und etwa die Hälfte an Gehältern insgesamt. Das wäre doch ein guter Richtwert.


Was anderes hat doch mein Vorposter auch nicht gesagt?!
Ich im übrigen auch nicht, nur Tickytacka hält das für "totalen Quatsch".


Die Rechnung ist nunmal nicht korrekt. Nur weil Watzke sagt das er bei 10 Millionen Umsatz 4 Millionen mehr in den Kader investieren kann, genauer in die Gehaltsstruktur hat er dadurch nicht die Wirtschaft revolutioniert. Aber gut, vielleicht ist Mathematik für den einen oder anderen so etwas weniger Defizil. Nein, natürlich ist Umsatz nicht gleich Umsatz, es gibt auch eine Kostenseite, das Wort Fixkostendegression spielt beim BVB auch keine Rolle, aber schnurz egal, Hauptsache wir erreichen unserer Umsatzziele und sehen sportlich mal wieder ordentliche Spiele. Dann kommt der Umsatz fast von alleine und der Etat kann wachsen.
BVB - Finanzen |#2297
27.08.2014 - 00:37 Uhr
Zitat von Tickytacka
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von gabrielinc
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von Tickytacka
Zitat von novacane

Watzke hat sich jetzt mehrfach zum Thema Gehaltsvolumen geäußert, u.a. dass 300Mio. Umsatz uns 120Mio. Gehalt ermöglichen und dass uns 10 Mio. mehr Umsatz 4 Mio. mehr Gehalt ermöglichen. Daraus wird dann deutlich, dass bei uns 40% als Gehaltslevel angenommen werden. Entspricht also bei unseren momentanen 260 Mio. etwas über 100Mio. Gehalt.


Die Rechnung ist totaler quatsch



Dann erklär mal.

Es hängt halt immer davon ab, welchen Umsatz du hast. Du kannst ein Unternehmen aufbauen, wo du Goldbarren für 100 Millionen kaufst und dann wieder für 100 Millionen verkaufst. Dann hast du vielleicht 100 Millionen Umsatz kannst dir aber trotzdem nichts dafür kaufen.

Umsatz lässt sich wegen eigener Ausgaben nie zu 100 Prozent in die Mannschaft stecken, sollte aber trotzdem auch etwas abwerfen. Das mit ca. 40 Prozent finde ich gar nicht mal so weit daneben. Im Moment stimmt es ja in etwa. Wir haben letzte Saison 100 Millionen an Gehältern gezahlt was den 40 Prozent entsprechen und Watzke sprach ja schon selbst von 120 Millionen (Mannschaft + ca. 30 Millionen Rest) Gehältern bei über 300 Millionen Umsatz. Das wären dann 40 Prozent des Umsatzes auf die Mannschaftsgehälter und etwa die Hälfte an Gehältern insgesamt. Das wäre doch ein guter Richtwert.


Was anderes hat doch mein Vorposter auch nicht gesagt?!
Ich im übrigen auch nicht, nur Tickytacka hält das für "totalen Quatsch".


Die Rechnung ist nunmal nicht korrekt. Nur weil Watzke sagt das er bei 10 Millionen Umsatz 4 Millionen mehr in den Kader investieren kann, genauer in die Gehaltsstruktur hat er dadurch nicht die Wirtschaft revolutioniert. Aber gut, vielleicht ist Mathematik für den einen oder anderen so etwas weniger Defizil. Nein, natürlich ist Umsatz nicht gleich Umsatz, es gibt auch eine Kostenseite, das Wort Fixkostendegression spielt beim BVB auch keine Rolle, aber schnurz egal, Hauptsache wir erreichen unserer Umsatzziele und sehen sportlich mal wieder ordentliche Spiele. Dann kommt der Umsatz fast von alleine und der Etat kann wachsen.


Ich verstehe Deinen Post nicht.

Watzke sagt nicht nur, dass man bei 10 Millionen mehr Gehalt 4 Millionen mehr für die Kadergehälter ausgeben kann (Vorsicht, "in den Kader investieren" ist etwas anderes weil das auch Transfersummen beinhaltet; Watzke spricht in beiden Interviews von "Gehaltsbudgets"). Er sagt auch, dass man bei 300 Millionen Euro Umsatz etwa 120 Millionen Euro für Gehälter ausgeben kann. Daraus schlussfolgere ich, dass unsere Oberen auf eine Ratio von Gehaltsbudget zu Umsatz von 40% planen und dies jetzt auch indirekt öffentlich preisgeben. Wenn man das als Milchmädchenrechnung auf unseren aktuellen Umsatz anwendet wären das etwas über 100 Millionen Euro.

Mehr nicht.
BVB - Finanzen |#2298
27.08.2014 - 00:42 Uhr
Zitat von novacane
Zitat von Tickytacka
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von gabrielinc
Zitat von AS_Pirin09
Zitat von Tickytacka
Zitat von novacane

Watzke hat sich jetzt mehrfach zum Thema Gehaltsvolumen geäußert, u.a. dass 300Mio. Umsatz uns 120Mio. Gehalt ermöglichen und dass uns 10 Mio. mehr Umsatz 4 Mio. mehr Gehalt ermöglichen. Daraus wird dann deutlich, dass bei uns 40% als Gehaltslevel angenommen werden. Entspricht also bei unseren momentanen 260 Mio. etwas über 100Mio. Gehalt.


Die Rechnung ist totaler quatsch



Dann erklär mal.

Es hängt halt immer davon ab, welchen Umsatz du hast. Du kannst ein Unternehmen aufbauen, wo du Goldbarren für 100 Millionen kaufst und dann wieder für 100 Millionen verkaufst. Dann hast du vielleicht 100 Millionen Umsatz kannst dir aber trotzdem nichts dafür kaufen.

Umsatz lässt sich wegen eigener Ausgaben nie zu 100 Prozent in die Mannschaft stecken, sollte aber trotzdem auch etwas abwerfen. Das mit ca. 40 Prozent finde ich gar nicht mal so weit daneben. Im Moment stimmt es ja in etwa. Wir haben letzte Saison 100 Millionen an Gehältern gezahlt was den 40 Prozent entsprechen und Watzke sprach ja schon selbst von 120 Millionen (Mannschaft + ca. 30 Millionen Rest) Gehältern bei über 300 Millionen Umsatz. Das wären dann 40 Prozent des Umsatzes auf die Mannschaftsgehälter und etwa die Hälfte an Gehältern insgesamt. Das wäre doch ein guter Richtwert.


Was anderes hat doch mein Vorposter auch nicht gesagt?!
Ich im übrigen auch nicht, nur Tickytacka hält das für "totalen Quatsch".


Die Rechnung ist nunmal nicht korrekt. Nur weil Watzke sagt das er bei 10 Millionen Umsatz 4 Millionen mehr in den Kader investieren kann, genauer in die Gehaltsstruktur hat er dadurch nicht die Wirtschaft revolutioniert. Aber gut, vielleicht ist Mathematik für den einen oder anderen so etwas weniger Defizil. Nein, natürlich ist Umsatz nicht gleich Umsatz, es gibt auch eine Kostenseite, das Wort Fixkostendegression spielt beim BVB auch keine Rolle, aber schnurz egal, Hauptsache wir erreichen unserer Umsatzziele und sehen sportlich mal wieder ordentliche Spiele. Dann kommt der Umsatz fast von alleine und der Etat kann wachsen.


Ich verstehe Deinen Post nicht.

Watzke sagt nicht nur, dass man bei 10 Millionen mehr Gehalt 4 Millionen mehr für die Kadergehälter ausgeben kann (Vorsicht, "in den Kader investieren" ist etwas anderes weil das auch Transfersummen beinhaltet; Watzke spricht in beiden Interviews von "Gehaltsbudgets"). Er sagt auch, dass man bei 300 Millionen Euro Umsatz etwa 120 Millionen Euro für Gehälter ausgeben kann. Daraus schlussfolgere ich, dass unsere Oberen auf eine Ratio von Gehaltsbudget zu Umsatz von 40% planen und dies jetzt auch indirekt öffentlich preisgeben. Wenn man das als Milchmädchenrechnung auf unseren aktuellen Umsatz anwendet wären das etwas über 100 Millionen Euro.

Mehr nicht.


Die Vorsicht wäre nicht geboten wenn du etwas aufmerksamer lesen würdest und das sollte nun genug zu dem Thema sein. Die Diskussion ist obsolet, da deine jetzige Aussage nicht mit der von mir angesprochenen Aussage korreliert.
BVB - Finanzen |#2299
27.08.2014 - 01:09 Uhr
Wenn ich bei Dir genauer lese kommen dabei Begriffe wie "Defizil" (wahrscheinlich meinst Du "diffizil") und ein falsches Verständnis von Korrelation zu Tage, daher war ich um eine Richtigstellung bemüht smile Diskussion von meiner Seite beendet.

Andere Frage: Wie ist das eigentlich mit der Dividende? Wenn ich das richtig verstehe heißt die Kapitalerhöhung jetzt auch, dass bei gleichbleibender Dividende pro Aktie (die 10 Cent) in den nächsten Jahren jetzt absolut mehr Dividende ausgeschüttet wird (durch die höhere Anzahl Aktien). Wäre ja auch ein netter Nebeneffekt für Evonik & Co.: Zwar wird mehr Sponsoring gezahlt, dass Geld fließt dann aber jedes Jahr wieder zum kleinen Teil als Dividende an Evonik zurück. Verstehe ich das so richtig?
BVB - Finanzen |#2300
27.08.2014 - 09:40 Uhr
Zitat von novacane

Zu der Diskussion weiter oben bezüglich strategische Beteiligung.

Mehr als 50% der Stimmrechte werden voll konsolidiert, ich denke darauf können wir uns bereits einigen.

Zu dem Level darunter "strategisches Investment" gibt es meines Wissens nach IFRS einige "weichere" Regeln, die hierfür angewandt werden (im englischen spricht man dafür von "significant influence", IAS 28). Normalerweise nimmt hierfür ab 20% der Stimmrechte (!) als Grundlage. 5% wären mir jetzt so also nicht bekannt. Dazu sind unsere Aktien stimmrechtslos, d.h. Puma kann selbst mit 51% der Aktien keine Kontrolle ausüben. Daher würde ich vermuten, dass dies keine Rolle spielt - auch wenn der Gedanke ein guter ist.


Danke für die Richtigstellung!


Zitat von novacane

Wenn ich bei Dir genauer lese kommen dabei Begriffe wie "Defizil" (wahrscheinlich meinst Du "diffizil") und ein falsches Verständnis von Korrelation zu Tage, daher war ich um eine Richtigstellung bemüht smile Diskussion von meiner Seite beendet.
Andere Frage: Wie ist das eigentlich mit der Dividende? Wenn ich das richtig verstehe heißt die Kapitalerhöhung jetzt auch, dass bei gleichbleibender Dividende pro Aktie (die 10 Cent) in den nächsten Jahren jetzt absolut mehr Dividende ausgeschüttet wird (durch die höhere Anzahl Aktien). Wäre ja auch ein netter Nebeneffekt für Evonik & Co.: Zwar wird mehr Sponsoring gezahlt, dass Geld fließt dann aber jedes Jahr wieder zum kleinen Teil als Dividende an Evonik zurück. Verstehe ich das so richtig?


Die Dividende wird ja zunächst als Gesamtbetrag festgelegt, je nach dem was an freien Mitteln am Ende des Geschäftsjahres zur Verfügung steht. In der Regel hat ein Unternehmen eine genaue Vorstellung, wie viel % davon in die Dividende fließen. Bei gleichbleibenden freien Mitteln würde sich also die Dividende bei jetzt mehr gehandelteten Aktien verringern.

Es gibt aber auch Unternehmen (wie z.B. die Deutsche Telekom), die stetig bemüht sind, die Dividendenzahlungen konstant zu belassen, und auch mal unabhängig von evtl. schlechteren Geschäftsjahren, die Höhe der Dividenden pro Aktie gleich zu belassen. Dies dient v.a. der Kurspflege und spricht auch konservativere Anleger an, die auch unabhängig von Kursschwankungen mit der Dividende ein bisschen Rendite einfahren.

Das hängt also vom BVB ab, wie dessen Dividendenstrategie ist. Bisher ist man schon eher dadurch aufgefallen, kursunterstützend agiert zu haben und will man auch in Zukunft die Möglichkeit haben, durch Kapitalerhöhungen Gelder zu generieren, kann es durchaus so sein, dass die 10 Cent pro Aktie konstant gehalten werden.

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