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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#10511
22.11.2024 - 11:12 Uhr
Zitat von Tremonia_Alex
besten Dank für den tollen Beitrag.

Das zeigt ja, dass man schon ein Stück weit am Maximum läuft und definitiv einige falsche Entscheidungen getroffen hat.
Natürlich ist zu erwähnen, dass niemand etwas für Corona kann, owbohl da viel durch die Erhöhung abgefedert wurde.

Was mir Sorge macht sind so weitere Transfers in "alte beine" wie du es formulierst.
Süle/bensebaini (wenn auch ablösefrei aber mit dickem Handgeld und dickem gehalt), Sabitzer, Anton, Guirassy (hier aber sportlich absoluter Mehrwert)


Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen. Sollte man es schaffen nach der Saison noch Haller, Can, Süle und Sabitzer abzugeben würde es vom Gehalt her wenigstens wieder in geregelten Bahnen verlaufen. Was Sorgen bereitet ist, dass nur noch wenige Spieler da sind, die ordentlich Ablöse generieren würden bzw überhaupt internationales Interesse erwecken. Kobel, Adeyemi, Schlotterbeck und JBG. Das wars. Malen findet keinen Club, der über uns anzusiedeln ist oder wenigstens mehr Gehalt zahlt aus der PL und um die 35mio auf den Tisch legt.
Das ist es was ich besorgniserregend finde. Es wurde sich in den vergangenen Jahren immer beschwert, dass man Leistungsträger, die für teuer Geld verkauft wurden, nicht halten könne. Mittlerweile gibt es kaum Leistungsträger und selbst wenn man wollte, holt sie uns keiner ab. Es muss wieder auf Spieler unter 23 bei den Neuzugängen gesetzt werden. Sollte mal ein erfahrener zum Nulltarif zu haben sein, kann man das machen, aber der Fokus sollte auf talentierten entwicklungsfähigen Spielern liegen. Selbst Chelsea oder PSG haben das erkannt und handeln mittlerweile so.

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BVB 26/27:
Kobel - Gadou, Anton, Schlotterbeck - Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson - Karetsas, Sancho - Guirassy
Bank: Drewes,Meyer,Anselmino,Reggiani,Prates,Can,Ryerson,Chukwuemeka,Kessie,Gittens,Lerma,Inacio,Beier,Silva

Zugänge: Sancho,Anselmino(Leihe),F. Kessie,Baum,Gittens(Leihe)
Abgänge: Mané(Leihe),Bensebaini,Sabitzer,Couto
BVB - Finanzen |#10512
22.11.2024 - 11:23 Uhr
Zitat von ollabohm
Zitat von Tremonia_Alex

besten Dank für den tollen Beitrag.

Das zeigt ja, dass man schon ein Stück weit am Maximum läuft und definitiv einige falsche Entscheidungen getroffen hat.
Natürlich ist zu erwähnen, dass niemand etwas für Corona kann, owbohl da viel durch die Erhöhung abgefedert wurde.

Was mir Sorge macht sind so weitere Transfers in "alte beine" wie du es formulierst.
Süle/bensebaini (wenn auch ablösefrei aber mit dickem Handgeld und dickem gehalt), Sabitzer, Anton, Guirassy (hier aber sportlich absoluter Mehrwert)


Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen. Sollte man es schaffen nach der Saison noch Haller, Can, Süle und Sabitzer abzugeben würde es vom Gehalt her wenigstens wieder in geregelten Bahnen verlaufen. Was Sorgen bereitet ist, dass nur noch wenige Spieler da sind, die ordentlich Ablöse generieren würden bzw überhaupt internationales Interesse erwecken. Kobel, Adeyemi, Schlotterbeck und JBG. Das wars. Malen findet keinen Club, der über uns anzusiedeln ist oder wenigstens mehr Gehalt zahlt aus der PL und um die 35mio auf den Tisch legt.
Das ist es was ich besorgniserregend finde. Es wurde sich in den vergangenen Jahren immer beschwert, dass man Leistungsträger, die für teuer Geld verkauft wurden, nicht halten könne. Mittlerweile gibt es kaum Leistungsträger und selbst wenn man wollte, holt sie uns keiner ab. Es muss wieder auf Spieler unter 23 bei den Neuzugängen gesetzt werden. Sollte mal ein erfahrener zum Nulltarif zu haben sein, kann man das machen, aber der Fokus sollte auf talentierten entwicklungsfähigen Spielern liegen. Selbst Chelsea oder PSG haben das erkannt und handeln mittlerweile so.


Du solltest aber nicht vergessen, daß für die von Dir Genannten auch Ersatz her müsste.
Da werden dann neben Ablösen und Gehältern auch wieder die Nebenkosten fällig, die man gerne bei all der Rechnerei vergisst.
Ich weiß jetzt nicht wie Beraterkosten verbucht werden, oder Handgelder.
Ich glaube mich erinnern zu können, daß Handgelder über die Gehälter verbucht werden, kann mich aber auch völlig irren.
Insgesamt wird es aber wohl so sein, daß man sicher Geld einsparen wird.
Moukoko würde ich übrigens mit in die Auflistung nehmen. Für den hat man 23/24 auch noch Gehalt bezahlt.
BVB - Finanzen |#10513
22.11.2024 - 11:25 Uhr
Zitat von ollabohm

Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen.


Hummels und Reus waren schon länger keine Topverdiener mehr, von ihrem Topgehalt im Bereich von 10-12 Millionen waren sie runter auf 6 bis 7 Millionen. Damit lagen sie schon teils deutlich hinter Haller, Süle, Kobel, Can und Sabitzer. Neben ihren sportlichen Wert hatten diese Spieler zudem einen positiven Einfluss auf den Markenwert. Zudem Hummels durch Waldemar Anton ersetzt wurde, der quasi das gleiche Gehalt bekommt.

Diese Rechnungen wurden hier im Forum schon öfters angestellt, man ging von einer Reduzierung der Gehaltsaufwendungen aus und am Ende gab es doch immer eine Steigerung. Evtl. sieht es dieses Mal etwas besser aus, weil man den ein oder anderen Spieler ersatzlos abgegeben hat, Stichwort kleiner Kader.

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Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."
BVB - Finanzen |#10514
22.11.2024 - 11:55 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Zitat von ollabohm

Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen.


Hummels und Reus waren schon länger keine Topverdiener mehr, von ihrem Topgehalt im Bereich von 10-12 Millionen waren sie runter auf 6 bis 7 Millionen. Damit lagen sie schon teils deutlich hinter Haller, Süle, Kobel, Can und Sabitzer. Neben ihren sportlichen Wert hatten diese Spieler zudem einen positiven Einfluss auf den Markenwert. Zudem Hummels durch Waldemar Anton ersetzt wurde, der quasi das gleiche Gehalt bekommt.

Diese Rechnungen wurden hier im Forum schon öfters angestellt, man ging von einer Reduzierung der Gehaltsaufwendungen aus und am Ende gab es doch immer eine Steigerung. Evtl. sieht es dieses Mal etwas besser aus, weil man den ein oder anderen Spieler ersatzlos abgegeben hat, Stichwort kleiner Kader.


Q1 ist ja schon raus, auch wenn es hier letzte Woche kaum besprochen wurde. Die Gehaltskosten sind dabei für das Quartal um 3 Mio. runter, was im Wesentlichen auf Sonderzahlungen zurückgeführt wird. Effektiv dürfte daher der Personalaufwand nicht gesunken sein, zumal die Kosten für Handel und Verwaltung weiter stiegen. Man sollte dennoch bedenken, dass die Hauptersparnis durch die Spieler kommen sollte, die aktuell verliehen sind und noch keinen Hebel auf den Etat in der Bilanz hatten, weil sie erst ganz am Ende von Q1 verliehen wurden. Eben Kaderspieler, die überstehen, aber dafür viel Geld kosten.
BVB - Finanzen |#10515
22.11.2024 - 12:11 Uhr
Zitat von MrSimpson
Zitat von ollabohm

Zitat von Tremonia_Alex

besten Dank für den tollen Beitrag.

Das zeigt ja, dass man schon ein Stück weit am Maximum läuft und definitiv einige falsche Entscheidungen getroffen hat.
Natürlich ist zu erwähnen, dass niemand etwas für Corona kann, owbohl da viel durch die Erhöhung abgefedert wurde.

Was mir Sorge macht sind so weitere Transfers in "alte beine" wie du es formulierst.
Süle/bensebaini (wenn auch ablösefrei aber mit dickem Handgeld und dickem gehalt), Sabitzer, Anton, Guirassy (hier aber sportlich absoluter Mehrwert)


Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen. Sollte man es schaffen nach der Saison noch Haller, Can, Süle und Sabitzer abzugeben würde es vom Gehalt her wenigstens wieder in geregelten Bahnen verlaufen. Was Sorgen bereitet ist, dass nur noch wenige Spieler da sind, die ordentlich Ablöse generieren würden bzw überhaupt internationales Interesse erwecken. Kobel, Adeyemi, Schlotterbeck und JBG. Das wars. Malen findet keinen Club, der über uns anzusiedeln ist oder wenigstens mehr Gehalt zahlt aus der PL und um die 35mio auf den Tisch legt.
Das ist es was ich besorgniserregend finde. Es wurde sich in den vergangenen Jahren immer beschwert, dass man Leistungsträger, die für teuer Geld verkauft wurden, nicht halten könne. Mittlerweile gibt es kaum Leistungsträger und selbst wenn man wollte, holt sie uns keiner ab. Es muss wieder auf Spieler unter 23 bei den Neuzugängen gesetzt werden. Sollte mal ein erfahrener zum Nulltarif zu haben sein, kann man das machen, aber der Fokus sollte auf talentierten entwicklungsfähigen Spielern liegen. Selbst Chelsea oder PSG haben das erkannt und handeln mittlerweile so.


Du solltest aber nicht vergessen, daß für die von Dir Genannten auch Ersatz her müsste.
Da werden dann neben Ablösen und Gehältern auch wieder die Nebenkosten fällig, die man gerne bei all der Rechnerei vergisst.
Ich weiß jetzt nicht wie Beraterkosten verbucht werden, oder Handgelder.
Ich glaube mich erinnern zu können, daß Handgelder über die Gehälter verbucht werden, kann mich aber auch völlig irren.
Insgesamt wird es aber wohl so sein, daß man sicher Geld einsparen wird.
Moukoko würde ich übrigens mit in die Auflistung nehmen. Für den hat man 23/24 auch noch Gehalt bezahlt.


Es lohnt sich hier m.E. immer nicht nur die eigentlichen Gehaltskosten heranzuziehen, sondern die gesamten wirtschaftlichen Aufwendungen pro Spieler pro Jahr zu nehmen. Also konkret die Gehaltsaufwendungen plus die Abschreibungen auf eine eventuell gezahlte Ablöse. Dies ergibt dann im Prinzip auch das Budget für den Nachfolger, wenn man mal unterstellt dass keine Einsparungen erforderlich sind.

Beim ablösefreien Süle liegen die Kosten nach Medienberichten wohl bei 12 bis 14 Mio. (nur Gehalt) pro Jahr. Bei Haller setzt sich die jährliche wirtschaftliche Belastung aus dem Gehalt von 10 Mio. und der jährlichen Abschreibung von 8 Mio. zusammen, sodass man hier insgesamt bei 18 Mio. liegt.

Potential für Einsparungen bzw. Budget-Umschichtungen auf andere Positionen bietet insbesondere Haller, der bereits ersetzt wurde und auf dessen Position kein weiterer Bedarf besteht.

Bei einem Austausch von Süle wird man wohl nur geringfügig an Budget reduzieren können, ein benötigter Ersatz wird eine ähnliche wirtschaftliche Belastung mit sich bringen (ggf. aber auch die Möglichkeit einer sportlichen Verbesserung), wenn man einmal Anton als Referenzgröße heranzieht mit 11 bis 12 Mio. Gesamtkosten (6 Mio. Gehalt plus 5,5 Mio. Abschreibung).
BVB - Finanzen |#10516
22.11.2024 - 12:12 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von MrSimpson

Zitat von ollabohm

Zitat von Tremonia_Alex

besten Dank für den tollen Beitrag.

Das zeigt ja, dass man schon ein Stück weit am Maximum läuft und definitiv einige falsche Entscheidungen getroffen hat.
Natürlich ist zu erwähnen, dass niemand etwas für Corona kann, owbohl da viel durch die Erhöhung abgefedert wurde.

Was mir Sorge macht sind so weitere Transfers in "alte beine" wie du es formulierst.
Süle/bensebaini (wenn auch ablösefrei aber mit dickem Handgeld und dickem gehalt), Sabitzer, Anton, Guirassy (hier aber sportlich absoluter Mehrwert)


Da würde mich nun die Statistik zur aktuellen Saison interessieren. Mit Hummels, Reus & Co haben uns ja auch Topverdiener verlassen. Sollte man es schaffen nach der Saison noch Haller, Can, Süle und Sabitzer abzugeben würde es vom Gehalt her wenigstens wieder in geregelten Bahnen verlaufen. Was Sorgen bereitet ist, dass nur noch wenige Spieler da sind, die ordentlich Ablöse generieren würden bzw überhaupt internationales Interesse erwecken. Kobel, Adeyemi, Schlotterbeck und JBG. Das wars. Malen findet keinen Club, der über uns anzusiedeln ist oder wenigstens mehr Gehalt zahlt aus der PL und um die 35mio auf den Tisch legt.
Das ist es was ich besorgniserregend finde. Es wurde sich in den vergangenen Jahren immer beschwert, dass man Leistungsträger, die für teuer Geld verkauft wurden, nicht halten könne. Mittlerweile gibt es kaum Leistungsträger und selbst wenn man wollte, holt sie uns keiner ab. Es muss wieder auf Spieler unter 23 bei den Neuzugängen gesetzt werden. Sollte mal ein erfahrener zum Nulltarif zu haben sein, kann man das machen, aber der Fokus sollte auf talentierten entwicklungsfähigen Spielern liegen. Selbst Chelsea oder PSG haben das erkannt und handeln mittlerweile so.


Du solltest aber nicht vergessen, daß für die von Dir Genannten auch Ersatz her müsste.
Da werden dann neben Ablösen und Gehältern auch wieder die Nebenkosten fällig, die man gerne bei all der Rechnerei vergisst.
Ich weiß jetzt nicht wie Beraterkosten verbucht werden, oder Handgelder.
Ich glaube mich erinnern zu können, daß Handgelder über die Gehälter verbucht werden, kann mich aber auch völlig irren.
Insgesamt wird es aber wohl so sein, daß man sicher Geld einsparen wird.
Moukoko würde ich übrigens mit in die Auflistung nehmen. Für den hat man 23/24 auch noch Gehalt bezahlt.


Es lohnt sich hier m.E. immer nicht nur die eigentlichen Gehaltskosten heranzuziehen, sondern die gesamten wirtschaftlichen Aufwendungen pro Spieler pro Jahr zu nehmen. Also konkret die Gehaltsaufwendungen plus die Abschreibungen auf eine eventuell gezahlte Ablöse. Dies ergibt dann im Prinzip auch das Budget für den Nachfolger, wenn man mal unterstellt dass keine Einsparungen erforderlich sind.

Beim ablösefreien Süle liegen die Kosten nach Medienberichten wohl bei 12 bis 14 Mio. (nur Gehalt) pro Jahr. Bei Haller setzt sich die jährliche wirtschaftliche Belastung aus dem Gehalt von 10 Mio. und der jährlichen Abschreibung von 8 Mio. zusammen, sodass man hier insgesamt bei 18 Mio. liegt.

Potential für Einsparungen bzw. Budget-Umschichtungen auf andere Positionen bietet insbesondere Haller, der bereits ersetzt wurde und auf dessen Position kein weiterer Bedarf besteht.

Bei einem Austausch von Süle wird man wohl nur geringfügig an Budget reduzieren können, ein benötigter Ersatz wird eine ähnliche wirtschaftliche Belastung mit sich bringen (ggf. aber auch die Möglichkeit einer sportlichen Verbesserung), wenn man einmal Anton als Referenzgröße heranzieht mit 11 bis 12 Mio. Gesamtkosten (6 Mio. Gehalt plus 5,5 Mio. Abschreibung).


Danke für die Erläuterung.
BVB - Finanzen |#10517
22.11.2024 - 13:39 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Tremonia_Alex

Ich weiss es ist hier regelmäßig Thema, aber mir lässt es irgendwie keine Ruhe, da ich auf dem Gebiet der Finanzen schlichtweg unwissend bin.

Wir haben einen Umsatz von 400/500 Mio. je nach Transfereinnahmen. 500 Mio. exklusive Transfers wurden ja mal erreicht bzw. sind dauerhaft Ziel laut Watzke.

Jetzt wurde vor ein paar Tagen öffentlich, dass im Winter nichts mehr gemacht wird, weil u.g. das Budget im Sommer komplett verblasen wurde. Man konnte herauslesen, dass nur was geht wenn z.B. Malen verkauft werden kann.

Meine simple Frage nun: Woran liegt das?

Bei solch einem Umsatz müsste doch viel mehr Geld auf der hohen Kante liegen.
Die Werbeeinnahmen sind in schwierigen Zeiten doch scheinbar gut. Das Stadion ist immer voll.
Fehlt viel im Merchandising? Sind die Personalkosten zu hoch? Wobei ich in diesem Punkt ja immer lese das die Quote in dem Bereich auch super ist.

Ich würde als Laie einfach nur gerne verstehen wieso wir so knapp bei Kasse sind bei einer halben Milliarde Umsatz jedes Jahr.


Die Personalkostenquote ist ok, aber nicht super. Super wäre sie, wenn der Kader problemloser in die CL käme und hie und da ein paar Euro zurückgelegt werden können. Das ist offensichtlich nicht der Fall und lässt sich auch recht gut veranschaulichen:

Saison | Personalkostenquote (mit Transfers) | PKQ (ohne Transfers) | Finanzmittelfonds
13/14 | 41,3% | 42,1% | 17,85 Mio.
14/15 | 42,7% | 44,7% | 53,74 Mio.
15/16 | 37,3% | 49,9% | 51,72 Mio.
16/17 | 43,9% | 54,2% | 49,30 Mio.
17/18 | 34,8% | 59,6% | 59,46 Mio.
18/19 | 41,8% | 55,4% | 55,87 Mio.
19/20 | 43,6% | 58,1% | -4,71 Mio.
20/21 | 60,4% | 64,5% | 1,73 Mio.
21/22 | 50,1% | 65,8% | 10,57 Mio.
22/23 | 45,8% | 56,5% | 4,50 Mio.
23/24 | 42,0% | 52,7% | 4,36 Mio.

2014 waren die Schulden, die unter Meier/Niebaum angehäuft wurden, endlich wieder abgetragen. Dazu gab es die erste Kapitalerhöhung unter Watzke im selben Jahr, die letztendlich viel Cash einbrachte, wodurch der Finanzmittelfonds - umgangssprachlich auch als Festgeldkonto bekannt - in die Höhe schoss, obwohl die Personalkosten bereits Stück für Stück anstiegen. 2019 beschloss man dann das Festgeldkonto aufzulösen und in den Kader zu investieren, da man sich offenbar über teure Verkäufe im Risiko abgesichert sah.

Dummerweise rächte sich das, weil in der Saison unerwartet die Pandemie aufkam und dadurch die Umsätze massiv einbrachen, aber der Kostenapparat enorm angehoben wurde. Teilweise wurde das dann 2021 über eine weitere Kapitalerhöhung aufgefangen, aber die Investitionen von damals hängen uns immer noch massiv nach, indem man vor allem in alte Beine investierte - was streng genommen kein Invest ist - und die jungen Beine vielfach schon wieder zu Geld gemacht wurden, ohne aber damit die Kosten wieder komplett in den Griff zu bekommen, wodurch man auf dem Transfermarkt nicht mal vollständig ausgeben kann, was man einnimmt.

Zwar sind wir hier wieder auf einem guten Weg, aber noch nicht dort angekommen, wo man hin muss, um aus dem operativen Geschäft finanziellen Speck ansetzen zu können. Gerade auch deswegen, da man bedenken muss, dass wir letzte Saison durch das CL Finale Sondereffekte im Umsatz haben, die keine Normalität darstellen. Zumal die Sondereffekte in den letztjährigen Kosten durchaus dafür sprechen, dass in zusätzlichen Spielen für den BVB gar nicht so viel mehr Gewinn steckt. Entsprechend ist man bei den Personalkosten eben weiterhin nicht ganz angekommen, wo man hin sollte, relativ zum regelmäßigen Umsatz.


Finanziell Speck ansetzen, Personalkosten reduzieren und gleichzeitig einigermaßen souverän die CL erreichen, ist aber schon der Optimalfall vom Optimalfall. Das muss zwar iwo das Ziel sein, als besonders realistisch betrachte ich das in der aktuellen Situation aber nicht.

Der Kader hat immer noch Baustellen, die im Sommer nicht angegangen wurden. Und selbst wenn, fehlt uns auf ein paar Positionen aber die hohe individuelle Qualität um mal eben locker in die CL zu kommen. Gleichzeitig muss die Jugend auch entsprechend konsequent gefördert werden, was aktuell auch nur minimal passiert.
Da wir immer wiederkehrende Verletzungen einkalkulieren müssen, braucht der Kader eigentlich schon im Winter 2-3 Verstärkungen in Spitze und Breite, wie du ja auch in deiner Schmiede dargestellt hattest. Das führt zu neuen Investitionen und Kapital-Einsatz. Bekommt man im Sommer Spieler wie Özcan, Süle, Malen, Moukoko, vielleicht Haller, 26 dann Bensebaini etc von der Payroll, gleicht das einen Teil des Winter-Invest aus, im Sommer muss man ja aber wahrscheinlich ja den Großteil seiner Transfers tätigen.
Wollen wir zudem mal wieder ein Top-Talent a la Rigg an Land ziehen, braucht es dafür auch schon wieder massiv Kapital.

Insgesamt wird es eine Herkulesaufgabe alles miteinander zu verbinden. Man muss die exakt richtigen Leute holen, muss die Jugend konsequent fördern, um Folge-Investitionen zu vermeiden und den Etat zu reduzieren. Gleichzeitig muss die dann vorherrschende Qualität schon so hoch sein, dass die CL entspannter erreicht werden kann. Das beisst sich aber alles iwo.

Ich persönlich sehe es eher als realistisch an, dass wir unseren Etat nicht sonderlich reduzieren können, sondern regelmäßig, trotz Verkäufe, investieren müssen in Qualität und Talent. Schafft man es dann iwie noch jährlich 1-2 Jugendspieler zu integrieren, schafft man es vielleicht ein wenig Kosten zu sparen, aber nicht im großen Stil.
Die Gefahr eines Verpassens der CL ist einfach viel zu hoch und spätestens dann muss man eh umdisponieren.

•     •     •

BVB till I die!
BVB - Finanzen |#10518
22.11.2024 - 14:02 Uhr
Allesamt interessante Beiträge die bei mir deutlich Licht ins Dunkel bringen.

2025 wird am Kader vermutlich aus freien Stücken nicht so viel passieren, da nahezu nichts an Verträgen dort ausläuft.
2026 könnte dann ein entscheidender Sommer für uns werden wenn Verträge von Süle, Can, Brandt,Groß, Reyna, Malen oder Haller auslaufen.
Wenn ich ehrlich bin sehe ich zu diesem Zeitpunkt alle 7 als zwingend nötige Abgänge an, aber bis dahin kann viel passieren!
BVB - Finanzen |#10519
22.11.2024 - 18:02 Uhr
Moin!
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Transfers der letzten zehn Jahre zu listen und finanziell auszuwerten (Zumindest bis Stand Sommer '24).
Ich habe dabei den Zeitraum betrachtet, den die Spieler bei uns waren, wieviel sie für diese Zeit im Paket gekostet haben (Ungenauigkeiten sind klar, Handgelder liegen weitgehend im Dunkeln, aber die grobe Richtung dürfte zumindest stimmen), welchen Erlös sie beim Weggang brachten (gewertet habe ich nur 70% der Ablösen wegen Steuern etc.), zudem wie viel sie pro gespielter Minute gekostet haben.
Hier schonmal meine Liste der größten Geldverschlinger und -bringer der letzten zehn Jahre:

"Verschlinger": Anz. Jahre I Kostenpaket (Mio) I Kosten/min I Erlöse (Mio) I Alter bei Abgang I Saldo (Mio)
Hummels 5 I 74,5 I 4,8 I - I 35 I -74,5
Can 5 I 67 I 5,7 I - I noch da I -67
Götze 4 I 65 I 10,4 I - I 28 I -65
Witsel 4 I 63,5 I 4,9 I - I 33 I -63,5
Brandt 5 I 60 I 4,3 I - I noch da I -60

"Bringer": Anz. Jahre I Kostenpaket (Mio) I Kosten/min I Erlöse (Mio) I Alter bei Abgang I Saldo (Mio)
Dembélé 1 I 38 I 11,2 I 135 I 20 I 56,5
Bellingham 3 I 40 I 3,7 I 113 I 20 I 39,1
Sancho 4 I 30 I 3,0 I 85 I 21 I 29,5
Merino 1 I 4,5 I 15,0 I 10 I 21 I 2,5
Haaland 2,5 I 40 I 5,5 I 60 I 22 I 2

Ich würde aber auch gerne - zumindest grob - einbringen, welche Leistungen sie bei uns erbracht haben, damit dieser Gegenwert nicht unter den Tisch fällt und eine solche Liste etwas zielführender darstellt, welche Transfers finanziell für die Füße / Gold wert waren.

Bisherige Idee wäre einen Leistungsfaktor pro Jahr von 0 bis +5 zu nehmen, davon die Summe der gesamten Zeit zu bilden, dann jedem Leistungspunkt ein Wertäquivalent gegenüberzustellen und das finanzielle Saldo damit zu verrechnen.
Gerade der Leistungsfaktor ist aber sehr subjektiv und das Äquivalent (z.B. 3Mio/Leistungspunkt) wirkt sehr aus der Luft gegriffen. Hat jemand da ne clevere Idee/Anmerkung für mich, wie man das angehen könnte ohne wahnsinnig vielschichtig Leistungsindikatoren aufzuschlüsseln und auszuwerten?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 22.11.2024 um 18:11 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#10520
22.11.2024 - 19:21 Uhr
Ich habe mir mal überlegt wie viel Geld man tatsächlich weniger nach einem verpassen der CL zur Verfügung hätte. Ist natürlich nur eine Schätzung/Milchmädchenrechnung die sicherlich nicht 100% genau ist. Dennoch bin ich von meinen Schlussfolgerungen grundsätzlich überzeugt.

Aktuell verdient man in der CL, vorausgesetzt man schafft es ins Achtelfinale, irgendetwas zwischen 80 und 90 Millionen € (Rechner). Im Geschäftsbericht 23/24 wurden 89,1 Millionen € genannt. Neben diesen Einnahmen gibt es dann noch die 5 Heimspiele und schwer abschätzbare Sponsorengelder.

Qualifiziert man sich für die Europa-League sind diese Einnahmen natürlich geringer. Schafft man es ins Viertelfinale hat man ungefähr 15 Millionen € Einnahmen aus Preisgeld und weitere ~15 Millionen (ich habe mich hier an den Einnahmen der Roma aus dem Jahr 22/23 orientiert) aus vom Koeffizient abhängigen Rängen.

Hinzu kommt mindestens die gleiche Anzahl an Heimspielen (tendenziell sogar mehr) und geringere Sponsoreneinnahmen durch nicht Auszahlung von Prämien. Bei den Sponsoreneinnahmen finde ich im Geschäftsbericht keine genauen Zahlen zur genauen Höhe der Erfolgsboni, ich würde aber schätzen das die rund 147 Millionen € aus Werbung zurück gehen würden. Die ausbleibenden Einnahmen werden sich allerdings auf die Jahre 24/25 und 25/26 aufteilen. Ebenfalls werden einnahmen aus Merchandising sicherlich etwas zurückgehen. In kompletter Summe rechne ich hier mit 20-30 Millionen weniger Einnahmen (wäre prozentual ähnlich mit den von Dortmund gezahlten Boni) über beide Jahre Verteilt.
Gleichzeitig müssen aber auch geringere Prämien an Spieler gezahlt werden (Rang 5 oder 6 in der BL + Europa-League). Im Geschäftsbericht werden Bonuszahlungen des Jahres 22/23 (Platz 2 BL, CL-Achtelfinale) in höhe von ~25 Millionen € genannt und um im Jahr 23/24 (Platz 5 BL, CL Qualifikation und CL-FInale) in höhe von ~33 Millionen genannt. Hier erwarte ich Einsparungen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags im Jahr 24/25 (Platz 5 BL, keine CL-Qualifikation und CL-Achtelfinale) und Einsparungen in ähnlicher Höhe im Geschäftsjahr 25/26 (hoffentlich wieder CL Qualifikation aber EL-Bonuszahlungen anstelle CL-Bonuszahlungen).
Ich behaupte hier einfach mal das die Einsparungen auf der Kostenseite ungefähr mit den Rückgängen auf der Einnahmenseite übereinstimmen. Individuelle Leistungsabhängige Bonuszahlungen werden natürlich weiterhin gezahlt allerdings dürften diese, nach einer schlechteren Saison in der BL und CL, auch geringer ausfallen.

Bleibt also eine ungefähre Differenz von 50-60 Millionen bei den Internationalen TV-Einnahmen, welche sich durch besseres/schlechteres Abschneiden in CL oder EL natürlich verändern kann. Die Erlöse pro Heimspiel werden denke ich ähnlich sein. Gleichzeitig halte ich es aber für wahrscheinlich 1-2 Heimspiele mehr zu bekommen in etwa Mehreinnahmen von ~2-2.5 Millionen € pro Spiel entsprechen würde.

Welche Bedeutung hat diese Differenz nun für den Verein? Die genannten 50-60 Millionen Euro entsprechen ungefähr dem Investitionsvolumen der aktuellen Saison auf dem Transfermarkt, wenn das Handgeld für Guirassy eingerechnet wird. Die 'fixen' Kosten, so meine Erwartung, sollten insgesamt ebenfalls nicht wachsen und tendenziell sogar sinken. Laut Capology hat man fixe Gehaltskosten i.h.v. 111 Millionen Euro in der aktuellen Saison vergleichen mit den 133 Millionen Euro (125 fixe Gehälter + 8 für Leihen) Personalkosten des Jahres 23/24. Gleichzeitig gibt es allerdings weitere 20-25 Millionen Kosten durch die Kaufpflicht für Yan Couto. Ebenfalls kommen viele der verliehen Spieler wieder. Allerdings kann man sicherlich einige von ihnen erneut verleihen um Personalkosten zu sparen. Auf der Einnahmenseite für das Jahr 24/25 erwarte ich zwar keine Wiederholung der 509 Millionen Euro des Jahres 23/24, allerdings wird der Rückgang durch den höheren Einnahmenschlüssel der Champions League überschaubar sein (Club WM mal schauen, rechne da aktuell mit 0€). Im Jahr 25/26 wird dann der Einbruch auf der Erlösseite zu sehen sein.
Insgesamt fehlt einem dann in dem einen Jahr Europa-League oder in dem Jahr danach, je nachdem ob man die erwarteten Einnahmen oder die vergangen Einnahmen als Investitionsgrundlage nimmt, Geld um in den Kader ohne Einnahmen zu investieren. Allerdings gehe ich nicht davon aus das man auf Transferüberschüsse angewiesen sein wird um die schwarze Null zu halten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 22.11.2024 um 19:23 Uhr bearbeitet
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