TSV 1860 München TSV 1860 München
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Friedhelm Funkel [ ]

07.09.2013 - 17:14 Uhr
Friedhelm Funkel [ ] |#31
23.03.2014 - 18:56 Uhr
Die Qualität unseres Spiels nimmt zu, das wird wohl kaum einer bestreiten.
Seinen Kritikern spielen die Ergebnisse - teilweise sicher zurecht - in die Hände.

Es stellt sich also für den Verein die Frage, ob man FF zutraut, nach einer zweiten Vorbereitung und einer zweiten Transferperiode, eine Mannschaft zu formen, die konstant guten und erfolgreichen Fußball spielt.

Ich persönlich traue ihm das zu und würde ihn deshalb gerne als Trainer behalten. Zudem hat FF sicherlich schon einige Kandidaten im Auge, um die Mannschaft zu verstärken.

Wir werden es sicherlich bald wissen.

Ich denke, dass wir in der Woche nach dem Köln-Spiel, spätestens aber nach dem KSC-Spiel wissen werden, wie es weitergeht (sowohl mit dem Trainer und dem Sportdirektor).
Friedhelm Funkel [ ] |#32
24.03.2014 - 10:07 Uhr
Ich bin gespannt wie sich der neue Geschäftsführer Sport auf der Trainerposition entscheiden wird. Ich persönlich würde den Vertrag mit Funkel aus einigen Gründen eher nicht verlängern. Ich wünsche mir zwar ebenfalls Konstanz auf der Trainerposition und Funkel bringt mit Sicherheit wertvolle Erfahrung mit. Auch seine Transfers (zusammen mit Florian Hinterberger) in der Winterpause waren mehr als ordentlich, aber für mich überwiegen die Mängel die ich unter ihm beobachten kann.

Er schafft es für mich bisher nicht unseren Spielaufbau entscheiden zu verbessern. Zweitens sehe ich keine taktischen Verbesserungen (v.a. beim Pressing). Und drittens bindet er meiner Meinung nach die jungen Spieler zu wenig ein.

Auf das Aufbauspiel bin ich gestern im Spieltagsthread schon eingegangen. Das Hauptproblem sehe ich hier bei unseren Außenverteidigern (Steinhöfer mal ausgenommen) und im zentralen offensiven Mittelfeld, was immer noch zu vielen hohen Bällen aus der Innenverteidigung und dem defensiven Mittelfeld heraus führt.

Unser Pressing ist mir ein absolutes Rätsel. Ich erinnere mich an eine Szene gestern gegen Kaiserslautern, als Dick in der ersten Halbzeit einen Freistoß in die Mauer donnert und der Ball kurz danach hinten bei Sippel landet. Adlung und Stoppelkamp laufen – ich glaube aus der Mauer heraus – quer über den ganzen Platz zu zweit den Torwart an, der die beiden locker auf die freistehenden Verteidiger vor ihm überspielt. In einer anderen Situation verlieren wir am gegnerischen 16-Meter-Raum den Ball, stehen mit drei Mann in Ballnähe und alle Blauen orientieren sich sofort zurück, anstatt kollektiv zu versuchen, Druck auf den Ballführenden aufzubauen. Ich habe bisher nur in den ersten 15 Minuten gegen Aue konsequentes Pressing unserer Mannschaft gesehen, wo wir einige gute Chancen aus erzwungenen Ballverlusten provozieren konnten. Ansonsten konnte ich bisher keine Systematik erkennen, wann und wo gepresst werden soll.

Mein Hauptkritikpunkt ist allerdings die Integration unser jungen Spieler. Hier möchte ich auf zwei Spieler eingehen und versuchen meine Einschätzungen mit Statistiken zu unterlegen. Ich weiß dass Statistiken oft ziemlich unbeliebt sind, aber ich persönlich finde sie häufig sehr aufschlussreich und greife gerne auf sie zurück.

Ein erstes Beispiel wäre Sebastian Hertner. Ich kann durchaus verstehen, warum er in der Kritik steht. Ich sehe auch ein, dass sein Stellungsspiel dürftig ist. Ich halte es aber für den falschen Weg, ihm nur deshalb einen gelernten Innenverteidiger wie Wojtkowiak vorzuziehen. Denn in anderen relevanten Statistiken für einen AV ist Hertner vorne. Er ist zweikampfstärker 55,6% > 54%. Er ist leicht passsicherer 77,6% > 76,1%. Außerdem ist er auf 90 Minuten gerechnet an mehr Torschüssen beteiligt und vor allem ist er schneller. Für mich müsste Funkel, ihm mehr Zeit geben und womöglich durch einen defensiveren Vordermann wie Ludwig unterstützen.

Ein anderes Beispiel ist Stefan Wannenwetsch. Er hat zwar für einen defensiven Mittelfeldspieler mit 45,1% eine relativ schwache Zweikampfquote, bringt aber starke 86,2% seiner Bälle an den Mann. (Julian Weigl 83,8%) Selbst bei seinem letzten Auftritt gegen den FSV Frankfurt, spielte er 31 erfolgreiche Pässe und leistete sich 9 Fehlpässe. Ich finde, solche durchschnittlichen Spiele sollten wir jungen Spielern zugestehen können. Aufgrund seiner guten Schusstechnik und seiner starken Passquote könnte ich mir sogar ein Experiment mit ihm auf der „10“ als Ballverteiler und Waffe aus der Distanz vorstellen.

Ich bin kein Trainer und ich habe keine Ahnung ob dieses Experiment funktionieren würde, aber dieses Ausprobieren unserer jungen Spieler fehlt mir bei Funkel. Vor allem weil diese Saison, in der wir gesichert im Mittelfeld stehen, optimal wäre, um junge Spieler reinzuwerfen. Und damit meine ich nicht Julian Weigl, der sich quasi so aufgedrängt hat, dass es für den Trainer fast keinen Weg mehr an ihm vorbei gegeben hat. Sondern Jungs die sich bis jetzt schwer tun (Wannenwetsch, Hertner, Wood) oder Spieler von den Amateuren die man eventuell für nächste Saison antesten kann.
Friedhelm Funkel [ ] |#33
26.03.2014 - 11:11 Uhr
Funkel hat mit den drei Transfers durchaus die Qualität in der Mannschaft erhöht. Seit der Winterpause haben wir 9 Tore in der RR erziehlt wovon 5 Tore (Osako 4, Ludwig 1) Neuzugänge erzielten. Darüberhinaus hatten beide je einen Assist, wodurch wir auf 7 Torbeteiligungen von 9 erzielten Toren kommen. Diese Quote ist sagenhaft gut.

Auch die Integrierung von Weigl ist Funkel gut zu schreiben. Wir haben mit Weigl ein junges Talent, dass hier seit langem mal wieder eine Vertragsverlängerung unterzeichnet hat. Darüber hinaus hat er den Sprung in den Herrenbereich geschafft. Argumente wie, er wurde Funkel aufgedrängt sind lächerlich. Gerade in der DM-Position haben wir mit Bülow, Stark, Stahl, Wannenwetsch, Adlung, Ludwig, Schindler nominell gesehen eine wahre Kette an Spielern die hier auflaufen können. Funkel hat nahezu jeden dieser Spieler auf der Position getestet. Weigl konnte überzeugen. Darüber hinaus nutzte die Chance aus dem Verletzungspech von Stahl. Wir als Fans tun uns natürlich immer leicht Amateurspieler oder Jugendspieler zu fordern, doch der Trainer hält hier immer den Kopf hin. Das Experiment Weigl ist geglückt, weil dieser nicht einfach ins kalte Wasser geworfen worden, wie es hier viele bereits in der Hinrunde gefordert haben. Sondern weil er seit der ganzen Zeit schon von FF gefördert und vor allem mental darauf vorbereitet worden ist. Die Mannschaft hat durch den Qualitätsanstieg der RR-Transfers mehr Möglichkeiten. Ergo fiel es leichter einen Weigl reinzunehmen, da dieser nicht so unter Druck stand wie er es z.B in der Hinrunde gewesen wäre als die Mannschaft quasi tot war.

Funkel hat dem Team eine Mentalität eingeimpft. Dieser Prozess dauert jedoch, du siehst Spiele wie gegen Aue. Die ersten 20 Minuten waren der Hammer es erinnerte mich stark an das Spiel Bayern Wolfsburg, wo die Wölfe über 60 Minuten Ballbesitz ohne ende hatten und den gegnerischen Spielaufbau im Keim stets erstickt haben. Dann aber wieder so individuelle Fehler, das erst das 1:1 und später noch das 1:2 fällt. Diese Fehler geht es auf ein Minimum zu reduzieren. Ich sehe oftmals, dass die Mannschaft in der Defensive einfach falsch steht. Das hängt entweder am untauglichen Personal oder an einem Lernprozess der eben seine Zeit braucht. Klar passieren Fehler doch gewisse Spieler in der Abwehr leisten sich nahezu alle 2 Spiele mal einen Bock der spielentscheident ist.

Für mich sind die Fehler in der Abwehr auszumachen. Ein neuer Linksverteidiger zur neuen Saison könnte unsere Misslage beheben. Denn weder Hertner noch Wojtkowiak haben sich auf dieser Position festspielen können. In der Innenverteidigung hast du mit Schindler, Bülow, Vallori, Schwabl und Wojtkowiak bestenfalls mittelmässiges Zweitliga Niveau. Daher wäre es auch hier angebracht sich nach einem weiteren Verteidiger umzusehen. Wojtkowiak und Bülow haben viel zu viel Licht und Schatten. Konstanz brauchst du aber um kommende Saison um den Aufstieg mitzuspielen. Bei beiden haben ich oftmals den Eindruck, dass sie mit dem zufrieden sind und das macht sich leidergottes auch im Spiel der beiden bemerkbar. Schwabl kannst du als Backup halten, denn im Vergleich zu den beiden anderen ist es für ihn ein absolutes Highlight hier spielen zu dürfen. Sprich er wird um seinen Platz fighten, diese Moral kann durchaus polarisierend auf andere wirken. Als günstiges Back-Up kannst du so einen jungen Spieler aufjedenfall halten. Ich denke hier kannst du Florian Hinterberger noch einmal zu diesem Transfer gratulieren. Allerdings benötigt Schwabl wie jeder Spieler auch den ein oder anderen Einsatz um Wettkampfpraxis zu haben und dies scheint nun der Fall zu sein, da Schindler weiterhin ausfällt und Schwabl laut Aussage von Funkel gesetzt ist.

Schindler ist für mich IV Nummer 1, er ist eine tragende Säule in der Löwenelf. Nur muss er mehr aus sich herauskommen, der Welpenschutz ist vorbei mit 24 Jahren darfst du auch mehr Verantwortung in der Mannschaft übernehmen. Ihm könnte ein Amt als Vizekapitän gut zu Gesicht stehen, vll gibt das ihm das notwendige Selbstvertrauen. Allgemein ist es Funkel zu verdanken, dass Schindler hier genügend Vertrauen bekam und seinen auslaufenden Vertrag trotz guter Angebote aus der Bundesliga verlängerte. Vallori ist der letzte IV der noch nicht durch mich gelistet worden ist. Sein Engagement ist löblich, aber ich glaube es wird ab der kommenden Saison einfach nicht mehr ausreichen. In seinem ersten Jahr bei Sechzig war er deutlich spritziger du merkst förmlich wie er abbaut. Als Leitwolf aufjedenfall gut in der Mannschaft zu haben. Doch als Stamm-IV brauchst wen anderen, wenn du in der kommenden Saison noch einmal nach oben willst. Ich würde mich sehr dafür aussprechen, wenn wir im Bereich IV nachlegen. Gerne können wir dann Wojtkowiak oder vll sogar noch Bülow abgeben. Auf diese Weise hast du genügend Platz auf der Position. Der neue IV darf gerne auch jünger sein, wir haben vor Jahren erlebt wie ein 18-jähriger Bell hier Stammspieler geworden ist. Mein Kandidat auf diese Position wäre Syhre von Hertha II, 19 Jahre, 2 Jahre 4. Liga Erfahrung, U-19-Nationalspieler, stämmig, kopfballstark, schnell, stand auch gestern im 18-er Aufgebot der Bundesliga, sein Vertrag läuft aus. Denke er wäre eine Bereicherung für das Team.

Funkel hatte in den letzten Wochen mit Sechzig wirklich viel Pech. Spiele wie Aue, Düsseldorf oder Lautern werden nicht gewonnen. Aus diesen drei Spielen hast du 2 Punkte geholt wo es eigentlich 9 hätten sein müssen. Ich wünsche ihm für die kommenden Spiele einfach mehr Glück. Denn aktuell helfen ihm leider nur noch Siege, die einzig und allein seinen Vertrag verlängern lassen. Er hat mit den ganzen neuen und Umstellungen durchaus einen guten Kader der wenn er sich in dieser Form noch weiter einspielt durchaus ab der kommenden Saison eine tragende Rolle haben könnte. Jedoch müssen wir uns wie schon oben erwähnt von einigen Spielern trennen und weitere Mannschaftsteile einfach weiter verbessern.
Friedhelm Funkel [ ] |#34
28.03.2014 - 17:13 Uhr
- So ich will mich auch mal zu der Thematik: Trainerwechsel - Ja oder Nein? äußern.

Wie einigen von euch auffallen mag, ich möchte hier nur meine eigene Meinung äußern. Mir ist selbstverständlich klar, dass wir erstmal abwarten müssen, was für einen Sportdirektor unser Präsidium aus dem Hut zaubert. Der Trainer muss dann, entweder der sportlichen Philosophie folgen, oder es muss ein neuer her. Denn man darf nicht vergessen, wenn der Trainer beim ersten Mal unzufrieden mit der Ausrichtung ist, wird er, außer er hegt nur geringe Zweifel, seine Meinung wohl kaum ändern. Und sobald keine Harmonie bzw. gleiche Denkweise herrscht kann man wohl kaum von Professionalität, welche zwingend notwendig ist um Erfolg zu haben, sprechen.

Aber jetzt zu meiner eigenen Meinung:
Ich persönlich kann verstehen, dass das Präsidium um Gerhard Mayrhofer vor einer der schwersten Entscheidungen, des noch so jungen Jahres steht. Es gibt zahlreiche Punkte die für Friedhelm Funkel, aber auch ein paar die gegen eine Weiterbeschäftigung unseres bis dato Cheftrainers, sprechen. Ich möchte meine Meinung, welche am Ende dieses Beitrags noch einmal im Wortlaut zu lesen ist, aber von Lesern, die einigermaßen mitdenken, herauskristallisiert werden kann, auf einige Punkte bzw. Tatsachen UND Meinungen stützen.

Hier eine kleine Übersicht:

°1.Kann man Fortschritte erkennen?
°2.Entdeckungen und Verbesserungen Einzelner.
°3.Das Lösen von Problemen und Flexibilität.
°4.Training.
°5.Vorwürfe einiger Fans an ihn.

Kommen wir zu Punkt °1

•Kann man Fortschritte erkennen?•

Meiner Meinung nach ja, aber zu spät.
Ganz klar, und da werden mir höchstens die verkappten Roten im Kommentarsystem diverser Internetseiten widersprechen, ist der Trend, was das Spielerische angeht, durchaus positiv. Es wir endlich guter, einfallsreicher Offensivfußball gezeigt. Das was sich alle gewünscht haben.
Allerdings ist Dieser Trend eben erst jetzt. Wäre er früher eingetroffen, z. B. direkt nach der Winterpause, hätte vielleicht... Aber das ist jetzt nicht Thema. Ich hoffe ihr versteht, was ich damit meine. Ich werde das nochmal in °3 aufgreifen.

Ab zu °2

•Entdeckungen und Verbesserung Einzelner•

Das ist, für mich persönlich , ein durchweg Positiver Punkt.
Zu Entdeckungen. Da haben wir einmal natürlich Yuya Osako. Aber nicht zuletzt auch Ju Weigl und Andreas Ludwig. Klar Weigl hat sich ihm aufgedrängt, aber trotz allem ist er sehr gut eingesetzt worden. Er hat einen Maulkorb bekommen und er wird, wie gesagt meiner Meinung nach, gut gefördert. ''Lude'' wurde im Testspiel gegen Hoffenheim entdeckt. Es imponiert mir immer noch, wie er sein Spiel spielt. Er rackert, kämpft und hat auch eine sehr passable Technik. Für mich eine klare Verstärkung.
Verbesserung Einzelner. Mir würden spontan Stark und Adlung einfallen. Yannick Stark stand bisher immer hinter seinen Erwartungen. Seit Funkel offensiver spielen lässt ist er ein ganz ganz wichtiger Teil im Mittelfeld. Ein echter ''B2B-Player'' wie man in England zu sagen pflegt.
Balldieb und Verteiler. Wie wichtig er ist hat man gesehen, als Bülow seine Position einnahm.
Daniel Adlung. Er galt schon als total Reinfall, doch dann hat Funkel ''seine'' Position gefunden. Beileibe kein Messi(as) aber er kämft wie kaum ein anderer gewinnt die wichtigen Duelle und zeigt sich auch immer besser im Offensivspiel. Das ist ganz klar Funkel zu verdanken.

°3

•Das Lösen von Problemen und Flexibilität•

Hier möchte ich einen Ausschnitt aus dem Merkur-Kommentar: ''Was für Funkel spricht.''
zitieren. Allerdings habe ich die Zitat-Funktion von tm.de noch nicht ganz verstanden. ( :rolleyes ) Daher füge ich ihn hier ein:

_
''Klar: Funkel geht mit seinen 60 Jahren nicht als Konzepttrainer durch, doch er ist taktisch flexibel (erst 4-4-2, dann 4-1-4-1 jetzt 4-2-3-1), er fand Antworten in schweren Krisen (1:3 gegen Dresden, 0:2 in Ingolstadt) – und auch die Spieler scheinen ihm zu folgen.''


Ich finde damit ist Alles gesagt. Seine Ruhe und Erfahrung hat uns schon das ein oder andere mal aus der Kriese geholfen.

°4

•Training•

Ich war für ein paar Wochen in Deutschland und habe mir oft das Training angesehen.
Ich bin sehr erstaunt! Friedhelm Funkel und Markus v. Ahlen machen das sehr gut. Sie lassen viel mit aber auch genug ohne Ball trainieren. Da merkt man eindeutig, dass Funkel nicht erst seit gestern im Geschäft ist. Und er redet. Er redet sehr viel. Das gibt den Spielern Sicherheit. Er spricht Probleme an und die Kommunikation ist sehr gut. Auch unter den Spielern. Das ist ein Team und das merkt man.

°5

•Vorwürfe einiger Fans an ihn•

Da fielen mir spontan ein:
1. Zu wenig Training.
2. Zu viele Heimatausflüge.
3. Zu lethargisch.

Zu 1. Er weiß genau was er wann machen muss. Er hat Erfahrung und das Team ist fit. Ich finde das er das gut hinkriegt. Soll er die Spieler 40h die Woche Trainieren lassen?

Zu 2. Heimatverbundenheit ist absolut keine Sache für die man sich in irgendeiner Weise entschuldigen müsste. Stellt euch vor, ihr arbeitet das Jahr über 400km weit weg von ''Zuhause''
wollt ihr da nicht auch mal ''heim''? Kann ihn da verstehen.

Zu 3. NEIN. Er ist hellwach. Auch am Spielfeld. Er redet wie in °4 verwähnt sehr viel. Mit Spielern sowie dem Trainer-Team. Ich sehe da keine Problematik.
____________________________________________________________________

Meinen Beitrag möchte ich wieder Mit einem Zitat aus dem Merkur-Kommentar abschließen:

_
Einen Besseren müssen die Löwen erst mal finden. Sagt der, der sich eigentlich für den einzig wahren 1860-Trainer hält: Werner Lorant. Womöglich ist es kein Zufall, dass es in der Geschichte des TSV eher die sturmerprobten Trainerroutiniers waren, die den Laden im Griff hatten.

Pro Funkel.

Bye for now.
Ciao
-corvee

Edith:
Ich würde mich auf eure Meinung über meinen ''Kommentar'' sehr freuen.

•     •     •

casselfornia x giasing
Friedhelm Funkel [ ] |#35
02.04.2014 - 00:11 Uhr
Ich weiß nicht ob ich im richtigen Thread damit bin, aber ich poste es mal hier. Da ich mir gedacht habe, man kann nicht immer nur Funkel kritisieren ohne Gegenkandidaten mit Begründung zu nennen, habe ich mir meine drei Favoriten vorgenommen. Mein erster Vorschlag wäre Adi Hütter von der SV Grödig. Er steht mit seinem Team aktuell als Aufsteiger und absoluter Außenseiter auf dem vierten Rang der österreichischen Liga, was eine nicht hoch genug einzuschätzende Leistung ist. Ich möchte in zwei längeren Abschnitten seine Vorzüge in der Defensiv- und in der Offensivarbeit aufzeigen, die ich aus vielen Artikeln und Analysen zu Hütters Team rausgezogen aber auch selbst in einigen Livespielen gesehen habe.

Grundsätzlich definiert sich sein Team vorrangig über mit der Defensive verbundene Tugenden, mental als auch taktisch: Gegenpressing und Aggressivität, Pressing und Willenskraft, kollektives ballorientiertes Verschieben und Laufbereitschaft. Grödig kontrolliert – vorzugsweise in einer 4-1-4-1 Formation – seine Spiele zumeist durch große kämpferische Disziplin. Ohne Ball sind stets sehr viele Spieler unterwegs, wodurch das Team ein konsequentes und auch strukturiertes Pressing spielen kann. Mit ihrer aggressiven und sehr ballorientierten Spielweise konnten sie schon einigen individuell überlegenen Mannschaften Punkte abnehmen.

In der Defensive verschiebt das Team innerhalb des 4-1-4-1 extrem ballorientiert. So kommt es zu enormen Lokalkompaktheiten in Ballnähe, was die Kombinationen des Gegners schon im Ansatz unterbindet. Wie bereits gesagt lässt Hütter ein leidenschaftliches, aggressives und auch relativ hohes Pressing spielen. Auch nach Ballverlusten wird sofort (Gegen-)Pressing praktiziert und aggressiv auf den Ballführenden des Gegners geschoben. Gegen stärkere Gegner wie zum Beispiel die Austria variiert Grödig und presst gelegentlich in einem situativen 4-4-2 im Mittelfeld und sorgt für Kompaktheit. Grundsätzlich lässt Hütter die Mannschaft häufig herausrücken: Die Innenverteidiger schieben in den Zwischenlinienraum, die Außenverteidiger orientierten sich an einem Gegenspieler und rücken ebenfalls heraus. Auch das Gegenpressing spielt das Team sehr konstant und intensiv. Es verwickelt den Gegner in sehr kampfbetonte Zweikämpfe um die zweiten Bälle. Durch das gute Gegenpressing werden außerdem die Gefahren eigener Ballverluste eingeschränkt. Erobert der Gegner den Ball, wird er sofort gepresst und er kann nicht schnell und einfach umschalten. Interessant: Grödig bestritt zwar zur Winterpause die meisten Zweikämpfe, hatte aber die zweitschwächste Zweikampfquote. Durch die enorm hohe Gesamtanzahl gewinnt das Team aber die zweitmeisten Zweikämpfe in absoluten Zahlen. Diese „Löwentugenden“ auf die Hütter setzt, könnten sich auch marketingtechnisch nutzen lassen. Ein Faktor der zunächst vielleicht unwichtig scheint, aber meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen ist. Das ist in gewisser Weise auch das Geheimnis der Grödiger unter Hütter. Was allgemein als Kampf, Aggressivität und Mut bezeichnet wird, ist meistens schlicht die konsequente Umsetzung des Gegenpressings. Hütter gilt hier in Österreich als Vorreiter.

Grödigs Offensive wurde in Österreich schon als „modernes Kick and Rush“ bezeichnet, in der Hütter die individuelle Unterlegenheit seines Teams exzellent kompensiert. Grundsätzlich basiert sie auf schnellen Kontern, intelligenten Bewegungen und viel Athletik. Chancen ergeben sich vor allem durch tolles Umschaltspiel und hervorragendes Gegenpressing. Hütter lässt den Gegner schlicht möglich lange und aggressiv unter Druck setzen, was zu schnellen Angriffen in offene Räume führen soll. Nach schnellen Balleroberungen versucht Grödig schnell nach vorne zu kommen und viel Risiko zu spielen. Bei Ballverlusten wird sofort gegengepresst. Hütter verwendet den Ballverlust als Mittel zum Zweck. Sie wechseln sich mit teilweise genialen Kontern und unfassbar kollektiv gespielten Umschaltmomenten ab, die in dieser Dynamik in Österreich sonst nur bei den Red Bulls zu sehen sind. Ein weiteres Mittel sind lange Bälle entlang der Seite auf ausweichende Akteure, mit Zonenüberladungen und Überzahlsituationen. Grödig kontert gerne schnell über die Flügel und die Halbräume. Häufig folgt aus Angst vor Ballverlusten nach Balleroberungen ein langer Ball, dem einfach das gesamte Kollektiv nachläuft, um offensive Kompaktheit herzustellen und vorne auf die zweiten Bälle zu gehen. Auch Seitenwechsel auf die ballferne Seite bei schnellem Aufrücken des Außenverteidigers sorgen für Gefahr, insbesondere bei sehr ballorientierten Gegnern. Bei eigenem Ballbesitz lässt Hütter sehr tief aufbauen. Er zieht die Innenverteidiger gerne nach hinten, um Abstand zu den gegnerischen Stürmern zu lassen. Er entgeht dadurch dem gegnerischen Pressing oder nimmt dem Gegner zumindest die Kompaktheit, wenn lange Bälle von hinten heraus gespielt werden sollen.

Zum Schluss aus aktuellem Anlass: Hütter hat sich entschieden seinen Vertrag bei Grödig nach dieser Saison nicht zu verlängern. Er wäre also auf dem Markt und will sich angeblich in der 2. Bundesliga, ähnlich wie Stöger, beweisen. In Interviews die ich von ihm bisher gesehen habe, überzeugte er mich mit seiner kompetenten und analytischen Art. Er hat ein Konzept, das zumindest mich sehr überzeugt. Ich könnte mir ihn sehr gut als Löwencoach vorstellen.
Friedhelm Funkel [ ] |#36
02.04.2014 - 17:32 Uhr
Ahhhhhh... Ich denk mal, dass jetzt alles Schlag auf Schlag gehen wird. Neuer Sportdirektor, neuer Trainer, 15 Mille von Ismaik, Aufstieg, Durchmarsch, Champions-League und Weltpokal. Alles ohne Steuerhinterziehung.
Friedhelm Funkel [ ] |#37
02.04.2014 - 20:43 Uhr
Super der gefühlte 128 Trainer bei uns seit dem Abstieg darf auch wieder gehn.
Jetzt wieder einen neuen holen, mit einer neuen Spielphilosophie und eigenen Vorstellungen.

Dann stellen wir nach einem halbe Jahr wieder fest, dass wir unter dem auch nicht besser sind und kurz vor dem Ende der Vorrunde auf Platz 8 bis 9 rumgurken.
Dann wird der Trainer kurz vor der Winterpause wieder gewechselt, wir stellen fest, der hat auch natürlich eine ganz andere Vorstellung vom Fußballspielen , kann aber mit den vorhandenen Spielern sein Konzept nicht umsetzen.
Also hat er logischerweise auch keinen Erfolg.

Wir entlassen diesen Trainer also auch wieder und das Spiel beginnt von vorne :/: Bloß keine Kontinuität mal aufkommen lassen und versuchen mit einem Trainer was aufzubauen. Das wäre ja total langweilig und die Boulevardpresse hätte nix mehr zu schreiben :rolleyes

•     •     •

Wenn das Leben dir Zitronen gibt mach keine Limonade draus! Schmeiß die Zitronen zurück! Wehr dich!
"ICH WILL DEINE BLÖDEN ZITRONEN NICHT! WAS SOLL ICH DAMIT?"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Haster am 02.04.2014 um 20:44 Uhr bearbeitet
Friedhelm Funkel [ ] |#38
02.04.2014 - 23:16 Uhr
Hauptsache keine Kontinuität Aufkommen lassen ;-(( danke dir Friedhelm. Die Ergebnisse waren leider ausschlaggebend, aber nochmal, für 90 % der aktuellen Mannschaft konnte er nix!!! Aus der aktuellen Mannschaft kann kein Trainer der Welt mehr rausholen, als FF das gemacht hat!

ich bin kein glühender Anhänger von FF, aber er hat etwas Kontinuität in diesen Sauhaufen 1860 reingebracht, man konnte ein Spielsystem erkennen, was ich schon Jahre lang nicht mehr erkennen konnte. die Ergebnisse haben nicht gestimmt, aber wer kurz denkt, der scheitert halt immer und immer wieder am eigenen Anspruch! :rolleyes

FF war endlich mal ein Trainer der Ahnung hatte. seine drei Wintereinkäufe haben alle eingeschlagen, ein Osako ist ein Traum, ein steinhöfer um längen besser als das bis dato vorhandene Material als AV. Ein Ludwig wo überhaupt kein Risiko besteht, entweder er schlägt ein, oder er geht zurück nach hoppenheim! Alles was er machte hatte aus meiner Sicht Hand und Fuß, aber jetzt kommt bestimmt der Stani :ugly :/:

Da wird alles besser, :grrr Meine Kumpels vom FC lachen sich tot, der hatte in Köln keinerlei Konzept, die sind da rumgelaufen wie aufgescheuchte Hühner :angry Wenn ich nur an den Königstransfer Maierhofer denke, der konnte rein gar nix, alle wussten es nur der Stani nicht :/:, aber der macht dass schon bis zur Winterpause und dann wird zum hundertsten Mal neu aufgebaut, kann die Sch.... Nicht mehr hören, dass wollte ich mal loswerden.

•     •     •

Einmal Löwe immer Löwe!!!!


Friedhelm Funkel [ ] |#39
02.04.2014 - 23:32 Uhr
Funkel hat hier niemanden mit Schönrednerei oder sonst irgendwas Leute überzeugt, sondern mit sinnvollen Transfers, ehrlichen Ansagen, seriösem Auftreten und zuletzt auch mit einer nicht zu übersehenden sportlichen Entwicklung. War ja klar, dass das bei uns nicht ankommen kann. Zum ersten mal seit 10 Jahren haben wir sportliche Kompetenz auf dem Trainerstuhl und wir schaffen es ihn nach nem halben Jahr ohne Not wieder in die Wüste zu schicken. Selbst wenn er einen 2 Jahresvertrag gefordert hat, hätten sie verlängern sollen, denn erstens hatte er Recht mit der Aussage der Verein bräuchte Konstanz und zweitens gibt es GAR KEINE Alternative auf dem Markt. Nur gescheiterte Medienprofis wie Büskens und Stanislawski die zuletzt vor allem viel Geld verbrannt haben. Oder halt wieder ein Experiment mit einem blutjungen Anfänger. Aber Roger Schmidt oder Breitenreiter hätten bei uns gar keine Chance da Geduld bei uns ein Fremdwort ist und beide Trainer bei der ersten Krise ihren Kredit verspielt hätten.

Wirklich, ich hasse diesen Sch...verein. Da kommt man fix und fertig aus der Uni nach Hause, geht online und muss sich von so einem Schwachsinn den Abend ruinieren lassen. Die Löwen schaffen es mit wunderbarer Regelmäßigkeit nicht nur meine Wochenenden sondern auch meine Feierabende zu ruinieren.

Aber jetzt kommt der wildbiselnde, homophobe ehemalige Ersatzkeeper von Arsenal und alles wird super. Die Löwen brauchen ja Namen und keine Kompetenz...
Friedhelm Funkel [ ] |#40
04.04.2014 - 09:21 Uhr
Zitat von Herbrechtinger:
Aber wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, die er erreicht hat, dann war der Trainerwechsel von Schmidt zu Funkel für die Katz. Spielerisch mag das eine oder andere besser geworden sein, auch durch die Neuverpflichtungen in der Winterpause, die Ergebnisse stimmen (bis auf wenige Ausnahmen wie gegen Aalen oder Cottbus) aber trotzdem nicht.


Und genau dass ist das Problem bei 60!

Du sprichst ja schon an spielerisch hat sich einiges verbessert, nur die Ergebnisse stimmen nicht!

Ich sage die Ergebnisse stimmen NOCH nicht!

Das braucht alles Zeit, Zeit die bei 60 niemand bekommt.

Bestes Beispiel Weinzierl mit Augsburg, in seiner ersten Saison wäre er bis zur Winterpause bei 60 schon dreimal entlassen worden, und wo steht Augsburg mit ihm heute??? Dabei darf man nicht vergessen, dass Luhukay ihm eine ordentliche Mannschaft übergeben hat.

Bei 60 gibt es aber keine "ordentliche Mannschaft" sondern da ist alles Wild durcheinander. Bei 60 braucht ein Trainer MINDESTENS 2 Jahre um etwas zu entwickeln; 2 Jahre die Mittelmaß bedeuten (der Unterschied zum Ist-Zustand jedoch sit, dass man sich auch mit dem Mittelmaß zufriedengibt und nicht glaubt nur weil man nen teuren Kader hat um den Aufstieg spielen kann).

Neulich hat ein User hier geschrieben, "alle reden davon dass man Geduld haben muss, wir haben jetzt 10 Jahre gedulgt gehabt, jetzt muss was passieren"!

Wo haben wir denn in den letzten Jahren Geduld bewiesen??? Man braucht jemanden von dem Man überzeugt ist und mit dem man innerhalb der nächsten 5 Jahre aufsteigen kann(!). So wie das Neuhaus bei Union macht; oder Lieberknecht bei Braunschweig.

Und weil man diese Zeit die man für den Aufbau einer erfolgreichen Mannschaft bei 60 keinem Trainer zugesteht, spricht Funkel von unterschiedlichen Vorstellungen zur Ausrichtung des Vereins...
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