Haching ist gerettet !!
26.10.2010 - 21:20 Uhr
02.11.2010 - 19:34 Uhr
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/neue-millionen-fuer-drittligisten-spvgg-unterhaching-gerettet-1.1017532
Was mich nur stört ist, dass alles auf den "Sponsor" der nie einer sein sollte, geschoben wird.
Denn hier:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/spvgg-unterhaching-kommentar-1.1017865
ist er auf einmal ein Investor.... Irgendwie lenkt das davon ab, dass da ganz andere den "fast-Untergang" verursacht haben:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/spvgg-unterhaching-voellig-losgeloest-1.1015189
Und weshalb ist wohl Generali abgesprungen - das frage ich Euch...
Was mich nur stört ist, dass alles auf den "Sponsor" der nie einer sein sollte, geschoben wird.
Denn hier:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/spvgg-unterhaching-kommentar-1.1017865
ist er auf einmal ein Investor.... Irgendwie lenkt das davon ab, dass da ganz andere den "fast-Untergang" verursacht haben:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/spvgg-unterhaching-voellig-losgeloest-1.1015189
Und weshalb ist wohl Generali abgesprungen - das frage ich Euch...
02.11.2010 - 20:43 Uhr
Zitat von heinerM:
Und weshalb ist wohl Generali abgesprungen - das frage ich Euch...
Soweit ich weiß ist Generali abgesprungen weil Hartmann nicht mehr Manager war bzw ist.
Und weshalb ist wohl Generali abgesprungen - das frage ich Euch...
Soweit ich weiß ist Generali abgesprungen weil Hartmann nicht mehr Manager war bzw ist.
02.11.2010 - 20:56 Uhr
Unterhachinger Trugschluss: Ein Patentrezept, das nicht wirkt!
Nun scheint ja die SpVgg Unterhaching gerettet. Zumindest vorläufig. Und ein Patentrezept, wie es in Zukunft besser gehen soll, liegt auch schon bereit. Nur: Das Patentrezept ist kontraproduktiv.
Problematik
Eine Kleinstadt wie Unterhaching, ein Vorort von München, ist als Heimat für eine Fußball-Profimannschaft nicht nur eine Nummer, sondern zwei Nummern zu klein. Der bisherige Zuschauerzuspruch (2.193 pro Spiel) spricht Bände. Mit diesen Einnahmen kann man gerade mal den Platzwart bezahlen (Achtung: Ironie). Dazu kommen noch ca. 800.000 € Fernsehgelder. Alles in allem erzielt die Spvgg vielleicht 1.200.000 € Einnahmen pro Saison aus diesen Quellen. Die Profimannschaft kostet jedoch über 3.000.000 € (alles Schätzwerte).
Fazit: Die Spvgg kann nur dann überleben, wenn Jahr für Jahr ca. 2.000.000 Fremdmittel in den Verein gepumpt werden. (Solange ein Sponsor oder Werbepartner diese Summe begleicht, ist alles im grünen Bereich).
Patentrezept
Nun will (lt. Zeitungsbericht) die Spvgg in die 2. Bundesliga aufsteigen, um dort ca. 4.000.000 € Fernsehgelder einzunehmen und so den Verein sanieren. Lernen denn die Verantwortlichen überhaupt nichts dazu? Das wird nicht funktionieren. Es ist doch bezeichnend, dass GERADE Vereine, die schon in der 2. Bundesliga gespielt haben, vor der Insolvenz stehen oder standen (Unterhaching und Ahlen). Warum?
Die Antwort ist ganz einfach: In der 2. Bundesliga erhöhen sich zwar die Fernseheinnahmen gewaltig, oftmals steigen jedoch noch stärker die Gesamtausgaben. Meistens erhöht sich dadurch der Schuldenstand. Spätestens bei einem Abstieg, der früher oder später wahrscheinlich ist, droht der finanzielle Kollaps.
Schlimmster Fall („Worst Case“)
Die Spvgg „kauft“ eine teure Mannschaft zusammen und schafft den Aufstieg nicht. Dann muss halt der Sponsor noch mehr bezahlen, andernfalls ist der Verein pleite.
Eine seriöse Geschäftsidee sieht anders aus, so meine dezidierte Meinung.
PS: Vielleicht habe ich den Zeitungsartikel missverstanden und es gibt einen solideren Rettungsplan. Wollen wir es hoffen.
Nun scheint ja die SpVgg Unterhaching gerettet. Zumindest vorläufig. Und ein Patentrezept, wie es in Zukunft besser gehen soll, liegt auch schon bereit. Nur: Das Patentrezept ist kontraproduktiv.
Problematik
Eine Kleinstadt wie Unterhaching, ein Vorort von München, ist als Heimat für eine Fußball-Profimannschaft nicht nur eine Nummer, sondern zwei Nummern zu klein. Der bisherige Zuschauerzuspruch (2.193 pro Spiel) spricht Bände. Mit diesen Einnahmen kann man gerade mal den Platzwart bezahlen (Achtung: Ironie). Dazu kommen noch ca. 800.000 € Fernsehgelder. Alles in allem erzielt die Spvgg vielleicht 1.200.000 € Einnahmen pro Saison aus diesen Quellen. Die Profimannschaft kostet jedoch über 3.000.000 € (alles Schätzwerte).
Fazit: Die Spvgg kann nur dann überleben, wenn Jahr für Jahr ca. 2.000.000 Fremdmittel in den Verein gepumpt werden. (Solange ein Sponsor oder Werbepartner diese Summe begleicht, ist alles im grünen Bereich).
Patentrezept
Nun will (lt. Zeitungsbericht) die Spvgg in die 2. Bundesliga aufsteigen, um dort ca. 4.000.000 € Fernsehgelder einzunehmen und so den Verein sanieren. Lernen denn die Verantwortlichen überhaupt nichts dazu? Das wird nicht funktionieren. Es ist doch bezeichnend, dass GERADE Vereine, die schon in der 2. Bundesliga gespielt haben, vor der Insolvenz stehen oder standen (Unterhaching und Ahlen). Warum?
Die Antwort ist ganz einfach: In der 2. Bundesliga erhöhen sich zwar die Fernseheinnahmen gewaltig, oftmals steigen jedoch noch stärker die Gesamtausgaben. Meistens erhöht sich dadurch der Schuldenstand. Spätestens bei einem Abstieg, der früher oder später wahrscheinlich ist, droht der finanzielle Kollaps.
Schlimmster Fall („Worst Case“)
Die Spvgg „kauft“ eine teure Mannschaft zusammen und schafft den Aufstieg nicht. Dann muss halt der Sponsor noch mehr bezahlen, andernfalls ist der Verein pleite.
Eine seriöse Geschäftsidee sieht anders aus, so meine dezidierte Meinung.
PS: Vielleicht habe ich den Zeitungsartikel missverstanden und es gibt einen solideren Rettungsplan. Wollen wir es hoffen.
02.11.2010 - 23:23 Uhr
Aus dem Münchner Merkur vom 2.11.2010
SpVgg will die Profi-Abteilung ausgliedern
Unterhaching - Die Insolvenz wurde gerade noch abgewendet, die SpVgg Unterhaching hat die größte Krise ihrer Vereingeschichte überstanden.
„Jedem einzelnen ist hoffentlich klar geworden, wie eng das war und wie hart gearbeitet wurde, um das hinzukriegen“, sagte Sportdirektor Francisco Copado. Doch nur vorübergehend kann man im Sportpark aufatmen. Neue Baustellen gibt es schon, der ständige Überlebenskampf wird weitergehen.
Das Stopfen der Etat-Lücke, das in letzter Minute gelungen war, sichert nur die laufende Saison ab. Fürs kommenden Jahr fehlt wieder Geld, vor allem die Million, die der scheidende Hauptsponsor Generali bisher locker machte.
Was die SpVgg außerdem schon des öfteren geplant, aber nie realisiert hatte, soll nun angesichts der schlimmen Erfahrungen vorangetrieben werden: die Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine eigene GmbH, wie es bei fast allen anderen Vereinen längst geschehen ist. Damit wäre bei neuerlichen Geldproblemen zumindest sichergestellt, dass der Amateur- und Jugendspielbetrieb nicht beeinträchtigt wäre. „Eine Kapitalgesellschaft zu gründen, wird ein wichtiger Schritt sein“, kündigte Präsident Engelbert Kupka bereits an.
Aber auch sportlich stehen weitere Einschnitte bevor. „Wir werden einen Neuaufbau starten“, sagte Sportdirektor Copado, „und da werden wir genau hinschauen, wer der richtige ist für die SpVgg und wer nicht.“ Ziel ist, in der kommenden Saison ein Team zu haben, das um den Aufstieg in die Zweite Liga mitspielt. Dort wären die gravierenden Geldsorgen mit einem Schlag vom Tisch. Christian Amberg
SpVgg will die Profi-Abteilung ausgliedern
Unterhaching - Die Insolvenz wurde gerade noch abgewendet, die SpVgg Unterhaching hat die größte Krise ihrer Vereingeschichte überstanden.
„Jedem einzelnen ist hoffentlich klar geworden, wie eng das war und wie hart gearbeitet wurde, um das hinzukriegen“, sagte Sportdirektor Francisco Copado. Doch nur vorübergehend kann man im Sportpark aufatmen. Neue Baustellen gibt es schon, der ständige Überlebenskampf wird weitergehen.
Das Stopfen der Etat-Lücke, das in letzter Minute gelungen war, sichert nur die laufende Saison ab. Fürs kommenden Jahr fehlt wieder Geld, vor allem die Million, die der scheidende Hauptsponsor Generali bisher locker machte.
Was die SpVgg außerdem schon des öfteren geplant, aber nie realisiert hatte, soll nun angesichts der schlimmen Erfahrungen vorangetrieben werden: die Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine eigene GmbH, wie es bei fast allen anderen Vereinen längst geschehen ist. Damit wäre bei neuerlichen Geldproblemen zumindest sichergestellt, dass der Amateur- und Jugendspielbetrieb nicht beeinträchtigt wäre. „Eine Kapitalgesellschaft zu gründen, wird ein wichtiger Schritt sein“, kündigte Präsident Engelbert Kupka bereits an.
Aber auch sportlich stehen weitere Einschnitte bevor. „Wir werden einen Neuaufbau starten“, sagte Sportdirektor Copado, „und da werden wir genau hinschauen, wer der richtige ist für die SpVgg und wer nicht.“ Ziel ist, in der kommenden Saison ein Team zu haben, das um den Aufstieg in die Zweite Liga mitspielt. Dort wären die gravierenden Geldsorgen mit einem Schlag vom Tisch. Christian Amberg
02.11.2010 - 23:32 Uhr
Gute Idee. Dann kann der Jugend- und Amateurbereich wenigstens fortbestehen, wenn im Sommer endgültig die Lichter ausgehen.
Und beim Neuanfang nicht unseren Sportdirektor vergessen. Vorher aber bitte noch aufklären, wer die Provisionszahlungen für die Weltklasse-Fußballer wie Minorelli, Fioretto und so weiter kassiert hat. Auch die Höhe könnte interessant sein.
Und beim Neuanfang nicht unseren Sportdirektor vergessen. Vorher aber bitte noch aufklären, wer die Provisionszahlungen für die Weltklasse-Fußballer wie Minorelli, Fioretto und so weiter kassiert hat. Auch die Höhe könnte interessant sein.
02.11.2010 - 23:51 Uhr
Wenn ich so Beitrage von einigen Usern lese, dann bekomme ich das kotzen...
03.11.2010 - 08:43 Uhr
Das ist das Schöne an einer Demokratie, dass man die Meinungen anderer eben lesen kann und darf. Wenn Dich die Meinungen so ankotzen, dann erzähl uns doch bitte mehr Fakten, damit bei uns normalen Fans, die nicht eng im Verein verwoben sind, sondern nur Geld zum Verein tragen, anstatt Meinungen mehr Wissen herrscht. Wenn Du das nicht kannst, dann spare Dir auch die unqualifizierten Aussagen zu der Meinung anderer.
03.11.2010 - 08:50 Uhr
DFB prüft Haching
Unterhaching - Bis Dienstag hatten die Vereine der Dritten Liga Zeit, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Auch die SpVgg Unterhaching, die durch ihre Mesalliance mit einem vermeintlichen Großsponsor vorübergehend am Rand der Zahlungsunfähigkeit taumelte, hat ihre Unterlagen fristgerecht abgeschickt. Das bestätigte ein DFB-Sprecher am Dienstag auf SZ-Anfrage indirekt: 'Gehen Sie davon aus, dass der Verein die Wahrheit sagt.' Woher die 2,3 Millionen Euro zur vorläufigen Rettung des Klubs kommen, darüber sagt der DFB nichts. 'Wir werden jetzt erst einmal eine ordentliche Prüfung der wirtschaftlichen Daten vornehmen.' Zuwendungsverträge mit einem Volumen von 50000 Euro oder mehr müssen die Vereine vorlegen. Ob die Verträge gedeckt oder etwa durch Bankbürgschaften abgesichert sind, prüft der DFB grundsätzlich nicht. Bei einschlägigen Erfahrungen lasse er aber die 'Werthaltigkeit von Sponsoren' durch externe Wirtschaftsprüfer durchleuchten. Für den Fall, dass ein Verein fahrlässig in die Insolvenz abrutsche, gebe es 'keine Patentlösung'. Ein solcher Fall sei aber noch nicht vorgekommen, versicherte der DFB-Sprecher.sjo
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.254, Mittwoch, den 03. November 2010 , Seite 18
Unterhaching - Bis Dienstag hatten die Vereine der Dritten Liga Zeit, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Auch die SpVgg Unterhaching, die durch ihre Mesalliance mit einem vermeintlichen Großsponsor vorübergehend am Rand der Zahlungsunfähigkeit taumelte, hat ihre Unterlagen fristgerecht abgeschickt. Das bestätigte ein DFB-Sprecher am Dienstag auf SZ-Anfrage indirekt: 'Gehen Sie davon aus, dass der Verein die Wahrheit sagt.' Woher die 2,3 Millionen Euro zur vorläufigen Rettung des Klubs kommen, darüber sagt der DFB nichts. 'Wir werden jetzt erst einmal eine ordentliche Prüfung der wirtschaftlichen Daten vornehmen.' Zuwendungsverträge mit einem Volumen von 50000 Euro oder mehr müssen die Vereine vorlegen. Ob die Verträge gedeckt oder etwa durch Bankbürgschaften abgesichert sind, prüft der DFB grundsätzlich nicht. Bei einschlägigen Erfahrungen lasse er aber die 'Werthaltigkeit von Sponsoren' durch externe Wirtschaftsprüfer durchleuchten. Für den Fall, dass ein Verein fahrlässig in die Insolvenz abrutsche, gebe es 'keine Patentlösung'. Ein solcher Fall sei aber noch nicht vorgekommen, versicherte der DFB-Sprecher.sjo
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.254, Mittwoch, den 03. November 2010 , Seite 18
03.11.2010 - 08:54 Uhr
Drang zu Höherem
Die SpVgg Unterhaching II will ihre Fußballer zu den Profis bringen - und selbst zurück in die Regionalliga
Die SpVgg Unterhaching hat in den vergangenen Wochen eigentlich andere Sorgen gehabt als die aktuelle Schwächephase ihrer zweiten Mannschaft. Die Probleme waren vor allem finanzieller Natur, doch sie sind, zumindest vorübergehend, gelöst: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte, dass die nötigen Unterlagen rechtzeitig eingereicht wurden, um ein mögliches Insolvenzverfahren abzuwenden. Trotzdem oder gerade deswegen waren dann doch einige Vereins-Prominente zum Bayernliga-Spiel gegen 1860 Rosenheim gekommen, Cheftrainer Klaus Augenthaler zum Beispiel.
Schwächephase beendet
Augenthaler hat natürlich immer ein Interesse daran, gute Spieler zu sichten, die er kostengünstig in seinen Kader einbauen kann. Nach seiner Ankündigung, in der Winterpause einige Profis auf einsame Joggingrunden schicken zu wollen, mehr denn je. Da traf es sich gut, dass die Mannschaft von Harry Deutinger die Schwächephase mit drei Spielen ohne Sieg gerade wieder ablegte. Die beiden Torschützen beim 2:0-Erfolg dürften ihn besonders interessiert haben: Markus Schwabl trainiert seit der vergangenen Woche sowieso wieder bei den Profis, nachdem er zu Beginn der Saison aussortiert worden war. Angreifer Sebastian Mützel könnte interessant werden, weil in der ersten Mannschaft mehrere Stürmer verletzt sind und teilweise keine Bindung zur Mannschaft gefunden haben.
Doch da sind noch andere Spieler mit Drang zum Höheren. 'Ich will da wirklich niemanden herausheben', sagt Deutinger - eine Trainerfloskel, in diesem Fall aber zutreffend. Zudem ist auch nicht sicher, auf welchen Positionen Augenthaler Bedarf haben wird. Deshalb dürften jene Spieler besonders gute Chancen haben, die taktisch flexibel sind. So wie der 21-jährige Yasin Yilmaz, der im defensiven wie im offensiven Mittelfeld einsetzbar ist, auch in der Innenverteidigung. Er bringt im Training wie im Spiel die konstantesten Leistungen und gilt als eine der wichtigsten Stützen der Mannschaft. Aber auch Michael Vitzthum, der zuletzt verletzte Jonas Hummels oder Lennart Hasenbeck haben auf sich aufmerksam gemacht. Sollte es auch in der kommenden Saison eine Unterhachinger Mannschaft in der dritten Liga geben, kommen auf sie womöglich große Aufgaben zu. Weil der Verein kaum Geld haben wird, neue Spieler zu kaufen.
Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls voll entbrannt, was man am Laufpensum erkennen kann: Gegen Rosenheim grätschen und laufen die Spieler über dem Durchschnitt, auch wenn sich im Tatendrang immer wieder Fehler einschleichen. 'Wir haben bei unseren Kontern zu viele Fehlpässe gespielt', sagt Trainer Deutinger. Gegen Ende der Partie schwinden offenbar auch die Kräfte, Rosenheim kommt oft vor das Tor, zeigt im Abschluss aber nicht die Kaltschnäuzigkeit wie die jungen Hachinger.
Spieler wie Yilmaz hat Unterhaching seiner eigenen Jugendarbeit zu verdanken, die in fast allen Jahrgängen gut aufgestellt ist. Aktuell belegen die U19 und die U17 die Plätze eins und zwei in den Bayernligen. Der Aufstieg in höhere Ligen ist möglich, und das gilt auch für die Bayernliga-Mannschaft, die in Harry Deutinger einen 63-jährigen Trainer hat, der schon über Zweitliga-Erfahrung verfügt. 'Die Mannschaft hat noch Schwächen, aber es geht in die richtige Richtung', sagt er und meint damit wohl auch: zurück in die Regionalliga, aus der die Mannschaft erst vorvergangene Saison abgestiegen war. 'Das wäre wahrscheinlich eine gute Sache', sagt Klubpräsident Engelbert Kupka. Für den möglichen Aufstieg müsste die Mannschaft wohl nicht einmal Erster werden, es würde vermutlich reichen, am Ende unter den ersten Vier und vor dem FC Ingolstadt 04 II zu stehen. Denn im Moment zeigt kein anderer Klub aus der Spitzengruppe der Bayernliga Interesse, die Auflagen des DFB für die vierte Liga zu erfüllen. Christoph Leischwitz
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.254, Mittwoch, den 03. November 2010 , Seite 35
Die SpVgg Unterhaching II will ihre Fußballer zu den Profis bringen - und selbst zurück in die Regionalliga
Die SpVgg Unterhaching hat in den vergangenen Wochen eigentlich andere Sorgen gehabt als die aktuelle Schwächephase ihrer zweiten Mannschaft. Die Probleme waren vor allem finanzieller Natur, doch sie sind, zumindest vorübergehend, gelöst: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte, dass die nötigen Unterlagen rechtzeitig eingereicht wurden, um ein mögliches Insolvenzverfahren abzuwenden. Trotzdem oder gerade deswegen waren dann doch einige Vereins-Prominente zum Bayernliga-Spiel gegen 1860 Rosenheim gekommen, Cheftrainer Klaus Augenthaler zum Beispiel.
Schwächephase beendet
Augenthaler hat natürlich immer ein Interesse daran, gute Spieler zu sichten, die er kostengünstig in seinen Kader einbauen kann. Nach seiner Ankündigung, in der Winterpause einige Profis auf einsame Joggingrunden schicken zu wollen, mehr denn je. Da traf es sich gut, dass die Mannschaft von Harry Deutinger die Schwächephase mit drei Spielen ohne Sieg gerade wieder ablegte. Die beiden Torschützen beim 2:0-Erfolg dürften ihn besonders interessiert haben: Markus Schwabl trainiert seit der vergangenen Woche sowieso wieder bei den Profis, nachdem er zu Beginn der Saison aussortiert worden war. Angreifer Sebastian Mützel könnte interessant werden, weil in der ersten Mannschaft mehrere Stürmer verletzt sind und teilweise keine Bindung zur Mannschaft gefunden haben.
Doch da sind noch andere Spieler mit Drang zum Höheren. 'Ich will da wirklich niemanden herausheben', sagt Deutinger - eine Trainerfloskel, in diesem Fall aber zutreffend. Zudem ist auch nicht sicher, auf welchen Positionen Augenthaler Bedarf haben wird. Deshalb dürften jene Spieler besonders gute Chancen haben, die taktisch flexibel sind. So wie der 21-jährige Yasin Yilmaz, der im defensiven wie im offensiven Mittelfeld einsetzbar ist, auch in der Innenverteidigung. Er bringt im Training wie im Spiel die konstantesten Leistungen und gilt als eine der wichtigsten Stützen der Mannschaft. Aber auch Michael Vitzthum, der zuletzt verletzte Jonas Hummels oder Lennart Hasenbeck haben auf sich aufmerksam gemacht. Sollte es auch in der kommenden Saison eine Unterhachinger Mannschaft in der dritten Liga geben, kommen auf sie womöglich große Aufgaben zu. Weil der Verein kaum Geld haben wird, neue Spieler zu kaufen.
Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls voll entbrannt, was man am Laufpensum erkennen kann: Gegen Rosenheim grätschen und laufen die Spieler über dem Durchschnitt, auch wenn sich im Tatendrang immer wieder Fehler einschleichen. 'Wir haben bei unseren Kontern zu viele Fehlpässe gespielt', sagt Trainer Deutinger. Gegen Ende der Partie schwinden offenbar auch die Kräfte, Rosenheim kommt oft vor das Tor, zeigt im Abschluss aber nicht die Kaltschnäuzigkeit wie die jungen Hachinger.
Spieler wie Yilmaz hat Unterhaching seiner eigenen Jugendarbeit zu verdanken, die in fast allen Jahrgängen gut aufgestellt ist. Aktuell belegen die U19 und die U17 die Plätze eins und zwei in den Bayernligen. Der Aufstieg in höhere Ligen ist möglich, und das gilt auch für die Bayernliga-Mannschaft, die in Harry Deutinger einen 63-jährigen Trainer hat, der schon über Zweitliga-Erfahrung verfügt. 'Die Mannschaft hat noch Schwächen, aber es geht in die richtige Richtung', sagt er und meint damit wohl auch: zurück in die Regionalliga, aus der die Mannschaft erst vorvergangene Saison abgestiegen war. 'Das wäre wahrscheinlich eine gute Sache', sagt Klubpräsident Engelbert Kupka. Für den möglichen Aufstieg müsste die Mannschaft wohl nicht einmal Erster werden, es würde vermutlich reichen, am Ende unter den ersten Vier und vor dem FC Ingolstadt 04 II zu stehen. Denn im Moment zeigt kein anderer Klub aus der Spitzengruppe der Bayernliga Interesse, die Auflagen des DFB für die vierte Liga zu erfüllen. Christoph Leischwitz
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.254, Mittwoch, den 03. November 2010 , Seite 35
03.11.2010 - 09:49 Uhr
Schön, dass sich die Herren der SZ jetzt auch um unsere Amas kümmern.
Fakt ist, dass Augenthaler und Lutz (außer bis auf den Tag des Innsbruck-Spiels) immer bei den Heimspielen und Derbys der Umgebung dabei sind, das trifft natürlich auch auf den Manni Schwabl zu.
Sporadisch sind immer wieder der Kupka, Copado, Berg dabei.
Außerdem sollte man den Herren der SZ mal mitteilen, dass die meisten Spieler der Amas vom So eh mit Profiverträgen ausgestattet sind, teilweise eben bei den Profis mittrainieren, auf der Bank sitzen und eben auch mal spielen (Hefele, Thee, Vutzthum...).
Wir haben sicherlich gute Talente, jeder eben mit Stärken und Schwächen.
Hier kommt es darauf an, klare Ziele zu formulieren (Mittelfeld 3. Liga, Reionalligaaufstieg für diese Saison ?) - was bisher so noch nicht zu hören war.
Wäre die Regionalliga ein Ziel, dann hätten einige der Jungprofis z.B. nicht nach Innsbruck fahren dürfen, sondern hättern den Tag bei den Amas spielen müssen.
Das wäre dann wohl wieder die Sache des Sportlichen Leiters gewesen, hier für Klarheit zu sorgen.
Fakt ist, dass Augenthaler und Lutz (außer bis auf den Tag des Innsbruck-Spiels) immer bei den Heimspielen und Derbys der Umgebung dabei sind, das trifft natürlich auch auf den Manni Schwabl zu.
Sporadisch sind immer wieder der Kupka, Copado, Berg dabei.
Außerdem sollte man den Herren der SZ mal mitteilen, dass die meisten Spieler der Amas vom So eh mit Profiverträgen ausgestattet sind, teilweise eben bei den Profis mittrainieren, auf der Bank sitzen und eben auch mal spielen (Hefele, Thee, Vutzthum...).
Wir haben sicherlich gute Talente, jeder eben mit Stärken und Schwächen.
Hier kommt es darauf an, klare Ziele zu formulieren (Mittelfeld 3. Liga, Reionalligaaufstieg für diese Saison ?) - was bisher so noch nicht zu hören war.
Wäre die Regionalliga ein Ziel, dann hätten einige der Jungprofis z.B. nicht nach Innsbruck fahren dürfen, sondern hättern den Tag bei den Amas spielen müssen.
Das wäre dann wohl wieder die Sache des Sportlichen Leiters gewesen, hier für Klarheit zu sorgen.
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