| Geburtsdatum | 21.11.1963 |
|---|---|
| Alter | 62 |
| Nat. |
Niederlande |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | PSV Eindhoven |
Peter Bosz [Trainer]
06.06.2017 - 13:06 Uhr
27.11.2017 - 11:09 Uhr
Zitat von bennybvb09
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
27.11.2017 - 11:11 Uhr
Zitat von mba123
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Tedesco hat nach dem Spiel doch zugegeben, dass er von der Dreierkette ein wenig überrumpelt wurde und so sah das dann auch bei unseren Nachbarn aus in den ersten 30 Minuten.
Da konnte unser Mittelfeld schalten und walten wie man wollte ganz einfach auch dadurch, dass man dort immer ein Übergewicht hatte und man somit die 3 Stürmer des Gegners komplett aus dem Spiel genommen hat.
Die Reaktion von Tedesco war es dann einen Stürmer rauszunehmen und das System umzustellen und danach ist dann für uns alles auseinandergefallen und die einzige Reaktion darauf unseres Trainers war es das Ding mit möglichst vielen Innenverteidigern über die Zeit zu bringen.
Solche Passwerte von Weigl lassen sich dann auch ziemlich einfach erklären, wir spielen mit einem Mann weniger ab Minute 65 und von da an existiert für uns keinerlei Entlastung mehr weil man sich darauf verbohrt das Ding irgendwie mit 4 (!!!!) Innenverteidigern über die Zeit zu bringen.
So gewinnt man heutzutage einfach kein Spiel mehr, sowas konnte man in den 90gern machen und für mich zeigt das auch einfach auf wie eingeschränkt Bosz im taktischen Bereich ist.
Zitat von EuRuF
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Zitat von -adi-
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Zitat von de_Lek
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Zitat von -adi-
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Zitat von danygiopassa87
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Tedesco hat nach dem Spiel doch zugegeben, dass er von der Dreierkette ein wenig überrumpelt wurde und so sah das dann auch bei unseren Nachbarn aus in den ersten 30 Minuten.
Da konnte unser Mittelfeld schalten und walten wie man wollte ganz einfach auch dadurch, dass man dort immer ein Übergewicht hatte und man somit die 3 Stürmer des Gegners komplett aus dem Spiel genommen hat.
Die Reaktion von Tedesco war es dann einen Stürmer rauszunehmen und das System umzustellen und danach ist dann für uns alles auseinandergefallen und die einzige Reaktion darauf unseres Trainers war es das Ding mit möglichst vielen Innenverteidigern über die Zeit zu bringen.
Solche Passwerte von Weigl lassen sich dann auch ziemlich einfach erklären, wir spielen mit einem Mann weniger ab Minute 65 und von da an existiert für uns keinerlei Entlastung mehr weil man sich darauf verbohrt das Ding irgendwie mit 4 (!!!!) Innenverteidigern über die Zeit zu bringen.
So gewinnt man heutzutage einfach kein Spiel mehr, sowas konnte man in den 90gern machen und für mich zeigt das auch einfach auf wie eingeschränkt Bosz im taktischen Bereich ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mr_Kittels am 27.11.2017 um 11:12 Uhr bearbeitet
27.11.2017 - 11:12 Uhr
Zitat von Master_ICKE
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Zitat von bennybvb09
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Naja, Fußballlogik, wenn du gewinnst machst du alles richtig, wenn du verlierst machst du alles falsch.
Bringen die Samstag das 4:0 nach Hause wäre das der erste Schritt zur Besserung gewesen, so isses nun auch wieder falsch.
Auf der einen Seite ist die Kritik da manchmal sehr plump, auf der anderen Seite ist Fußball nunmal Ergebnissport. Wer nicht liefert fehlt irgendwann.
27.11.2017 - 11:19 Uhr
Zitat von DerMoe
Naja, Fußballlogik, wenn du gewinnst machst du alles richtig, wenn du verlierst machst du alles falsch.
Bringen die Samstag das 4:0 nach Hause wäre das der erste Schritt zur Besserung gewesen, so isses nun auch wieder falsch.
Auf der einen Seite ist die Kritik da manchmal sehr plump, auf der anderen Seite ist Fußball nunmal Ergebnissport. Wer nicht liefert fehlt irgendwann.
Zitat von Master_ICKE
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Zitat von bennybvb09
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Naja, Fußballlogik, wenn du gewinnst machst du alles richtig, wenn du verlierst machst du alles falsch.
Bringen die Samstag das 4:0 nach Hause wäre das der erste Schritt zur Besserung gewesen, so isses nun auch wieder falsch.
Auf der einen Seite ist die Kritik da manchmal sehr plump, auf der anderen Seite ist Fußball nunmal Ergebnissport. Wer nicht liefert fehlt irgendwann.
Man kann Bosz nicht vorwerfen das die Systemumstellung nicht funktioniert hätte. Wir haben vier Tore innerhalb einer halben Stunde geschossen. Der Fehler von Bosz lag darin, nicht auf die Umstellungen von Tedesco reagiert zu haben. Bosz hätte viel früher von der Dreierkette abrücken müssen. Wobei meiner Meinung nach das System egal war. Wir hätten jedes System der Welt ausprobieren können, die Mannschaft hätte es trotzdem verdaddelt.
27.11.2017 - 11:28 Uhr
Zitat von mba123
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Zu der Dreierkette kannst Du dir diesen Artikel durchlesen: So funktioniert der BVBosz
Dort wird fast diese selbe Aufstellung wie gegen Schalke als B-System, welches auch in der Vorbereitung getestet wurde, genannt.
Ich sehe Bosz ja ebenfalls sehr kritisch. Aber mittlerweile wird alles Negative nur an ihm festgemacht und Positives anderen zugerechnet.
Ich frage mich, ob einige User auch als Fußballer ähnlich auftreten und bei eigenem Versagen immer dem Trainer die Schuld geben?
Zitat von EuRuF
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Zitat von -adi-
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Zitat von de_Lek
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Zitat von -adi-
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Zitat von danygiopassa87
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Zu der Dreierkette kannst Du dir diesen Artikel durchlesen: So funktioniert der BVBosz
Dort wird fast diese selbe Aufstellung wie gegen Schalke als B-System, welches auch in der Vorbereitung getestet wurde, genannt.
Ich sehe Bosz ja ebenfalls sehr kritisch. Aber mittlerweile wird alles Negative nur an ihm festgemacht und Positives anderen zugerechnet.
Ich frage mich, ob einige User auch als Fußballer ähnlich auftreten und bei eigenem Versagen immer dem Trainer die Schuld geben?
Ich sehe bei unseren vielen Problemen, ein oder zwei Hauptprobleme. Natürlich ist unsere Verteidigung nicht auf der Höhe, wir bekommen da zu einfache Gegentore, siehe Stuttgart und Schalke, jeweils das erste Gegentor. Die Schalker schlagen einen langen und hohen Ball Richtung Strafraum, der Ball ist gefühlte 20 Sekunden unterwegs und was passiert. Socke steht falsch zu Burgstaller und reagiert zu spät. Dieser kleine Vorsprung reicht Burgstaller aus um ja was eigentlich, den Ball per Kopf Richtung BVB Tor zu verlängern, aus ca. 16 m. Weidenfeller muss einfach in seinem Fünfer bleiben und kann diese Rücknahme locker fangen. Der Ball kann nur gefährlich werden wenn Weide unmotiviert zu weit vor seinem Kasten steht.
Viel schlimmer als diese blöden Fehler in der Abwehr, finde ich unser nicht vorhandenes Mittelfeld, besonders in der defensiven Ausrichtung, das ist ganz schlimm und hat uns gegen Schalke das Genick gebrochen,
Sahin und Götze im besonderen und Weigl haben läuferisch dermaßen stark abgebaut, das war ganz klar der ausschlaggebende Faktor. Sahin und Götze sind zum Teil stehen geblieben, das grenzte teilweise an Arbeitsverweigerung, so gewinnst du kein Spiel mehr. In den ersten 45 Minuten hat man noch sehr gut verschoben und die Räume dicht gemacht, davon war in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr zu sehen. Für mich können das nur Fitness Probleme sein, die waren nach 60 Minuten stehend k.o.
Man sollte dem Fitness Coach als ersten Stein umdrehen, da könnte ein schöner Mist zum Vorschein kommen.
27.11.2017 - 11:32 Uhr
Zitat von Master_ICKE
Man kann Bosz nicht vorwerfen das die Systemumstellung nicht funktioniert hätte. Wir haben vier Tore innerhalb einer halben Stunde geschossen. Der Fehler von Bosz lag darin, nicht auf die Umstellungen von Tedesco reagiert zu haben. Bosz hätte viel früher von der Dreierkette abrücken müssen. Wobei meiner Meinung nach das System egal war. Wir hätten jedes System der Welt ausprobieren können, die Mannschaft hätte es trotzdem verdaddelt.
Zitat von DerMoe
Naja, Fußballlogik, wenn du gewinnst machst du alles richtig, wenn du verlierst machst du alles falsch.
Bringen die Samstag das 4:0 nach Hause wäre das der erste Schritt zur Besserung gewesen, so isses nun auch wieder falsch.
Auf der einen Seite ist die Kritik da manchmal sehr plump, auf der anderen Seite ist Fußball nunmal Ergebnissport. Wer nicht liefert fehlt irgendwann.
Zitat von Master_ICKE
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Zitat von bennybvb09
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Es kann nicht sein, dass wir immer zur Halbzeit ausgecoacht werden, was mich aber nicht wundert, wenn man zum dritten mal in Folge die Mannschaft vom System her würfelt, aber nie es im vorher einstudiert.
Auf der einen Seite wird Bosz für sein festhalten am 4-3-3 System kritisiert und auf der anderen Seite kritisiert man ihn für seine systemtechnischen Umstellungen? Was will man denn nun kritisieren?
Manchmal habe ich das Gefühl das hier Kritik geübt wird um Kritik geübt zu haben.
Naja, Fußballlogik, wenn du gewinnst machst du alles richtig, wenn du verlierst machst du alles falsch.
Bringen die Samstag das 4:0 nach Hause wäre das der erste Schritt zur Besserung gewesen, so isses nun auch wieder falsch.
Auf der einen Seite ist die Kritik da manchmal sehr plump, auf der anderen Seite ist Fußball nunmal Ergebnissport. Wer nicht liefert fehlt irgendwann.
Man kann Bosz nicht vorwerfen das die Systemumstellung nicht funktioniert hätte. Wir haben vier Tore innerhalb einer halben Stunde geschossen. Der Fehler von Bosz lag darin, nicht auf die Umstellungen von Tedesco reagiert zu haben. Bosz hätte viel früher von der Dreierkette abrücken müssen. Wobei meiner Meinung nach das System egal war. Wir hätten jedes System der Welt ausprobieren können, die Mannschaft hätte es trotzdem verdaddelt.
Bosz hat darauf reagiert. Mit Bartra für Yarmolenko. Unmittelbar danach holte sich Auba die gelb-rote ab und vorne stand nur noch Pulisic. Nachdem dann Zagadou für Guerreiro kam und Götze runter musste, gab es dann 0,0 Entlastung und Schalke bekam eine Trainingseinheit. Das ist dann ( Auba ) auch Pech, aber auch schlechtes Ingame Coaching.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MR1708 am 27.11.2017 um 11:35 Uhr bearbeitet
27.11.2017 - 11:35 Uhr
Da man ihn jetzt nicht gefeuert hat, muss man eigentlich bis zum Winter mit ihm weitermachen. Jetzt hätte man die Zeit mit einer kompletten Trainingswoche gehabt einiges einzustudieren unter neuem Trainer, der bei einem möglichen Scheitern gegen Leverkusen danach nur noch in englische Wochen geht.
27.11.2017 - 11:38 Uhr
Zitat von Vero-amore
Ich sehe bei unseren vielen Problemen, ein oder zwei Hauptprobleme. Natürlich ist unsere Verteidigung nicht auf der Höhe, wir bekommen da zu einfache Gegentore, siehe Stuttgart und Schalke, jeweils das erste Gegentor. Die Schalker schlagen einen langen und hohen Ball Richtung Strafraum, der Ball ist gefühlte 20 Sekunden unterwegs und was passiert. Socke steht falsch zu Burgstaller und reagiert zu spät. Dieser kleine Vorsprung reicht Burgstaller aus um ja was eigentlich, den Ball per Kopf Richtung BVB Tor zu verlängern, aus ca. 16 m. Weidenfeller muss einfach in seinem Fünfer bleiben und kann diese Rücknahme locker fangen. Der Ball kann nur gefährlich werden wenn Weide unmotiviert zu weit vor seinem Kasten steht.
Viel schlimmer als diese blöden Fehler in der Abwehr, finde ich unser nicht vorhandenes Mittelfeld, besonders in der defensiven Ausrichtung, das ist ganz schlimm und hat uns gegen Schalke das Genick gebrochen,
Sahin und Götze im besonderen und Weigl haben läuferisch dermaßen stark abgebaut, das war ganz klar der ausschlaggebende Faktor. Sahin und Götze sind zum Teil stehen geblieben, das grenzte teilweise an Arbeitsverweigerung, so gewinnst du kein Spiel mehr. In den ersten 45 Minuten hat man noch sehr gut verschoben und die Räume dicht gemacht, davon war in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr zu sehen. Für mich können das nur Fitness Probleme sein, die waren nach 60 Minuten stehend k.o.
Man sollte dem Fitness Coach als ersten Stein umdrehen, da könnte ein schöner Mist zum Vorschein kommen.
Zitat von mba123
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Zu der Dreierkette kannst Du dir diesen Artikel durchlesen: So funktioniert der BVBosz
Dort wird fast diese selbe Aufstellung wie gegen Schalke als B-System, welches auch in der Vorbereitung getestet wurde, genannt.
Ich sehe Bosz ja ebenfalls sehr kritisch. Aber mittlerweile wird alles Negative nur an ihm festgemacht und Positives anderen zugerechnet.
Ich frage mich, ob einige User auch als Fußballer ähnlich auftreten und bei eigenem Versagen immer dem Trainer die Schuld geben?
Zitat von EuRuF
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Zitat von -adi-
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Zitat von de_Lek
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Zitat von -adi-
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Zitat von danygiopassa87
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Das Ganze erinnert mich schon ein wenig an die letzte Saison von Klopp
Da fing man die Saison auch nicht so schlecht an ( nicht so gut wie wir diese ) und der Trend nach unten war dann eine Niederlagenserie - unser Punkteabstand nach unten ist nicht besonders groß - man muss aufpassen
Man muss aber auch sagen, dass es unter Klopp zu Anfang nur eine Ergebniskriese war. Die Leistungen waren gut, die Gegner wurden meist dominiert nur hat man es verpasst die Tore zu machen und sich selbst dumme Dinger eingefangen. Daraus entstand dann ein Negativstrudel und die Mannschaft wurde immer verunsicherter.
Diese Saison haben die Ergebnisse eigentlich gestimmt, die Leistungen aber nicht immer.
Wobei man sagen muss, dass die Leistungen gerade zum Anfang der "Krise" durchaus noch ansprechend waren. Da war es ja auch mehr eine "Ergebniskrise" (mit darin natürlich enthaltenen Leistungsdefiziten). Aber wir haben doch sehr häufig davon gesprochen, ja, der BVB wäre die bessere Mannschaft gewesen. Und selbst aktuell ist es Leistungsmäßig - bzw. vom Leistungspotenzial her - teilweise noch sehr ansprechend. Nur haben wir halt mehr und mehr diese desaströsen zweiten Halbzeiten. Man denkt sich immer "Ja, der Knoten ist jetzt geplatzt" und in der zweiten HZ kommt dann die große Ernüchterung.
Hoffnung schöpfe ich daraus, dass es trotzdem immer noch so ist: Obwohl der BVB underperformt ist man immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie eine Mehrzahl der nationalen Konkurrenz. Was würde da erst passieren, wenn die Ergebnisse wieder stimmen oder man gar erst overperformen würde.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wir kommen mit Bosz aus der Krise. Gute Ansätze sind zu sehen - das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Ich habe gegen Schalke in der ersten Hälfte extrem gute spielerische Elemente im defensiven Passspiel gesehen. Das Schalker Pressing hat nicht gegriffen, weil es schlecht war, sondern weil der BVB sehr ballsicher war und nach drei Stationen der Ball im freien Raum war. Darauf gilt es aufzubauen.
Die Spiele sind meistens super attraktiv und ansprechend, gerade offensiv.
Jedoch muss man die ganze Saison schon sagen, dass man sehr anfällig ist. Auch als die Ergebnisse noch gestimmt haben. Das war unter Klopp nicht so extrem.
Dass es so ist liegt natürlich auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis ein neues System greift. Deshalb habe ich mir am Anfang wenig Sorgen gemacht.
Mitlerweile steht man auch sicherer, wenn die individuellen Aussetzer und Phasen, in denen die Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigt, nicht wären.
Das lässt auch mich hoffen, dass Bosz den Laden wieder in den Griff bekommt und ist wohl der Grund, warum er noch da ist.
Allzuviele Halbzeiten wie die 2. im Derby darf es jetzt aber nicht mehr geben. Sonst muss man es wohl wirklich mit einem neuen Reiz versuchen und sich auf der Trainerposition verändern.
Hier im Thread wurden die Ergebnisse der zweiten Halbzeiten der letzten beiden Monate bereits gepostet und die zeigen deutlich, dass das Derby zwar im extrem ungewöhnlich, im Trend jedoch vollkommen mit den gezeigten Leistungen übereinstimmt.
Gerade die Tatsache, dass die Gegner mit einer einzgen Umstellung die Idee von Bosz vollkommen zerstören können, zeigt dabei die mangelnde Fachkompetenz des Trainers. Deswegen schließe ich auch eine Trendwende unter Bosz aus, insofern man ihm kein Kindermädchen verpasst welches ab sofort für alle Entscheidungen vor und auch während des Spieles zuständig ist. Es scheint ja bereits so, als würde die Taktik vor dem Spiel gar nicht mehr nur von Bosz selbst entwickelt, wie die plötzliche 3er Kette im Derby zeigt. Die ist nämlich gar nicht im Bosz System vorgesehen, welches das 433 ja als Grundformation zwingend benötigt.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Kannst Du mir bitte erklären, wie die taktischen Anpassungen der Gegner so eine große Auswirkung auf die Spiele hatten?
Mittlerweile wird das anscheinend als Tatsache akzeptiert, da es wohl ausreichend oft wiederholt wurde. Für mich sind mentale Aspekte aber auch nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich beispielsweise sehe, dass Weigl, der in der ersten Halbzeit 90% Passquote hat, in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Bälle wegdrischt und unterirdische 47% der Pässe an den Mann bringt, dann hat das für mich nur zu einem kleinen Teil etwas mit Taktik zu tun (Daten squawka).
Zu der Dreierkette kannst Du dir diesen Artikel durchlesen: So funktioniert der BVBosz
Dort wird fast diese selbe Aufstellung wie gegen Schalke als B-System, welches auch in der Vorbereitung getestet wurde, genannt.
Ich sehe Bosz ja ebenfalls sehr kritisch. Aber mittlerweile wird alles Negative nur an ihm festgemacht und Positives anderen zugerechnet.
Ich frage mich, ob einige User auch als Fußballer ähnlich auftreten und bei eigenem Versagen immer dem Trainer die Schuld geben?
Ich sehe bei unseren vielen Problemen, ein oder zwei Hauptprobleme. Natürlich ist unsere Verteidigung nicht auf der Höhe, wir bekommen da zu einfache Gegentore, siehe Stuttgart und Schalke, jeweils das erste Gegentor. Die Schalker schlagen einen langen und hohen Ball Richtung Strafraum, der Ball ist gefühlte 20 Sekunden unterwegs und was passiert. Socke steht falsch zu Burgstaller und reagiert zu spät. Dieser kleine Vorsprung reicht Burgstaller aus um ja was eigentlich, den Ball per Kopf Richtung BVB Tor zu verlängern, aus ca. 16 m. Weidenfeller muss einfach in seinem Fünfer bleiben und kann diese Rücknahme locker fangen. Der Ball kann nur gefährlich werden wenn Weide unmotiviert zu weit vor seinem Kasten steht.
Viel schlimmer als diese blöden Fehler in der Abwehr, finde ich unser nicht vorhandenes Mittelfeld, besonders in der defensiven Ausrichtung, das ist ganz schlimm und hat uns gegen Schalke das Genick gebrochen,
Sahin und Götze im besonderen und Weigl haben läuferisch dermaßen stark abgebaut, das war ganz klar der ausschlaggebende Faktor. Sahin und Götze sind zum Teil stehen geblieben, das grenzte teilweise an Arbeitsverweigerung, so gewinnst du kein Spiel mehr. In den ersten 45 Minuten hat man noch sehr gut verschoben und die Räume dicht gemacht, davon war in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr zu sehen. Für mich können das nur Fitness Probleme sein, die waren nach 60 Minuten stehend k.o.
Man sollte dem Fitness Coach als ersten Stein umdrehen, da könnte ein schöner Mist zum Vorschein kommen.
Das Abwehrverhalten von Sahin und Götze war tatsächlich nicht besonders gut und hat auch zum Platzverweis von Aubameyang beigetragen.
Zur Szene: Harit hat den Ball und Sahin ist deutlich näher am Schalker dran als Aubameyang (befindet sich noch in der Stürmerposition). Zum Zeitpunkt des Fouls befindet sich komischerweise Aubameyang knapp 10 Meter VOR Sahin und von Götze ist noch nicht mal was zu sehen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen warum ein Stürmer in einer solchen Situation mehr Verteidigungsarbeit als unsere Mittelfeldspieler leistet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Master_ICKE am 27.11.2017 um 11:40 Uhr bearbeitet
27.11.2017 - 11:41 Uhr
Zitat von EuRuF
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Das Bosz noch im Amt ist lässt mich eigentlch nr auf mangelnde Kompetenz auf Führungsebene schließen, die mit den letzten beiden Trainern auch einfach mal Glück hatte und deren extrem hohe Fachkenntnis sicher auch defizite auf der anderen Seite ausgleichen kontte.
Einen Trainer zu entlassen ist wie Kinder zeugen. Kann jeder Volli***t. Dazu brauchst du keinerlei Kompetenz.
Es gäbe zum jetzigen Zeitpunkt keine einfachere und willkommenere Lösung für Medien und Fans, als Bosz vor die Tür zu setzen. Auch ich hätte es in Anbetracht unserer derzeitigen Situation absolut verstanden, wenn man sich spätestens nach dem Schalke Spiel von ihm getrennt hätte.
Dass man dennoch weiter an ihm festhält, und die unüberhörbaren Rufe nach Entlassung seitens der Medien, "Experten" und Fans schlichtweg ignoriert, finde ich irgendwie geil. Und mir gefällt es umso besser, je mehr ich dieses unerträgliche Genörgel hier lesen muss. Auch ich rege mich seit Wochen über diese "dumme, unfähige" Truppe auf.
Auch ich sitze mit Emotionen vorm Fernseher und fluche vor mich hin. Aber irgendwann beruhige ich mich wieder und mir wird eben bewusst, dass wir da jetzt einfach durchmüssen. Manch Fan würde ja am Liebsten den kompletten Verein vor die Tür setzen - Management, Trainer, Spieler.
Unser Kader gefällt mir stellenweise auch nicht gut, aber hier können wir im Moment nichts machen.
Wo wir was machen können, wäre auf der Trainerposition. Aber ob es mit einem Interimstrainer deutlich besser wird, wissen wir nicht. Einem Favre würde ich auf Anhieb Einiges zutrauen. Einem Labbadia, Fink oder Weinzierl eher nicht.
27.11.2017 - 11:43 Uhr
Zitat von rechengenie
Da man ihn jetzt nicht gefeuert hat, muss man eigentlich bis zum Winter mit ihm weitermachen. Jetzt hätte man die Zeit mit einer kompletten Trainingswoche gehabt einiges einzustudieren unter neuem Trainer, der bei einem möglichen Scheitern gegen Leverkusen danach nur noch in englische Wochen geht.
Da man ihn jetzt nicht gefeuert hat, muss man eigentlich bis zum Winter mit ihm weitermachen. Jetzt hätte man die Zeit mit einer kompletten Trainingswoche gehabt einiges einzustudieren unter neuem Trainer, der bei einem möglichen Scheitern gegen Leverkusen danach nur noch in englische Wochen geht.
Ich kann dir da nur beipflichten.
Der passende Zeitpunkt wäre gestern oder heute inklusive der Neuvorstellung des Nachfolgers gewesen.
So wäre genügend Zeit bis zum nächsten Spiel.
Daher gehe ich davon aus, dass man mit Bosz bis zur Winterpause weitermachen wird. Abhängig von den Ergebnissen dann ggf. auch darüber hinaus.
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