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Peter Bosz
Geburtsdatum 21.11.1963
Alter 62
Nat. Niederlande  Niederlande
Funktion Trainer
Akt. Verein PSV Eindhoven

Peter Bosz [Trainer]

06.06.2017 - 13:06 Uhr
Peter Bosz [Trainer] |#1481
09.08.2017 - 14:35 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Habe das Thema aus dem Transferpolitik Thread hierhin verschoben.

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBBC

Doch ist es, Tuchel hat in der letzten Rückrunde den Ballbesitz massiv reduziert, gemessen daran, dass man sowieso Ballbesitz aufgezwungen bekommt, weil man in fast jedem Spiel Favorit ist und die Bundesliga in den allermeisten Fällen das Spiel ohne Ball bevorzugt. Tuchel ist alles aber kein reiner Ballbesitzfetischist, zu dem er hier teilweise erklärt wird und viele verkennen das in meinen Augen, weil sie nicht verstehen, dass Ballbesitz und Gegenpressing sich nicht ausschließen, sondern miteinander einhergehen! Ballbesitz ist im Grunde nur mehr als reines Pressing, was 3/4 der Bundesliga versucht, weil es einfacher ist. Genau den einfachen Weg hat Tuchel auch probiert zu gehen.

Bosz dahingegen hat in Holland Ballbesitzwerte gehabt, von denen Tuchel am Ende sehr weit entfernt war, wobei bei allen Mannschaften, die er trainiert hat, Ballbesitz ein wesentliches Stilmerkmal war. Tuchel hat 1,5 Jahre auf Ballbesitz vertraut. Das war's aber auch schon, weswegen die Rollenverteilung, wer hier im größeren Maße auf Ballbesitz setzt, ganz klar verteilt ist. Dabei handelt es sich nicht um Tuchel!


Man muss sich doch nur mal die Spiele in der Vorbereitung anschauen. Ich versteh auch nicht, warum das für manche so schwer zu verstehen ist.

Natürlich hat noch längst nicht alles geklappt - das hat jeder Blinde gesehen. Aber jeder Blinde sollte auch gesehen haben, dass wir in Spielen gegen Milan, Barcelona, Bergama und SOGAR Bayern über weite Phasen sehr dominant gespielt haben. Oder zumindest um Dominanz bemüht waren. Laut TM-Statistik hatten wir gegen die Bayern 52% Ballbesitz. Wann bitte hat es das zuletzt gegeben?

Laut TM-Statistik hatten wir vor einem Jahr im Supercup sogar 53% Ballbesitz.
Ancelotti ist eben nicht Guardiola.

Bosz lässt, denke ich, mehr Ballbesitz spielen als Tuchel im letzten halben Jahr, aber weniger als in den anderthalb Jahren davor unter Tuchel.
Zum Beispiel konnte man in den Europa League Spielen von Ajax gegen Schalke und Lyon sehen, dass Ballkontrolle nicht immer die höchste Priorität bei Bosz hat. In diesen vier Spielen hatte Ajax mit 51% nur einmal mehr Ballbesitz als der Gegner (Daten von whoscored).
Wenn der Gegner mitspielt, ist bei Bosz, meiner Meinung nach, der Fokus auf Umschaltspiel größer als bei Tuchel.


Da muss man in meinen Augen etwas differenzieren, da der Ballbesitz in diesen Spielen extrem geschwankt hat, wodurch die Interpretation des Endergebnisses problematisch ist!

Ajax wollte auch in disen Spielen mehr den Ball und hat gespielt wie immer, ist aber an seine qualitativen Grenzen gestoßen. Klingt vielleicht absurd, wenn man das im Zusammenhang mit den Blauen behauptet, war in den Spielen aber in meinen Augen so, weil das Spiel aus vielen Phasen bestand, in denen man das typische Bosz-Ajax sehen konnte, auf die Phasen folgten, in denen nichts funktionierte und das gesamte Spiel arg hektisch wurde, was im Rückspiel dann auch in Veltmans Platzverweis mündete, der es eher noch schlimmer machte und den Ballbesitzanteil insgesamt nochmal relativiert. Nicht umsonst haben die Blauen die Verlängerung gegen ein verunsichertes Ajax erzwungen, dem man seine Unerfahrenheit angemerkt hat, obwohl Ajax in diesem Spiel lange alles im Griff hatte und weitaus höhere Ballbesitzanteile, als dann am Ende rausgekommen sind. Die wollten den Ball daher schon, konnten es aber im Spielverlauf nicht mehr umsetzen, weswegen man daraus nicht die Spielweise des Trainers ableiten soll.

Das wäre auch grundsätzlich falsch, weil Ajax im Spielverlauf keine größeren taktischen Korrekturen vorgenommen hat, sondern immer wieder Phasen drin hatte, in denen das gewohnte Ballbesitzspiel zu Tage getreten ist. Die Spiele gegen Lyon sind ähnlich verlaufen, wobei man hier individuell-qualitativ eigentlich noch mehr im Hintertreffen lag! 51% Ballbesitz, für eine Mannschaft, die personell insgesamt unterlegen ist, sagt in meinen Augen schon einiges aus und spricht eher für die gegenteilige These von dir.

Die 51% Prozent waren in einem Spiel gegen Schalke und das Maximum aus allen vier Spielen. Gegen Lyon waren es, glaube ich, 43% und 46% Ballbesitz.

Bosz setzt, auch meiner Meinung nach, auf einen kontrollierten, gepflegten Spielaufbau (allerdings immer noch deutlich weniger auf Kontrolle ausgelegt als bei Pep).
Größerer Unterschied ist aber, meiner Meinung nach, das Nutzen von Umschaltmomenten.
Ich denke, Bosz versucht diese konsequent zu nutzen, was in den genannten Europa League Spiele gut zu sehen war. In der holländischen Liga vermute ich hauptsächlich passive, destruktive Gegner, die keine Umschaltmomente zulassen.

Bei Pep gibt es hingegen Regeln, die nach Balleroberung zu höherer Ordnung und Kontrolle führen sollen (Mindestanzahl an Pässen nach der Balleroberung, einige Sekunden Ballsicherung) und ein Umschaltspiel weitestgehend unterbinden.

Tuchel steht diesbezüglich für mich zwischen Pep und Bosz.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 09.08.2017 um 14:36 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#1482
09.08.2017 - 15:04 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Habe das Thema aus dem Transferpolitik Thread hierhin verschoben.

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBBC

Doch ist es, Tuchel hat in der letzten Rückrunde den Ballbesitz massiv reduziert, gemessen daran, dass man sowieso Ballbesitz aufgezwungen bekommt, weil man in fast jedem Spiel Favorit ist und die Bundesliga in den allermeisten Fällen das Spiel ohne Ball bevorzugt. Tuchel ist alles aber kein reiner Ballbesitzfetischist, zu dem er hier teilweise erklärt wird und viele verkennen das in meinen Augen, weil sie nicht verstehen, dass Ballbesitz und Gegenpressing sich nicht ausschließen, sondern miteinander einhergehen! Ballbesitz ist im Grunde nur mehr als reines Pressing, was 3/4 der Bundesliga versucht, weil es einfacher ist. Genau den einfachen Weg hat Tuchel auch probiert zu gehen.

Bosz dahingegen hat in Holland Ballbesitzwerte gehabt, von denen Tuchel am Ende sehr weit entfernt war, wobei bei allen Mannschaften, die er trainiert hat, Ballbesitz ein wesentliches Stilmerkmal war. Tuchel hat 1,5 Jahre auf Ballbesitz vertraut. Das war's aber auch schon, weswegen die Rollenverteilung, wer hier im größeren Maße auf Ballbesitz setzt, ganz klar verteilt ist. Dabei handelt es sich nicht um Tuchel!


Man muss sich doch nur mal die Spiele in der Vorbereitung anschauen. Ich versteh auch nicht, warum das für manche so schwer zu verstehen ist.

Natürlich hat noch längst nicht alles geklappt - das hat jeder Blinde gesehen. Aber jeder Blinde sollte auch gesehen haben, dass wir in Spielen gegen Milan, Barcelona, Bergama und SOGAR Bayern über weite Phasen sehr dominant gespielt haben. Oder zumindest um Dominanz bemüht waren. Laut TM-Statistik hatten wir gegen die Bayern 52% Ballbesitz. Wann bitte hat es das zuletzt gegeben?

Laut TM-Statistik hatten wir vor einem Jahr im Supercup sogar 53% Ballbesitz.
Ancelotti ist eben nicht Guardiola.

Bosz lässt, denke ich, mehr Ballbesitz spielen als Tuchel im letzten halben Jahr, aber weniger als in den anderthalb Jahren davor unter Tuchel.
Zum Beispiel konnte man in den Europa League Spielen von Ajax gegen Schalke und Lyon sehen, dass Ballkontrolle nicht immer die höchste Priorität bei Bosz hat. In diesen vier Spielen hatte Ajax mit 51% nur einmal mehr Ballbesitz als der Gegner (Daten von whoscored).
Wenn der Gegner mitspielt, ist bei Bosz, meiner Meinung nach, der Fokus auf Umschaltspiel größer als bei Tuchel.


Da muss man in meinen Augen etwas differenzieren, da der Ballbesitz in diesen Spielen extrem geschwankt hat, wodurch die Interpretation des Endergebnisses problematisch ist!

Ajax wollte auch in disen Spielen mehr den Ball und hat gespielt wie immer, ist aber an seine qualitativen Grenzen gestoßen. Klingt vielleicht absurd, wenn man das im Zusammenhang mit den Blauen behauptet, war in den Spielen aber in meinen Augen so, weil das Spiel aus vielen Phasen bestand, in denen man das typische Bosz-Ajax sehen konnte, auf die Phasen folgten, in denen nichts funktionierte und das gesamte Spiel arg hektisch wurde, was im Rückspiel dann auch in Veltmans Platzverweis mündete, der es eher noch schlimmer machte und den Ballbesitzanteil insgesamt nochmal relativiert. Nicht umsonst haben die Blauen die Verlängerung gegen ein verunsichertes Ajax erzwungen, dem man seine Unerfahrenheit angemerkt hat, obwohl Ajax in diesem Spiel lange alles im Griff hatte und weitaus höhere Ballbesitzanteile, als dann am Ende rausgekommen sind. Die wollten den Ball daher schon, konnten es aber im Spielverlauf nicht mehr umsetzen, weswegen man daraus nicht die Spielweise des Trainers ableiten soll.

Das wäre auch grundsätzlich falsch, weil Ajax im Spielverlauf keine größeren taktischen Korrekturen vorgenommen hat, sondern immer wieder Phasen drin hatte, in denen das gewohnte Ballbesitzspiel zu Tage getreten ist. Die Spiele gegen Lyon sind ähnlich verlaufen, wobei man hier individuell-qualitativ eigentlich noch mehr im Hintertreffen lag! 51% Ballbesitz, für eine Mannschaft, die personell insgesamt unterlegen ist, sagt in meinen Augen schon einiges aus und spricht eher für die gegenteilige These von dir.

Die 51% Prozent waren in einem Spiel gegen Schalke und das Maximum aus allen vier Spielen. Gegen Lyon waren es, glaube ich, 43% und 46% Ballbesitz.

Bosz setzt, auch meiner Meinung nach, auf einen kontrollierten, gepflegten Spielaufbau (allerdings immer noch deutlich weniger auf Kontrolle ausgelegt als bei Pep).
Größerer Unterschied ist aber, meiner Meinung nach, das Nutzen von Umschaltmomenten.
Ich denke, Bosz versucht diese konsequent zu nutzen, was in den genannten Europa League Spiele gut zu sehen war. In der holländischen Liga vermute ich hauptsächlich passive, destruktive Gegner, die keine Umschaltmomente zulassen.

Bei Pep gibt es hingegen Regeln, die nach Balleroberung zu höherer Ordnung und Kontrolle führen sollen (Mindestanzahl an Pässen nach der Balleroberung, einige Sekunden Ballsicherung) und ein Umschaltspiel weitestgehend unterbinden.

Tuchel steht diesbezüglich für mich zwischen Pep und Bosz.


Ajax hatte in der Liga einen Ballbesitz von 59,7 %. Also etwa so wie Tuchel in der ersten Saison hier. Aber natürlich war Tuchel auch in der zweiten Saison nahe an diesen Werten (56 %). Ajax hatte gegen Manchester übrigens auch 69 % Ballbesitz. Nur völlig in dem Fall ineffektiv.

Einen gepflegten Spielaufbau gibt es beim BVB aktuell noch nicht. Eher Versuche ziemlich vogelwild umzuschalten und ineffektiv (eben, weil das Positionsspiel noch nicht passt) Ballgeschiebe in den eigenen Reihen. Phasenweise ja es aber auch schon besser aus als bei früheren Auftritten...
Peter Bosz [Trainer] |#1483
09.08.2017 - 15:31 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Habe das Thema aus dem Transferpolitik Thread hierhin verschoben.

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBBC

Doch ist es, Tuchel hat in der letzten Rückrunde den Ballbesitz massiv reduziert, gemessen daran, dass man sowieso Ballbesitz aufgezwungen bekommt, weil man in fast jedem Spiel Favorit ist und die Bundesliga in den allermeisten Fällen das Spiel ohne Ball bevorzugt. Tuchel ist alles aber kein reiner Ballbesitzfetischist, zu dem er hier teilweise erklärt wird und viele verkennen das in meinen Augen, weil sie nicht verstehen, dass Ballbesitz und Gegenpressing sich nicht ausschließen, sondern miteinander einhergehen! Ballbesitz ist im Grunde nur mehr als reines Pressing, was 3/4 der Bundesliga versucht, weil es einfacher ist. Genau den einfachen Weg hat Tuchel auch probiert zu gehen.

Bosz dahingegen hat in Holland Ballbesitzwerte gehabt, von denen Tuchel am Ende sehr weit entfernt war, wobei bei allen Mannschaften, die er trainiert hat, Ballbesitz ein wesentliches Stilmerkmal war. Tuchel hat 1,5 Jahre auf Ballbesitz vertraut. Das war's aber auch schon, weswegen die Rollenverteilung, wer hier im größeren Maße auf Ballbesitz setzt, ganz klar verteilt ist. Dabei handelt es sich nicht um Tuchel!


Man muss sich doch nur mal die Spiele in der Vorbereitung anschauen. Ich versteh auch nicht, warum das für manche so schwer zu verstehen ist.

Natürlich hat noch längst nicht alles geklappt - das hat jeder Blinde gesehen. Aber jeder Blinde sollte auch gesehen haben, dass wir in Spielen gegen Milan, Barcelona, Bergama und SOGAR Bayern über weite Phasen sehr dominant gespielt haben. Oder zumindest um Dominanz bemüht waren. Laut TM-Statistik hatten wir gegen die Bayern 52% Ballbesitz. Wann bitte hat es das zuletzt gegeben?

Laut TM-Statistik hatten wir vor einem Jahr im Supercup sogar 53% Ballbesitz.
Ancelotti ist eben nicht Guardiola.

Bosz lässt, denke ich, mehr Ballbesitz spielen als Tuchel im letzten halben Jahr, aber weniger als in den anderthalb Jahren davor unter Tuchel.
Zum Beispiel konnte man in den Europa League Spielen von Ajax gegen Schalke und Lyon sehen, dass Ballkontrolle nicht immer die höchste Priorität bei Bosz hat. In diesen vier Spielen hatte Ajax mit 51% nur einmal mehr Ballbesitz als der Gegner (Daten von whoscored).
Wenn der Gegner mitspielt, ist bei Bosz, meiner Meinung nach, der Fokus auf Umschaltspiel größer als bei Tuchel.


Da muss man in meinen Augen etwas differenzieren, da der Ballbesitz in diesen Spielen extrem geschwankt hat, wodurch die Interpretation des Endergebnisses problematisch ist!

Ajax wollte auch in disen Spielen mehr den Ball und hat gespielt wie immer, ist aber an seine qualitativen Grenzen gestoßen. Klingt vielleicht absurd, wenn man das im Zusammenhang mit den Blauen behauptet, war in den Spielen aber in meinen Augen so, weil das Spiel aus vielen Phasen bestand, in denen man das typische Bosz-Ajax sehen konnte, auf die Phasen folgten, in denen nichts funktionierte und das gesamte Spiel arg hektisch wurde, was im Rückspiel dann auch in Veltmans Platzverweis mündete, der es eher noch schlimmer machte und den Ballbesitzanteil insgesamt nochmal relativiert. Nicht umsonst haben die Blauen die Verlängerung gegen ein verunsichertes Ajax erzwungen, dem man seine Unerfahrenheit angemerkt hat, obwohl Ajax in diesem Spiel lange alles im Griff hatte und weitaus höhere Ballbesitzanteile, als dann am Ende rausgekommen sind. Die wollten den Ball daher schon, konnten es aber im Spielverlauf nicht mehr umsetzen, weswegen man daraus nicht die Spielweise des Trainers ableiten soll.

Das wäre auch grundsätzlich falsch, weil Ajax im Spielverlauf keine größeren taktischen Korrekturen vorgenommen hat, sondern immer wieder Phasen drin hatte, in denen das gewohnte Ballbesitzspiel zu Tage getreten ist. Die Spiele gegen Lyon sind ähnlich verlaufen, wobei man hier individuell-qualitativ eigentlich noch mehr im Hintertreffen lag! 51% Ballbesitz, für eine Mannschaft, die personell insgesamt unterlegen ist, sagt in meinen Augen schon einiges aus und spricht eher für die gegenteilige These von dir.

Die 51% Prozent waren in einem Spiel gegen Schalke und das Maximum aus allen vier Spielen. Gegen Lyon waren es, glaube ich, 43% und 46% Ballbesitz.



Wie gesagt: Ajax ist hier nie als Favorit ins Spiel gegangen und hat vom Spielverlauf auch jeweils einiges dafür getan, dass die Gegner das Spiel machen mussten. Das muss daher berücksichtigt werden, dass Ajax hier nicht mehr messbar als Ballbesitzteam aufgeteten ist. Dabei gab es nach meiner Erinnerung auch nur ganz wenige Phasen, in denen Ajax sein Spiel in der gegnerischen Hälfte etablieren konnte, sondern relativ weit auseinander gezogen wurde, wodurch die Mechanismen dann nicht mehr funktionierten, aber der Plan deswegen nicht aufgegeben wurde.



Bosz setzt, auch meiner Meinung nach, auf einen kontrollierten, gepflegten Spielaufbau (allerdings immer noch deutlich weniger auf Kontrolle ausgelegt als bei Pep).
Größerer Unterschied ist aber, meiner Meinung nach, das Nutzen von Umschaltmomenten.
Ich denke, Bosz versucht diese konsequent zu nutzen, was in den genannten Europa League Spiele gut zu sehen war. In der holländischen Liga vermute ich hauptsächlich passive, destruktive Gegner, die keine Umschaltmomente zulassen.

Bei Pep gibt es hingegen Regeln, die nach Balleroberung zu höherer Ordnung und Kontrolle führen sollen (Mindestanzahl an Pässen nach der Balleroberung, einige Sekunden Ballsicherung) und ein Umschaltspiel weitestgehend unterbinden.

Tuchel steht diesbezüglich für mich zwischen Pep und Bosz.



Viel mehr auf Kontrolle, als bei Guardiola, geht auch fast nicht. Was die Umschaltmomente angeht, kommt es auf die Situation an. Es gab auch schon genug Szenen bei uns, in denen man eben nicht das Spiel beschleunigt hat, sondern direkt über die IV neu aufgebaut hat. Was bei Bosz in meinen Augen ein auffälliges Merkmal ist, ist der Versuch, dass er versucht den Ball sehr früh und schnell in der Spitze zu etablieren, damit er sehr viel Ballbesitz direkt um den Strafraum bekommt, um dort jede Lücke zu nutzen. Das kann daher schon mal mit dem Umschaltspiel einhergehen, weil auch unsere Gegner derzeit nicht perfekt aufgestellt sind und dementsprechende Lücken offen lassen, damit man den Angriff mit Tempo durchzieht. Grundsätzlich hat Tuchel aber auch versucht nahezu jeden Abschluss innerhalb des 16ers zu bekommen und zu nehmen. Ich sehe da eigentlich keinen großen Unterschied, wobei Tuchel im letzten Halbjahr extrem darauf gebaut hat, weil die Ballbesitzmechanismen immer geringer geworden sind.

Man sollte in der Einschätzung dennoch etwas vorsichtig sein, weil Bosz noch nie so viel Qualität zur Verfügung hatte und noch sehr viele Mechanismen nicht greifen. Gerade im Positionsspiel sieht man noch die größten Probleme, indem Spieler zu weit aus ihren eigentlichen Räumen rausrücken oder das Spiel überlagern, obwohl es nichts zu überlagern gibt!

Was die holländische Liga angeht: ich denke das ist in der Bundesliga extremer!
Peter Bosz [Trainer] |#1484
09.08.2017 - 15:53 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse

Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Habe das Thema aus dem Transferpolitik Thread hierhin verschoben.

Zitat von Bumbewassazong

Zitat von BVBBC

Doch ist es, Tuchel hat in der letzten Rückrunde den Ballbesitz massiv reduziert, gemessen daran, dass man sowieso Ballbesitz aufgezwungen bekommt, weil man in fast jedem Spiel Favorit ist und die Bundesliga in den allermeisten Fällen das Spiel ohne Ball bevorzugt. Tuchel ist alles aber kein reiner Ballbesitzfetischist, zu dem er hier teilweise erklärt wird und viele verkennen das in meinen Augen, weil sie nicht verstehen, dass Ballbesitz und Gegenpressing sich nicht ausschließen, sondern miteinander einhergehen! Ballbesitz ist im Grunde nur mehr als reines Pressing, was 3/4 der Bundesliga versucht, weil es einfacher ist. Genau den einfachen Weg hat Tuchel auch probiert zu gehen.

Bosz dahingegen hat in Holland Ballbesitzwerte gehabt, von denen Tuchel am Ende sehr weit entfernt war, wobei bei allen Mannschaften, die er trainiert hat, Ballbesitz ein wesentliches Stilmerkmal war. Tuchel hat 1,5 Jahre auf Ballbesitz vertraut. Das war's aber auch schon, weswegen die Rollenverteilung, wer hier im größeren Maße auf Ballbesitz setzt, ganz klar verteilt ist. Dabei handelt es sich nicht um Tuchel!


Man muss sich doch nur mal die Spiele in der Vorbereitung anschauen. Ich versteh auch nicht, warum das für manche so schwer zu verstehen ist.

Natürlich hat noch längst nicht alles geklappt - das hat jeder Blinde gesehen. Aber jeder Blinde sollte auch gesehen haben, dass wir in Spielen gegen Milan, Barcelona, Bergama und SOGAR Bayern über weite Phasen sehr dominant gespielt haben. Oder zumindest um Dominanz bemüht waren. Laut TM-Statistik hatten wir gegen die Bayern 52% Ballbesitz. Wann bitte hat es das zuletzt gegeben?

Laut TM-Statistik hatten wir vor einem Jahr im Supercup sogar 53% Ballbesitz.
Ancelotti ist eben nicht Guardiola.

Bosz lässt, denke ich, mehr Ballbesitz spielen als Tuchel im letzten halben Jahr, aber weniger als in den anderthalb Jahren davor unter Tuchel.
Zum Beispiel konnte man in den Europa League Spielen von Ajax gegen Schalke und Lyon sehen, dass Ballkontrolle nicht immer die höchste Priorität bei Bosz hat. In diesen vier Spielen hatte Ajax mit 51% nur einmal mehr Ballbesitz als der Gegner (Daten von whoscored).
Wenn der Gegner mitspielt, ist bei Bosz, meiner Meinung nach, der Fokus auf Umschaltspiel größer als bei Tuchel.


Da muss man in meinen Augen etwas differenzieren, da der Ballbesitz in diesen Spielen extrem geschwankt hat, wodurch die Interpretation des Endergebnisses problematisch ist!

Ajax wollte auch in disen Spielen mehr den Ball und hat gespielt wie immer, ist aber an seine qualitativen Grenzen gestoßen. Klingt vielleicht absurd, wenn man das im Zusammenhang mit den Blauen behauptet, war in den Spielen aber in meinen Augen so, weil das Spiel aus vielen Phasen bestand, in denen man das typische Bosz-Ajax sehen konnte, auf die Phasen folgten, in denen nichts funktionierte und das gesamte Spiel arg hektisch wurde, was im Rückspiel dann auch in Veltmans Platzverweis mündete, der es eher noch schlimmer machte und den Ballbesitzanteil insgesamt nochmal relativiert. Nicht umsonst haben die Blauen die Verlängerung gegen ein verunsichertes Ajax erzwungen, dem man seine Unerfahrenheit angemerkt hat, obwohl Ajax in diesem Spiel lange alles im Griff hatte und weitaus höhere Ballbesitzanteile, als dann am Ende rausgekommen sind. Die wollten den Ball daher schon, konnten es aber im Spielverlauf nicht mehr umsetzen, weswegen man daraus nicht die Spielweise des Trainers ableiten soll.

Das wäre auch grundsätzlich falsch, weil Ajax im Spielverlauf keine größeren taktischen Korrekturen vorgenommen hat, sondern immer wieder Phasen drin hatte, in denen das gewohnte Ballbesitzspiel zu Tage getreten ist. Die Spiele gegen Lyon sind ähnlich verlaufen, wobei man hier individuell-qualitativ eigentlich noch mehr im Hintertreffen lag! 51% Ballbesitz, für eine Mannschaft, die personell insgesamt unterlegen ist, sagt in meinen Augen schon einiges aus und spricht eher für die gegenteilige These von dir.

Die 51% Prozent waren in einem Spiel gegen Schalke und das Maximum aus allen vier Spielen. Gegen Lyon waren es, glaube ich, 43% und 46% Ballbesitz.

Bosz setzt, auch meiner Meinung nach, auf einen kontrollierten, gepflegten Spielaufbau (allerdings immer noch deutlich weniger auf Kontrolle ausgelegt als bei Pep).
Größerer Unterschied ist aber, meiner Meinung nach, das Nutzen von Umschaltmomenten.
Ich denke, Bosz versucht diese konsequent zu nutzen, was in den genannten Europa League Spiele gut zu sehen war. In der holländischen Liga vermute ich hauptsächlich passive, destruktive Gegner, die keine Umschaltmomente zulassen.

Bei Pep gibt es hingegen Regeln, die nach Balleroberung zu höherer Ordnung und Kontrolle führen sollen (Mindestanzahl an Pässen nach der Balleroberung, einige Sekunden Ballsicherung) und ein Umschaltspiel weitestgehend unterbinden.

Tuchel steht diesbezüglich für mich zwischen Pep und Bosz.


Ajax hatte in der Liga einen Ballbesitz von 59,7 %. Also etwa so wie Tuchel in der ersten Saison hier. Aber natürlich war Tuchel auch in der zweiten Saison nahe an diesen Werten (56 %). Ajax hatte gegen Manchester übrigens auch 69 % Ballbesitz. Nur völlig in dem Fall ineffektiv.

Einen gepflegten Spielaufbau gibt es beim BVB aktuell noch nicht. Eher Versuche ziemlich vogelwild umzuschalten und ineffektiv (eben, weil das Positionsspiel noch nicht passt) Ballgeschiebe in den eigenen Reihen. Phasenweise ja es aber auch schon besser aus als bei früheren Auftritten...

Manchester United hat sehr passiv gespielt und viele lange Bälle geschlagen. Sie haben Ajax also den Ballbesitz aufgedrängt und keine Umschaltmomente zugelassen.

Der Vergleich zwischen Eredivisie und Bundesliga ist, denke ich, schwierig. Die Ballbesitzzahlen und die Passquoten sind zwischen Ajax und Tuchels erster Saison bei uns recht ähnlich.
Aber die unterschiedliche Spielweise in den Ligen, so vermute ich, verfälscht den Eindruck.
Einige Bundesligamannschaften spielen ein gutes Pressing und können so die Passquote bei uns drücken. In den Niederlanden traue ich dies weniger Mannschaften zu und die Leistungsdichte ist allgemein geringer.
Ich denke, auch die Anzahl der gespielten Pässe zeigt, dass in der Bundesliga das Tempo viel höher ist und die Spieler weniger Zeit am Ball haben; wodurch die Fehlerquote vermutlich ansteigt.
Jedenfalls hatte der BVB 2015/2016 im Durchschnitt 597 Pässe gespielt und unsere Gegner kamen auf 297 Pässe gegen uns; macht im Summe 894 Pässe bei einem Bundesligaspiel mit BVB Beteiligung. Bei Ajax waren es 495 Pässe und 255 vom Gegner; im Summe also nur 750 Pässe (Daten whoscored).

Jedenfalls halte ich die Aussage, dass Bosz und Tuchel im gleichem Maße auf Ballbesitz setzen, nur anhand der Passquoten und Ballbesitzzahlen aus unterschiedlichen Ligen mit unterschiedlichen Mannschaften, für nicht schlüssig genug.

Der Spielaufbau gefiel mir gegen Espanyol schon ganz gut und das war, meiner Meinung nach, auch überhaupt nicht planlos. In dem Spiel war für mich "nur" das Problem, im letzten Drittel die Torchancen zu kreieren.
Das war allerdings ein Spiel gegen einen passiven Gegner. Wie der Plan gegen stärker mitspielende Mannschaft aussieht, weiß ich noch nicht. Ich vermute, das wir dann mehr Umschaltspiel als 2015/2016 sehen werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 09.08.2017 um 15:55 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#1485
10.08.2017 - 09:16 Uhr
Heute Spieltags-PK
Peter Bosz kehrt damit zum gewohnten PK Rhytmus, wie unter Klopp, zurück.
Spieltags-PK 2 Tage vor dem Spiel, in der Regel also am Donnerstagnachmittag.

Finde ich gut,
mit der Praxis von Tuchel, PK ein Tag vor dem Spiel,
konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.
Peter Bosz [Trainer] |#1486
10.08.2017 - 09:17 Uhr
Heute Spieltags-PK
Peter Bosz kehrt damit zum gewohnten PK Rhytmus, wie unter Klopp, zurück.
Spieltags-PK 2 Tage vor dem Spiel, in der Regel also am Donnerstagnachmittag.

Finde ich gut,
mit der Praxis von Tuchel, PK ein Tag vor dem Spiel,
konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.
Peter Bosz [Trainer] |#1487
10.08.2017 - 09:18 Uhr
Auf die PK wird Peter auch richtig Bock haben...mal schauen, wie oft Fligge die Journalisten daran erinnern muss, dass man nur über das anstehende Spiel sprechen möchte und nicht über Dembele.
Peter Bosz [Trainer] |#1488
10.08.2017 - 09:21 Uhr
Zitat von manni13
Heute Spieltags-PK
Peter Bosz kehrt damit zum gewohnten PK Rhytmus, wie unter Klopp, zurück.
Spieltags-PK 2 Tage vor dem Spiel, in der Regel also am Donnerstagnachmittag.

Finde ich gut,
mit der Praxis von Tuchel, PK ein Tag vor dem Spiel,
konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.


Wann findet die PK denn statt? Finde auf die schnell nichts..
Vielen Dank im Voraus!

•     •     •

"Be patience. Sometimes you have to go through the worst to get the best."
Peter Bosz [Trainer] |#1489
10.08.2017 - 09:55 Uhr
Zitat von liquit_
Zitat von manni13

Heute Spieltags-PK
Peter Bosz kehrt damit zum gewohnten PK Rhytmus, wie unter Klopp, zurück.
Spieltags-PK 2 Tage vor dem Spiel, in der Regel also am Donnerstagnachmittag.

Finde ich gut,
mit der Praxis von Tuchel, PK ein Tag vor dem Spiel,
konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.


Wann findet die PK denn statt? Finde auf die schnell nichts..
Vielen Dank im Voraus!



Laut RUHRNACHRICHTEN "BVBkompakt" (Tagesübersicht)
PK um 14:30 Uhr mit Peter Bosz
Peter Bosz [Trainer] |#1490
10.08.2017 - 14:59 Uhr
Bin ich eigentlich der einzige, den es wundert, dass Bosz scheinbar noch nie von Joo-Hoo Park gehört hat? Auf Nachfrage ob er eine Option ist, wiederholt er den Namen und wendet sich an den Pressesprecher "hilf mir mal." Ich finde ja auch nicht, dass man Park in den Profi-Kader zurückholen sollte aber ein Cheftrainer sollte doch eigentlich schon alle aktiven Spieler seines Vereins zumindest vom Namen her kennen oder ist das zu viel verlangt?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von schnix93 am 10.08.2017 um 14:59 Uhr bearbeitet
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