Hamburger SV Hamburger SV
deadline-day banner

Präsidium HSV e.V.

16.12.2014 - 17:37 Uhr
Zeige Ergebnisse 11-20 von 315.
Präsidium HSV e.V. |#11
19.01.2018 - 11:57 Uhr
Zitat von Pinkman

Ein ganz dünnes Argument, Rieckhoff wäre in diesem Fall als "einfaches Mitglied" aufgetreten.

Eben nicht. Rieckhoff hat ein Konzept erstellt, nicht mehr und nicht weniger. Das Ganze ist in einen Vorstandsantrag gemündet - mit welchem Inhalt auch immer.

Rieckhoff hat sich nicht anders verhalten, wie andere Antragsteller auch. Bei Satzungsänderungsanträgen war und ist es zum Beispiel so, dass diese in der Regel gebündelt in einen Satzungsausschuss gegeben werden mit der Folge, dass vom Wortlaut des ursprünglichen Antrags oftmals nicht viel übrig bleibt.

So und nicht anders war die Ausgangslage beim Rieckhoff-Konzept. Wenn Du wissen willst, welcher Akribie das Rieckhoff-Papier in den Gremien unterworfen war, musst Du Dir nur die Podiumsdiskussion im Sportmagazin "Rasant" auf Hamburg 1 am 13.01.14 in Erinnerung rufen. Dort wurde ziemlich deutlich, dass der Vorstand bei der Vorbereitung des Ausgliederungsantrags mit Widerständen aus Teilen des Aufsichtsrats rechnen musste. Manfred Ertel und Jürgen Hunke nahmen den Schluss der Podiumsdiskussion zum Anlass, um aufzuzeigen, dass es für den Vorstand nicht einfach wird, den Ausgliederungsantrag vorzubereiten, weil eine Vielzahl offener Fragen detailgenau geklärt werden muss. Ich habe die Schilderungen von Ertel und Hunke sogar als deutliche Mahnung verinnerlicht, also so verstanden, dass man mit einer äußerst detailgenauen, also kleinlichen oder pingeligen Begleitung der Vorbereitungshandlungen des Vorstands durch den Aufsichtsrats rechnen muss. Auf mich haben diese Ausführungen wie ein Konterkarieren der Vorstandsarbeiten gewirkt, ihnen also eine gewisse Blockadehaltung entnommen.

Dass mein damaliger Eindruck nicht ganz abwegig war, ist von Jarchow in einem späteren Interview mit dem Abendblatt am 04.08.17 bestätigt worden

Quelle: Abendblatt
HA: Sie haben sich damals als HSV-Vorsitzender doch selbst für die Initiative HSVPlus stark gemacht.

Jarchow: Ich behaupte sogar: Ohne uns im Vorstand hätte es nicht funktioniert. Der damalige Aufsichtsrat war mehrheitlich dagegen. Ich war der festen Überzeugung, dass es der richtige Weg sei, um unsere sportlichen und finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen.


Ich finde es im höchsten Maße unfair, einerseits von Fakten zu sprechen, zum anderen aber wesentliche Aspekte zu verschweigen. Denn im Ergebnis hatte die Rieckhoff-Initiative doch etwas sehr Gutes vorzuweisen. In den Alternatativkonzepten - ich meine es waren insgesamt vier - wurden auf einmal Dinge vorgestellt (wie z.B. die Aufsichtsratsverkleinerung), die vorher gar nicht gingen - oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von princedenmark1953 am 19.01.2018 um 11:59 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#12
20.01.2018 - 15:37 Uhr
Zitat von Prollmarkt

(der AR wurde nach meiner Erinnerung ebenfalls im VP gewählt?)

Nein. Ich zitiere aus dem von EOR zur MV am 25.05.14 gestellten Antrag
Herr Rieckhoff bittet die Mitglieder, folgenden Beschluss zu fassen: Der Vorstand des Hamburger Sport-Verein e.V. wird beauftragt, in der Hauptversammlung der HSV Sport AG alle aktuellen Aufsichtsratsmitglieder abzuberufen und die folgenden sechs Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrates zu bestellen: Dieter Becken, Bernd Bönte, Karl Gernandt, Felix Goedhardt, Peter Nogly und Thomas von Heesen.

und der unmittelbar danach abgegebenen Erklärung von Jens Meier
Jens Meier erklärt, dass es sich bei diesem Beschluss um eine unverbindliche Empfehlung handele, da der Vorstand der HSV Sport AG aktienrechtlich an diesen Beschluss nicht gebunden sei. Die Abstimmung komme also einer Meinungsbildung gleich und sei nicht verbindlich.

Dem Vorstand der HSV Sport AG gehörten seinerzeit Carl-Edgar Jarchow und Joachim Hilke an. So stehts jedenfalls im Anhang der Konzernbilanz der HSV Fußball AG (bis zum 07.07.14 = HSV Sport AG) zum 30.06.14.

In diesem Thread geht es im Allgemeinen um das Präsidium des HSV e.V., und Pinkman - wenn ich ihn denn richtig verstanden habe - um die Diskussion dieser von ihm aufgestellten Kernbehauptung
Zitat von Pinkman

Rieckhoff hat HSV+ als mit unfertigen Satzungen durchgesetzt, de facto die Mitglieder belogen (33,3 statt 24,9%) und die gesamte Personalauswahl (AR, Vorstand) für die Zeit nach der Ausgliederung getätigt.

Er und nicht ich, hat zur Unterstützung seiner Behauptung mit einer ganzen Reihe von Beispielen aus der Vergangenheit aufgewartet, die einzig und allein dem Zweck dienen sollen, Rieckhoffs Glaubwürdigkeit insgesamt in Frage zu stellen. Mit dem Ausgangsthema "Präsidium des HSV e.V." hat das eigentlich weniger zu tun, wenngleich Pinkman in einem späteren Beitrag darzulegen versucht hat,
Zitat von Pinkman

Und im Kern hat das auch alles etwas mit der Präsidentschaftswahl zu tun, denn diese Heuchelei (ohne, dass ich was gegen Hoffmann hätte) ist nur schwer auszuhalten.

dass sich das anders verhielte. Ich akzeptiere diesen Einwand, erwarte dann aber auch, dass das - wie schon hervorgehoben - mit der gebotenen Differenzierung geschieht. Es geht mir nicht etwa darum,
Zitat von Pinkman

Aber gehen wir ruhig mal davon aus, du hättest recht.

sodern nur um einen vernünftigen Gedankenaustausch auf sachlicher Grundlage. Dein Vorbringen
Zitat von Prollmarkt

Jetzt die Opposition ("kleinliche oder pingelige Begleitung", "keine besseren Konzepte") oder gar Jarchow für die Fehler in HSV+ in Mitverantwortung zu nehmen, das muss man erst einmal schaffen.

ist dazu an dieser Stelle in keiner Weise geeignet, weil Du mir Dinge unterschiebst, die ich so nie behauptet habe.
Um der Erörterung dennoch Fortgang zu geben knüpfe ich mal hier an
Zitat von Pinkman

All das was in den letzten 7-9 Jahren beim HSV passiert ist, wurde ganz entscheidend vom HSV+ Macher Rieckhoff beeinflusst.

Diese Aussage ist weitgehend wertneutral, mit ihr kann ich leben. Und weiter
Zitat von Pinkman

Rieckhoff hat HSV+ als mit unfertigen Satzungen durchgesetzt, de facto die Mitglieder belogen (33,3 statt 24,9%) und die gesamte Personalauswahl (AR, Vorstand) für die Zeit nach der Ausgliederung getätigt.

Zur Frage des Konzepts habe ich mich geäußert (Beitrag 115), zur Personalauswahl ebenfalls, zugleich aber auch auf die gebotene differenzierte Betrachtung aufmerksam gemacht (siehe oben). Zum Belügen der Mitglieder habe ich keine Stellung bezogen, werde es auch nicht tun, weil es aus meiner Sicht einfach nicht hier her gehört und ich Zweifel habe, ob die aufgestellte Behauptung
Zitat von Pinkman

Rieckhoff hat HSV+ als mit unfertigen Satzungen durchgesetzt, de facto die Mitglieder belogen (33,3 statt 24,9%)
überhaupt einer näheren Prüfung Stand halten könnte. Denn wenn ich es richtig sehe, waren dem Konzeptpapier zwei Satzungsentwürfe beigefügt. Die eine betraf den Verein und wurde in den MV am 17.01.16 (TOP 15) und 08.01.17 (TOP 15) aktualisiert. Für die MV am 18.02.18 stehen zwar weitere Änderungen an (TOP 7), daraus aber auf unfertige Satzungen oder ein Belügen der Mitglieder zu schließen, hielte ich für sehr gewagt.

Bliebe also die AG-Satzung, die ich nur in ihrer Entwurfsfassung (Rieckhoff-Papier) und in der von der Hauptversammlung verabschiedeten Form nach dem Stand vom 27.05.14 kenne. Eine aktualiserte Satzungsfassung ist im Internet meines Wissens nicht verfügbar, insbesondere nicht auf der Hompage des HSV herunterladbar. Sollte die Satzung in ihrer Ursprungsfassung Änderungen erfahren haben, könnte das sehr wohl auf "gewisse Ungereimtheiten"schließen lassen. Wenn dem nicht so wäre, ließe das darauf schließen, dass die Verantwortlichen durchaus in der Lage sind, mit den "Ungereimtheiten" zu leben. Denn andernfalls hätten sie sicher rechtzeitig für eine "Begradigung" der Satzungsregelungen gesorgt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von princedenmark1953 am 20.01.2018 um 15:53 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#13
18.02.2018 - 21:21 Uhr
Finde das schon ein bisschen witzig, dass Hoffmann einen eigenen Thread bekommt, wo wir doch hier den Präsidiumsthread des e.V. haben. Für Meier hat man diesen meines Wissens nach nicht geschaffen...

Bei all den Begleiterscheinungen der heutigen Mitgliedsversammlung sollte man es nicht versäumen, auch dem bisherigen Präsidium für die geleistete ehrenamtliche Arbeit zu danken. Sie haben sicher nicht alles richtig gemacht, aber sie haben den e.V. in den letzten Jahren gut geführt und mit einem großen Team an Mitarbeitern gute Arbeit geleistet. Dass Meier und Co dabei ein stückweit ihre Aufgabe in der AG vernachlässigt haben bzw. dies offenbar als nicht so bedeutend eingeschätzt haben, ist ihnen heute zum Verhängnis geworden, weil die Fußball-AG den Ansprüchen zu deutlich hinterher hinkt, aber eben einen Großteil der Mitglieder hauptsächlich beschäftigt. Mit Hoffmann ist jetzt jemand da, der die Aufgabe ganz anders handhaben wird. Ich hoffe, er übernimmt die Dinge, die unter Meier gut gewesen sind, und vergisst nicht, sich auch in ausreichendem Maße um den e.V. zu kümmern, andernfalls explodiert die nächste Mitgliederversammlung.

Danke an das Team Jens Meier für die Arbeit, viel Erfolg dem Team Bernd Hoffmann.

•     •     •

Suche Vereinsführung mit nachhaltigem sportlichen Konzept, die kurz-, mittel- und langfristig denkt. Suche außerdem eine eierlegende Wollmilchs@u als Trainer. Bewerbungen bitte an den HSV!

Jatta ist Jatta und ob irgendjemand damit ein 'Problem' hat ist mir egal!

____________________________
HSV - alles andere ist nur Fußball
Präsidium HSV e.V. |#14
18.02.2018 - 21:30 Uhr
Zitat von Nordlicht82
Finde das schon ein bisschen witzig, dass Hoffmann einen eigenen Thread bekommt, wo wir doch hier den Präsidiumsthread des e.V. haben. Für Meier hat man diesen meines Wissens nach nicht geschaffen...


Ja, das hat mich auch etwas überrascht. Aber vielleicht kann Soulja kurz erläutern, was ihn dazu bewogen hat. smile

Ansonsten möchte ich Deinem Beitrag zustimmen: Dem bisherigen Präsidium gebührt Dank für die geleistete Arbeit und die investierte Zeit. Das habe ich auch Herrn Hartmann gesagt, als wir kurz die Gelegenheit hatten, uns auszutauschen.

Jens Meier und seine Mitstreiter wurden aber am heutigen Tage nicht abgewählt, weil sie schlechte Arbeit geleistet haben. Sondern, weil sie nicht die Prioritäten gesetzt haben, die das Gros der Mitglieder erwartet hat. Weil das Präsidium und insbesondere Jens Meier es vermieden hat, aufzuzeigen, was genau Alles verbessert wurde und wie sie sich in die AG eingebracht haben. Vieles blieb im Unklaren und wurde hinter persönlichen Anekdoten und blumigen Umschreibungen verdeckt. Das muss er sich aus meiner Sicht vorwerfen lassen. Er hat nicht genug für sich Werbung gemacht und mit Taten die Mitglieder von sich überzeugen können.

Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass sich fast alle Wähler von Bernd Hoffmann für ihn und nicht gegen seinen Amtsvorgänger entschieden haben. Es war also eine Wahl pro Hoffmann und nicht contra Meier. Ob das bei denjenigen, die sich für Jens Meier entschieden haben, ebenso war, wage ich jedoch zu bezweifeln. Da habe ich eher eine Haltung contra Hoffmann und nicht pro Meier verspürt.

•     •     •

Bekennendes Mitglied des HSV sowie bekennender Sympathisant des SV Sandhausen 1916

"Ich habe einmal 5:1 am Millerntor gewonnen. Das fand ich schon irgendwie witzig." - Volker Schmidt auf die Frage nach seinem witzigsten Erlebnis
Präsidium HSV e.V. |#15
12.12.2018 - 07:44 Uhr
Zitat von BILD
Es wird spannend. Unterschiedlicher könnten die Profile kaum sein:

▶︎ Ex-HSV e.V.-Schatzmeister und Diplom-Kaufmann Hartmann.

▶︎ Ex-HSV-Star und Fußball-AG-Aufsichtsrat Jansen.

▶︎ Ex-HSV-Präsident und Unternehmer Hunke.


https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/wahl-zum-hsv-praesidenten-jansen-gegen-hunke-und-dr-hartmann-58972584.bild.html

Wie kann man diesen mediengeilen ***** von Hunke zulassen, wenn man es auch nur einigermaßen gut mit dem HSV meint? Kaum ein anderer hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dem HSV nur schaden will / kann.

•     •     •

HSV!
Präsidium HSV e.V. |#16
19.12.2018 - 08:29 Uhr
Zitat von Marvin

Wenn die Satzung vorsieht, dass die personelle Veränderung eines Mitglieds des Präsidiums auch zur Demission aller anderen Mitglieder führt, wäre dies sicherlich schon geschehen. Offenbar sind die drei Positionen aus satzungsrechtlicher Sicht jedoch nicht an einander gekoppelt (was auch nicht allzu sinnvoll wäre).


Wären sie das, wäre ja auch kein Antrag nötig. zwinker

Über die Sinnhaftigkeit lässt sich natürlich vortrefflich streiten. Grundsätzlich stimme ich zu, wenn man aber explizit als Teil eines Teams antritt, welches in diesem Fall einen deutlich überragenden Kopf vorsieht und dieser sich dann innerhalb weniger Monate ins Operative einsteigt, darf die Legitimation der beiden verbleibenden Mitglieder zumindest die Frage gestellt werden.

Zitat von Marvin

Höchstens aus moralischer Sicht hätte ein Rücktritt des Vizepräsidenten und des Schatzmeisters vor dem Hintergrund des "Teams" stattfinden können. Auf der anderen Seite hätte dies zu einer Interimsbesetzung sowie einer so schnell wie möglich anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung führen müssen, um ein reguläres neues Präsidium nachzuwählen. Dass man darauf verzichtet hat, kann ich sowohl nachvollziehen, als auch in aller Form gutheißen.


Ich denke auch, dass ein radikaler Kahlschlag direkt nach Hoffmanns Berufung in den Vorstand schädigend gewesen wäre. In diesem Sinne gebe ich dir Recht. Allerdings haben die beiden "Verbliebenden" zumindest meines Wissens nach auch keinen Hauch Interesse daran gezeigt sich aufgrund der neuen Umstände auf der MV neuerlich legitimieren zu lassen. Von einem Verzicht im Sinne der Fortführung der Geschäfte kann (bis dato - wer weiß was sie evtl. auf der MV verkünden) in meinen Augen dann auch nicht die Rede sein.

Um Missverständnissen vorzukommen: ich bin nicht Grzesik's Meinung, Schulz und Schäfer müssen weg. Ich sage nur, dass man berechtigte Zweifel an der Konstellation haben darf. Ich persönlich versuche vereinspolitische Szenarien auch immer von der Kehrseite zu betrachten. Will heißen: wie würde ich auf das alles reagieren, wenn der alte Präsident und neue VV nicht Hoffmann sondern z.B. Jarchow heißen würde. Ich glaube ja, es gäbe es hier einen deutlichen größeren Aufschrei bei dem Vorgehen des Ex-Präsidenten und der Handhabung der verbliebenden Mitglieder. Deshalb finde ich es nur fair, dass man Gegenstimmen jetzt auch ihre Berechtigung zugesteht.

•     •     •

nec temere nec timide

Weltmeisterschaftssiegerbesieger 2014
Präsidium HSV e.V. |#17
19.12.2018 - 14:05 Uhr
Zitat von Jottkah1887
Der Gefahr, dass der Rotbeschuhte diesen Verein wieder heimsucht, macht das ebenso zwingend wie der eine-oder-andere Antrag, bei dem man sich wieder fragen darf: cui bono?


Obgleich ich befürchte, dass die Wahl von Jürgen Hunke mehr oder minder beschlossene Sache ist - zumindest dann, wenn die Konstellation auf der Mitgliederversammlung ähnlich ausfällt wie im Februar diesen Jahres. Ich vermute, dass die Traditionalisten mehr oder minder geschlossen für Hunke stimmen werden. Die andere Hälfte der Mitgliedschaft wird sich dann zwischen Marcell Jansen und Dr. Ralph Hartmann aufteilen.

Zitat von Marek
Grundsätzlich stimme ich zu, wenn man aber explizit als Teil eines Teams antritt, welches in diesem Fall einen deutlich überragenden Kopf vorsieht und dieser sich dann innerhalb weniger Monate ins Operative einsteigt, darf die Legitimation der beiden verbleibenden Mitglieder zumindest die Frage gestellt werden.


In Frage stellen darf man in einer Demokratie zum Glück alles. smile Die Folgefrage ist jedoch, wie sinnvoll das jeweilige "in Frage stellen" ausfällt. Und ich kann die zwingende Notwendigkeit, dass sich die anderen beiden Amtsinhaber erneut legitimieren müssen, nicht erkennen. Was wäre zum Beispiel, wenn Bernd Hoffmann sein Amt als Präsident hätte aufgeben müssen, weil private oder gesundheitliche Gründe dies erforderlich hätte werden lassen? Müssten sich die beiden anderen Präsidiumsmitglieder dann ebenfalls erneut legitimieren, weil der "Kopf" des Teams nicht mehr im Amt ist? Oder gilt das nur für die aktuelle Situation?

Zitat von Marek
Allerdings haben die beiden "Verbliebenden" zumindest meines Wissens nach auch keinen Hauch Interesse daran gezeigt sich aufgrund der neuen Umstände auf der MV neuerlich legitimieren zu lassen.


Müssen sie auch nicht. Sie wurden - ebenso wie Bernd Hoffmann - für eine Amtsperiode von drei Jahren gewählt und damit ausreichend legitimiert. Es gibt aus Sicht der Satzung keine Notwendigkeit, diesen Prozeß zu wiederholen, wenn ein Mitglied des Präsidiums ausscheidet. Wenn - zum Beispiel - der Schatzmeister ausgeschieden wäre, müssten Präsident und Vize-Präsident doch auch nicht neu legitimiert werden.

Zitat von Marek
Will heißen: wie würde ich auf das alles reagieren, wenn der alte Präsident und neue VV nicht Hoffmann sondern z.B. Jarchow heißen würde. Ich glaube ja, es gäbe es hier einen deutlichen größeren Aufschrei bei dem Vorgehen des Ex-Präsidenten und der Handhabung der verbliebenden Mitglieder.


Diesen "Aufschrei" würde es aber immer geben, je nach dem, zu welchem "Lager" die jeweilige Person gehört. Dafür sind die Posten beim HSV leider schon traditionell zu überpolitisiert, als dass man ohne einen moralischen "Aufschrei" auskommt. Und ich würde in jedem Fall würde die Berechtigung des "Aufschreis" in Zweifel ziehen, solange die jeweiligen Handlungen der Satzung nicht widersprechen.

•     •     •

Bekennendes Mitglied des HSV sowie bekennender Sympathisant des SV Sandhausen 1916

"Ich habe einmal 5:1 am Millerntor gewonnen. Das fand ich schon irgendwie witzig." - Volker Schmidt auf die Frage nach seinem witzigsten Erlebnis
Präsidium HSV e.V. |#18
19.12.2018 - 15:40 Uhr
Okay, dann werfen wir 'mal einen Blick in die Satzung:

Relevant erscheinen mir dabei die Paragraphen 17 a (Wahlen) und 18 (Präsidium). In ersterem steht, Ziffer 2:

Zitat von Satzung des HSV e. V.
Wahlen werden grundsätzlich in der Weise durchgeführt, dass anhand einer Namensliste über alle Kandidaten gleichzeitig abgestimmt wird. ... Gewählt sind die Kandidaten, welche von der Mehrheit der an der betreffenden Wahl teilnehmenden Mitglieder gewählt wurden.


Die Wahl im Februar hat also rechtmäßig im Rahmen der Satzung stattgefunden, weil über alle Kandidaten gleichzeitig abgestimmt wurde. Natürlich könnte man die Formulierung dieser Ziffer so auslegen, dass die Mitglieder über sechs Personen hätten abstimmen sollen, weil beide "Teams" aus jeweils drei Personen bestanden. Die Satzung schließt allerdings auch nicht aus, dass Gruppierungen gewählt werden, siehe Ziffer 4:

Zitat von Satzung des HSV e. V.
Sofern die Wahl des Präsidiums gemäß § 18 Ziffer 3 als Listenwahl erfolgt, gelten § 17 a Ziffer 2 und 3 entsprechend.


Und was sagt Paragraph 18 Ziffer 3?

Zitat von Satzung des HSV e. V.
Die Wahl des Präsidiums erfolgt auf Vorschlag des Beirates. Der Beirat entscheidet, ob die Wahl als Einzel- oder als Listenwahl erfolgt. Der Beirat soll bei einer Einzelwahl für jedes Amt nach § 18 Ziffer 1 a) - c) mehr als einen Kandidaten, bei einer Listenwahl mehr als ein Kandidaten-Team für das Präsidium zur Wahl vorschlagen; im begründeten Einzelfall kann der Beirat davon abweichen. Ein Listenvorschlag muss eine Zuordnung der Kandidaten zu den Vereinsämtern nach § 18 Ziffer 1 a) - c) enthalten.


All dies ist im Februar erfolgt. Es traten zwei Listen gegeneinander an, in denen die jeweiligen Personen den Ämtern zugeordnet waren. Die Wahl war also satzungskonform.

Die Satzung regelt zudem, wann die jeweilige Amtszeit endet - dies erfolgt in Paragraph 18 Ziffer 2:

Zitat von Satzung des HSV e. V.
Der Präsident und die Vizepräsidenten werden jeweils auf die Dauer von vier Jahren durch die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Beirats gewählt. Ihr Amt endet mit der Neuwahl eines Nachfolgers oder durch Rücktritt, jedoch automatisch nach einer durchgängigen Amtszeit von 12 Jahren beziehungsweise nach drei Amtszeiten.


Drei Konstellationen gibt es also: Neuwahlen, Rücktritt oder die Amtszeitbegrenzung. Der Grund, dass man das Amt automatisch aufgeben muss, wenn ein Mitglied der Wahlliste aus dem Amt scheidet, existiert also nicht. Ergo bleibt es dabei, was ich bereits geschrieben habe:

Zitat von Marvin
Offenbar sind die drei Positionen aus satzungsrechtlicher Sicht jedoch nicht an einander gekoppelt (...).


Mit der Abweichung, dass man das Wort "offenbar" streichen muss - denn die drei Positionen sind aus Sicht der Satzung nicht an einander gekoppelt und müssen somit jede für sich im Einzelfall behandelt werden.

Das kann man nun inkonsequent finden, weil die Wahl auch über eine Liste erfolgte. Aber aus Sicht der Satzung ist Alles sauber abgelaufen.

•     •     •

Bekennendes Mitglied des HSV sowie bekennender Sympathisant des SV Sandhausen 1916

"Ich habe einmal 5:1 am Millerntor gewonnen. Das fand ich schon irgendwie witzig." - Volker Schmidt auf die Frage nach seinem witzigsten Erlebnis
Präsidium HSV e.V. |#19
20.12.2018 - 03:58 Uhr
Zitat von Marvin

Was wäre zum Beispiel, wenn Bernd Hoffmann sein Amt als Präsident hätte aufgeben müssen, weil private oder gesundheitliche Gründe dies erforderlich hätte werden lassen? Müssten sich die beiden anderen Präsidiumsmitglieder dann ebenfalls erneut legitimieren, weil der "Kopf" des Teams nicht mehr im Amt ist? Oder gilt das nur für die aktuelle Situation?

...

Sie wurden - ebenso wie Bernd Hoffmann - für eine Amtsperiode von drei Jahren gewählt und damit ausreichend legitimiert. Es gibt aus Sicht der Satzung keine Notwendigkeit, diesen Prozeß zu wiederholen, wenn ein Mitglied des Präsidiums ausscheidet. Wenn - zum Beispiel - der Schatzmeister ausgeschieden wäre, müssten Präsident und Vize-Präsident doch auch nicht neu legitimiert werden.


Zum ersten Teil: ja, in meinen Augen wäre das der ehrbare und vernünftige Weg. Müssen ist da das falsche Wort, da wie du richtig herausstellt die Satzung das nicht verlangt.

Zum zweiten Teil: ich denke es ist vllt. nicht rechtlich aber realpolitisch schon ein Unterschied, ob die Gallionsfigur Hoffmann von Bord geht, oder (und das meine ich nicht despektierlich) einer seiner Anhängsel. Wie gesagt, satzungsrechtlich ist es kein Muss und ich habe mir jetzt auch keine Gedanken gemacht wie man sowas in der Satzung verankern könnte (wobei @stban einen guten Punkt gemacht hat, dass man gar nicht die Wahl hatte explizit einen der Kandidaten des Teams abzulehnen sondern nur das Team als solches). Für mich persönlich wäre eine Neulegitimierung eine wünschenswerte Alternative. Da die Satzung dies nicht zwingend vorsieht und Schulz und Schäfer dies offensichtlich von sich aus auch nicht präferieren, entspricht ein Mitgliederantrag in diese Richtung zumindest meinem Verständnis von demokratischen Prozessen. Den ganzen Prozess mitgliederseitig stillschweigend hinzunehmen, empfände ich als falsch. Auch wenn ich mich mit der Formulierung von Grzesik's Antrag nicht wirklich wohl fühle und ein Abgang der beiden genannten überhaupt nicht zwingend in meinem Interesse liegt.

Was den Ausgang betrifft: ich habe zwar keines meiner beiden Ohren an der Mitgliederschaft, aber ich würde vermuten, dass eher Hunke und Hartmann sich die Stimmen in den gefestigten Lagern (der harte Kern der Fanszene und die Senioren) teilen werden müssen, während Jansen die breitere, aber tendenziell weniger MV-freudige Masse anspricht. Ich bin sehr gespannt und tippe auf ein enges Ergebnis zwischen Jansen und Hartmann.

•     •     •

nec temere nec timide

Weltmeisterschaftssiegerbesieger 2014

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marek am 20.12.2018 um 04:07 Uhr bearbeitet
Präsidium HSV e.V. |#20
06.01.2019 - 15:50 Uhr
Zitat von Marek
Zitat von Perpo

Was steckt eigentlich hinter dem vermeintlichen Rückzug von Hunke? Woher das Gerücht kommt, ist mir klar. Aber es wird wenig bis gar nicht dementiert. Es wird also davon ausgegangen, dass dem so ist.

Kann das Taktik von Hunke und Gefolgsleuten sein, um die Gegner einzuschläfern? Nach dem Motto: Ob Hartmann oder Jansen, ist egal, da komm ich dann gar nicht erst zur MV. Und plötzlich lässt sich der Teehausbetreiber doch aufstellen und hat eine Schar Unbelehrbarer hinter sich versammelt....


Diese Art Taktik kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber denke dass an den Rückzugsgerüchten tatsächlich etwas dran ist. Aus einem Grund: Der egozentrische Hunke will sich zwar in aller Munde wissen, aber nicht ...

Sorry für den tlw. despektierlichen Ton Hunke gegenüber, aber ich kann diesen Mann einfach nicht haben. Wenn ich mir schon seine Aufstellungsbegründung durchlese....

Diese Taktik auf der MV -nach einer langen Redezeit- zurückzuziehen, ist ja nun bei Hr Hunke nicht neu.

So lief ja die Januar MV 2014 (?) ab, wo sich 3 Konzepte (HSVplus, HSV Allianz mit Hunke und von Satzungsänderungen von HSV Supporters um Reichardt) zur Abstimmung stellten.
Hunke zog dann zurück und die Supporters stellten viele einzelne Anträge , anstatt in einem Bündel (was auch gegangen wäre)
Die Taktik des Zeit gerinnend ging auf, erst am späten Sonntag Abend konnte über die Fernwahl abgestimmt werden konnte. Ca 1,5 % fehlten, also 20-30 Stimmen glaub ich. Wäre diese durchgegangen, hätten die Mitglieder im Sommer nicht noch mal extra zur MV kommen müssen, um über die Ausgliederung a la HSV Plus abzustimmen .
Ok, es wurden dann doch fast 10 tsd mobilisiert.

Ob da jetzt ähnliche Gedanken mitspielen, werden wir sehen.
Wenn zum Gottschalk Antrag zur Vergrößerung des Beirat um Mithlied aus Seniorengremium sm späten Abend nur noch 200 Mitglieder da sind und von denen 101 Senioren (gut möglich), ....
Und wenn von den 200 dann 101 gegen die Fernwshl votieren, ... etc.

Tja, mal sehen.

Aber Hunke hat mit MV Rückziehung auf alle Fälle (erfolgreiche) Erfahrung in der nicht so alten Vereinshistorie.

•     •     •

Gegen das „Wahrlügen“ in unserer Zeit !
(in Erinnerung an Hannah Arendt)
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.