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Arminen-Interviews

29.09.2005 - 14:51 Uhr
Arminen-Interviews |#21
11.08.2006 - 12:33 Uhr
"Genug Potenzial für den Klassenerhalt"
Kaufs Warnung an Boulahrouz

Bielefeld (pep). Außerhalb des Platzes hält sich Rüdiger Kauf gern im Hintergrund. Doch sobald Arminias Mittelfeldspieler den Rasen betritt, verdient er sich durch Engagement und Verantwortung großen Respekt bei Teamgefährten und gegnerischen Spielern. Vor dem Saisonstart äußert sich der Routinier über die neue Arminia und den ersten Gegner.

Der aktuelle Leistungsstand: "Grundsätzlich habe ich ein gutes Gefühl. Alle haben während der Vorbereitung gut mitgezogen. Wir müssen es nun auch auf dem Platz besser umsetzen. Gegen Utrecht hätte die Abwehrleistung der ganzen Mannschaft besser sein können. Besonders bei Standardsituationen haben wir nicht besonders gut ausgesehen, aber das werden wir in den Griff bekommen."

Das Potenzial der Mannschaft: "Es ist wie jedes Jahr – wir werden drei, vier Spiele brauchen, um richtig in Schwung zu kommen. Dann wird man sehen, wie weit wir sind. Vom Potenzial her dürften wir eigentlich nicht absteigen. Sicherlich wird uns in dieser Saison niemand unterschätzen. Dass wir nicht mehr Absteiger Nummer eins sind, könnte eine Gefahr sein. Auf keinen Fall dürfen wir uns in Sicherheit wiegen."

Die Neuzugänge: "Ob sie alle einschlagen, wird sich erst während der Saison zeigen. Von der Menge her haben wir jetzt so viele Leute dazubekommen, dass wir alle Positionen mehrfach besetzen können."

Der Saisonstart in Hamburg: "Unser Auftaktprogramm ist sicherlich nicht einfach. Persönlich spiele ich allerdings zu Beginn lieber gegen starke Gegner. Die müssen auch erst ins Rollen kommen. So ganz weiß man in Hamburg doch auch noch nicht, wo die Mannschaft steht."

HSV-Verteidiger Khalid Boulahrouz: "Ich bin nicht grundsätzlich gegen ihn, soll er doch spielen. Aber mich regt auf, dass da einer, wie im letzten Spiel geschehen, zwei unserer Leute weghaut und nicht einmal zugibt, dass es ein Foul war. Problematisch wird es, wenn solche Leute dann auch noch von den Vereinsverantwortlichen geschützt werden. Wenn der am Samstag wieder so einsteigt, bin ich aber dabei. Da können sie sicher sein."

Quelle: www.nw-news.de

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Arminen-Interviews |#22
08.09.2006 - 22:26 Uhr
Von Heesen: "Es ist unsere Pflicht, weiterzukommen"

Interview für das Pfullendorfer Stadionmagazin PRESSING.

Thomas von Heesen (44) ist verheiratet und hat zwei Töchter. Als Spieler machte er vor allem in seiner Zeit beim Hamburger SV (1980-1994) auf sich aufmerksam, als er zweimal Deutscher Meister wurde und 1983 den Europapokal gewann. Mit Arminia Bielefeld (1994-1999) stieg er in die Bundesliga auf und übernahm dort sogar seinen ersten Posten als Trainer. Nach einem Intermezzo beim 1. FC Saarbrücken (2000/2001) zog es ihn zurück auf die Alm, wo er drei Jahre als Geschäftsführer tätig war, ehe er 2005 erneut das Amt des Trainers übernahm.

Herr von Heesen, den Saisonstart Ihrer Mannschaft hätten Sie sich bestimmt besser vorgestellt, zudem fällt Stürmer Abdelaziz Ahanfouf mit einem Wadenbeinbruch längere Zeit aus. Was dürfen wir von der Arminia beim Auftritt in Pfullendorf erwarten: Pflichtprogramm oder Kür?

Natürlich ist es unsere Pflicht eine Runde weiter zu kommen. Zudem hat der Pokal immer seinen eigenen Reiz, was wir letztendlich in den letzten zwei Jahren erlebt haben.

Für den SC Pfullendorf ist das DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten aus Bielefeld das Spiel des Jahres. Welche Bedeutung hat das Gastspiel in der südbadischen Provinz für Sie und Ihre Mannschaft einmal abgesehen vom finanziellen Aspekt?

Wir haben in den letzten Zwei Jahren jeweils das Halbfinale erreicht, so dass die Spieler hoch motiviert sind, auch in diesem Jahr wieder so weit wie möglich zu kommen.

Ihr Trainerkollege Hermann Gerland vom FC Bayern München II sagte einmal, er habe es aufgrund der Stärke seiner eigenen Mannschaft nicht nötig, Gegner im Vorfeld beobachten zu lassen. Wie bereiten Sie sich als Trainer auf ein Aufeinandertreffen mit einem vermeintlichen "Underdog" vor?

Wir haben uns wie bei jedem Gegner, egal ob erste, zweite oder dritte Liga, professionell vorbereitet und die Mannschaft von Pfullendorf in verschiedenen Spielen gesehen und analysiert.

Durch die Länderspielpause liegen zwischen dem Pokalspiel und ihrem letzten Pflichtspiel in Mönchengladbach über zwei Wochen. Kommt Ihnen die Pause gelegen oder könnte das vielleicht auch ein Nachteil sein?

Eine Pause ist immer gut um spieltaktisch Dinge weiter zu intensivieren. Allerdings reicht die Pause nicht aus um die verletzten Spieler Abdelaziz Ahanfouf, Sibusiso Zuma und Fatmir Vata zurück in den Spielbetrieb zu bringen.

Wie sieht eigentlich die Arbeitswoche eines Fußballprofis bei Arminia Bielefeld aus? Nur mit Training ist es doch nicht getan, oder?

Jeder Spieler hat sieben bis neun Einheiten zu absolvieren, wobei die praktischen Übungseinheiten sowie die taktischen Besprechungen eingeschlossen sind. Darüber hinaus hat jeder Profi im Bereich Körperpflege (Behandlungen, Massage etc.) eine Eigenverantwortung zu tragen. Auch Pressetermine und Autogrammstunden gehören zum täglichen Leben eines Profis.

Sie können eine stolze Summe von 385 Bundesliga- und 32 Europacupeinsätzen vorweisen, spielten neben Bielefeld auch 14 Jahre für den Hamburger SV. Welches sind die Momente, die Ihnen heute im Rückblick auf Ihre aktive Karriere am eindrucksvollsten erscheinen?

Ich bin stolz, 14 Jahre beim HSV gespielt zu haben und in dieser Zeit die größten Erfolge des Clubs feiern zu können.

Sie waren nach ihrer Laufbahn als Spieler zunächst als Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld tätig. Wo sehen Sie denn persönlich Ihre Zukunft: Weiterhin am Spielfeldrand als Trainer oder zieht es Sie womöglich zurück an den Schreibtisch?

Ich bin gerade dabei, an der Sporthochschule in Köln die Trainerlehrer-Lizenz zu erwerben und damit ist die Frage wohl beantwortet.

Quelle: http://www.sc-pfullendorf.de/magazin/artikel.php?artikel=1343&type=2&menuid=36&topmenu=221

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DSC Arminia Bielefeld - Darmstadt 98 5:0 (2:0)
21. 04. 1979, Arminia:
Stein-Pagelsdorf-Moors-Pohl-Angele-Graul-Eilenfeldt-Sackewitz-Weidle-Köstner-Ellbracht
1:0 Ellbracht (29.), 2:0 Graul (44.), 3:0 Westenberger (ET, 54.), 4:0, 5:0 Eilenfeldt (64., 74.)

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Arminen-Interviews |#23
14.09.2006 - 00:33 Uhr
"Trainerdiskussion ist Quatsch"
Kapitän Hain über Wege aus der kritischen Situation

Bielefeld. Das Pokal-Aus in Pfullendorf hat für miese Stimmung gesorgt. Arminia Bielefelds Mannschaftskapitän Mathias Hain bezeichnet die Situation des DSC als kritisch. Im Gespräch mit Peter Burkamp betont der Keeper jedoch, dass es trotz des sportlichen Misserfolgs innerhalb der Mannschaft stimmt: "Von Streit bei Arminia kann keine Rede sein." Hain erwartet, dass die Mannschaft das vom in die Kritik geratenen Trainer in sie gesetzte Vertrauen zurückzahlt.

Nach der 1:2-Pokalpleite in Pfullendorf hagelte es Kritik. Wie sind Sie persönlich und die Mannschaft damit umgegangen?
MATHIAS HAIN: Die Kritik ist berechtigt, so dass wir sie auch ertragen müssen. Ich gestehe ein, dass mir nach diesem Spiel auch die Argumente fehlten. Wir müssen uns jetzt mit der Situation auseinander setzen. Jeder einzelne sollte über seine Leistung nachdenken.

Haben Sie als Kapitän nach Trainer Thomas von Heesen und Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig auch einige Worte an die Mannschaft gerichtet?
HAIN: Ja. Ich denke, es ist wichtig, wenn erfahrene Spieler, die auch sonst Verantwortung übernehmen, etwas sagen. Für mich ist das selbstverständlich und gehört zu meiner Natur. Ich spreche an, was mir wichtig ist, dabei nehme ich nicht in Anspruch, dass ich immer richtig liege. Jeder, der Verbesserungsvorschläge hat, kann und soll sich melden.

Nach nur einem Punkt in der Liga und dem Pokal-Aus sprechen viele von einem Fehlstart. Wie schätzen Sie die Situation ein?
HAIN: Von einem Fehlstart zu sprechen, ist sicherlich zu einfach. Man müsste dafür die Situation von mehreren Seiten beleuchten. Angesichts der Gegner sind wir gar nicht so schlecht gestartet. Fakt ist aber, dass wir seit fünf Monaten kein Spiel mehr gewonnen haben und uns das alle sehr ärgert. Grundsätzlich sollte man jetzt nichts dramatisieren, aber ich habe schon die Empfindung, dass wir nach sehr langer Zeit mal wieder in einer kritischen Situation stecken.

Sehen Sie den Zusammenhalt in der Mannschaft gefährdet?
HAIN: Nein, absolut nicht. Wenn es heißt, wir wären innerhalb der Truppe zerstritten, ist das totaler Unsinn. Erst heute werden wir uns zu einem schon länger geplanten Mannschaftsabend zusammen finden. Wir hatten am Montag eine Aussprache und versuchten, die Gründe für die Niederlage in Pfullendorf zu finden. Ich habe nicht das Gefühl, dass es Dissonanzen gibt  – ganz im Gegenteil. Gemeinsam und offen wird bei uns darüber diskutiert, was wir verbessern können. Ganz wichtig ist, dass wir gemeinsam in eine Richtung gehen, sobald wir den Platz betreten – und bisher haben wir das immer gut hingekriegt.

Im Fan-Forum auf der Internetseite des DSC Arminia wird schon von einigen Benutzern die Ablösung des Trainers gefordert. Wie denken Sie darüber?
HAIN: Es ist völliger Quatsch, das alles jetzt am Trainer festzumachen. Das kommt mir vor wie ein Frustventil von einigen Fans, die enttäuscht über unser schlechtes Abschneiden sind und jetzt Luft ablassen müssen. Ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich behaupte, dass Thomas von Heesen und mit ihm Frank Geideck und Thomas Schlieck hervorragende Arbeit leisten. Alle drei machen sich viele Gedanken darüber, wie sie uns weiterbringen können. Thomas von Heesen hat sich immer vor uns gestellt. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Mannschaft mal etwas zurückzahlt.

Es hapert im Moment also an der Umsetzung der im Training erarbeiteten Inhalte.
HAIN: Da ist was dran. So platt es auch klingt – in erster Linie müssen wir versuchen, uns auf die wesentlichen Tugenden zu besinnen: Laufbereitschaft und Einsatzwillen. Gegen Bayern München müssen wir am Samstag wieder über den Kampf zum Spiel kommen.

Quelle: www.nw-news.de

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Arminen-Interviews |#24
20.09.2006 - 21:05 Uhr
Thorben Marx (Arminia Bielefeld) im Interview

Von der Hauptstadt nach Ostwestfalen. Thorben Marx hat sich ebenso wie unser Oliver Schröder der Alten Dame Hertha den Rücken zu kehren und bei einem anderen Verein anzuheuern. Marx schloss sich vor der Saison Arminia Bielefeld an und fand sich dort direkt in der Stammformation wider. Mit der Arminia will Marx am Sonntag in Bochum die Leistung aus dem Bayern-Spiel bestätigen.

Hallo Thorben. Wie fühlt sich ein gebürtiger Berliner in Ostwestfalen?

Ich fühle mich sehr wohl in Bielefeld und das vom ersten Tag an. Ich bin super von der Mannschaft und den Fans aufgenommen worden und das erleichtert die Eingewöhnung erheblich. Ich habe mit dem Wechsel zur Arminia alles richtig gemacht.

Du hast wie dein früherer Teamkollege Oliver Schröder deine gesamte Karriere in der Hauptstadt gespielt. Warum jetzt die Entscheidung für Bielefeld?

Mein Vertrag bei Hertha lief aus und es war für beide Seiten klar, dass wir den Vertrag nicht verlängern. Die Zeit für eine Luftveränderung war eindeutig gekommen und ich fühlte mich auch reif für diesen Schritt. Ich wollte den nächsten Schritt machen und vor allem auch spielen und das war bei Hertha beides nicht möglich, also habe ich mit ein paar Vereinen gesprochen und mich dann für Arminia Bielefeld entschieden.

Beim VfL Bochum kursierte dein Name auch durch die Presse. Warum bist du Oliver Schröder nicht nach Bochum gefolgt?

Es gab auch Gespräche mit dem VfL, aber Arminia hatte zum Schluss die Nase vorne bei meiner Entscheidung.

Am Sonntag kommt Arminia Bielefeld ins rewirpowerSTADION. Unter welchen Vorzeichen geht ihr das Spiel an?

Der VfL Bochum ist ein Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenerhalt und wir wollen den Punkteabstand bewusst halten zum VfL. Dafür ist am Sonntag natürlich wenigstens ein Punkt nötig, ich beschwere mich aber sicher nicht, wenn es noch zwei Punkte mehr werden. Wir rechnen uns, vor allem nach dem Sieg gegen Bayern München, Chancen in Bochum aus.

Du sprichst es an, ihr habt am vierten Spieltag den amtierenden Meister aus München geschlagen. Platzt ihr nun vor Selbstvertrauen?

Platzen ist ein bisschen übertrieben, aber wir haben schon Selbstvertrauen tanken können gegen die Bayern. Letztlich gibt aber auch ein Sieg gegen Bayern München nur drei Punkte in der Bundesliga und die kommenden Aufgaben werden dadurch auch nicht leichter. Wir müssen weiterhin konzentriert spielen und in Bochum unseren Trend bestätigen. Aber man kann sagen, dass nach einem durchschnittlichen Saisonstart der Sieg gegen die Bayern zum richtigen Zeitpunkt kam.

Der VfL Bochum ist momentan Schlusslicht der Bundesliga, konnte aber beim Tabellenführer punkten. Wie bewertest du das Leistungsvermögen des VfL?

Der VfL Bochum hat eine gute Truppe zusammen, die sich momentan noch unter ihren Möglichkeiten präsentieren. In der zweiten Liga haben die Bochumer sehr guten Fußball gespielt und die Liga dominiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis bei den Bochumern der Knoten platz und das wahre Leistungsvermögen zum Tageslicht kommt - aber bitte schön nicht gegen uns am Sonntag.

Vielen Dank für das Gespräch.

Quelle: http://www.vfl-bochum.de/newscache/meldung_3096.htm

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DSC Arminia Bielefeld - Darmstadt 98 5:0 (2:0)
21. 04. 1979, Arminia:
Stein-Pagelsdorf-Moors-Pohl-Angele-Graul-Eilenfeldt-Sackewitz-Weidle-Köstner-Ellbracht
1:0 Ellbracht (29.), 2:0 Graul (44.), 3:0 Westenberger (ET, 54.), 4:0, 5:0 Eilenfeldt (64., 74.)

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Arminen-Interviews |#25
23.09.2006 - 09:37 Uhr
"So ein Stadion ist immer ein Pulverfass"
DAS INTERVIEW: Arminias Fanbeauftragter Venghaus über Rechtsradikalismus auf der Tribüne

Bielefeld. Dumpfes rassistisches Gegröle in Fußballstadien hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) alarmiert. Torsten Ziegler sprach mit dem DSC-Fanbeauftragten Christian Venghaus (34), wie sich Arminia Bielefeld gegen solche Ausfälle wappnet.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat nach den Schmährufen in Rostock gegen Asamoah und in Aachen gegen Kahe und Sichone "wesentlich stärkere Maßnahmen der Klubs" gefordert. Was unternimmt Arminia?

CHRISTIAN VENGHAUS: Wir haben schon etwas getan, bevor diese Forderung erhoben wurde. Vor dem Spiel gegen die Bayern hat die Mannschaft ein großes Banner beider Vereine ins Stadion getragen. Darauf war die klare Position "gegen Rassismus und Demagogie" zu lesen. Dasselbe Banner hatten wir auch schon morgens in der Stadt gegen den Aufmarsch der NPD platziert.

Was bewirkt eine Aktion dieser Art?

VENGHAUS: Sie regt zu Diskussionen an. Der Verein hat in seiner Historie immer wieder kleinere Aktionen in dieser Richtung gehabt. Aber dieses war das deutlichste Zeichen.

Wie groß ist die Gefahr, dass es auch durch DSC-Fans zu Parolen gegen ausländische Profis kommt und damit nach neuesten DFB-Richtlinien Geldstrafe, Spielabbruch oder Punktabzug drohen?

VENGHAUS: Ich kann es mir bei uns nicht vorstellen. Zu sagen, es wird nie passieren, ist aber auch nicht möglich. Mit diskriminierenden Äußerungen sind bei uns auch schon deutsche Spieler belegt worden. Ich will das nicht verharmlosen, wenn aber Schiedsrichter vor der Entscheidung stehen, ein Spiel abzubrechen, müssten sie schon unterscheiden zwischen Rufen mit klarem rassistischen Hintergrund und Provokationen gewisser Reizfiguren.

Das müssen Sie erklären!

VENGHAUS: Ein Dariusz Wosz aus Bochum, ein Carsten Jancker zu seinen Münchner Zeiten oder der Leverkusener Ulf Kirsten - an diesen Spielern haben sich unsere Fans jahrelang gerieben. Beleidigungen inbegriffen. Es ist aber eine ganz andere Dimension, wenn Spieler wegen ihrer Hautfarbe angepöbelt werden. Man muss schon sehen, wie tief man in die Maulkorbkiste greift. Ich glaube einfach, dass wir durch die Vielfalt in unseren Kadern in den vergangenen Jahren davon ausgehen dürfen, dass eine multinationale Akzeptanz da ist. Außerdem ist unsere Fanszene ja auch wunderbar bunt gemischt.

Wie groß schätzen Sie den Personenkreis in der Schüco-Arena, der bereit wäre, rechtsradikale Parolen zu brüllen?

VENGHAUS: Kann ich nicht schätzen. Wir haben ein breites Zuschauerspektrum, doch wenn’s um Fußball geht, sind alle unpolitisch. So ein Stadion mit fast 27.000 Menschen ist aber immer ein Pulverfass. Die Gefahr ist: Irgendeiner fängt an mit dem Geschrei und die 13-, 14-, 15-Jährigen wollen sich in den Vordergrund stellen, brüllen als Trittbrettfahrer mit. Da müssen wir aufpassen.

Gibt es bei Arminia einen Katalog für Gegenmaßnahmen, die unmittelbar im Stadion ergriffen würden?

VENGHAUS: Ich hörte, der DFB und die Deutsche Fußball-Liga würden in Kürze über einen solchen Katalog beraten. Bei uns würde natürlich sofort der Stadionsprecher eingreifen, er ist in dieser Hinsicht speziell sensibilisiert. Wir würden nicht warten, bis uns der Schiedsrichter zu einer entsprechenden Durchsage auffordert. Nachher würden wir den Dialog mit allen Fan-Gruppen suchen. Aber wir haben auch immer wieder beobachtet, dass die Fans untereinander beispielsweise in Internetforen sehr kritisch mit Fehlverhalten umgehen und versuchen, sich gegenseitig zu regulieren.

Gibt es einen Ehrenkodex?

VENGHAUS: Zuerst der Verein, dann die Mannschaft, alles andere steht hinten an. Das hat Arminia schon in den 80er Jahren, als es auch beim DSC noch so genannte Problemfans gab, von anderen Klubs unterschieden. Die sind wirklich vorrangig zum Fußball gefahren, während Hooligans anderer Klubs ausschließlich an Prügeleien interessiert waren. Wir müssen hoffen, dass sich der Ehrenkodex auf die vielen Jugendlichen überträgt, die bei Arminia jetzt reinschnuppern.

Wo stößt der Klub an seine Aufsichtsgrenzen?

VENGHAUS: Genau bei diesen Jugendlichen, die sich noch nicht so an den Klub binden lassen. Die schauen erstmal, wie weit sie so gehen können.

Unterscheiden sich DSC-Heim-Fans von DSC-Auswärts-Fans?

VENGHAUS: Ja, da ist Alkohol momentan leider ein Riesenthema. Der Konsum bei den Auswärtsfahrten hat zugenommen, eindeutig, und er senkt bekanntlich die Hemmschwelle. Wir versuchen zusammen mit dem Fan-Projekt, dem Dachverband und der Polizei in unseren Sonderzügen präventiv vorzugehen. Viele Bundesligisten lassen auch am Stadion schon ins Röhrchen pusten. Wer erkennbar klar über den Durst getrunken hat, kommt nicht ins Stadion.

Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/

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Arm. Bielefeld - Arm. Hannover 11:0 (5:0)
23. 5. 80:
Schüller-Büscher-Eilenfeldt-Krobbach-Meier-Pagelsdorf-Peitsch-Pohl-Sackewitz-Schock-Schröder
1:0, 5:0 Pagelsdf., 2:0, 10:0 Eilenfdt., 3:0, 6:0, 9:0 Sackewitz, 4:0, 8:0 Büscher, 7:0 Schock, 11:0 Krobbach

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Gegen die Putin-Diktatur und den Angriffskrieg - Freiheit und Frieden für die Ukraine! An der Seite aller Ukrainer:innen und Russ:innen, die den Krieg ablehnen!
Arminen-Interviews |#26
27.10.2006 - 07:11 Uhr
"In der Familie habe ich Spaß wiedergefunden"
INTERVIEW: Wichniarek von einer Last befreit

Bielefeld. Beim gestrigen Testspiel gegen den Ortsrivalen VfB Fichte konnte Artur Wichniarek nicht mitmachen: Den Stürmer plagen muskuläre Probleme. Da hat "König Artur" schon ganz andere Sorgen gehabt. Drei Jahre der Erfolglosigkeit, verbunden mit teilweise unberechtigt harter Kritik, nagten so sehr am Polen, dass er sich öffentlich zu seiner Situation nicht mehr äußerte. Im Exklusiv-Interview mit Rainer Klusmeyer brach Wichniarek sein Schweigen.

Alle Welt fragt sic h, was Ihr merkwürdiger Jubel bei Ihrem ersten Saisontor, dem 1:1-Ausgleich beim 2:1-Sieg über Bayern München, zu bedeuten hatte.
ARTUR WICHNIAREK: Das war der Moment, auf den ich sehr, sehr lange gewartet hatte. Endlich wird man für die harte Arbeit belohnt, und das auch noch gegen Bayern München, so dass keiner sagen kann, das sei irgendein leichter Gegner gewesen. Es war einfach wunderbar - wie eine Befreiung.

Wenn Sie sagen Befreiung, dann muss ja vorher eine Last auf Ihnen gelegen haben.
WICHNIAREK: Wundert Sie das? Das erste halbe Jahr bei Arminia war ja wirklich, genau wie vorher die zweieinhalb Jahre bei Hertha, keine schöne und einfache Zeit für mich.

Wer hat Ihnen in dieser Phase die Kraft gegeben, den Kampf um ein gelungenes Comeback aufzunehmen und zu bestehen?
WICHNIAREK: Zuallerst natürlich meine Familie. Bei meiner Frau, meinen beiden Kindern und meiner Mutter habe ich den Spaß wiedergefunden. Dazu hat auch mein Berater Grajewski immer zu mir gehalten. Ein richtig guter Freund ist mein früherer Deutschlehrer Krzysztof geworden. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass für jeden Menschen gerade eine solche schwere Phase sehr hilfreich ist, weil er seine wahren Freunde erkennt.

Sie waren früher der "König" von Bielefeld. Kann es sein, dass Sie deshalb nach der Heimkehr aus dem Berliner Exil besonders kritisch beäugt worden sind?
WICHNIAREK: Das müssen die Leute beurteilen, die mich so stark kritisiert haben. Viele Fans auf der Tribüne aber haben auch noch meinen Namen gerufen, als es nicht so gut lief. Diese Reaktion zeigt mir, dass es viele gibt, die nicht vergessen haben, dass ich 50 Tore für Arminia geschossen habe.

Umso mehr muss Sie getroffen haben, dass Sie zwischenzeitlich eigentlich keine Rolle mehr in den Planungen spielten.
WICHNIAREK: Das war eine große Enttäuschung, ohne Zweifel. Keiner kann erahnen, wie hart diese Zeit wirklich war. Aber es hilft nichts, darüber zu jammern. So ist eben das Leben.

Sie werden kaum bestreiten können, dass Sie in ihrem ersten halben Jahr nach der Rückkehr Probleme hatten, das DSC-System zu verinnerlichen.
WICHNIAREK: System oder Taktik nicht begriffen - leicht gesagt. Es ist nicht so einfach, sich in das Spiel einzubinden, wenn man nur einmal spielt und dann zehnmal auf der Bank sitzt. Nichts geht über Spielpraxis. Mir blieb nur, hart zu arbeiten. Die Teamkollegen haben mir bestätigt, dass sie mit mir zufrieden sind und sich freuen, dass der Knoten geplatzt ist.

Mit zwei Toren und zwei Vorlagen standen Sie in der Scorer-Liste des Kicker zwischenzeitlich sogar in der Top 10.
WICHNIAREK: Das habe ich auch gehört - und dabei haben die mir sogar noch einen Scorer-Punkt vom Bayern-Spiel geklaut, weil ich ja den Freistoß herausgeholt habe, den Jonas Kamper zum 2:1 verwandelt hat. Und gegen Mainz hätten es drei weitere Scorer-Punkte sein können, wenn die Chancen genutzt worden wären. Da muss ich mit den Jungs wohl mal ein ernstes Wort reden.

Es scheint, als haben Sie auch ein wenig von Ihrem Optimismus und Humor wiedergefunden.
WICHNIAREK: Ich möchte es mal so beschreiben, wie ich es schon bei einem Fan-Treff nach unserem 1:1 in Hamburg gesagt habe: Ich hatte drei perfekte Jahre bei Arminia. Danach folgten drei ganz schlechte Jahre. Und ich hoffe, dass nun drei neue perfekte Jahre angebrochen sind.

Quelle: www.nw-news.de

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B I E L E F E L D
meine heimat. mein verein.
Arminen-Interviews |#27
13.01.2007 - 07:28 Uhr
"Der Trend ist eindeutig positiv"
DAS INTERVIEW: Arminias Schuler teilt die Golf-Leidenschaft seines Kumpels Korzynietz nur bedingt

Huelva-Cartaya. Bei Arminia Bielefeld geht die Richtung klar nach oben, sagt Markus Schuler. Auch deshalb hat sich der Abwehrspieler entschieden, gestern nach zweieinhalb guten Jahren seine Unterschrift unter einen neuen Drei-Jahres-Vertrag zu setzen. Im Trainingslager plauderte Schuler mit NW-Redakteur Peter Burkamp über seinen persönlichen Höhenflug, Zimmernachbar Bernd Korzynietz und die Entwicklung des DSC Arminia.

Was hat sich der Fußballer Markus Schuler für das neue Jahr vorgenommen?
MARKUS SCHULER: Ich hoffe, dass wir stärker als 2006 aus der Rückrunde kommen, damit wir den Klassenerhalt so schnell wie möglich erreichen. Ich denke, dass ist mit diesem Team machbar. Wir haben aktuell den stärksten Kader, seit ich hier bin. Für mich persönlich hoffe ich natürlich, dass ich hier in Spanien die Grundlagen lege, um am ersten Spieltag gegen den HSV in der Stammformation zu stehen.

Es wird schwer für Sie, die Hinserie zu toppen. Nimmt man die Kicker-Rangliste, sind Sie hinter Philipp Lahm der beste deutsche Linksverteidiger der Liga. Was bedeutet diese Beurteilung für Sie?
SCHULER: Wenn sie auf die Nationalmannschaft anspielen, so denke ich darüber nicht nach, außerdem war mit Marcell Jansen aus Gladbach ein guter Linksverteidiger lange verletzt. Natürlich freue ich mich über diese Beurteilung. Ich denke, sie bringt auch Arminia mehr bundesweite Aufmerksamkeit. Ich sehe es ohnehin als Bestätigung für das Team. In einem guten Team kann man auch als Einzelner, speziell als Abwehrspieler, gut aussehen und es fällt leichter, starke Spiele abzuliefern.

Was ist in dieser Saison von Arminia noch zu erwarten?
SCHULER: Wir haben sicherlich eine gute Ausgangslage und nicht den Druck des Gewinnen müssens. Aber wir dürfen uns auch nie zu sicher sein. Ein Tief kann die Situation schnell verändern. Grundsätzlich sehe ich aber einige Mannschaften klar hinter uns. Und wenn man Mal an Platz sechs geschnuppert hat, hat man Blut geleckt.

Befinden Sie sich im zehnten Profijahr auf dem Leistungshöhepunkt?
SCHULER: Vielleicht ist das so. Ich habe bei Arminia in der Bundesliga Tritt gefasst, nachdem ich in Hannover ein Jahr lang reingeschnuppert hatte. Es ist schön zu sehen, dass es stetig bergauf geht.

Worin liegt der Aufschwung begründet?
SCHULER: Da spielen sicherlich viele Faktoren eine Rolle. Ich und meine Familie haben nach Hannover hier das ruhige Umfeld gefunden, welches wir brauchen. Wir fühlen uns wohl. Der Trainer setzt Vertrauen in mich, das ich gern zurückgeben will. Unser System passt. Die Defensivarbeit beginnt schon bei den Stürmern. Ein Rädchen greift ins andere, da kann ich auch mal als Außenverteidiger mit nach vorn gehen.

Fehlt nur noch ein Tor zum vollkommenen Glück. . .
SCHULER: Ja, es wäre mal an der Zeit. Wenn mir nicht Fredi Bobic in Hannover mal eins weggeschnappt hätte, hätte ich immerhin schon eins. So müssen wir in die 2. Liga bei Mainz zurückgehen, wenn es um mein letztes Tor geht. Vielleicht sollte ich es aus 40 Metern mal versuchen und auf eine Windböe hoffen. Oder ich stelle mich beim Elfmeter an. Dann müssten wir aber schon sehr hoch führen.

Sie sind im dritten Jahr in Bielefeld. Wie hat sich die Arminia in dieser Zeit entwickelt?

SCHULER: Wir waren am Anfang der Underdog Nummer eins, hatten uns gut mit der Rolle abgefunden, zur Winterpause schon ordentlich gepunktet und einige Spieler wie Patrick Owomoyela herausgebracht. Bis heute haben wir uns in der Breite qualitativ stark verbessert, auch die wirtschaftliche Situation des Klubs hat sich positiv entwickelt. Da ist eine Basis entstanden. Es ist schön, bei diesem Prozess dabei gewesen zu sein. Mittlerweile spielen wir schon im dritten Jahr eine gute Rolle in der Liga. Der Trend ist eindeutig positiv.

War das mit ein Grund, um zu verlängern?
SCHULER: Logisch, das spielt eine große Rolle. Die Richtung bei Arminia geht klar nach oben. Außerdem fühlen wir uns privat wohl in Bielefeld.

Sie werden im Sommer 30. Denkt man da schon an die Zeit nach dem Fußball?
SCHULER: Klar, immer mal wieder, auch wenn ich nach Ablauf des neuen Vertrags gern noch etwas länger Fußball spielen möchte. Grundsätzlich hätte ich Spaß daran, mit Jugendlichen zu arbeiten. Dazu müsste ich vielleicht den Trainerschein machen. Möglicherweise entwickelt sich auch etwas aus meinem Sportmanagement-Studium, das ich vor zwei Jahren abgeschlossen habe. Es ist nicht mein Ding, den ganzen Tag Golf zu spielen, auch wenn ich mir in den vergangenen Jahren einige Rücklagen schaffen konnte.

Sie verstehen sich bekanntlich gut mit Ihrem Pendant auf der anderen Abwehrseite. Auch Bernd Korzynietz steht in Vertragsgesprächen. Bleiben Sie im Paket?
SCHULER: Ich habe vorgelegt, jetzt ist Bernd dran. Spaß beiseite: Wir verstehen uns gut, das ist letztlich aber nicht ausschlaggebend für eine Vertragsverlängerung. Ich habe da keinen Einfluss. Das ist allein die Sache von Bernd und seiner Familie.

Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/

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Gegen die Putin-Diktatur und den Angriffskrieg - Freiheit und Frieden für die Ukraine! An der Seite aller Ukrainer:innen und Russ:innen, die den Krieg ablehnen!
Arminen-Interviews |#28
23.01.2007 - 11:27 Uhr
„Müssen noch enger zusammenrücken“
ARMINIA: Hain vertraut von Heesen weiter

Bielefeld (pep). Mathias Hain ist zuversichtlich, dass die Mannschaft sich von der Entscheidung ihres Trainers, den Klub im Sommer zu verlassen, nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lässt. „Wir wollen das mit Thomas bis zum letzten Spieltag durchziehen“, sagte der DSC-Kapitän im Gespräch mit dieser Zeitung.


Wie haben Sie und das Team die Neuigkeit aufgenommen?


MATHIAS HAIN: Vom Team waren zunächst alle überrascht, aber irgendwann musste ja eine Entscheidung fallen. Thomas hat uns seinen Standpunkt dargelegt und aus seiner Sicht war die Entscheidung erklärbar. Er hat das sicher nicht aus einer Laune heraus gemacht. Ich persönlich hätte es gern gesehen, wenn er weitergemacht hätte, aber so ist nun mal das Profigeschäft. Letztlich ist es gut, dass die Diskussion vorbei ist und nun hoffentlich Ruhe einkehrt.


Welche Auswirkungen hat die neue Situation?


HAIN: Wenn ich das Gespräch mit der Mannschaft betrachte, würde ich sagen, es gibt keine Probleme und wir werden mit der neuen Situation umgehen können. Trotzdem müssen wir die Entwicklung erstmal sacken lassen und werden uns noch einmal zusammensetzen.


Wird ein guter Rückrundenstart jetzt nicht noch wichtiger?


HAIN: Viel hängt jetzt von der Einstellung jedes Einzelnen ab. Für mich kam immer der Erfolg der Mannschaft an erster Stelle. Wir müssen noch enger zusammenrücken, zumal unser Auftaktprogramm hammerhart ist.


Wer sollte neuer Trainer werden?


HAIN: Das interessiert mich im Moment gar nicht. Wir haben eine schwere Rückrunde und was danach kommt, ist für mich noch weit weg. Ich gehe davon aus, dass Arminia wieder einen guten Trainer findet, der hier auf eine Top-Mannschaft trifft.


Würden Sie sich wünschen, dass die Vereinsführung die älteren Spieler und Sie um Rat fragt?


HAIN: Wenn ich gefragt werde, dann sage ich gern meine Meinung. Ich habe nun schon mit vielen Trainern zusammengearbeitet, glaube aber nicht, dass einer von denen in Frage kommt.

Quelle: www.nw-news.de

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Arminia!!!
Arminen-Interviews |#29
06.02.2007 - 07:10 Uhr
"Kämpfen hat nicht gereicht"
DSC-Kapitän Hain zeigt Verständnis für verärgerte Fans
VON PETER BURKAMP

Bielefeld. Mit Pfiffen und Schmährufen wurden die Bielefelder Profis nach dem 0:2 gegen Mönchengladbach in die Kabine geschickt. Selbst die treuesten Fans zeigten offen ihre Verbitterung. Da hielten die wenigen DSC-Profis, die sich für die Unterstützung bedankten, lieber respektvoll Abstand zu den Rängen und zogen sich frustriert in die Kabine zurück. Der einzige, der sich später den fragenden Journalisten stellte, war Kapitän Mathias Hain.

Derart massive Reaktionen gab es lange nicht mehr. Haben Sie Verständnis für die Fans?

MATHIAS HAIN: Sie haben das Recht, ihrem Unmut Luft zu machen. Nach diesem Spiel ist der Ärger sicherlich berechtigt. Letztlich zählt nur das Ergebnis. Wenn wir gegen Gladbach 90 Minuten Grotte gespielt, aber am Ende die Partie noch gedreht hätten, hätte keiner etwas gesagt. Die Reaktionen vom Publikum sind natürlich nicht angenehm, weil wir immer versuchen, unser Bestes zu geben. Kämpferisch kann man uns keinen Vorwurf machen. Deshalb sollte man sich jetzt auch nicht von der Mannschaft abwenden.

Erstmals traf es auch Thomas von Heesen. Wie haben Sie die Trainer-Raus-Rufe aufgenommen?

HAIN: Ich finde es schade. Das ist völlig deplatziert. Der Trainer kann für die sportliche Situation am allerwenigsten. Unser Trainerteam leistet hier hervorragende Arbeit. Man sieht doch auch in Hamburg, dass bei einem neuen Trainer nicht unbedingt alles gleich besser läuft.

Wo sind die Gründe für die Niederlage und die schwache spielerische Vorstellung?

HAIN: Wir haben gekämpft, aber das hat nicht gereicht. Es gibt sicher viele Ursachen, warum es nicht geklappt hat. Spontan fällt es mir schwer, das zu analysieren. Gladbach war hervorragend eingestellt.

Lag es an den taktischen und personellen Umstellungen?

HAIN: Wenn man das Spiel in Stuttgart berücksichtigt, ist es legitim über Alternativen nachzudenken. Hinterher kann man immer über alles diskutieren. Ich denken, dass Thommy ein Zeichen setzen wollte. Die Mannschaft ist schlecht ins Spiel gekommen. Dass das Konzept nicht aufgegangen ist, lag zum einen am frühen Rückstand, zum anderen am Gegner, der die Räume sehr eng gemacht hat. Dann muss mehr über die Außen kommen. Mehr will ich zu diesem Thema gar nicht sagen.

Ein Punkt von neun möglichen, dabei zwei Heimspiele gehabt - wie beurteilen Sie den Rückrundenstart?

HAIN: Natürlich hat die Rückrunde nicht gut begonnen. Im Moment zehren wir noch von unserem Polster, dabei wollten wir es doch weiter ausbauen. Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, diese Riesenchance zu nutzen, uns von Gladbach und der Abstiegszone abzusetzen. Damit haben wir uns selbst de Vorteil genommen, in die nächsten Spiele gelassener gehen zu können.

Belastet das Trainerthema?

HAIN: Nein. Wer nächsten Sommer die Mannschaft trainiert, interessiert im Moment wenig. Wir wollen jetzt Erfolg haben. Dazu müssen wir den Hintern zusammenkneifen und marschieren. Zusammen werden wir uns Gedanken machen, wie wir nächsten Sonntag in Bayern auftreten.

Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?cnt=1351524

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B I E L E F E L D
meine heimat. mein verein.
Arminen-Interviews |#30
14.02.2007 - 08:57 Uhr
Geidecks Ansichten

Die Lage


Ich sehe sie nicht so schlecht. Wir haben gegen Stuttgart und Gladbach zwei schwache Spiele abgeliefert und müssen den Hebel in der Offensive ansetzen. Gegen Bayern haben wir schon wieder sehr stabil in der Deckung gestanden.


Die Stimmung


Die Leute haben absolut das Recht, ihren Unmut zu äußern. Das sollten sie aber in der Pause und nach dem Spiel tun. Währenddessen brauchen wir die Unterstützung aller, denn den Kampfeswillen kann man dem Team nicht absprechen.


Die Vertragssituation


Ich habe das allein geregelt. Ich glaube, dass es ein falsches Signal gewesen wäre, wenn ich in diesem Verein mit einem Berater angekommen wäre. Zu Inhalten des Vertrags gibt es keinen Kommentar.


Die Geschäftsführung


Ich kann nicht beurteilen, wie es zwischen Slomka und Müller bei Schalke oder Schaaf und Allofs in Bremen aussieht, aber es ist das Optimum, wenn sich Trainer und sportliche Leitung verstehen. Das ist meine wesentliche Überzeugung. Und das war beim DSC auch schon mit Bruchhagen und Gerland sowie Lamm und Middendorp so.


Die Widerstände


Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann werde ich dafür auch gegen Widerstände ankämpfen, egal gegen wen. Wir können uns nicht immer in den Armen liegen, man muss auch mal streiten. Wichtig ist nur, dass wir nach Außen mit einer Stimme sprechen.


Die Torwartfrage


Ich verlasse mich bei diesem Thema ganz auf unseren Torwarttrainer Thomas Schlieck. Das ist auch eine Würdigung seiner Kompetenz.


Die Aufstellung


Die Qualität des Kaders ist hoch. Es gibt Positionen, die vergeben sind, und andere, auf denen es Konkurrenz gibt.

www.nw-news.de

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Arminia!!!
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