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[9] Luuk de Jong

20.08.2013 - 17:29 Uhr
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[9] Luuk de Jong |#71
17.10.2013 - 19:49 Uhr
Zitat von LaCucaracha:

Irgendwie sind einige hier mit den modernen Unarten des Fußballs derart verwachsen... macht mir echt Bedenken.
Denn ich meine wir sind in der Zeit unter Eberl doch wohl ganz klar wieder auf der Überholspur, hinzu kommt die Historie und der damit verbundene Glaube an die Geschichte Borussia, gewachsen durch nachvollziehbarer Umgang mit Spielern und Trainer, sportliches Aufflackern, sehr gute Transfers und langsam wachsende Philosophie. Der Umgang mit Spielern hat sich m.M.n in den letzten beiden Jahren deutlich relativiert...
Das auch Geld bezahlt wird ist sonnenklar. Dennoch hoffe ich auf das Gesamtgefühl bei den jungen Spielern. Daher wäre es schön wenn der ein oder andere merkwürdige Umgang nicht zu Mißtrauen führt welches man fürstlicher entlohnen muss...


Es hat doch nichts damit zutun, dass hier manche mit den "Unarten des Fußballs verwachsen" sind.

Man muss doch einfach realistisch bleiben.
Klar hat sich Gladbach super entwickelt in den letzten Jahren.
Wir haben eine tolle Infrastruktur, einen guten Trainer, ein Image, dass wir auf junge Spieler bauen und sie weiterentwickeln, gute Transfers tätigen und eine moderne Philosophie spielen können.
Aber glaubst du im Ernst, dass das einen Spieler auch nur eine Sekunde länger bei Gladbach hält, wenn er ein Angebot von einem deutlich finanzstärkeren Club bekommt?

Für mich haben wir aufgrund dieser Entwicklung die Chance spieler wie Kruse, Xhaka, de Jong, etc. kurz-/mittelfristig zu verpflichten. Das Spieler von diesem Kaliber langfristig bei Gladbach unter Vertrag stehen werden, ist für mich einfach unrealistisch, weil weltfremd.
(Bewusst übertrieben formuliert: Wenn dem so wäre und das Projekt Gladbach so genial gut wäre, dann müssten Reus und Dante auch noch hier spielen, oder?)

Nimm das Beispiel Kruse:
Der spielt eine tolle Saison in Freiburg. Das Interesse an ihm steigt, es kommen finanzstärkere Vereine als Freiburg und schließlich wechselt er wegen der oben genannten Gründe nach Gladbach und nicht nach Bremen, Stuttgart, etc. Verdienen könnte er überall etwa die gleiche Summe (wohlgemerkt aber deutlich mehr als bisher in Freiburg), aber die Gründe oben sprechen aktuell halt für Gladbach - schön und gut.

Jetzt spielt Kruse ein, zwei Jahre auf dem aktuellen Niveau und dann?
Dann wechselt er nach Bayern, Dortmund, Schalke oder ins Ausland zu einem größeren, finanzstärkeren Verein, um dort mehr Geld zu verdienen - das ist der normale Lauf der Dinge und ich wette 99% der Leute hier würden genauso handeln.

Um kurz zurück zum Thema de Jong zu kommen:
Hätte Gladbach deutlich weniger geboten als andere interessierte Vereine, dann würde de Jong heute nicht hier spielen. Natürlich wird er nicht auf jeden Euro geschaut haben und natürlich spielen die Gründe oben und bei ihm sicher auch die Nähe zur Heimat eine Rolle.
Aber hätte Max Eberl gesagt, bei uns kriegst du 1Million und keinen Cent mehr, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass Luuk heute woanders kicken würde - Projekt Gladbach hin oder her.

Ich sehe da aber auch nichts bedenkliches an so einer Verhaltens- bzw Denkweise.
Fände es eher scheinheilig zu behaupten, dass man selber anders handeln würde...
[9] Luuk de Jong |#72
19.10.2013 - 11:36 Uhr
Warum können wir uns nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, der wäre mMn, de Jong ist nicht der Stürmer, den sich Favre vorne wünscht. Unabhängig von den Qualitäten des Spielers und des Trainers.
Sympathie hin - Antipathie her.
Natürlich stellt Favre nicht absichtlich schlechtere Spieler auf, er stellt diejenigen auf, die nach seinem Empfinden zu seiner Fußballidee am besten passen.
Da gehört dJ nicht zu, das macht ihn aber noch lange nicht zu einer Krampe oder auch nur einem schlechten Stürmer.
Frontzeck hat MAtS nicht ins Tor gestellt, war der deshalb schlechter als Bailly/Heimeroth?
Favre hat letztes Jahr TM wieder ins Team geholt, ist der ein besserer Fußballer als GX?
Nein, aber zu der Zeit war seine Abgeklärtheit und sein defensiveres Denken wichtiger für uns, als die Pässe von GX.
Soll hier ja den ein oder anderen gegeben haben, der damals schon GX in die Wüste schicken wollte, weil der nicht mal an dem alten Marx vorbeikam.
Was war mit IdC, damals nach seinem Ausfall zuerst ein großes Wehklagen, als dann Reus vorne traf und auch PH rechts einschlug - vermisste LF da noch IdC?
Ein Jahr später durfte der "wichtigste Stürmer" sogar gehen.
Für mich ist nicht jeder schlecht, nur weil er bei einem Trainer schlechtere Karten als andere hat.
Manchmal ist das eine Momentaufnahme, manchmal bleibt das dauerhaft so.
Was hat man sich in Hannover die Augen gerieben, als der dort als fußlahm und untauglich abgestempelte Hanke uns plötzlich half international zu spielen.
Oder auch in Dortmund, die statt Reus Großkreutz aus der 2.Liga zurückholten.
Oder, oder, oder.
Der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.
Das klappt eben nicht immer.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von filigran60 am 19.10.2013 um 11:37 Uhr bearbeitet
[9] Luuk de Jong |#73
22.10.2013 - 09:07 Uhr
Zitat von BMG-Dave:
Zitat von hendrikhg:
Bei Hrgota hat man wenigstens das Gefühl das er sich bemüht bzw was versucht, was dann sogar oft klappt aber halt nicht immer ( er ist ja auch noch sehr jung )
De jong hingegen läuft da immer rum wie falschgeld , dass ist ja schon fast peinlich . Man sollte sich jetzt eingestehen das man da ein absoluten Fehler gemacht hat und möglichst schnell versuchen sollte ihn für eine 6 mio + Ablöse los zuwerden .


Ich glaub man könnte über alles froh sein was ne Ablöse ab 6 Mille betrifft.

Das Spiel von Ihm jetzt so drastisch zu beurteilen ist vielleicht bissl übertrieben aber man hat in der Tat gesehen, dass da nicht viel war von Motivation und Willen. Mal längere Wege zu gehen oder sich energisch anzubieten o.ä.

Die Szene wo er knapp im Abseits war, war die einzige Aktion wo man Ihn wirklich sehen konnte. Aber auch wenn die Szene weitergelaufen wäre, war der Pass nicht aussichtsreich.
In der Schule würde man sagen: " Er hat sich stets bemüht", dass allerdings reicht nicht!


Wie schön zu lesen das man sich wieder auf LdJ einschiesst. Wenn er doch so unmotiviert war wie man hier so schön schreibt wie passt es dann das er trotz nur 20 Min Spielzeit um einige Sprints und lange Läufe mehr hatte als ein gehypter Hrgota oder auch ein Younes ? Nur unmerklich weniger als ein Arango oder auch nur halb so viel wie ein Raffael? Ist das Ausdruck für Null Bock?

Mir fiel viel mehr auf das er sich oftmals versuchte anzubieten, frei zu laufen , den Weg in die Gasse zu suchen nur leider nie angespielt wurde da den Akteuren das hinten rum passen lieber war. Wie oft hob er die Hand wenn auf Aussen die Chance zum flanken gegeben war?

Aber ja Luuk war auch an dieser Niederlage Schuld....schön das man immer seine Sau hat die man durchs Dorf jagen kann :rolleyes
[9] Luuk de Jong |#74
23.10.2013 - 09:36 Uhr
Zitat von 111JahreBorussia:
Zitat von owlborussia:
Um alles mal auf eine neutrale Ebene zu bringen, was wird von de Jong eigentlich z. B. in einem zwanzig Minuten Einsatz erwartet? Mal ganz konkret.
Ein Tor?
Gewonnene Zweikämpfe?
Positive Körpersprache?
Laufbereitschaft?
"Richtige Laufwege"?
Viele Meter?
Angekommene Pässe zum Mitspieler?
Binden eines Gegenspielers um Platz für seine Mannschaftskollegen zu schaffen?
Übersteiger?
"Aufwecken" seiner Mitspieler z. B. durch "anschreien"?
Wandspieler sein?
Auf die Außen ausweichen?
Schnelligkeit?
Sprints?
Etc....
Würde mich echt mal interessieren...

Hat einer Vorschläge?


Nein kein Tor.

Ja natürlich gewonnene Zweikämpfe und natürlich auch eine positive Körpersprache. Eine hohe Laufbereitschaft versteht sich in den letzten 20 Minuten von selbst, er muss nichts mehr dosieren, er weiß genau dass das Spiel nach 90 Minuten + aus ist und kann sich auspowern.

Ich schaue mir zum Beispiel einen Olic bei Wolfsburg an, wenn der rein kommt qualmt der Rasen - IMMER.

Jonas Hofmann (BvB) zum Beispiel kommt beim Spiel gegen Eintracht Braunschweig in der 68. Minute rein und ist direkt voll da. Er brauchte ganze zehn Ballkontakte um in der 75. Minute das 1:0 zu erzielen.

Bei Hertha bringt man oft Ronny etwa zur gleichen Zeit ins Spiel, so zwischen der 65-75 Minute. Der Brasilianer dankt das mit tollen Sololäufen, heraufbeschwören von 1:1 Situationen und mit Toren.

Nicolas Höfler vom SC Freiburg ist auch so ein Kandidat der immer zur Mitte der ersten Halbzeit eingewechselt wird, er macht dampf und Tore.

Adam Szalai, Mike Frantz, Stefan Kutschke, Kevin Vogt, Didier Ya Konan, Hakan Calhanoglu alles Kandidaten die auch eingewechselt werden und auch "nur" ca.20 Minuten Spielzeit haben (im übrigen ist das ein Viertel der gesamten Spielzeit, also doch nicht so wenig) aber in der Zeit rennen, kämpfen, kratzen, beißen.

Ergo, es geht wenn man nur will. ;)


Siehst du... Ich weiss, Statistiken sind so ein Ding... Aber ich bin ein Statistikmensch und probier es trotzdem mal (bundesliga.de).

Den Einsatz bringt er absolut. Sei es die Laufleistung insgesamt, Sprints oder intensive Läufe. Gerade bei Sprints und intensiven Läufen (was immer das auch ist), ragt er völlig heraus. Auf 90 Minuten hochgerechnet würde das mehr als das Doppelte aller anderen vorne bedeuten. Er gibt Einsatz total.

Seine Körpersprache... Ja, auch da bin ich grundsätzlich bei dir. Wünsche mir auch öfter eine positive. Auf der anderen Seite gibt es z.B. einen Arango und seine berühmte Körpersprache... geht manchmal gar nciht, trotzdem bringt er (oder brachte) richtig gute Leistungen damit. Für mich scheide ich diesen Bereich also als nciht notwendig aus.

Jetzt zu den gewonnen Zweikämpfen. Da waren es am Wochenende tatsächlich ganze 0! (Auf der anderen Seite habe ich eine Statistik gefunden die ihm für diese Saison insgesamt eine positive Bilanz an Zweikämpfen ausstellt, und das als Stürmer).
Aber da sehe ich auch das Problem. Für mich spielt er irgendwie körperlos, kann das gar nicht anders bebschreiben. Hab ich aber auch schon anders gesehen. Aber ich finde gerade diesen Bereich kann man stark trainieren. Und das ist auch meine Hoffnung. Der Theorie die UweRahne aufgestellt hat, dass Favre intensiv mit ihm wie mit Xhake trainiert, hänge ich auch an. Vielleicht ist es nur eine Hoffnung, aber für mich klingt es logisch.

Was ich aber eigentlich sagen wollte.. Du hast z.B. drei Kriterien aufgestellt, die dir wichtig sind. Einsatz bringt er nachweislich. Körpersprache sehe ich als nicht so aussagekräftig an, weil es mit Arango eine absolutes Gegenbeispiel gibt. Bleibt EIN Punkt übrig, den er am Wochenende nicht erfüllt hat. Und schon wird er negativ gesehen (ich hab übrigens aufgrund der "Körperlosigkeit" auch keine gute Leistung gesehen). Finde das interessant, wie schnell sich eine Meinung bildet ohne das man wirklich drüber nachdenkt.

•     •     •

Frage nicht, was Borussia für dich tun kann, sondern was du für Borussia tun kannst.
[9] Luuk de Jong |#75
05.11.2013 - 08:26 Uhr
Zitat von Mitsch_1988:


Das ist für mich das grösste Unding in der Diskussion um De Jong. "Der Junge kann nichts dafür"? Also können alle Ersatzspieler der Welt "nichts dafür", dass sie draussen sitzen - weil's die 11 auf dem Platz offensichtlich einfach besser machen?

De Jong hat in JEDEM Training, in JEDEM Einsatz die Chance, zu beweisen, wieso ER auf den Platz gehört.

Vielleicht KANN er's einfach MOMENTAN nicht besser? Vielleicht besitzt er MOMENTAN einfach nicht die Qualität, um sich in der BuLi bei nem' arrivierten Verein durchzusetzen?


Auch wenn Du dies jetzt sehr, sehr ungerne lesen wirst - Favre wechselt erst wenn einer mit dem Kopf unterm Arm zum Training erscheint und aktuell zeigt ein Korb sehr wohl und nachdrücklich warum man hier einen anderen, offensivorientierteren Außenverteidiger sehen wollte. Bei unserem Kader kann ich mir durchaus vorstellen, dass es anstatt Hermann im Leistungstief mit einem z. B. Younes besser geklappt hätte. Bleibt hypothetisch aber festzuhalten ist für mich, dass bisher Zwangswechsel nicht unbedingt schlecht waren. Und ja, ich gehe soweit, dass ich behaupte, dass nicht zwingend die 11 Trainingsweltmeister am Spieltag aufm Platz stehen sondern die Stammelf.
[9] Luuk de Jong |#76
07.11.2013 - 10:06 Uhr
Wat' ist denn hier los? Geht es hier um Fußball oder sind wir inzwischen in der Sonderredaktion der Financial Times gelandet?

Auch die Nichtgläubigen sollten m.E. mal die die Kirche im Dorf lassen.

Der Finanzalmanach der Bundesliga "Der Transfermarkt" wird hier von einigen als das Maß der Dinge angesehen um den sportlichen und finanziellen Wert von Fußballspielern zu quantifizieren.
Was für ein Schwachsinn.

Schaut Euch doch mal für Spaß gelegentlich den Kriterienkatalog an, der zur Bewertung bzw. zu Neubewertung führt. Das geht es nur bedingt um Anzahl der Einsätze, dem Chancenverhältnis und den Einsatzzeiten.

Das geht es u.A. um "Positionen", Status, Werbewert, Verhalten gegenüber der Presse und das allerbeste: "Zukunftsperspektive". Es lebe die Glaskugel.
In dieser ganzen Thematik geht es doch darum, einen "Menschenmarkt" zu quantifizieren. Einen Markt der objektiv überhaupt sehr wenig Kriterien hergibt.

Was ich meine: Ein Stürmer in der 3. Liga, der für seinen Vereine 20 Tore ballert ist für diesen Verein "unbezahlbar", spielt aber deutschlandweit überhaupt keine Rolle. Warum?: Weil die Öffentlichkeit das überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Ein Browers ist für Gladbach eminent wichtig weil er von der Bank sofort und auf hohem Niveau eine nahezu fehlerfreie Leistung abliefert und von den Fans dafür geliebt wird. Spielt sich das im Marktwert wieder? - Nein- tut es nicht.


Hey- wir reden hier von einem Kunstmarkt, der sich von wahrer Kunst darin unterscheidet, dass man hier überhaupt keinen "Erschaffer" hat, keinen Maler, keinen Schriftsteller oder Autor der etwas tut was man handwerklich würdigt bzw. dessen Ergebnis gefällt oder positiv erstaunt.

Es gibt nur den Spieler mit seinen Fähigkeiten, die sich im Laufe der Zeit entwickeln und die auf Gedeih und Verderb beim "Wert" davon abhängig sind, was "Dritte" so tun.

Von den Managern, die sich über Ablösesumme verständigen. Teilweise getrieben von Eitelkeit, Situationen nutzend, abhängig von der Festgeldkasse und sonstigen Kriterien. Kriterien die nur bedingt etwas mit "Sport" zu tun haben.

Abhängig von Trainern, die je nach Neigung eine "Rotations- oder Stammelf-Denke" haben, mutigen Trainern bzw. den Zauderern, die ungerne wechseln, Systemfragen.

Darüber hinaus gibt es eben auch die Fälle das plötzlich Talente im Kader durchstarten und Kaderplätze zusätzlich verbauen.

Neben persönlichen Auftreten, Ansichten des jeweiligen Nationaltrainers, Verletzungen pers. Umständen maßt sich im Transfermarkt eine Truppe von Privilegierten an, dass alles in einem Wert auszudrücken. Nicht weil der Wert objektiv der Maßstab ist. Sondern weil die Presse und die Öffentlichkeit einfach danach giert einem einem Menschenmarkt in Zahlen auszudrücken.

Und wir Fans gehen ab wie ein Zäpfchen, wenn in ihrem Verein plötzlich Geld "verbrannt" wird.

Wir reden hier von Geld, das NIEMANDEM fehlt. Weil dieses Geld niemals den Auftrag hat Sinn zu stiften sondern lediglich für die Rotation in einem wirtschaftlich getiriebenen Umfeld sorgt, an dem viele mitverdienen, dass aber teure Zirkuspferde braucht, damit man was zu berichten hat und die Aufmerksamkeit hochgehalten werden kann.

DeJong ist ein guter Fußballer dessen öffentliche Wahrnehmung von Anfang an unter einen schlechten Stern stand. Als "Reus-Nachfolger und mit dessen Transfererlös finanziert", in ein (damals) schlechtes Team integriert, Verletzungen, Eigentore in den schlechtesten Momenten, aktuell ein Team, dass einfach Spaß und in dem billigeren Spieler den Maßstab setzen.

Was sagt das über die eigentliche Leistungsfähigkeit und den ominösen Marktwert aus? Gar nichts! Und trotzdem setzt man einen Wert fest. Im Prinzip nur deshalb, weil es der Spieler nicht schafft innerhalb einer 45-Minütigen Einsatzeit in 11 Pflichtspielen für Schlagzeilen zu sorgen.

Und hier schwingen sich einige Finanzexperten auf, darauf aufbauend mit Aussagen wie "Fehleinkauf", "Eberl = untauglich" usw. usw. um sich zu werfen.

Mein lieber Mann. Wir sollten froh sein solche "Probleme" zu haben und einfach mal abwarten wie sehr wir über dJ freuen wenn, analog zu unserer aktuellen Abwehrsituation, im Sturm mal eben 3 Stammkräfte nicht oder nur bedingt zur Verfügung stehen.

Ich stelle bis Samstag auf jeden Fall eine Kerze auf. Ich tue dies, damit ggf. schon am WE die Situation eintritt, dass wir ein Scheißspiel abliefern und dJ uns mit zwei Toren in 5 Minuten zu Sieg ballert. Nicht weil ich uns eine schlechte Leistung wünsche. Sondern einfach weil ich es erleben will wie die "Wendehälse" unter den Fans anschließend es ja "schon immer wussten", wie wertvoll ein dJ noch werden kann.
[9] Luuk de Jong |#77
07.11.2013 - 10:53 Uhr
de Jong ist aktuell sogar hinter Hrgota nur noch 2. Einwechseloption im Sturm. Woran liegt das? Das muss doch einen Grund haben. Ich schliesse daraus das er nicht mal im Training zu überzeugen weiss. Was also gerechtfertigt nun längere Einsatzzeit für de Jong? Warum sollte man auch nur daran denken die aktuell 3.beste Offensive der Liga umzubauen für einen Spieler der sich allem Anschein nach nicht aufdrängt? Jeder Spieler ist für seine Leistung und Entwicklung selbst verantwortlich. Xhaka sass eine komplette Saison auf der Bank, da wurde die Schuld beim Spieler selbst gesucht und nicht beim Trainer. Kramer hat es ebenso geschafft durch Leistung den guten Nordfight zu verdrängen. Es stimmt, Favre ist nicht gerade experimentierfreudig, aber andere haben gezeigt, dass man sich übers Training und Kurzeinsätze durchaus ins Team spielen kann. Bei de Jong scheint es gegenteilig zu laufen. Statt sich aufzudrängen und Druck auf die Stammspieler aufzubauen, ist er in der Rangordnung sogar hinter Hrgota gefallen. Woran liegt das? Ist es so vermessen mal zu fragen, ob es nicht evt auch an de Jong selbst liegen könnte? Das er sich hängen lässt glaube ich übrigens nicht, ich glaube es fehlt ihm einfach an grundlegenden Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Zweikampfführung und Technik. Das ist nicht böse gemeint, sondern meine subjektive (unprofessionelle) Einschätzung. Vom Spielertypus den de Jong in Holland verkörpert hat, würde er übrigens sehr gut in unser System passen. Leider aber hat de Jong den Niveausprung von Erendivision zur BuLI nicht geschafft. Bei de Jong schien die Luft die er in seiner Entwicklung noch nach oben hatte begrenzt gewesen zu sein, so wurde der erhoffte Leistungssprung nicht realisiert. Kann man vorher nur schwerlich erkennen, deshalb mache ich Eberl/Favre auch keinen all zu grossen Vorwurf, obwohl man sich bei solchen Ablösesummen eigentlich schon 100% sicher sein sollte, das ausreichend Entwicklungspotential vorhanden ist. Wie auch immer, von der Idee her war die Verpflichtung gut. Ich würde diese auch weiterhin verfolgen. Wenn man auf die (mit Sicherheit sehr geringe) Ablöse für de Jong noch etwas Geld drauflegt, könnte man versuchen den Ginczek zu holen. Dem trau ich eine ähnliche Entwicklung zu wie Volland.
[9] Luuk de Jong |#78
07.11.2013 - 12:04 Uhr
Eine intensivere Diskussion um De Jong ist in Anbetracht der Ablöse sowie seiner Reputation in Holland ist in meinen Augen vollkommen nachvollziehbar. Kein Thema.

Nur der Inhalt der Diskussion ist doch mehr als fragwürdig - denn die sportlichen Aspekte werden hinsichtlich dem Spieler "De Jong" zumindest von einer "Fraktion" (Diese Wortkreation stammt nicht von mir) gekonnt ignoriert bzw. durch eröffnete Nebenschauplätze (Trainingsleistungen, fehlende längere Einsatzzeiten De Jongs, fehlende Möglichkeit mit Raffael und Kruse zusammenzuspielen, fehlende Möglichkeit von Xhakas Entwicklung zu profitieren etc.) verschleiert.

Insofern - die eine Seite argumentiert mit bisher Gesehenem, mit Eindrücken über die individuelle Qualität De Jongs bzw. seiner Spielweise (Ballbehandlung, Technik, Laufwege, Defensivfähigkeiten, Kreativität, Torgefahr usw.) und natürlich der Tatsache, dass man die aktuell 2. beste Offensive der BuLi auf dem Platz bringt, die andere Seite stellt Begleitumstände in den Mittelpunkt und die potentielle Aussicht, dass De Jongs Qualität dadurch massiv an Stärke gewinnt - denn über den bisherigen Leistungsstand De Jongs dürften sich wohl - und das ist das Paradoxe an dieser Diskussion - tendenziell alle einig sein.

Ich persönlich halte mich da eher an meine sportlichen Eindrücke, die ich von De Jong gesammelt habe, und empfinde ne' Argumentation, in der X, Y und Z verantwortlich dafür sein sollen, dass De Jong plötzlich ne' grosse Entwicklung in seinem Spiel nehmen wird, für zu hypothetisch und zu wenig konsistent, um wirklich daran glauben zu können. Kann auch daran liegen, wie man beispielsweise zu dem Wort "Eigenverantwortung" im Sport steht. Treffe ich im Squash ständig Bälle am Rahmen, gibt's für die Ursache eben mehrere Möglichkeiten - Das Racket, der Ball, der Court - oder ich. Jedem das Seine.

•     •     •

"I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered."

/George Best/
[9] Luuk de Jong |#79
07.11.2013 - 13:16 Uhr
Zitat von Preusse1900:



Mal ein paar Fragen: Glaubst du De Jong wird aktuell in diese Mannschaft passen? Also ich meine sollte einer der beiden vorne ausfallen.
Glaubst du er kann ebenso ballsicher wie Raffael oder Kruse die Bälle vorne halten, sich im ein-gegen-eins durchsetzen und den Ball in die tiefe oder den Rückraum der Abwehr passen? Glaubst du er kann ebenso wie einer der beiden, ebenso Vorbereiter wie auch Abnehmer sein? Oder so viel Spielintelligenz zeigen wie einer der beiden? Glaubst du er könnte wie einer der beiden auf engsten Raum den Ball schnell annehmen und durch stecken? Oder wie Raffael im letzten Spiel schlitzohrig den Ball abluchsen und dann Kruse direkt in den Fuß passen?


Ich will weder Raffael noch Kruse durch De Jong ersetzt sehen. Ich glaube das De Jong seine Stärken optimal ausspielen könnte wenn er einen Raffael als HS hinter sich hat und flankiert wird von Kruse links und Hermann rechts - als Beispiel. Auch Raffael auf rechts , Juan links und Kruse als HS wäre denkbar.
Bei seiner Spielweise und Defensivstärke könnte ich mir Raffael soagr als 8er vorstellen.

Ob das effektiver wäre als die jetzige Nummer? Keine Ahnung. Wir wären aber flexibler wenn wir zumindest mehrere Optionen hätten. Wenn vorne jetzt Raffael oder Kruse ausfallen würde gäbe es mMn ein großes Problem.
Es gab doch diese Saison schon mehrfach (daheim) die Situation, das Spiele in der 60igen entschieden waren. Warum dann nicht mal was anderes testen. Das könnte auch Hrgota zentral sein. Wenn vorne aber jemand kam, waren die Zuspieler aber schon ausgetauscht.

Zitat von Preusse1900:

Und jetzt diesen Fußball der seit Monaten im Training forciert wird, das System das man bis zum erbrechen einstudiert, wo jeder weiß was zu tun ist, ändern, um es auf De Jong auszurichten, damit er seine Abschlussstärke zeigen und dann vielleicht alleine 2/3 der Tore schießt die sonst Rafael oder Kruse schiessen, hältst Du dann für Sinnvoll?
.


Dieser Fußball funktioniert ja auch gut und wir stehen super da. Ich glaube aber, das spätestens in der RR sich einige Mannschaften auf unsere erste 11 besser eingestellt haben werden. Am Anfang dachte man mit Reus und Co auch, das würde ewig so weiter gehen. Daher sehe ich diese eingespieltheit von so wenigen nicht nur als positiv an.
[9] Luuk de Jong |#80
07.11.2013 - 18:36 Uhr
Zitat von Mitsch_1988:
Zitat von Fohlen79:
Ich will weder Raffael noch Kruse durch De Jong ersetzt sehen. Ich glaube das De Jong seine Stärken optimal ausspielen könnte wenn er einen Raffael als HS hinter sich hat und flankiert wird von Kruse links und Hermann rechts - als Beispiel. Auch Raffael auf rechts , Juan links und Kruse als HS wäre denkbar.
Bei seiner Spielweise und Defensivstärke könnte ich mir Raffael soagr als 8er vorstellen.


Um weiterhin zu versuchen, den Blick auf's Sportliche zu verschieben. Warum ist es explizit De Jong im Kader, der X, Y und Z braucht, um "seine Stärken" ausspielen zu können? Warum braucht Raffa keinen Arango, um die Bälle sauber anzunehmen? Warum braucht Kruse keinen Herrmann, um seine Abschlussstärke zu zeigen?

Für mich ist es einfach unerklärlich, wie man ne' Argumentation "Pro Fussballspieler A" so stark darauf aufbauen kann, dass gefühlte 13 Variablen stimmen müssen, damit A gross aufspielen kann. Insofern kann man es dem Trainer nicht verübeln, wenn er sich für den "einfacheren" Weg entscheidet - A einfach nicht spielen zu lassen. Insbesondere dann nicht, wenn man damit bis anhin gut gefahren ist.

Zumal die kritische Grundhaltung hinsichtlich sportlichen Aspekten in Bezug auf De Jong nicht auf "mannschaftstechnischen" Aspekten beruht, sondern grundlegende Dinge wie Ballbehandlung, Agilität oder Passsicherheit bemängelt werden, bei denen ich in keinster Weise erkennen kann, wie diese mit Raffa und Kruse besser werden sollen.



Mal andersherum gefragt:
De Jong hat für dich also keinerlei Stärken??

Ich habe es vor zwei Tagen schon einmal auf einen deiner Posts geantwortet (als du darauf verwiesen hast, dass de Jong doch im Training jede Menge Chancen hätte sich anzubieten und er der allein Schuldige an seiner Situation wäre, da der, der im Training zu überzeugen weiß am Ende ja auch spielen würde), aber ich mache es gerne wieder:

Wie oft hast du de Jong im Training gesehen in diesem Jahr?
Ich finde es aberwitzig, wie ein Spieler, der sicher nicht das leistet, was man von ihm erwartet hat - was er selber von sich erwartet hat, so in Grund und Boden geschrieben wird hier.

Keineswegs will ich de Jong in den Himmel heben - ganz im Gegenteil, denn ich habe mir auch mehr versprochen und bin enttäuscht von ihm bisher, da ich ihn für einen Stürmer mit sehr guten Anlagen halte.
Aber ich war zu Beginn der Saison das eine oder andere Mal beim Training und wenn du dir de Jong da angeschaut hättest, dann würdest du vielleicht anders schreiben.

Er hat überragende Fähigkeiten was den Torabschluss angeht. Kann mich an eine Trainingseinheit erinnern, da war nahezu jeder Abschluss von ihm ein Tor. Und gerade auch die Ballbehandlung und Technik ist nicht so schlecht, wie sie hier viele machen wollen - ganz im Gegenteil.
Natürlich werden jetzt alle Kritiker kommen und sagen 'Ja klar, Training ist ja auch nicht Spiel' - logisch, aber du hattest ja so schön darauf verwiesen, dass doch angeblich jeder im Training die Chance hat sich anzubieten - und nichts anderes tut de Jong ohne zu meckern.
Ich weiß nicht wie es aktuell beim Training aussieht, da ich es seit Mitte September kein einziges Mal mehr zum Training geschafft habe, aber davor war de Jong ein Vorbild an Einsatz im Training (Wenn ein Trainingsbesucher andere Eindrücke hat, darf er mir gerne widersprechen)!

Aber jetzt zu deiner These von oben:
Warum brauch de Jong als einziger Spieler andere um sich herum, um zu überzeugen?
Braucht er das wirklich? Ist in meinen Augen der völlig falsche Ansatz.

Ich bleibe nämlich dabei, de Jong hat herausragende Qualitäten was den Torabschluss angeht.
In der vergangenen Saison haben wir uns als Team aber insgesamt extrem schwer getan Tore zu schießen aus dem Spiel heraus, weil unsere Offensive insgesamt schlecht war, oder nicht?

Aktuell haben wir mit Raffael und Kruse massive Qualität dazugewonnen. Warum also nicht jetzt auch von den Qualitäten de Jongs Gebrauch machen?
Unser gesamtes Offensivspiel ist ein ganz anderes als in der letzten Saison - nicht weil de Jong nicht mehr mitspielt, sondern weil Kruse und Raffael auf dem Platz stehen (und die Doppel-6 Kramer/Xhaka heißt und nicht mehr Nordtveit/Marx).

Von daher kann ich die Leute verstehen, die sich überlegen mit de Jong vorne und Kruse, Raffael und Co drum herum könnten wir in der Offensive noch gefährlicher sein - ja, könnten wir vielleicht durchaus - who know's?

Aber aktuell ist es auch mMn keine Frage, das die Offensivformation so erstmal Bestand hat und das vollkommen zurecht!
Wir spielen guten Fußball, schießen viele Tore und stehen auf Tabellenplatz 4 - besser geht es nicht. Und deshalb ist eigentlich jegliche Diskussion überflüssig an dieser Stelle und in diesem Thread. De Jong ist Ersatzspieler, da Kruse und Raffael (und mit ihnen die gesamte Offensive) hervorragend funktionieren und die Mannschaft Erfolg hat - Schluss, Ende, Aus.

Was mich nur massiv ärgert ist, dass ein Spieler der eigenen Mannschaft so angegangen wird und als unfähig, schlecht, usw. hingestellt wird, dabei verhält sich dieser, noch junge Spieler absolut vorbildlich - kann ich nicht begreifen.
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