Fazit Saison 14/15
23.05.2015 - 23:12 Uhr
Dieses gute Fazit nehme ich mal um auch eure Meinungen zur beendeten Saison 14/15
zu lesen
also ab in die Tasten
von...holahorihexa
Die Saison ist nun (endlich) vorbei und es ist an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Ziele:
Vor der Saison wurde mit 40 Punkten und mindestens dem Viertelfinale im DFB-Pokal geplant. Beide Ziele wurden verfehlt. In der Liga holte man 35 Punkte, im Pokal schied man erst in der zweiten Runde aus. Rein ergebnistechnisch insofern eine verlorene Saison.
Transfers:
Unsere Zugänge lassen sich in etwa drei Kategorien unterteilen: Luhukay-Spieler (Schieber, Hegeler, Beerens?), gemessen am Namen vermeintliche Schnäppchen (Stocker, Kalou, Plattenhardt, Heitinga) und fest verpflichtete Leihspieler (Skjelbred, Cigerci). Daneben steht noch ein Haraguchi, der zur Kategorie "Perspektivspieler" zählen dürfte.
Von diesen Zugängen konnten die Erwartungen übertreffen: Schieber, Haraguchi.
Die Erwartungen erfüllen: Stocker, Plattenhardt, Skjelbred, Beerens.
Die Erwartungen nicht erfüllen: Kalou, Cigerci.
Die Erwartungen enttäuschen: Hegeler, Heitinga.
Angesichts dessen, dass Schieber und Cigerci langfristig ausfielen/ausfallen, Haraguchi, Stocker, Plattenhardt und Beerens jeweils etwa eine Halbserie überzeugen konnten, steht unterm Strich eine durchwachsene Transferbilanz zugrunde. Insbesondere ist die mangelnde Kreativität bei den Transfers zu bemängeln.
Die Abgangsseite sieht mit Ramos, Lasogga, den nicht mehr berücksichtigten Spielern ordentlich aus, besonders was die Ablösen betrifft. Kritisieren kann man natürlich den Mukhtar-Transfer.
Spielkultur:
Keine Verbesserung zur letzten Rückrunde, geschweige denn zur letzten Hinrunde sichtbar. Zurecht wird bemängelt, dass in der Winterpause kein zentraler Kreativspieler verpflichtet wurde.
Doch auch Dardai hat personell bedingt den Nachweis noch nicht erbracht, dass er eine ausgewogene Balance zwischen Offensive und Defensive finden kann. Dort besteht für die nächste Saison ein Restrisiko. Selbiges gilt für Widmayer. Schon unter Babbel/Widmayer hat es teils an flüssigem Offensivspiel gefehlt. Wenn man davon überzeugt ist, dass Widmayer schon damals das taktische Gehirn war, kann man auch dessen Eignung zumindest anzweifeln.
Insgesamt ein verlorenes Jahr.
Management:
Hier ist natürlich besonders auf Preetz einzugehen. Mit der festen Verpflichtung von Dardai bleibt er seiner Linie treu: passiv, visionsarm und risikoavers. Letzteres dürfte nach Hoeneß-Jahren den Ausschlag für seine Einsetzung gegeben haben. Ersteres hindert die Fortentwicklung des Vereins. Nimmt man sich die Transfers vor Augen (s.o.), kann man erkennen, dass man sich hauptsächlich auf den amtierenden Trainer und/oder bekannte Namen verlässt. Mutige Transfers sind meist Fehlanzeige.
Richtig ist, dass man nach den turbulenten Jahren jegliches Risiko vermeiden will. Dennoch muss man fragen, ob man mit dieser Schiene zukunftsfähig ist. Hier fehlt die Balance zwischen Risikovermeidung und Chancenergreifung. Positiv anzumerken sind hingegen die erzielten Ablösen.
Vielleicht wäre es sinnvoll, die Kompetenzen der Positionen auf die Stärken zu beschränken. Auch wenn dies so wünschenswert und wahrscheinlich wie ein Abstieg des HSV ist.
Blick in die Zukunft:
Hängt maßgeblich von der Sommerpause ab. Transfers, Rekonvaleszenten, taktische Linie. Stand jetzt bleiben in allen Bereichen - Trainer, Mannschaft, Management - große Fragezeichen und Baustellen. Somit darf man erwarten, dass wieder einmal mit 40 Punkten und der zweiten Runde geplant werden dürfte.
Es bleibt als Fazit jedem selbst überlassen, ob man die selbe Zielsetzung zwei Jahre nacheinander als Etablierung oder Stillstand bewerten will.
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also ab in die Tasten
von...holahorihexa
Die Saison ist nun (endlich) vorbei und es ist an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Ziele:
Vor der Saison wurde mit 40 Punkten und mindestens dem Viertelfinale im DFB-Pokal geplant. Beide Ziele wurden verfehlt. In der Liga holte man 35 Punkte, im Pokal schied man erst in der zweiten Runde aus. Rein ergebnistechnisch insofern eine verlorene Saison.
Transfers:
Unsere Zugänge lassen sich in etwa drei Kategorien unterteilen: Luhukay-Spieler (Schieber, Hegeler, Beerens?), gemessen am Namen vermeintliche Schnäppchen (Stocker, Kalou, Plattenhardt, Heitinga) und fest verpflichtete Leihspieler (Skjelbred, Cigerci). Daneben steht noch ein Haraguchi, der zur Kategorie "Perspektivspieler" zählen dürfte.
Von diesen Zugängen konnten die Erwartungen übertreffen: Schieber, Haraguchi.
Die Erwartungen erfüllen: Stocker, Plattenhardt, Skjelbred, Beerens.
Die Erwartungen nicht erfüllen: Kalou, Cigerci.
Die Erwartungen enttäuschen: Hegeler, Heitinga.
Angesichts dessen, dass Schieber und Cigerci langfristig ausfielen/ausfallen, Haraguchi, Stocker, Plattenhardt und Beerens jeweils etwa eine Halbserie überzeugen konnten, steht unterm Strich eine durchwachsene Transferbilanz zugrunde. Insbesondere ist die mangelnde Kreativität bei den Transfers zu bemängeln.
Die Abgangsseite sieht mit Ramos, Lasogga, den nicht mehr berücksichtigten Spielern ordentlich aus, besonders was die Ablösen betrifft. Kritisieren kann man natürlich den Mukhtar-Transfer.
Spielkultur:
Keine Verbesserung zur letzten Rückrunde, geschweige denn zur letzten Hinrunde sichtbar. Zurecht wird bemängelt, dass in der Winterpause kein zentraler Kreativspieler verpflichtet wurde.
Doch auch Dardai hat personell bedingt den Nachweis noch nicht erbracht, dass er eine ausgewogene Balance zwischen Offensive und Defensive finden kann. Dort besteht für die nächste Saison ein Restrisiko. Selbiges gilt für Widmayer. Schon unter Babbel/Widmayer hat es teils an flüssigem Offensivspiel gefehlt. Wenn man davon überzeugt ist, dass Widmayer schon damals das taktische Gehirn war, kann man auch dessen Eignung zumindest anzweifeln.
Insgesamt ein verlorenes Jahr.
Management:
Hier ist natürlich besonders auf Preetz einzugehen. Mit der festen Verpflichtung von Dardai bleibt er seiner Linie treu: passiv, visionsarm und risikoavers. Letzteres dürfte nach Hoeneß-Jahren den Ausschlag für seine Einsetzung gegeben haben. Ersteres hindert die Fortentwicklung des Vereins. Nimmt man sich die Transfers vor Augen (s.o.), kann man erkennen, dass man sich hauptsächlich auf den amtierenden Trainer und/oder bekannte Namen verlässt. Mutige Transfers sind meist Fehlanzeige.
Richtig ist, dass man nach den turbulenten Jahren jegliches Risiko vermeiden will. Dennoch muss man fragen, ob man mit dieser Schiene zukunftsfähig ist. Hier fehlt die Balance zwischen Risikovermeidung und Chancenergreifung. Positiv anzumerken sind hingegen die erzielten Ablösen.
Vielleicht wäre es sinnvoll, die Kompetenzen der Positionen auf die Stärken zu beschränken. Auch wenn dies so wünschenswert und wahrscheinlich wie ein Abstieg des HSV ist.
Blick in die Zukunft:
Hängt maßgeblich von der Sommerpause ab. Transfers, Rekonvaleszenten, taktische Linie. Stand jetzt bleiben in allen Bereichen - Trainer, Mannschaft, Management - große Fragezeichen und Baustellen. Somit darf man erwarten, dass wieder einmal mit 40 Punkten und der zweiten Runde geplant werden dürfte.
Es bleibt als Fazit jedem selbst überlassen, ob man die selbe Zielsetzung zwei Jahre nacheinander als Etablierung oder Stillstand bewerten will.
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28.05.2015 - 10:14 Uhr
Quelle: mobil.morgenpost.de
Am Sonntagmorgen hat sich der 39-Jährige mit einer Ansprache an seine Mannschaft gewandt. Er habe sich bedankt, dass die Profis "bis Mitte April in jedem Spiel an ihr Limit gegangen sind." Aber darin steckte bereits die erste Aufarbeitung. Denn Mitte April hatten die Berliner nach dem 0:0 gegen Köln sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Am Ende war es nur noch die um neun Treffer bessere Tordifferenz gegenüber dem HSV [...]
Letztlich hat Dardai erlebt und nun ausgesprochen, woran auch sein Vorgänger Jos Luhukay immer wieder verzweifelt ist: Diese Mannschaft ist eine wankelmütige, bei der die Charakterfrage nicht positiv beantwortet werden kann [...]
Das aktuelle Team hält Dardai für zu schwach und charakterlich fragwürdig, wie seine Aussagen belegen. Dardai wünscht sich neue Spieler. Einen Umbruch wie im vergangenen Sommer allerdings, als neun Neue kamen, wird sich Hertha nicht leisten können. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich Trainer und Manager nun befinden
Das fasst ziemlich gut zusammen, woran es der aktuellen Mannschaft mangelt und das Dardai durchaus gut analysiert hat, woran es zu arbeiten gilt. Insgesamt halte ich Dardai für den richtigen Mann, der Hertha BSC durch diese schwere Zeit führen kann. Das Spannungsfeld ist wohl jedem klar. Ohne externe Mittel wird Hertha sicherlich nur das Notwendigste tun können. Man darf gespannt sein...
Letztlich hat Dardai erlebt und nun ausgesprochen, woran auch sein Vorgänger Jos Luhukay immer wieder verzweifelt ist: Diese Mannschaft ist eine wankelmütige, bei der die Charakterfrage nicht positiv beantwortet werden kann [...]
Das aktuelle Team hält Dardai für zu schwach und charakterlich fragwürdig, wie seine Aussagen belegen. Dardai wünscht sich neue Spieler. Einen Umbruch wie im vergangenen Sommer allerdings, als neun Neue kamen, wird sich Hertha nicht leisten können. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich Trainer und Manager nun befinden
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