Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Ich glaube hier unterschätzen gerade einige den politischen Druck, der jetzt entsteht. Allein deshalb wird es aus meiner Sicht eine Einigung geben.
Geht der FCK insolvent und wird lequidiert, bleibt der Stadt Kaiserslautern das 100 Millionen Euro Grab aus Kredit, Stadion und Schulden. Damit würde man die finanzielle Zukunft der Stadt für die nächsten 10 Jahre beerdigen. Aus meiner Sicht hat vor allem der OB hier hoch gepokert und ist am Ende der größte Verlierer.
Der CDU Landeschef Baldauf hat auf Facebook den Wahlkampf bereits eröffnet mit FCK Schal und einem klaren Bekenntnis zum Verein. Die SPD riskiert vor der nächsten Landtagswahl einen zweiten Nürburgring. Das würden ihre Umfragewerte glaube ich nicht überstehen. Dementsprechend wird der Druck auf alle Seiten jetzt enorm werden. Profitieren werden davon Investoren, den wie sagt man an der Börse so schön. Du sollst erst einsteigen, wenn die Kurse am Boden liegen.
Geht der FCK insolvent und wird lequidiert, bleibt der Stadt Kaiserslautern das 100 Millionen Euro Grab aus Kredit, Stadion und Schulden. Damit würde man die finanzielle Zukunft der Stadt für die nächsten 10 Jahre beerdigen. Aus meiner Sicht hat vor allem der OB hier hoch gepokert und ist am Ende der größte Verlierer.
Der CDU Landeschef Baldauf hat auf Facebook den Wahlkampf bereits eröffnet mit FCK Schal und einem klaren Bekenntnis zum Verein. Die SPD riskiert vor der nächsten Landtagswahl einen zweiten Nürburgring. Das würden ihre Umfragewerte glaube ich nicht überstehen. Dementsprechend wird der Druck auf alle Seiten jetzt enorm werden. Profitieren werden davon Investoren, den wie sagt man an der Börse so schön. Du sollst erst einsteigen, wenn die Kurse am Boden liegen.
Zitat von HorstEckel
Wir sitzen im Auto und sind auf der heimfahrt. Entweder es klingelt gleich im Auto das Telefon, QLB meldet sich mit dem Satz "Hier pass auf, mir ham uns das nochmal überlegt, wie wäre es denn wenn wir es folgendermaßen machen...". Oder der Verhandlungsführer von Quattrex bleibt wie es Previal beschrieben hat weiterhin entspannt in seinem Sessel liegen, wir tun es ihm gleich und hocken uns mit ner Tasse Tee ins Wohnzimmer und lassen die Uhr runterticken.
HorstEckel
Wir sitzen im Auto und sind auf der heimfahrt. Entweder es klingelt gleich im Auto das Telefon, QLB meldet sich mit dem Satz "Hier pass auf, mir ham uns das nochmal überlegt, wie wäre es denn wenn wir es folgendermaßen machen...". Oder der Verhandlungsführer von Quattrex bleibt wie es Previal beschrieben hat weiterhin entspannt in seinem Sessel liegen, wir tun es ihm gleich und hocken uns mit ner Tasse Tee ins Wohnzimmer und lassen die Uhr runterticken.
HorstEckel
Hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass man diesen Schritt so resolut geht - besonders nach den "Insolvenz ist für mich ein Fremdwort" Aussagen. Mea culpa.
Allerdings sind wir auch weiterhin nicht die einzigen mit einer Pistole. Eine Regelinsolvenz möchte man sicherlich nicht gehen, da dieser Schritt extrem viel kostet - mindestens Zeit, die im Falle des FCK gleich sehr viel Geld ist.
Und um die Zustimmung der Gläubiger zu erreichen, muss man auch bei der Drohung einer Insolvenz weiterhin signifikant etwas anbieten. Ich rechne weiterhin nicht damit, dass man plötzlich einfach einen Schuldenschnitt auf 10% akzeptiert, wenn anschließend die Investoren einsteigen.
Es haben durchaus beide Parteien noch Pistolen um zu schießen. Größtes Problem aktuell sehe ich wirklich die Zeitfrage, für den FCK wäre es extrem wichtig, da so schnell wie möglich einen Konsens zu finden. Ein weiteres Jahr 3. Liga ohne sich auf sportliche Kompetenzen und Kaderzusammenstellung konzentrieren zu können, kostet eben direkt wieder einige Millionen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 15.06.2020 um 09:12 Uhr bearbeitet
Hat jemand den Kommentar von Bernd Schmidt auf SWR gelesen? Also nicht den eigentlichen Artikel zur planinsolvenz? Da bekommt man zwischen den Zeilen eine Idee woran es eigentlich hängt. Man sollte eher nicht den Fehler machen alles an QLB festzumachen und auch QLB über einen Kamm zu scheren.
Ich persönlich tippe auf die Gruppe der regionalen Investoren, bevor der Begriff "regional" inflationär gebraucht wurde
. Das plötzlich der große Unbekannte aus dem Morgenland aufgetaucht sein soll, halte ich für sehr unwahrscheinlich aber auch das ist natürlich reine Spekualtion.Dieser Beitrag wurde zuletzt von Miltiades am 15.06.2020 um 09:14 Uhr bearbeitet Zitat von DanielFranklin
Ich glaube hier unterschätzen gerade einige den politischen Druck, der jetzt entsteht.
Ich glaube hier unterschätzen gerade einige den politischen Druck, der jetzt entsteht.
Auch das noch.
Was so alles in Bewegung kommt, wenn ein Player einen Zug macht: da denkt man an den Schmetterling der irgenwo hoch fliegt und am anderen Ende der Welt einen Tsunami auslöst.
Ich hoffe das Kommunikationssystem bricht nicht zusammen bei all den Telefonaten die jetzt hektisch zwischen dem Rathaus KL, dem Saarland, Stuttgart und LUX getätigt werden.
@Marbod:
Danke für den Hinweis!
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/artikel-fc-kaiserslautern-kommentar-planisolvenz-fck-100.html
Hier die Conclusio:
Voigt und Merk müssen aber auch die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit aufbringen, die Seilschaften im FCK-Dunstkreis zu zerschlagen, die diesen Traditions-Verein seit Jahrzehnten fernsteuern - und damit lähmen. Klein-Investoren oder Klein-Sponsoren etwa, die sich mit ihrer Unterstützung Einfluss und Macht erkaufen, ihren Geltungsdrang befriedigen, Medien instrumentalisieren, die Stimmung vergiften, den Verein spalten.
Die Machtkämpfe im Aufsichtsrat im Jahr 2019, die den FCK bundesweit sehr viel Reputation gekostet und der Lächerlichkeit preisgegeben haben, waren der traurige Höhepunkt dieses Zustandes. Sie waren der direkte Weg in die Insolvenz, der letzte Sargnagel. Die neue FCK-Führung muss den Mut haben auf das Geld dieser Leute zu verzichten, auch mit dem Risiko einer langsameren sportlichen Entwicklung. Sonst wird es keinen Frieden mehr geben in diesem gespaltenen Verein.
Die Machtkämpfe im Aufsichtsrat im Jahr 2019, die den FCK bundesweit sehr viel Reputation gekostet und der Lächerlichkeit preisgegeben haben, waren der traurige Höhepunkt dieses Zustandes. Sie waren der direkte Weg in die Insolvenz, der letzte Sargnagel. Die neue FCK-Führung muss den Mut haben auf das Geld dieser Leute zu verzichten, auch mit dem Risiko einer langsameren sportlichen Entwicklung. Sonst wird es keinen Frieden mehr geben in diesem gespaltenen Verein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 15.06.2020 um 09:23 Uhr bearbeitet Zitat von Roon_Bub
Ich hoffe das Kommunikationssystem bricht nicht zusammen bei all den Telefonaten die jetzt hektisch zwischen dem Rathaus KL, dem Saarland, Stuttgart und LUX getätigt werden.
Ich hoffe das Kommunikationssystem bricht nicht zusammen bei all den Telefonaten die jetzt hektisch zwischen dem Rathaus KL, dem Saarland, Stuttgart und LUX getätigt werden.
Was hat das Saarland mit der Situation zu tun?
Zitat von Lautern4ever
Was hat das Saarland mit der Situation zu tun?
Zitat von Roon_Bub
Ich hoffe das Kommunikationssystem bricht nicht zusammen bei all den Telefonaten die jetzt hektisch zwischen dem Rathaus KL, dem Saarland, Stuttgart und LUX getätigt werden.
Ich hoffe das Kommunikationssystem bricht nicht zusammen bei all den Telefonaten die jetzt hektisch zwischen dem Rathaus KL, dem Saarland, Stuttgart und LUX getätigt werden.
Was hat das Saarland mit der Situation zu tun?
Dort laufen schon viel zu lange viele Strippen zusammen. Lies den von @Marbod erwähnten Kommentar:
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/artikel-fc-kaiserslautern-kommentar-planisolvenz-fck-100.html
Zitat von DanielFranklin
Geht der FCK insolvent und wird lequidiert, bleibt der Stadt Kaiserslautern das 100 Millionen Euro Grab aus Kredit, Stadion und Schulden. Damit würde man die finanzielle Zukunft der Stadt für die nächsten 10 Jahre beerdigen. Aus meiner Sicht hat vor allem der OB hier hoch gepokert und ist am Ende der größte Verlierer.
Geht der FCK insolvent und wird lequidiert, bleibt der Stadt Kaiserslautern das 100 Millionen Euro Grab aus Kredit, Stadion und Schulden. Damit würde man die finanzielle Zukunft der Stadt für die nächsten 10 Jahre beerdigen. Aus meiner Sicht hat vor allem der OB hier hoch gepokert und ist am Ende der größte Verlierer.
Herr Dr. Weichel hatte die Bedingung für die Reduzierung der Stadionmiete Anteile des FCK zu erhalten. der Stadtrat (nicht der OB!) hat die Forderung der Anteilsübernahme doch abgelehnt.
Wo ist hier die Schuld des OBs zu sehen?
Zitat von Miltiades
Ich persönlich tippe auf die Gruppe der regionalen Investoren, bevor der Begriff "regional" inflationär gebraucht wurde
. Das plötzlich der große Unbekannte aus dem Morgenland aufgetaucht sein soll, halte ich für sehr unwahrscheinlich aber auch das ist natürlich reine Spekualtion.
Ich persönlich tippe auf die Gruppe der regionalen Investoren, bevor der Begriff "regional" inflationär gebraucht wurde
. Das plötzlich der große Unbekannte aus dem Morgenland aufgetaucht sein soll, halte ich für sehr unwahrscheinlich aber auch das ist natürlich reine Spekualtion.Die Regionalen wollten, wenn ich mich richtig erinnere, ihr Engagement auf 3-4 Mio. erhöhen. Damit kommen wir nicht weit. Wir müssen hier den Gläubigern schon was anbieten und anbieten können, um die Regelinsolvenz zu vermeiden. So schön wie sich dieses Planinsolvenzverfahren auch anhört, es ist alles andere als einfach und auch kein Verfahren um mal schnell so seine Schulden loszuwerden.
So wie ich das sehe können wir den Gläubigern im Moment wenig bis nichts anbieten. Selbst bei Spielerverkäufen ist nicht klar, was die überhaupt einbringen und ob die Erlöse nicht schon abgetreten wurden. Ich könnte mir daher vorstellen, dass über die Regionalen ggf. die Summe oder ein teil davon aufgebracht wird, um eine Quote im Planinsolvenzverfahren zu bedienen. Bei einer unterstellten Quote von ca. 25 % sind dies aber auch mal ganz schnell 7-8 Mio. Deshalb geht das ganze wohl nur mit einem bislang nicht bekannten Inverstor, der einen Teil oder diese Quote in sein Engagement mit einkalkuliert.
Kurzum, wir sind m. E. in keiner guten Ausgangsposition und können schneller als erwartet in die Regelinsolvenz abdriften. Es kommt jetzt entscheidend auf die handelnden Personen und deren Verhandlungsgeschick an.
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