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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#261
28.02.2014 - 22:33 Uhr
Zitat von Vongola:
www.focus.de:
In den Logen munkelt man, dass im Sommer ein finanzstarker Investor beim BVB einsteigen wird, durchaus vergleichbar dem Allianz-Engagement in München. Dann schafft es der BVB vielleicht, sich als Talentlieferant für die ganz Großen zu verabschieden. Womöglich sogar mit einem neuen Vertrag für Gündogan.
Hab ich da was nicht mitbekommen?

Es wäre möglich, dass bei uns ein Investor im Sommer einsteigt?

Was munkelt man denn da?


Finde den Artikel ganz interessant. Ist zwar reine Spekulation, aber wäre das möglich?
Kenne mich da nicht so genau aus, aber was müsste denn passieren, um sich von der Börse zurückzuziehen ??

http://www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/eigenkapital/bvb-spekulationen-ueber-rueckzug-von-der-boerse/
BVB - Finanzen |#262
28.02.2014 - 22:43 Uhr
Zitat von Doerk:
Zitat von halbgott:
Zitat von Bronco007:
Also heißt das laienhaft ausgedrückt dass wir trotz höherer Personalkosten dennoch entsprechende Gewinne erzielen konnten ?


Genau das heißt es. Der Gewinn ist auch keineswegs schlecht. Aufs Jahr hochgerechnet hätte Borussia Dortmund möglicherweise einen höheren Gewinn als Bayern München, die immerhin ein Triple holten.

Die Personalkosten Quote wird aufs Jahr hochgerechnet ca. 40% betragen, das ist europaweit ein einigermaßen fantastischer Wert, wesentlich besser als bei Bayern München oder Schalke.


Ich bin nicht ganz sicher, ob du die richtigen erfolgskriterien für das finanzmanagement eines Fußballvereins heranziehst:

1. natürlich ist ein solider Gewinn was gutes. Eine Fußballmannschaft sollte aber eher den sportlichen Erfolg, nicht den Gewinn maximieren. Was passiert nämlich mit euren hohen gewinnen bei einem börsennotierten Club wie dem BVB: hohe steuerzahlungen, hoher Jahresende-Bonus für Watzke, hohe Dividende, wenig Cash für Transfers.

2. in diesem Sinne ist auch eine geringe personalkostenquote nicht was fantastisches, sondern gegebenfalls einfach Ausdruck dessen, dass diese Spieler nicht ihrem Marktwert entsprechend entlohnt werden (man denke an lewandowski und man fürchte um Reus und gündogan!)


Ich glaube auch kaum, dass man es drauf anlegt, um jeden Preis hohe Gewinne zu schreiben. Die sind aktuell eher Beifang, auch wenn natürlich ein Gewinn wichtig ist um mittelfristig Aktienkurs und Renommee am Markt zu stärken.
Dass die Gehaltsquote sich stückweise angleicht, daran besteht doch kein Zweifel. Nur muss auch das mit Augenmaß passieren. Eine Gehaltspolitik wie bei den blauen führt früher oder später zwangsläufig dazu, dass man entweder:
- aussergewöhnlichen sportlichen Erfolg haben muss
- einen Spieler abgeben muss
- oder tricksen muss über kreative Liquiditätsbeschaffungsmaßnahmen

Das alles scheint offensichtlich grade nicht gewünscht zu sein. Stattdessen versucht man, ein organisches Wachstum hinzukriegen, auch wenn der sportliche & finanzielle Erfolg den strukturellen Veränderungen vorauseilt.
Viele hier begehen immer den Fehler, aktuelle Zahlen zu nehmen und zu werten ohne sie in den Kontext eines Entwicklungsprozesses zu stellen.
Ein Beispiel: In Halle (Saale) ist oder war die Kanalisation für die noch verbleibende Einwohnerzahl überdimensioniert. Das ist ebenso offensichtlich wie die Finanzkennzahlen des BVB. Nur kann Halle genausowenig einfach mal sämtliche Straßen aufreißen um rückzubauen (auch, weil die Stadtgebiete ja trotzdem noch bewohnt sind). Folglich muss man stückweise und mittelfristig planend vorgehen um das ganz aufs rechte Maß zu bringen.
Nichts anderes tut der BVB, bloß in einem Wachstumsszenario: Man entwickelt und optimiert und vergrößert die nötigen Strukturen, aber nicht von heute auf morgen alles auf einmal, sondern so, dass man in einem Extremfall nicht sofort aller Handlungsoptionen beraubt ist.

Schau Dir Stuttgart an, die haben vorgemacht wie eine einmalige Meisterschaft und die Aussicht auf CL sofort die Kaderkosten in Höhen getrieben haben und bei ausbleibendem sportlichen Erfolg sofort zu Problemen führten. Ich halte es für extrem vernünftig, lieber den nächsten Schritt langsam und behutsam zu machen, als es übers Knie brechen zu wollen mit einem Risiko, dass schwer zu kalkulieren ist. Das mag schwer zu verstehen sein für jemanden, der Fan eines Vereins ist, für den solche Probleme seit den 70ern sekundär geworden sind.

Man sieht diese Muster aber im Fussball so oft, dass ein anderer Weg die damit verbunden nötige Geduld mE durchaus Wert ist. Gewisse Risiken hat man auf beide Weisen, aber nur bei einer weiß man, dass diese praktisch immer zum Scheitern verurteilt ist.

Außerdem ist ein nennenswerter Gewinn für den BVB auch insofern wichtig als dass hier Vergangenheitsbedingt Rücklagen und Strukturen noch verhältnismäßg anfällig sind gegen kurzfristige Rückschläge. Das wird sich nur langsam regeln, aber z.B. ein Jahr ohne CL muss in den Planungen eben auch machbar sein ohne sofort die Handlungsfähigkeit soweit einzuschränken, dass nur noch Verkauf von Spielern oder Investitionsstop die Konsequenz sind. Und das bedeutet, man braucht Speck auf den Rippen, neben allem, was sonst noch so dazugehört bei einem erfolgreichen Fussballverein.

•     •     •

// insert random smart statement here //
BVB - Finanzen |#263
28.02.2014 - 22:44 Uhr
Zitat von hotti16:
Zitat von Vongola:
www.focus.de:
In den Logen munkelt man, dass im Sommer ein finanzstarker Investor beim BVB einsteigen wird, durchaus vergleichbar dem Allianz-Engagement in München. Dann schafft es der BVB vielleicht, sich als Talentlieferant für die ganz Großen zu verabschieden. Womöglich sogar mit einem neuen Vertrag für Gündogan.
Hab ich da was nicht mitbekommen?

Es wäre möglich, dass bei uns ein Investor im Sommer einsteigt?

Was munkelt man denn da?


Finde den Artikel ganz interessant. Ist zwar reine Spekulation, aber wäre das möglich?
Kenne mich da nicht so genau aus, aber was müsste denn passieren, um sich von der Börse zurückzuziehen ??

http://www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/eigenkapital/bvb-spekulationen-ueber-rueckzug-von-der-boerse/


wurde hier auf den letzten Seiten doch shcon durchgekaut, ebenfalls im Watzke Thread.
Was passieren müsste? Der BVB würde ca. 500 - 600 Mio Euro benötigen um die Aktien zurückzukaufen.

•     •     •

Wehe man kritisiert die Blöd als das was sie ist.... das passiert wenn man seine Eigenständigkeit abgibt.
BVB - Finanzen |#264
28.02.2014 - 22:45 Uhr
Zitat von HaHa:
Zitat von hotti16:
Zitat von Vongola:
www.focus.de:
In den Logen munkelt man, dass im Sommer ein finanzstarker Investor beim BVB einsteigen wird, durchaus vergleichbar dem Allianz-Engagement in München. Dann schafft es der BVB vielleicht, sich als Talentlieferant für die ganz Großen zu verabschieden. Womöglich sogar mit einem neuen Vertrag für Gündogan.
Hab ich da was nicht mitbekommen?

Es wäre möglich, dass bei uns ein Investor im Sommer einsteigt?

Was munkelt man denn da?


Finde den Artikel ganz interessant. Ist zwar reine Spekulation, aber wäre das möglich?
Kenne mich da nicht so genau aus, aber was müsste denn passieren, um sich von der Börse zurückzuziehen ??

http://www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/eigenkapital/bvb-spekulationen-ueber-rueckzug-von-der-boerse/


wurde hier auf den letzten Seiten doch shcon durchgekaut, ebenfalls im Watzke Thread.
Was passieren müsste? Der BVB würde ca. 500 - 600 Mio Euro benötigen um die Aktien zurückzukaufen.


Sorry, tut mir leid...hab ich nicht gelesen !
BVB - Finanzen |#265
28.02.2014 - 22:55 Uhr
Zitat von gelbschreib:
Zitat von Doerk:
Zitat von halbgott:
Zitat von Bronco007:
Also heißt das laienhaft ausgedrückt dass wir trotz höherer Personalkosten dennoch entsprechende Gewinne erzielen konnten ?


Genau das heißt es. Der Gewinn ist auch keineswegs schlecht. Aufs Jahr hochgerechnet hätte Borussia Dortmund möglicherweise einen höheren Gewinn als Bayern München, die immerhin ein Triple holten.

Die Personalkosten Quote wird aufs Jahr hochgerechnet ca. 40% betragen, das ist europaweit ein einigermaßen fantastischer Wert, wesentlich besser als bei Bayern München oder Schalke.


Ich bin nicht ganz sicher, ob du die richtigen erfolgskriterien für das finanzmanagement eines Fußballvereins heranziehst:

1. natürlich ist ein solider Gewinn was gutes. Eine Fußballmannschaft sollte aber eher den sportlichen Erfolg, nicht den Gewinn maximieren. Was passiert nämlich mit euren hohen gewinnen bei einem börsennotierten Club wie dem BVB: hohe steuerzahlungen, hoher Jahresende-Bonus für Watzke, hohe Dividende, wenig Cash für Transfers.

2. in diesem Sinne ist auch eine geringe personalkostenquote nicht was fantastisches, sondern gegebenfalls einfach Ausdruck dessen, dass diese Spieler nicht ihrem Marktwert entsprechend entlohnt werden (man denke an lewandowski und man fürchte um Reus und gündogan!)


Ich glaube auch kaum, dass man es drauf anlegt, um jeden Preis hohe Gewinne zu schreiben. Die sind aktuell eher Beifang, auch wenn natürlich ein Gewinn wichtig ist um mittelfristig Aktienkurs und Renommee am Markt zu stärken.
Dass die Gehaltsquote sich stückweise angleicht, daran besteht doch kein Zweifel. Nur muss auch das mit Augenmaß passieren. Eine Gehaltspolitik wie bei den blauen führt früher oder später zwangsläufig dazu, dass man entweder:
- aussergewöhnlichen sportlichen Erfolg haben muss
- einen Spieler abgeben muss
- oder tricksen muss über kreative Liquiditätsbeschaffungsmaßnahmen

Das alles scheint offensichtlich grade nicht gewünscht zu sein. Stattdessen versucht man, ein organisches Wachstum hinzukriegen, auch wenn der sportliche & finanzielle Erfolg den strukturellen Veränderungen vorauseilt.
Viele hier begehen immer den Fehler, aktuelle Zahlen zu nehmen und zu werten ohne sie in den Kontext eines Entwicklungsprozesses zu stellen.
Ein Beispiel: In Halle (Saale) ist oder war die Kanalisation für die noch verbleibende Einwohnerzahl überdimensioniert. Das ist ebenso offensichtlich wie die Finanzkennzahlen des BVB. Nur kann Halle genausowenig einfach mal sämtliche Straßen aufreißen um rückzubauen (auch, weil die Stadtgebiete ja trotzdem noch bewohnt sind). Folglich muss man stückweise und mittelfristig planend vorgehen um das ganz aufs rechte Maß zu bringen.
Nichts anderes tut der BVB, bloß in einem Wachstumsszenario: Man entwickelt und optimiert und vergrößert die nötigen Strukturen, aber nicht von heute auf morgen alles auf einmal, sondern so, dass man in einem Extremfall nicht sofort aller Handlungsoptionen beraubt ist.

Schau Dir Stuttgart an, die haben vorgemacht wie eine einmalige Meisterschaft und die Aussicht auf CL sofort die Kaderkosten in Höhen getrieben haben und bei ausbleibendem sportlichen Erfolg sofort zu Problemen führten. Ich halte es für extrem vernünftig, lieber den nächsten Schritt langsam und behutsam zu machen, als es übers Knie brechen zu wollen mit einem Risiko, dass schwer zu kalkulieren ist. Das mag schwer zu verstehen sein für jemanden, der Fan eines Vereins ist, für den solche Probleme seit den 70ern sekundär geworden sind.

Man sieht diese Muster aber im Fussball so oft, dass ein anderer Weg die damit verbunden nötige Geduld mE durchaus Wert ist. Gewisse Risiken hat man auf beide Weisen, aber nur bei einer weiß man, dass diese praktisch immer zum Scheitern verurteilt ist.

Außerdem ist ein nennenswerter Gewinn für den BVB auch insofern wichtig als dass hier Vergangenheitsbedingt Rücklagen und Strukturen noch verhältnismäßg anfällig sind gegen kurzfristige Rückschläge. Das wird sich nur langsam regeln, aber z.B. ein Jahr ohne CL muss in den Planungen eben auch machbar sein ohne sofort die Handlungsfähigkeit soweit einzuschränken, dass nur noch Verkauf von Spielern oder Investitionsstop die Konsequenz sind. Und das bedeutet, man braucht Speck auf den Rippen, neben allem, was sonst noch so dazugehört bei einem erfolgreichen Fussballverein.


Ich finde die Entwicklung auch positiv, insbesondere bei den erlösen, die etwa beim Merchandising und im Sponsoring auf den gesteigerten Markenwert des BVB hinweisen.

Der Speck auf den Rippen, was ist das hier? Die cashbestände, das sieht ein wenig ernüchternder aus. Bei €6,8 Mio cashbestand und operativem Cashflow von nur €5 Mio. Im hj. sieht das erstmal in Hinsicht auf transferoffensive nicht so prickelnd aus.
BVB - Finanzen |#266
28.02.2014 - 22:57 Uhr
Zitat von hotti16:
Zitat von HaHa:
Zitat von hotti16:
Zitat von Vongola:
www.focus.de:
In den Logen munkelt man, dass im Sommer ein finanzstarker Investor beim BVB einsteigen wird, durchaus vergleichbar dem Allianz-Engagement in München. Dann schafft es der BVB vielleicht, sich als Talentlieferant für die ganz Großen zu verabschieden. Womöglich sogar mit einem neuen Vertrag für Gündogan.
Hab ich da was nicht mitbekommen?

Es wäre möglich, dass bei uns ein Investor im Sommer einsteigt?

Was munkelt man denn da?


Finde den Artikel ganz interessant. Ist zwar reine Spekulation, aber wäre das möglich?
Kenne mich da nicht so genau aus, aber was müsste denn passieren, um sich von der Börse zurückzuziehen ??

http://www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/eigenkapital/bvb-spekulationen-ueber-rueckzug-von-der-boerse/


wurde hier auf den letzten Seiten doch shcon durchgekaut, ebenfalls im Watzke Thread.
Was passieren müsste? Der BVB würde ca. 500 - 600 Mio Euro benötigen um die Aktien zurückzukaufen.


Sorry, tut mir leid...hab ich nicht gelesen !


wie kommt es zu dem betrag von 500-600 Mio? es gibt 61.425.000 aktien zu 3,935€ - wie du dem artikel auch entnehmen kannst, sind das ca 240 mio €
BVB - Finanzen |#267
28.02.2014 - 22:59 Uhr
Zitat von HaHa:
wurde hier auf den letzten Seiten doch shcon durchgekaut, ebenfalls im Watzke Thread.
Was passieren müsste? Der BVB würde ca. 500 - 600 Mio Euro benötigen um die Aktien zurückzukaufen.

Wieso denn bitte 500-600 Mio? Der Wert der Aktien in Fremdbesitz beträgt derzeit knappe 200 Mio € und für einen Rückkauf müsste der Verein sicherlich etwas mehr als das, aber wohl kaum das Dreifache hinlegen.
BVB - Finanzen |#268
28.02.2014 - 23:06 Uhr
Zitat von Doerk:
Zitat von gelbschreib:
Zitat von Doerk:
Zitat von halbgott:
Zitat von Bronco007:
Also heißt das laienhaft ausgedrückt dass wir trotz höherer Personalkosten dennoch entsprechende Gewinne erzielen konnten ?


Genau das heißt es. Der Gewinn ist auch keineswegs schlecht. Aufs Jahr hochgerechnet hätte Borussia Dortmund möglicherweise einen höheren Gewinn als Bayern München, die immerhin ein Triple holten.

Die Personalkosten Quote wird aufs Jahr hochgerechnet ca. 40% betragen, das ist europaweit ein einigermaßen fantastischer Wert, wesentlich besser als bei Bayern München oder Schalke.


Ich bin nicht ganz sicher, ob du die richtigen erfolgskriterien für das finanzmanagement eines Fußballvereins heranziehst:

1. natürlich ist ein solider Gewinn was gutes. Eine Fußballmannschaft sollte aber eher den sportlichen Erfolg, nicht den Gewinn maximieren. Was passiert nämlich mit euren hohen gewinnen bei einem börsennotierten Club wie dem BVB: hohe steuerzahlungen, hoher Jahresende-Bonus für Watzke, hohe Dividende, wenig Cash für Transfers.

2. in diesem Sinne ist auch eine geringe personalkostenquote nicht was fantastisches, sondern gegebenfalls einfach Ausdruck dessen, dass diese Spieler nicht ihrem Marktwert entsprechend entlohnt werden (man denke an lewandowski und man fürchte um Reus und gündogan!)


Ich glaube auch kaum, dass man es drauf anlegt, um jeden Preis hohe Gewinne zu schreiben. Die sind aktuell eher Beifang, auch wenn natürlich ein Gewinn wichtig ist um mittelfristig Aktienkurs und Renommee am Markt zu stärken.
Dass die Gehaltsquote sich stückweise angleicht, daran besteht doch kein Zweifel. Nur muss auch das mit Augenmaß passieren. Eine Gehaltspolitik wie bei den blauen führt früher oder später zwangsläufig dazu, dass man entweder:
- aussergewöhnlichen sportlichen Erfolg haben muss
- einen Spieler abgeben muss
- oder tricksen muss über kreative Liquiditätsbeschaffungsmaßnahmen

Das alles scheint offensichtlich grade nicht gewünscht zu sein. Stattdessen versucht man, ein organisches Wachstum hinzukriegen, auch wenn der sportliche & finanzielle Erfolg den strukturellen Veränderungen vorauseilt.
Viele hier begehen immer den Fehler, aktuelle Zahlen zu nehmen und zu werten ohne sie in den Kontext eines Entwicklungsprozesses zu stellen.
Ein Beispiel: In Halle (Saale) ist oder war die Kanalisation für die noch verbleibende Einwohnerzahl überdimensioniert. Das ist ebenso offensichtlich wie die Finanzkennzahlen des BVB. Nur kann Halle genausowenig einfach mal sämtliche Straßen aufreißen um rückzubauen (auch, weil die Stadtgebiete ja trotzdem noch bewohnt sind). Folglich muss man stückweise und mittelfristig planend vorgehen um das ganz aufs rechte Maß zu bringen.
Nichts anderes tut der BVB, bloß in einem Wachstumsszenario: Man entwickelt und optimiert und vergrößert die nötigen Strukturen, aber nicht von heute auf morgen alles auf einmal, sondern so, dass man in einem Extremfall nicht sofort aller Handlungsoptionen beraubt ist.

Schau Dir Stuttgart an, die haben vorgemacht wie eine einmalige Meisterschaft und die Aussicht auf CL sofort die Kaderkosten in Höhen getrieben haben und bei ausbleibendem sportlichen Erfolg sofort zu Problemen führten. Ich halte es für extrem vernünftig, lieber den nächsten Schritt langsam und behutsam zu machen, als es übers Knie brechen zu wollen mit einem Risiko, dass schwer zu kalkulieren ist. Das mag schwer zu verstehen sein für jemanden, der Fan eines Vereins ist, für den solche Probleme seit den 70ern sekundär geworden sind.

Man sieht diese Muster aber im Fussball so oft, dass ein anderer Weg die damit verbunden nötige Geduld mE durchaus Wert ist. Gewisse Risiken hat man auf beide Weisen, aber nur bei einer weiß man, dass diese praktisch immer zum Scheitern verurteilt ist.

Außerdem ist ein nennenswerter Gewinn für den BVB auch insofern wichtig als dass hier Vergangenheitsbedingt Rücklagen und Strukturen noch verhältnismäßg anfällig sind gegen kurzfristige Rückschläge. Das wird sich nur langsam regeln, aber z.B. ein Jahr ohne CL muss in den Planungen eben auch machbar sein ohne sofort die Handlungsfähigkeit soweit einzuschränken, dass nur noch Verkauf von Spielern oder Investitionsstop die Konsequenz sind. Und das bedeutet, man braucht Speck auf den Rippen, neben allem, was sonst noch so dazugehört bei einem erfolgreichen Fussballverein.


Ich finde die Entwicklung auch positiv, insbesondere bei den erlösen, die etwa beim Merchandising und im Sponsoring auf den gesteigerten Markenwert des BVB hinweisen.

Der Speck auf den Rippen, was ist das hier? Die cashbestände, das sieht ein wenig ernüchternder aus. Bei €6,8 Mio cashbestand und operativem Cashflow von nur €5 Mio. Im hj. sieht das erstmal in Hinsicht auf transferoffensive nicht so prickelnd aus.


Das entscheidende (um z.B. zum CF oder anderen aktuellen Kennzahlen zu kommen) ist, wie ich ja schrub, nicht, dass heute schon alles perfekt ist, sondern dass man den Weg ebnet, in Zukunft (Zeitfenster 3-4 Jahre oder mehr) die entsprechenden Möglichkeiten zu haben. Dazu muss natürlich auch heuer schon was passieren und vieles richtig laufen, aber keiner erwartet (oder sollte erwarten), dass hier in Beine investiert wird wie in London, Madrid oder München.

Frag ich mich aber auch mitunter wie das zusammengeht was die Berichte hergeben und was Akiso erzählt: Ich glaube jedenfalls, dass die kommende Transferperiode keinesfalls zu einem sonderlichen Paukenschlag führt - jedenfalls nicht aus dem Blickwinkel des interntionalen Fussballs (aus BVB Sicht dagegen wohl schon, weil klar ist, dass man relevant netto investieren wird müssen). 25 Mio. Nettoinvestitionen würde ich schon für sehr viel halten. Daher ärgert mich auch, dass Watzke so herumprahlen muss. Wenn er schon Ankündigungen macht, soll er das doch bitte mit Augenmaß tun.

•     •     •

// insert random smart statement here //
BVB - Finanzen |#269
28.02.2014 - 23:08 Uhr
Zitat von Osgood:
Zitat von HaHa:
wurde hier auf den letzten Seiten doch shcon durchgekaut, ebenfalls im Watzke Thread.
Was passieren müsste? Der BVB würde ca. 500 - 600 Mio Euro benötigen um die Aktien zurückzukaufen.

Wieso denn bitte 500-600 Mio? Der Wert der Aktien in Fremdbesitz beträgt derzeit knappe 200 Mio € und für einen Rückkauf müsste der Verein sicherlich etwas mehr als das, aber wohl kaum das Dreifache hinlegen.


Nun man kann nicht alle Aktien aufeinmal zurückkaufen. Sobald Aktien aufgekauft werden schießt der Kurs in die Höhe, da kommt man mit 3,95 Euro für 61 Mio AKtien nicht weit. Der Kurs dürfte dann locker die 7,8 oder sogar 10 Euro Marke sprengen je mehr Aktien vom Markt gehen. Das ist doch ganz normales Marktverhalten. Verknappe ein Gut und es wird teuer. Deswegen 500-600 Mio.

•     •     •

Wehe man kritisiert die Blöd als das was sie ist.... das passiert wenn man seine Eigenständigkeit abgibt.
BVB - Finanzen |#270
28.02.2014 - 23:14 Uhr
Zitat von HaHa:
Nun man kann nicht alle Aktien aufeinmal zurückkaufen. Sobald Aktien aufgekauft werden schießt der Kurs in die Höhe, da kommt man mit 3,95 Euro für 61 Mio AKtien nicht weit. Der Kurs dürfte dann locker die 7,8 oder sogar 10 Euro Marke sprengen je mehr Aktien vom Markt gehen. Das ist doch ganz normales Marktverhalten. Verknappe ein Gut und es wird teuer. Deswegen 500-600 Mio.

Auf einen Schlag wird man das logischerweise auch nicht machen - und wenn doch, dann wird man, wie in der freien Wirtschaft üblich, einen einheitlichen Preisvorschlag an alle Aktionäre richten und das nicht wahllos an der Börse machen. Man kauft jetzt aber schon seit geraumer Zeit schrittweise kleine Aktienpakete zurück, am Kurs hat sich in der Zeit nicht viel getan.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Osgood am 28.02.2014 um 23:14 Uhr bearbeitet
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