50+1-Regel II
21.01.2010 - 22:01 Uhr
04.04.2018 - 12:45 Uhr
Zitat von nowo
Geld schießt keine Tore.
Zitat von Landauer
Dann lass doch mal hören warum selbst ein halbes Jahrhundert zu kurz war, um eine Leistungselite in der BL herauszubilden. Warum gelang es den Top Standorten wie Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, und Konsorten denn nicht, sich in all der Zeit besser aufzustellen?
Warum können sie denn selbst heute noch fortwährend von Aufsteigern verdrängt werden und steigen sogar selbst munter ab, obwohl man jahrzehntelang Zeit hatte, sich viel stärker aufzustellen?
Was mag wohl der Grund dafür sein, dass ein riesiger zeitlicher und struktureller Vorsprung gegenüber den heutigen Me-Toos zu rein gar nichts führte und alles nur versandete?
Dazu würde mich mal eine plausible alternative Erklärung interessieren.
Zitat von nowo
Es ist kaum zu glauben, dass die BL-Vereine (Bayern ausgenommen) so viele Ahnungslose beschäftigen, während die wahren Experten unentdeckt hier bei transfermarkt.de schlummern.
Es ist kaum zu glauben, dass die BL-Vereine (Bayern ausgenommen) so viele Ahnungslose beschäftigen, während die wahren Experten unentdeckt hier bei transfermarkt.de schlummern.
Dann lass doch mal hören warum selbst ein halbes Jahrhundert zu kurz war, um eine Leistungselite in der BL herauszubilden. Warum gelang es den Top Standorten wie Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, und Konsorten denn nicht, sich in all der Zeit besser aufzustellen?
Warum können sie denn selbst heute noch fortwährend von Aufsteigern verdrängt werden und steigen sogar selbst munter ab, obwohl man jahrzehntelang Zeit hatte, sich viel stärker aufzustellen?
Was mag wohl der Grund dafür sein, dass ein riesiger zeitlicher und struktureller Vorsprung gegenüber den heutigen Me-Toos zu rein gar nichts führte und alles nur versandete?
Dazu würde mich mal eine plausible alternative Erklärung interessieren.
Geld schießt keine Tore.
Wenn Geld keine Tore schießt - was ist dann der Grund für die historische gesehen schwache Ausbeute deutscher Klubs in den Europapokalwettbewerben? Womögich doch die sportliche Kompetenz der Funktionäre in den Vereinen?
Oder ist es allein Zufall und Pech geschuldet, dass - außer Bayern - keine deutsche Mannschaft seit 1997 mehr einen europäischen Wettbwerb gewonnen hat?
DArüberhinaus: der Spruche "Geld schießt keine Tore" war ursprünglich ganz anders gemeint.
"Leider begreift kaum jemand, was Rehhagel wirklich sagen wollte. Sokrates, Platon, Aristoteles, alles kein Vergleich: Von allen alten Griechen ist Rehhagel der Unverstandene. Er hat den Satz, als Trainer in Bremen, ganz anders gemeint, nämlich als Aufforderung an die Klubführung, zu kaufen statt zu sparen: Geld schießt keine Tore - nämlich das Geld, das auf dem Konto liegt. Es ist dort totes Kapital. Man muss es ausgeben. Nur das Geld, das auf zwei Beinen läuft, schießt Tore."
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/eichlers-eurogoals/eichlers-eurogoals-nur-geld-das-auf-zwei-beinen-laeuft-schiesst-tore-1859750.html
04.04.2018 - 12:47 Uhr
Zitat von nowo
Geld schießt keine Tore.
Zitat von Landauer
Dann lass doch mal hören warum selbst ein halbes Jahrhundert zu kurz war, um eine Leistungselite in der BL herauszubilden. Warum gelang es den Top Standorten wie Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, und Konsorten denn nicht, sich in all der Zeit besser aufzustellen?
Warum können sie denn selbst heute noch fortwährend von Aufsteigern verdrängt werden und steigen sogar selbst munter ab, obwohl man jahrzehntelang Zeit hatte, sich viel stärker aufzustellen?
Was mag wohl der Grund dafür sein, dass ein riesiger zeitlicher und struktureller Vorsprung gegenüber den heutigen Me-Toos zu rein gar nichts führte und alles nur versandete?
Dazu würde mich mal eine plausible alternative Erklärung interessieren.
Zitat von nowo
Es ist kaum zu glauben, dass die BL-Vereine (Bayern ausgenommen) so viele Ahnungslose beschäftigen, während die wahren Experten unentdeckt hier bei transfermarkt.de schlummern.
Es ist kaum zu glauben, dass die BL-Vereine (Bayern ausgenommen) so viele Ahnungslose beschäftigen, während die wahren Experten unentdeckt hier bei transfermarkt.de schlummern.
Dann lass doch mal hören warum selbst ein halbes Jahrhundert zu kurz war, um eine Leistungselite in der BL herauszubilden. Warum gelang es den Top Standorten wie Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, und Konsorten denn nicht, sich in all der Zeit besser aufzustellen?
Warum können sie denn selbst heute noch fortwährend von Aufsteigern verdrängt werden und steigen sogar selbst munter ab, obwohl man jahrzehntelang Zeit hatte, sich viel stärker aufzustellen?
Was mag wohl der Grund dafür sein, dass ein riesiger zeitlicher und struktureller Vorsprung gegenüber den heutigen Me-Toos zu rein gar nichts führte und alles nur versandete?
Dazu würde mich mal eine plausible alternative Erklärung interessieren.
Geld schießt keine Tore.
Dann eben nicht....
04.04.2018 - 13:14 Uhr
Zitat von Lechleitner
DArüberhinaus: der Spruche "Geld schießt keine Tore" war ursprünglich ganz anders gemeint.
"Leider begreift kaum jemand, was Rehhagel wirklich sagen wollte. Sokrates, Platon, Aristoteles, alles kein Vergleich: Von allen alten Griechen ist Rehhagel der Unverstandene. Er hat den Satz, als Trainer in Bremen, ganz anders gemeint, nämlich als Aufforderung an die Klubführung, zu kaufen statt zu sparen: Geld schießt keine Tore - nämlich das Geld, das auf dem Konto liegt. Es ist dort totes Kapital. Man muss es ausgeben. Nur das Geld, das auf zwei Beinen läuft, schießt Tore."
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/eichlers-eurogoals/eichlers-eurogoals-nur-geld-das-auf-zwei-beinen-laeuft-schiesst-tore-1859750.html
DArüberhinaus: der Spruche "Geld schießt keine Tore" war ursprünglich ganz anders gemeint.
"Leider begreift kaum jemand, was Rehhagel wirklich sagen wollte. Sokrates, Platon, Aristoteles, alles kein Vergleich: Von allen alten Griechen ist Rehhagel der Unverstandene. Er hat den Satz, als Trainer in Bremen, ganz anders gemeint, nämlich als Aufforderung an die Klubführung, zu kaufen statt zu sparen: Geld schießt keine Tore - nämlich das Geld, das auf dem Konto liegt. Es ist dort totes Kapital. Man muss es ausgeben. Nur das Geld, das auf zwei Beinen läuft, schießt Tore."
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/eichlers-eurogoals/eichlers-eurogoals-nur-geld-das-auf-zwei-beinen-laeuft-schiesst-tore-1859750.html
Gut und schön, aber das Geld auf 2 Beinen schießt auch nicht immer Tore.
Den Spruch hatte ich auch nur in die Debatte geworfen, weil es schick zu sein scheint, hier mit einfachen Formeln den "kränkelnden" deutschen Vereinsfußball zu erklären.
Wer meint, in der Beziehung den Stein des Weisen gefunden zu haben, soll sich doch als Berater in der Bundesliga bewerben. Ich fürchte aber, dass die "einfachen" Lösungen ("Spielt einfach wieder Fußball") dort nicht mehr als ein müdes Lächeln erzeugen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von nowo am 04.04.2018 um 13:15 Uhr bearbeitet
04.04.2018 - 13:20 Uhr
Zitat von Lechleitner
Wenn Geld keine Tore schießt - was ist dann der Grund für die historische gesehen schwache Ausbeute deutscher Klubs in den Europapokalwettbewerben? Womögich doch die sportliche Kompetenz der Funktionäre in den Vereinen?
Oder ist es allein Zufall und Pech geschuldet, dass - außer Bayern - keine deutsche Mannschaft seit 1997 mehr einen europäischen Wettbwerb gewonnen hat?
Wenn Geld keine Tore schießt - was ist dann der Grund für die historische gesehen schwache Ausbeute deutscher Klubs in den Europapokalwettbewerben? Womögich doch die sportliche Kompetenz der Funktionäre in den Vereinen?
Oder ist es allein Zufall und Pech geschuldet, dass - außer Bayern - keine deutsche Mannschaft seit 1997 mehr einen europäischen Wettbwerb gewonnen hat?
Die Ursache findet man in der historischen Beurteilung taktischer Entwicklungen.
Im alten Jahrtausend basierte Bundesliga Fußball auf der Manndeckung, dem Libero und einigen technisch feinen Spielern (meist auf der 10 und den Außen), die den Unterschied machten. Da gab es noch Straßenfußballer und intuitive Spielintelligenz. Deutsche Mannschaften kämpften ihre Gegner defensiv nieder und die besseren Kicker weiter vorne besorgten die Tore.
Mit der Abschaffung von Manndeckung und Libero fiel der deutsche Fußball in eine extreme Identitätskrise, denn wenn man nicht mehr dem Gegenspieler auf's WC folgte, wusste man gar nicht wo man stehen sollte. Deshalb taten sich seinerzeit alle enorm schwer mit der Einführung der Raumdeckung und Linienabwehr. Das war folglich auch der Punkt, an dem schrittweise die ewig gleichen Trainer nicht mehr gefragt waren. Zugleich wurde der Libero als erster Aufbauspieler abgeschafft, und die Qualität der Spieleröffnung fiel ins Bodenlose. Im Grunde hatte man nur noch orientierungslose Spieler auf dem Platz, keine Trainer, die das neue taktische Verhalten unterrichteten und zugleich auch keinen Nachwuchs mehr, weil dieser in der Entwicklung früherer Jahre vergessen wurde.
Dann wurde seitens DFB eine tiefgreifende Reform im Nachwuchsbereich eingeführt.
Zugleich tauchten neue Trainer auf, die vereinzelt Pressing lehrten und dem Team damit endlich eine neue Bestimmung und Orientierung auf dem Feld gaben (zB Rangnick) und auch Leute wie Klinsmann, die meinten, die individuelle Ballbesitzzeit (vgl. Arsenal) sei am wichtigsten und man müsse den Ball schneller zirkulieren lassen, damit die Spielzüge schneller ablaufen.
Zu guter Letzt kam Kloppo, der vermittelte, dass man selbst mit Holzfüßen stark spielen konnte, wenn sich nur alle kollektiv wie Hornissen verhalten und die Räume in Sekundenbruchteilen zustellen, indem Pressing über den gesamten Platz läuft.
Zugleich verschwanden die technisch feinen Spieler langsam aus der Liga. Kicker wie Bein, Kirijakov, Herzog, Diego, Micoud, und wie sie alle hießen verließen unbemerkt die Liga.
In direkter Folge sank ebenso unbemerkt das technische Niveau der BL, was mit noch mehr Laufintensität und noch mehr Schaum vor dem Mund kompensiert werden sollte.
Vorbei die Zeiten eines Zehners oder Liberos, die früher in jeder BL Mannschaft vorhandenen Spielmacher wurden ersatzlos abgeschafft, denn kaum jemand war gewillt, die Position des Sechsers (hierzulande das Synonym des Zerstörers und Staubsaugers vor der Abwehr) analog der Südländer zum Spielmacher umzuwidmen, damit der tiefe Spielaufbau in Zeiten hohen Pressings fortan dort stattfände.
Da stehen wir eigentlich noch heute, auch wenn die N11 und der FC Bayern als krasse Abweichler den Ballbesitzfußball für sich entdeckt haben und damit international sehr erfolgreich sind.
Dieser Ansatz findet in der BL aber kaum Nachahmer, da man immer noch der Theologie anhängt, dass man per se mit schlechten Spielern agieren muss (das liebe Geld) und daher der primitivste Ansatz der Spielzerstörung bei allerhöchster physischer Intensität der einzig erfolgversprechende sei. Dass dies aber eine Sackgasse darstellt, will niemand wissen.
Und deshalb ist die spielerische Qualität der BL seit Abschaffung der Manndeckung stark gesunken und deshalb wurden seitdem auch keine Europapokale mehr gewonnen.
Die Bundesliga hat das SPIELEN verlernt und kann nur noch kämpfen, was international aber viel zu wenig ist. Da müssen die EP Gegner nur dem Bundesligisten den Ball aufzwingen, damit der sich nach allen Regeln der Kunst selbst ein Bein stellt und ausscheidet.
Das können sogar die Entwicklungsländer Europas, dem favorisierten BL Club den Ballbesitz aufzwingen, weil darin dessen größte Schwäche liegt. Folglich fliegen wir sogar gegen Kleinstclubs raus, obwohl ewig propagiert wurde, alles liege einzig und alleine am Geld.
Nein, es liegt an der Qualität des eigenen Fußballs und nicht am ewig besungenen Zaster, denn anders erklärt sich diese Entwicklung überhaupt nicht.
04.04.2018 - 14:51 Uhr
Zitat von Landauer
Die Bundesliga hat das SPIELEN verlernt und kann nur noch kämpfen, was international aber viel zu wenig ist. Da müssen die EP Gegner nur dem Bundesligisten den Ball aufzwingen, damit der sich nach allen Regeln der Kunst selbst ein Bein stellt und ausscheidet.
Das können sogar die Entwicklungsländer Europas, dem favorisierten BL Club den Ballbesitz aufzwingen, weil darin dessen größte Schwäche liegt. Folglich fliegen wir sogar gegen Kleinstclubs raus ...
Die Bundesliga hat das SPIELEN verlernt und kann nur noch kämpfen, was international aber viel zu wenig ist. Da müssen die EP Gegner nur dem Bundesligisten den Ball aufzwingen, damit der sich nach allen Regeln der Kunst selbst ein Bein stellt und ausscheidet.
Das können sogar die Entwicklungsländer Europas, dem favorisierten BL Club den Ballbesitz aufzwingen, weil darin dessen größte Schwäche liegt. Folglich fliegen wir sogar gegen Kleinstclubs raus ...
Was sind Entwicklungsländer Europas und Kleinstclubs?
Vielleicht stimmt auch was an der Einstellung nicht, wenn man nach Skandinavien oder nach Osteuropa fährt, zumindest wenn die Spieler auch an Entwicklungsländer und Kleinstclubs denken. Dann läuft das David-Goliath-Spiel ähnlich wie so oft im DFB-Pokal. Man geht mit einer wird-schon-Einstellung ins Spiel und wundert sich, dass der vermeintliche Underdog, dessen Namen man im Zweifel vielleicht noch nicht mal aussprechen kann, Fußball spielen kann, mehr als 100% in die Waagschale wirft und die Punkte nicht wie geplant herschenken möchte.
Dazu ist am Wochenende noch ein wichtiges BL-Spiel. Da möchte man sich vorher nicht noch in einem (vergleichsweise unwichtigen) EL-Spiel verletzen...
04.04.2018 - 16:09 Uhr
Zitat von nowo
Was sind Entwicklungsländer Europas und Kleinstclubs?
Was sind Entwicklungsländer Europas und Kleinstclubs?
Ich dachte dabei an solche Größen wie Asteras Tripolis (Griechenland), NK Domzale (Slowenien), RS Belgrad (Serbien), Östersunds FK (Schweden), Gaz Metan Medias (Rumänien), APOEL Nikosia (Zypern), Sorja Luhansk (Ukraine) und solche UEFA Schwergewichte, gegen die unsere BL Vertreter im Europapokal allesamt die Segel streichen mussten.
Das war definitiv keine Geldfrage, sondern eine sportlichen Unvermögens auf Seiten der Favoriten.
04.04.2018 - 16:58 Uhr
Das einzige was sich bei Aussetzen der 50+1 ändern wird ist, dass die ohnehin schon absurd hohen Preise noch weiter in die Höhe schießen werden. Dann kostet eben ein Durschnittlicher Spieler jetzt 30 Millionen statt 10 und die Topspieler verden nicht mehr für 50-70 Millionen sondern für 150-200 Millionen transferiert. Die anderen Ligen könne da ohne Probleme mitziehen.
04.04.2018 - 17:07 Uhr
Man kann natürlich auch alles so lassen wie es jetzt ist, nämlich sinnlos.
04.04.2018 - 17:32 Uhr
Zitat von Singhartinger96
Das einzige was sich bei Aussetzen der 50+1 ändern wird ist, dass die ohnehin schon absurd hohen Preise noch weiter in die Höhe schießen werden. Dann kostet eben ein Durschnittlicher Spieler jetzt 30 Millionen statt 10 und die Topspieler verden nicht mehr für 50-70 Millionen sondern für 150-200 Millionen transferiert. Die anderen Ligen könne da ohne Probleme mitziehen.
Das einzige was sich bei Aussetzen der 50+1 ändern wird ist, dass die ohnehin schon absurd hohen Preise noch weiter in die Höhe schießen werden. Dann kostet eben ein Durschnittlicher Spieler jetzt 30 Millionen statt 10 und die Topspieler verden nicht mehr für 50-70 Millionen sondern für 150-200 Millionen transferiert. Die anderen Ligen könne da ohne Probleme mitziehen.
Die Inflation der Transfersummen und Gehälter ist primär auf die gigantischen TV Erlöse der Engländer zurückzuführen. Klar hat Katar (PSG) Neymar für kranke Beträge geholt, aber das sind keine Marktpreis bestimmenden Vorgänge, sondern krasse Einzelfälle. Der Bale Transfer zu Real bestimmte auch nicht die Marktpreise. Vielmehr der Umstand, dass in der Breite des Marktes viel zu viel Geld im Umlauf ist, wirkt ursächlich. Es gibt viel mehr Geld als wirklich gute Spieler im Markt.
Und hierzulande ist nunmal kein geschlossener Markt, d.h. die Marktpreise die vom britischen Geld geschaffen werden, gibt es auch hierzulande bereits. Oder denkst du etwa der BvB hatte Dembele nicht für 100 + 40 mio Bonus an Barca verkauft, weil hierzulande noch nicht so viele Investoren sind?
Das ist völlig egal wieviele hier sind, weil der Transfermarkt international ist und die Preise anderer Ligen ungebremst hier rüberschwappen. Der einzige Unterschied in der BL ist der, dass die Clubs vergleichsweise unterkapitalisiert sind und in diesem Bereich ein finanzielles Handicap im internationalen Wettbewerb haben (zusätzlich zur TV Geld Problematik). Und genau deswegen kauft die PL alljährlich die besten BL Spieler auf, bis hier am Ende nur noch Durchschnitt wie in Holland rumrennt. Eine Vogel-Strauss Taktik hilft da nicht weiter, denn es ist ein internationaler Markt und kein geschlossener.
Die Abschaffung von 50+1 ist bestimmt keine Stand Alone Lösung für die Bundesliga, aber niemand kann bestreiten, dass der FCB und der BvB stark von ihren Investoren profitierten und Clubs wie Augsburg und Hoffenheim ebenso. 50+1 ist sicher nur ein Baustein von vielen, aber verteufeln muss man das alles auch nicht, nur weil es kein Patentrezept-Allheilmittel sein kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 04.04.2018 um 17:34 Uhr bearbeitet
04.04.2018 - 21:48 Uhr
Es kommt dazu, dass das Geld alleine manchmal auch nicht reicht. Nehmen wir mal Wolfsburg die hätten die finanziellen Möglichkeiten um ein Top-Club zu sein haben, bis auf zwei Ausreißer in 20 Jahren Bundesliga hat man nicht viel gerissen. Einfach weil sie eben eine graue Maus sind. Spieler wie Dzeko, de Bruyne, Mandzukic wollten dann doch lieber zu richtigen Top-Clubs wechseln. Selbst Leute wie Perisic oder Rodrieguez konnte man nicht halten.
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