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Qualität der Talentförderung

11.04.2009 - 13:14 Uhr
Qualität der Talentförderung |#71
12.04.2011 - 14:03 Uhr
Zitat von bavarian:
Gerlands Interviews klingt für mich gar nicht unbedingt so, als ob der Jung bereist bei uns spielt, oder irre ich da?

Schließlich hofft er ja, dass der Junge mal etwas für den FCB wird, nicht für die erste Mannschaft.

Beobachtet man da einen jungen Spieler intensivst?


Damit hätte Gerland wohl kaum was zu tun... --- Ich lese das eher so, dass Gerland hofft, dass er den Sprung zum Profi bei uns packt - und nicht erst nach einem Wechsel...

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»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)
Qualität der Talentförderung |#72
12.04.2011 - 14:51 Uhr
Ok, stimmt vermutlich.

Nur, warum nennt der Jungen nicht beim Namen? Will er ihn schützen?
Qualität der Talentförderung |#73
12.04.2011 - 15:25 Uhr
Zitat von bavarian:
Ok, stimmt vermutlich.

Nur, warum nennt der Jungen nicht beim Namen? Will er ihn schützen?


Das denke ich, ja. Hätte er nen Namen genannt, würden morgen ungefähr dreiundzwanzig Internetportale und Zeitungen bei Kern um ein Interview mit dem Jungen ansuchen... :rolleyes :/: :ugly

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»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)
Qualität der Talentförderung |#74
13.04.2011 - 00:13 Uhr
Zitat von Kuemmjen:

Weißt Du zufällig, aus welchem Kongo? (Vgl. hier unter 'Staaten': http://de.wikipedia.org/wiki/Kongo )
[Die Seite fussball-talente.com kennt ja leider scheint's nur die Rep. Kongo - blöderweise kommen dort, einfach deswegen weil die Einwohnerzahl viel geringer ist, die meisten Spieler _nicht_ her... ;) ]

Gute Frage! Du hast recht, dass fussball-talente.com nur eine Flagge zu kennen scheint, die der Republik Kongo. Tatsächlich weist die Seite aber im Unterscheid dazu aber auch Spieler mit der Nationaliät "Kongo, Demokratische Republik" aus. Verwirrend. Kwatu wird scheinbar eindeutig der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) zugeordnet. Ob das stimmt? Keine Ahnung!

Zitat von Kuemmjen:

Hat er denn einen deutschen Pass...? - Weil Du meintest, er würde "noch nicht" für den DFB spielen...?!

Ich bin schon vor längerer Zeit darüber gestolpert, dass er mal zu einem DFB-Camp für den BFV-Förderkader eingeladen war, allerdings nur auf Abruf (http://www.bfv.de/cms/docs/DFB-Camp_Kaiserau_vom_12.-17.7.2010_-_Kader.pdf).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rummelfliege am 13.04.2011 um 00:31 Uhr bearbeitet
Qualität der Talentförderung |#75
13.04.2011 - 12:26 Uhr
Zitat von rummelfliege:
Zitat von Kuemmjen:

Weißt Du zufällig, aus welchem Kongo? (Vgl. hier unter 'Staaten': http://de.wikipedia.org/wiki/Kongo )
[Die Seite fussball-talente.com kennt ja leider scheint's nur die Rep. Kongo - blöderweise kommen dort, einfach deswegen weil die Einwohnerzahl viel geringer ist, die meisten Spieler _nicht_ her... ;) ]

Gute Frage! Du hast recht, dass fussball-talente.com nur eine Flagge zu kennen scheint, die der Republik Kongo. Tatsächlich weist die Seite aber im Unterscheid dazu aber auch Spieler mit der Nationaliät "Kongo, Demokratische Republik" aus. Verwirrend. Kwatu wird scheinbar eindeutig der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) zugeordnet. Ob das stimmt? Keine Ahnung!

Zitat von Kuemmjen:

Hat er denn einen deutschen Pass...? - Weil Du meintest, er würde "noch nicht" für den DFB spielen...?!

Ich bin schon vor längerer Zeit darüber gestolpert, dass er mal zu einem DFB-Camp für den BFV-Förderkader eingeladen war, allerdings nur auf Abruf (http://www.bfv.de/cms/docs/DFB-Camp_Kaiserau_vom_12.-17.7.2010_-_Kader.pdf).


Wäre schön, wenn aus ihm mal einer für die Profis wird.
Der Link funktioniert nicht.

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FC Bayern München
Qualität der Talentförderung |#76
13.04.2011 - 13:17 Uhr
Zitat von Pannenkeeper:
Zitat von rummelfliege:
Zitat von Kuemmjen:

Weißt Du zufällig, aus welchem Kongo? (Vgl. hier unter 'Staaten': http://de.wikipedia.org/wiki/Kongo )
[Die Seite fussball-talente.com kennt ja leider scheint's nur die Rep. Kongo - blöderweise kommen dort, einfach deswegen weil die Einwohnerzahl viel geringer ist, die meisten Spieler _nicht_ her... ;) ]

Gute Frage! Du hast recht, dass fussball-talente.com nur eine Flagge zu kennen scheint, die der Republik Kongo. Tatsächlich weist die Seite aber im Unterscheid dazu aber auch Spieler mit der Nationaliät "Kongo, Demokratische Republik" aus. Verwirrend. Kwatu wird scheinbar eindeutig der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) zugeordnet. Ob das stimmt? Keine Ahnung!

Zitat von Kuemmjen:

Hat er denn einen deutschen Pass...? - Weil Du meintest, er würde "noch nicht" für den DFB spielen...?!

Ich bin schon vor längerer Zeit darüber gestolpert, dass er mal zu einem DFB-Camp für den BFV-Förderkader eingeladen war, allerdings nur auf Abruf (http://www.bfv.de/cms/docs/DFB-Camp_Kaiserau_vom_12.-17.7.2010_-_Kader.pdf).


Wäre schön, wenn aus ihm mal einer für die Profis wird.
Der Link funktioniert nicht.


Weil Klammer und Punkt mit reingerutscht sind, die musst du entfernen
http://www.bfv.de/cms/docs/DFB-Camp_Kaiserau_vom_12.-17.7.2010_-_Kader.pdf

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Was macht eigentlich Dale Jennings und wann ersetzt er endlich Ribéry?
Qualität der Talentförderung |#77
09.05.2011 - 20:19 Uhr
Habe im Parallelthread im Hauptforum mal versucht, die Situation der Talentförderung ausführlicher zu beleuchten (#675)
http://www.transfermarkt.de/de/qualitaet-der-talentfoerderung/topic/ansicht_10_641305_seite34.html
Dieses Forum wird ja eh nicht mehr lange zur Verfügung stehen. :grrr
Qualität der Talentförderung |#78
16.06.2011 - 22:07 Uhr
Wohl am ehesten hierein:

Hier mal ein Bsp., inwieweit das "Fremdpositionieren" von Jugendspielern nicht nur bei unseren Amas sinnvolles ausmärzen noch vorhandener Schwächen praktiziert wird.
Zitat

14 Kaan Ayhan (FC Schalke 04)

Im Verein spielt Ayhan schon in der U 19, dort aber anders als in der Nationalmannschaft im offensiven Mittelfeld. Freund setzt ihn vornehmlich in der Innenverteidigung ein und lobt seine "sehr gute Spieleröffnung mit hoher Passschärfe und -genauigkeit." Bei der Europameisterschaft erzielte er im Halbfinale den Führungstreffer für die deutsche Auswahl.

2 Mitchell Weiser (1. FC Köln)

Der Sohn des ehemaligen FC-Spielers Patrick Weiser ist frischgebackener deutscher B-Jugend-Meister. Mit 20 Torvorlagen war der Außenstürmer der beste Vorbereiter aller B-Jugend-Bundesligen. FC-Präsident Wolfgang Overath ist voll des Lobes für seinen Nachwuchsspieler: "Er ist unheimlich talentiert, schnell, technisch stark, hat richtig frech aufgespielt und bringt alles mit." In der Nationalmannschaft spielt der Kölner Kapitän anders als im Verein auf der Rechtsverteidigerposition. "Er ist die offensivere Alternative zu Koray. Er ist technisch stark und extrem schnell. Das erlaubt ihm, jederzeit in ein Tempodribbling zu gehen", ist Freund von seinen Offensivstärken überzeugt.

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Campino: "Ich erzähle Ihnen jetzt etwas, was mir schwerfällt und ich vielleicht bereuen werde. Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig."

HA-HO-HE - BAYERN AMATEURE!

„Bayern Zwei" gibt's nur im Radio!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von liza am 16.06.2011 um 22:14 Uhr bearbeitet
Qualität der Talentförderung |#79
18.01.2012 - 14:07 Uhr
Quelle: www.spox.com
Bayern und seine Talente: Zurück zu den Wurzeln

Mit Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller, Holger Badstuber und David Alaba hat der FC Bayern gleich mehrere Eigengewächse im Profikader. Doch inzwischen kommt mit einer Ausnahme nichts mehr nach. Die Nachwuchsförderung weist eine "Lücke" auf, wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß es bei SPOX ausdrückt. Sportdirektor Christian Nerlinger stellte ein Konzept vor, wie es wieder besser werden soll.

Andries Jonker hat ein gutes Erinnerungsvermögen. Besonders, wenn schöne Erinnerungen geweckt werden, erzählt der Niederländer mit seiner launischen Stimme wie aus dem Guss.

"Es gibt eine lustige Geschichte mit Ibrahim Affelay, der jetzt beim FC Barcelona spielt", fängt Jonker an zu erzählen. "Er kam zu mir, zur holländischen U15. Er war 1,30 Meter groß und wir hatten kein Trikot für ihn. Einige sagten, er sei zu klein."

Was also tun? Jonker wollte den Bambino-Techniker aus Eindhoven unbedingt spielen sehen: "Ich habe gesagt: Wir machen für ihn ein Trikot und ich gebe ihm die Nummer 10. Wir haben ihm mit Schuhbändern die Hose zugebunden, dann haben wir ihn spielen lassen." Und? "Er hat großartig gespielt."

Es ist die pure Glückseligkeit für einen Trainer wie Jonker, der seinen Job über die Ausbildung definiert, wenn er die Affelays dieser Welt entdeckt und ihnen den ersten Schubser für die große Karriere gibt. Wobei Jonker im Fall Affelay etwas klarstellt: "Ich habe ihn nicht entdeckt, ein Blinder konnte sehen, dass er ein guter Spieler wird."

Jonker weiß mit Talenten umzugehen, arbeitete jahrelang für den niederländischen Fußballverband KNVB, wo Top-Talente in Massen geformt und schließlich exportiert werden. Als langjähriger Begleiter Louis van Gaals war er ohnehin darauf getrimmt, junge Spieler zu entdecken und sie zu fördern.

Selbstredend, dass sich Jonker als ideale Lösung herauskristallisierte, als beim FC Bayern München zu Saisonbeginn ein Mann für die zweite Mannschaft gesucht wurde.
"Nicht unser Anspruch"

Abgestiegen in die Regionalliga, wurde die "Zweite", zusammengesetzt aus A-Jugendspielern und einigen Neuzugängen, Jonker anvertraut, doch der Erfolg - das steht nach der Hälfte aller Spiele fest - ist ausgeblieben. Der angestrebte Wiederaufstieg ist kein Thema mehr.

"Es kann nicht der Anspruch von Bayern München sein, mit einem zwölften Platz zufrieden zu sein", sagt Jonker. Doch die Bayern haben nicht nur ein tabellarisches Problem - und es ist längst auch nicht nur das Problem der 2. Mannschaft. "Es kann nicht sein, dass wir so dastehen, wie wir dastehen: 2. Mannschaft, A-Jugend, B-Jugend, C-Jugend - das ist nicht so, wie wir uns das vorstellen", sagt Bayern-Präsident Uli Hoeneß im Gespräch mit SPOX.

Der FC Bayern war jahrelang nicht nur der Krösus des Profibereichs, sondern auch im Nachwuchsressort zumindest im Elitebereich. "Wenn du die besten Trainer, das beste Scouting und die beste Infrastruktur hast, dann sollte der FC Bayern auch die besten Talente akquirieren können - und letztlich sollten auch Titel herausspringen", sagt Sportdirektor Christian Nerlinger.

Doch die Stagnation ist zur Gewohnheit geworden. Nerlinger: "Bei der U 19 sind wir in 43 Jahren drei Mal Meister geworden, bei der U 17 in 34 Jahren vier Mal. Die Ausbildung war immer hervorragend, aber wir sollten unsere Mia-san-Mia-Mentalität auch in die Jugendteams wieder besser reinkriegen."
Emre Can die große Ausnahme

Die A-Jugend wartet schon seit 2004 auf die Meisterschaft, die B-Jugend seit 2007. Das größte Übel ist aber, dass keine Spieler nachkommen, die mittelfristig für die Profi-Mannschaft eine Rolle spielen könnten. Ins Traininglager nach Doha nahm Profi-Trainer Jupp Heynckes mit Emre Can lediglich einen Nachwuchsmann mit.

"Emre ist der kompletteste Spieler, den ich je in meiner Karriere gesehen habe. Und ich habe einige gesehen", sagt Cans Nationalmannschaftstrainer Steffen Freund. Doch der Kapitän der U 17 des DFB ist die große Ausnahme beim FC Bayern. Andere drängen sich derzeit nicht auf. Hoeneß formuliert die Situation etwas drastisch: "Aus dem aktuellen Nachwuchs ist nur der Can gut, ansonsten fehlt etwas."

Auch Herrmann Gerland, jahrelang der Taktgeber des Bayern-Unterbaus macht keinen Hehl aus der Problematik: "Wenn die A-Jugend im letzten Jahr Achter wird, dann ist damit nicht viel Staat zu machen. Wir haben aus dem Jugendbereich nicht die starken Leute bekommen, die wir zuvor immer bekommen haben."

Es ist gar nicht so lange her, dass die Bayern-Profis erhebliche Verstärkung "von unten" bekamen. Thomas Müller und Holger Badstuber sind längst Stammspieler, David Alaba auf dem Weg zum Liebling des Trainers. Can könnte der nächste sein, doch mehr springt nicht heraus "Wir hatten immer in der Breite jedes Jahr zwei, drei gute Spieler", sagt Hoeneß. "Jetzt haben wir eine Lücke."
Scholl kehrt zurück

Die Zeit des Handelns hat längst begonnen, zumal die Bayern den Anschluss beim Thema Nachwuchsförderung nicht verlieren wollen: "Wir müssen den nächsten Schritt machen und in die Tiefe gehen. Für uns ist es elementar wichtig, weiterhin Eigengewächse wie Müller, Lahm, Schweinsteiger, Badstuber, Kroos, Alaba, Contento zu integrieren. Unsere Jugendarbeit muss wieder führend in Deutschland werden", sagt Nerlinger.

Der Sportdirektor arbeitet seit einiger Zeit an einem neuen Nachwuchskonzept für den Rekordmeister. Erste Schritte wurden bereits in die Wege geleitet. So kehrt Mehmet Scholl in der neuen Saison zurück an die Säbener Straße und übernimmt wieder die U 23.

Die Münchener Macher setzen dabei vor allem auf den guten Draht Scholls zu seinen Spielern. Mit einem Mehmet Ekici, der unter Scholl eine große Entwicklung nahm und die letzten Feinschliffe bekam, bevor er in Nürnberg zum Bundesliga-Profi wurde, hat Scholl heute noch Kontakt und gibt per SMS Tipps oder sendet Glückwünsche, wie nach Ekicis Wechsel zu Werder Bremen.

Scholl ist nur ein Baustein in Nerlingers Konzept, das dem Aufsichtsrat und dem Vorstand des FC Bayern bereits in Grundrissen vorgestellt wurde und großen Gefallen fand. Ein Hauptaugenmerk gilt dem Scouting junger Spieler. Die Bayern suchen welt- und europaweit nach Talenten, insbesondere in den letzten Jahren ging die Tendenz Richtung Österreich, wo Perspektivspieler wie Christian Derflinger, Yili Sallahi oder Kevin Friesenbichler für den FC Bayern gewonnen werden konnten.

Künftig soll das Scouting aber noch lokaler gestaltet werden. "Der Weg ist angedeutet, mehr auf europäische, mehr auf deutsche und ganz speziell auf bayerische Spieler zu setzen. Warum nicht einen aus Vilshofen? Warum nicht einen aus Deggendorf? Das wird der Schwerpunkt sein, ohne das andere aus dem Auge zu verlieren", sagt Präsident Hoeneß.
Keine 18 Jahre alten Brasilianer mehr

Das Scouting in Brasilien hat der FC Bayern dagegen längst eingestellt. Giovane Elber, der diesen Job nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm, hat seit der Zeit von Louis van Gaal nicht mehr aktiv nach Spielern gesucht. "Ab und zu ruft Wolfgang Dremmler an und fragt nach dem einen oder anderen Spieler, aber gezielt schaue ich nicht mehr nach Spielern", so Elber zu SPOX.

Ausschließen will Hoeneß dennoch nichts: "Karl-Heinz Rummenigge hat zwar gesagt, dass er eher keinen 18 Jahren alten Brasilianer holen will, aber wenn es da mal das Wahnsinnstalent gibt und wir bekommen die sozialen Bindung besser geregelt als wir es zum Beispiel bei Breno geschafft haben, dann wird es eine Ausnahme geben."

Das Motiv, künftig lieber im Vorort Spieler zu sichten und idealer Weise zu verpflichten, als beispielsweise in Südamerika zu scouten, ist in diesen Worten Hoeneß' versteckt. Es sind nicht nur spielerische Komponenten, die eine Rolle spielen. Auch menschlich muss es passen.

Deswegen will Hoeneß auch das europäische Paradebeispiel der Jugendarbeit, La Masia in Barcelona, als Vorbild nicht gelten lassen.

"Barcelona hat einen Riesenvorteil, dass sie als spanische Enklave den direkten Draht zu Südamerika haben", so Hoeneß. "Ein Junge aus Buenos Aires, Rio oder Porto Alegre wird dort schneller integriert. Wenn er bei diesen Temperaturen hier in München ankommt, bekommt er den Schock seines Lebens. Da kommt die Sprache hinzu."
Ex-Profis an die Macht

Zurück zu den Wurzeln, heißt die Devise beim FC Bayern. Die Talente aus der Umgebung sollen wieder die Zukunft des FC Bayern verkörpern. Die aktuelle Profimannschaft hat mit Lahm, Schweinsteiger und Müller gleich drei Säulen, die in München und Umgebung geboren wurden. Doch nicht nur die Talente sollen bajuwarisch angehaucht sein, auch die Entscheidungsträger sind ganz nach dem bayerischen Muster aufgestellt.

Ex-Profi Christian Nerlinger ist Sportdirektor, Ex-Profi Mehmet Scholl wird U-23-Chef, Ex-Profi Michael Tarnat ist ohnehin sportlicher Leiter der Jugendabteilung, Noch-Profi Jörg Butt rückt ab Sommer nach, wenn er Werner Kerns Job als Nachwuchskoordinator übernimmt.

Bayern-Präsident Hoeneß geht ein Herz auf: "Das ist genau in meinem Sinne. Ehemalige Leute holen und einbauen, die prädestiniert für diese Aufgabe sind, ist Bayern-like! Die Identifikation der Fans mit diesen Leuten ist höher, als wenn du einen aus Wanne-Eickel holst."

Der Vergleich zur Vergangenheit ist nicht abwegig: Heute Nerlinger, Scholl, Tarnat und Co., früher oder immer noch Hoeneß, Rummenigge, Müller und Co. Zurück zu den Wurzeln eben.
Ich pack das mal hier rein.

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FC Bayern München
Qualität der Talentförderung |#80
18.01.2012 - 14:35 Uhr
Zitat
Hoeneß formuliert die Situation etwas drastisch: "Aus dem aktuellen Nachwuchs ist nur der Can gut, ansonsten fehlt etwas."

"Wir hatten immer in der Breite jedes Jahr zwei, drei gute Spieler", sagt Hoeneß. "Jetzt haben wir eine Lücke."


Sicherlich ist da wohl einiges an Wahrheit dran, aber das so zu formulieren ist dann auch ziemlich demotivierend für alle U23- und U19-Spieler, wenn ihnen nun von oben so gesagt wird, dass sie sowieso alle keine Chance beim FC Bayern haben werden...
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