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Mitch Kniat
Geburtsdatum 18.11.1985
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Mitch Kniat (Ex-Trainer)

13.06.2023 - 17:40 Uhr
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#921
14.04.2025 - 20:54 Uhr
Gab und gibt ja ganze Teams, die sowas praktizieren. Beim FC Sevilla war das in der EL ja ganz und gäbe. Atletico Madrid betreibt dies auch bei Bedarf immer wieder.

Bayer Leverkusen unter Alonso hat das auch implementiert. Und ich erinnere immer noch an das EL Halbfinale 2023 Leverkusen vs As Rom, wo Mourinho ja alle Tricks dahingehend anwandte.


Kniat hat es jetzt halt offensichtlich zugegeben. Wenn es nicht mehr vorkommen soll, dann sollte es im Sommer eben geändert werden.

Und am Ende sollen sich von mir aus die kommenden Gegner darüber aufregen.
Sollte bei denen nämlich nur noch darauf der Fokus liegen und der eigentliche Ablauf dadurch gestört sein, ziehe ich meinen Hut vor Kniat.
Weil dann waren seine Äußerungen nicht unbedacht sondern schlicht Mindgames, um bisschen Unruhe zu erzeugen beim Gegnerzwinker
Wenn man sich die seitenlangen Diskussionen im Hansa forum durchliest, dann ist zumindest da das aufgegangen.

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#922
14.04.2025 - 22:15 Uhr
Zitat von Schindler89
Zitat von Thor1911

Seien wir doch mal ehrlich: die Geschichte steht jetzt nur im Scheinwerferlicht weil Kniat es zugegeben hat. Mir kann keiner sagen, dass kein anderes Team nicht so oder so ähnlich vorgeht. Ich bin mir sogar recht sicher, dass es so gut wie alle machen. Zeitspiel sieht man fast ohne Ausnahme bei jedem Spiel wo ein Team eine knappe Führung über die Runde bringen möchte.

Man kann Kniat jetzt vorwerfen, dass er es so öffentlich preisgibt, aber auf der anderen Seite wünschen wir uns ja Ehrlichkeit im Fußball zurück und viele regen sich über Phrasendrescherei und vorgestanzte Worthülsen von Trainern, Spielern und Verantwortlichen auf. Jetzt sagt ein Trainer endlich mal wie es läuft (Aus dem Gedächtnis zitiert „die meisten Verletzungsunterbrechungen im Fußball sind unnötig weil der Spieler nichts hat sondern simuliert“) und sofort stellen Fans von anderen Teams ihren Verein als moralisch überlegen dar.


Das sind aber zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.
Das eine ist ein Zeitspiel der Spieler nach einem Foul, wo sie dann in dem Moment entscheiden liegen zu bleiben und so ein paar Miniten von der Uhr zu nehmen.
Und nein, auch sowas feier ich absolut 0,0!

Das andere ist eine klare Anweisung schon im Vorraus.
Denn komischerweise wusste ja jeder Spieler Bescheid, dass man sich an der Bank treffen will bei einer Behandlung vom Keeper.

Und warum liegt das an den Regeln?
Warum kann man sich nicht einfach selber sportlich fair verhalten?
Muss dann wirklich jeder kleinste Furz geregelt und irgendwo aufgeschrieben sein?


Ich finds auch nicht gut aber verstehe überhaupt warum so ein Fass aufgemacht wird und noch viel schlimmer, so getan wird als wäre sonst alles fair.
Jede Mannschaft bleibt ewig liegen und hofft auf den VAR oder dass der Schiri glaubt dass es ein schwereres Foul ist. Und das ist mit Sicherheit auch abgesprochen. Spricht nur keiner drüber. Außer Chris Kramer der das mal aus seiner Gladbachzeit bestätigte.
Aber wir können gerne darüber diskutieren dass der Fußball dahingehend ekelig ist. Dazu zählt die Aktion von Kniat mit kersken. Aber eben auch andere Dinge.
- Zeitspiel durch Spielerwechsel in der Nachspielzeit
- Zeitspiel durch unnötiges liegen bleiben
- Zeitspiel durch Verzögerung des Weiterspielens
- langsame Ausführung von Spielerwechseln
- Wechsel des Einwerfers um Zeit zu schinden
- Spieler wie Duranville spielen bei BVB 2
- ständiges reklamieren beim Schirigespann egal ob Spieler oder Trainer
- ständiges Schreien bei vermeintlich harmlosen Fouls um Freistöße/Elfmeter zu bekommen
- jeden Kontakt annehmen um gefoult zu werden obwohl man auch weiterlaufen könnte
Und so weiter.
Nochmal es ist nicht cool aber es macht so ziemlich jede Mannschaft Dinge die nicht fair sind. Schwierig wird’s wenn man sich jetzt ein Ding rauspickt und darauf ewig rumreitet und so tut als wäre sonst alles fair.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#923
15.04.2025 - 01:01 Uhr
Glaubt ihr es gibt irgendwelche Konsequenzen gegen Kniat? Ich meine das verstößt gegen den Geist der Regeln
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jerry2k am 15.04.2025 um 01:02 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#924
15.04.2025 - 06:07 Uhr
Zitat von Jerry2k
Glaubt ihr es gibt irgendwelche Konsequenzen gegen Kniat? Ich meine das verstößt gegen den Geist der Regeln


Das Einzige was ich Kniat mal verpassen würde ist eine Medienschulung Lachend

Im Grunde ist es eine Grauzone und verstößt gegen keinen Geist irgendwelcher Regeln. Viel mehr zeigt die Aktion, wie bescheuert der Fußball heutzutage ist, weil man einfach nicht bereit ist, mal ein paar Dinge zu ändern.

Würde man beispielsweise endlich mal eine Nettospielzeit mit Anhalten der Uhr (wie beim Handball z.B.) einführen, dann würde es diese ganze Schauspielerei und langes liegen bleiben nach einem Foul nur noch ab und zu mal geben um vielleicht den Spielfluss etwas zu zerstören, aber richtiges Zeitspiel würde dann nichts mehr bringen.
Sonst gib von mir aus jedem Trainer pro Spiel/Halbzeit eine Auszeit, damit man mal ein paar Anweisungen geben kann und Verbiete halt, dass man sowas während einer Spielunterbrechung machen darf.

Klar würde das den Fußball so wie man ihn kennt verändern, aber es würde das Ganze vielleicht einfach auch mal erträglicher und fairer machen.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#925
15.04.2025 - 15:48 Uhr
Dass es Konsequenzen für Kniat oder gar Arminia haben könnte bezweifle ich, trotz anfänglicher Angstzustände meinerseits, doch sehr stark. So unverschämt sein Bekenntnis auch für viele klingen mag, so gibt er nur zu, was offensichtlich und eben nicht verboten ist.

Es zu leugnen hätte vermutlich weitreichendere Konsequenzen im medialen Interesse und unserer neu gewonnenen deutschlandweiten Sympathie gehabt.

Was ich mir gut vorstellen kann, ist dass der DFB das Thema nun weitreichender aufgreift und intern analysiert. Wir sind vielleicht der Auslöser für die öffentliche Thematisierung, aber sicher nicht der Erfinder dieser Praktik.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#926
15.04.2025 - 16:37 Uhr
Unabhängig vom offizielleln Regelwerk und den daraus zu ziehenden Vorteilen, die in diesem Fall zu unseren Gunsten auslegbar und vermutlich nicht zu ahnden sind, stellt sich die Frage nach moralischer Integrität.

Vereinfacht gesagt:
Wollen Sie mit so jemandem befreundet sein?
Oder heiligt der Zweck alle Mittel?
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#927
15.04.2025 - 16:53 Uhr
Zitat von blaumann

Unabhängig vom offizielleln Regelwerk und den daraus zu ziehenden Vorteilen, die in diesem Fall zu unseren Gunsten auslegbar und vermutlich nicht zu ahnden sind, stellt sich die Frage nach moralischer Integrität.

Vereinfacht gesagt:
Wollen Sie mit so jemandem befreundet sein?
Oder heiligt der Zweck alle Mittel?


Die Fragen müsstest du dir dann aber konsequent eigentlich bei geschätzten 95 % aller im (professionellen) Fußball tätigen Personen stellen. Angefangen bei jedem Feldspieler, der den Arm hochreißt, um einen Einwurf zu bekommen, obwohl er weiß, dass er ihn selbst ins Aus befördert hat. Über jeden Stürmer, der eine Schwalbe oder ein Stürmerfoul begeht oder beim Elfmeter so lange wie eben möglich verzögert ohne stehen zu bleiben, über alle Abwehrspieler, die bei einer Ecke heimlich am Trikot des Gegners ziehen, um ihn am Kopfball zu hindern, über die Funktionäre, die Spielern von gegnerischen Vereinen direkt vor dem Aufeinandertreffen ein hoch dotiertes Vertragsangebot vorlegen,... das ließe sich endlos weiterführen.

Wenn es um moralische Integrität geht, wäre Profisport eher nicht grundsätzlich meine erste Anlaufstelle.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SvG0815 am 15.04.2025 um 16:56 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#928
15.04.2025 - 17:13 Uhr
Ich hab's schon mal an anderer Stelle geschrieben und mach's hier nun nochmal: Es ist de facto keine Grauzone!

Das Vortäuschen einer Verletzung ist laut Regelwerk mit einer Verwarnung zu ahnden.

Dass das im Spiel für den Schiedsrichter nahezu unmöglich zu bewerten ist, ist ein anderes Thema. Aus einem Regelbruch wird deshalb aber trotzdem keine Grauzone oder etwas moralisch falsches, was trotzdem regelkonform wäre.

Ob nur Sperren nachträglich verhängt werden können oder auch Verwarnungen, dazu fehlt mir das Detailwissen im Regelwerk. Und wie das dann mit der Tatsachenentscheidung ist, weil der Schiedsrichter ja eine Torwartverletzung "wahrgenommen" hat, kann ich auch nicht wirklich bewerten. Ich glaube aber nicht, dass da wirklich noch etwas hinterher kommt (es sei denn eben, man kann nachträglich Gelb an Kersken verteilen).

Insgesamt halte ich die Moralkeule da doch für Quatsch. Da treffen ja irgendwo alle ihre ganz eigenen Entscheidungen. Die Schwalbe finden irgendwo alle widerlich und Schauspielerei und Zeitschinden mag auch keiner so wirklich, weil erstens Zeit von der Uhr geht und zweitens der Fluss des Gegners unterbrochen wird. Andersrum fordert jeder im Stadion inkl. jeder Kommentator, dass der Spieler "da zwingend taktisch foulen und die Gelbe in Kauf nehmen muss", was am Ende nicht weniger den Spielfluss unterbricht und noch dazu eine erfolgsversprechende Situation unterbindet. Das eine ist moralisch legitimiert, das andere will keiner sehen und doch ist Strafe und Auswirkung aufs Spiel sehr ähnlich.

Ich habe mal gelernt, wenn eine Strafe so niedrig ist, dass man sie mitnimmt, dann ist es keine Strafe mehr sondern ein Preisschild. Wenn, dann muss aus meiner Sicht eben der DFB nachjustieren.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#929
15.04.2025 - 18:47 Uhr
Zitat von Carcharoth
Andersrum fordert jeder im Stadion inkl. jeder Kommentator, dass der Spieler "da zwingend taktisch foulen und die Gelbe in Kauf nehmen muss", was am Ende nicht weniger den Spielfluss unterbricht und noch dazu eine erfolgsversprechende Situation unterbindet. Das eine ist moralisch legitimiert, das andere will keiner sehen und doch ist Strafe und Auswirkung aufs Spiel sehr ähnlich.

Ich habe mal gelernt, wenn eine Strafe so niedrig ist, dass man sie mitnimmt, dann ist es keine Strafe mehr sondern ein Preisschild. Wenn, dann muss aus meiner Sicht eben der DFB nachjustieren.


Naja. Immerhin wird das eine bestraft und das andere nicht.
Bei uns im Forum habe ich zwei Ideen gepostet, wie eine einfache Regelerweiterung das Thema ganz schnell erledigen würde (wobei Variante 2 sicher die wirksamere wäre):
- Wenn der Torwart behandelt wird, dann müssen sich die Spieler der betreffenden Mannschaft im Mittelkreis aufhalten. Ein Kontakt zu Trainern oder Betreuer ist untersagt.
- Wenn der Torwart behandelt wird, dann muss er ausgetauscht werden. Nach 15 Minuten darf er wieder rein. Der "Rückwechsel" zählt nicht als Wechsel, der erste Wechsel schon (hat die Mannschaft ihre Wechsel bereits aufgebraucht, muss für 15 Minuten ein Feldspieler ins Tor)

Wie dem auch sei, ich hoffe, Ihr bekommt in den nächsten 5 Spielen noch die Quittung für das unsportliche Verhalten. Sorry, meine Meinung
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#930
15.04.2025 - 19:20 Uhr
Zitat von msi999
Zitat von Carcharoth

Andersrum fordert jeder im Stadion inkl. jeder Kommentator, dass der Spieler "da zwingend taktisch foulen und die Gelbe in Kauf nehmen muss", was am Ende nicht weniger den Spielfluss unterbricht und noch dazu eine erfolgsversprechende Situation unterbindet. Das eine ist moralisch legitimiert, das andere will keiner sehen und doch ist Strafe und Auswirkung aufs Spiel sehr ähnlich.

Ich habe mal gelernt, wenn eine Strafe so niedrig ist, dass man sie mitnimmt, dann ist es keine Strafe mehr sondern ein Preisschild. Wenn, dann muss aus meiner Sicht eben der DFB nachjustieren.


Naja. Immerhin wird das eine bestraft und das andere nicht.
Bei uns im Forum habe ich zwei Ideen gepostet, wie eine einfache Regelerweiterung das Thema ganz schnell erledigen würde (wobei Variante 2 sicher die wirksamere wäre):
- Wenn der Torwart behandelt wird, dann müssen sich die Spieler der betreffenden Mannschaft im Mittelkreis aufhalten. Ein Kontakt zu Trainern oder Betreuer ist untersagt.
- Wenn der Torwart behandelt wird, dann muss er ausgetauscht werden. Nach 15 Minuten darf er wieder rein. Der "Rückwechsel" zählt nicht als Wechsel, der erste Wechsel schon (hat die Mannschaft ihre Wechsel bereits aufgebraucht, muss für 15 Minuten ein Feldspieler ins Tor)

Wie dem auch sei, ich hoffe, Ihr bekommt in den nächsten 5 Spielen noch die Quittung für das unsportliche Verhalten. Sorry, meine Meinung


Und ich hoffe ihr bekommt die Quittung für die häufigen Verfehlungen eurer Fans. Sorry, meine Meinung

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