Weltmeisterschaft 2026 // Allgemeine Diskussionen
So., 19.07.2026
Spanien
Spanien
  

Daten

Spanien   Argentinien
Luis de la Fuente L. de la Fuente Trainer L. Scaloni Lionel Scaloni
1,29 Mrd. € Gesamtmarktwert 852,50 Mio. €
27,0 ø-Alter 29,3

Gesamtbilanz: Weltmeisterschaft

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wahretabelle

WM: Spanien - Argentinien

17.07.2026 - 19:15 Uhr
WM: Spanien - Argentinien |#31
20.07.2026 - 21:11 Uhr
Zitat von Benni2000
Mit dem Sieg Spaniens gibt es letztendlich einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss einer äußerst emotionalen und phasenweise skandalösen WM. Schließe mich der allgemeinen Meinung aber an, es war ein sehr unwürdiges Finale, in dem Shakira wahrscheinlich noch das größte Highlight war.

Die Spanier haben sich den Titel absolut verdient. Es war ein komplett einseitiges Spiel und hätte man vorne einen echten 9er gehabt, wäre die Partie schon in der regulären Spielzeit entschieden gewesen. Beeindruckt bin ich vor allem von der Defensive. Nur ein Gegentor im gesamten Turnier - Hut ab, vor allem bei einem weltmeisterlichen Turnierbaum mit Portugal, Belgien und Frankreich. Auch gestern hat man praktisch überhaupt nichts zugelassen. Die individuellen Auszeichnungen für Cubarsi, Rodri und Simon machen definitiv Sinn und sind ein Ausrufezeichen für den spanischen Fußball, mit dem auch in den kommenden Jahren mehr als nur zu rechnen sein wird. Auch Respekt an De la Fuente, vor drei Jahren hätte wohl niemand damit gerechnet, dass er sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der erfolgreichsten Nationaltrainer unserer Zeit entwickelt.

Auf der anderen Seite Argentinien, alles andere als ein würdiger Finalgegner. 0 Torschüsse, nur durch Brutalität und übertriebene Härte aufgefallen und erst in den letzten fünf Minuten überhaupt so etwas wie Offensivdrang gezeigt. Was war da eigentlich der Matchplan? Wollte man sich wieder nur auf Schiri-Fehlentscheidungen verlassen? Hat es jemals einen schwächeren Vizeweltmeister gegeben? Der Referee war ebenfalls viel zu gnädig. Paredes flirtete durchgehend mit Rot, dazu kamen zahlreiche kleinere Entscheidungen zugunsten Argentiniens. Auch Wahnsinn, dass manche Messi nach wie vor zu den Ballon d’Or-Favoriten zählen. Er war der einzige Ausgeruhte nach 120 Minuten spazieren und fiel eigentlich nur mit seiner peinlichen Aktion gegenüber Cucurella auf.

Letztendlich bin ich einfach froh, dass der Titel auf dem Platz entschieden wurde und sich der Fußball gegenüber der FIFA durchgesetzt hat. Die Reaktion von Infantino auf das 1:0 sprach Bände. Durch die systematische Bevorzugung Argentiniens über das gesamte Turnier hinweg hat die FIFA einen neuen Tiefpunkt erreicht (zusätzlich zur Balogun-Sperre). Es war schon irre zu beobachten, wie selbst Menschen, die sonst kaum etwas mit Fußball zu tun haben und höchstens einmal einen Großbewerb verfolgen, geschlossen auf der Seite Spaniens standen. Das sollte nicht der Sinn des Fußballs sein. Jedenfalls bin ich froh, dass dieses Turnier nun zu Ende ist, 104 Spiele sind einfach zu viel. Für 2030 hoffe ich natürlich auf Besserung, befürchte aber eher das Gegenteil - zumindest solange Infantino im Amt bleibt.

Die nächste WM könnte mit 64 Teams stattfinden. 😁
Spanien ist am Ende der verdiente Weltmeister und das Ergebnis spiegelt nicht die Einseitigkeit des Finales wider. Spanien hätte ein frühes Tor gebraucht, um das Spiel zu öffnen. Argentiniens Taktik war wohl auf ein Elfmeterschießen ausgerichtet. Ohne den Platzverweis wäre es höchstwahrscheinlich dazu gekommen und dann hätte Argentinien sogar gewinnen können.
Für die Konkurrenz Spaniens ist es wohl eine Ohrfeige mit Tiefschlag, dass Spanien ohne eine hochklassige Offensive in diesem Turnier (Yamal nach seiner Verletzung nicht in Form, Nico nach seiner Verletzung noch weniger, eine durchschnittliche Besetzung auf LA und MS), dank eines perfekten Kollektivspiels, eines bis ins Detail ausgefeilten und mit jahrelanger Ausbildung trainierten Spielsystems mit passenden und effektiven Bankspielern, die Spiele entschieden, dermaßen dominiert hat, dass kein Gegner eine wirkliche Chance hatte. Der Konkurrenz muss angst und bange werden, wenn Spanien mit Yamal und Nico in Bestform und einem überdurchschnittlichen Mittelstürmer antritt.
WM: Spanien - Argentinien |#32
20.07.2026 - 22:46 Uhr
Zitat von NathanDrake
Mit einer Nacht drüber schlafen muss ich sagen: das war wirklich ein mehr als unwürdiges Finale. Ein User hat es hier bereits perfekt beschrieben. Was Argentinien über das gesamte Spiel geboten hat war nichts anderes als abstoßend. Fußballerisch für einen Finalisten sowieso ein Armutszeugnis, aber dazu dieses wiederholt unsportliche Benehmen. Aber das war über weite Strecken in den Spielen zuvor eigentlich schon nicht anders.

Für mich sind sie aber eben auch nicht die allein Schuldigen. Mindestens genauso schlimm finde ich, dass die FIFA und ihre Schiedsrichter zugelassen haben dass diese ganze Farce bis ins Finale andauert. Bereits im ersten Gruppenspiel hätte es eine rote Karte für Messi geben müssen. Jeder andere Spieler auf der Welt hätte die ohne wenn und aber auch kassiert - erst recht bei dem Maßstab, den das Eröffnungsspiel direkt gesetzt hat. Überhaupt - dass Argentinien wieder einmal mit quasi allem davonkommt ist einfach bizarr. Allein auch das Ägypten-Spiel... wo soll man da überhaupt anfangen?
Dass Enzo sich gestern noch lautstark über seine längst überfällige Ampelkarte beschwert ist bezeichnend. Die Mannschaft schämt sich nichtmal. Durch das Ergebnis geht das natürlich ein Stück weit unter, aber wie kann es sein, dass das Tor von Williams in der ersten Hälfte der Verlängerung einkassiert wird? Ein reguläres Tor, wo im Nachgang nicht einmal vernünftiges Bildmaterial gezeigt wird.

Die Kirsche obendrauf ist das Benehmen nach Abpfiff. Paredes, der längst eigentlich auch nicht mehr auf dem Feld hätte stehen dürfen, zettelt direkt eine Prügelei an und wirft zwei Spanier auf den Boden. Molina verpasst einem jubelnden Spieler im vorbeilaufen einen Schlag. Immerhin gab es nachträglich noch einen Platzverweis. Die aktuelle Generation der Albiceleste ist übrigens nicht die erste, die nach/während Niederlagen solche Ausschreitungen auf dem Feld verantwortet. Wieso wird das immer noch zugelassen? Wird heute nicht sonst dauernd überall von Vorbildern gesprochen?

Für mich persönlich hat die FIFA, noch mehr als es sowieso zu erwarten war, durch diese WM einen irreparablen Imageschaden davongetragen. Vergabe, Moral, politische Themen, über all diese Dinge ist auch bei den Turnieren zuvor schon gesprochen worden. Dieses Mal muss man aber leider konstatieren, dass auch die sportliche Integrität des Wettbewerbs scheinbar nicht mehr unantastbar ist. Das gestrige Finale hat dazu auch beigetragen. Die Geschichte rund um die aufgehobene Sperre von Balogun ist zwar sportlich glücklicherweise nicht ins Gewicht gefallen, aber das muss unbedingt ein unbequemes Nachspiel haben und aufgearbeitet werden. Stattdessen tönt Infantino vom "bedeutendsten menschlichen, sozialen und kulturellen Großereignis, dass die Menschheit je gesehen hat".
Ich persönlich bin froh, dass es jetzt vorbei ist. Dass ich das als Fußballfan über eine Weltmeisterschaft, die nur alle 4 Jahre stattfindet, so sagen muss, tut weh. Wir sind weit vom Weg abgekommen. Es ist an der Zeit, dass Kontinentalverbände und Landesverbände Zeichen setzen, dass es so nicht mehr weitergehen darf.

Infantino ist längst in eine eigene Blase entrückt, in der ihn nichts anfechten kann. Ein vermeintlich irreparabler Imageschaden kümmert ihn auch nicht, weil er einen solchen gar nicht sieht, sondern das Gegenteil davon. Das verhält sich ähnlich wie in der Politik des Populismus, man schafft sich eigene Regeln, tritt alles andere mit Füßen und ignoriert auch die eigenen Regeln, falls sie einmal im Weg stehen.
Das von Dir erhoffte Zeichen oder gar Widerstand der Mitgliedsverbände ist leider nur Wunschdenken, weil Infantino die meisten von ihnen schon längst in der Tasche hat. 200 sollen sich bereits für seine Wiederwahl ausgesprochen haben. Die UEFA oder die großen europäischen Verbände könnten zumindest ein Zeichen setzen, indem sie einen Gegenkandidaten zur Wahl aufstellen. Ob das passieren wird, ist fraglich. Sonst wird sich nichts ändern und die FIFA wird die Spielwiese Infantinos bleiben.
Blatter kam seinerzeit aufgrund der Ermittlungen des FBI wegen Bestechung und Bestechlichkeit von FIFA-Exekutivkomiteemitgliedern zu Fall. Solche Ermittlungen braucht Infantino durch das von Trump kontrollierte und von einem seiner ergebenen Diener geleitete FBI nicht zu befürchten.
WM: Spanien - Argentinien |#33
27.07.2026 - 13:45 Uhr
Sehr schade, dass man noch immer das unsportliche Verhalten der Argentinier nach Ende des Spiels in der Diskussion hat. Das Team zeigt sich wirklich als schlechter Verlierer.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
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