H.Hering: Im Land der tausend Derbys
13.06.2007 - 09:54 Uhr
Hallo. hier mal ein Buch, was ich auch schon selbst gelesen hab. Die Rezession hab ich mal von http://auswaertssieg.soccer-blogs.de/2007/05/27/hhering-im-land-der-tausend-derbys/ übernommen.
Hoffe das ist O.K
ich kann dieses Buch wirklich nur jeden ans Herz legen. :)
Die Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets“ lautet der Untertitel dieses Buches, eines wahrhaft grandiosen Wälzers. Außergewöhnlich nicht nur im Format (A4) und im Gewicht (über 2 Kilo), sondern auch im Inhalt - und im Preis.
Der Gelsenkirchener Hartmut Hering, der als Dreijähriger die vorerst letzte Schalker Meisterschaft noch „miterlebte“, beleuchtet hier zusammen mit elf weiteren Autoren (u.a. Hardy Grüne, Werner Skrentny und Dietrich Schulze-Marmeling) in über 30 Kapiteln unterschiedlichste Themen rund um den Fußball im Pott.
Spezielle Kapitel befassen sich mit der frühen Geschichte des Fußballs, mit der Integration von Ausländern, dem Sport in der Zeit des Nationalsozialismus, dem Miteinander von Fußball und Presse, der Einführung des Fußball-Toto und dessen Konsequenzen, dem Stadionbau, den Fans, und und und. Das mag sich in der Aufzählung trocken anhören, ist es aber überhaupt nicht - locker und interessant, kenntnisreich und durchfüttert mit Anekdoten und den Erlebnissen echter Menschen, das macht das Lesen zu einem Vergnügen. Hunderte von exzellenten Fotos aus allen Zeiten runden das Bild ab.
Natürlich werden in diesem Werk auch die Vereinsgeschichten diverser Fußballclubs erzählt - das Wichtigste nur, selbstverständlich, und da das Buch vor der Beinahe-Pleite des BVB entstand, liest sich manche Einschätzung heute etwas anders. Generell werden die „größten“ Vereine einzeln vorgestellt, die anderen im Rahmen ihrer Region.
So erfährt man viel über die diversen Traditionsclubs in Duisburg (Hamborn, Duisburger SV, Meiderich,..), im nördlichen Ruhrgebiet (Hamm, Erkenschwick, Hüls. uvm), über Sodingen und Herne, Wattenscheid, Oberhausen, Altenessen, RWE, ETB, Sportfreunde Katernberg und alles was das Herz begehrt. Natürlich fehlen S04, BVB und VfL nicht, aber die interessantesten Kapitel sind doch die über die „ehemals Großen“ oder „beinahe Großen“.
Selbst das Literaturverzeichnis liest sich interessant, einfach weil man dort noch weitere Schätze findet, die man sich mal ansehen sollte.
Mit fast 35€ ist dieser Wälzer sehr teuer - wem das zu viel ist und es in Bibliotheken nicht finden kann, der kann vielleicht Glück haben, und den Herausgeber bei einem seiner Dia-Vorträge erwischen, die unter dem gleichen Titel zur WM2006 liefen und vielleicht immer noch ab und an mal stattfinden.
Als Fazit für „Im Land der tausend Derbys“ jedenfalls gibt’s nur eins: Muss man gelesen haben!
(mberghoefer, Mai 2007)
Hoffe das ist O.K
ich kann dieses Buch wirklich nur jeden ans Herz legen. :)
Die Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets“ lautet der Untertitel dieses Buches, eines wahrhaft grandiosen Wälzers. Außergewöhnlich nicht nur im Format (A4) und im Gewicht (über 2 Kilo), sondern auch im Inhalt - und im Preis.
Der Gelsenkirchener Hartmut Hering, der als Dreijähriger die vorerst letzte Schalker Meisterschaft noch „miterlebte“, beleuchtet hier zusammen mit elf weiteren Autoren (u.a. Hardy Grüne, Werner Skrentny und Dietrich Schulze-Marmeling) in über 30 Kapiteln unterschiedlichste Themen rund um den Fußball im Pott.
Spezielle Kapitel befassen sich mit der frühen Geschichte des Fußballs, mit der Integration von Ausländern, dem Sport in der Zeit des Nationalsozialismus, dem Miteinander von Fußball und Presse, der Einführung des Fußball-Toto und dessen Konsequenzen, dem Stadionbau, den Fans, und und und. Das mag sich in der Aufzählung trocken anhören, ist es aber überhaupt nicht - locker und interessant, kenntnisreich und durchfüttert mit Anekdoten und den Erlebnissen echter Menschen, das macht das Lesen zu einem Vergnügen. Hunderte von exzellenten Fotos aus allen Zeiten runden das Bild ab.
Natürlich werden in diesem Werk auch die Vereinsgeschichten diverser Fußballclubs erzählt - das Wichtigste nur, selbstverständlich, und da das Buch vor der Beinahe-Pleite des BVB entstand, liest sich manche Einschätzung heute etwas anders. Generell werden die „größten“ Vereine einzeln vorgestellt, die anderen im Rahmen ihrer Region.
So erfährt man viel über die diversen Traditionsclubs in Duisburg (Hamborn, Duisburger SV, Meiderich,..), im nördlichen Ruhrgebiet (Hamm, Erkenschwick, Hüls. uvm), über Sodingen und Herne, Wattenscheid, Oberhausen, Altenessen, RWE, ETB, Sportfreunde Katernberg und alles was das Herz begehrt. Natürlich fehlen S04, BVB und VfL nicht, aber die interessantesten Kapitel sind doch die über die „ehemals Großen“ oder „beinahe Großen“.
Selbst das Literaturverzeichnis liest sich interessant, einfach weil man dort noch weitere Schätze findet, die man sich mal ansehen sollte.
Mit fast 35€ ist dieser Wälzer sehr teuer - wem das zu viel ist und es in Bibliotheken nicht finden kann, der kann vielleicht Glück haben, und den Herausgeber bei einem seiner Dia-Vorträge erwischen, die unter dem gleichen Titel zur WM2006 liefen und vielleicht immer noch ab und an mal stattfinden.
Als Fazit für „Im Land der tausend Derbys“ jedenfalls gibt’s nur eins: Muss man gelesen haben!
(mberghoefer, Mai 2007)
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28.12.2007 - 14:43 Uhr
Rezensionen oder weitere Infos zum Buch gibt es auf der Verlagsseite:
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RevierSport: Dieses Buch hat der Fußball-Leidenschaft ein Denkmal gesetzt.
laut Bestenliste von sechs großen Fanzines: Fußballbuch des Jahres 2002/03
Recklinghäuser Zeitung: Wer einen Fußballanhänger kennt, den an dieser "wichtigsten Nebensacher der Welt" mehr interessiert als die nackten Bundesliga-Ergebnisse am Wochenende, der/die sollte über ein passendes Weihnachtsgeschenk nicht mehr lange nachdenken! ... man muss kein ausgesprochener Ästhet sein, um es in seiner Aufmachung mehr als nur gelungen zu empfinden. Es ist ein Augenschmaus.
Eigentlich ist es erstaunlich, dass solch eine Chronik erst jetzt den Büchermarkt bereichert. ... Nun denn, freuen wir uns über das Epos, das wir in Händen halten und schon jetzt auf die Forsetzung, die es in ein paar Jahren vielleicht geben wird.
footb.OWL: Dem Phänomen Ruhrpottfußball nähern sich die Autoren ... in diesem opulent ausgestatteten Buch mit großem Fachwissen und noch mehr spürbarer Liebe zum Detail. ... Ein wunderbares Buch, das durch zahlreiche Fotos abgerundet wird.
WAZ: Deshalb ist dieses Buch ... eine bemerktenswerte Symbiose aus Fußballgeschichte und Ruhrgebietsgeschichte.
TV Movie, Geheimtipp: Tolles Buch voll spannender Fakten und gut lesbarer Analysen. Weckt Erinnerungen an Kampf, Schweiß und packende Duelle. Volltreffer!
Süddeutsche Zeitung: Eine umfassende Analyse der Fußballkultur im Revier liefert Hartmut Hering, der das Buch "Im Land der tausend Derbys" herausgegeben hat. ... Doch statt die spezielle Emotionalität, der diese historischen Bindungen zugrunde liegen, zu transportieren, rückt ein geballtes Wissen über diese Region in den Fokus, das den jüngeren Generationen nur noch mit größten Schwierigkeiten zu vermitteln sein dürfte: Wie die Städte entstanden, wer da eigentlich zugewandert ist, wie man wohnte und lebte, welche Arbeitskämpfe geführt wurden, und wie der Fußball in diesm Umfeld seinen Platz fand. ... "Im Land der tausend Derbys" ist bisweilen so trocken wie ein Zweitligaspiel der Schalker im schlecht gefüllten Parkstadion gegen den FC Homburg aus dieser Zeit, aber eben auch um ein Vielfaches echter als ein aufpolierter Fünfminüter zwischen Schalke und Bochum in "ran". Der Infomationsreichtum ist überwältigend, und die vielen Bilder sowie einzelnen Kapitel und Passagen machen das Ganze dann doch zu einem bunten Gesamtwerk, in der verlorene Erinnerungen neuen Lebenssaft finden.
FAZ: Ds Werk setzt nicht nur seines Umfangs wegen (408 Seiten im Format DIN A4) Maßstäbe in der Geschichtsschreibung des Revierfußballs
taz: "Im Land der tausend Derbys" heißt das Buch aus dem Verlag Die Werkstatt, der uns schon seit vielen Jahren mit Sportbüchern der besonderen Art verzückt. Der Gelsenkirchener Sozialhistoriker Hartmut Hering hat, von einem knappen Dutzend namhafter Autoren aus der Region flankiert, die "Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets" von 1870 bis heute vorgelegt, zwei Kilo schwer und somit jenseits Reich-Ranicki'scher Toleranzgrube voll kundiger Texte und gespickt mit mehr als dreihundert historischen Fotos. Die Empfehlung: ein Buch zum Stöbern an verregneten Sonntagnachmittagen und Pflichtlektüre vor einem der vielen Derbys, die das Ruhrgebiet auch heute noch bereithält.
Buersche Zeitung: Über die ruhmreichen Fußballklubs im Revier existiert eine umfassende Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets, quasi ein Standardwerk, gab es bislang nicht. Das hat sich nun geändert.
amazon:RevierSport: Dieses Buch hat der Fußball-Leidenschaft im Revier ein Denkmal gesetzt.Reclaim the game!!!, 25. November 2002 Rezensentin/Rezensent: Peter Bahner (Mehr über mich) aus Hamburg
Eins vorweg: der vorliegende Band „Im Land der tausend Derbys" von Hartmut Hering ist keine reine, trockene Auflistung der Fussballgeschichte des Ruhrgebietes. Es ist auch nicht der Anspruch des Herausgebers; vielmehr spürt man von Beginn an, das das, was den Fussball ausmacht und wo seine Wurzeln liegen wichtiger sind, dem Leser rüberzubringen, als ein saloppes aufzählen der Triumphe von Borussia Dortmund und Schalke 04 in jüngerer Zeit.
Die Gliederung des Buches ist gewöhnungsbedürftig.
Die Einordnung der Geschichte der Vereine in den Gesamtkontext verläuft dekadenweise. In Abständen von jeweils ca. 10 Jahren wird die kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Entwicklung und die jeweiligen Interdependenzen dargestellt. Dies passiert allerdings nicht in der aufeinanderreihung einzelner Kapitel, sondern durch das einpflechten von weiteren Hauptmerkmalen und wechselweisen Darstellen von regionalen Vereinsgrößen (Jede Ruhrgebietsregion wird differenziert betrachtet), städtischen Rivalitäten (jedes Ballungsgebiet wird genauestens unter die Lupe genommen) und Randnotizen, die nicht in einen chronologischen Ablauf eingebracht werden können.
Lesenswert sind am Bespiel Duisburg die Entwicklungen früherer Vereine, wie den Duisburger SV, Hamborn 07 und den Meiderischer SV (heutiger MSV Duisburg) bis zur heutigen Zeit, in der die jeweiligen Vormachtstellungen einzelner Clubs erläutert.
Aber nicht nur über die Region bekannte Vereine gelangen in den Fokus der Autoren, auch heute relativ unbekannte Vereine wie Hellweg Lüttgendortmund, VfR Sölde oder der SV Sodingen (Fast-DM-Finalist 1953!!!) finden Eingang in die Historie.
Es ist gelungen, das Sportjournalistische Niveau der hervorragenden „Werkstatt" -Reihe „Große Traditionsvereine" durch eine vorzügliche Recherche und viel Herzblut auch auf „Kleine Traditionsvereine" zu übertragen.
Heraus kam ein Buch, das nicht nur den Sporthistorisch interessierten anspricht, sondern auch für Freunde des Fussballs, die ihr Spiel aus den Klauen des Großkommerzes (Kirch) zurückreißen wollen.
Die Botschaft lautet: „Reclaim the game"!!!
"
(Quelle: http://www.werkstatt-verlag.de )
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RevierSport: Dieses Buch hat der Fußball-Leidenschaft ein Denkmal gesetzt.
laut Bestenliste von sechs großen Fanzines: Fußballbuch des Jahres 2002/03
Recklinghäuser Zeitung: Wer einen Fußballanhänger kennt, den an dieser "wichtigsten Nebensacher der Welt" mehr interessiert als die nackten Bundesliga-Ergebnisse am Wochenende, der/die sollte über ein passendes Weihnachtsgeschenk nicht mehr lange nachdenken! ... man muss kein ausgesprochener Ästhet sein, um es in seiner Aufmachung mehr als nur gelungen zu empfinden. Es ist ein Augenschmaus.
Eigentlich ist es erstaunlich, dass solch eine Chronik erst jetzt den Büchermarkt bereichert. ... Nun denn, freuen wir uns über das Epos, das wir in Händen halten und schon jetzt auf die Forsetzung, die es in ein paar Jahren vielleicht geben wird.
footb.OWL: Dem Phänomen Ruhrpottfußball nähern sich die Autoren ... in diesem opulent ausgestatteten Buch mit großem Fachwissen und noch mehr spürbarer Liebe zum Detail. ... Ein wunderbares Buch, das durch zahlreiche Fotos abgerundet wird.
WAZ: Deshalb ist dieses Buch ... eine bemerktenswerte Symbiose aus Fußballgeschichte und Ruhrgebietsgeschichte.
TV Movie, Geheimtipp: Tolles Buch voll spannender Fakten und gut lesbarer Analysen. Weckt Erinnerungen an Kampf, Schweiß und packende Duelle. Volltreffer!
Süddeutsche Zeitung: Eine umfassende Analyse der Fußballkultur im Revier liefert Hartmut Hering, der das Buch "Im Land der tausend Derbys" herausgegeben hat. ... Doch statt die spezielle Emotionalität, der diese historischen Bindungen zugrunde liegen, zu transportieren, rückt ein geballtes Wissen über diese Region in den Fokus, das den jüngeren Generationen nur noch mit größten Schwierigkeiten zu vermitteln sein dürfte: Wie die Städte entstanden, wer da eigentlich zugewandert ist, wie man wohnte und lebte, welche Arbeitskämpfe geführt wurden, und wie der Fußball in diesm Umfeld seinen Platz fand. ... "Im Land der tausend Derbys" ist bisweilen so trocken wie ein Zweitligaspiel der Schalker im schlecht gefüllten Parkstadion gegen den FC Homburg aus dieser Zeit, aber eben auch um ein Vielfaches echter als ein aufpolierter Fünfminüter zwischen Schalke und Bochum in "ran". Der Infomationsreichtum ist überwältigend, und die vielen Bilder sowie einzelnen Kapitel und Passagen machen das Ganze dann doch zu einem bunten Gesamtwerk, in der verlorene Erinnerungen neuen Lebenssaft finden.
FAZ: Ds Werk setzt nicht nur seines Umfangs wegen (408 Seiten im Format DIN A4) Maßstäbe in der Geschichtsschreibung des Revierfußballs
taz: "Im Land der tausend Derbys" heißt das Buch aus dem Verlag Die Werkstatt, der uns schon seit vielen Jahren mit Sportbüchern der besonderen Art verzückt. Der Gelsenkirchener Sozialhistoriker Hartmut Hering hat, von einem knappen Dutzend namhafter Autoren aus der Region flankiert, die "Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets" von 1870 bis heute vorgelegt, zwei Kilo schwer und somit jenseits Reich-Ranicki'scher Toleranzgrube voll kundiger Texte und gespickt mit mehr als dreihundert historischen Fotos. Die Empfehlung: ein Buch zum Stöbern an verregneten Sonntagnachmittagen und Pflichtlektüre vor einem der vielen Derbys, die das Ruhrgebiet auch heute noch bereithält.
Buersche Zeitung: Über die ruhmreichen Fußballklubs im Revier existiert eine umfassende Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets, quasi ein Standardwerk, gab es bislang nicht. Das hat sich nun geändert.
amazon:RevierSport: Dieses Buch hat der Fußball-Leidenschaft im Revier ein Denkmal gesetzt.Reclaim the game!!!, 25. November 2002 Rezensentin/Rezensent: Peter Bahner (Mehr über mich) aus Hamburg
Eins vorweg: der vorliegende Band „Im Land der tausend Derbys" von Hartmut Hering ist keine reine, trockene Auflistung der Fussballgeschichte des Ruhrgebietes. Es ist auch nicht der Anspruch des Herausgebers; vielmehr spürt man von Beginn an, das das, was den Fussball ausmacht und wo seine Wurzeln liegen wichtiger sind, dem Leser rüberzubringen, als ein saloppes aufzählen der Triumphe von Borussia Dortmund und Schalke 04 in jüngerer Zeit.
Die Gliederung des Buches ist gewöhnungsbedürftig.
Die Einordnung der Geschichte der Vereine in den Gesamtkontext verläuft dekadenweise. In Abständen von jeweils ca. 10 Jahren wird die kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Entwicklung und die jeweiligen Interdependenzen dargestellt. Dies passiert allerdings nicht in der aufeinanderreihung einzelner Kapitel, sondern durch das einpflechten von weiteren Hauptmerkmalen und wechselweisen Darstellen von regionalen Vereinsgrößen (Jede Ruhrgebietsregion wird differenziert betrachtet), städtischen Rivalitäten (jedes Ballungsgebiet wird genauestens unter die Lupe genommen) und Randnotizen, die nicht in einen chronologischen Ablauf eingebracht werden können.
Lesenswert sind am Bespiel Duisburg die Entwicklungen früherer Vereine, wie den Duisburger SV, Hamborn 07 und den Meiderischer SV (heutiger MSV Duisburg) bis zur heutigen Zeit, in der die jeweiligen Vormachtstellungen einzelner Clubs erläutert.
Aber nicht nur über die Region bekannte Vereine gelangen in den Fokus der Autoren, auch heute relativ unbekannte Vereine wie Hellweg Lüttgendortmund, VfR Sölde oder der SV Sodingen (Fast-DM-Finalist 1953!!!) finden Eingang in die Historie.
Es ist gelungen, das Sportjournalistische Niveau der hervorragenden „Werkstatt" -Reihe „Große Traditionsvereine" durch eine vorzügliche Recherche und viel Herzblut auch auf „Kleine Traditionsvereine" zu übertragen.
Heraus kam ein Buch, das nicht nur den Sporthistorisch interessierten anspricht, sondern auch für Freunde des Fussballs, die ihr Spiel aus den Klauen des Großkommerzes (Kirch) zurückreißen wollen.
Die Botschaft lautet: „Reclaim the game"!!!
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(Quelle: http://www.werkstatt-verlag.de )
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