Fazit Saison 14/15
23.05.2015 - 23:12 Uhr
Dieses gute Fazit nehme ich mal um auch eure Meinungen zur beendeten Saison 14/15
zu lesen
also ab in die Tasten
von...holahorihexa
Die Saison ist nun (endlich) vorbei und es ist an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Ziele:
Vor der Saison wurde mit 40 Punkten und mindestens dem Viertelfinale im DFB-Pokal geplant. Beide Ziele wurden verfehlt. In der Liga holte man 35 Punkte, im Pokal schied man erst in der zweiten Runde aus. Rein ergebnistechnisch insofern eine verlorene Saison.
Transfers:
Unsere Zugänge lassen sich in etwa drei Kategorien unterteilen: Luhukay-Spieler (Schieber, Hegeler, Beerens?), gemessen am Namen vermeintliche Schnäppchen (Stocker, Kalou, Plattenhardt, Heitinga) und fest verpflichtete Leihspieler (Skjelbred, Cigerci). Daneben steht noch ein Haraguchi, der zur Kategorie "Perspektivspieler" zählen dürfte.
Von diesen Zugängen konnten die Erwartungen übertreffen: Schieber, Haraguchi.
Die Erwartungen erfüllen: Stocker, Plattenhardt, Skjelbred, Beerens.
Die Erwartungen nicht erfüllen: Kalou, Cigerci.
Die Erwartungen enttäuschen: Hegeler, Heitinga.
Angesichts dessen, dass Schieber und Cigerci langfristig ausfielen/ausfallen, Haraguchi, Stocker, Plattenhardt und Beerens jeweils etwa eine Halbserie überzeugen konnten, steht unterm Strich eine durchwachsene Transferbilanz zugrunde. Insbesondere ist die mangelnde Kreativität bei den Transfers zu bemängeln.
Die Abgangsseite sieht mit Ramos, Lasogga, den nicht mehr berücksichtigten Spielern ordentlich aus, besonders was die Ablösen betrifft. Kritisieren kann man natürlich den Mukhtar-Transfer.
Spielkultur:
Keine Verbesserung zur letzten Rückrunde, geschweige denn zur letzten Hinrunde sichtbar. Zurecht wird bemängelt, dass in der Winterpause kein zentraler Kreativspieler verpflichtet wurde.
Doch auch Dardai hat personell bedingt den Nachweis noch nicht erbracht, dass er eine ausgewogene Balance zwischen Offensive und Defensive finden kann. Dort besteht für die nächste Saison ein Restrisiko. Selbiges gilt für Widmayer. Schon unter Babbel/Widmayer hat es teils an flüssigem Offensivspiel gefehlt. Wenn man davon überzeugt ist, dass Widmayer schon damals das taktische Gehirn war, kann man auch dessen Eignung zumindest anzweifeln.
Insgesamt ein verlorenes Jahr.
Management:
Hier ist natürlich besonders auf Preetz einzugehen. Mit der festen Verpflichtung von Dardai bleibt er seiner Linie treu: passiv, visionsarm und risikoavers. Letzteres dürfte nach Hoeneß-Jahren den Ausschlag für seine Einsetzung gegeben haben. Ersteres hindert die Fortentwicklung des Vereins. Nimmt man sich die Transfers vor Augen (s.o.), kann man erkennen, dass man sich hauptsächlich auf den amtierenden Trainer und/oder bekannte Namen verlässt. Mutige Transfers sind meist Fehlanzeige.
Richtig ist, dass man nach den turbulenten Jahren jegliches Risiko vermeiden will. Dennoch muss man fragen, ob man mit dieser Schiene zukunftsfähig ist. Hier fehlt die Balance zwischen Risikovermeidung und Chancenergreifung. Positiv anzumerken sind hingegen die erzielten Ablösen.
Vielleicht wäre es sinnvoll, die Kompetenzen der Positionen auf die Stärken zu beschränken. Auch wenn dies so wünschenswert und wahrscheinlich wie ein Abstieg des HSV ist.
Blick in die Zukunft:
Hängt maßgeblich von der Sommerpause ab. Transfers, Rekonvaleszenten, taktische Linie. Stand jetzt bleiben in allen Bereichen - Trainer, Mannschaft, Management - große Fragezeichen und Baustellen. Somit darf man erwarten, dass wieder einmal mit 40 Punkten und der zweiten Runde geplant werden dürfte.
Es bleibt als Fazit jedem selbst überlassen, ob man die selbe Zielsetzung zwei Jahre nacheinander als Etablierung oder Stillstand bewerten will.
zu lesen
also ab in die Tasten
von...holahorihexa
Die Saison ist nun (endlich) vorbei und es ist an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Ziele:
Vor der Saison wurde mit 40 Punkten und mindestens dem Viertelfinale im DFB-Pokal geplant. Beide Ziele wurden verfehlt. In der Liga holte man 35 Punkte, im Pokal schied man erst in der zweiten Runde aus. Rein ergebnistechnisch insofern eine verlorene Saison.
Transfers:
Unsere Zugänge lassen sich in etwa drei Kategorien unterteilen: Luhukay-Spieler (Schieber, Hegeler, Beerens?), gemessen am Namen vermeintliche Schnäppchen (Stocker, Kalou, Plattenhardt, Heitinga) und fest verpflichtete Leihspieler (Skjelbred, Cigerci). Daneben steht noch ein Haraguchi, der zur Kategorie "Perspektivspieler" zählen dürfte.
Von diesen Zugängen konnten die Erwartungen übertreffen: Schieber, Haraguchi.
Die Erwartungen erfüllen: Stocker, Plattenhardt, Skjelbred, Beerens.
Die Erwartungen nicht erfüllen: Kalou, Cigerci.
Die Erwartungen enttäuschen: Hegeler, Heitinga.
Angesichts dessen, dass Schieber und Cigerci langfristig ausfielen/ausfallen, Haraguchi, Stocker, Plattenhardt und Beerens jeweils etwa eine Halbserie überzeugen konnten, steht unterm Strich eine durchwachsene Transferbilanz zugrunde. Insbesondere ist die mangelnde Kreativität bei den Transfers zu bemängeln.
Die Abgangsseite sieht mit Ramos, Lasogga, den nicht mehr berücksichtigten Spielern ordentlich aus, besonders was die Ablösen betrifft. Kritisieren kann man natürlich den Mukhtar-Transfer.
Spielkultur:
Keine Verbesserung zur letzten Rückrunde, geschweige denn zur letzten Hinrunde sichtbar. Zurecht wird bemängelt, dass in der Winterpause kein zentraler Kreativspieler verpflichtet wurde.
Doch auch Dardai hat personell bedingt den Nachweis noch nicht erbracht, dass er eine ausgewogene Balance zwischen Offensive und Defensive finden kann. Dort besteht für die nächste Saison ein Restrisiko. Selbiges gilt für Widmayer. Schon unter Babbel/Widmayer hat es teils an flüssigem Offensivspiel gefehlt. Wenn man davon überzeugt ist, dass Widmayer schon damals das taktische Gehirn war, kann man auch dessen Eignung zumindest anzweifeln.
Insgesamt ein verlorenes Jahr.
Management:
Hier ist natürlich besonders auf Preetz einzugehen. Mit der festen Verpflichtung von Dardai bleibt er seiner Linie treu: passiv, visionsarm und risikoavers. Letzteres dürfte nach Hoeneß-Jahren den Ausschlag für seine Einsetzung gegeben haben. Ersteres hindert die Fortentwicklung des Vereins. Nimmt man sich die Transfers vor Augen (s.o.), kann man erkennen, dass man sich hauptsächlich auf den amtierenden Trainer und/oder bekannte Namen verlässt. Mutige Transfers sind meist Fehlanzeige.
Richtig ist, dass man nach den turbulenten Jahren jegliches Risiko vermeiden will. Dennoch muss man fragen, ob man mit dieser Schiene zukunftsfähig ist. Hier fehlt die Balance zwischen Risikovermeidung und Chancenergreifung. Positiv anzumerken sind hingegen die erzielten Ablösen.
Vielleicht wäre es sinnvoll, die Kompetenzen der Positionen auf die Stärken zu beschränken. Auch wenn dies so wünschenswert und wahrscheinlich wie ein Abstieg des HSV ist.
Blick in die Zukunft:
Hängt maßgeblich von der Sommerpause ab. Transfers, Rekonvaleszenten, taktische Linie. Stand jetzt bleiben in allen Bereichen - Trainer, Mannschaft, Management - große Fragezeichen und Baustellen. Somit darf man erwarten, dass wieder einmal mit 40 Punkten und der zweiten Runde geplant werden dürfte.
Es bleibt als Fazit jedem selbst überlassen, ob man die selbe Zielsetzung zwei Jahre nacheinander als Etablierung oder Stillstand bewerten will.
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24.05.2015 - 11:15 Uhr
Mein Fazit in Kurzform: Haken drunter und nach vorne schauen
Na gut, dann will ich auch mal etwas in die Tasten hauen:
Nachdem ich gestern noch länger alles durch den Kopf rasseln hatte (und auch zu den anderen Vereinen noch einige Artikel gelesen habe), wurde es doch eeetwas später mit dem Einschlafen. Jetzt am Morgen merke ich, dass ich nur erleichtert über das halbwegs versöhnliche Saisonende bin und diese Emotion fasst eigentlich alles zusammen:
Meine eigentlichen Hoffnungen wurden bei weitem nicht erfüllt, aber auch nicht die schlimmsten Befürchtungen. Generell war die Liga aber über die gesamte Saison extrem knapp, sodass der knappe Klassenerhalt am Ende doch auch die Summe vieler glücklicher und unglücklicher Zufälle ist. Ich hoffe inständig, dass wir nun die richtigen Schlüsse ziehen, damit es nicht wieder und wieder so knapp wird bzw. auch mal schief geht...
Das mit dem Zufallsfaktor nicht, dass es keine wichtigen, richtungsweisenden Entscheidungen gibt. Bayern wird in einem schwarzen Jahr mal nicht Meister, aber absteigen werden sie auch nicht (nur mal als extremer Vergleich). Von daher will ich mal Holahorihexas Spuren folgen. Um die Zukunft richtig zu gestalten, muss man ja aus Vergangenem lernen (5€ ins Phrasenschwein):
Trainerfrage: Nach der schlechten Rückrunde an Luhukay festzuhalten, war mutig; selbst nach der jüngsten Hinrunde weiter auf ihn zu bauen, dann doch eher "dumm" bzw. zu passiv. Bremen war da mutiger und wurde belohnt. Hannover hat sogar noch länger gewartet und hätte es fast nicht mehr geschafft. Rückblickend ist es gerade noch mal gut gegangen, aber nun stehen wir wieder vor einer schwierigen Situation. Jetzt groß über Pro und Contra Dardais zu lamentieren, bringt mE nicht weiter. Das System passte zum Personal und war unter den gegebenen Voraussetzungen (immenser Druck) effektiv. Die Zukunft kann man nicht voraussehen. Dardai hat faktisch ja schon die Zusage und wird diesmal mehr Zeit zur Vorbereitung sowie (hoffentlich!!!) besseres Spielermaterial zur Verfügung haben. Womit wir zum nächsten Punkt kommen:
Spielertransfers:
Die ersten Transfers ordne ich recht ähnlich wie der Vorredner ein.
Positives: Schieber, Stocker, Beerens, Haraguchi und Plattenhardt sind inzwischen alle gut angekommen. Bei Schelle war ohnehin klar, dass man mit ihm verlängern sollte, ebenso an sich auch bei Cigerci. Keine Transfer aber erfreulich ist zudem, dass vom Nachwuchs zumindest Brooks und Schulz inzwischen besser eingearbeitet werden konnten.
Negatives: Einige der Neuzugänge vielen durch Formschwäche oder mangelnder Qualität auf bzw. ließen sich nicht ins System einbinden: Kalou, Heitinga, Hegeler; Cigerci verletzte sich langfristig. Dazu gab es auch beim bestehenden Personal Formtiefs (u.a. Hosogai, Ronny) und längere Verletzungen (u.a. Langkamp, Beerens, Baumjohann, Ben Hatira).
Im Ergebnis kamen also durchaus neue Leistungsträger hinzu, jedoch war selten das beste Personal verfügbar. Insbesondere in der Offensive. Deshalb war auch hier wie in der Trainerfrage die passive, abwartende Haltung falsch. Weder Luhukay noch Dardai konnten mit dem vorhandenen Personal zaubern (wobei ersterer nach eigener Aussage nicht mal unbedingt mehr brauchte oder wollte!). Dass man dann sogar noch Mukthar ersatzlos und für wenig Geld ziehen lässt, ist schade (ohne die Internas zu kennen). Man kann ja nicht alles voraussehen, aber das wirkt rückblickend schon etwas stümperhaft. Den Hals rettet Preetz sich mE durch die wirtschaftliche Bilanz der Transfers. Ramos und Lasogga wurden teuer verkauft und nominell gut und günstig ersetzt. Viel mehr Spiele und Tore als Schieber hätte Lasogga sicher auch nicht gemacht und die anhaltenden Schwierigkeiten mit Kalou waren auch unglücklich (da die restliche Offensive meist nicht vorhanden oder nicht gut eingespielt war).
Übergeordnetes: Wichtig war mE der Einstieg von neuen Investoren sowie der relativ gute Zuschauerschnitt von gut 50.000 pro Heimspiel. Laut ARD-Videotext hatten nur BVB (80), FCB (73) und Schalke (62) deutlich mehr in ihren Stadien. Neben uns hatten noch HSV (53), VfB (51), Gladbach (51), Köln (48) und Frankfurt (48) ähnliche Ergebnisse wie wir; nur Hannover (43) und Bremen (41) noch um 40k. Darauf kann man ruhig ein wenig stolz sein.
Gesamtbilanz: Der Leitung gebe ich in der Summe eine 3-4: Man hat durchaus versucht den Verein sportlich wie wirtschaftlich auf solidere Beine zu stellen. Auf dem Papier sah das alles für die zweite Saison in der 1. Buli auch recht ordentlich aus. Auf dem Platz und in der Tabelle war es dann aber leider doch viel Krampf. Hier nehme ich übel, dass nicht gut reagiert wurde. Die berühmten drei Affen kommen mir da in den Sinn. Das ist zu wenig! Für die kommende Saison habe ich entsprechend gemischte Gefühle. Ich hoffe, auf punktuelle Verstärkung und einige Rückkehrer und darauf, dass Dardai und Widmayer dann das beste herausholen. Im Idealfall müssen wir dann hoffentlich weniger zittern. Aber die Liga bleibt eng bzw. wird durch den Abstieg von zwei relativ etatschwachen Teams vielleicht sogar noch enger. Das Saisonziel sollte bei 40 Punkten (bzw. Tabellenplatz 10-12) belassen werden. Mein Bauchgefühl sagt, dass ich die Wochen der "Erholung" gut nutzen sollte, bevor es in die nächste Saison geht
Na gut, dann will ich auch mal etwas in die Tasten hauen:
Nachdem ich gestern noch länger alles durch den Kopf rasseln hatte (und auch zu den anderen Vereinen noch einige Artikel gelesen habe), wurde es doch eeetwas später mit dem Einschlafen. Jetzt am Morgen merke ich, dass ich nur erleichtert über das halbwegs versöhnliche Saisonende bin und diese Emotion fasst eigentlich alles zusammen:
Meine eigentlichen Hoffnungen wurden bei weitem nicht erfüllt, aber auch nicht die schlimmsten Befürchtungen. Generell war die Liga aber über die gesamte Saison extrem knapp, sodass der knappe Klassenerhalt am Ende doch auch die Summe vieler glücklicher und unglücklicher Zufälle ist. Ich hoffe inständig, dass wir nun die richtigen Schlüsse ziehen, damit es nicht wieder und wieder so knapp wird bzw. auch mal schief geht...
Das mit dem Zufallsfaktor nicht, dass es keine wichtigen, richtungsweisenden Entscheidungen gibt. Bayern wird in einem schwarzen Jahr mal nicht Meister, aber absteigen werden sie auch nicht (nur mal als extremer Vergleich). Von daher will ich mal Holahorihexas Spuren folgen. Um die Zukunft richtig zu gestalten, muss man ja aus Vergangenem lernen (5€ ins Phrasenschwein):
Trainerfrage: Nach der schlechten Rückrunde an Luhukay festzuhalten, war mutig; selbst nach der jüngsten Hinrunde weiter auf ihn zu bauen, dann doch eher "dumm" bzw. zu passiv. Bremen war da mutiger und wurde belohnt. Hannover hat sogar noch länger gewartet und hätte es fast nicht mehr geschafft. Rückblickend ist es gerade noch mal gut gegangen, aber nun stehen wir wieder vor einer schwierigen Situation. Jetzt groß über Pro und Contra Dardais zu lamentieren, bringt mE nicht weiter. Das System passte zum Personal und war unter den gegebenen Voraussetzungen (immenser Druck) effektiv. Die Zukunft kann man nicht voraussehen. Dardai hat faktisch ja schon die Zusage und wird diesmal mehr Zeit zur Vorbereitung sowie (hoffentlich!!!) besseres Spielermaterial zur Verfügung haben. Womit wir zum nächsten Punkt kommen:
Spielertransfers:
Die ersten Transfers ordne ich recht ähnlich wie der Vorredner ein.
Positives: Schieber, Stocker, Beerens, Haraguchi und Plattenhardt sind inzwischen alle gut angekommen. Bei Schelle war ohnehin klar, dass man mit ihm verlängern sollte, ebenso an sich auch bei Cigerci. Keine Transfer aber erfreulich ist zudem, dass vom Nachwuchs zumindest Brooks und Schulz inzwischen besser eingearbeitet werden konnten.
Negatives: Einige der Neuzugänge vielen durch Formschwäche oder mangelnder Qualität auf bzw. ließen sich nicht ins System einbinden: Kalou, Heitinga, Hegeler; Cigerci verletzte sich langfristig. Dazu gab es auch beim bestehenden Personal Formtiefs (u.a. Hosogai, Ronny) und längere Verletzungen (u.a. Langkamp, Beerens, Baumjohann, Ben Hatira).
Im Ergebnis kamen also durchaus neue Leistungsträger hinzu, jedoch war selten das beste Personal verfügbar. Insbesondere in der Offensive. Deshalb war auch hier wie in der Trainerfrage die passive, abwartende Haltung falsch. Weder Luhukay noch Dardai konnten mit dem vorhandenen Personal zaubern (wobei ersterer nach eigener Aussage nicht mal unbedingt mehr brauchte oder wollte!). Dass man dann sogar noch Mukthar ersatzlos und für wenig Geld ziehen lässt, ist schade (ohne die Internas zu kennen). Man kann ja nicht alles voraussehen, aber das wirkt rückblickend schon etwas stümperhaft. Den Hals rettet Preetz sich mE durch die wirtschaftliche Bilanz der Transfers. Ramos und Lasogga wurden teuer verkauft und nominell gut und günstig ersetzt. Viel mehr Spiele und Tore als Schieber hätte Lasogga sicher auch nicht gemacht und die anhaltenden Schwierigkeiten mit Kalou waren auch unglücklich (da die restliche Offensive meist nicht vorhanden oder nicht gut eingespielt war).
Übergeordnetes: Wichtig war mE der Einstieg von neuen Investoren sowie der relativ gute Zuschauerschnitt von gut 50.000 pro Heimspiel. Laut ARD-Videotext hatten nur BVB (80), FCB (73) und Schalke (62) deutlich mehr in ihren Stadien. Neben uns hatten noch HSV (53), VfB (51), Gladbach (51), Köln (48) und Frankfurt (48) ähnliche Ergebnisse wie wir; nur Hannover (43) und Bremen (41) noch um 40k. Darauf kann man ruhig ein wenig stolz sein.
Gesamtbilanz: Der Leitung gebe ich in der Summe eine 3-4: Man hat durchaus versucht den Verein sportlich wie wirtschaftlich auf solidere Beine zu stellen. Auf dem Papier sah das alles für die zweite Saison in der 1. Buli auch recht ordentlich aus. Auf dem Platz und in der Tabelle war es dann aber leider doch viel Krampf. Hier nehme ich übel, dass nicht gut reagiert wurde. Die berühmten drei Affen kommen mir da in den Sinn. Das ist zu wenig! Für die kommende Saison habe ich entsprechend gemischte Gefühle. Ich hoffe, auf punktuelle Verstärkung und einige Rückkehrer und darauf, dass Dardai und Widmayer dann das beste herausholen. Im Idealfall müssen wir dann hoffentlich weniger zittern. Aber die Liga bleibt eng bzw. wird durch den Abstieg von zwei relativ etatschwachen Teams vielleicht sogar noch enger. Das Saisonziel sollte bei 40 Punkten (bzw. Tabellenplatz 10-12) belassen werden. Mein Bauchgefühl sagt, dass ich die Wochen der "Erholung" gut nutzen sollte, bevor es in die nächste Saison geht
26.05.2015 - 10:10 Uhr
Langes Fazit der Saison: haarscharf gerettet und gerade noch mal gut gegangen. Wir brauchen/der Verein benötigt in der sportlichen Führung (nicht auf der Trainer-Position) auf fast allen Ebenen eine Veränderung bzw. eine Ergänzung. Sowohl in der sportlichen Führungs-Ebene als auch im Kader. Das hat 2014/15 eindrucksvoll gezeigt.
Verstärkungen in die Breite schön und gut - der Kader aber ist unausgegoren, besitzt erhebliche Schwachstellen und sollte vom neuen Trainer (Dardai) gründlich auf den Prüfstand gestellt werden. Luhukay wollte den Kader so und ist damit baden gegangen. Nun muss ausgemistet und daran gearbeitet werden. Pal hat dies ja schon getan und wird es den Spielern individuell mit in den Urlaub geben. Aber zum Kader-Fazit später mehr. Zunächst zur sportlichen Leitung in 14/15.
Michael Preetz hat gezeigt, dass er sich gegen einen dominanten Trainer in bestimmten Situationen nicht durchsetzen kann oder will. Darüber hinaus besitzt er scheinbar nicht so richtig die Traute, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Er ist nachgewiesen ein guter Verhandler und Kaufmann, aber in der sportlichen Geschäftsführung eines Bundesliga-Clubs braucht es eben mehr als das. Der Zeitpunkt der Entlassung Luhukays, der Verzicht auf einen Winter-Transfer wegen Stress mit Jos - all dies hatte Einfluss auf die Rückrunde und somit auf die Tatsache, dass Hertha so lange zittern musste. Dieser Kritik muss er sich in erster Linie stellen - sollte er aber auch! Da sind heute auch die Mitglieder gefragt. Ich würde mir ja wünschen, dass er einen Mann an die Seite gestellt bekommt, der richtig Ahnung vom Sportlichen hat. Kandidaten? Kein Plan. Rettig wird eine Doppel-Besetzung mit MP nicht machen, Bobic hat beim VfB eher nicht geglänzt. Da sollte etwas überlegt werden. Jürgen Röber vielleicht?
Auf der Trainer-Position ist Hertha aktuell mit Dardai gut besetzt. Aber zunächst noch ein paar Worte zum "kleinen General". Jos wirkte besonders gegen Ende der HR etwas verbraucht und konnte kein System etablieren. Die Art des Umgangs mit jetzigen Leistungs-Trägern (Brooks, Stocker, Platte) und der Jugend war eher sub-optimal. Ein spielerisches System konnte er nicht etablieren. Die Abwehr war - auch dank von Verletzungen - nie sattelfest, das Mittelfeld nicht kreativ, die Jugend außen vor...das er die Winterpause und - Vorbereitung machen durfte, hat ihn wohl selber überrascht. Also durfte er noch zwei Spiele weiter wurschteln, bis der Transfermarkt dicht war. Da kam die Konsequenz eindeutig zu spät - auch das ist ein Fazit der Saison.
Dann der Wechsel zu Pal Dardai. Ohne Vorbereitung oder Möglichkeiten, den Kader zu verändern. Seine Kritik an Kalou zeigt deutlich, dass er eigentlich anders spielen will - es aufgrund der fehlenden Kreativität, Dynamik und Schnelligkeit der Spieler aber nicht kann. Fazit: das, was wir gesehen haben, ist nicht das, wie der Ungar spielen lassen will - aber notgedrungen musste. Auch hier spielen zwar Verletzungen eine Rolle, sind aber nur ein Teil-Aspekt. Er will ja heute noch mal Einzelgespräche führen...
Dürfte für einige Spieler einen Fingerzeig bedeuten, zumindest bei der Suche nach einem neuen Brötchengeber schneller zu sein. Dardai zumindest scheut die Verantwortung nicht und hat jetzt schon die neue Serie im Blick. Er hat Hertha defensiv stabilisiert, einige Spieler gestärkt und den Klassenerhalt geschafft. Jetzt sollte er (heute) sein Konzept präsentieren und der Club entscheiden, dass und wie es mit ihn weitergeht.
Das führt uns zum spielerischen Fazit und den Konsequenzen für den Kader. Wie der Ungar auch bin ich der Meinung, dass der Truppe gerade in der Offensive sowohl Kreativität als auch Dynamik abgehen. Das gilt noch nicht einmal für die Außenbahnen. Beerens und Stocker/Haraguchi haben ihre Sache ordentlich erledigt. Allerdings war der Holländer gänzlich konkurrenzlos (den BU hat man ja vor der Saison ausgeliehen und nicht ersetzt-klarer Fehler!), der Schweizer unter Luhukay teilweise nicht mal im Kader (weiterer Fehler!). Als Dardai auf ihn (und Platte, Brooks) setzte, lieferten sie ab - und das nicht zu knapp. Stocker schleppt für Hertha sogar eine Verletzung mit durch. Auf der rechten Seite einen ebenso talentierten zweiten Mann zu suchen, wird eine der Aufgaben sein.
Im zentralen Mittelfeld fehlt es an vielem. Mit Cigerci und Baumjohann zu planen, geht nicht. Mehr als abgesicherte BUs sollten sie nicht sein. Ihre Gesundheit ist nicht einzuschätzen, geschweige denn zu planen. Wenn Dardai die Schnelligkeit und Dynamik vermisst, müssen wir auch über Hegeler, Ronny und Wagner reden. Sandro ist ein annehmbarer dritter MS, mehr aber auch nicht. Er ist gut fürs Klima, sportlich einplanen sollte der Verein ihn nicht. Ronny und Hegeler verschleppen das Tempo und haben seit Jahren (Ronny) bzw. diese Saison (Hegeler) mit Erfolg ihre Bundesliga-Tauglichkeit verborgen. Fazit: im Zentrum fehlt es - und Preetz/Dardai werden handeln MÜSSEN.
Im defensiven Mittelfeld geht es weiter mit der Unausgewogenheit. Hosogai kommt gar nicht mehr in Tritt, Nimeyers beste Zeit ist vorbei. Einer der beiden wird Hertha wohl verlassen können, denn beide kann sich Hertha nicht mehr leisten. Schelle, Lusti, Cigerci, Hosogai/Niemeyer plus ein Jugendspieler - das muss reichen.
Im Sturm muss man ein geteiltes Fazit ziehen. Der als überbezahlt verschriene Schieber scorte wunderbar, der "Hero" Kalou kam nie richtig an. Fand weder unter Luhukay noch unter Dardai zu seiner Form - was aber auch daran lag, dass er keine richtige Vorbereitung mit der Mannschaft hatte. Weder im Sommer noch im Winter. Trotzdem hat er auch Probleme mit der Einstellung. Wenn er gehen möchte, sollte er. Wenn nicht, muss er an seiner Einstellung arbeiten. Er muss für das Team arbeiten, nicht das Team für ihn. Kommt ein passendes Angebot, wird man ihm keine Steine in den Weg legen. Das wird ihm Dardai hoffentlich genau so sagen.
Das führt uns zu der vermutlichen Streichliste. Ich teile sie mal für mich ein in MUSS-Abgänge und KANN-Abgänge, wo Fingerspitzengefühl und Eindrücke der sportlichen Führung gefragt sind.
Es müssen/sollten weg bzw.gehen dürfen:
- HOLLAND wäre bei Hertha nur LV Nr. 3, man sollte ihm in Darmstadt die erste Liga ermöglichen
- VAN DEN BERGH spielt bei Dardai keine Rolle, ist hinter Schulz/Plattenhardt chancenlos
- BURCHERT wenn er in Chemnitz den Nr.1-Status bekommt, sollte er gehen dürfen.
- HEITINGA zu alt, zu langsam, zu teuer für den ersten BU in der Innenverteidigung
- HEGELER zu teuer, zu langsam, fehlende Dynamik. Das Missverständniss zügig beenden
- RONNY hat unter vier Trainern eindrucksvoll nachgewiesen, dass er erste Liga "nicht kann". Will Dardai Laufstärke und Dynamik im Hertha-Spiel etablieren, ist dies das sportliche Todes-Urteil für Ronny. Egal ob verscherbeln, verkaufen oder verschenken - Ronny wird nicht mehr für Hertha auflaufen. Konnte die an ihn gestellte Anforderungen nie erfüllen, was auch ein Fazit der Saison darstellt. Auf Ronny als Spielgestalter gesetzt - und grandios verloren.
Und dann noch die KANN-Liste
- JARSTEIN wenn er woanders die 1 werden kann, sollte er gehen dürfen
- NDJENG wenn man ihn ersetzen möchte, sollte er noch ein, zwei Jahre zweite Liga bekommen dürfen. Gleiches gilt für ALLAGUI und WAGNER. Alle drei können bleiben, aber auch bei Bedarf abgegeben werden
- HOSOGAI/NIEMEYER je nach Planung darf wohl einer nach Angeboten gehen.
- CIGERCI/BAUMJOHANN/BEN-HATIRA:
Hier ist der absolute Härtefall. Nach den Verletzungen sicher kein fixer Bestandteil der Planungen. Abwarten und Abschätzen, wer noch gehalten wird. Planen kann Hertha mit allen dreien (Baumjohann und Cigerci in den letzten 1.5 Jahren zusammen mit zehn Spielen? Änis nur wenig besser. Dazu unbelehrbarer NM-Spieler. Ihm hat Genki den Rang abgelaufen, ist im Kader eigentlich über)
- KALOU wenn er sich nicht ändern kann oder möchte, ziehen lassen und in der Wüste zu Geld machen.
Zeigt: es lief im letzten Jahr einiges sportlich nicht rund und es gibt seeehr viel zu tun. Die Liga ist so ausgeglichen, dass es auch in der kommenden Saison gegen Teams wie Ingolstadt, Darmstadt, Hannover, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Augsburg oder Hamburg/Karlsruhe nur um den Klassenerhalt geht. Sollte man sich optimal verstärken und von Verletzungen verschont bleiben, ist eventuell Platz 10 drin. Das ist aber das höchste der Gefühle.
Zu hohe Erwartungen und nur das Verpflichten anhand von Namen haben (auch) in dieser Saison nicht funktioniert (Hegeler, Kalou, Heitinga - alle mehr oder weniger gefloppt). Für uns Fans heißt es jetzt: erleichtert sein und heute abend auf der MV kritisch Veränderungen anregen. Die sportliche Führung wird aber verdammt viel zu tun haben. Wer bis hier hin gekommen ist: Respekt! :-p
Verstärkungen in die Breite schön und gut - der Kader aber ist unausgegoren, besitzt erhebliche Schwachstellen und sollte vom neuen Trainer (Dardai) gründlich auf den Prüfstand gestellt werden. Luhukay wollte den Kader so und ist damit baden gegangen. Nun muss ausgemistet und daran gearbeitet werden. Pal hat dies ja schon getan und wird es den Spielern individuell mit in den Urlaub geben. Aber zum Kader-Fazit später mehr. Zunächst zur sportlichen Leitung in 14/15.
Michael Preetz hat gezeigt, dass er sich gegen einen dominanten Trainer in bestimmten Situationen nicht durchsetzen kann oder will. Darüber hinaus besitzt er scheinbar nicht so richtig die Traute, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Er ist nachgewiesen ein guter Verhandler und Kaufmann, aber in der sportlichen Geschäftsführung eines Bundesliga-Clubs braucht es eben mehr als das. Der Zeitpunkt der Entlassung Luhukays, der Verzicht auf einen Winter-Transfer wegen Stress mit Jos - all dies hatte Einfluss auf die Rückrunde und somit auf die Tatsache, dass Hertha so lange zittern musste. Dieser Kritik muss er sich in erster Linie stellen - sollte er aber auch! Da sind heute auch die Mitglieder gefragt. Ich würde mir ja wünschen, dass er einen Mann an die Seite gestellt bekommt, der richtig Ahnung vom Sportlichen hat. Kandidaten? Kein Plan. Rettig wird eine Doppel-Besetzung mit MP nicht machen, Bobic hat beim VfB eher nicht geglänzt. Da sollte etwas überlegt werden. Jürgen Röber vielleicht?
Auf der Trainer-Position ist Hertha aktuell mit Dardai gut besetzt. Aber zunächst noch ein paar Worte zum "kleinen General". Jos wirkte besonders gegen Ende der HR etwas verbraucht und konnte kein System etablieren. Die Art des Umgangs mit jetzigen Leistungs-Trägern (Brooks, Stocker, Platte) und der Jugend war eher sub-optimal. Ein spielerisches System konnte er nicht etablieren. Die Abwehr war - auch dank von Verletzungen - nie sattelfest, das Mittelfeld nicht kreativ, die Jugend außen vor...das er die Winterpause und - Vorbereitung machen durfte, hat ihn wohl selber überrascht. Also durfte er noch zwei Spiele weiter wurschteln, bis der Transfermarkt dicht war. Da kam die Konsequenz eindeutig zu spät - auch das ist ein Fazit der Saison.
Dann der Wechsel zu Pal Dardai. Ohne Vorbereitung oder Möglichkeiten, den Kader zu verändern. Seine Kritik an Kalou zeigt deutlich, dass er eigentlich anders spielen will - es aufgrund der fehlenden Kreativität, Dynamik und Schnelligkeit der Spieler aber nicht kann. Fazit: das, was wir gesehen haben, ist nicht das, wie der Ungar spielen lassen will - aber notgedrungen musste. Auch hier spielen zwar Verletzungen eine Rolle, sind aber nur ein Teil-Aspekt. Er will ja heute noch mal Einzelgespräche führen...
Dürfte für einige Spieler einen Fingerzeig bedeuten, zumindest bei der Suche nach einem neuen Brötchengeber schneller zu sein. Dardai zumindest scheut die Verantwortung nicht und hat jetzt schon die neue Serie im Blick. Er hat Hertha defensiv stabilisiert, einige Spieler gestärkt und den Klassenerhalt geschafft. Jetzt sollte er (heute) sein Konzept präsentieren und der Club entscheiden, dass und wie es mit ihn weitergeht.
Das führt uns zum spielerischen Fazit und den Konsequenzen für den Kader. Wie der Ungar auch bin ich der Meinung, dass der Truppe gerade in der Offensive sowohl Kreativität als auch Dynamik abgehen. Das gilt noch nicht einmal für die Außenbahnen. Beerens und Stocker/Haraguchi haben ihre Sache ordentlich erledigt. Allerdings war der Holländer gänzlich konkurrenzlos (den BU hat man ja vor der Saison ausgeliehen und nicht ersetzt-klarer Fehler!), der Schweizer unter Luhukay teilweise nicht mal im Kader (weiterer Fehler!). Als Dardai auf ihn (und Platte, Brooks) setzte, lieferten sie ab - und das nicht zu knapp. Stocker schleppt für Hertha sogar eine Verletzung mit durch. Auf der rechten Seite einen ebenso talentierten zweiten Mann zu suchen, wird eine der Aufgaben sein.
Im zentralen Mittelfeld fehlt es an vielem. Mit Cigerci und Baumjohann zu planen, geht nicht. Mehr als abgesicherte BUs sollten sie nicht sein. Ihre Gesundheit ist nicht einzuschätzen, geschweige denn zu planen. Wenn Dardai die Schnelligkeit und Dynamik vermisst, müssen wir auch über Hegeler, Ronny und Wagner reden. Sandro ist ein annehmbarer dritter MS, mehr aber auch nicht. Er ist gut fürs Klima, sportlich einplanen sollte der Verein ihn nicht. Ronny und Hegeler verschleppen das Tempo und haben seit Jahren (Ronny) bzw. diese Saison (Hegeler) mit Erfolg ihre Bundesliga-Tauglichkeit verborgen. Fazit: im Zentrum fehlt es - und Preetz/Dardai werden handeln MÜSSEN.
Im defensiven Mittelfeld geht es weiter mit der Unausgewogenheit. Hosogai kommt gar nicht mehr in Tritt, Nimeyers beste Zeit ist vorbei. Einer der beiden wird Hertha wohl verlassen können, denn beide kann sich Hertha nicht mehr leisten. Schelle, Lusti, Cigerci, Hosogai/Niemeyer plus ein Jugendspieler - das muss reichen.
Im Sturm muss man ein geteiltes Fazit ziehen. Der als überbezahlt verschriene Schieber scorte wunderbar, der "Hero" Kalou kam nie richtig an. Fand weder unter Luhukay noch unter Dardai zu seiner Form - was aber auch daran lag, dass er keine richtige Vorbereitung mit der Mannschaft hatte. Weder im Sommer noch im Winter. Trotzdem hat er auch Probleme mit der Einstellung. Wenn er gehen möchte, sollte er. Wenn nicht, muss er an seiner Einstellung arbeiten. Er muss für das Team arbeiten, nicht das Team für ihn. Kommt ein passendes Angebot, wird man ihm keine Steine in den Weg legen. Das wird ihm Dardai hoffentlich genau so sagen.
Das führt uns zu der vermutlichen Streichliste. Ich teile sie mal für mich ein in MUSS-Abgänge und KANN-Abgänge, wo Fingerspitzengefühl und Eindrücke der sportlichen Führung gefragt sind.
Es müssen/sollten weg bzw.gehen dürfen:
- HOLLAND wäre bei Hertha nur LV Nr. 3, man sollte ihm in Darmstadt die erste Liga ermöglichen
- VAN DEN BERGH spielt bei Dardai keine Rolle, ist hinter Schulz/Plattenhardt chancenlos
- BURCHERT wenn er in Chemnitz den Nr.1-Status bekommt, sollte er gehen dürfen.
- HEITINGA zu alt, zu langsam, zu teuer für den ersten BU in der Innenverteidigung
- HEGELER zu teuer, zu langsam, fehlende Dynamik. Das Missverständniss zügig beenden
- RONNY hat unter vier Trainern eindrucksvoll nachgewiesen, dass er erste Liga "nicht kann". Will Dardai Laufstärke und Dynamik im Hertha-Spiel etablieren, ist dies das sportliche Todes-Urteil für Ronny. Egal ob verscherbeln, verkaufen oder verschenken - Ronny wird nicht mehr für Hertha auflaufen. Konnte die an ihn gestellte Anforderungen nie erfüllen, was auch ein Fazit der Saison darstellt. Auf Ronny als Spielgestalter gesetzt - und grandios verloren.
Und dann noch die KANN-Liste
- JARSTEIN wenn er woanders die 1 werden kann, sollte er gehen dürfen
- NDJENG wenn man ihn ersetzen möchte, sollte er noch ein, zwei Jahre zweite Liga bekommen dürfen. Gleiches gilt für ALLAGUI und WAGNER. Alle drei können bleiben, aber auch bei Bedarf abgegeben werden
- HOSOGAI/NIEMEYER je nach Planung darf wohl einer nach Angeboten gehen.
- CIGERCI/BAUMJOHANN/BEN-HATIRA:
Hier ist der absolute Härtefall. Nach den Verletzungen sicher kein fixer Bestandteil der Planungen. Abwarten und Abschätzen, wer noch gehalten wird. Planen kann Hertha mit allen dreien (Baumjohann und Cigerci in den letzten 1.5 Jahren zusammen mit zehn Spielen? Änis nur wenig besser. Dazu unbelehrbarer NM-Spieler. Ihm hat Genki den Rang abgelaufen, ist im Kader eigentlich über)
- KALOU wenn er sich nicht ändern kann oder möchte, ziehen lassen und in der Wüste zu Geld machen.
Zeigt: es lief im letzten Jahr einiges sportlich nicht rund und es gibt seeehr viel zu tun. Die Liga ist so ausgeglichen, dass es auch in der kommenden Saison gegen Teams wie Ingolstadt, Darmstadt, Hannover, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Augsburg oder Hamburg/Karlsruhe nur um den Klassenerhalt geht. Sollte man sich optimal verstärken und von Verletzungen verschont bleiben, ist eventuell Platz 10 drin. Das ist aber das höchste der Gefühle.
Zu hohe Erwartungen und nur das Verpflichten anhand von Namen haben (auch) in dieser Saison nicht funktioniert (Hegeler, Kalou, Heitinga - alle mehr oder weniger gefloppt). Für uns Fans heißt es jetzt: erleichtert sein und heute abend auf der MV kritisch Veränderungen anregen. Die sportliche Führung wird aber verdammt viel zu tun haben. Wer bis hier hin gekommen ist: Respekt! :-p
Dieser Beitrag wurde zuletzt von guerteltier am 26.05.2015 um 10:37 Uhr bearbeitet
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