Diskussionsrunde

50+1-Regel II

21.01.2010 - 22:01 Uhr
50+1-Regel II |#751
08.04.2018 - 10:06 Uhr
Zitat von NYknicks7
Zitat von Singhartinger96

Zitat von Chris1065

Zitat von Singhartinger96

Das einzige was sich bei Aussetzen der 50+1 ändern wird ist, dass die ohnehin schon absurd hohen Preise noch weiter in die Höhe schießen werden. Dann kostet eben ein Durschnittlicher Spieler jetzt 30 Millionen statt 10 und die Topspieler verden nicht mehr für 50-70 Millionen sondern für 150-200 Millionen transferiert. Die anderen Ligen könne da ohne Probleme mitziehen.


Bist du dir da so sicher?


Ja, bin ich


Das wichtigste hast du vergessen. Es ist eben nicht das einzige was sich ändert. Die Bundesliga wird spannender. Und das ist im Moment für mich auch wichtig. Derzeit habe ich nämlich ansonsten null Bock auf Bundesliga. Was du erwähnt hast, ist vllt ein Nebenaspekt. Aber da hat jeder andere Prioritäten. Ich kann nur sagen, sollte es so weitergehen, werde ich dem Fußball Lebewohl sagen. Mein Interesse an der Bundesliga sinkt jetzt schon, obwohl ich 25 Jahre Fan bin. US-Sport interessiert mich immer mehr, auch wenn das System dort wiederum andere als unfair empfinden werden. Aber ich möchte spannenden Sport und den bekomme ich dort geboten, nicht in der Bundesliga.

Weshalb sollte die Bundesliga spannender werden?
50+1-Regel II |#752
08.04.2018 - 12:16 Uhr
Zitat von NYknicks7


Das wichtigste hast du vergessen. Es ist eben nicht das einzige was sich ändert. Die Bundesliga wird spannender.


Aha, und warum sollte die Liga spannender werden? Woher kommt die Legende, dass mit dem Verschwinden der 50+1 Regel plötzlich alles anders wird? In Frankreich existiert die 50+ 1-Regel nicht und ändert dennoch nichts am Gesamtzustand der Liga. Damit die Liga an der Spitze spannend wird, brauchen wir einen Investor, der 200-300 Millionen Gehälter pro Saison zahlt, ganz zu schweigen von Investitionen in Spieler. Viel Spaß beim Finden. Hier tun einige so, als ob morgen haufenweise Investoren aus dem Ausland vor der Tür stehen und nur darauf warten, dass die 50 + 1-Regel fällt, damit die endlich ihre Milliarden verschenken können. Das ist doch pures Wunschdenken.
50+1-Regel II |#753
08.04.2018 - 12:38 Uhr
Zitat von Bearson
Zitat von NYknicks7

Das wichtigste hast du vergessen. Es ist eben nicht das einzige was sich ändert. Die Bundesliga wird spannender.


Aha, und warum sollte die Liga spannender werden? Woher kommt die Legende, dass mit dem Verschwinden der 50+1 Regel plötzlich alles anders wird? In Frankreich existiert die 50+ 1-Regel nicht und ändert dennoch nichts am Gesamtzustand der Liga. Damit die Liga an der Spitze spannend wird, brauchen wir einen Investor, der 200-300 Millionen Gehälter pro Saison zahlt, ganz zu schweigen von Investitionen in Spieler. Viel Spaß beim Finden. Hier tun einige so, als ob morgen haufenweise Investoren aus dem Ausland vor der Tür stehen und nur darauf warten, dass die 50 + 1-Regel fällt, damit die endlich ihre Milliarden verschenken können. Das ist doch pures Wunschdenken.

Man darf natürlich nicht glauben, dass sich alles ändert, wenn 50+1 fällt, aber zu behaupten, dass sich in Frankreich nichts geändert habe, stimmt ja nun nicht.
Lyon war lange Serienmeister und die Topmannschaft in Frankreich, dann gab es ein paar Jahre Abwechslung und dann wurde kräftig in Paris investiert. Jetzt gehört PSG zumindest zu dem Kreis der Mannschaften, die das CL-Halbfinale erreichen können.
Es braucht auch keine Investition auf Bayern-Niveau, um den Bayern gefährlich zu werden. Angesichts der deutlichen Überlegenheit leisten sich die Bayern durchaus die eine oder konzeptionelle Schlampigkeit.

Ich glaube, dass ein Verein mit den finanziellen Möglichkeiten eines BVB und der strategischen und konzeptionellen Arbeit eines Rangnicks den Bayern gefährlich werden könnte. Neapel hat auch nicht die Möglichkeiten von Juve und dennoch ist man näher dran. Atletico liegt zwar deutlich hinter Barca, kann aber das Schwächeln Reals ausnutzen. Das fehlt in der Bundesliga.

Eine Garantie gibt es ohne 50+1 nicht, aber 50+1 ist schon ein potentielles Hindernis.

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50+1-Regel II |#754
08.04.2018 - 13:31 Uhr
Praktisch haben wir mit Leipzig schon einen Nicht-50+1-Verein, der BVB ist an der Börse und beim HSV ist auch so in der Vergangenheit viel Geld die Elbe runtergeflossen.
Welcher wesentliche Unterschied soll denn entstehen, wenn 50+1 fällt? Wird der HSV dann Bayern angreifen?
50+1-Regel II |#755
08.04.2018 - 15:50 Uhr
Zitat von Runaway

Lyon war lange Serienmeister und die Topmannschaft in Frankreich, dann gab es ein paar Jahre Abwechslung und dann wurde kräftig in Paris investiert. Jetzt gehört PSG zumindest zu dem Kreis der Mannschaften, die das CL-Halbfinale erreichen können.
Es braucht auch keine Investition auf Bayern-Niveau, um den Bayern gefährlich zu werden. Angesichts der deutlichen Überlegenheit leisten sich die Bayern durchaus die eine oder konzeptionelle Schlampigkeit.


Gut, Frankreich ist vielleicht nicht das Beispiel, bestätigt aber immer noch meine Botschaft. Der Gesamtzustand der Liga hat sich nicht verändert, sondern nur die Spitze und die Spitze konnte sich ändern, weil Paris einen übermächtigen Investor hat. Und an der Spitze wird sich Paris halten, weil die einen Gehaltsetat von locker 300-400 Millionen haben. Da kann der Rest der Liga nicht mithalten und wir haben wieder einen ähnlichen Zustand wie in der Bundesliga.

Und doch, um Bayern langfristig (!) gefährlich zu werden, braucht der Verein mindestens ein Gehaltsbudget von 300 Millionen, damit der Verein langfristig seine Leistungsträger halten kann. Natürlich kann ein Verein wie Dortmund kurzfristig Bayern gefährlich werden, kann aber nicht langfristig mithalten, weil sie ihre Leistungsträger nicht halten können. Da sind wir wieder beim Gehaltsetat.
50+1-Regel II |#756
08.04.2018 - 16:07 Uhr
Ob die Liga dadurch spannender wird bleibt mal dahingestellt. Es it ja maßgeblich was mit dem Geld angestellt wird, ob ein Verein mit einem Investor die Bayern angreifen kann.

Mir geht es aber um andere Dinge.
Erstens besteht eine Regelung, die juristisch sehr wahrscheinlich nicht haltbar ist und das kann man auch nicht wirklich verbessern, wie die letzte DFL-Versammlung weiß machen will.
Zweitens geht mir diese Ungleichbehandlung auf die Nerven. Man hat jetzt schon zig Ausnahmen (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig).
Drittens gilt für mich das Schreckenszenario "verbrannte Erde" auch nicht. Die meisten Investoren investieren ja nachhaltig und sind auch immer noch da.
Viertens heißt es ja nicht gleich, dass wenn 50+1 abgschafft wird, automatisch gleich die Scheichs und Oligarchen nach Deutschland strömen. Es bleibt auch immer noch in der Hand der Mitglieder, ob ein Verein ausgliedert bzw. sich für Invstoren öffnet. Aktuell gibt es in der 1. Liga auch gar kein Verein der das vor und in der 2. fällt mir nur Kaiserslautern ein.

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50+1-Regel II |#757
09.04.2018 - 07:28 Uhr
Zitat von nowo
Praktisch haben wir mit Leipzig schon einen Nicht-50+1-Verein, der BVB ist an der Börse und beim HSV ist auch so in der Vergangenheit viel Geld die Elbe runtergeflossen.
Welcher wesentliche Unterschied soll denn entstehen, wenn 50+1 fällt? Wird der HSV dann Bayern angreifen?


Möglich wäre das schon wenn denn endlich mal sinnvoll investiert würde.
50+1-Regel II |#758
09.04.2018 - 09:26 Uhr
Zitat von Bearson
Zitat von Runaway

Lyon war lange Serienmeister und die Topmannschaft in Frankreich, dann gab es ein paar Jahre Abwechslung und dann wurde kräftig in Paris investiert. Jetzt gehört PSG zumindest zu dem Kreis der Mannschaften, die das CL-Halbfinale erreichen können.
Es braucht auch keine Investition auf Bayern-Niveau, um den Bayern gefährlich zu werden. Angesichts der deutlichen Überlegenheit leisten sich die Bayern durchaus die eine oder konzeptionelle Schlampigkeit.


Gut, Frankreich ist vielleicht nicht das Beispiel, bestätigt aber immer noch meine Botschaft. Der Gesamtzustand der Liga hat sich nicht verändert, sondern nur die Spitze und die Spitze konnte sich ändern, weil Paris einen übermächtigen Investor hat. Und an der Spitze wird sich Paris halten, weil die einen Gehaltsetat von locker 300-400 Millionen haben. Da kann der Rest der Liga nicht mithalten und wir haben wieder einen ähnlichen Zustand wie in der Bundesliga.

Und doch, um Bayern langfristig (!) gefährlich zu werden, braucht der Verein mindestens ein Gehaltsbudget von 300 Millionen, damit der Verein langfristig seine Leistungsträger halten kann. Natürlich kann ein Verein wie Dortmund kurzfristig Bayern gefährlich werden, kann aber nicht langfristig mithalten, weil sie ihre Leistungsträger nicht halten können. Da sind wir wieder beim Gehaltsetat.


In Frankreich ist die Frage was der neue Investor(Frank McCourt) in Marseille vor hat denn die könnten PSG dann schon gefährlich werden.Normalerweise soll die 50+Regel auch nur weg damit die Klubs frei entscheiden dürfen und nicht das Bayern nicht mehr Meister wird denn in der zweite n Französischen Liga zB. gabs auch Vereine die ohne Investor keine Lizenz für Liga bekommen hätten.
50+1-Regel II |#759
09.04.2018 - 15:03 Uhr
Zitat von Schwabenpfeil312
Ob die Liga dadurch spannender wird bleibt mal dahingestellt. Es it ja maßgeblich was mit dem Geld angestellt wird, ob ein Verein mit einem Investor die Bayern angreifen kann.

Mir geht es aber um andere Dinge.
Erstens besteht eine Regelung, die juristisch sehr wahrscheinlich nicht haltbar ist und das kann man auch nicht wirklich verbessern, wie die letzte DFL-Versammlung weiß machen will.
Zweitens geht mir diese Ungleichbehandlung auf die Nerven. Man hat jetzt schon zig Ausnahmen (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig).
Drittens gilt für mich das Schreckenszenario "verbrannte Erde" auch nicht. Die meisten Investoren investieren ja nachhaltig und sind auch immer noch da.
Viertens heißt es ja nicht gleich, dass wenn 50+1 abgschafft wird, automatisch gleich die Scheichs und Oligarchen nach Deutschland strömen. Es bleibt auch immer noch in der Hand der Mitglieder, ob ein Verein ausgliedert bzw. sich für Invstoren öffnet. Aktuell gibt es in der 1. Liga auch gar kein Verein der das vor und in der 2. fällt mir nur Kaiserslautern ein.


Fünftens war der Bayer Konzern bisher der einzige Investor in der Geschichte des deutschen Profi-Fußballs, der einen Club einfach weggeworfen hat und ihn damit in die niederklassige Bedeutungslosigkeit stürzte -> Bayer Uerdingen (heute KFC Uerdingen).

Wenn also dieses Schreckgespenst "was wenn der Investor den Stecker zieht" ernsthaft betrachtet werden soll, dann müsste man folgerichtig vielmehr die "Lex Leverkusen" kippen und in diesem Zusammenhang die Lizenz verweigern.

Da dies aber nicht passieren wird, frage ich mich warum völlig unvorbelastete, unbekannte Investoren pro-aktiv für etwas vorverurteilt werden sollen, was ein hierzulande höchst angesehener Investor selbst de facto tat, aber nie dafür sanktioniert wurde. Das ist ebenso ein doppelter Standard.
50+1-Regel II |#760
09.04.2018 - 15:05 Uhr
Zitat von nowo
Praktisch haben wir mit Leipzig schon einen Nicht-50+1-Verein, der BVB ist an der Börse und beim HSV ist auch so in der Vergangenheit viel Geld die Elbe runtergeflossen.
Welcher wesentliche Unterschied soll denn entstehen, wenn 50+1 fällt? Wird der HSV dann Bayern angreifen?


Eher greift der HSV zukünftig dann den FC St. Pauli an und Rettig bekommt schlaflose Nächte tongue
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