| Geburtsdatum | 11.04.1966 |
|---|---|
| Alter | 60 |
| Nat. |
Österreich |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Peter Stöger [Trainer]
10.12.2017 - 12:06 Uhr
13.02.2018 - 19:43 Uhr
Zitat von Tarkleigh
Meine erste Reaktion war auch, dass seine Prognose sehr negativ ist, aber noch mehr hat mich die Heftigkeit der Kritik überrascht. TE äußert sich sonst schon fast übervorsichtig und kann sogar an einem wenig erfolgreichen Trainer wie Korkut positive Dinge finden. Dass er sich so auf Stöger einschießt, ist sehr ungewöhnlich und hoffentlich kein schlechtes Omen.
Der Tempoverlust ist sicher da, das stimmt, aber die zu defensive Ausrichtung ist schon erkennbar und Escher ist auch niemand, dem man sonst "Populismus" vorwerfen kann (noch arbeitet er nicht bei Sky). Das hat schon mehr Substanz, als wenn ein Loddar oder Didi Hamann mal wieder auf dem Sofa lästern.
Zitat von DerMoe
Is aber auch ne Menge Popolismus dabei. "Nur gegen Abstiegskandidaten gespielt". Na klar, Hoffenheim, Hertha, Freiburg und Co werden sich bedanken.
"Haben so viel Tempo und spielen es nicht aus". Vielleicht lebt er da ein wenig in der Vergangenheit als man mit Auba und Dembouz vorne gespielt hat. Der einzige der momentan ein überlegenes Tempo hat ist Pulisic. Ansonsten spielen wir vorne mit Kagawa, Schürrle, Batshuayi, Götze. Die rennen auch nicht gerade jeden kaputt.
Ich bin mal gespannt, das Schöne am Fußball ist ja, dass man nicht lange auf Ergebnisse warten muss.
Das Programm lautet nun: Bergamo, Gladbach, Bergamo, Augsburg, Leipzig.
Wenn man Escher glauben schenkt dürfte das ja eine desaströse Serie werden. In 2,5 Wochen wissen wir mehr und dann kann man ein Urteil fällen ohne über die Qualität der Gegner diskutieren zu müssen.
Zitat von Tarkleigh
Ist der HSV denn wirklich ein Angstgegner für uns? Ich meine, mal gelesen zu haben, dass das eher ein Mythos ist und fast jedes Spiel gegen sie gewonnen wurde. Ich hab jetzt leider gerade die Statistik nicht da, aber letzte Saison wurden meines Wissens nach beide Spiele klar gewonnen.
Was die Hertha angeht, so war sie letzte Saison einfach ganz anders drauf. Tabellarisch besser, spielerisch besser und unglaublich heimstark, was diese Saison gar kein Faktor mehr ist. Der Vergleich ist damit schwierig.
Zurück zu Stöger: Tobias Escher (bekannt als Taktik-Experte bei Spielverlagerung) hat sich in der aktuellen Folge Bohndesliga sehr deutlich zu Stöger geäußert und ihn für seine Verhältnisse ungewöhnlich heftig kritisiert. Akis Aussage zu einer möglichen Verlängerung mit Stöger ist für ihn sogar "Realsatire". Das fand ich schon heftig für jemanden, der letzte Woche sogar Tayfun Korkut in Schutz genommen hat
Ist der HSV denn wirklich ein Angstgegner für uns? Ich meine, mal gelesen zu haben, dass das eher ein Mythos ist und fast jedes Spiel gegen sie gewonnen wurde. Ich hab jetzt leider gerade die Statistik nicht da, aber letzte Saison wurden meines Wissens nach beide Spiele klar gewonnen.
Was die Hertha angeht, so war sie letzte Saison einfach ganz anders drauf. Tabellarisch besser, spielerisch besser und unglaublich heimstark, was diese Saison gar kein Faktor mehr ist. Der Vergleich ist damit schwierig.
Zurück zu Stöger: Tobias Escher (bekannt als Taktik-Experte bei Spielverlagerung) hat sich in der aktuellen Folge Bohndesliga sehr deutlich zu Stöger geäußert und ihn für seine Verhältnisse ungewöhnlich heftig kritisiert. Akis Aussage zu einer möglichen Verlängerung mit Stöger ist für ihn sogar "Realsatire". Das fand ich schon heftig für jemanden, der letzte Woche sogar Tayfun Korkut in Schutz genommen hat

Is aber auch ne Menge Popolismus dabei. "Nur gegen Abstiegskandidaten gespielt". Na klar, Hoffenheim, Hertha, Freiburg und Co werden sich bedanken.
"Haben so viel Tempo und spielen es nicht aus". Vielleicht lebt er da ein wenig in der Vergangenheit als man mit Auba und Dembouz vorne gespielt hat. Der einzige der momentan ein überlegenes Tempo hat ist Pulisic. Ansonsten spielen wir vorne mit Kagawa, Schürrle, Batshuayi, Götze. Die rennen auch nicht gerade jeden kaputt.
Ich bin mal gespannt, das Schöne am Fußball ist ja, dass man nicht lange auf Ergebnisse warten muss.
Das Programm lautet nun: Bergamo, Gladbach, Bergamo, Augsburg, Leipzig.
Wenn man Escher glauben schenkt dürfte das ja eine desaströse Serie werden. In 2,5 Wochen wissen wir mehr und dann kann man ein Urteil fällen ohne über die Qualität der Gegner diskutieren zu müssen.
Meine erste Reaktion war auch, dass seine Prognose sehr negativ ist, aber noch mehr hat mich die Heftigkeit der Kritik überrascht. TE äußert sich sonst schon fast übervorsichtig und kann sogar an einem wenig erfolgreichen Trainer wie Korkut positive Dinge finden. Dass er sich so auf Stöger einschießt, ist sehr ungewöhnlich und hoffentlich kein schlechtes Omen.
Der Tempoverlust ist sicher da, das stimmt, aber die zu defensive Ausrichtung ist schon erkennbar und Escher ist auch niemand, dem man sonst "Populismus" vorwerfen kann (noch arbeitet er nicht bei Sky). Das hat schon mehr Substanz, als wenn ein Loddar oder Didi Hamann mal wieder auf dem Sofa lästern.
Wichtigster Unterschied ist meiner Meinung nach bei TE eben aber auch, dass er eben kein Weltklassespieler ist sondern Analyst. Sicherlich gibt es auch sehr intelligente Menschen im Profifußball, aber nur weil du ein Weltklasse Spieler bist, bist du eben nicht automatisch ein guter Analyst. Finde TEs Meinungen schon sehr gut, wobei man eben auch immer im Blick haben muss, dass er versuchen muss alle Bundesligisten auf dem Schirm zu haben, Da ist es fast schon logisch, dass er da auch mal noch etwas in der Vergangenheit lebt. Nils hat ja auch im Folgenden Akis Aussagen relativiert. Wenn er den Trainer jetzt schon anzählt hilt es uns gar nichts. Zumal ich Aki eher so sehe, dass er schaut wer verfügbar ist und sollte eben niemand verfügbar sein macht man mit PS weiter, bis dann eben 2019 ein Nagelsmann übernimmt. Sehe Stöger btw wie auch TE nicht als schlechten (auch nicht nur als soliden) Trainer an, sondern eben leider für PS als Trainer der aus schwachen Mannschaften das Optimum rausgekitzelt bekommt, vergleichbar mit Streich in Freiburg. Er passt halt nicht so gut zu einer Mannschaft mit höheren Ambitionen als mal alle paar Jahre in der EL vertreten zu sein.
13.02.2018 - 21:13 Uhr
Quelle: twitter.com
BVB-Trainerzukunft:
"Wie Stöger Nagelsmann ausstach."
https://pbs.twimg.com/media/DV8Nmb2WkAE1IK_.jpg "Wie Stöger Nagelsmann ausstach."
so sieht das Cover der morgigen SportBILD aus. Mal sehen wie viel "Wahrheit" wirklich drin ist...
13.02.2018 - 23:36 Uhr
Trainerbewertung ist noch einmal deutlich schwieriger als Spielerbewertung, die schon schwierig genug ist.
Hauptgrund:
Wir sehen von der Arbeit eines Trainers fast nichts - im Gegensatz zur Arbeit der Spieler, die wir immerhin in den entscheidenden Momenten, nämlich in den 90 Minuten des Spiels unmittelbar bei ihrer Arbeit beobachten können - genau genommen auch nur medial vermittelt, aber lassen wir das.
Die beiden einzigen Arbeitsbereiche eines Trainers, die wir relativ direkt wahrnehmen können, sind die Öffentlichkeitsarbeit und das Trainerverhalten an der Seitenlinie während eines Spiels, wobei die Fußballübertragungen einen aktiv-coachenden Trainer deutlich häufiger ins Bild nehmen als einen ruhigen.
Wir können einschätzen, wie und mit welchen Inhalten ein Trainer sich selbst, einzelne Spieler, den gesamten Kader und den gesamten Verein in Interviews, Pressekonferenzen u.Ä. darstellt. Wir neigen dazu, sein öffentliches Auftreten als Verhalten zu interpretieren, dass er exakt so oder zumindest sehr ähnlich im Training und in Gesprächen mit Spielern ebenfalls hat. Schon eine kurze kühl-distanzierte Reflexion dieser Annahme reicht, um uns vor Augen zu führen, dass die Annahme alles sein kann, nämlich von fundamental richtig bis fundamental falsch, weil wir wissen (oder zumindest wissen können, wenn wir wollen), dass Menschen je nach Situation sehr unterschiedliche Gesichter, Haltungen oder Rollen zeigen/spielen können. Die einfache Übertragung der öffentlichkeitswirksamen (Selbst-)Darstellung eines Trainers auf die täglichen internen Verhaltensweisen eines Trainers in seiner Arbeit ist letztlich eine untaugliche Spekulation ohne jeden Beweischarakter.
Noch untauglicher sind die Schlüsse , die wir aus dem Trainerverhalten an der Seitenlinie ziehen, weil wir hier einem Reiz-Reaktionskurzschluss aufsitzen. Forderndes, aktives Coaching bis hin zur Hysterie wirkt auf uns effizienter als ruhiges Begleiten mit wenigen Aktivaktionen. Der Kurzschluss liegt darin, dass wir überhaupt nicht wissen, welche der z.B. ins Feld hineingebellten Anweisungen überhaupt eine Wirkung haben. Es gibt Einschätzungen von Spielern, dass solche Anweisungen überhaupt nur in den seltensten Fällen eine Spielveränderung hervorrufen, zumal bei Spielen in gefüllten Stadien die meisten Anweisungen akustisch ohnehin nicht bei den Spielen ankommen. Etwa 95% müssen vorher festgelegt sein.
Die Pausenansprache des Trainers hat nun aber eindeutig Wirkung, nur leider hören und sehen wir diese grundsätzlich nie.
Gemeinhin nehmen wir deshalb an, wenn wir das Fußballspiel einer Mannschaft sehen, die Art und Weise sowie der Erfolg oder Misserfolg des Fußballspiels seien Ergebnis der Arbeit des Trainers. Daran ist unabweisbar richtig, dass das Fußballspiel einer Mannschaft auch mit Training und Trainer zu tun hat, nur können wir nicht wissen, wie groß der Anteil des Trainers je nach Verein, je nach Saisonphase, je nach einzelnem Spiel, je nach Kaderkonstellation usw. tatsächlich ist. Wir blenden gerne andere Faktoren aus, wissen jedoch eigentlich, wie falsch das ist. Aber dadurch, dass diese anderen Faktoren noch komplizierter und komplexer erscheinen, schieben wir sie gerne zur Seite und betrachten den Auftritt einer Mannschaft gerne als alleiniges Resultat der Trainerarbeit (die wir nicht sehen).
Was bleibt uns also zur Trainerbewertung? Die nackten Ergebnisse und damit die Menge der geholten Punkte, die der von ihm trainierte Verein aufzuweisen hat. Nur reicht uns das, was uns bleibt? Nein, selbstverständlich nicht, denn wir wollen zwar gute Ergebnisse "unseres" Vereins, haben aber eben auch so unsere Ansprüche an Kreativität, Dynamik und Ästhetik des Fußballspiels und wenn der Trainer nicht hinbekommt, beides gleichzeitig zu erzielen, nämlich viele Punkte und berauschenden Fußball, dann sind wir eben auch irgendwie unzufrieden.
Stöger schneidet angesichts dieser Bewertungsproblematik ambivalent ab.
In der medialen Außendarstellung wirkt er gelassen, ruhig, knorrig und mit reichlich Humor gesegnet, der von sehr unterschwelligem (subtilem) Humor bis zum knalligen Schenkelklopfer reicht. Wenn man sich vorstellt - richtig oder falsch? -, dass er mit den Spielern auch so umgeht, hat man ein gutes Gefühl. Hier punktet er.
In der Performance an der Außenlinie gilt er schon jetzt vielen Beobachtern als nicht so gut zum BVB passend, weil er zu wenig emotional sei. Hier gibt es für Stöger Punktabzüge, auch wenn das - vor allem bei Auswechselungen - durch sein herzliches Abklatschen oder auch Umarmen der ausgewechselten Spieler ein wenig wettgemacht wird.
Die Spielweise des BVB kostet Stöger (noch?) eine erhebliche Menge an Sympathiepunkten, weil die meisten BVB-Anhänger die aktuelle Spielweise unattraktiv finden, da sie defensive Sicherung schon gerne hätten, nur darf sie in ihren Augen nicht so offensichtlich zelebriert werden wie unter Stöger.
Bei der Punktausbeute robbt Stöger sich schrittweise an einen Punkteschnitt heran, der ihm Respekt und teils auch Sympathie einbringt. Sollte das so weitergehen, werden viele BVB-Anhänger auch Schönheiten im BVB-Spiel finden, weil sie diese finden wollen.
Irgendwie ein guter Typ, der allerdings nur teilweise zum BVB passt und eine unattraktive Spielweise bevorzugt, die allerdings anerkennenswerte Ergebnisse erzeugt. Das ist in Kurzform der Stand der Bewertung des Peter Stöger durch BVB-Anhänger, die viel weniger über diesen Trainer wissen, als sie selbst glauben zu wissen.
Auf dieser Grundlage lässt sich trefflich diskutieren, eben weil so viel spekulativ und ungewiss ist.
Und es macht Spaß.
Hauptgrund:
Wir sehen von der Arbeit eines Trainers fast nichts - im Gegensatz zur Arbeit der Spieler, die wir immerhin in den entscheidenden Momenten, nämlich in den 90 Minuten des Spiels unmittelbar bei ihrer Arbeit beobachten können - genau genommen auch nur medial vermittelt, aber lassen wir das.
Die beiden einzigen Arbeitsbereiche eines Trainers, die wir relativ direkt wahrnehmen können, sind die Öffentlichkeitsarbeit und das Trainerverhalten an der Seitenlinie während eines Spiels, wobei die Fußballübertragungen einen aktiv-coachenden Trainer deutlich häufiger ins Bild nehmen als einen ruhigen.
Wir können einschätzen, wie und mit welchen Inhalten ein Trainer sich selbst, einzelne Spieler, den gesamten Kader und den gesamten Verein in Interviews, Pressekonferenzen u.Ä. darstellt. Wir neigen dazu, sein öffentliches Auftreten als Verhalten zu interpretieren, dass er exakt so oder zumindest sehr ähnlich im Training und in Gesprächen mit Spielern ebenfalls hat. Schon eine kurze kühl-distanzierte Reflexion dieser Annahme reicht, um uns vor Augen zu führen, dass die Annahme alles sein kann, nämlich von fundamental richtig bis fundamental falsch, weil wir wissen (oder zumindest wissen können, wenn wir wollen), dass Menschen je nach Situation sehr unterschiedliche Gesichter, Haltungen oder Rollen zeigen/spielen können. Die einfache Übertragung der öffentlichkeitswirksamen (Selbst-)Darstellung eines Trainers auf die täglichen internen Verhaltensweisen eines Trainers in seiner Arbeit ist letztlich eine untaugliche Spekulation ohne jeden Beweischarakter.
Noch untauglicher sind die Schlüsse , die wir aus dem Trainerverhalten an der Seitenlinie ziehen, weil wir hier einem Reiz-Reaktionskurzschluss aufsitzen. Forderndes, aktives Coaching bis hin zur Hysterie wirkt auf uns effizienter als ruhiges Begleiten mit wenigen Aktivaktionen. Der Kurzschluss liegt darin, dass wir überhaupt nicht wissen, welche der z.B. ins Feld hineingebellten Anweisungen überhaupt eine Wirkung haben. Es gibt Einschätzungen von Spielern, dass solche Anweisungen überhaupt nur in den seltensten Fällen eine Spielveränderung hervorrufen, zumal bei Spielen in gefüllten Stadien die meisten Anweisungen akustisch ohnehin nicht bei den Spielen ankommen. Etwa 95% müssen vorher festgelegt sein.
Die Pausenansprache des Trainers hat nun aber eindeutig Wirkung, nur leider hören und sehen wir diese grundsätzlich nie.
Gemeinhin nehmen wir deshalb an, wenn wir das Fußballspiel einer Mannschaft sehen, die Art und Weise sowie der Erfolg oder Misserfolg des Fußballspiels seien Ergebnis der Arbeit des Trainers. Daran ist unabweisbar richtig, dass das Fußballspiel einer Mannschaft auch mit Training und Trainer zu tun hat, nur können wir nicht wissen, wie groß der Anteil des Trainers je nach Verein, je nach Saisonphase, je nach einzelnem Spiel, je nach Kaderkonstellation usw. tatsächlich ist. Wir blenden gerne andere Faktoren aus, wissen jedoch eigentlich, wie falsch das ist. Aber dadurch, dass diese anderen Faktoren noch komplizierter und komplexer erscheinen, schieben wir sie gerne zur Seite und betrachten den Auftritt einer Mannschaft gerne als alleiniges Resultat der Trainerarbeit (die wir nicht sehen).
Was bleibt uns also zur Trainerbewertung? Die nackten Ergebnisse und damit die Menge der geholten Punkte, die der von ihm trainierte Verein aufzuweisen hat. Nur reicht uns das, was uns bleibt? Nein, selbstverständlich nicht, denn wir wollen zwar gute Ergebnisse "unseres" Vereins, haben aber eben auch so unsere Ansprüche an Kreativität, Dynamik und Ästhetik des Fußballspiels und wenn der Trainer nicht hinbekommt, beides gleichzeitig zu erzielen, nämlich viele Punkte und berauschenden Fußball, dann sind wir eben auch irgendwie unzufrieden.
Stöger schneidet angesichts dieser Bewertungsproblematik ambivalent ab.
In der medialen Außendarstellung wirkt er gelassen, ruhig, knorrig und mit reichlich Humor gesegnet, der von sehr unterschwelligem (subtilem) Humor bis zum knalligen Schenkelklopfer reicht. Wenn man sich vorstellt - richtig oder falsch? -, dass er mit den Spielern auch so umgeht, hat man ein gutes Gefühl. Hier punktet er.
In der Performance an der Außenlinie gilt er schon jetzt vielen Beobachtern als nicht so gut zum BVB passend, weil er zu wenig emotional sei. Hier gibt es für Stöger Punktabzüge, auch wenn das - vor allem bei Auswechselungen - durch sein herzliches Abklatschen oder auch Umarmen der ausgewechselten Spieler ein wenig wettgemacht wird.
Die Spielweise des BVB kostet Stöger (noch?) eine erhebliche Menge an Sympathiepunkten, weil die meisten BVB-Anhänger die aktuelle Spielweise unattraktiv finden, da sie defensive Sicherung schon gerne hätten, nur darf sie in ihren Augen nicht so offensichtlich zelebriert werden wie unter Stöger.
Bei der Punktausbeute robbt Stöger sich schrittweise an einen Punkteschnitt heran, der ihm Respekt und teils auch Sympathie einbringt. Sollte das so weitergehen, werden viele BVB-Anhänger auch Schönheiten im BVB-Spiel finden, weil sie diese finden wollen.
Irgendwie ein guter Typ, der allerdings nur teilweise zum BVB passt und eine unattraktive Spielweise bevorzugt, die allerdings anerkennenswerte Ergebnisse erzeugt. Das ist in Kurzform der Stand der Bewertung des Peter Stöger durch BVB-Anhänger, die viel weniger über diesen Trainer wissen, als sie selbst glauben zu wissen.
Auf dieser Grundlage lässt sich trefflich diskutieren, eben weil so viel spekulativ und ungewiss ist.
Und es macht Spaß.
14.02.2018 - 07:46 Uhr
Die letzten beiden Sätze sind die wichtigsten
Ich finde wir sollten Stöger erst Anfang April wirklich bewerten können, dann waren die schweren Spiele (RBL, Bayern, Gladbach,...) und dann lässt sich auch der Punkteschnitt und die Spielweise realistischer betrachten als jetzt gegen die gefühlt letzten 4 der Tabelle + die TSG
Ich mag ihn als Typ, seine Art (offen, ehrlich/direkt, humorvoll, unaufgeregt) und die Tatsachen dass er
a) so kurzfristig eingesprungen ist und
b) er schon meistens langfristig bei seinen Vereinen arbeitet bzw. Beziehungen zu den Vereinen hat/aufbaut
Was er drauf hat kann er in den kommenden Wochen zeigen - jetzt beginnt die heiße Phase!
Ich finde wir sollten Stöger erst Anfang April wirklich bewerten können, dann waren die schweren Spiele (RBL, Bayern, Gladbach,...) und dann lässt sich auch der Punkteschnitt und die Spielweise realistischer betrachten als jetzt gegen die gefühlt letzten 4 der Tabelle + die TSG
Ich mag ihn als Typ, seine Art (offen, ehrlich/direkt, humorvoll, unaufgeregt) und die Tatsachen dass er
a) so kurzfristig eingesprungen ist und
b) er schon meistens langfristig bei seinen Vereinen arbeitet bzw. Beziehungen zu den Vereinen hat/aufbaut
Was er drauf hat kann er in den kommenden Wochen zeigen - jetzt beginnt die heiße Phase!
14.02.2018 - 08:14 Uhr
Zitat von tirobvb
Die letzten beiden Sätze sind die wichtigsten
Ich finde wir sollten Stöger erst Anfang April wirklich bewerten können, dann waren die schweren Spiele (RBL, Bayern, Gladbach,...) und dann lässt sich auch der Punkteschnitt und die Spielweise realistischer betrachten als jetzt gegen die gefühlt letzten 4 der Tabelle + die TSG
Ich mag ihn als Typ, seine Art (offen, ehrlich/direkt, humorvoll, unaufgeregt) und die Tatsachen dass er
a) so kurzfristig eingesprungen ist und
b) er schon meistens langfristig bei seinen Vereinen arbeitet bzw. Beziehungen zu den Vereinen hat/aufbaut
Was er drauf hat kann er in den kommenden Wochen zeigen - jetzt beginnt die heiße Phase!
Die letzten beiden Sätze sind die wichtigsten
Ich finde wir sollten Stöger erst Anfang April wirklich bewerten können, dann waren die schweren Spiele (RBL, Bayern, Gladbach,...) und dann lässt sich auch der Punkteschnitt und die Spielweise realistischer betrachten als jetzt gegen die gefühlt letzten 4 der Tabelle + die TSG
Ich mag ihn als Typ, seine Art (offen, ehrlich/direkt, humorvoll, unaufgeregt) und die Tatsachen dass er
a) so kurzfristig eingesprungen ist und
b) er schon meistens langfristig bei seinen Vereinen arbeitet bzw. Beziehungen zu den Vereinen hat/aufbaut
Was er drauf hat kann er in den kommenden Wochen zeigen - jetzt beginnt die heiße Phase!
Ja, das stimmt. Die heiße Phase beginnt jetzt erst. Dennoch sollte man die bisherigen Spiele und die Punkteausbeute unter Stöger nun auch nicht klein reden. Auch wenn da mit Hoffenheim nur ein Verein aus der oberen Tabellenhälfte dabei war, sollte man festhalten, dass gerade die Spiele gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte mit am schwierigsten sind, da die Mannschaften meist am destruktivsten spielen und Siege daher nicht unbedingt garantiert sind. Man sieht doch auch an anderen Mannschaften, die mit uns um die CL-Plätze kämpfen, welche Probleme sie gegen diese Teams haben. Da verliert Leverkusen vergangenes Wochenende zu Hause gegen Hertha oder die Blauen das Wochenende davor zu Hause gegen Bremen. Das zeigt doch einfach, wie eklig diese Teams zu bespielen sind und daher sollte man m.M.n. auch nicht die bisherige Leistung von Stöger bei uns als schlecht bzw. nicht gut genug einstufen.
Sicherlich spielen wir unter ihm aktuell nicht den attraktivsten Fußball, aber das ist mir persönlich in der jetzigen Situation sowas von egal. Die Ergebnisse stimmen und gerade nach der Hinrunde unter Bosz, als wir mit unseren offensiven Hurrafußball ordentlich auf den Deckel bekommen haben und die Mannschaft merklich verunsichert war, kann man nicht erwarten, dass wir plötzlich mit breiter Brust jeden Gegner an die Wand spielen. Stöger hat eben zuerst versucht die Defensive zu stärken um den Spielern wieder mehr Sicherheit in ihrem Spiel zu geben. Da hat zwar die Offensive momentan ein bisschen drunter gelitten, aber die bisherigen Ergebnisse geben Stöger doch recht. Man merkt bei vielen Spielern, das ihre Form wieder ansteigt und das Selbstvertrauen zurückkommt. Ich finde auch, dass die Mentalität mittlerweile wieder um einiges besser ist.
Wenn man sich nur mal anguckt, wie wir in Berlin nach einem Rückstand noch einen Punkt geholt und mit ein bisschen mehr Schiri-Glück den Elfer in der 90. bekommen hätten und somit wohl 3 Punkte geholt hätten, oder eben gegen Freiburg in letzter Minute noch den Ausgleich geschafft haben, dann zeigt es doch, dass die Mentalität der Spieler aktuell sehr gut ist. Auch in Köln haben wir, nachdem wir zweimal den Ausgleich bekommen haben trotzdem noch den Sieg geholt.
Alleine das zeigt mir, dass wir uns aktuell auf einen guten Weg befinden. Und ich denke sogar, dass uns die Mannschaften die jetzt kommen, wie RB Leipzig, Bayern, Leverkusen, etc. evtl. sogar besser liegen, weil diese Mannschaften auch mitspielen wollen. Es wird einfacher sein, auch mal flüssige Kombinationen nach vorne zu spielen, weil die Mannschaften nicht mit 10 Mann im eigenen 16er stehen und nur zerstören wollen.
Man muss sich doch als Beispiel nur mal unser Pokalspiel in München angucken. Ja, da waren die ersten 30 Minuten erschreckend schwach und wir konnten froh sein, dass wir da nicht schon 0:3 zurücklagen. Aber das lag eben auch an der viel zu passiv eingestellten Mannschaft an diesem Abend. Nach dem Wechsel Dahoud für Bartra lief es doch wesentlich besser für uns und wir waren danach zumindest ebenbürtig und hätten es um ein Haar noch in die Verlängerung geschafft.
Das zeigt doch, dass wir gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte und sogar gegen die Bayern nicht chancenlos sind.
Man sollte Stöger jetzt erstmal in Ruhe seine Arbeit machen lassen und gucken was am Ende der Saison bei herauskommt. Erst dann kann man seine Arbeit richtig bewerten und ein Fazit ziehen. Aktuell sieht es sehr gut aus und nur weil die Punkte bisher gegen Teams wie Köln, Hamburg und Freiburg geholt wurden und nicht gegen Leverkusen, Bayern und RBL, heißt es nicht, dass wir unter Stöger zu schlecht wären um oben mitzuspielen.
14.02.2018 - 09:35 Uhr
Ich hoffe die mögliche watzkische Eile rührt vom Umstand her, dass man im Sommer nochmal einen echten Umbruch herbeiführen möchte und gleichzeitig dem Trainer, der zumindest nicht schlecht arbeitet, den Rücken für die Rückrunde stärkt
14.02.2018 - 09:44 Uhr
Zitat von jrueholiday
Ich hoffe die mögliche watzkische Eile rührt vom Umstand her, dass man im Sommer nochmal einen echten Umbruch herbeiführen möchte und gleichzeitig dem Trainer, der zumindest nicht schlecht arbeitet, den Rücken für die Rückrunde stärkt
Ich hoffe die mögliche watzkische Eile rührt vom Umstand her, dass man im Sommer nochmal einen echten Umbruch herbeiführen möchte und gleichzeitig dem Trainer, der zumindest nicht schlecht arbeitet, den Rücken für die Rückrunde stärkt
Ehrlich gesagt ist das auch ein Grund, den ich nicht so ganz verstehe. Warum drückt Watzke so aufs Tempo? Einzig die bevorstehenden Kaderänderungen können ein Grund sein. Ob vermutlich im Hintergrund steht, dass Nagelsmann tatsächlich nicht vor 2019 aus seinem Vertrag raus kann, vermag ich nicht zu beurteilen.
Natürlich hat uns Stöger stabilisiert und wieder erfolgreicher werden lassen. Und ich freue mich auch über die Erkenntnis, dass man den Kader neu ausrichten muss und nicht die mehrheitliche Verantwortung beim Trainer sieht. Allerdings würde ich einen langfristigen Vertrag, wie es die SportBild schreibt, doch mit Skepsis beäugen.
Denn über die Stabilisierung und die anscheinend funktionierende menschliche Komponente fehlen mir die klaren spielerischen Lösungen. Erfreulich ist die vor allem die Stabilisierung der Leistungen in der Innenverteidigung. Hier erfreut sich Toprak an alte Leistungen anzuknüpfen und es ist tatsächlich eher ein Luxusproblem, ob man daneben Akanji oder Sokratis starten lässt. Auch die momentane Besetzung der Außenverteidiger mit Toljan auf der linken und Pische auf der rechten Seit wirkt um einiges gefestigter als zu Ende der Hinrunde.
Aber nach vorne ist das doch noch sehr viel Stückwerk - mag sein, dass ihm noch nicht die Zeit dazu eingeräumt worden ist, denn nach dem von 0-auf-100-Start zu Ende der Hinrunde und den zwei Wochen Vorbereitung kann man kaum Wunderdinge erwarten. Und diese Zeit im Sinne einer mehrwöchigen Vorbereitung räume ich ihm gerne ein. Aber bitte mit einem erstmaligen Vertrag bis 2019 - auch um dann wieder voll handlungsfähig zu sein.
14.02.2018 - 10:00 Uhr
Ich hoffe man hält den Monat mal noch die Füße still, was eine Verlängerung angeht. Bosz hatte in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar einen Punkt mehr geholt, bis der Absturz kam, weil die Gegner härter wurden und innerhalb der Mannschaft gegen die extreme Spielweise rebelliert wurde. Die extreme Spielweise hat auch Stöger zu bieten, nur dass dabei eben die andere Seite des Spielfeldes mehr Beachtung bekommt, obwohl diese nicht für den BVB steht. Vom offensiven Vollgasclub sind wir aktuell jedenfalls so weit weg, wie schon lange nicht mehr, geschweige denn von einer Mannschaft, die Ballbesitz beherrscht, um zumindest damit in der Offensive zu glänzen. Eine dahingehende Entwicklung erwarte ich ehrlich gesagt nicht, da Stöger nicht erst seit gestern da ist, durchaus wieder die ein oder andere Option zur Verbesserung der taktischen Herangehensweise hat und vor allem der aktuelle Fussball typisch Stöger ist - das was man in Köln gesehen hat, auf die Qualität des BVB hochskaliert. Daher ist mir das Gebilde mit Stöger weiterhin zu wackelig und nur interimsmäßig aufgestellt, als dass eine Verlängerung zu diesem Zeitpunkt schon gerechtfertigt wäre, zumal man medial damit keine Ruhe reinbringt. Dafür baut sich jetzt schon zu viel mediale Kritik und Unzufriedenheit durch die passive Spielweise auf - die ich komplett teile -, sodass man sich so oder so Kritik - ob Verlängerung oder nicht - einfangen wird und nichts richtig machen kann, aber mit einer Verlängerung wohl sogar noch mehr falsch, sollte sie zeitnah zum Rohrkrepierer geraten und damit eine wiederholte Fehleinschätzung in sportlichen Personalien offenlegen. Dann hätte man wohl nicht mehr nur eine Identitätskrise, sondern auch eine Führungskrise ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 14.02.2018 um 10:25 Uhr bearbeitet
14.02.2018 - 10:09 Uhr
Zitat von BVBBC
Ich hoffe man hält den Monat mal noch die Füße still, was eine Verlängerung angeht. Bosz hatte in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar einen Punkt mehr geholt ...
Ich hoffe man hält den Monat mal noch die Füße still, was eine Verlängerung angeht. Bosz hatte in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar einen Punkt mehr geholt ...
Bosz hat in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar 4 Punkte mehr geholt (19 vs. 15).
14.02.2018 - 10:20 Uhr
Zitat von CKraegel
Bosz hat in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar 4 Punkte mehr geholt (19 vs. 15).
Zitat von BVBBC
Ich hoffe man hält den Monat mal noch die Füße still, was eine Verlängerung angeht. Bosz hatte in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar einen Punkt mehr geholt ...
Ich hoffe man hält den Monat mal noch die Füße still, was eine Verlängerung angeht. Bosz hatte in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar einen Punkt mehr geholt ...
Bosz hat in seinen ersten 7 Bundesligaspielen sogar 4 Punkte mehr geholt (19 vs. 15).
Danke für den Hinweis. In jedem Fall denke ich, dass man mindestens diesen Monat daher noch abwarten sollte oder besser sogar noch eher erst gegen Frankfurt spielen sollte, bis man hier eine Entscheidung trifft. Die Entscheidung darf dann in meinen Augen auch nicht davon geleitet sein, ob man Nagelsmann 2018, 2019 oder nie bekommen kann, sondern muss einzig und allein auf Stöger Bezug nehmen.
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