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Alles Gute, Tim Walter!

23.05.2021 - 21:42 Uhr
Alles Gute, Tim Walter! |#1661
02.05.2022 - 23:38 Uhr
Zitat von krapko

Zitat von Saikoro

Zitat von Marvin

Robert Glatzel hat mit den Mitarbeitern der HSVlive ein Interview abgehalten. Eine Passage wirft - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein wichtiges Licht auf Tim Walter:

Zitat von Interview

Pressing funktioniert nur im Team. Sobald einer aus­schert oder nicht mitmacht, bricht das gesamte System zusammen. Spürst du diesen Teamplay-Gedanken bei euch auf dem Platz und auch abseits dessen in besonderer Weise?

Ja, ich erlebe es schon als sehr speziellen Zusammen­halt, was unsere Mann­schaft auszeichnet. Ich nehme mal Anssi Suhonen als Beispiel: Der ist neu dabei, kommt aus dem Nachwuchs, wird aber von Anfang an so aufge­nommen, als wäre er schon seit Jahren dabei und ein fester Bestand­teil des Teams. Und jetzt, da er seine ersten Start­elf-Einsätze bekommt, sich voll rein­haut und toll spielt, da freut sich wirklich die komplette Mann­schaft für ihn. Jeder einzelne Spieler gönnt es ihm von Herzen. Genau das gleiche war es vor ein paar Wochen bei Maxi Rohr, als er von Anfang spielen durfte und sich alle so unfass­bar für ihn gefreut haben. Das ist schon besonders, ich habe das so noch nicht erlebt. Der Trainer lebt diesen Team­gedanken aber auch total vor, und wir alle ziehen voll mit. So macht es auch einfach mehr Spaß.


Über den Trainer wird wiederholt gesagt, er wirke nicht sympathisch, sage in den Pressekonferenzen oftmals das gleiche und habe keine überzeugende Rhetorik. Unabhängig davon, ob diese Kritik stimmt oder nicht, finde ich es wichtiger, dass der Übungsleiter eine Einheit aus der Mannschaft formt, sodass diese gemeinsam füreinander einsteht. Das scheint unter Tim Walter der Fall zu sein.

Diesen Aspekt sollte man auch bei der Frage einbeziehen, ob man mit dem 46-Jährige weiterarbeitet. Für den Erfolg nützt es schlussendlich wenig, wenn der Trainer eine hervorragende Außendarstellung an den Tag legt, ihm aber die Mannschaft aus den Händen gleitet.


Wenn der AR Boldt und Walter bei Nichtaufstieg rauswerfen sollte, dann sind wir komplett verloren.
völlig richtig, das wäre an Peinlichkeit und Inkompetenz kaum zu überbieten.

Für mich ein Horrorszenario, viel schlimmer als ein Nicht-Aufstieg


Das wird niemals passieren. Aber hätte man jetzt nicht diese Last-Minute-Serie gestartet, wäre dieses Szenario der entlassung wohl nicht unmöglich gewesen. Aber gerade weil alle zu diesem Zeitpunkt an einem Strang ziehen und die Manschaft selber auch weiter an den Trainer etc glaubt, wird man mit erhobenen Hauptes aufsteigen oder knapp scheitern und mit breiter Brust und gewohnheit in die neue Saison gehen.

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Caminante no hay camino. Se hace camino al andar

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mahlzeit am 02.05.2022 um 23:39 Uhr bearbeitet
Alles Gute, Tim Walter! |#1662
03.05.2022 - 02:16 Uhr
Zitat von Mahlzeit
Zitat von krapko

Zitat von Saikoro

Zitat von Marvin

Robert Glatzel hat mit den Mitarbeitern der HSVlive ein Interview abgehalten. Eine Passage wirft - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein wichtiges Licht auf Tim Walter:

Zitat von Interview

Pressing funktioniert nur im Team. Sobald einer aus­schert oder nicht mitmacht, bricht das gesamte System zusammen. Spürst du diesen Teamplay-Gedanken bei euch auf dem Platz und auch abseits dessen in besonderer Weise?

Ja, ich erlebe es schon als sehr speziellen Zusammen­halt, was unsere Mann­schaft auszeichnet. Ich nehme mal Anssi Suhonen als Beispiel: Der ist neu dabei, kommt aus dem Nachwuchs, wird aber von Anfang an so aufge­nommen, als wäre er schon seit Jahren dabei und ein fester Bestand­teil des Teams. Und jetzt, da er seine ersten Start­elf-Einsätze bekommt, sich voll rein­haut und toll spielt, da freut sich wirklich die komplette Mann­schaft für ihn. Jeder einzelne Spieler gönnt es ihm von Herzen. Genau das gleiche war es vor ein paar Wochen bei Maxi Rohr, als er von Anfang spielen durfte und sich alle so unfass­bar für ihn gefreut haben. Das ist schon besonders, ich habe das so noch nicht erlebt. Der Trainer lebt diesen Team­gedanken aber auch total vor, und wir alle ziehen voll mit. So macht es auch einfach mehr Spaß.


Über den Trainer wird wiederholt gesagt, er wirke nicht sympathisch, sage in den Pressekonferenzen oftmals das gleiche und habe keine überzeugende Rhetorik. Unabhängig davon, ob diese Kritik stimmt oder nicht, finde ich es wichtiger, dass der Übungsleiter eine Einheit aus der Mannschaft formt, sodass diese gemeinsam füreinander einsteht. Das scheint unter Tim Walter der Fall zu sein.

Diesen Aspekt sollte man auch bei der Frage einbeziehen, ob man mit dem 46-Jährige weiterarbeitet. Für den Erfolg nützt es schlussendlich wenig, wenn der Trainer eine hervorragende Außendarstellung an den Tag legt, ihm aber die Mannschaft aus den Händen gleitet.


Wenn der AR Boldt und Walter bei Nichtaufstieg rauswerfen sollte, dann sind wir komplett verloren.
völlig richtig, das wäre an Peinlichkeit und Inkompetenz kaum zu überbieten.

Für mich ein Horrorszenario, viel schlimmer als ein Nicht-Aufstieg


Das wird niemals passieren. Aber hätte man jetzt nicht diese Last-Minute-Serie gestartet, wäre dieses Szenario der entlassung wohl nicht unmöglich gewesen. Aber gerade weil alle zu diesem Zeitpunkt an einem Strang ziehen und die Manschaft selber auch weiter an den Trainer etc glaubt, wird man mit erhobenen Hauptes aufsteigen oder knapp scheitern und mit breiter Brust und gewohnheit in die neue Saison gehen.
irgendwie habe ich trotzdem angst vor sowas. Das entspricht einfach nicht meiner Vorstellung von einem vorbildlich geführten Klub. Das einzige was ich mir wünsche beim HSV.

Ich bin überzeugt dass eine gute allgemeine Meinung in der Öffentlichkeit sehr wichtig ist und die Zufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter so erhöhen kann.

Wenn du aber immer nur in der Kritik stehst sinkt auf allen Ebenen die Motivation und spiegelt sich sicherlich auch in der Leistung der Mannschaft wieder, auch wenn du Topspieler im Team hast. In dieser Hinsicht ist die Arbeit von Boldt sehr hoch einzuschätzen. Von Walter natürlich auch.

Daher hoffe ich dass du recht hast.
Alles Gute, Tim Walter! |#1663
03.05.2022 - 13:39 Uhr
Zitat von Saikoro
Zitat von Marvin

Robert Glatzel hat mit den Mitarbeitern der HSVlive ein Interview abgehalten. Eine Passage wirft - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein wichtiges Licht auf Tim Walter:

Zitat von Interview

Pressing funktioniert nur im Team. Sobald einer aus­schert oder nicht mitmacht, bricht das gesamte System zusammen. Spürst du diesen Teamplay-Gedanken bei euch auf dem Platz und auch abseits dessen in besonderer Weise?

Ja, ich erlebe es schon als sehr speziellen Zusammen­halt, was unsere Mann­schaft auszeichnet. Ich nehme mal Anssi Suhonen als Beispiel: Der ist neu dabei, kommt aus dem Nachwuchs, wird aber von Anfang an so aufge­nommen, als wäre er schon seit Jahren dabei und ein fester Bestand­teil des Teams. Und jetzt, da er seine ersten Start­elf-Einsätze bekommt, sich voll rein­haut und toll spielt, da freut sich wirklich die komplette Mann­schaft für ihn. Jeder einzelne Spieler gönnt es ihm von Herzen. Genau das gleiche war es vor ein paar Wochen bei Maxi Rohr, als er von Anfang spielen durfte und sich alle so unfass­bar für ihn gefreut haben. Das ist schon besonders, ich habe das so noch nicht erlebt. Der Trainer lebt diesen Team­gedanken aber auch total vor, und wir alle ziehen voll mit. So macht es auch einfach mehr Spaß.


Über den Trainer wird wiederholt gesagt, er wirke nicht sympathisch, sage in den Pressekonferenzen oftmals das gleiche und habe keine überzeugende Rhetorik. Unabhängig davon, ob diese Kritik stimmt oder nicht, finde ich es wichtiger, dass der Übungsleiter eine Einheit aus der Mannschaft formt, sodass diese gemeinsam füreinander einsteht. Das scheint unter Tim Walter der Fall zu sein.

Diesen Aspekt sollte man auch bei der Frage einbeziehen, ob man mit dem 46-Jährige weiterarbeitet. Für den Erfolg nützt es schlussendlich wenig, wenn der Trainer eine hervorragende Außendarstellung an den Tag legt, ihm aber die Mannschaft aus den Händen gleitet.


Wenn der AR Boldt und Walter bei Nichtaufstieg rauswerfen sollte, dann sind wir komplett verloren.



Bin ich komplett bei Dir - es wäre der nächste Offenbarungseid eines einst mal so wundervollen Vereins und würde wiederholt zeigen, dass es Personen im "Verein" gibt, die lediglich ihre Interessen vertreten und diese über des Vereins stellen. Habe persönlich seit der Ausgliederung nicht mehr das Station betreten, doch seit Walter die Mannschaft trainiert, reizt es mich das erste Mal wieder ins Station zu gehen, denn es ist seit langem endlich mal eine Mannschaft und nicht eine zusammen gewürfelte Truppe von Söldnern, die in Hamburg noch einmal abkassieren wollen.
Alles Gute, Tim Walter! |#1664
06.05.2022 - 13:44 Uhr
Im Presse Thread wurde von einem User dieser interessante Artikel zu Walter geteilt aus seiner Zeit in Kiel:
https://11freunde.de/artikel/ich-will-meinen-eigenen-stil-pr%C3%A4gen/598577?position=seiteninhalt&seite=4#seiteninhalt

Eine Antwort ist mir dabei aufgefallen, die mich doch etwas zum nachdenken gebracht hat:

Zitat von usernick
Gibt es Dinge, die Sie als Trainer meiden?
Das Getue mit den ver­schie­denen Sys­temen, die stän­dige Umstel­lung, das ist nicht meins. Das ist ja immer im Ver­tei­di­gungs­modus, immer nur am Gegner ori­en­tiert. Und das Spiel muss dann über einen Stan­dard gewonnen werden.


Es ist nicht ganz ersichtlich, ob er damit eine Veränderung des Systems vor dem Spiel oder während des Spiels meint, ich würde aber tatsächlich von beidem ausgehen. Ich persönlich denke, dass die Intepretation von Umstellung des Systems immer etwas mit Defensive oder Verteidigung zu tun hat, nicht richtig ist.

Mir fällt da vor allem das Freiburg Spiel ein. Wir hatten dort einen überlegenen Gegner der sich auf uns eingestellt hat, in dem sie eine klare Schwachstelle ausgemacht haben und diese wurde genutzt. Selbst als normaler Zuschauer konnte man in den ersten Minuten erkennen, dass der Aufbau über Links mit Vagnoman nicht klappte und zu direkten Chancen von Freiburg führte. Als Fan erwarte ich von einem guten Trainer, dass das erkannt wird und eine Umstellung oder Anpassung erfolgt, was leider nicht passierte.

Ich habe so ein wenig die Befürchtung, dass Walter diese Meinung aus dem älteren Artikel immer noch vertritt und dazu passend gab es ja auch die Aussage, dass kein Plan B existiert. Ich bin generell auch überzeugt, dass ein Spielsystem vorliegen muss, welches konsequent verfolgt wird, aber man kann auch innerhalb eines Systems die Taktik variieren und hier sehe ich noch viel Potenzial beim HSV.

Eventuell interpretiere ich auch hier zu viel in eine Aussage rein, aber er gibt auch in anderen Antworten an, dass er lieber Material seiner eigenen Mannschaft schaut und nicht viel Material des Gegners studiert. Wenn er das weiterhin so lebt ist das gerade für die 1. Liga (sollte es jemals dazu kommen) ein größeres Problem.
Alles Gute, Tim Walter! |#1665
06.05.2022 - 14:19 Uhr
Zitat von M_Ghent
Im Presse Thread wurde von einem User dieser interessante Artikel zu Walter geteilt aus seiner Zeit in Kiel:
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://11freunde.de/artikel/ich-will-meinen-eigenen-stil-pr%C3%A4gen/598577?position=seiteninhalt&seite=4#seiteninhalt

Eine Antwort ist mir dabei aufgefallen, die mich doch etwas zum nachdenken gebracht hat:

Zitat von usernick

Gibt es Dinge, die Sie als Trainer meiden?
Das Getue mit den ver­schie­denen Sys­temen, die stän­dige Umstel­lung, das ist nicht meins. Das ist ja immer im Ver­tei­di­gungs­modus, immer nur am Gegner ori­en­tiert. Und das Spiel muss dann über einen Stan­dard gewonnen werden.


Es ist nicht ganz ersichtlich, ob er damit eine Veränderung des Systems vor dem Spiel oder während des Spiels meint, ich würde aber tatsächlich von beidem ausgehen. Ich persönlich denke, dass die Intepretation von Umstellung des Systems immer etwas mit Defensive oder Verteidigung zu tun hat, nicht richtig ist.

Mir fällt da vor allem das Freiburg Spiel ein. Wir hatten dort einen überlegenen Gegner der sich auf uns eingestellt hat, in dem sie eine klare Schwachstelle ausgemacht haben und diese wurde genutzt. Selbst als normaler Zuschauer konnte man in den ersten Minuten erkennen, dass der Aufbau über Links mit Vagnoman nicht klappte und zu direkten Chancen von Freiburg führte. Als Fan erwarte ich von einem guten Trainer, dass das erkannt wird und eine Umstellung oder Anpassung erfolgt, was leider nicht passierte.

Ich habe so ein wenig die Befürchtung, dass Walter diese Meinung aus dem älteren Artikel immer noch vertritt und dazu passend gab es ja auch die Aussage, dass kein Plan B existiert. Ich bin generell auch überzeugt, dass ein Spielsystem vorliegen muss, welches konsequent verfolgt wird, aber man kann auch innerhalb eines Systems die Taktik variieren und hier sehe ich noch viel Potenzial beim HSV.

Eventuell interpretiere ich auch hier zu viel in eine Aussage rein, aber er gibt auch in anderen Antworten an, dass er lieber Material seiner eigenen Mannschaft schaut und nicht viel Material des Gegners studiert. Wenn er das weiterhin so lebt ist das gerade für die 1. Liga (sollte es jemals dazu kommen) ein größeres Problem.


Ole Werner, Thorsten Lieberknecht und Timo Schultz lassen auch immer ein und dasselbe spielen, scheint für Erfolg kein Ausschlusskriterium zu sein.

Man muss es doch einfach realistisch sehen. Wie viele verschiedene Systeme braucht man in der zweiten Liga? Ich würde behaupten, wenn man ein gutes gefunden hat sollte man dabei bleiben. Denn bei guter Umsetzung wirst du die Gegner auch bespielen können. Bei schlechter Umsetzung bringen dir auch 3 verschiedene Systeme pro Spiel nichts, siehe Thioune. Du musst es deiner Mannschaft halt beibringen. Daher auch Walters Satz zum Beginn (?) der Saison, dass ein Plan B super sei aber bitte erst wenn man Plan A beherrscht. Dem konnte ich sehr gut folgen. Niemandem bringen zwei halbgare Herangehensweisen etwas.

Außerdem wird es schwierig bei Walters Spielweise von einer starren Aufstellung auszugehen meiner Meinung nach. Alleine der Aufbau: Spielen wir da mit 3er- oder Viererkette? Mal so, mal so würde ich behaupten, je nachdem wie hoch die Außenverteidiger aufgerückt sind. Macht dieser Umstand Tim Walter besser? Dass der Verteidiger höher aufrückt, oder nicht? Jetzt haben wir häufiger mit Doppelspitze gespielt. Das macht sich im Strafraum bemerkbar, macht uns das besser, oder schlechter? Anlaufverhalten mal im 4-4-2 flach, vorher auch im 4-3-3. Wir machen schon verschiedene Sachen, nur durch dieses ungewöhnliche Spielverhalten wird immer vom "Walter-Ball" gesprochen.

Was man glaube ich eher meint ist die Variabilität im eigenen Verhalten. Langer Ball wird nicht gerne gespielt, Walter betonte zuletzt ausdrücklich, dass dieser nicht verboten sei aber die Spieler manchmal kein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt hätten. Durch das eigene ständige Rotieren im Aufbau sind wir wahrscheinlich die flexibelste Mannschaft der gesamten Liga. Das kann schon qua Spielanlage kein Kritikpunkt sein, da die Idee ja ist, dass niemand eine angestammte Position hat, die nicht verlassen werden dürfe. Bei Walters Spielweise werden die System-Aufstellungen ad absurdum geführt wenn ein Schonlau auf einmal auf LA erscheint oder ein Heyer ständig als OM ins Spiel eingebunden wird. Das ist kein Pluspunkt für Walter sondern ich finde es immer komisch vom sturen Walter zu sprechen, der nur sein Ding durchzieht wenn unser Spiel natürlich darauf ausgelegt ist das Spiel zu machen aber halt auch sich durch ständige Bewegung eben nicht in einem taktischen Korsett einzuschnüren. Der kurze Pass ist das Stilmittel, das immer durchgezogen werden soll aber die Positionierung muss ja schon dadurch angepasst werden wie der Gegner anläuft. Und vielleicht ist das Besondere dann, dass die Anpassung nicht durch den Trainer sondern durch die Spieler auf dem Feld passiert. Der Trainer gibt es sicherlich vor dem Spiel mit aber ein Gefühl dafür muss dann während des Spiels erfolgen. Das kann man gut oder schlecht finden aber ich würde behaupten, das macht uns unausrechenbarer als das 4-3-3 Flügelspiel eines Dieter Hecking, der zum Saisonende die 5er-Kette auspackte und damit alles über Bord warf, weil niemand daran gewöhnt war.

Das Abrücken von Walters Idee ist wahrscheinlich der Knackpunkt, kommt aber meist nur bei ihm zu tragen, denn den Kritikpunkt habe ich bei den anderen Trainern der Aufstiegsaspiranten nur sehr selten gehört. Weil es gewöhnliche Konzepte sind. Dann kommt Walter und macht etwas woran sich manche nicht gewöhnen können bzw. wollen und bei Misserfolg ist er zu stur oder was auch immer obwohl andere Trainer genauso starr an ihren Vorstellungen festhalten. Werner immer mit 5er-Kette, Schultz immer mit Raute und Doppelspitze, Lieberknecht immer 4-4-2 mit Tietz und Pfeiffer.

Ich will Walter gar nicht als Trainer in Schutz nehmen. Versteht mich nicht falsch aber dieser Vorwurf des sturen Trainers ist mir zu einfach, nur weil der Aufbau mit Kurzpass immer der gleiche ist. Das ist bei allen so, alle haben ihre Idee. Aber bei Walter scheint es immer das gescheiterte Genie zu sein, das sich ja nicht beraten lassen will. Das verstehe ich leider nie so wirklich.

•     •     •

Die ersten 90 Minuten sind die wichtigsten!
Alles Gute, Tim Walter! |#1666
06.05.2022 - 14:32 Uhr
Zitat von M_Ghent
Im Presse Thread wurde von einem User dieser interessante Artikel zu Walter geteilt aus seiner Zeit in Kiel:
https://11freunde.de/artikel/ich-will-meinen-eigenen-stil-pr%C3%A4gen/598577?position=seiteninhalt&seite=4#seiteninhalt
Eine Antwort ist mir dabei aufgefallen, die mich doch etwas zum nachdenken gebracht hat:
Zitat von usernick

Gibt es Dinge, die Sie als Trainer meiden?
Das Getue mit den ver­schie­denen Sys­temen, die stän­dige Umstel­lung, das ist nicht meins. Das ist ja immer im Ver­tei­di­gungs­modus, immer nur am Gegner ori­en­tiert. Und das Spiel muss dann über einen Stan­dard gewonnen werden.
Es ist nicht ganz ersichtlich, ob er damit eine Veränderung des Systems vor dem Spiel oder während des Spiels meint, ich würde aber tatsächlich von beidem ausgehen. Ich persönlich denke, dass die Intepretation von Umstellung des Systems immer etwas mit Defensive oder Verteidigung zu tun hat, nicht richtig ist.
Mir fällt da vor allem das Freiburg Spiel ein. Wir hatten dort einen überlegenen Gegner der sich auf uns eingestellt hat, in dem sie eine klare Schwachstelle ausgemacht haben und diese wurde genutzt. Selbst als normaler Zuschauer konnte man in den ersten Minuten erkennen, dass der Aufbau über Links mit Vagnoman nicht klappte und zu direkten Chancen von Freiburg führte.
Du widersprichst dir hier selbst. Das was Freiburg da gemacht hat ist doch eben die erste Verteidigung, auch wenn das Ganze in unserer Hälfte stattfand.
Und: was hat das mit dem System im Sinne einer taktischen Formation zu tun?

Habe das Interview noch nicht gelesen, bei dem Wiederhall, den es hier im Forum erfährt, sollte ich das bei Gelegenheit aber vielleicht mal tun.
Alles Gute, Tim Walter! |#1667
06.05.2022 - 14:44 Uhr
Spielt der Trainer jede Woche anders oder orientiert er sich nur am Gegner, heißt es:
„Der hat kein Konzept!“

Zieht er seinen Plan durch, heißt es:
„Der ist stur!“

Manmanman…

Natürlich ist auch Walter nicht frei von Fehlern.
Selbst Klopp, Pep oder Zidane sind es nicht.

Aber mMn ist es ein kleines Wunder, dass wir nach einem enormen Umbruch und mit so vielen jungen Spielern - nicht nur im Kader, sondern auch in der Startelf - tatsächlich noch oben mit dabei sind.

Und: nach vielen Jahren bricht das Team ENDLICH nicht mehr auf der Ziellinie ein, sondern bleibt mental stark und fokussiert.

DFB-Halbfinale wollen wir auch nicht vergessen.

Dazu den hinten hui, vorne (und auf Außen) Pfui-Kader, mit dem er arbeiten muss (und dies klaglos tut).

Von mir bekommt Walter eine 2+ für die bisherige Saison - ob er sympathisch ist, interessiert mich nicht.

•     •     •

„Smart“ may have the brains.
But „stupid“ has the balls.
Alles Gute, Tim Walter! |#1668
06.05.2022 - 15:11 Uhr
Zitat von MW-Analyst

Ole Werner, Thorsten Lieberknecht und Timo Schultz lassen auch immer ein und dasselbe spielen, scheint für Erfolg kein Ausschlusskriterium zu sein.



Das Abrücken von Walters Idee ist wahrscheinlich der Knackpunkt, kommt aber meist nur bei ihm zu tragen, denn den Kritikpunkt habe ich bei den anderen Trainern der Aufstiegsaspiranten nur sehr selten gehört. Weil es gewöhnliche Konzepte sind. Dann kommt Walter und macht etwas woran sich manche nicht gewöhnen können bzw. wollen und bei Misserfolg ist er zu stur oder was auch immer obwohl andere Trainer genauso starr an ihren Vorstellungen festhalten. Werner immer mit 5er-Kette, Schultz immer mit Raute und Doppelspitze, Lieberknecht immer 4-4-2 mit Tietz und Pfeiffer.

Ich will Walter gar nicht als Trainer in Schutz nehmen. Versteht mich nicht falsch aber dieser Vorwurf des sturen Trainers ist mir zu einfach, nur weil der Aufbau mit Kurzpass immer der gleiche ist. Das ist bei allen so, alle haben ihre Idee. Aber bei Walter scheint es immer das gescheiterte Genie zu sein, das sich ja nicht beraten lassen will. Das verstehe ich leider nie so wirklich.


Bevor wir hier weiter Diskutieren. Ich bin nicht der Meinung, dass Walter sein System ändern soll. Zu den Definitionen auch noch eine Ergänzung: System ist die Philosophie und Taktik ist die Spielumsetzung. Das bedeutet, ich hab das System Ballbesitz und Kurzpasspiel und Taktik wäre dann die Formation für das jeweilige Spiel, ob 4-3-3 oder 4-5-1 etc.

Ich finde die Systematik gut bei Walter und das soll er auch nicht ändern, aber die strikte Ausführung der Systematik sollte nicht dazu führen, dass wir keine individuellen taktischen Anpassungen vornehmen, wie in dem Freiburg Spiel im Aufbau. Gegen Kiel wäre eine Anpassung nach 60 Minuten auch besser gewesen, als man gesehen hat, dass wir uns nicht vors Tor kombinieren können.

Ich sage auch nicht, dass es keine Anpassungen gibt. Hier in diesem Artikel wird unsere Umstellung nach der Pause erläutert: a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.deichstube.de/news/bundesliga-werder-bremen-taktik-analyse-hsv-ole-werner-trainer-master-plan-derbysieg-tim-walter-konter-aufstieg-2-zr-91377204.html
Gleichzeitig liest man aber auch heraus, dass Werder besser eingestellt war auf uns und wir scheinbar diese Einstellung auf den Gegner vor dem Spiel nicht so vornehmen oder es dann zu spät im Spiel erfolgt. Deswegen würde ich dir auch nicht zustimmen, wenn du sagst das Ole Werner immer das gleiche spielen lässt. Eventuell ist es immer die gleiche Systematik, aber nicht die gleiche Taktik.

Edit:
Und ich will auch keine Trainerdiskussion starten, sondern nur eine Sorge besprechen. Ich bin mit Walter auch sehr zufrieden und finde es toll, dass wir endlich eine Systematik haben. Ich sehe nur Optimierungsbedarf über den ich mich austauschen wollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von M_Ghent am 06.05.2022 um 15:14 Uhr bearbeitet
Alles Gute, Tim Walter! |#1669
06.05.2022 - 15:21 Uhr
Zitat von M_Ghent
Zitat von MW-Analyst

Ole Werner, Thorsten Lieberknecht und Timo Schultz lassen auch immer ein und dasselbe spielen, scheint für Erfolg kein Ausschlusskriterium zu sein.



Das Abrücken von Walters Idee ist wahrscheinlich der Knackpunkt, kommt aber meist nur bei ihm zu tragen, denn den Kritikpunkt habe ich bei den anderen Trainern der Aufstiegsaspiranten nur sehr selten gehört. Weil es gewöhnliche Konzepte sind. Dann kommt Walter und macht etwas woran sich manche nicht gewöhnen können bzw. wollen und bei Misserfolg ist er zu stur oder was auch immer obwohl andere Trainer genauso starr an ihren Vorstellungen festhalten. Werner immer mit 5er-Kette, Schultz immer mit Raute und Doppelspitze, Lieberknecht immer 4-4-2 mit Tietz und Pfeiffer.

Ich will Walter gar nicht als Trainer in Schutz nehmen. Versteht mich nicht falsch aber dieser Vorwurf des sturen Trainers ist mir zu einfach, nur weil der Aufbau mit Kurzpass immer der gleiche ist. Das ist bei allen so, alle haben ihre Idee. Aber bei Walter scheint es immer das gescheiterte Genie zu sein, das sich ja nicht beraten lassen will. Das verstehe ich leider nie so wirklich.


Bevor wir hier weiter Diskutieren. Ich bin nicht der Meinung, dass Walter sein System ändern soll. Zu den Definitionen auch noch eine Ergänzung: System ist die Philosophie und Taktik ist die Spielumsetzung. Das bedeutet, ich hab das System Ballbesitz und Kurzpasspiel und Taktik wäre dann die Formation für das jeweilige Spiel, ob 4-3-3 oder 4-5-1 etc.

Ich finde die Systematik gut bei Walter und das soll er auch nicht ändern, aber die strikte Ausführung der Systematik sollte nicht dazu führen, dass wir keine individuellen taktischen Anpassungen vornehmen, wie in dem Freiburg Spiel im Aufbau. Gegen Kiel wäre eine Anpassung nach 60 Minuten auch besser gewesen, als man gesehen hat, dass wir uns nicht vors Tor kombinieren können.

Ich sage auch nicht, dass es keine Anpassungen gibt. Hier in diesem Artikel wird unsere Umstellung nach der Pause erläutert: a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.deichstube.de/news/bundesliga-werder-bremen-taktik-analyse-hsv-ole-werner-trainer-master-plan-derbysieg-tim-walter-konter-aufstieg-2-zr-91377204.html
Gleichzeitig liest man aber auch heraus, dass Werder besser eingestellt war auf uns und wir scheinbar diese Einstellung auf den Gegner vor dem Spiel nicht so vornehmen oder es dann zu spät im Spiel erfolgt. Deswegen würde ich dir auch nicht zustimmen, wenn du sagst das Ole Werner immer das gleiche spielen lässt. Eventuell ist es immer die gleiche Systematik, aber nicht die gleiche Taktik.

Edit:
Und ich will auch keine Trainerdiskussion starten, sondern nur eine Sorge besprechen. Ich bin mit Walter auch sehr zufrieden und finde es toll, dass wir endlich eine Systematik haben. Ich sehe nur Optimierungsbedarf über den ich mich austauschen wollte.


Das Fazit "Es half nichts aus Hamburger Sicht. Ein tiefstehendes Werder kämpfte sich zum 3:2-Sieg. In einem Spiel zweier unterschiedlicher Halbzeiten lag das Glück am Ende auf der Bremer Seite. Der HSV muss sich damit begnügen, dem Konkurrenten aus dem Norden alles abverlangt zu haben: auf kämpferischer, auf fußballerischer, aber auch auf taktischer Ebene." spricht aber nicht für eine viel besser eingestellte Bremer Mannschaftugly

Ich will dir auch nicht unterstellen, dass du den Trainer wechseln willst aber allein der von dir verlinkte Beitrag zeigt doch die Variabilität bei uns, deswegen verstehe ich die Kritik nicht? Escher schreibt von einem besseren Werder in Halbzeit 1, durch taktische Anpassung (die du forderst, oder nicht?) ein deutlich besseres Hamburg in Halbzeit 2. Dann hat es am Ende nicht gereicht, ok. Man kassierte halt zwei Handelfmeter und einen Weitschuss. Ärgerlich aber dieses Spiel zeigt doch überhaupt nicht, dass es einen großen Handlungsbedarf gäbe. Denn Ole Werner hat ja anscheinend auch null Gegenwehr gegen den HSV in Halbzeit 2 gefunden, nur halt kein Tor kassiert. Macht ihn das zu einem guten oder schlechten Gegner. Das Glück kein Tor kassiert zu haben. Deswegen ist mir das zu einfach. Die einen gewinnen mit einem Tor und ein wenig Fortune und die anderen müssen taktisch besser werden? Wäre mir deutlich zu radikal in der Analyse.

Würde eher sagen, dass beide Trainer sehr gut sich angepasst haben und das ein Spiel dann halt mal in die eine oder andere Richtung kippen kann.

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Die ersten 90 Minuten sind die wichtigsten!
Alles Gute, Tim Walter! |#1670
06.05.2022 - 15:29 Uhr
Zitat von M_Ghent
Zitat von MW-Analyst

Ole Werner, Thorsten Lieberknecht und Timo Schultz lassen auch immer ein und dasselbe spielen, scheint für Erfolg kein Ausschlusskriterium zu sein.



Das Abrücken von Walters Idee ist wahrscheinlich der Knackpunkt, kommt aber meist nur bei ihm zu tragen, denn den Kritikpunkt habe ich bei den anderen Trainern der Aufstiegsaspiranten nur sehr selten gehört. Weil es gewöhnliche Konzepte sind. Dann kommt Walter und macht etwas woran sich manche nicht gewöhnen können bzw. wollen und bei Misserfolg ist er zu stur oder was auch immer obwohl andere Trainer genauso starr an ihren Vorstellungen festhalten. Werner immer mit 5er-Kette, Schultz immer mit Raute und Doppelspitze, Lieberknecht immer 4-4-2 mit Tietz und Pfeiffer.

Ich will Walter gar nicht als Trainer in Schutz nehmen. Versteht mich nicht falsch aber dieser Vorwurf des sturen Trainers ist mir zu einfach, nur weil der Aufbau mit Kurzpass immer der gleiche ist. Das ist bei allen so, alle haben ihre Idee. Aber bei Walter scheint es immer das gescheiterte Genie zu sein, das sich ja nicht beraten lassen will. Das verstehe ich leider nie so wirklich.


Bevor wir hier weiter Diskutieren. Ich bin nicht der Meinung, dass Walter sein System ändern soll. Zu den Definitionen auch noch eine Ergänzung: System ist die Philosophie und Taktik ist die Spielumsetzung. Das bedeutet, ich hab das System Ballbesitz und Kurzpasspiel und Taktik wäre dann die Formation für das jeweilige Spiel, ob 4-3-3 oder 4-5-1 etc.

Ich finde die Systematik gut bei Walter und das soll er auch nicht ändern, aber die strikte Ausführung der Systematik sollte nicht dazu führen, dass wir keine individuellen taktischen Anpassungen vornehmen, wie in dem Freiburg Spiel im Aufbau. Gegen Kiel wäre eine Anpassung nach 60 Minuten auch besser gewesen, als man gesehen hat, dass wir uns nicht vors Tor kombinieren können.

Ich sage auch nicht, dass es keine Anpassungen gibt. Hier in diesem Artikel wird unsere Umstellung nach der Pause erläutert: a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.deichstube.de/news/bundesliga-werder-bremen-taktik-analyse-hsv-ole-werner-trainer-master-plan-derbysieg-tim-walter-konter-aufstieg-2-zr-91377204.html
Gleichzeitig liest man aber auch heraus, dass Werder besser eingestellt war auf uns und wir scheinbar diese Einstellung auf den Gegner vor dem Spiel nicht so vornehmen oder es dann zu spät im Spiel erfolgt. Deswegen würde ich dir auch nicht zustimmen, wenn du sagst das Ole Werner immer das gleiche spielen lässt. Eventuell ist es immer die gleiche Systematik, aber nicht die gleiche Taktik.

Edit:
Und ich will auch keine Trainerdiskussion starten, sondern nur eine Sorge besprechen. Ich bin mit Walter auch sehr zufrieden und finde es toll, dass wir endlich eine Systematik haben. Ich sehe nur Optimierungsbedarf über den ich mich austauschen wollte.


Ich denke einfach, dass Tim Walter einfach sehr sehr überzeugt ist von seinem System und das mehr oder weniger bis zur Perfektion bringen will, um die komplette Dominanz auf den Platz zu bringen.
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