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Rodrigo Mora
Geburtsdatum 05.05.2007
Alter 19
Nat. Portugal  Portugal
Größe 1,68m
Vertrag bis 30.06.2031
Position Offensives Mittelfeld
Fuß rechts
Akt. Verein AS Rom

Leistungsdaten: 26/27

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 2--
1--
1--
---

Rodrigo Mora [86]

17.08.2026 - 19:19 Uhr
Rodrigo Mora [86] |#11
19.08.2026 - 18:27 Uhr
Zitat von jantjis
"Der Haken: 50 Prozent der wirtschaftlichen Rechte verbleiben beim FC Porto, der somit bei einem Weiterverkauf ordentlich abkassieren würde. Allerdings gibt es dafür verschiedene, durchaus komplizierte Zukunftsszenarien."

Genau diesen Part aus den News darf es doch so nicht mehr geben oder etwa doch?

Für mich ist das 'Lost in Translation' eine Weiterverkaufsbeteiligung. Der entscheidende Punkt ist, dass Porto kein Mitbestimmungsrecht hat. Die Roma entscheidet alleine (abgesehen natürlich von Mora selbst), ob und wohin der Spieler wechselt.
Rodrigo Mora [86] |#12
19.08.2026 - 21:53 Uhr
Zitat von Sonntagsschuss

Zitat von jantjis

"Der Haken: 50 Prozent der wirtschaftlichen Rechte verbleiben beim FC Porto, der somit bei einem Weiterverkauf ordentlich abkassieren würde. Allerdings gibt es dafür verschiedene, durchaus komplizierte Zukunftsszenarien."

Genau diesen Part aus den News darf es doch so nicht mehr geben oder etwa doch?

Für mich ist das 'Lost in Translation' eine Weiterverkaufsbeteiligung. Der entscheidende Punkt ist, dass Porto kein Mitbestimmungsrecht hat. Die Roma entscheidet alleine (abgesehen natürlich von Mora selbst), ob und wohin der Spieler wechselt.


So ist es. Insofern ist btw. auch der Transfermarkt-Artikel dazu irreführend - bzw. jedenfalls der Titel: Denn Porto behält eben gerade nicht die Überhand. Es handelt sich schlichtweg um eine verkomplizierte Weiterverkaufsbeteiligung, die die Roma abkaufen kann - oder Porto eben die Roma dazu auffordern kann, die Klausel abzukaufen. Porto hat aber keine Hand darauf, wo der Spieler in Zukunft hinwechselt und kann auch nicht mehr als die 25 Mio für das Abkaufen der Weiterverkaufsklausel rausholen (Es sei denn der Spieler entwickelt sich unfassbar gut und man verkauft ihn für über 50 Mio und stellt sich dabei so dumm an, dass man Porto davor die Klausel nicht noch abkauft).

Btw. ganz schön viel Wind um einen Wechsel für so einen jungen Spieler. Hoffe, er kann das gut ausblenden und man hilft ihm in Trigoria auch etwas dabei!

•     •     •

Daje Roma - per sempre!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Il-Capitano am 19.08.2026 um 21:54 Uhr bearbeitet
Rodrigo Mora [86] |#13
21.08.2026 - 14:15 Uhr
In der neuen Folge von Flashback Friday sprechen Timo Hense und Dominik Subbe über die größten Themen der vergangenen Tage: Jamal Musiala bricht zweimal zusammen, der BVB schließt das Kapitel El Mala und verpflichtet zwei Neuzugänge, Werder Bremen holt Rückkehrer und internationale Transfers sind natürlich auch Thema.
Rodrigo Mora [86] |#14
24.08.2026 - 23:55 Uhr
Spieler im Fokus – Rodrigo Mora
Saisonvorschau 2026–27

Bei Rodrigo Mora beginnt die Geschichte bei Roma praktisch gerade erst.

19 Jahre alt.

Gerade aus Porto angekommen.

Und trotzdem hat Gasperini bereits beim ersten Serie-A-Spiel ein ziemlich deutliches Signal gesetzt.

Nur wenige Tage nach seinem Wechsel stand Mora gegen Fiorentina direkt in der Startelf.

Kein langsames Heranführen über Kurzeinsätze.

Kein erstes Kennenlernen von der Bank.

Gasperini stellte ihn gemeinsam mit Paulo Dybala hinter Donyell Malen auf.

Roma gewann 4:0.

Und Mora zeigte bei seinem Debüt sofort einige jener Eigenschaften, wegen denen Roma wochenlang um ihn gekämpft hatte.

Für einen 19-Jährigen, der gerade erst in einer neuen Liga angekommen ist, hätte der Start kaum interessanter sein können.


80 Spiele für Porto – mit 19

Mora kommt nicht als völlig unerfahrener Nachwuchsspieler nach Italien.

Für Portos erste Mannschaft absolvierte er bereits:

80 Pflichtspiele
16 Tore


Das ist für sein Alter außergewöhnlich.

Sein Weg führte dabei nicht langsam über mehrere Jahre Richtung Profifußball.

Er beschleunigte sich enorm.

Besonders die Saison 2024–25 machte aus einem großen Akademietalent plötzlich einen Spieler, über den international gesprochen wurde.


Die Saison seiner Explosion

2024–25 kam Mora bei Porto auf:

32 Spiele
10 Tore
4 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,1

Vor allem seine Torgefahr war außergewöhnlich.

Ein Teenager, der aus offensiven Mittelfeldpositionen heraus regelmäßig selbst zum Abschluss kommt und zweistellig trifft, ist selten.

Mora war plötzlich nicht mehr nur eines der größten Talente Portos.

Er gehörte zu den spannendsten offensiven Spielern seines Jahrgangs in Europa.



Dann wurde das zweite Jahr komplizierter

2025–26 verlief wesentlich weniger spektakulär.

In der portugiesischen Liga:

28 Spiele
14-mal Startelf
1.179 Minuten
1 Tor
1 Vorlage
FotMob-Rating: 6,81

Über alle Wettbewerbe:

47 Spiele
6 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 6,9

Der Unterschied zur Vorsaison ist deutlich.

Von zehn Ligatoren auf einen.

Von einem offensiven Durchbruchsjahr zu einer Saison, in der Mora nur die Hälfte seiner Ligaspiele von Beginn an bestritt.

Aber genau diese Saison könnte für seine weitere Entwicklung wichtiger gewesen sein, als die Zahlen vermuten lassen.


Eine neue Rolle verlangte plötzlich andere Dinge

Bei Porto musste Mora häufiger tiefer agieren.

Statt ausschließlich zwischen den Linien oder unmittelbar hinter dem Stürmer zu spielen, wurde er stärker als Achter beziehungsweise offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt.

Dadurch veränderten sich seine Aufgaben.

Mehr Wege gegen den Ball.

Mehr taktische Disziplin.

Mehr Arbeit im Mittelfeld.

Weniger Freiheit im letzten Drittel.

Der Spieler, der ein Jahr zuvor vor allem über Kreativität und Torgefahr auffiel, musste plötzlich lernen, vollständiger zu werden.

Das nahm ihm kurzfristig etwas von seiner offensiven Wirkung.

Langfristig könnte genau diese Erfahrung unter Gasperini aber ausgesprochen wertvoll werden.


Denn Gasperini verlangt mehr als Talent

Technische Qualität allein reicht in Gasperinis Fußball nicht.

Seine Offensivspieler müssen:

pressen,
Räume schließen,
Positionen wechseln,
zurückarbeiten
und trotzdem im entscheidenden Moment wieder vorne auftauchen.

Genau deshalb könnte Moras schwierigeres zweites Porto-Jahr rückblickend sogar hilfreich gewesen sein.

Er kommt nicht mehr nur als kleiner freier Zehner nach Rom.

Er kommt als Spieler, der bereits lernen musste, Verantwortung in unterschiedlichen Phasen des Spiels zu übernehmen.



Und trotzdem bleibt die Zehn seine natürliche Welt

Nach seinem Wechsel machte Mora selbst ziemlich deutlich, wo er sich am wohlsten fühlt.

Sinngemäß erklärte er:

Gasperini mag Zehner – und ich liebe diese Position.

Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Sätze dieses Transfers.

Mora ist kein klassischer Flügelspieler.

Er braucht nicht permanent die Außenlinie.

Seine größte Wirkung entsteht dort, wo Räume eng werden:

zwischen Mittelfeld und Abwehr,
im Halbraum,
zentral hinter dem Stürmer
und rund um den Strafraum.


Seine Heatmap zeigt genau das

Moras Aktionsradius bei Porto war breit.

Er tauchte links auf.

Rechts.

Zentral.

Immer wieder zwischen den Linien.

Aber der Schwerpunkt lag klar in den offensiven Halbräumen und hinter der Spitze.

Mora möchte nicht neben dem Spiel stehen.

Er möchte mitten hinein.


Und genau dafür bietet Gasperinis System eigentlich ideale Voraussetzungen.


Der niedrige Schwerpunkt als Waffe

Mit 1,68 Metern gehört Mora zu den kleineren Spielern des Kaders.

Das wird in Italien selbstverständlich auch eine Herausforderung.

Serie-A-Verteidiger werden versuchen, ihn körperlich früh zu attackieren.

Aber seine Größe bringt gleichzeitig einen Vorteil.

Sehr niedriger Schwerpunkt.

Enge Ballführung.

Schnelle Richtungswechsel.

Kurze Bewegungen auf engem Raum.

Mora kann Gegner teilweise gerade dort schlagen, wo kaum Platz vorhanden ist.

Und genau diese Fähigkeit kann gegen kompakte Defensivblöcke extrem wertvoll werden.


Seine vielleicht wichtigste Qualität

Mora selbst beschreibt eine seiner größten Stärken sinngemäß als:

sich aus komplizierten Situationen lösen.

Das trifft sein Profil ziemlich gut.

Er benötigt nicht zwangsläufig einen offenen Platz vor sich.

Er kann einen Gegner aufnehmen.

Den Ball eng am Fuß halten.

Die Richtung ändern.

Und anschließend plötzlich einen völlig anderen Raum öffnen.

Solche Spieler können eine festgefahrene Partie mit einer einzigen individuellen Aktion verändern.


Und Gasperini testete ihn sofort

Dass Mora bereits gegen Fiorentina direkt beginnen durfte, ist deshalb besonders interessant.

Gasperini hätte problemlos auf bereits länger integrierte Lösungen setzen können.

Stattdessen spielte Mora gemeinsam mit Dybala hinter Malen.

Und er versteckte sich nicht.

Mora beteiligte sich direkt an Kombinationen im letzten Drittel und zwang David de Gea selbst zu einer guten Parade.

Nach Romas zweitem Treffer wurde er durch Soulé ersetzt.

Das erste Roma-Spiel liefert noch keine endgültige Hierarchie.

Aber es liefert ein erstes deutliches Signal:

Gasperini scheint bereit zu sein, Mora sofort Verantwortung zu geben.



Dybala – Idol und gleichzeitig Lehrer

Ausgerechnet Paulo Dybala könnte für Mora eine besondere Bedeutung bekommen.

Mora erklärte nach seinem Wechsel, dass Dybala eines seiner Idole sei.

Jetzt trainiert er täglich mit ihm.

Und beim ersten Roma-Spiel standen beide direkt gemeinsam auf dem Platz.

Sportlich könnte diese Verbindung enorm wertvoll werden.

Dybala beherrscht genau jene Dinge, die Mora langfristig ebenfalls auszeichnen sollen:

Räume zwischen den Linien finden.

Unter Druck aufdrehen.

Mit wenigen Kontakten Gefahr erzeugen.

Das Tempo einer Aktion verändern.

Und aus einer Zehnerposition plötzlich selbst zum Torabschluss kommen.

Dybala ist für Mora nicht einfach nur ein Spieler, mit dem er um Minuten konkurriert.

Er kann einer der besten Lehrer sein, die Mora für genau diese Position bekommen konnte.



Und dann gibt es noch Pellegrini

Auch Lorenzo Pellegrini kann für Moras Entwicklung wichtig werden.

Pellegrini ist inzwischen 30.

Mora 19.

Elf Jahre Unterschied.

Beide bewegen sich teilweise in ähnlichen Räumen.

Natürlich kämpfen beide um Spielzeit.

Aber gerade in einer zunehmend jungen Roma könnte daraus gleichzeitig eine Mentorenrolle entstehen.

Pellegrini kennt:

Derbys.

Champions-League-Abende.

Europäische K.-o.-Spiele.

Finals.

Druckphasen.

Und praktisch jede emotionale Extremform, die dieser Verein erzeugen kann.

Mora besitzt das außergewöhnliche Talent.

Pellegrini besitzt Erfahrungen, die sich ein 19-Jähriger noch gar nicht erarbeitet haben kann.



Keine einfache Konkurrenz – sondern mehrere Kombinationen

Die beiden Positionen hinter dem Stürmer sollte man deshalb nicht als zwei isolierte Konkurrenzkämpfe betrachten.

Gasperini benötigt dort schließlich immer zwei Spieler.

Und damit kann Mora selbstverständlich genauso gut gemeinsam mit Soulé auf dem Platz stehen.

Langfristig könnte genau diese Kombination sogar besonders interessant werden.

Soulé und Mora gehören zur jungen Generation, die perspektivisch einmal gemeinsam die offensive Zukunft der Roma prägen könnte.

Auf der anderen Seite stehen mit Dybala und Pellegrini zwei enorm erfahrene Spieler.

Dadurch entstehen weniger vier Spieler für zwei feste Plätze.

Es entstehen verschiedene Paarungen mit völlig unterschiedlichen Eigenschaften.


Jugend und Erfahrung als mögliche Balance

Gerade zu Beginn könnte eine Mischung aus Erfahrung und Jugend besonders interessant sein.

Sollte Pellegrini wieder vollständig fit werden, wären beispielsweise Kombinationen wie:

Pellegrini + Soulé

oder:

Mora + Dybala

denkbar.

Bei Mora und Dybala hat Gasperini diese Mischung gegen Fiorentina bereits direkt ausprobiert.

Der erfahrenere Spieler bringt Ruhe, Erfahrung und Spielverständnis.

Der jüngere Spieler Dynamik, Unberechenbarkeit und Entwicklungspotenzial.

In einem relativ jungen Kader könnte genau diese Balance in vielen Spielen wertvoll sein.


Aber nichts muss in Stein gemeißelt sein

Das bedeutet natürlich nicht, dass Gasperini immer einen Jungen mit einem erfahrenen Spieler kombinieren muss.

Rotation.

Form.

Gegner.

Verletzungen.

Spielstand.

All das kann die Zusammensetzung verändern.

Mora + Soulé

wäre beispielsweise eine extrem spannende junge Variante.

Technisch stark.

Beweglich.

Unberechenbar.

Beide können Positionen wechseln und zwischen Zentrum und Halbräumen auftauchen.

Genauso ist aber auch:

Pellegrini + Dybala

denkbar.

Dann hätte Roma hinter der Spitze eine enorme Menge an Erfahrung, Technik und Spielintelligenz.

Die eigentliche Stärke könnte deshalb gerade darin liegen, dass Gasperini keine feste Paarung benötigt.


Mora und Soulé könnten langfristig zusammenwachsen

Gerade deshalb wäre es falsch, Soulé automatisch als direkten Konkurrenten Moras zu betrachten.

Beide können sich vielmehr ergänzen.

Soulé fühlt sich besonders im rechten Halbraum wohl.

Er kommt gerne über seinen starken linken Fuß nach innen und sucht selbst den Abschluss oder den letzten Pass.

Mora kann zentraler beziehungsweise aus dem linken Halbraum agieren und besitzt ebenfalls große Freiheit zwischen den Linien.

Langfristig könnte daraus sogar eine sehr natürliche Aufteilung entstehen:

Soulé rechts.

Mora links beziehungsweise etwas freier im Zentrum.

Davor ein Stürmer.


Natürlich muss sich eine solche Verbindung erst entwickeln.

Aber allein die Altersstruktur macht sie hochinteressant.

Beide könnten noch viele Jahre gemeinsam wachsen.


Die Gegenwart gehört mehreren Generationen

Noch sollte daraus aber keine vorzeitige Wachablösung konstruiert werden.

Dybala besitzt weiterhin außergewöhnliche Qualität.

Pellegrini kann nach seiner Rückkehr gerade mit seiner Erfahrung wieder wichtig werden.

Soulé entwickelt sich weiter.

Und Mora ist gerade erst fünf Tage in Italien.

2026–27 könnte deshalb vor allem die Saison werden, in der Gasperini herausfindet, welche Kombination in welcher Situation am besten funktioniert.

Und genau das macht diese Offensive so spannend.


Mora muss nicht sofort alles tragen

Das ist gleichzeitig einer der großen Vorteile seiner Situation.

Roma verpflichtet zwar ein außergewöhnlich teures Talent.

Aber niemand muss Mora sofort zum alleinigen kreativen Mittelpunkt erklären.

Dybala ist da.

Soulé ist da.

Pellegrini wird zurückkommen.

Pisilli kann ebenfalls höher agieren.

Auch andere Offensivspieler erweitern Gasperinis Möglichkeiten.

Mora kann sich entwickeln, ohne dass jede schwächere Partie sofort als Problem interpretiert werden muss.

Gerade bei einem 19-Jährigen ist das wertvoll.


Der erste Spieltag verändert die Erwartungen trotzdem ein wenig

Vor Saisonbeginn hätte man bei Mora problemlos gesagt:

erst einmal ankommen,
Serie A kennenlernen,
Gasperinis Abläufe lernen
und langsam Minuten sammeln.

Nach dem Fiorentina-Spiel muss man das zumindest ein Stück weit korrigieren.

Wenn Gasperini ihn fünf Tage nach der offiziellen Verpflichtung direkt beginnen lässt, könnte Mora schneller eine echte Rolle bekommen als zunächst erwartet.

Das bedeutet nicht, dass er automatisch Stammspieler wird.

Aber offensichtlich traut der Trainer ihm schon jetzt einiges zu.


Das große Ziel: die beiden Porto-Versionen verbinden

Im Grunde haben wir bislang zwei unterschiedliche Rodrigo Moras gesehen.

Mora 2024–25:

frei,
kreativ,
torgefährlich,
zehn Tore.

Mora 2025–26:

taktisch stärker gefordert,
defensiver eingebunden,
weniger frei,
aber gezwungen, sein Spiel zu erweitern.

Die ideale Version für Roma wäre eine Mischung aus beiden.

Die Kreativität und Torgefahr seiner Durchbruchssaison – kombiniert mit der taktischen Entwicklung seines zweiten Profijahres.

Wenn Gasperini diese beiden Seiten zusammenbekommt, kann aus Mora ein außergewöhnlich kompletter Offensivspieler werden.


Die Torgefahr muss wieder zurückkommen

Ein Punkt bleibt allerdings klar.

Ein Tor und eine Vorlage in 28 Ligaspielen der vergangenen Saison sind für einen Spieler mit Moras offensiven Möglichkeiten zu wenig.

Sechs Tore über alle Wettbewerbe zeigen, dass die Abschlussqualität nicht verschwunden ist.

Aber Roma wird langfristig wieder mehr Produktion brauchen.

Ein offensiver Mittelfeldspieler mit diesem Talent muss irgendwann regelmäßig Tore vorbereiten und selbst treffen.

Die Saison 2024–25 hat bereits gezeigt, dass Mora dazu grundsätzlich fähig ist.


Die Serie A wird trotzdem eine neue Prüfung

Das Debüt gegen Fiorentina war ermutigend.

Aber eine komplette italienische Saison ist etwas anderes.

Viele Gegner werden Räume konsequent schließen.

Sie werden Mora körperlich bearbeiten.

Sie werden versuchen, ihn bereits bei der Ballannahme vom Tor wegzudrängen.

Genau dort wird sich zeigen, wie schnell er sich anpasst.

Sein technisches Profil passt allerdings gerade deshalb interessant zur Serie A.

Wer auf engem Raum Lösungen findet, besitzt gegen kompakte Mannschaften eine echte Waffe.



Und dann kommt die Champions League

Für Mora wird die kommende Saison noch aus einem anderen Grund außergewöhnlich.

Champions League.

Mit 19.

Bei Roma.

Mora sprach nach seinem Wechsel selbst darüber, wie besonders dieser Wettbewerb für ihn ist.

Und dort kann seine internationale Wahrnehmung extrem schnell steigen.

Ein großes Champions-League-Spiel kann bei einem Spieler seines Alters mehr verändern als Monate normaler Ligaeinsätze.

Gerade deshalb wird spannend sein, wie früh Gasperini ihm auch dort vertraut.


38 Millionen Marktwert

Transfermarkt führt Rodrigo Mora aktuell bei:

38 Mio. €.

Mit gerade einmal 19 Jahren.

Damit gehört er bereits zu den wertvollsten jungen offensiven Mittelfeldspielern Europas.

Bemerkenswert ist dabei vor allem:

Der Marktwert blieb auch nach seiner schwierigeren zweiten Porto-Saison auf einem extrem hohen Niveau.

Die letzte Bewertung erfolgte Ende Mai.

Damit zeigt sich ziemlich deutlich, wie hoch sein langfristiges Potenzial weiterhin eingeschätzt wird.


Auch der Transfer zeigt das Vertrauen

Roma verpflichtete Mora fest von Porto.

Nach übereinstimmenden italienischen Berichten liegt die erste wirtschaftliche Größenordnung bei ungefähr:

25 Mio. €.

Porto behält dabei zunächst eine Beteiligung von 50 Prozent an einem möglichen zukünftigen Verkauf.

Roma soll gleichzeitig die Möglichkeit besitzen, diese Beteiligung später für weitere rund 25 Mio. € abzulösen.

Das ist eine ungewöhnliche Konstruktion – und gleichzeitig ein ziemlich klares Zeichen dafür, wie hoch beide Vereine Moras langfristige Entwicklungsmöglichkeiten einschätzen.

Sollte er in Rom explodieren, könnte die vollständige wirtschaftliche Kontrolle über ihn entsprechend noch einmal sehr wertvoll werden.


Die Nummer 86 bleibt

Ein kleines Stück Porto nimmt Mora trotzdem mit nach Rom.

Er trägt die:

86.

Diese Nummer begleitete ihn bereits während seiner bisherigen Karriere bei Porto.

Nun beginnt damit ein völlig neues Kapitel.


Was wäre eine erfolgreiche erste Roma-Saison?

Bei 38 Mio. € Marktwert und einer solchen Transferstruktur entstehen schnell enorme Erwartungen.

Zehn Tore.

Zehn Vorlagen.

Stammplatz.

Sofortiger Durchbruch.

Aber Mora bleibt 19.

Neue Liga.

Neue Sprache.

Neuer Trainer.

Neues taktisches Umfeld.

Erstmals Champions League.

Eine erfolgreiche Saison muss deshalb nicht bedeuten, dass er sofort wieder zehn Ligatore erzielt.

Eine erfolgreiche Saison wäre zunächst:

regelmäßig spielen,
eine feste Rolle entwickeln,
körperlich mit der Serie A zurechtkommen,
Gasperinis Anforderungen gegen den Ball verinnerlichen
und gleichzeitig seine kreative Freiheit behalten.

Wenn dann gleichzeitig wieder mehr Tore und Vorlagen entstehen, kann aus einer guten Saison sehr schnell eine außergewöhnliche werden.


Das Debüt liefert dafür einen perfekten Anfang

24. August.

Roma gegen Fiorentina.

Erster Spieltag.

Fünf Tage nach seiner offiziellen Verpflichtung.

Startelf.

Gemeinsam mit seinem Idol Dybala hinter Malen.

Eigener gefährlicher Abschluss.

Ein mutiger erster Auftritt.

Roma gewinnt 4:0.

Noch ist das nur ein Spiel.

Aber für die Geschichte seiner ersten Saison könnte dieser Abend später einmal ziemlich interessant werden.

Gasperini hat Mora nicht erst wochenlang erklärt, dass er ihm vertraut.

Er hat es ihm direkt gezeigt.



Eine der spannendsten Wundertüten des Kaders

Bei einigen Roma-Spielern lässt sich ziemlich genau abschätzen, was sie in dieser Saison leisten können.

Bei Mora noch nicht.

Braucht er Monate?

Oder war Fiorentina bereits ein Vorgeschmack?

Kann er die Torgefahr von 2024–25 zurückholen?

Wie schnell gewöhnt er sich an italienische Verteidiger?

Wie viel kann er von Dybala und Pellegrini lernen?

Welche Paarung findet Gasperini für welches Spiel?

Und vor allem:

Wie gut funktionieren Mora und Soulé irgendwann gemeinsam?

Vielleicht entwickelt sich bereits in dieser Saison jene junge Offensivachse, die Roma langfristig prägen könnte.


19 Jahre.

38 Mio. € Marktwert.

80 Pflichtspiele für Porto.

16 Tore.

Zehn Tore bereits in seiner Durchbruchssaison.

Jetzt Serie A.

Jetzt Roma.

Jetzt Champions League.

Und beim ersten möglichen Serie-A-Spiel stellt Gasperini ihn direkt von Beginn an auf.


Die vergangene Saison hat gezeigt, dass Talent keinen geraden Karriereweg garantiert.

Der erste Abend in Rom hat gleichzeitig gezeigt, wie schnell sich die nächste Tür öffnen kann.

Roma hat keinen fertigen Star gekauft.

Roma hat die Chance gekauft, einen entstehen zu sehen.

Und vielleicht sehen wir langfristig nicht Mora oder Soulé.

Sondern Mora und Soulé.



Video

Rodrigo Mora – erstes Interview als Roma-Spieler

Mora spricht nach seinem Wechsel über seine bevorzugte Rolle, Gian Piero Gasperini, Paulo Dybala und seinen Traum von der Champions League.

Besonders interessant im Rückblick: Nur fünf Tage nach seiner offiziellen Verpflichtung stellte Gasperini ihn gegen Fiorentina bereits direkt in die Startelf.
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