Osteuropa

Karpaty Lviv [UKR]

06.12.2009 - 12:14 Uhr
Karpaty Lviv [UKR] |#491
18.06.2019 - 20:49 Uhr
Nun ist es offiziell. Nicht Andrij Tlumak, nein, Oleksandr Chyzhevskyj ist der neue Cheftrainer bei Karpaty. Er übernimmt eine ziemlich gefledderte Mannschaft mit einer katastrophalen Verteidigung (die unter seiner Leitung gegen Volyn' eher schlechter als besser wirkte) und einem Sturm, der ohne Shved das Tor nicht trifft.

Ich bin etwas enttäuscht. Tlumak war ja gehandelt worden, und was der aus seiner eigentlich deutlich schwächeren Mannschaft gegen Karpaty herausgeholt hatte, war schon sehenswert. Ich hätte ihm eher zugetraut, einen Kurswechsel hinzubekommen. Man wird sehen.

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Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!
Karpaty Lviv [UKR] |#492
19.06.2019 - 21:53 Uhr
So, jetzt ist es raus. Miroshnichenko wechselt ablösefrei zum FK Oleksandriya. Wenn er Glück hat, darf er dann ein paar der maximal 6 internationalen Spiele mitmachen. Danach ist dann eh Schluss. Und Oleksandriya ist natürlich auch ein total aufregender Ort, wo man gern leben möchte.

Das ist alles verdammt traurig. Der Spieler lässt seinen Vertrag auslaufen, der Club verdient nichts an einem Wechsel, und dann wechselt der zu so einem Provinzclub. Mitte der Saison war er ja auch bei ganz anderen auf der Liste. Es hätte für alle Beteiligten besser ausgehen können.

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Karpaty Lviv [UKR] |#493
05.08.2019 - 11:13 Uhr
Die Saison ist 2 Spiele alt, und sie hat für Karpaty zumindest den Resultaten nach so begonnen, wie prognostiziert worden war: 0 Punkte, 0 Tore, letzter Tabellenplatz. Tatsächlich muss man jedoch feststellen, dass sich die Mannschaft in den beiden "hoffnungslosen" Spielen gegen Dynamo und Shakhtar (Links auf Spielberichte) besser geschlagen hat als viele prophezeit hatten.

Durch die Abgänge von Leistungsträgern wie Shved, Lebedenko, Carrascal, Miroshnichenko, Hongla und Myakushko ist eine Menge individueller Klasse verloren gegangen, die auch durch Zugänge realistisch nicht kompensiert werden konnten. Da die Einnahmen aus Spielerverkäufen vor allem benötigt wurden, alte Schulden zu begleichen, waren namhafte Zugänge praktisch auszuschließen. Es wurden also vor wieder junge Spieler gekauft, die ohne Ablöse zu haben waren, wobei es anders als früher eben nun nicht mehr ein Riesenhaufen völlig unbekannter Südamerikaner war, sondern Spieler, die schon irgendwo auf einem vernünftigen Niveau gespielt hatten. Ich will hier gar nicht so in die Details gehen, nach Ende der Transferperiode wird es dazu von mir einen ausführlichen Bericht auf "Futbolgrad" und in etwas abgespeckter Form auf "Karpaty Lviv Nachrichten" geben.

Was in den beiden ersten Spielen aufgefallen ist, ist die neue Ordnung. Das fängt mit dem Spielsystem an - 4:3:3 (alternativ 4:1:4:1) statt 3:4:3, und es setzt sich dadurch fort, wie die Spieler das auf dem Platz umsetzen. Nach dem ungeordneten, oft chaotischen Fußball under Fabri ist es ein deutlicher Fortschritt, dass die Spieler koordiniert verschieben, Positionen besetzten und einen Spielsystem umsetzen. Das dürfte ein Verdienst des neuen Trainers Oleksandr Chyzhevskyj sein, dem vorher eigentlich niemand etwas zugetraut hatte.

Natürlich gingen die beiden Spiele verloren, und zwar beide auf ähnliche Weise: nachdem die Mannschaft weite Teile der ersten Halbzeit über die jeweiligen Gegner neutralisiert hatte, nutzten diese dann eiskalt ein Nachlassen der Konzentration kurz vor der Pause. Natürlich ist das angesichts des jungen Alters der meisten Spieler nachvollziehbar, aber das sind eben die Momente, wo eine schwächere Mannschaft dann gegen eine stärkere verliert.

Die Saison fängt nun richtig an. Nächsten Sonntag geht es gegen Olimpik, vermutlich den Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. In dieser Saison steigt m.W. wegen der Vergrößerung der Liga auf 14 Mannschaften nur eine ab, was für Karpaty eine Chance sein wird, ohne zu viel Panik in Ruhe die Mannschaft zu entwickeln, taktisch auszubilden und dann hoffentlich nächstes Jahr ohne Abstiegssorgen in die Saison starten zu können.

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Karpaty Lviv [UKR] |#494
12.08.2019 - 09:24 Uhr
Der erste Punkt und das erste Tor sind eingefahren worden - 1:1 gegen Mariupol. Dem Spielverlauf nach hätte eigentlich mehr erreicht werden können, allerdings leistete sich Klyots Mitte der zweiten Halbzeit eine saublöde gelbrote Karte, wodurch es danach eigentlich nur noch um das Halten des Ergebnis ging.

Die Abwehr war nicht immer sattelfest, aber sah immer noch deutlich besser aus als das, was letzte Saison so offen wie ein Scheunentor gewesen war. Das Hauptproblem ist immer noch der Angriff. Trainer Chyzhevsykj weiß das auch, im Interview nach dem Spiel sagte er auch, dass er in diesem Transferfenster immer noch nach einem erfahrenen Angreifer sucht.

Die rote Laterne hat nun erst einmal Olimpik, gegen die es nächsten Sonntag geht.

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Karpaty Lviv [UKR] |#495
11.09.2019 - 22:34 Uhr
So, hier ist nun der versprochene Artikel auf "futbolgrad" (in englischer Sprache): Karpaty Lviv - Life after "Los Karpatos"

Ich rolle da die Geschichte des "Los Karpatos" Projektes auf, gehe auf die Motivationen dahinter und die Nachwirkung ein und dann auf die erneut radikalen Wechsel seit Juni diesen Jahres. Das dürfte interessant sein für alle, die den Club in den letzten Jahren nicht oder nicht so genau verfolgt haben.

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Karpaty Lviv [UKR] |#496
14.09.2019 - 22:24 Uhr
Heute im ersten Spiel als Trainer bei Karpaty konnte sich Roman Sanzhar über einen 2:1 Sieg gegen Vorskla freuen.

Der Sieg war schon etwas glücklich. Vorskla war durch ein etwas kurioses Tor in Führung gegangen, wirkte aber die meiste Zeit reifer und sicherer. Karpaty haben zwei-drei richtig sehenswerte Spielzüge gezeigt, die aber nichts einbrachten. Trotzdem fast schon mehr als die ganze bisherige Saison zusammen.

Der Ausgleich kam durch einen Handelfmeter, der Siegtreffer durch einen schönen Spielzug nach einem Eckball.

Sanzhar lässt deutlich offensiver spielen als zuvor Chyzhevskyj. Hinten gibt es wieder eine Viererkette, Di Franco endlich als Zehner, dafür dann Joao Diogo Jennings auf links außen und Verbnyj nur auf der Bank. Die Aufstellung hätte ich in etwa auch so gemacht cool

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Karpaty Lviv [UKR] |#497
27.10.2019 - 18:58 Uhr
Für Karpaty waren ja die letzten Wochen eher depressiv: 4 Niederlagen und ein Unentschieden in 5 Pflichtspielen, ein Punkt vor dem Tabellenende. Vor allem im Kreuzfeuer stand Trainer Roman Sanzhar, der den beliebten Oleksandr Chyzhevskyj ersetzt hatte. Gerade nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den Lokalrivalen FK Lviv war von den Fans wieder seine Entlassung gefordert worden, und Insider waren auch der Meinung, dass er nicht mehr sicher im Sattel saß.

Nun begann ausgerechnet jetzt die Rückrunde der ersten Saisonphase mit den Spielen bei Dynamo und zu hause gegen Shakhtar, die ja auch zu Saisonbeginn erwartungsgemäß verloren worden waren. Karpaty hatten heute eine richtige Abwehrschlacht zu schlagen, und dafür hatte Sanzhar auch richtig auf Mauern gesetzt: ein 5:3:2, um das sich Dynamo dann wie beim Handball positionierte.

Dynamo war ziemlich einfallslos in der ersten Hälfte, und Karpaty hatten durch zwei Konter im Grunde sogar die besseren Chancen. In der zweiten Hälfte ging Dynamo dann in Führung, ließ aber etwas die Zügel schleifen, so dass Karpaty etwas selbstbewusster wurden. Kurz vor Spielende schafften sie dann den Ausgleich, ein wirklich kurioses Tor: Boiciuc bekam praktisch an der Grundlinie links vom Tor den Ball und drosch den einfach mal in die Innenverteidiger im Fünfer, um ein Eigentor zu provozieren - und das klappte sogar.

Ausführlicher Spielbericht ist hier auf Karpaty Lviv Nachrichten, inklusive Video mit den Höhepunkten. Es lohnt sich cool

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Karpaty Lviv [UKR] |#498
15.12.2019 - 21:06 Uhr
Karpaty sind heute mit einer 2:1-Niederlage bei Vorskla auf den letzten Platz abgerutscht. Der einzige Grund, dass das nicht schon früher geschehen ist, lag darin, dass die direkte Konkurrenz bisher genau so desolat durch die Saison gegangen ist. Das hatte sich in den letzten zwei Wochen geändert, nachdem sowohl Vorskla als auch FK Lviv punkten konnten.

Bei Karpaty gibt es neben der schlechten sportlichen Situation eine ganze Reihe von offenen Fragen: Wer hat das Sagen im Verein? Präsident Dimynskyj hält sich zurück, Geschäftsführer Yaschchyschyn gilt als dessen Marionette, der eigentlich völlig machtlos ist, Smalijchuk ist nach Ende der letzten Saison ausgeschieden und teilt hin und wieder Spitzen gegen seine Nachfolger aus. Chefscout ist Vadim Schablij, der ja nicht ganz unumstritten ist und der den aktuellen Kader im wesentlichen zu verantworten hat. Smalijchuk zufolge wird der Club aktuell vom Fernsehjournalisten Viktor Vatsko geführt, der diese Behauptungen weder bestätigt noch dementiert hat.

Richtig Sorgen macht die finanzielle Situation. Trotz der Transfererlöse der Smalijchuk-Ära ist der Verein ohne Zahlungen von Dimynskyj nicht lebensfähig, und der hat - so sagen verschiedene Quellen - bereits die ganze Saison kein Geld mehr in den Verein gesteckt. Nun kam noch heraus, dass die Ablösesumme, die der Verein dem FC Sevilla für Jorge Carrascal schuldet, noch nicht bezahlt worden ist und die FIFA dem Club eine dreijährige Transfersperre angedroht hat, falls das Geld nicht bis zum 31.12. bezahlt ist. Zwar will River Plate den Spieler zum Jahresende nach Ablauf der Leihe fest verpflichten, was 2.5 Mio Euro einbringen wird, aber das wird zeitlich knapp, da ja auch deren Zahlung erst am 31.12. zu erwarten ist. Außerdem scheint der Club noch Geld für die damalige Verpflichtung von Marian Shved schuldig geblieben zu sein, so dass aus der Ablöse für Carrascal nichts übrig bleiben dürfte.

Verschiedenen Quellen zufolge sind seit zwei Monaten keine Spielergehälter mehr gezahlt worden. Das dürfte auch der Grund sein, dass João Diogo Jennings, einer der besseren Neueverpflichtungen des letzten Sommers, den Verein vorzeitig verlässt und schon ein halbes Jahr vor Ablauf seines Leihvertrags nach Brasilien zurückkehrt. Mysteriös sind auch die Verletzungen von Ponde und Di Franco, die so ganz plötzlich einen Tag vor dem Spiel heute verkündet worden waren - ob das so stimmt, ist auch Anlass zu Spekulation.

Dennoch kündigt Trainer Roman Sanzhar im Winter große personelle Änderungen an. Das kann in eine Richtung ganz leicht sein - haufenweise Spieler verlassen den Verein. Aber wie der Kader verstärkt werden soll (was Sanzhar mit seiner Ankündigung ja meinte), bleibt ein Geheimnis der Verantwortlichen. Vielleicht gibt es ja noch Aussicht auf finanzielle Mittel, von denen noch niemand etwas weiß.

Wir werden sehen. Ende Januar werden wir vielleicht ein wenig schlauer sein - ob es dann noch eine Mannschaft gibt, ob die in der UPL konkurrenzfähig sein könnte und wohin die Reise des Vereins geht.

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Karpaty Lviv [UKR] |#499
18.01.2020 - 18:17 Uhr
Hier ist ein kurzer Bericht zum Stand der Dinge bei Karpaty. Die finanziellen Probleme, die ja schon vor der Winterpause ein Thema waren, sind derzeit so groß, dass die meisten Spieler bereits seit zwei Monaten ihre Gehälter nicht mehr bekommen haben (angeblich bilden die Legionäre aber da die Ausnahme).

Das Ganze ist so weit eskaliert, dass die Spieler sich geweigert haben, an der Saisonvorbereitung teilzunehmen. Den Kompromissvorschlag der Vereinsführung, erst einmal die Gehälter für einen Monat auszuzahlen und für den zweiten später, lehnten die Spieler ab.

Das führte schließlich zu der Entscheidung der Vereinsführung, den Spielern eine Vertragsauflösung anzubieten - wer gehen will, kann das tun und frei wechseln, wohin er will, ohne dass die Gehaltsforderungen an den Verein dadurch verfallen. Von dieser Möglichkeit hat vergangene Woche bereits Innenverteidiger Serhij Vakulenko Gebrauch gemacht.

Andere Spieler haben den Verein auch verlassen, was aber - meine bescheidene Sicht - mit der oben geschilderten Situation nicht direkt zu tun hat: Torwart Roman Pidkivka wurde entlassen. Nach einem guten Saisonstart war er zum Ersatz von Oleh Kudryk degradiert worden und bei seinem ersten Auftritt danach beim Spiel gegen Shakthar durch katastrophale Fehler gleich zwei Gegentreffer verursacht.

Außerdem haben die zwei Legionäre Cristian Ponde und Francisco Di Franco den Club verlassen - ersterer durch Vertragsauflösung, also ablösefrei, zweiterer wechselt zu Dnipro-1, ob es für ihn Geld gibt, ist unbekannt. Es ist zu erwarten, dass noch weitere Spieler gehen werden. Aktuell kommen die Meldungen fast im Stundentakt herein.

Es gibt auch Meldungen über mögliche Zugänge: So ist etwa die Rede von einer Rückkehr Gegam Kadimyans, der sowohl auf der Außenbahn als auch in der Sturmspitze spielen kann, weiterhin wird Hennadij Pasich, ein Spieler fürs rechte oder linke offensive Mittelfeld gehandelt. Beide haben mit Trainer Roman Sanzhar bereits bei Olimpik gespielt und passen auch zu der Ansage, der sehr jungen Mannschaft noch etwas Erfahrung hinzuzufügen. Dann ist da noch Torwart Anton Kanibolotskyj, früher lange bei Shakhtar, zuletzt in Polen. Seine Verpflichtung würde erheblich Sinn ergeben, weil nach dem Weggang von Pidkivka kein erstligatauglicher Ersatztorwart mehr zur Verfügung steht. Wenn es schlimm kommen sollte, könnte er sogar zur Nummer 1 wird, wenn aufgrund der finanziellen Problem Oleh Kudryk, sicher einer der Top-Verdiener der Mannschaft, vorzeitig abgegeben werden müsste.

Ob es zu diesen oder überhaupt irgendwelchen Zugängen kommt, ist freilich noch völlig offen. Die genannten Namen entsammen Berichten aus der ukrainischen Sportpresse sowie Quellen mit guten Verbindungen zum Umfeld in Lviv.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Frage nach einem möglichen Verkauf des Vereins. Es galt ja als sicher, dass Prsident Petro Dyminskyj nur 50% des Clubs hält (das hat er auch selber erklärt) und die andere Hälfte Ihor Kolomojskyj gehört. Dieser Name wurde allerdings von Dyminskyj nicht genannt - da war immer nur die Rede von einem "zweiten Investor", der sich weigere, in den Club zu investieren. Nun hat Kolomojskyj kürzlich ein Interview gegeben und erklärt, die Meldung, ihm gehöre die Hälfte des Clubs, sei völlig falsch. Nun ja.

Immerhin scheint einigermaßen gesichert, dass der Club zum Verkauf steht. Nun muss "nur" noch ein Käufer gefunden werden. Wie damit Geld zu verdienen sein soll, ist mir unklar, die UPL ist ja bekanntlich eigentlich eher ein Groschengrab als etwas, wo man mit Aussicht auf Gewinn im klassischen Sinne investieren würde.

Immerhin gab es eine von mehreren Seiten bestätigte Nachricht, dass der russische Oligarch Mikhail Fridman (u.a. Besitzer der Alfa-Bank), selber in Lviv geboren, den Club kaufen wolle. Das wäre natürlich eine heikle Personalie - ausgerechnet ein russischer Besitzer für einen Club mit bekannt patriotischen Anhängern.

Entsprechend prompt kam dann auch das Dementi. Nur hat das jetzt nicht unbedingt etwas zu sagen. Es ist zu vermuten, dass Fridman nicht begeistert war, dass seine Pläne publik wurden, denn so eine Unternehmung dürfte er kaum offen, sondern eher über eine vorgeschobene Firma oder Strohmänner verfolgt haben. Da nun bereits ein reges öffentliches Interesse geweckt worden war, muss man sehen, ob das nicht das Ende dieses Plans bedeutet hat.

Der Verein selber publiziert nach wie vor, als ob nichts gewesen wäre, Meldungen über den geplanten Ausbau des Stadions unter Verwendung von der Stadt gehörenden Grundstücken in der direkten Nachbarschaft. Manche sagen, dass Dyminskyjs Weigerung, dem notleidenden Club finanziell unter die Arme zu greifen, eigentlich nur dazu dient, Druck auf die Stadt auszuüben, ihm das besagte Gelände preiswert zu überlassen, so dass er dann sein Projekt durchführen kann, das aus einem modernisierten Stadion mit weniger Plätzen, umfangreiche Vergnügungs- und Einkaufsmöglichkeiten drum herum besteht. Tatsächlich wäre so etwas vielleicht sogar eine Möglichkeit für den Verein, sich noch eine andere Geldquelle zu erschließen, mal ganz abgesehen davon, dass Dyminskyj daran sicher nicht schlecht verdienen würde.

Aktuell tut sich aber in dieser Beziehung noch nichts. Was als nächstes kommt, ob es für die Rückrunde eine konkurrenzfähige Mannschaft geben wird, die eine realistische Chance auf Klassenerhalt hat und ob es den Club am Ende der Saison überhaupt noch gibt, ist zur Zeit völlig offen.

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Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!
Karpaty Lviv [UKR] |#500
02.03.2020 - 21:14 Uhr
Die Winterpause ist beendet, und es geht in den Saison-Endspurt, 12 Spiele liegen noch vor den Team.

Für Karpaty war das Transferfenster wie erwartet mit großen Änderungen verbunden - 13 Ab- und 7 Zugänge. Aufgrund der Zahlungsschwierigkeiten hatten die Spieler das Recht, den Vertrag einseitig zu kündigen und frei zu wechseln, davon machten 4 Spieler Gebrauch, das war zumindest bei Serhij Vakulenko und Oleksij Hutsulyak schmerzhaft, da diese beiden durchaus noch ordentliche Ablösesummen hätten einbringen können. Mit Gewinn verkauft wurde Di Franco, der sich Dnipro-1 anschloss.

Zwischendurch war gar nicht klar, ob es überhaupt Zugänge geben würde. Am Ende kam es aber doch zu einigen Verstärkungen - davon vier erfahrene Spieler, wie Roman Sanzhar es schon angekündigt hatte. Tanchyk und Pasich waren alte Bekannte des Trainers aus seiner Zeit bei Olimpik, Torwart Kanibolotskyj dürften manche noch aus seiner Zeit bei Shakhtar in Erinnerung haben.

Wichtig war auch, dass der Trainer mit der Mannschaft im Trainingslager arbeiten konnte - er hatte ja in der Hinrunde einige Male erwähnt, dass er den Kader nicht selber zusammengestellt habe und die Spieler noch nicht so ganz sein System verstanden hatten. Diese Entschuldigung wird es nun nicht mehr geben.

Die Trainingsspiele waren ganz OK, und in den ersten beiden Spielen nach der Pause (1:1 gegen Dnipro-1 und 1:2 gegen Kolos) waren auch durchaus Verbesserungen zu erkennen - allerdings keine spektakulären.

In den noch verbleibenden Spielen geht es nun darum, den letzten Tabellenplatz doch noch hinter sich zu lassen. Die Konkurrenten dürften Olimpik, FK Lviv und Vorskla sein. Alle drei Teams haben sich nach der Pause verbessert gezeigt, vor allem Vorskla hat das Kunststück hinbekommen, gegen Shakhtar zu gewinnen. Der Abstand auf den rettenden vorletzten Platz beträgt nun 5 Punkte.

Immerhin besteht nun die Möglichkeit, in der Abstiegsgruppenphase gegen alle direkten Konkurrenten zweimal zu spielen, man hat es also in der Hand, allein wenn man diese Spiele zum Maßstab macht, fällt es schwer zu glauben, dass Karpaty diese Spiele gewinnen könnten. Es sieht tatsächlich ziemlich übel aus.

Etwas ausführlicher weiter geht es hier: Winterpause und Transferfenster 2019/20.

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