Diskussionsrunde

Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt

15.12.2006 - 12:09 Uhr

Hitzfeld und Lattek Interview im Handelsblatt. Auch online zu lesen.

Meiner Meinung nach haben sie absolut recht, wenns auch deprimierend ist. Deutschland ist Weltmeister der Augenwischerei. Dies wissen wir ja auch von anderen Gebieten, nicht nur im Fußball.
Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#1
15.12.2006 - 12:25 Uhr
Zitat von Roberto06:

Hitzfeld und Lattek Interview im Handelsblatt. Auch online zu lesen.

Meiner Meinung nach haben sie absolut recht, wenns auch deprimierend ist. Deutschland ist Weltmeister der Augenwischerei. Dies wissen wir ja auch von anderen Gebieten, nicht nur im Fußball.


wäre schön wenn du das interview verlinken würdest
Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#2
15.12.2006 - 12:27 Uhr
Zitat von Roberto06:

Hitzfeld und Lattek Interview im Handelsblatt. Auch online zu lesen.


Der Udo erzählt ja, er habe nach 20 Minuten Sommermärchen ausgeschaltet, weil ihn nichts mitgerissen habe. Mir gings bei dem Interview ähnlich, spätestens nach

Zitat
Lattek: Wir haben das alles ein bisschen zu hoch gehängt. Wie viele gute Spiele haben wir bei der WM denn gemacht? Die erste Halbzeit gegen Schweden war total überzeugend, und dann?


hab ich weggeklickt. Lebt er halt in seiner Welt und ich in meiner.

Zitat von Roberto06:

Meiner Meinung nach haben sie absolut recht, wenns auch deprimierend ist. Deutschland ist Weltmeister der Augenwischerei. Dies wissen wir ja auch von anderen Gebieten, nicht nur im Fußball.


Ich weiß nicht, woher Du weißt, dass "wir" wissen, dass wir Weltmeister der Augenwischerei sind, was man ja auch bei anderen Gebieten sehen würde. Aufklärung wäre nett.

Einstweilen halte ich mich daran, dass wir, wenn nicht alles schiefläuft, entgegen der Prognosen der ganzen Untergangsapologeten zum vierten Mal hintereinander Exportweltmeister werden ( http://www.faz.net/s/RubC8BA5576CDEE4A05AF8DFEC92E288D64/Doc~E461EAEE6A0DF4765B096DC24F049CF05~ATpl~Ecommon~Scontent.html ).

Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#3
15.12.2006 - 12:37 Uhr
Lattek ist wie Netzer...einfach zum davonlaufen...

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Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#5
15.12.2006 - 12:56 Uhr
Altherrengelaber. Nichts, was die beiden da von sich geben, würde man nicht schon längst wissen.

Wenn Hitzfeld meint, daß die BL taktisch und technisch der Musik hinterherläuft, kann er sich gern wieder auf eine Trainerbank setzen und diesen Zustand ändern.

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"Es sind die Zuschauer, um die es beim Profifußball geht. Ohne sie hat dieser Sport weder Sinn noch Status noch eine Zukunft."

Alan Hardaker, ehem. Vorstand der Football League

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Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#6
15.12.2006 - 13:06 Uhr
Das was Lattek sagt kann man getrost vergessen, dass ist das typische BILD_Kolumnisten und DSF Doppelpass altherrengewäsch.

Die Aussagen Hitzfelds triffen da schon eher:

"Hitzfeld: Die Bundesliga gehört nicht mehr zur absoluten Spitze in Europa. Nur ein Beispiel: Ich habe vergangenen Sonntag Chelsea gegen Arsenal gesehen, da liegen Welten dazwischen zum deutschen Fußball. Vom Tempo her, vom Einsatz. Nach dem WM-Titel 1990 hat man bei uns zehn Jahre Entwicklung im Nachwuchsbereich verschlafen, stattdessen hat man zu viele mittelmäßige Ausländer geholt, die die Liga verstopften. Jetzt hat der DFB ja reagiert, mehr Stützpunkte für den Nachwuchs aufgebaut. Aber diesen zehn Jahren rennt man jetzt hinterher."


Allerdings ist das nun auch keine bahnbrechende Neuigkeit - jeder der den deutschen Fußball in dem letzten Jahrzehnt einigermaßen verfolgt hat, kann zu dieser Erkenntnis gelangen.

Die 1000 Punkte Frage ist doch folgende: Wie kann man einigermaßen zeitnah und praktikabel das Problem in den Griff kriegen!

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Bundestrainer Erich Ribbeck erklärt den deutschen Heldenfußball
Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#7
15.12.2006 - 13:19 Uhr
@ Roberto

Es geht nicht darum, daß ich die Dinge anders sehe, aber was die Herren da an Weisheiten von sich geben, ist doch nichts Neues.
Jeder, der den Fußball schon länger verfolgt, dürfte wissen, was die Probleme des deutschen Fußballs sind.
Lösungsmöglichkeiten bieten die beiden übrigens nicht an. Gerade von Hitzfeld würde ich mir das wünschen. Aber der scheint sich auch immer mehr in der Rolle des Nörgelopas zu gefallen.

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Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#8
15.12.2006 - 13:43 Uhr
Das überrascht mich jetzt doch posetiv das mal in den Medien eine kritische Anmerkung über den deutschen Fussball liest. Sonst schweigen doch die Medien das Thema tot. Ist doch alles Gold was gläntz! Wir sind ja sooooooooo gut!!!!
Und über den Lattek kann man sagen was man will, aber er hat recht! Wann hat die deutsche Nationalmannschaft bei der WM ein gutes, überzeugendes Spiel gemacht? Wurde ja auch von den Medien alles nur hochgejubelt nur damit der Hype steigt. Ich behaupte mal, hätte sich diese Mannschaft für eine WM qualifizieren müsse, wäre sie gescheitert!
Nein der deutsche Fussball krankt an allen Stellen. Das Problem ist nur, das dies keiner merkt, bzw. wahrhaben will. Wenn man jemand mal die Wahrheit sagt, wird er als "böser, böser Netzbschmutzer" an den Pranger gestellt.

Hauptschache die Show, das "Produkt" Bundesliga boomt. Das man international immer mehr abfällt, interessiert doch nur am Rande. Wir sind Deutschland, die Fussballwelt interessiert uns doch nicht.

Und hier nochmal einen Text den ich schon vor einigen Tagen ins Forum gestellt habe:

Und die Medien? Hört man da mal ne kritische Stimme? Nein, die springen auf den gleichen Zug auf! Die machen aus solchen Teams dann auch noch Heroren, die bis zum aus umfallen gekämpft haben. Die deutschen Teams verlieren immer mehr an Boden, aber eine richtige Diskussion über das warum hört und liest man nicht! Sowas wird, ich behaupte mal mit voller Absicht, tot geschwiegen.

Sowas schadet ja dem Produkt "Fussball". Hauptsache man kann jedes Wochenede die achso tolle Bundesliga feiern. Im europäischen Vergleich mehr als unterdurchschnittlich begabten "Fussballern" hochjubeln.

In der Zwischenzeit sind beide, die Medien und die Vereine so von einander abhänig, dass es, meiner Meinung nach, zu keiner Objektiven Berichterstattung mehr kommen kann. Das TV braucht die Spiele wegen der Einschaltquote, die Printmedien wegen der Auflagenstärke. Nur so können sie Werbezeiten bzw Anzeigen meistbietend verkaufen. Die Vereine brauchen die Medien um sich zu verkaufen, und dadurch mehr Sponsoren und noch lukrativere Sponsorenverträge abzuschliessen.

Das schlimme ist nur, dass sich hier in absehbarere Zeit nichts, aber überhaupt nichts veränderen wird. Es wird weiter sein eigenes, deutsches Süppchen gekockt. Ist doch egal wenn man im UEFA-Cup oder CL rausfliegt. Wir wurschteln einfach so weiter. Die Liga wird noch mehr geputscht, jedes Spiel zu einem hochklassigen Match erklärt, der Hype immer mehr erhöht.

Minderbegabte Trainer bekommt natürlich auch immer wieder Ihren Job in der Liga, um ein abstiegbedrohtes Team zu retten, doch nach einigen Monaten werden die auch geschasst, kommt ein neuer, der auch nicht lange bleibt. Langsam entwickelt sich die Trainergilde in Deutschland zu einer geschlossen Gesellschaft. Im die gleichen Gesichter, immer die gleiche Taktik und IMMER die gleichen, sooooo lustigen Sprüche! Aber sowas braucht man ja, solche Leute die die Selbstdarstellung voll drauf haben, aber nichts von taktischen Neuerungen wissen.

Möchte mal erleben das ein entlassener deutscher Trainer, mal ins Ausland geht, sich dort die Trainerarbeit ansieht, sich über Taktik informiert. Aber die bleiben ja lieber zuhause fahren Motorrad, aber "brennen darauf wieder an der Linie zu stehen".

Nein ein Verein würde nie einen Trainer aus dem Ausland holen. Die die es gemacht haben, sind gescheitert. Aber warum? Weil die Spieler das System des Trainers nicht begriffen haben. Die wollen doch nur ihren alten Stiefel runterspielen, das reicht ja für die Liga. Zwei Stunden am Tag trainieren das genügt. Wenn ein neuer Trainer ein neues System einführen will, stösst er doch bei den Spielern und bei den Medien auf unverständiss. Der hat ja nicht mal die Zeit das System den Spielern einzubleuen!

Hat sich eigentlich jemand mal Gedanken gemacht warum im Moment nur 2 deutsche Nationalspieler im Ausland spielen? Wieviel waren es beim WM Gewinn 1990? Fünf, Sechs? Wo sind die deutschen Trainer bei europäischen Spitzenclubs? Weder Spieler noch Trainer werden im Moment nachgefragt, weil das Ausland verstanden hat, wie tief der deutsche Fussball in den letzten, 10 Jahren gesunken ist. In Wirklichkeit lachen die doch über uns.

Der Anspruch und die Wirklichheit im deutschen Fussball klaffen im Moment Lichtjahre auseinander!!!!!

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SYDNEY ROOSTERS BACK-TO-BACK PREMIERS! 2018-2019

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Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#9
15.12.2006 - 13:43 Uhr
Zitat von Roberto06:

Merkwürdig, daß viele hier das anders sehen als Lattek und Hitzfeld. Wie erklärt ihr den den Niedergang der deutschen Liga und die Tatsache, daß es nur 2-3 deutsche Spieler gibt, die international gefragt sind. (Ballack, Klose, Lahm)

Die anderen werden meiner Meinung nah wirklich überschätzt. Wenn du Poldi, Schweini und Borowski im Set anbietest gegen Christiano Ronaldo , würden sich 100 von 100 internationalen Trainern für Chr. Ronaldo entscheiden. Deutsche Spieler sind local heroes mehr nicht.



Den Niedergang der Liga erkläre ich mir genauso wie Hitzfeld! Allerdings hat Lattek dann über die Nationalmannschaft gesprochen - das ist aber ein anderes Thema! Warum?

Ich würde behaupten, dass in den DFB Nachwuchsmannschaften tatsächlich - inzwischen - einige internationale Klassetalente dabei sind. Auf jeden Fall ausreichend um die Nationalmannschaft zu verstärken - aber viel zu WENIG um das Niveau der Bundesliga spürbar anzuheben. Um die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen bedarf es eines längerfristigen Entwicklungsprozesses.

Fazit: Die Nationalmannschaft ist in einer besseren Situation als die Liga! Das lässt sich auch schlicht an Ergebnissen ablesen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meistermacher am 15.12.2006 um 13:46 Uhr bearbeitet
Lattek & Hitzfeld im Handelsblatt |#10
15.12.2006 - 14:12 Uhr
Sie haben teilweise recht.
Auch sehen sie das ganze nicht so schlecht, wie einige hier glaube, die anscheinend nur kurz reingelesen haben.
"Deutschalnd steht international nur noch auf dem 4-5 Platz"

Das ist eine klare Tatsache.
Was sie da anbringen, sind Verbesserungsvorschläge, wie man DAS ändern kann.

Nur die Lattek-Kritik an der WM kann ich nicht evrstehen, sonst haben sie recht, wenn man es aus ihrem Blickwinkel sieht:
Das die deutsche Liga eben höher als Platz 4-5 stehen soll.

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