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Kaderplanung Saison 26/27

15.03.2026 - 14:15 Uhr
Kaderplanung Saison 26/27 |#391
29.07.2026 - 12:10 Uhr
Zitat von FC-Heidenheim-1846
Zitat von Heidenheimer46

Zitat von Lino1992

Der Abgang von Dorsch ist nun offiziell.

FS wird auf der Homepage wie folgt zitiert: "An unserer Zielsetzung einen guten Saisonstart zu haben, ändert sich trotzdem nichts, da wir auf seiner Position mehrere Spieler haben, denen wir es zutrauen, seinen Weggang zu kompensieren."

Ich hoffe doch stark, dass das nur Floskeln sind. Derzeit ist keiner auch nur annähernd an der Qualität von ND daran. Das Geld kann man jetzt wieder gut in Beine investieren.



Die beiden Herren schaden dem Verein mittlerweile deutlich mehr, als er von ihnen profitiert. Mit diesem Kader wird man es auch dieses Jahr schwer haben, die Liga zu halten!
Leider sieht es so aus, das man es erneut geschafft hat, den Kader nochmals zu schwächen, obwohl dieser sogar vor allen Leihen und bisherigen Abgängen bereits nicht gut genug war! Toll und genau weiter so HS und FS! Aus bisherigen Fehlern absolut überhaupt nichts gelernt, im Gegenteil, man bleibt trotzig und meint man kann entgegen der Entwicklung im professionellen Fußball handeln! Die Quittung werden die beiden Herren und leider auch wir Fans, Sympathisanten und alle die was für den Verein übrig haben am Ende zahlen müssen…



Gerade eben war Fantreffen. Wieso hab ich dort nichts von euch beiden gehört?


Im richtigen Leben?! Ohne den Schutz der Anonymität des Internets!? Du bist ja total verrückt 😜...
Kaderplanung Saison 26/27 |#392
29.07.2026 - 15:56 Uhr
Zitat von Heidenheimer46

Was konkret meinst du, mit in welcher Position befindet sich der FCH?

Ich hab in alten Posts bereits mehrfach Ideen oder Beispiele genannt. Sowohl für Positionen als auch für Spieler samt Namen.

Also durch Scienza um nur ein Beispiel zu nennen, ist eine gewisse Summe reingekommen, hat man da Geld reinvestiert in Spieler?! Nein! Man hat im Winter REAGIERT, mit Leihen und einem Transfer, hauptsächlich waren alle diese Spieler davor verletzt oder noch immer als sie zur Mannschaft gestoßen sind. Denselben Fehler macht man jetzt erneut durch den Abgang von Dorsch! Man hofft das es wie auch immer gut geht um kein Geld ausgeben zu müssen.

Wenn du erneut Spieler und Zahlen von mir hören willst, dann wird es schwer wenn man die Strategie nicht ändert und sich nur auf den deutschen Markt konzentrieren kann oder will!

Die Aussagen von Holger Sanwald die du zitierst, ist da irgendein Unterschied zu den letzten Jahren?! Also wenn der Mann den Kader immer noch nicht einschätzen kann, dann weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter!

Wir werden sehen wie voll das Stadion nach dem Abstieg sein wird und was den Verein teurer kommen wird, der Abstieg letzte Saison oder man hätte 1,2 oder 3 Millionen in die Hand genommen und in den Kader investiert!
Und wenn man auf Transfererlöse angewiesen ist, dann sind Leihen ein denkbar schlechter Move!

Dieses Argument, das man mit Verpflichtungen sicher geht, sry aber das ist populistisch! Dieses „Problem“ und Risiko geht jeder Verein gleichermaßen ein! Den einen kostet es mehr, den anderen weniger Geld! Aber nichts zu tun und mit demselben Kader mehr oder weniger weiterzumachen, ist in meinen Augen das viel größere Risiko und Leid!


Weder möchte ich Deine noch Holger Sanwalds öffentlich geäußerte Meinung bewerten, das steht mir gar nicht zu. Ich teile sie nur nicht.

Bei diesen superkritischen Posts sehe ich immer einen Denkfehler: Man verlangt vom FCH, sich so zu verhalten, als läge da ein dickes Festgeldkonto, von dem man ungebremst investieren kann.

Dass „nichts" passiert, sehe ich nicht. Drei Neuzugänge, die aus der 3. Liga zusammen 37 Tore mitbringen. Schnatterer als neuer Impulsgeber im Trainerteam, mit Fokus auf die Standards. Mit Frank Feller eine neue Nr. 1 aus der eigenen Jugend und Leart Paqarada als gefühlter Neuzugang. Bisherige Ausgaben: 2,5 Millionen.
Klar, je mehr Geld du in die Hand nehmen kannst, desto mehr fertige Qualität kaufst du dir in der Regel ein. Mehr Erfahrung, mehr Können, die bessere Ausbildung. Das stimmt ja alles. Nur bist du selbst dann immer noch darauf angewiesen, dass es passt.

Ein Verein mit einem entsprechenden Polster oder einem Investor im Rücken kann sich manchen Fehlgriff leisten, für ihn besteht kaum ein Risiko. Wenn du dann noch ein großes Stadion füllst und entsprechend Umsatz mit deinen Trikots machst, weißt du ziemlich genau, welche Einnahmen du generieren wirst.
Heidenheim hat das alles nicht. Der Etat ist nach dem Abstieg quasi halbiert, und die Umsätze werden nicht wachsen. Der Stadionumbau wird kommen – und anders als in Elversberg, wo ihn der Investor bezahlt und man mit gläsernen Logen an der Seitenlinie und 3000 Businessplätzen plant, oder bei Klubs wie Osnabrück, Nürnberg und Kiel, wo Stadt, Land und/oder ein privater Investor mitzahlen, muss hier der Verein die Kosten selbst stemmen.

Der FCH lebt dauerhaft mit einem gewissen Risiko und mit der Pflicht, es kalkulierbar zu halten. Rücklagen aufzubauen ist eine schlichte Notwendigkeit und bedeutet nun mal, Transfererlöse zu generieren und sie eben nicht komplett zu reinvestieren. Die DFL will im Lizenzierungsverfahren schwarz auf weiß sehen, dass der Laden durchfinanziert ist.
Wer erst die Rücklagen verbrennt und dann bei der Lizenz zittert, ist sicher nicht auf der Ostalb angesiedelt.

Wohin es führt, wenn man das Risiko nicht ernst nimmt, sieht man an einigen Klubs, die du als Maßstab nimmst. Der HSV hing sieben Jahre in Liga zwei fest, mit einem der größten Etats der Liga, meilenweit weg von den eigenen Ansprüchen. Schalke hat drei Jahre gebraucht und Jahr für Jahr Millionen versenkt, ehe es überhaupt wieder hochging. Und Hertha steht gerade mit dem Rücken zur Wand: monatelang um die Lizenz gebangt, unter Punktabzug-Drohung, am Ende ein radikal zusammengestrichener Kader. Und wirklich vom Eis ist deren Kuh noch lange nicht. Wenn Geld ausgeben der sichere Weg wäre, oben zu bleiben oder sofort wieder aufzusteigen, wären die alle seit Jahren ununterbrochen Erstligisten … Sind sie aber nicht.
Deine These, dass man mit 3 Millionen mehr Investitionen in den Kader nicht abgestiegen wäre, bleibt genau das: eine These. Hätte sich Paqarada das Kreuzband nicht gerissen, oder Olise das Tor nicht gemacht, oder Vieira den Elfmeter nicht bekommen, oder Conteh sein Tor behalten können, oder … In der Postbetrachtung finden sich etliche Faktoren, die einen Abstieg hätten verhindern können. Die finden sich immer.

Du sagst selbst, dass nach dem Abstieg wohl weniger Zuschauer kommen. Sehe ich auch so. Aber dann empfinde ich es als schwierig, mehr Ausgaben zu fordern.
Derzeit stehen wir bei einem Transferplus von ca. 2,3 Millionen. 7 Zweitligisten haben ein höheres. Wolfsburg nehme ich bewusst raus
Weniger Einnahmen und gleichzeitig mehr investieren, das passt nicht zusammen. Wenn es enger wird, muss man klüger kaufen, nicht teurer. Und deshalb sind Leihen für mich übrigen genau der Hebel, mit dem so ein Klub über seinem Etat spielen kann.
Ohne Dinkci, Krätzig, Wanner und Behrens hätten wir nicht drei Jahre Bundesliga gespielt. (Die 5 Millionen für Dinkci hätte man damals übrigens bezahlt, aber da war er sich längst mit Freiburg einig.)
Schalke, Paderborn und Elversberg sind mit 3–7 Leihspielern aufgestiegen, Stand jetzt hat Paderborn bereits wieder einen, Elversberg zwei und Schalke mit Gosens einen sehr teuren im Kader.
In der 2. Liga starten 11 Vereine mit Leihspielern in die neue Saison.
Man kann die maximal dynamische Veränderung des Transfermarktes natürlich ignorieren, aber dann hapert es zwangsläufig mit der Argumentation.

Zu Sanwald noch: Klar sagt er, dass er den Kader bis jetzt nicht einschätzen kann. Wir haben Ende Juli, kein Pflichtspiel, das Fenster ist offen. Für mich klingt er eher sehr skeptisch und nicht sorglos, er redet nichts schön und lässt offen, ob noch jemand kommt. Wenn es beim Start gegen Osnabrück, Hertha und im Pokal hakt, wird wohl nachgelegt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Penelope am 29.07.2026 um 15:58 Uhr bearbeitet
Kaderplanung Saison 26/27 |#393
29.07.2026 - 22:14 Uhr
Hallo zusammen,
​ich möchte zum Thema Leihen eine Prognose in den Raum werfen, die für mich ein typischer FCH-Transfer wäre: Felipe Chávez von Bayern München. Er ist zwar Peruaner, aber in Aichach bei Augsburg geboren und spricht somit natürlich fließend Deutsch. In den letzten Tagen liest man immer wieder, dass die Bayern seinen Vertrag verlängern und ihn anschließend erneut verleihen wollen.

​Über unsere Beziehungen und die Pipeline nach München muss man vermutlich nicht mehr viel sagen. Die Leihen von Wanner, Krätzig und Ibrahimović in den letzten Jahren sowie das wohl anstehende Testspiel sprechen klar für optimale Verhältnisse zwischen den Vereinen.

Zugegeben: In Köln hat er in der Rückrunde kaum gespielt und kam nie über die Jokerrolle hinaus. Ich denke, da war der Sprung direkt in die Bundesliga einfach noch zu groß. Im Nachwuchsbereich hat er aber gezeigt, was er draufhat, und starke Zahlen geliefert. Möglicherweise kam der Schritt in die 1. Liga einfach einen Ticken zu früh. Das erinnert mich ein wenig an die Situation von Ibrahimović vor seiner Leihe zu uns.

​Apropos Ibrahimović: Chávez wird von derselben Berateragentur vertreten. Die Agentur dürfte aktuell sehr gut auf Heidenheim zu sprechen sein, schließlich wurde Aris Karriere durch seine Zeit bei uns wieder richtig belebt. Die Wege für Gespräche sollten also recht kurz sein.

​Aus meiner Sicht wäre das ein Transfer mit quasi null Risiko, von dem alle Seiten profitieren könnten: Wir bekämen erneut ein hochveranlagtes Bayern-Talent, das wir uns sonst nie leisten könnten. Chávez bekäme wertvolle Spielzeit, und die Bayern könnten ihren Nachwuchsspieler beruhigt an einen Klub abgeben, mit dem sie bei Leihen bisher super Erfahrungen gemacht haben.

​Was haltet ihr von der Idee, wäre Chávez einer für uns?
Kaderplanung Saison 26/27 |#394
29.07.2026 - 22:26 Uhr
Zitat von TheilAgge
Hallo zusammen,
​ich möchte zum Thema Leihen eine Prognose in den Raum werfen, die für mich ein typischer FCH-Transfer wäre: Felipe Chávez von Bayern München. Er ist zwar Peruaner, aber in Aichach bei Augsburg geboren und spricht somit natürlich fließend Deutsch. In den letzten Tagen liest man immer wieder, dass die Bayern seinen Vertrag verlängern und ihn anschließend erneut verleihen wollen.

​Über unsere Beziehungen und die Pipeline nach München muss man vermutlich nicht mehr viel sagen. Die Leihen von Wanner, Krätzig und Ibrahimović in den letzten Jahren sowie das wohl anstehende Testspiel sprechen klar für optimale Verhältnisse zwischen den Vereinen.

Zugegeben: In Köln hat er in der Rückrunde kaum gespielt und kam nie über die Jokerrolle hinaus. Ich denke, da war der Sprung direkt in die Bundesliga einfach noch zu groß. Im Nachwuchsbereich hat er aber gezeigt, was er draufhat, und starke Zahlen geliefert. Möglicherweise kam der Schritt in die 1. Liga einfach einen Ticken zu früh. Das erinnert mich ein wenig an die Situation von Ibrahimović vor seiner Leihe zu uns.

​Apropos Ibrahimović: Chávez wird von derselben Berateragentur vertreten. Die Agentur dürfte aktuell sehr gut auf Heidenheim zu sprechen sein, schließlich wurde Aris Karriere durch seine Zeit bei uns wieder richtig belebt. Die Wege für Gespräche sollten also recht kurz sein.

​Aus meiner Sicht wäre das ein Transfer mit quasi null Risiko, von dem alle Seiten profitieren könnten: Wir bekämen erneut ein hochveranlagtes Bayern-Talent, das wir uns sonst nie leisten könnten. Chávez bekäme wertvolle Spielzeit, und die Bayern könnten ihren Nachwuchsspieler beruhigt an einen Klub abgeben, mit dem sie bei Leihen bisher super Erfahrungen gemacht haben.

​Was haltet ihr von der Idee, wäre Chávez einer für uns?

Gebe dir Grundsätzlich Recht, aber im zentralen Mittelfeld
sehe ich uns eigentlich nicht ganz schlecht positioniert.
Wo ich eher Bedarf sehe nach Dorschs Abgang, ist der defensiv starke 6er mit eventueller Erfahrung.
Ob dies Chavez verkörpert wage ich mal zu bezweifeln.

•     •     •

1846 Beitrag am 3.4.2021 gewidmet unserer Legende MS7
Kaderplanung Saison 26/27 |#395
29.07.2026 - 22:29 Uhr
Aus meiner Sicht trifft uns der Abgang von Dorsch aus dreifacher Hinsicht sehr schwer.

1. Mit Dorsch geht ein absoluter Führungsspieler und Mentalitätsspieler von Board. Der nächste in einer langer Reihe. Der FCH hatte immer großartige Spieler die neben ihren fußballerischen Qualitäten auch mit ihrer Mentalität auf dem Platz voran gegangen sind. Spieler, die sich mit allem was sie haben gegen eine drohende Niederlage stemmen und damit auch ihre Mitspieler aktiv pushen. Ich will in dem Zusammenhang keine Namen nennen, aber ich würde diese Attribute keinen drei Stammspielern zuschreiben.

2. Dorsch war einer der wenigen Spieler im Kader und von diesen wiederum der einzige Leistungsträger, der zu einem ballbesitzlastigen Spiel beiträgt. Qua unserer Rolle in der Bundesliga war unser Spiel darauf ausgelegt mit 37% Ballbesitz auszukommen und mit möglichst schnellen Kontern zu Chancen zu kommen. Dieser Idee sind wir auch auf dem Transfermarkt gefolgt und das war auch richtig so. In der 2. Bundesliga hingegen wird von unserer Mannschaft ein anderes Spiel gefordert sein. Wir werden selbst mehr das Spiel machen müssen und gegen tiefstehende Gegner ein gutes Ballbesitzspiel aufziehen müssen. Wer soll das im Zentrum übernehmen? Ich behaupte das kann da keiner. Unsere Innenverteidiger - gerade Mainka und Siersleben - sind sicher keine Holzfüße, aber über eine wirklich starke Spieleröffnung verfügen die nicht wirklich. Niehues ist mehr Abräumer als Feingeist und Schöppner, Beck sowie Kerber haben ihre Stärken eher als Ballschlepper denn als Ballverteiler. Auch eine Reihe weiter vorne sehe ehe ich eher die Dribbler, Konterspieler und Flankengeber als die Spielmacher. Hier hatten wir aus meiner Sicht schon vor dem Wechsel Dorschs keine gute Situation, die sich nun aber nochmal dramatisch verschlechtert hat. Aus meiner Sicht sind wir qualitativ in vielen Mannschafsteilen gut aufgestellt, aber der Mannschaft fehlt es an Taktgebern und Spielgestaltern. Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte, dass es in der aktuellen Konstellation keine 6 Teams geben wird, die nächste Saison weniger Ballbesitz haben als wir.

3. Ich habe die Profile im zentralen Mittelfeld eben schon angeschnitten und sehe hier auch taktisch durch den Wechsel Dorschs ein Problem - das ich aber auch vorher schon sah. Das mag nun nicht nur ganz objektiv sein, sondern ist sicher auch von meinem ganz persönlichen Ideal eines zentralen Mittelfelds geprägt.
Wenn wir einmal sehr in Schubladen denken, würde ich unsere zentralen Mittelfeldspieler in diese Kategorien einteilen:
Julian Niehues - Klassischer Sechser/Abräumer/Holding Six. Gibt dem Spiel durch eigene Läufe wenig Tiefe und ist weder Ballschlepper noch Ballverteiler. Dafür gibt er durch seine Zweikamfstärke und physische Präsenz Stabilität.
Jan Schöppner und Luca Kerber - Box-to-Box Spieler. Gehen die langen Wege vom eigenen Strafraum bis zum Strafraum des Gegners. Beide läuferisch sehr stark. Insbesondere Schöppner auch als Ballschlepper gut. Die defensive Zweikampfführung, wie auch das Passspiel war aber letzte Saison nicht gut.
Adrian Beck - passt am wenigsten in eine meiner Schubladen. Offensiv der stärkste von allen, dafür defensiv auch der klar schwächste. Ist kein richtiger Ballverteiler, aber auch kein Box-to-Box-Spieler.
Wir haben eine ganze Reihe guter Offensivspieler in der Mannschaft und unsere zwei Topverdiener (unterstelle ich mal) spielen im Sturm. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir meist auch mit vier Offensivspielern spielen wollen und deshalb eine Doppelsechs die präferierte Lösung im Zentrum sein wird. Ich sehe allerdings keine Konstellation bei der nicht entweder die defensive Stabilität oder der offensive Impuls gnadenlos auf der Strecke bleibt. Am ehesten hätte ich mir gewünscht, dass wir neben Dorsch einen zusätzlichen starken Abräumer verpflichten. Neben dem starken Abräumer wünsche ich mir nun eigentlich auch einen Dorsch-Ersatz und somit eine komplett neue Doppelsechs. Das wird nicht passieren. Um neben Niehues aber zumindest auch offensiven Impact von der Doppelsechs auszustrahlen, brauchen wir einen Ballverteiler. Ohne den wird es nicht gehen. Komplettiert werden kann diese Doppelsechs bei Bedarf dann als Dreiergespann auch durch einen Box-to-Box-Spieler (Schöppner oder Kerber) - dann hätten wir neben einem Abräumer einen Ballverteiler und einen Ballschlepper auf dem Feld.

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"In Regensburg wird noch gespielt"
Kaderplanung Saison 26/27 |#396
30.07.2026 - 10:43 Uhr
Zitat von Tziward

3. Ich habe die Profile im zentralen Mittelfeld eben schon angeschnitten und sehe hier auch taktisch durch den Wechsel Dorschs ein Problem - das ich aber auch vorher schon sah. Das mag nun nicht nur ganz objektiv sein, sondern ist sicher auch von meinem ganz persönlichen Ideal eines zentralen Mittelfelds geprägt.
Wenn wir einmal sehr in Schubladen denken, würde ich unsere zentralen Mittelfeldspieler in diese Kategorien einteilen:
Julian Niehues - Klassischer Sechser/Abräumer/Holding Six. Gibt dem Spiel durch eigene Läufe wenig Tiefe und ist weder Ballschlepper noch Ballverteiler. Dafür gibt er durch seine Zweikamfstärke und physische Präsenz Stabilität.
Jan Schöppner und Luca Kerber - Box-to-Box Spieler. Gehen die langen Wege vom eigenen Strafraum bis zum Strafraum des Gegners. Beide läuferisch sehr stark. Insbesondere Schöppner auch als Ballschlepper gut. Die defensive Zweikampfführung, wie auch das Passspiel war aber letzte Saison nicht gut.
Adrian Beck - passt am wenigsten in eine meiner Schubladen. Offensiv der stärkste von allen, dafür defensiv auch der klar schwächste. Ist kein richtiger Ballverteiler, aber auch kein Box-to-Box-Spieler.
Wir haben eine ganze Reihe guter Offensivspieler in der Mannschaft und unsere zwei Topverdiener (unterstelle ich mal) spielen im Sturm. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir meist auch mit vier Offensivspielern spielen wollen und deshalb eine Doppelsechs die präferierte Lösung im Zentrum sein wird. Ich sehe allerdings keine Konstellation bei der nicht entweder die defensive Stabilität oder der offensive Impuls gnadenlos auf der Strecke bleibt. Am ehesten hätte ich mir gewünscht, dass wir neben Dorsch einen zusätzlichen starken Abräumer verpflichten. Neben dem starken Abräumer wünsche ich mir nun eigentlich auch einen Dorsch-Ersatz und somit eine komplett neue Doppelsechs. Das wird nicht passieren. Um neben Niehues aber zumindest auch offensiven Impact von der Doppelsechs auszustrahlen, brauchen wir einen Ballverteiler. Ohne den wird es nicht gehen. Komplettiert werden kann diese Doppelsechs bei Bedarf dann als Dreiergespann auch durch einen Box-to-Box-Spieler (Schöppner oder Kerber) - dann hätten wir neben einem Abräumer einen Ballverteiler und einen Ballschlepper auf dem Feld.


Sehe ich fast komplett genauso, gerade beim Ballbesitz-Problem und dem fehlenden Profil im Zentrum.

Bei Dorsch bin ich einen Tick kritischer. Für mich war er nicht der, der die Mannschaft in den ganz engen Phasen mitgezogen hat, eher im Gegenteil: Unter Druck schien er selbst an Sicherheit und Übersicht zu verlieren. Als es wirklich geklemmt hat, kam von ihm zu wenig, erst in der Schlussphase, als auch andere wieder befreiter aufspielten, konnte er sein Potenzial besser auf den Platz bringen.
Natürlich ist es bitter, dass er in Liga 2 wohl der Unterschiedsspieler gewesen wäre, aber mit dem Abstieg war klar, dass er weg will, und die Hoffnung war nur, dass kein Verein genügend bieten würde.
Dass es im Zentrum problematisch ist, hat man gegen den HSV gesehen: Schmidt hat Beck in der ersten Halbzeit dort getestet, defensiv war das gut, aber nach vorn ging nichts, und Beck sichtlich frustriert runter.
Kerber fehlt als Box-to-Box-Spieler die Souveränität in der Entscheidungsfindung und unter Druck ist er zu fehleranfällig.
Vielleicht gibt es ja die Idee, es mit spielmachenden Flügeln zu versuchen.

2 MF wird man nicht holen und das Geld einen überzeugenden Kreativen zu verpflichten, wohl nicht in die Hand nehmen wollen oder können. Das ging imho nur über eine Leihe.
Kaderplanung Saison 26/27 |#397
30.07.2026 - 10:45 Uhr
Zitat von Penelope
Zitat von Heidenheimer46

Was konkret meinst du, mit in welcher Position befindet sich der FCH?

Ich hab in alten Posts bereits mehrfach Ideen oder Beispiele genannt. Sowohl für Positionen als auch für Spieler samt Namen.

Also durch Scienza um nur ein Beispiel zu nennen, ist eine gewisse Summe reingekommen, hat man da Geld reinvestiert in Spieler?! Nein! Man hat im Winter REAGIERT, mit Leihen und einem Transfer, hauptsächlich waren alle diese Spieler davor verletzt oder noch immer als sie zur Mannschaft gestoßen sind. Denselben Fehler macht man jetzt erneut durch den Abgang von Dorsch! Man hofft das es wie auch immer gut geht um kein Geld ausgeben zu müssen.

Wenn du erneut Spieler und Zahlen von mir hören willst, dann wird es schwer wenn man die Strategie nicht ändert und sich nur auf den deutschen Markt konzentrieren kann oder will!

Die Aussagen von Holger Sanwald die du zitierst, ist da irgendein Unterschied zu den letzten Jahren?! Also wenn der Mann den Kader immer noch nicht einschätzen kann, dann weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter!

Wir werden sehen wie voll das Stadion nach dem Abstieg sein wird und was den Verein teurer kommen wird, der Abstieg letzte Saison oder man hätte 1,2 oder 3 Millionen in die Hand genommen und in den Kader investiert!
Und wenn man auf Transfererlöse angewiesen ist, dann sind Leihen ein denkbar schlechter Move!

Dieses Argument, das man mit Verpflichtungen sicher geht, sry aber das ist populistisch! Dieses „Problem“ und Risiko geht jeder Verein gleichermaßen ein! Den einen kostet es mehr, den anderen weniger Geld! Aber nichts zu tun und mit demselben Kader mehr oder weniger weiterzumachen, ist in meinen Augen das viel größere Risiko und Leid!


Weder möchte ich Deine noch Holger Sanwalds öffentlich geäußerte Meinung bewerten, das steht mir gar nicht zu. Ich teile sie nur nicht.

Bei diesen superkritischen Posts sehe ich immer einen Denkfehler: Man verlangt vom FCH, sich so zu verhalten, als läge da ein dickes Festgeldkonto, von dem man ungebremst investieren kann.

Dass „nichts" passiert, sehe ich nicht. Drei Neuzugänge, die aus der 3. Liga zusammen 37 Tore mitbringen. Schnatterer als neuer Impulsgeber im Trainerteam, mit Fokus auf die Standards. Mit Frank Feller eine neue Nr. 1 aus der eigenen Jugend und Leart Paqarada als gefühlter Neuzugang. Bisherige Ausgaben: 2,5 Millionen.
Klar, je mehr Geld du in die Hand nehmen kannst, desto mehr fertige Qualität kaufst du dir in der Regel ein. Mehr Erfahrung, mehr Können, die bessere Ausbildung. Das stimmt ja alles. Nur bist du selbst dann immer noch darauf angewiesen, dass es passt.

Ein Verein mit einem entsprechenden Polster oder einem Investor im Rücken kann sich manchen Fehlgriff leisten, für ihn besteht kaum ein Risiko. Wenn du dann noch ein großes Stadion füllst und entsprechend Umsatz mit deinen Trikots machst, weißt du ziemlich genau, welche Einnahmen du generieren wirst.
Heidenheim hat das alles nicht. Der Etat ist nach dem Abstieg quasi halbiert, und die Umsätze werden nicht wachsen. Der Stadionumbau wird kommen – und anders als in Elversberg, wo ihn der Investor bezahlt und man mit gläsernen Logen an der Seitenlinie und 3000 Businessplätzen plant, oder bei Klubs wie Osnabrück, Nürnberg und Kiel, wo Stadt, Land und/oder ein privater Investor mitzahlen, muss hier der Verein die Kosten selbst stemmen.

Der FCH lebt dauerhaft mit einem gewissen Risiko und mit der Pflicht, es kalkulierbar zu halten. Rücklagen aufzubauen ist eine schlichte Notwendigkeit und bedeutet nun mal, Transfererlöse zu generieren und sie eben nicht komplett zu reinvestieren. Die DFL will im Lizenzierungsverfahren schwarz auf weiß sehen, dass der Laden durchfinanziert ist.
Wer erst die Rücklagen verbrennt und dann bei der Lizenz zittert, ist sicher nicht auf der Ostalb angesiedelt.

Wohin es führt, wenn man das Risiko nicht ernst nimmt, sieht man an einigen Klubs, die du als Maßstab nimmst. Der HSV hing sieben Jahre in Liga zwei fest, mit einem der größten Etats der Liga, meilenweit weg von den eigenen Ansprüchen. Schalke hat drei Jahre gebraucht und Jahr für Jahr Millionen versenkt, ehe es überhaupt wieder hochging. Und Hertha steht gerade mit dem Rücken zur Wand: monatelang um die Lizenz gebangt, unter Punktabzug-Drohung, am Ende ein radikal zusammengestrichener Kader. Und wirklich vom Eis ist deren Kuh noch lange nicht. Wenn Geld ausgeben der sichere Weg wäre, oben zu bleiben oder sofort wieder aufzusteigen, wären die alle seit Jahren ununterbrochen Erstligisten … Sind sie aber nicht.
Deine These, dass man mit 3 Millionen mehr Investitionen in den Kader nicht abgestiegen wäre, bleibt genau das: eine These. Hätte sich Paqarada das Kreuzband nicht gerissen, oder Olise das Tor nicht gemacht, oder Vieira den Elfmeter nicht bekommen, oder Conteh sein Tor behalten können, oder … In der Postbetrachtung finden sich etliche Faktoren, die einen Abstieg hätten verhindern können. Die finden sich immer.

Du sagst selbst, dass nach dem Abstieg wohl weniger Zuschauer kommen. Sehe ich auch so. Aber dann empfinde ich es als schwierig, mehr Ausgaben zu fordern.
Derzeit stehen wir bei einem Transferplus von ca. 2,3 Millionen. 7 Zweitligisten haben ein höheres. Wolfsburg nehme ich bewusst raus
Weniger Einnahmen und gleichzeitig mehr investieren, das passt nicht zusammen. Wenn es enger wird, muss man klüger kaufen, nicht teurer. Und deshalb sind Leihen für mich übrigen genau der Hebel, mit dem so ein Klub über seinem Etat spielen kann.
Ohne Dinkci, Krätzig, Wanner und Behrens hätten wir nicht drei Jahre Bundesliga gespielt. (Die 5 Millionen für Dinkci hätte man damals übrigens bezahlt, aber da war er sich längst mit Freiburg einig.)
Schalke, Paderborn und Elversberg sind mit 3–7 Leihspielern aufgestiegen, Stand jetzt hat Paderborn bereits wieder einen, Elversberg zwei und Schalke mit Gosens einen sehr teuren im Kader.
In der 2. Liga starten 11 Vereine mit Leihspielern in die neue Saison.
Man kann die maximal dynamische Veränderung des Transfermarktes natürlich ignorieren, aber dann hapert es zwangsläufig mit der Argumentation.

Zu Sanwald noch: Klar sagt er, dass er den Kader bis jetzt nicht einschätzen kann. Wir haben Ende Juli, kein Pflichtspiel, das Fenster ist offen. Für mich klingt er eher sehr skeptisch und nicht sorglos, er redet nichts schön und lässt offen, ob noch jemand kommt. Wenn es beim Start gegen Osnabrück, Hertha und im Pokal hakt, wird wohl nachgelegt.


@Penelope Danke für den ausführlichen und treffenden Kommentar!

Ich finde es jedes Mal bemerkenswert, wie in den Transferdiskussionen, ohne einen Blick auf die finanzielle Lage und das (wirtschaftliche) Umfeld des Vereins zu werfen, argumentiert wird. Viele vergessen wohl, dass beim FCH kein Großinvestor existiert, der nur mal eben die Schatulle öffnen muss, und auch keine großen Sponsorendeals im achtstelligen Millionenbereich vorhanden sind. Ein Blick in die Finanzkennzahlen des Vereins könnten hier nicht schaden (geringe Eigenkapitalquote, hohe Verbindlichkeiten, kein übermäßig großer Umsatz im Vergleich zur Konkurrenz, aber dennoch solide geführt). Interessant wird es dann noch, wenn davon gesprochen wird, dass man mit „1, 2 oder 3 Millionen mehr“ vielleicht den Abstieg hätte verhindern können. Wenn im letzten Transfersommer schon für etwas bessere Zweitligaspieler 2,3, oder noch mehr Millionen an Ablöse gezahlt werden musste, ist die Nennung solcher Zahlen hanebüchen. Zusätzlich zur Ablöse müssen auch noch Beratergebühren und die Gehälter der Neuverpflichtungen mitberücksichtigt werden. Abgesehen davon ist das Ganze sowieso nur eine nicht verifizierbare Behauptung. Zum Stichtag 30.06.2025 hatte der FCH übrigens ein sechsstelliges Minus vorzuweisen (auch da wäre ein Blick in die Finanzzahlen lohnenswert gewesen). Geld im Überfluss war also im Sommer eher nicht vorhanden. Daher sollte damals wohl die notwendige Qualität auch über Leihen realisiert werden, weil es mit Festverpflichtungen nicht realisiert werden konnte. Man kann auch einfach ein paar (teure) Neuzugänge holen, notwendige Abgänge lassen sich nicht realisieren (ein Vertrag bleibt nun mal bestehen) und dann landet der Verein bei einem nicht finanzierbarem sowie überdimensionierten Kader. Das haben auch schon viele Vereine gemacht, denen das dann aber irgendwann um die Ohren geflogen ist, weil es auf Dauer eben nicht finanzierbar war.

Seit längerem haben wir auch noch eine schwierige wirtschaftliche Lage generell in Deutschland, die auch bei vielen Sponsoren des FCHs nicht spurlos vorbeigehen dürfte. Um hier mal ein paar Beispiele von größeren Sponsoren zu nennen: MHP (massiver Umsatzrückgang und Stellenabbau, Porsche möchte sogar die Sparte abstoßen), Voith (massiver Umsatzrückgang und großer Stellenabbau geplant) oder Varta (hat vor kurzem Insolvenz angemeldet). Selbst aus dem „Silicon Valley“ der Ostalb kamen in diesem Jahr mehrmals beunruhigende Meldungen über Stellenabbau und massive Umsatzrückgänge. Der Sponsorenpool ist in unserer Gegend endlich und die Geldsummen damit auch. Vielmehr wird es nun in der zweiten Liga auch hier zu einem Rückgang gekommen sein, wodurch neben den geringeren TV-Geldern auch hier Einbußen zu verzeichnen sind.

Ich nehme den Vereinsverantwortlichen aber schon ab, dass der Verein finanziell gesund dasteht und dass man nach dem Abstieg nicht in Richtung großer Finanznot oder gar kurz vor einer Insolvenz steht, wie es schon bei vielen Vereinen nach einem Abstieg der Fall war. Aber man muss auch leider davon ausgehen, dass ohne große Transfereinnahmen keine großen Sprünge mehr auf dem Transfermarkt möglich sein werden.

Dem letzten Satz möchte ich aber vehement widersprechen und in die gleiche Kerbe wie @Tziward schlagen. Seit längerem sehen wir doch schon ein großes Problem im zentralen bzw. defensiven Mittelfeld, das mit dem Abgang durch Dorsch nun noch zusätzlich verschärft wird. Die bisherigen Eindrücke aus den Testspielen haben das nochmals deutlich untermauert.
Dort mit Schöppner, Niehues, Kerber und Zrilić in die Saison gehen zu wollen, finde ich dann schon auch riskant. Da benötigt es meiner Meinung schon noch einen Neuzugang und die Dorsch-Ablöse muss reinvestiert werden - je früher, desto besser.
Kaderplanung Saison 26/27 |#398
30.07.2026 - 11:16 Uhr
Zitat von Bolzplatz13
Zitat von Penelope


Dem letzten Satz möchte ich aber vehement widersprechen und in die gleiche Kerbe wie @Tziward schlagen. Seit längerem sehen wir doch schon ein großes Problem im zentralen bzw. defensiven Mittelfeld, das mit dem Abgang durch Dorsch nun noch zusätzlich verschärft wird. Die bisherigen Eindrücke aus den Testspielen haben das nochmals deutlich untermauert.
Dort mit Schöppner, Niehues, Kerber und Zrilić in die Saison gehen zu wollen, finde ich dann schon auch riskant. Da benötigt es meiner Meinung schon noch einen Neuzugang und die Dorsch-Ablöse muss reinvestiert werden - je früher, desto besser.


Kein Widerspruch 😉, bin da ganz bei Dir! Den Bedarf sehe ich und würde mir auch wünschen dass da nachgebessert wird. Ich befürchte nur dass es diesen Benefit nur als Leihe geben wird, weil die sonst im Regal einfach zu hoch für uns liegen. Ablöse + Gehalt + Strahlkraft für einen Kreativen der nicht nur ein vorsichtiges Versprechen ist.
Kaderplanung Saison 26/27 |#399
30.07.2026 - 16:54 Uhr
… also jetzt bin ich doch etwas überrascht, wie unterschiedlich die Einschätzung der Bedeutung von Dorsch ist.

Ja, er war ein Führungsspieler und ja, meist hat seine Einstellung gepasst. Und ja, Dorsch hat auf einer ganz zentral wichtigen Position gespielt.

Aber: Ich denke, wir sollten nicht nur die letzten paar Spiele der Aufholjagd betrachten. Ich denke da an die Spiele davor und auch an das Mainz Spiel. Sorry, aber da habe ich einen Leader auf dem Platz vermisst, der dem Spiel der Heidenheimer eine sinnvolle Struktur und entscheidende Impuls gegeben hat.

Ich erinnere mich eher daran, dass der Ball einfach mal blind nach vorne geschlagen wurde in der Hoffnung, dass da einer wie einst Kleindienst steht, der was draus macht. Dorsch war da m. E. zu oft keine Ausnahme.

Nicht falsch verstehen, es liegt nicht nur an Dorsch, dass wir abgestiegen sind . Er hat ihn aber auch nicht verhindert, obwohl er einer der wichtigsten und vermutlich auch teuersten Spieler im Kader war.

Schöppner, Kerber, Niehus etc. werden bestimmt ihren Platz im Zweitligateam des FCH finden. Ich bin auch optimistisch, dass Honsak, wenn er denn bleibt, ein wichtiger Spieler werden kann (ok, das werden vermutlich die wenigsten so sehen, oder?).Aber diese Rolle des Führungsspieler werden diese Spieler nicht einnehmen können.

Der Abgang von Dorsch bietet meines Erachtens die Chance, eine Lücke zu schließen. Aber nicht mit einem 18-jährigen Spieler, der viel Potenzial aber wenig Erfahrung mitbringt. Alleine auch schon weil mit Mü und Dorsch zwei ältere erfahrene Spieler weggegangen sind.

Für mich steht deshalb außer Frage, dass wir einen „Dorsch-Nachfolger“ von außen brauchen. Sonst läuft es ähnlich wie beim Scienza- Abgang: „wir brauchen keine Verstärkung bzw. keinen Ersatz, weil unsere eigenen Jungs so gut sind“. Das Ende ist bekannt ….
Kaderplanung Saison 26/27 |#400
30.07.2026 - 17:56 Uhr
Zitat von Penelope
Zitat von Heidenheimer46

Was konkret meinst du, mit in welcher Position befindet sich der FCH?

Ich hab in alten Posts bereits mehrfach Ideen oder Beispiele genannt. Sowohl für Positionen als auch für Spieler samt Namen.

Also durch Scienza um nur ein Beispiel zu nennen, ist eine gewisse Summe reingekommen, hat man da Geld reinvestiert in Spieler?! Nein! Man hat im Winter REAGIERT, mit Leihen und einem Transfer, hauptsächlich waren alle diese Spieler davor verletzt oder noch immer als sie zur Mannschaft gestoßen sind. Denselben Fehler macht man jetzt erneut durch den Abgang von Dorsch! Man hofft das es wie auch immer gut geht um kein Geld ausgeben zu müssen.

Wenn du erneut Spieler und Zahlen von mir hören willst, dann wird es schwer wenn man die Strategie nicht ändert und sich nur auf den deutschen Markt konzentrieren kann oder will!

Die Aussagen von Holger Sanwald die du zitierst, ist da irgendein Unterschied zu den letzten Jahren?! Also wenn der Mann den Kader immer noch nicht einschätzen kann, dann weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter!

Wir werden sehen wie voll das Stadion nach dem Abstieg sein wird und was den Verein teurer kommen wird, der Abstieg letzte Saison oder man hätte 1,2 oder 3 Millionen in die Hand genommen und in den Kader investiert!
Und wenn man auf Transfererlöse angewiesen ist, dann sind Leihen ein denkbar schlechter Move!

Dieses Argument, das man mit Verpflichtungen sicher geht, sry aber das ist populistisch! Dieses „Problem“ und Risiko geht jeder Verein gleichermaßen ein! Den einen kostet es mehr, den anderen weniger Geld! Aber nichts zu tun und mit demselben Kader mehr oder weniger weiterzumachen, ist in meinen Augen das viel größere Risiko und Leid!


Weder möchte ich Deine noch Holger Sanwalds öffentlich geäußerte Meinung bewerten, das steht mir gar nicht zu. Ich teile sie nur nicht.

Bei diesen superkritischen Posts sehe ich immer einen Denkfehler: Man verlangt vom FCH, sich so zu verhalten, als läge da ein dickes Festgeldkonto, von dem man ungebremst investieren kann.

Dass „nichts" passiert, sehe ich nicht. Drei Neuzugänge, die aus der 3. Liga zusammen 37 Tore mitbringen. Schnatterer als neuer Impulsgeber im Trainerteam, mit Fokus auf die Standards. Mit Frank Feller eine neue Nr. 1 aus der eigenen Jugend und Leart Paqarada als gefühlter Neuzugang. Bisherige Ausgaben: 2,5 Millionen.
Klar, je mehr Geld du in die Hand nehmen kannst, desto mehr fertige Qualität kaufst du dir in der Regel ein. Mehr Erfahrung, mehr Können, die bessere Ausbildung. Das stimmt ja alles. Nur bist du selbst dann immer noch darauf angewiesen, dass es passt.

Ein Verein mit einem entsprechenden Polster oder einem Investor im Rücken kann sich manchen Fehlgriff leisten, für ihn besteht kaum ein Risiko. Wenn du dann noch ein großes Stadion füllst und entsprechend Umsatz mit deinen Trikots machst, weißt du ziemlich genau, welche Einnahmen du generieren wirst.
Heidenheim hat das alles nicht. Der Etat ist nach dem Abstieg quasi halbiert, und die Umsätze werden nicht wachsen. Der Stadionumbau wird kommen – und anders als in Elversberg, wo ihn der Investor bezahlt und man mit gläsernen Logen an der Seitenlinie und 3000 Businessplätzen plant, oder bei Klubs wie Osnabrück, Nürnberg und Kiel, wo Stadt, Land und/oder ein privater Investor mitzahlen, muss hier der Verein die Kosten selbst stemmen.

Der FCH lebt dauerhaft mit einem gewissen Risiko und mit der Pflicht, es kalkulierbar zu halten. Rücklagen aufzubauen ist eine schlichte Notwendigkeit und bedeutet nun mal, Transfererlöse zu generieren und sie eben nicht komplett zu reinvestieren. Die DFL will im Lizenzierungsverfahren schwarz auf weiß sehen, dass der Laden durchfinanziert ist.
Wer erst die Rücklagen verbrennt und dann bei der Lizenz zittert, ist sicher nicht auf der Ostalb angesiedelt.

Wohin es führt, wenn man das Risiko nicht ernst nimmt, sieht man an einigen Klubs, die du als Maßstab nimmst. Der HSV hing sieben Jahre in Liga zwei fest, mit einem der größten Etats der Liga, meilenweit weg von den eigenen Ansprüchen. Schalke hat drei Jahre gebraucht und Jahr für Jahr Millionen versenkt, ehe es überhaupt wieder hochging. Und Hertha steht gerade mit dem Rücken zur Wand: monatelang um die Lizenz gebangt, unter Punktabzug-Drohung, am Ende ein radikal zusammengestrichener Kader. Und wirklich vom Eis ist deren Kuh noch lange nicht. Wenn Geld ausgeben der sichere Weg wäre, oben zu bleiben oder sofort wieder aufzusteigen, wären die alle seit Jahren ununterbrochen Erstligisten … Sind sie aber nicht.
Deine These, dass man mit 3 Millionen mehr Investitionen in den Kader nicht abgestiegen wäre, bleibt genau das: eine These. Hätte sich Paqarada das Kreuzband nicht gerissen, oder Olise das Tor nicht gemacht, oder Vieira den Elfmeter nicht bekommen, oder Conteh sein Tor behalten können, oder … In der Postbetrachtung finden sich etliche Faktoren, die einen Abstieg hätten verhindern können. Die finden sich immer.

Du sagst selbst, dass nach dem Abstieg wohl weniger Zuschauer kommen. Sehe ich auch so. Aber dann empfinde ich es als schwierig, mehr Ausgaben zu fordern.
Derzeit stehen wir bei einem Transferplus von ca. 2,3 Millionen. 7 Zweitligisten haben ein höheres. Wolfsburg nehme ich bewusst raus
Weniger Einnahmen und gleichzeitig mehr investieren, das passt nicht zusammen. Wenn es enger wird, muss man klüger kaufen, nicht teurer. Und deshalb sind Leihen für mich übrigen genau der Hebel, mit dem so ein Klub über seinem Etat spielen kann.
Ohne Dinkci, Krätzig, Wanner und Behrens hätten wir nicht drei Jahre Bundesliga gespielt. (Die 5 Millionen für Dinkci hätte man damals übrigens bezahlt, aber da war er sich längst mit Freiburg einig.)
Schalke, Paderborn und Elversberg sind mit 3–7 Leihspielern aufgestiegen, Stand jetzt hat Paderborn bereits wieder einen, Elversberg zwei und Schalke mit Gosens einen sehr teuren im Kader.
In der 2. Liga starten 11 Vereine mit Leihspielern in die neue Saison.
Man kann die maximal dynamische Veränderung des Transfermarktes natürlich ignorieren, aber dann hapert es zwangsläufig mit der Argumentation.

Zu Sanwald noch: Klar sagt er, dass er den Kader bis jetzt nicht einschätzen kann. Wir haben Ende Juli, kein Pflichtspiel, das Fenster ist offen. Für mich klingt er eher sehr skeptisch und nicht sorglos, er redet nichts schön und lässt offen, ob noch jemand kommt. Wenn es beim Start gegen Osnabrück, Hertha und im Pokal hakt, wird wohl nachgelegt.



Du magst in einigen Punkten vllt Recht haben. Aber dennoch ist mir das zu sehr schwarz und weiß! Man findet auch gute Spieler für relativ wenig Geld. Aber dafür muss man eben ins Scouting investieren.

Ich sehe keinen Sinn darin, Geld das man durch Verkäufe einnimmt nicht auch teilweise re zu investieren. So läuft es bei Unternehmen in den freien Wirtschaft genauso wie bei privaten Investoren oder Unternehmern. Nur so kann man mehr erwirtschaften, freilich ist auch immer ein Risiko dabei!

Wenn man so weitermacht wie in den letzten 2 Jahren, dann ist dieses System meiner Meinung nach ein Rattenschwanz. Auf Dauer wird das nicht funktionieren! Was passiert wenn man dieses Jahr wieder unten reinrutscht und absteigen sollte, macht man dann auch so weiter?! Beschwert man sich dann wieder, das andere dies und jenes haben oder bezahlt bekommen?

Es hat schon Gründe wieso kein anderer Verein Interesse an unseren Spielern hat( Ausnahme Dorsch und das war auch logisch). Und wer glaubt Mainka bleibt aus Loyalität und Liebe zum Verein, der soll glauben was er möchte! Auch er hatte sicherlich keine Angebote aus der Bundesliga, sonst wäre er sicherlich weg!

Und zum Thema Investoren und wer wem was bezahlt, das finde ich siehst du auch schwarz und weiß! Du hast natürlich die extrem Beispiele genannt.
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