Eure Kaderanalyse
02.06.2008 - 14:45 Uhr
15.06.2020 - 10:01 Uhr
Meiner Meinung nach ist unser Kader Stand jetzt fast ideal aufgestellt, wenn wir vom 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 als Grundformation ausgehen. Geht man von einem 20er-Kader (17 Top-Spieler und 3 reine Back-Ups) aus, der Dank Polyvalenz in 99% der Fälle ausreichend ist, sieht der optimale Kader für mich so aus:
1 - TW: Neuer
---
2 - RAV: Odriozola
3 - RV: Pavard
4 - RIV: Süle
5 - LIV: Hernández
6 - LV: Alaba
7 - LAV: Davies
---
8 – DM: Martinez
9 - ZM: Kimmich
10 - ZM: Thiago
11 - ZM: Goretzka / Tolisso
12 - OM: Coutinho
---
13 - AS: Coman
14 - AS: Gnabry
15 - AS:
16 - HS: Müller
17 - MS: Lewandowski
---
18 - 2. TW: Ulreich
19 - BU defensiv: Boateng
20 - BU offensiv: Perisic
Die einzige Stellschraube, wenn es um die Profile der Spieler geht, ist ein quantitatives Übergewicht im zentralen Mittelfeld (Goretzka /Tolisso) bei einem fehlenden Flügelstürmer. Sollte hier also einer aus Martínez und Tolisso wie erwartet gehen, und dafür Sané kommen, sind wir bzgl. der Profile ideal besetzt. Fraglich ist natürlich, wie man dann mit den Leihspielern Odriozola, Coutinho und Perisic umgeht.
Odriozola hat wohl keine Zukunft bei uns und wird erwartungsgemäß zurück nach Madrid gehen. Da wir mit Pavard bereits einen gelernten Innenverteidiger mit Stärken in der Defensive für diese Position haben, würde uns hier als Neuzugang ein schneller Spieler mit starker Technik (analog Davies) gut tun. Ich kann Dest nicht persönlich beurteilen, aber geht man nach den Beiträgen im Forum scheint er der ideale Mann zu sein und ist mit 20-25 Mio auch erschwinglich.
Bei Coutinho ist der logische Nachfolger wohl Havertz, der aufgrund seines Alters und seiner Nationalität in Verbindung mit der hohen Qualität wie geschaffen für den FC Bayern ist. Da der Transfer aber wohl wahnsinnig teuer wird, und Barca Coutinho allen Anschein nach nicht zurück haben will, wäre Havertz mein Zugang mit der geringsten Priorisierung. Vorausgesetzt man kann Coutinho noch ein weiteres Jahr leihen, um den Transfer von Havertz zu verzögern.
Perisic ist für mich persönlich relativ egal. Wir brauchen definitiv noch einen Spieler in der Offensive, der ruhig auf der Bank sitzt und dennoch bei Not am Mann direkt Leistung bringt, aber ob das Perisic oder jemand anders ist, hängt vorrangig von den finanziellen Vorstellungen von ihm und Inter Mailand ab.
Weitere Möglichkeiten zur Kaderoptimierung wären natürlich die oft genannten Upamecano (für Boateng) und Zakaria (für Martínez), aber erstens ist das finanziell wohl diesen Sommer nicht drin, und zweitens bin ich kein Freund von zu großen Umbrüchen. Zusätzlich spielt Boateng noch viel zu gut und man sollte die Situation 2021, nachdem man auch bei Süle die Entwicklung nach dem Kreuzbandriss besser beurteilen kann, die Situation neu bewerten.
Letztendlich ergibt sich daraus folgende Transferperiode:
Ulreich -> Nübel
Odriozola -> Dest
Tolisso -> Sané
(Coutinho -> Havertz)
Sowie folgender Kader:
1 - TW: Neuer
---
2 - RAV: Dest
3 - RV: Pavard
4 - RIV: Süle
5 - LIV: Hernández
6 - LV: Alaba
7 - LAV: Davies
---
8 – DM: Martinez
9 - ZM: Kimmich
10 - ZM: Thiago
11 - ZM: Goretzka
12 - OM: Coutinho / Havertz
---
13 - AS: Coman
14 - AS: Gnabry
15 - AS: Sané
16 - HS: Müller
17 - MS: Lewandowski
---
18 - 2. TW: Nübel
19 - BU defensiv: Boateng
20 - BU offensiv: Perisic / XYZ
(Alles unter der Voraussetzung, dass Alaba und Thiago ihre Verträge noch verlängern.)
1 - TW: Neuer
---
2 - RAV: Odriozola
3 - RV: Pavard
4 - RIV: Süle
5 - LIV: Hernández
6 - LV: Alaba
7 - LAV: Davies
---
8 – DM: Martinez
9 - ZM: Kimmich
10 - ZM: Thiago
11 - ZM: Goretzka / Tolisso
12 - OM: Coutinho
---
13 - AS: Coman
14 - AS: Gnabry
15 - AS:
16 - HS: Müller
17 - MS: Lewandowski
---
18 - 2. TW: Ulreich
19 - BU defensiv: Boateng
20 - BU offensiv: Perisic
Die einzige Stellschraube, wenn es um die Profile der Spieler geht, ist ein quantitatives Übergewicht im zentralen Mittelfeld (Goretzka /Tolisso) bei einem fehlenden Flügelstürmer. Sollte hier also einer aus Martínez und Tolisso wie erwartet gehen, und dafür Sané kommen, sind wir bzgl. der Profile ideal besetzt. Fraglich ist natürlich, wie man dann mit den Leihspielern Odriozola, Coutinho und Perisic umgeht.
Odriozola hat wohl keine Zukunft bei uns und wird erwartungsgemäß zurück nach Madrid gehen. Da wir mit Pavard bereits einen gelernten Innenverteidiger mit Stärken in der Defensive für diese Position haben, würde uns hier als Neuzugang ein schneller Spieler mit starker Technik (analog Davies) gut tun. Ich kann Dest nicht persönlich beurteilen, aber geht man nach den Beiträgen im Forum scheint er der ideale Mann zu sein und ist mit 20-25 Mio auch erschwinglich.
Bei Coutinho ist der logische Nachfolger wohl Havertz, der aufgrund seines Alters und seiner Nationalität in Verbindung mit der hohen Qualität wie geschaffen für den FC Bayern ist. Da der Transfer aber wohl wahnsinnig teuer wird, und Barca Coutinho allen Anschein nach nicht zurück haben will, wäre Havertz mein Zugang mit der geringsten Priorisierung. Vorausgesetzt man kann Coutinho noch ein weiteres Jahr leihen, um den Transfer von Havertz zu verzögern.
Perisic ist für mich persönlich relativ egal. Wir brauchen definitiv noch einen Spieler in der Offensive, der ruhig auf der Bank sitzt und dennoch bei Not am Mann direkt Leistung bringt, aber ob das Perisic oder jemand anders ist, hängt vorrangig von den finanziellen Vorstellungen von ihm und Inter Mailand ab.
Weitere Möglichkeiten zur Kaderoptimierung wären natürlich die oft genannten Upamecano (für Boateng) und Zakaria (für Martínez), aber erstens ist das finanziell wohl diesen Sommer nicht drin, und zweitens bin ich kein Freund von zu großen Umbrüchen. Zusätzlich spielt Boateng noch viel zu gut und man sollte die Situation 2021, nachdem man auch bei Süle die Entwicklung nach dem Kreuzbandriss besser beurteilen kann, die Situation neu bewerten.
Letztendlich ergibt sich daraus folgende Transferperiode:
Ulreich -> Nübel
Odriozola -> Dest
Tolisso -> Sané
(Coutinho -> Havertz)
Sowie folgender Kader:
1 - TW: Neuer
---
2 - RAV: Dest
3 - RV: Pavard
4 - RIV: Süle
5 - LIV: Hernández
6 - LV: Alaba
7 - LAV: Davies
---
8 – DM: Martinez
9 - ZM: Kimmich
10 - ZM: Thiago
11 - ZM: Goretzka
12 - OM: Coutinho / Havertz
---
13 - AS: Coman
14 - AS: Gnabry
15 - AS: Sané
16 - HS: Müller
17 - MS: Lewandowski
---
18 - 2. TW: Nübel
19 - BU defensiv: Boateng
20 - BU offensiv: Perisic / XYZ
(Alles unter der Voraussetzung, dass Alaba und Thiago ihre Verträge noch verlängern.)
16.09.2020 - 22:08 Uhr
Der ewigen Frage, ob zum aktuellen Kader noch Zugänge nötig sind, versuche ich mich mal auf Basis der saisonumfassenden Einsatzzeiten sämtlicher Spieler anzunähern. Da diese Materie sehr komplex ist, versuche ich die möglichen Szenarien durch mir als höchstwahrscheinlich annehmbare grundlegende Thesen einzugrenzen.
These 1: Der Kader bleibt im wesentlichen mit Stand heute (16. September) beinahe völlig unverändert. Sprich, ich gehe von einem Verbleib von Alaba, Thiago und Boateng aus und keinen weiteren Zugängen. Als annehmbare absehbare Entwicklung rechne ich hier aber fix mit einem ABGANG VON MARTINEZ.
These 2: Sämtliche Spieler werden in der kommenden Saison einen gleichen opder besseren Gesundheitszustand haben als 2019/2020. Nun werden mir sicher etliche User widersprechen, weil sie den einen oder anderen Spieler komplett abgeschrieben haben und ihn am liebsten nicht mehr im Kader sehen würden - auf derlei prononcierte Ansichten möchte ich nicht eingehen und rechne als Optimist quer durch die Bank bei allen Spielern mit einer moderaten Verbesserung des Einsatzpotentials in einer Größenordnung von 10-20 % an Einsatzminuten.
These 3: Diese grundsätzlich positive Erwartung erfährt einen gewissen Ausgleich durch die Annahme einer geringeren Einsetzbarkeit aufgrund Corona-bedingt weniger Regenerationsphasen im Kalender, höherer Aufwand wegen Spielen des Nationalteams und möglicherweise gesteigerter Wichtigkeit von Nationalteameinsätzen für einige Spieler, die mit der Nati noch eine Rechnung offen haben.
These 4: ich rechne exakt der gleichen Spieleanzahl wie 2019/20, also mit 52 Saisonspielen. Also wettbewerbsübergreifend 4680 Spielminuten pro Spieler. Man kann nicht sicher Sein, in Cup und CL wieder auf die maximal mögliche spielezahl zu kommen. Dafür ist der Weltpokal als zusätzliche Belastung da.
Methodik:
Ich habe den "Kader im Detail" für 2019/20 aufgerufen, die "Leistungsdaten" geöffnet und sämtliche Spieler nach Einsatzminuten geordnet.
Zur Einordnung der Größenverhältnisse: in dieser Saison (19/20) gab es beim FCB bei den Feldspielern, also ohne Torhüter:
- 7 absolute Stammspieler mit Einsatzzeiten über 3300 von 4680 Minuten (was 70,5% der absolut möglichen Einsatzzeit entspricht)
- 5 erweiterte Stammspieler mit Einsatzzeiten von 2100 bis 3000 Minuten (45 - 64 % der möglichen Einsatzminuten)
Die auf den ersten Blick hohe Varianz bei der Einsatzzeit (64-45 %) ist erklärbar, daß diese Gruppe von Spielern einem Konkurrenzkampf unterliegt, der Gewinner und Verlierer produziert. Nichtsdestotrotz sind auch die erweiterten Stammspieler von hoher Qualität und prinzipiell auf höchstem Nevau konkurrenzfähig.
- 4 (von ehemals 5) hochwertige, etablierte Kaderspieler mit regelmäßigen Einsatzaussichten im Rahmen von 1000 - 1800 Minuten (21,4 - 38,5 % der möglichen Einsatzminuten)
Diese Spieler haben durchaus ein gewisses Potential, konnten aber wegen doch leicht zu geringer Klasse oder Verletzungen nicht in den Kreis der erweiterten Stammspieler vorstoßen. Trotzdem sind sie prinzipiell gesehen absolut bundesligatauglich und in der CL auf höchstem Nevau zumindest solide Mitläufer, die arbeiten, ihren Teil beitragen und zumindest keine klare Schwachstelle darstellen, aber sicherlich keine "Unterschiedsspieler" sind)
Bei kurzer Zwischenbetrachtung kommt man auf eine Zahl von 17 Feldspielern, deren Aussichten auf Spielminuten zumindest oberhalb von soliden 20% liegt und die als Erfolgsnotwendig angesehen werden dürfen.
Dazu kommen noch 2 vielversprechende Talente mit 311 Minuten (6,6% der möglichen Einsatzzeit, was diese bei einem absoluten spitzenverein doch deutlich von Mitläufern und "kann man mal probieren" - Talenten abhebt.
Es gab also 19 Feldspieler, welche die uneingeschränkte Beachtung des Trainers genossen. Die übrigen 8 Feldspieler, welche Einsatzminuten sahen, klassifiziere ich als Perspektivspieler, Experimente oder Durchläufer (bitte nicht als Beleidigung auffassen).
Als nächstes möchte die Liste nach Einsatzminuten absteigend ordnen und versuchen, wahrscheinliche Einsatzzeiten in der kommenden Saison abzuschätzen.
Fallweise werde ich von der Reihung abweichen, wenn eine Betrachtung innerhalb einer gemeinsamen Feldposition sinnvoller ist.
Pos Spieler (min 2019/20)...........................(erwartete Veränderung an Spielminuten 2020/21)
(1. Neuer 4590 von 5680 Einsatzminuten - lediglich zur größenmäßigen Orientierung angeführt)
1. Kimmich (4345) ......................... -300 (erwartete Veränderung an Spielminuten 2020/21)
zwar absoluter Stammspieler und unzerstörbarer Dauerläufer, aber absehbar in Nationalmannschaft stark gefordert und auch mit Eigenmotivation, dort als tragender Spieler wahrgenommen zu werden. + Bei der Belastung möchte ich lieber nicht zu viel riskieren.
2. Lewandowski (4133)....................-300
Situation ähnlich wie bei Kimmich, zudem letzte Saison erstmals mit einer Verletzung. Besser nichts übertreiben.
3. Pavard (3978) ..............................-400
Bei ihm wurde mitunter zu geringer offensiver Output kritisiert (hängen gebliebene Flanken), welchen ich durch ein kleines Plus an Spritzigkeit als zuverlässig verbesserbar ansehe. Wirkte auf mich persönlich physisch schon 19/20 belastungsbedingt leicht unterhalb seines Maximums, zudem wohl in der frz. Nati stark gefordert.
4. Alaba (3693).................................+/-0
Mit vergleichbarer Spielzeit wie 19/20 sehe ich ihm so ziemlich an seinem individuellen sweet spot zwischen Entlastung und Routineerhaltung
5. Müller (3499)...............................+300
Bleibt hoffentlich von Nationalteameinsätzen verschont. Mit Sprit im Tank statt Flasche leer ist er mit seiner Variabilität Spachtelmasse und Fugenfüller für sämtliche Kaderstellen. Ein Müller hat keine Position, er findet sie!
6. Davies (3421).............................+200
Nach seinem großen Durchbruch hoffe ich bei ihm auf Bestätigung seiner 1. Saison, Verletzungsfreiheit und weiter laufende Entwicklungund Erfahrung. Da er 19/20 auch phasenweise überspielt wirkte und er auch im kanadischen Nationalteam sofort als tragende Säule funktionieren wird müssen, hoffe ich wirklich auf intelligent dosierte Regenerationsphasen im Verein über die gesamte Saison hinweg. Nichts wäre schlimmer als eine Verletzung, die er sich zuzieht weil er bislang einfach noch nie an seine Grenzen gestoßen ist.
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Positionscluster "offensive Außen"
7. Gnabry (3346)............................+150
Entwickelt sich kontinuierlich hin zur Robustheit. Jedoch kann man auf einer offensiven Außenposition beim FCB wohl kaum mehr als so ca. 3500 Spielminuten erwarten, da die dafür nötige Explosivität nicht mit den in der Bundesliga traditionell harten Verteidigerkontakten erhaltbar ist. Erweitert seine Präsenz möglicherweise auf die 9er oder 10er Position.
11. Coman (2434)..........................+350
Scheint frei zu sein von Rangordnungsdenken bei Einsatzminuten und derzeit eher auf Weiterentwicklung der Leistung bedacht. Der "Konkurrent" Sane könnte durch verminderte Unersetzlichkeit Coman's und daraus folgender endlich angemessener Regenerationszeiten dessen bester Freund werden.
Ich bin zuversichtlich, daß er seine bisherige Bestleistung im wesentlichen konservieren und teilweise ausbauen kann.
12. Coutinho (2145)....................-2145
13. Perisic (1756)..........................-1756
Abgänge fix, Spielminuten werden von Coman und Sane "geerbt"
NEU: Sane (0)................................2000+
Ich rechne mal damit, daß er behutsam aufgebaut wird.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster: bei 9360 möglichen Minuten für beide Außenbahnen bleibt auch bei optimaler Gesundheit der 3 Spieler ein "Loch " von ca. 1000 -1500 Minuten. Was geschlossen werden kann durch ein mehr Mittelfeldspieler-lastiges Spielsystem, Doppelspitze, Raute oder 3er Kette, Müller. oder eventuell doch mehr Spielzeit für Sane. Nagelt mich da nicht fest, der Beitrag soll eine ungefähre Abschätzung sein und keine Raketenwissenschaft.
Das Loch, das Coutinho nicht auf Außen sondern im OM hinterlässt, stopfe ich hier mal so ungefähr mit mehr Einsatzzeit für Thiago, Cuisance und Tolisso. Vielleicht auch Müller, der kann alles.
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Positionscluster ZM
8. Thiago (2975)..............................+400
Vermutlich die Personalie mit dem größten Diskussionspotential. Zwar ein anderer Spielertyp als Kimmich (-Weiträumigkeit, +Technik) und auch nicht mit dessen unzerstörbarer Konstanz. Aber wenn er fit ist, ist er Kimmich von der Qualität her absolut ebenbürtig. Ich bin ein großer Freund davon, ihn unter allen Umständen im Kader zu behalten - als variabilitätsgebendes Kaderelement, als Backup falls Kimmich wegen der Kombination aus Verein, Nati und Erfolg doch mal in ein kleines Loch fallen sollte, als gesunde Konkurrenz und nicht zuletzt als taktische Variante. Die Saison ist lang, und die taktischen Herausforderungen werden mannigfaltig sein.
10. Goretzka (2474)......................+300
Klasse Spieler, Klasse Typ, wichtiger Erfolgsfaktor. Zu Recht gesetzt. Der Grund, warum ich ihm doch relativ "wenig" Spielminuten prognostiziere ist der, daß er immer wieder mal Spiele drin hat, in denen es für ihn gar nicht läuft. Er ist ein Spieler, der etablierte Strukturen auf dem Feld braucht, klare Aufgaben. Ein berühmter Trainer hat mal gesagt, Fußball ist wie Klavier -man braucht 8 Mann zum tragen und 3 zum spielen. Nach dieser Auffassung wäre Goretzka eindeutigin die Riege der "Träger" einzuordnen - und derzeit als Träger in der Weltspitze angekommen. Ein Nebeneffekt dieser Charakteristik ist jedoch, daß Goretzka für sein Spiel von 100% Fitness und Frische abhängig ist. Fehlen nur ein paar %, geht seine Leistung deutlich nach unten. Und dann gibt es auch noch jene Spiele, in denen selbst der beste und fitteste Klavierträger irgendwie in der Luft hängt. Wenn der Gegner irgendeine komplett absonderliche oder extreme Spielanlage hat, das Spiel taktisch in völlig neue Sphären verlagert wird..
14. Tolisso (1396)........................+300
Daß der gefühlt Dauerverletzte Tolisso der Feldspieler mit den 14.-meisten Einsatzminuten war, hat mich doch überrascht. Das "Schweizer Taschenmesser" will bleiben und wird auch in Zukunft immer wieder mal seine Chancen bekommen. Die Andeutungen von herausragendem Leistungspotential liegen leider schon lange Zeit zurück - doch sein Spiel ist tendentiell arm an Fehlern und gut in die Mannschaft einfügbar. Wirkt in vielen Situationen einen halben Schritt zu langsam - mit etwas mehr Spritzigkeit könnte er wieder ein sehr interessanter Spieler werden.
17. Cuisance (311).......................+700
Die eine gute Halbzeit letzte Saison hat mmn alles angedeutet, was ein Perspektivspieler bei Bayern braucht. Zumindest für mich steht fest, daß er schon diese Saison ein uneingeschränkt tauglicher Bundesligaspieler ist, dem lediglich Erfahrung und Routine fehlen. Von seiner Lernkurve und Zuverlässigkeit im Mannschaftsgefüge wird abhängen, wie das Gerangel um Einsatzminuten mit Tolisso ausgeht.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster ZM: Nach obiger Rechnung werden im DM/ZM grob ca. 9000 Spielminuten an 4 Spieler vergeben. Und das, obwohl ein 2er DM/ZM nur 9360 Minuten hergibt, Müller auch als verkappter Mittelfeldspieler interpretiert werden kann, und es auch noch Kouassi und den einen oder anderen Amateureinsatz gibt. Und situativ auch mit 3 oder sogar 4 ZM in der Mannschaft gespielt werden könnte, vor allem in Anbetracht des leichten Defizites bei den OA. Und vielleicht wird auch der Konkurrenzkampf zwischen den unterschiedlichen Spielertypen ganz andere Ergebnisse zeigen, als was ich hier skizziert habe.
Kurzum: Mein Zahlenwerk ist hier nicht allzu robust- Man möge mir nachsehen, falls ich im Wunsch nach einer bloßen Annäherung meine Aussagen allzu selbstsicher formuliert haben sollte.
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Positionscluster IV
9. Boateng (2806).......................(-1700)
Eines vorweg: ich habe höchsten Respekt vor Jerome, ohne ihn hätte so einiges Erfreuliches in dieser Saison nicht geklappt. Er hat sich quasi am eigenen Haarschopf aus der Misere herausgezogen und noch mal alles rausgehauen. Ohne Seine demonstrierte Selbst-Überwindung hätte der Verein einen CL-Sieg weniger, das sollte niemals vergessen werden.
Jedoch: Die Spielanlage für IV ist bei Bayern absolut extrem. Die Konterunterdrückung mit explosivst möglicher Beschleunigung in höchster Not, das harte Abstoppen...oder schlimmer noch: hartes Abstoppen bei gleichzeitiger Richtungsänderung führten bei Boateng beobachtbar mit immer höherer "Zuverlässigkeit" zu Blessuren und Verletzungen. Angesichts seines Alters und seiner Veranlagung sehe ich keinen Weg für ihn, bei der derzeitiugen Spielanforderungen immer wieder kehrende Muskelfaserrisse zu vermeiden. Bei Gegnern die nicht kontern kann er als ordnende Kraft hinten immer noch wertvoll sein, aber mmn geht seine Zeit bei Bayern doch absehbar zu Ende. Gut möglich, daß Süle und Boateng so ziemlich 1:1 die Einsatzminutenzahl tauschen. Abgeben würde ich ihn trotzdem nicht, weil er immer noch ein super-Notnagel ist und ein Denkmal und Beispiel für das, was an Spieleröffnung für einen groß und massiv gewachsenen IV mnöglich ist.
15. Süle (1151)....................................(+1000, vielleicht mehr)
Wieder genesen, und gleich mit einer bärenstarken Leistung im CL-Finale. Sein Problem ist, daß er ein sehr spezieller oder gar extremer IV-Typ ist. Gegen starke Gegner, in großen Spielen könnte er super sein. Da geht es um was, da sind die Spiele eher taktisch und werden durch individuelle Klasse oder überlegene Mannschaftsanlage entschieden. Aber in der Liga könnte das ganz anders aussehen, wenn die Unterständler der Liga irgendwelche Punkte gegen Bayern sowieso nicht eingeplant haben und ihr Heil in absoluter und vorsätzlicher Verrücktheit suchen. Etwa lange mauern, dann mal mit 7 Mann einen Harakiri-Konter fahren...Derart unübersichtliche chaotische Situationen sehe ich eher für kleinere und beweglichere Spieler gemacht. Vorteil hier für Hernandez/Alaba, vielleicht Pavard..
Gegen Gegner, die sich nicht wehren sondern versuchen 1 Punkt zu ermauern, sehe ich hier seine Spieleröffnung doch als zu behäbig an -Vorteil hier für Boateng, und wieder Pavard...
Süles Stärke sehe ich eher gegen Spieler/Mannschaften, deren Offensivspieler derart stark sind daß sie die Offensivbemühungen eher alleine tragen (und der Rest des Gegners konservativ spielt/absichert) und wo Süle im direkten Zweikampf verteidigen kann, anstatt schnell und explosiv auf Spielverlagerungen reagieren zu müssen (da bekäme ich geradezu Angst, daß er sich wieder verletzen könnte).
Dafür montiert er im 1 vs 1 wirklich jeden ab, egal ob der Typ Neymar, Messi, Werner oder Lukaku heißen mag...
16. Hernandez (1119).....................................(+900, vielleicht mehr falls RIV)
Wenn Alaba und Davies jeweils ca. 3700 Minuten spielen, bleibt auf der linken Abwehrseite ein Rest von 1900-2000 Minuten. Hoffentlich frustriert ihn die Situation nicht. Ich traue ihm aber zu, auch in dieser Konstellation SEINE Kaderposition zu finden. Man könnte ihn als kampfstärkeren, dafür technisch schwächeren alaba ansehen, oder als kopfballschwächeren und leichteren, dafür beweglicheren Süle. Für ihn ist vor allem wichtig, erst mal Konstanz und Zuverlässigkeit zu zeigen -ich hoffe, er hat diese Geduld und Souveränität, eine schwierige Phase positiv und selbstbewusst durchzustehen.
17. Martinez (1015)................................(-1015)
Der Wille ist immer noch da, aber in vielen Situationen ist er jetzt 1/2 - 1 Schritte zu langsam. Hat jahrelang die Knochen hin gehalten und ein Triple errungen, aber in der derzeitigen Bayern-Mannschaft sehe ich keine Position für ihn, auf der man ihn angstfrei einsetzen könnte. Glaube an einen Vereinswechsel.
Neu: Kouassi (0)....................................(+1000)
Ich denke, daß er talentiert ist und nicht für die Amateure geholt wurde. Wird wohl als junger Spieler zwischen IV, RV und vielleicht auch DM als "Notnagel" in vermeintlich leichteren Spielen hin und her geschoben werden und dabei vielleicht nicht immer eine gute Figur machen. Ich hoffe, daß das tm Forum dann zu jenen Stimmen gehören wird, die ihm den Rücken stärken, sodaß er diese absehbar etwas unstetige Phase im Verein nützen kann, um zu lernen.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster IV:
Erscheint auf den ersten Blick gut aufgestellt, wenn die einzelnen Spieler mitziehen und eifersüchteleien begrenzt bleiben. "Eierlegende Wollmilchsau" scheint dann Upamecano werden zu können, falls man nächstes Jahr große Namen fällen möchte...
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18. Zirkzee (311).......................+700
Falls er nicht verliehen wird, möchte ich gern mehr von ihm sehen. Ein leicht unzufriedener Lewandowski ist mir lieber als ein überspielter oder gar verletzter Lewandowski. Ein System mit 2 Mittelstürmern könnte genützt werden, um die Außenstürmer zu schonen und den ZM spielzeit zu geben.
Weiters möchte ich auchdie weniger eingesetzten Spieler des Kaders nicht unerwähnt lassen:
Odriozola (179), Ulreich (90), Sanches (88), Singh (72), Wriedt (13), Batista Meier (12), Dajaku (10), Richards (6), Musiala (2).
Ich vermute, das Muster für Talente/Amateure wird in dieser Saison ähnlich verteilt aussehen, ach wenn ich mich über verstärkte Talentförderung wirklich freuen würde.
Für die Mathematik-Füchse, die jetzt sicher die Zahlen kontrollieren werden: Für Feldspieler gibt es vorraussichtlich 46800 Einsatzminuten, und im Gedankenspiel habe ich so ca. 47000 vergeben.
Das liegt daran, daß sämtliche Prognosen schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich hoffe, daß ich generell eine Genauigkeit von ca. 80% geschafft habe und somit zumindest die Größenodnungen einer realistischen Kadereinsatzzeit so ca. getroffen habe.
Vielleicht werden einzelne Spieler doch deutlich mehr eingesetzt (speziell bei Süle und Sane war ich eher sehr konservativ), Vielleicht geht ein Junger durch die Decke (oder auch ein Alter...?), Vielleicht gibt es noch einen Neuzugang.
Zusammenfassend hoffe ich erkenntlich gemacht zu haben, daß:
-Kimmich als RV-Backup Stand Jetzt WIEDERUM unverzichtbar sein wird
-Daß man Thiago deshalb NICHT abgeben sollte, was auch im Sinne eines gut gefüllten Mittelfeld-Werkzeugkastens wäre
-Daß das Bewährte (Kimmich RV) eben erprobt ist, funktioniert hat und mir deshalb besser gefallen würde als ein simpler Tausch Thiago out - Dest in
-Daß ein Zugang von Dest UND Perisic auch bei Verbleib aller Spieler vom Kader noch "verdaut" werden könnte, wenn Flick die Moderation hinbekommt - zumal ich in dem Gedankenspiel hier noch keine langen Ausfälle/Katastrophen einkalkuliert habe
-Daß Thiago formschwankende Weltklasse ist, Tolisso aber konstante internationale Klasse und vielleicht ein Ersatz in der Breite sein kann, aber (wieder Stand Heute ) nicht in der Spitze
-Neuzugänge nicht unbedingt dringend notwendig sind und das weitervertrauen in die CL-Siegermannschaft durchaus einen gewissen Reiz hat
-Ein wenig Konkurrenzkampf vielleicht ein wirksames Antidot gegen eventuelle Sattheit sein könnte
-Wenn der Kader so bleibt, müssen Spieler zuweilen etwas positionsfremd verschoben werden. Wenn noch ein ROV kommt, drohen Bankplätze und Unzufriedenheit. Choose your Death...
These 1: Der Kader bleibt im wesentlichen mit Stand heute (16. September) beinahe völlig unverändert. Sprich, ich gehe von einem Verbleib von Alaba, Thiago und Boateng aus und keinen weiteren Zugängen. Als annehmbare absehbare Entwicklung rechne ich hier aber fix mit einem ABGANG VON MARTINEZ.
These 2: Sämtliche Spieler werden in der kommenden Saison einen gleichen opder besseren Gesundheitszustand haben als 2019/2020. Nun werden mir sicher etliche User widersprechen, weil sie den einen oder anderen Spieler komplett abgeschrieben haben und ihn am liebsten nicht mehr im Kader sehen würden - auf derlei prononcierte Ansichten möchte ich nicht eingehen und rechne als Optimist quer durch die Bank bei allen Spielern mit einer moderaten Verbesserung des Einsatzpotentials in einer Größenordnung von 10-20 % an Einsatzminuten.
These 3: Diese grundsätzlich positive Erwartung erfährt einen gewissen Ausgleich durch die Annahme einer geringeren Einsetzbarkeit aufgrund Corona-bedingt weniger Regenerationsphasen im Kalender, höherer Aufwand wegen Spielen des Nationalteams und möglicherweise gesteigerter Wichtigkeit von Nationalteameinsätzen für einige Spieler, die mit der Nati noch eine Rechnung offen haben.
These 4: ich rechne exakt der gleichen Spieleanzahl wie 2019/20, also mit 52 Saisonspielen. Also wettbewerbsübergreifend 4680 Spielminuten pro Spieler. Man kann nicht sicher Sein, in Cup und CL wieder auf die maximal mögliche spielezahl zu kommen. Dafür ist der Weltpokal als zusätzliche Belastung da.
Methodik:
Ich habe den "Kader im Detail" für 2019/20 aufgerufen, die "Leistungsdaten" geöffnet und sämtliche Spieler nach Einsatzminuten geordnet.
Zur Einordnung der Größenverhältnisse: in dieser Saison (19/20) gab es beim FCB bei den Feldspielern, also ohne Torhüter:
- 7 absolute Stammspieler mit Einsatzzeiten über 3300 von 4680 Minuten (was 70,5% der absolut möglichen Einsatzzeit entspricht)
- 5 erweiterte Stammspieler mit Einsatzzeiten von 2100 bis 3000 Minuten (45 - 64 % der möglichen Einsatzminuten)
Die auf den ersten Blick hohe Varianz bei der Einsatzzeit (64-45 %) ist erklärbar, daß diese Gruppe von Spielern einem Konkurrenzkampf unterliegt, der Gewinner und Verlierer produziert. Nichtsdestotrotz sind auch die erweiterten Stammspieler von hoher Qualität und prinzipiell auf höchstem Nevau konkurrenzfähig.
- 4 (von ehemals 5) hochwertige, etablierte Kaderspieler mit regelmäßigen Einsatzaussichten im Rahmen von 1000 - 1800 Minuten (21,4 - 38,5 % der möglichen Einsatzminuten)
Diese Spieler haben durchaus ein gewisses Potential, konnten aber wegen doch leicht zu geringer Klasse oder Verletzungen nicht in den Kreis der erweiterten Stammspieler vorstoßen. Trotzdem sind sie prinzipiell gesehen absolut bundesligatauglich und in der CL auf höchstem Nevau zumindest solide Mitläufer, die arbeiten, ihren Teil beitragen und zumindest keine klare Schwachstelle darstellen, aber sicherlich keine "Unterschiedsspieler" sind)
Bei kurzer Zwischenbetrachtung kommt man auf eine Zahl von 17 Feldspielern, deren Aussichten auf Spielminuten zumindest oberhalb von soliden 20% liegt und die als Erfolgsnotwendig angesehen werden dürfen.
Dazu kommen noch 2 vielversprechende Talente mit 311 Minuten (6,6% der möglichen Einsatzzeit, was diese bei einem absoluten spitzenverein doch deutlich von Mitläufern und "kann man mal probieren" - Talenten abhebt.
Es gab also 19 Feldspieler, welche die uneingeschränkte Beachtung des Trainers genossen. Die übrigen 8 Feldspieler, welche Einsatzminuten sahen, klassifiziere ich als Perspektivspieler, Experimente oder Durchläufer (bitte nicht als Beleidigung auffassen).
Als nächstes möchte die Liste nach Einsatzminuten absteigend ordnen und versuchen, wahrscheinliche Einsatzzeiten in der kommenden Saison abzuschätzen.
Fallweise werde ich von der Reihung abweichen, wenn eine Betrachtung innerhalb einer gemeinsamen Feldposition sinnvoller ist.
Pos Spieler (min 2019/20)...........................(erwartete Veränderung an Spielminuten 2020/21)
(1. Neuer 4590 von 5680 Einsatzminuten - lediglich zur größenmäßigen Orientierung angeführt)
1. Kimmich (4345) ......................... -300 (erwartete Veränderung an Spielminuten 2020/21)
zwar absoluter Stammspieler und unzerstörbarer Dauerläufer, aber absehbar in Nationalmannschaft stark gefordert und auch mit Eigenmotivation, dort als tragender Spieler wahrgenommen zu werden. + Bei der Belastung möchte ich lieber nicht zu viel riskieren.
2. Lewandowski (4133)....................-300
Situation ähnlich wie bei Kimmich, zudem letzte Saison erstmals mit einer Verletzung. Besser nichts übertreiben.
3. Pavard (3978) ..............................-400
Bei ihm wurde mitunter zu geringer offensiver Output kritisiert (hängen gebliebene Flanken), welchen ich durch ein kleines Plus an Spritzigkeit als zuverlässig verbesserbar ansehe. Wirkte auf mich persönlich physisch schon 19/20 belastungsbedingt leicht unterhalb seines Maximums, zudem wohl in der frz. Nati stark gefordert.
4. Alaba (3693).................................+/-0
Mit vergleichbarer Spielzeit wie 19/20 sehe ich ihm so ziemlich an seinem individuellen sweet spot zwischen Entlastung und Routineerhaltung
5. Müller (3499)...............................+300
Bleibt hoffentlich von Nationalteameinsätzen verschont. Mit Sprit im Tank statt Flasche leer ist er mit seiner Variabilität Spachtelmasse und Fugenfüller für sämtliche Kaderstellen. Ein Müller hat keine Position, er findet sie!
6. Davies (3421).............................+200
Nach seinem großen Durchbruch hoffe ich bei ihm auf Bestätigung seiner 1. Saison, Verletzungsfreiheit und weiter laufende Entwicklungund Erfahrung. Da er 19/20 auch phasenweise überspielt wirkte und er auch im kanadischen Nationalteam sofort als tragende Säule funktionieren wird müssen, hoffe ich wirklich auf intelligent dosierte Regenerationsphasen im Verein über die gesamte Saison hinweg. Nichts wäre schlimmer als eine Verletzung, die er sich zuzieht weil er bislang einfach noch nie an seine Grenzen gestoßen ist.
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Positionscluster "offensive Außen"
7. Gnabry (3346)............................+150
Entwickelt sich kontinuierlich hin zur Robustheit. Jedoch kann man auf einer offensiven Außenposition beim FCB wohl kaum mehr als so ca. 3500 Spielminuten erwarten, da die dafür nötige Explosivität nicht mit den in der Bundesliga traditionell harten Verteidigerkontakten erhaltbar ist. Erweitert seine Präsenz möglicherweise auf die 9er oder 10er Position.
11. Coman (2434)..........................+350
Scheint frei zu sein von Rangordnungsdenken bei Einsatzminuten und derzeit eher auf Weiterentwicklung der Leistung bedacht. Der "Konkurrent" Sane könnte durch verminderte Unersetzlichkeit Coman's und daraus folgender endlich angemessener Regenerationszeiten dessen bester Freund werden.
Ich bin zuversichtlich, daß er seine bisherige Bestleistung im wesentlichen konservieren und teilweise ausbauen kann.
12. Coutinho (2145)....................-2145
13. Perisic (1756)..........................-1756
Abgänge fix, Spielminuten werden von Coman und Sane "geerbt"
NEU: Sane (0)................................2000+
Ich rechne mal damit, daß er behutsam aufgebaut wird.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster: bei 9360 möglichen Minuten für beide Außenbahnen bleibt auch bei optimaler Gesundheit der 3 Spieler ein "Loch " von ca. 1000 -1500 Minuten. Was geschlossen werden kann durch ein mehr Mittelfeldspieler-lastiges Spielsystem, Doppelspitze, Raute oder 3er Kette, Müller. oder eventuell doch mehr Spielzeit für Sane. Nagelt mich da nicht fest, der Beitrag soll eine ungefähre Abschätzung sein und keine Raketenwissenschaft.
Das Loch, das Coutinho nicht auf Außen sondern im OM hinterlässt, stopfe ich hier mal so ungefähr mit mehr Einsatzzeit für Thiago, Cuisance und Tolisso. Vielleicht auch Müller, der kann alles.
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Positionscluster ZM
8. Thiago (2975)..............................+400
Vermutlich die Personalie mit dem größten Diskussionspotential. Zwar ein anderer Spielertyp als Kimmich (-Weiträumigkeit, +Technik) und auch nicht mit dessen unzerstörbarer Konstanz. Aber wenn er fit ist, ist er Kimmich von der Qualität her absolut ebenbürtig. Ich bin ein großer Freund davon, ihn unter allen Umständen im Kader zu behalten - als variabilitätsgebendes Kaderelement, als Backup falls Kimmich wegen der Kombination aus Verein, Nati und Erfolg doch mal in ein kleines Loch fallen sollte, als gesunde Konkurrenz und nicht zuletzt als taktische Variante. Die Saison ist lang, und die taktischen Herausforderungen werden mannigfaltig sein.
10. Goretzka (2474)......................+300
Klasse Spieler, Klasse Typ, wichtiger Erfolgsfaktor. Zu Recht gesetzt. Der Grund, warum ich ihm doch relativ "wenig" Spielminuten prognostiziere ist der, daß er immer wieder mal Spiele drin hat, in denen es für ihn gar nicht läuft. Er ist ein Spieler, der etablierte Strukturen auf dem Feld braucht, klare Aufgaben. Ein berühmter Trainer hat mal gesagt, Fußball ist wie Klavier -man braucht 8 Mann zum tragen und 3 zum spielen. Nach dieser Auffassung wäre Goretzka eindeutigin die Riege der "Träger" einzuordnen - und derzeit als Träger in der Weltspitze angekommen. Ein Nebeneffekt dieser Charakteristik ist jedoch, daß Goretzka für sein Spiel von 100% Fitness und Frische abhängig ist. Fehlen nur ein paar %, geht seine Leistung deutlich nach unten. Und dann gibt es auch noch jene Spiele, in denen selbst der beste und fitteste Klavierträger irgendwie in der Luft hängt. Wenn der Gegner irgendeine komplett absonderliche oder extreme Spielanlage hat, das Spiel taktisch in völlig neue Sphären verlagert wird..
14. Tolisso (1396)........................+300
Daß der gefühlt Dauerverletzte Tolisso der Feldspieler mit den 14.-meisten Einsatzminuten war, hat mich doch überrascht. Das "Schweizer Taschenmesser" will bleiben und wird auch in Zukunft immer wieder mal seine Chancen bekommen. Die Andeutungen von herausragendem Leistungspotential liegen leider schon lange Zeit zurück - doch sein Spiel ist tendentiell arm an Fehlern und gut in die Mannschaft einfügbar. Wirkt in vielen Situationen einen halben Schritt zu langsam - mit etwas mehr Spritzigkeit könnte er wieder ein sehr interessanter Spieler werden.
17. Cuisance (311).......................+700
Die eine gute Halbzeit letzte Saison hat mmn alles angedeutet, was ein Perspektivspieler bei Bayern braucht. Zumindest für mich steht fest, daß er schon diese Saison ein uneingeschränkt tauglicher Bundesligaspieler ist, dem lediglich Erfahrung und Routine fehlen. Von seiner Lernkurve und Zuverlässigkeit im Mannschaftsgefüge wird abhängen, wie das Gerangel um Einsatzminuten mit Tolisso ausgeht.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster ZM: Nach obiger Rechnung werden im DM/ZM grob ca. 9000 Spielminuten an 4 Spieler vergeben. Und das, obwohl ein 2er DM/ZM nur 9360 Minuten hergibt, Müller auch als verkappter Mittelfeldspieler interpretiert werden kann, und es auch noch Kouassi und den einen oder anderen Amateureinsatz gibt. Und situativ auch mit 3 oder sogar 4 ZM in der Mannschaft gespielt werden könnte, vor allem in Anbetracht des leichten Defizites bei den OA. Und vielleicht wird auch der Konkurrenzkampf zwischen den unterschiedlichen Spielertypen ganz andere Ergebnisse zeigen, als was ich hier skizziert habe.
Kurzum: Mein Zahlenwerk ist hier nicht allzu robust- Man möge mir nachsehen, falls ich im Wunsch nach einer bloßen Annäherung meine Aussagen allzu selbstsicher formuliert haben sollte.
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Positionscluster IV
9. Boateng (2806).......................(-1700)
Eines vorweg: ich habe höchsten Respekt vor Jerome, ohne ihn hätte so einiges Erfreuliches in dieser Saison nicht geklappt. Er hat sich quasi am eigenen Haarschopf aus der Misere herausgezogen und noch mal alles rausgehauen. Ohne Seine demonstrierte Selbst-Überwindung hätte der Verein einen CL-Sieg weniger, das sollte niemals vergessen werden.
Jedoch: Die Spielanlage für IV ist bei Bayern absolut extrem. Die Konterunterdrückung mit explosivst möglicher Beschleunigung in höchster Not, das harte Abstoppen...oder schlimmer noch: hartes Abstoppen bei gleichzeitiger Richtungsänderung führten bei Boateng beobachtbar mit immer höherer "Zuverlässigkeit" zu Blessuren und Verletzungen. Angesichts seines Alters und seiner Veranlagung sehe ich keinen Weg für ihn, bei der derzeitiugen Spielanforderungen immer wieder kehrende Muskelfaserrisse zu vermeiden. Bei Gegnern die nicht kontern kann er als ordnende Kraft hinten immer noch wertvoll sein, aber mmn geht seine Zeit bei Bayern doch absehbar zu Ende. Gut möglich, daß Süle und Boateng so ziemlich 1:1 die Einsatzminutenzahl tauschen. Abgeben würde ich ihn trotzdem nicht, weil er immer noch ein super-Notnagel ist und ein Denkmal und Beispiel für das, was an Spieleröffnung für einen groß und massiv gewachsenen IV mnöglich ist.
15. Süle (1151)....................................(+1000, vielleicht mehr)
Wieder genesen, und gleich mit einer bärenstarken Leistung im CL-Finale. Sein Problem ist, daß er ein sehr spezieller oder gar extremer IV-Typ ist. Gegen starke Gegner, in großen Spielen könnte er super sein. Da geht es um was, da sind die Spiele eher taktisch und werden durch individuelle Klasse oder überlegene Mannschaftsanlage entschieden. Aber in der Liga könnte das ganz anders aussehen, wenn die Unterständler der Liga irgendwelche Punkte gegen Bayern sowieso nicht eingeplant haben und ihr Heil in absoluter und vorsätzlicher Verrücktheit suchen. Etwa lange mauern, dann mal mit 7 Mann einen Harakiri-Konter fahren...Derart unübersichtliche chaotische Situationen sehe ich eher für kleinere und beweglichere Spieler gemacht. Vorteil hier für Hernandez/Alaba, vielleicht Pavard..
Gegen Gegner, die sich nicht wehren sondern versuchen 1 Punkt zu ermauern, sehe ich hier seine Spieleröffnung doch als zu behäbig an -Vorteil hier für Boateng, und wieder Pavard...
Süles Stärke sehe ich eher gegen Spieler/Mannschaften, deren Offensivspieler derart stark sind daß sie die Offensivbemühungen eher alleine tragen (und der Rest des Gegners konservativ spielt/absichert) und wo Süle im direkten Zweikampf verteidigen kann, anstatt schnell und explosiv auf Spielverlagerungen reagieren zu müssen (da bekäme ich geradezu Angst, daß er sich wieder verletzen könnte).
Dafür montiert er im 1 vs 1 wirklich jeden ab, egal ob der Typ Neymar, Messi, Werner oder Lukaku heißen mag...
16. Hernandez (1119).....................................(+900, vielleicht mehr falls RIV)
Wenn Alaba und Davies jeweils ca. 3700 Minuten spielen, bleibt auf der linken Abwehrseite ein Rest von 1900-2000 Minuten. Hoffentlich frustriert ihn die Situation nicht. Ich traue ihm aber zu, auch in dieser Konstellation SEINE Kaderposition zu finden. Man könnte ihn als kampfstärkeren, dafür technisch schwächeren alaba ansehen, oder als kopfballschwächeren und leichteren, dafür beweglicheren Süle. Für ihn ist vor allem wichtig, erst mal Konstanz und Zuverlässigkeit zu zeigen -ich hoffe, er hat diese Geduld und Souveränität, eine schwierige Phase positiv und selbstbewusst durchzustehen.
17. Martinez (1015)................................(-1015)
Der Wille ist immer noch da, aber in vielen Situationen ist er jetzt 1/2 - 1 Schritte zu langsam. Hat jahrelang die Knochen hin gehalten und ein Triple errungen, aber in der derzeitigen Bayern-Mannschaft sehe ich keine Position für ihn, auf der man ihn angstfrei einsetzen könnte. Glaube an einen Vereinswechsel.
Neu: Kouassi (0)....................................(+1000)
Ich denke, daß er talentiert ist und nicht für die Amateure geholt wurde. Wird wohl als junger Spieler zwischen IV, RV und vielleicht auch DM als "Notnagel" in vermeintlich leichteren Spielen hin und her geschoben werden und dabei vielleicht nicht immer eine gute Figur machen. Ich hoffe, daß das tm Forum dann zu jenen Stimmen gehören wird, die ihm den Rücken stärken, sodaß er diese absehbar etwas unstetige Phase im Verein nützen kann, um zu lernen.
Abschließende Gedanken zum Positionscluster IV:
Erscheint auf den ersten Blick gut aufgestellt, wenn die einzelnen Spieler mitziehen und eifersüchteleien begrenzt bleiben. "Eierlegende Wollmilchsau" scheint dann Upamecano werden zu können, falls man nächstes Jahr große Namen fällen möchte...
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18. Zirkzee (311).......................+700
Falls er nicht verliehen wird, möchte ich gern mehr von ihm sehen. Ein leicht unzufriedener Lewandowski ist mir lieber als ein überspielter oder gar verletzter Lewandowski. Ein System mit 2 Mittelstürmern könnte genützt werden, um die Außenstürmer zu schonen und den ZM spielzeit zu geben.
Weiters möchte ich auchdie weniger eingesetzten Spieler des Kaders nicht unerwähnt lassen:
Odriozola (179), Ulreich (90), Sanches (88), Singh (72), Wriedt (13), Batista Meier (12), Dajaku (10), Richards (6), Musiala (2).
Ich vermute, das Muster für Talente/Amateure wird in dieser Saison ähnlich verteilt aussehen, ach wenn ich mich über verstärkte Talentförderung wirklich freuen würde.
Für die Mathematik-Füchse, die jetzt sicher die Zahlen kontrollieren werden: Für Feldspieler gibt es vorraussichtlich 46800 Einsatzminuten, und im Gedankenspiel habe ich so ca. 47000 vergeben.
Das liegt daran, daß sämtliche Prognosen schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich hoffe, daß ich generell eine Genauigkeit von ca. 80% geschafft habe und somit zumindest die Größenodnungen einer realistischen Kadereinsatzzeit so ca. getroffen habe.
Vielleicht werden einzelne Spieler doch deutlich mehr eingesetzt (speziell bei Süle und Sane war ich eher sehr konservativ), Vielleicht geht ein Junger durch die Decke (oder auch ein Alter...?), Vielleicht gibt es noch einen Neuzugang.
Zusammenfassend hoffe ich erkenntlich gemacht zu haben, daß:
-Kimmich als RV-Backup Stand Jetzt WIEDERUM unverzichtbar sein wird
-Daß man Thiago deshalb NICHT abgeben sollte, was auch im Sinne eines gut gefüllten Mittelfeld-Werkzeugkastens wäre
-Daß das Bewährte (Kimmich RV) eben erprobt ist, funktioniert hat und mir deshalb besser gefallen würde als ein simpler Tausch Thiago out - Dest in
-Daß ein Zugang von Dest UND Perisic auch bei Verbleib aller Spieler vom Kader noch "verdaut" werden könnte, wenn Flick die Moderation hinbekommt - zumal ich in dem Gedankenspiel hier noch keine langen Ausfälle/Katastrophen einkalkuliert habe
-Daß Thiago formschwankende Weltklasse ist, Tolisso aber konstante internationale Klasse und vielleicht ein Ersatz in der Breite sein kann, aber (wieder Stand Heute ) nicht in der Spitze
-Neuzugänge nicht unbedingt dringend notwendig sind und das weitervertrauen in die CL-Siegermannschaft durchaus einen gewissen Reiz hat
-Ein wenig Konkurrenzkampf vielleicht ein wirksames Antidot gegen eventuelle Sattheit sein könnte
-Wenn der Kader so bleibt, müssen Spieler zuweilen etwas positionsfremd verschoben werden. Wenn noch ein ROV kommt, drohen Bankplätze und Unzufriedenheit. Choose your Death...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von treter am 16.09.2020 um 22:12 Uhr bearbeitet
07.10.2020 - 03:12 Uhr
... um gleich darauf ne eigene zu liefern, mit anderen Akzentuierungen:
KADERGRÖßE:
Spätestens seit LvG mit seinen Formeln daherkam, ist es ja üblich, in gestandene Spieler und Talente zu unterscheiden. Nachdem ein "Wandler zwischen den Welten", Cuisance, gegangen ist & Zirkzee im letzten Moment (erfolglos) zur Leihe ausgeschrieben wurde, fällt mir eine Zuschreibung aller Kaderspieler nicht schwer:
gestandene Feldspieler, die gegen jeden Gegner gebracht werden können: Süle, Boateng, Alaba, Hernández, Pavard, Sarr, Davies, Nianzou (?), Kimmich, Goretzka, Tolisso, Roca, Martínez, Müller, Gnabry, Sané, Coman, Costa, Lewandowski, Choupo-Moting
entwicklungsbedürftige Talente, die eher in der "Garbage-Time" zu Minuten kommen: Richards, Mbi, Musiala, Dantas (?), Zirkzee, (Tillmann)
-> Feldspieler: 20+5 (Weshalb ich hierbei den verletzten Tillmann nicht zähle, siehe weiter unten)
Bereits vor geraumer Zeit wurde bekannt, welche Kadergröße sich Hans Flick wünscht: Einen 20+4-Kader, der ihm damit erfüllt wurde
Nun ein Vergleich mit dem Vorjahr, wozu ich kurz ausholen muss: Mit einem breiten Kader versucht man ja, Belastungen zu steuern und Ausfälle zu kompensieren - per Planungszeitpunkt: Unbestimmte, statistische Ausfälle. Steht per Planungszeitpunkt hingegen jmd. bereits als langfristiger Ausfall fest, so dürfte die Bestrebung nicht sein, ihn in den statistischen Ausfällen untergehen zu lassen und darauf zu hoffen, dass man dann bei den anderen Leuten um so mehr Glück hat, sondern die Kaderbreite sollte dann die statistischen Ausfälle des jetzt fitten Restkaders auffangen. Hinzu kommt, dass für aussagekräftige Analysen gleichartige Parameter verglichen werden sollten. Für einen Abgleich des FCB-Kaders per aktuellem Planungszeitpunkt drängt sich daher auch der Vorjahres-PLAN-Kader auf. Aufgrund konkreter Begebenheiten unterscheide ich dabei nochmals in Vorrunde und Rückrunde:
gestandene Feldspieler, Hinrunde 2019/20 (Plan): Süle, Hernández, Pavard, Boateng, Kimmich, Alaba, Thiago, Goretzka, Tolisso, Martínez, Müller, Coutinho, Coman, Gnabry, Perisic, Lewandowski
Talente: Cuisance, Davies, Arp
-> Feldspieler: 16+3
und dgl. für die Rückrunde, für die Odriozola hinzukam, Süle aber per Planungszeitpunkt als langfristiger Ausfall feststand:
gestandene Feldspieler, Rückrunde 2019/20 (Plan): Boateng, Alaba, Hernández, Pavard, Odriozola, Davies, Kimmich, Thiago, Goretzka, Tolisso, Martínez, Müller, Coutinho, Coman, Gnabry, Perisic, Lewandowski
Talente: Cuisance, Zirkzee, Dajaku (?)
-> Feldspieler: 17+3
Auch wenn es lange Zeit so aussah, als würde dem Kader 2020/21 ein enormer Verlust an Erfahrung drohen, lässt sich hierbei also feststellen: Das Gegenteil ist der Fall; konkret wurde an den hinteren Kaderplätzen einiges an kurzfristiger Qualität und Erfahrung hinzugepackt. Hierbei sei zudem erwähnt, was gestern schon wer (hab vergessen, wer) bemerkte: Die letzten Zugänge sind allesamt keine Nationalspieler (mehr), womit während der Länderspielpause immerhin 8 (gestandene) Spieler inkl. TW weiterhin dem FCB-Training bewohnen und ggf. im unmittelbaren Spiel nach der Pause vermehrt aufgeboten werden können.
KADERQUALITÄT:
Als mutmaßliche Stammelf dürfte gelten: Neuer, Süle, Alaba, Pavard, Davies, Kimmich, Goretzka, Müller, Gnabry, Sané, Lewandowski. Bis auf den Abgang von Thiago (und Boateng, der aber immer noch zu Verfügung steht) ist das die Truppe, die vor einigen Wochen Europas Thron erklommen hat. Und auch ohne Thiago stellte diese Mannschaft ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis; u.a. das 7:2 bei Tottenham, das 1:0 in Dortmund oder das DFB-Pokalfinale wurde mit einer Stammformation ohne ihn begonnen. Hinzu kommen in (fast) jedem Mannschaftsteil Spieler auf dem erforderlichen Mindestniveau, so dass einzelne Ausfälle, wie der von Pavard beim Turnier in Lissabon, so aufgefangen werden können, dass weiterhin gegen jeden Gegner gewonnen werden kann. Nur Ausfälle von Neuer oder Lewandowski könnten uns weiterhin bereits dann vor Probleme stellen - trotz der Neuzugänge auf beiden Positionen.
Die Absicherungs-Thematik ist ja ein Lieblingsthema von mir; nur nochmal kurz für die, die das noch nicht bis zum Abwinken von mir gelesen haben: Ich glaube, dass zur Erreichung der höchsten Ziele nicht viel passieren darf; dass bei unglücklichen Umständen auch eine größtmögliche Absicherung keine ausreichende Hilfe mehr ist. Absichern tut man dagegen "den Normalfall" und der lautet nicht "CL-Sieg", "Triple" o.ä., sondern bspw. "Meisterschaft" oder "gegen unterlegene Gegner weiterkommen". Genau für letztgenannte Ziele sollte der breitere Kader eine Hilfe sein, so dass bspw. in einem Ligaspiel 3 Tage nach 120 Minuten gg. Sevilla kein unausgereiftes Talent (Zirkzee) sowie diverse überspielte Spieler mehr auflaufen müssen und damit eine bessere Chance auf ein gute Ergebnis besteht. Und auch bei hypothetischem Aufbieten der kompletten 2. Garde (und außer Acht lassend, dass bei ihr Spielpraxis und Automatismen nicht auf dem höchsten Level wären) sollte gegen fast alle Liga-Gegner der Favorit "FC Bayern" lauten.
(Weshalb ich hier v.a. den Kader als Ganzes betrachte und keine relativen Veränderungen auf Einzelspieler-Basis, habe ich u.a. hier erläutert.)
BESTÄNDIGKEIT:
Hierzu ein paar markante Zeitpunkte und die Zahl der Spieler, die damals bereits Teil der Mannschaft waren:
Spieler, die noch unter van Gaal trainiert haben: 2 (Müller, Alaba)
Spieler, die das erste Triple gewonnen haben: 5 (Neuer, Boateng, Martínez, Alaba, Müller)
Spieler, die noch unter Guardiola trainiert haben: 8/9 (Triple-Sieger + Kimmich, Coman, Lewandowski + Costa)
Spieler, die 2018 knapp an Real scheiterten: 9 (= Guardiola-Spieler - Costa + Süle + Tolisso)
Spieler, die das zweite Triple gewonnen haben: 15 (gestandene Spieler abzgl. Neuzugänge)
Zieht man nur die "gestandenen Spieler" heran, so waren vom diesjährigen Kader nur 15 von 22 Leuten = 68% beim Triple-Gewinn vor ein paar Wochen dabei. Das ist wenig... Betrachtet man hingegen die Eckpunkte "Guardiola" und "Real/Heynckes 2018", so stellt sich ein recht stabiler Kern dar, der bei den Kadergrößen, wie sie bis vor kurzem üblich waren, ungefähr die Hälfte ausgemacht hat. Kürzlich, ich glaube von @Riga2011 , negativ gedeutet: Die meisten Schlüsselspieler waren bereits vor Salihamidzic da. Meine dem entgegen stehende Interpretation: Es haben sich halt die Spieler mit dem spielerischen und charakterlichen Niveau für viele Jahre FCB als "Kern" gehalten und es entspricht auch der Aufgabe eines SD, dies zu erkennen und fähige Leute nicht aus bloßem Veränderungswillen auszutauschen. Kaderergänzer verweilen meiner Beobachtung nach prinzipiell kürzer bei ihren Clubs - wobei das Drittel neuer Spieler zur neuen Saison schon einen hohen Wert darstellt.
GRUPPENDYNAMIK:
Der wohl am schwersten zu beurteilende Aspekt, weil man ihn auf atomistische Weise kaum prognostizieren kann. Als gesichert darf der Ist-Zustand des letztjährigen Kaders angesehen - und der war nahe am Optimum:
Joshua Kimmich: "Es ist gar nicht so wirklich zu beschreiben, was man empfindet, mit so einer Truppe auf dem Platz zu stehen" sagte ein sichtbar emotionaler Kimmich. "Wenn man mit Brüdern so einen Titel gewinnt, ist es das Maximum, das man erreichen kann."
KHR: "Ich habe selten einen verschworeneren Haufen erlebt als diese Truppe"
Thomas Müller mit Bezug zu einer Aussage von Mario Gomez: "Er sagt, wir streiten uns aktuell, wer den Fehler des anderen ausbügeln darf. So sehe das aus. Die Qualität ist super, die Mentalität ist super und dann haben wir Manuel Neuer im Tor."
Thomas Müller: "Der Haufen ist Wahnsinn, von A-Z." (ZDF-Übertragung, ~ Min. 131)
Und jetzt, vor Beginn neuen Saison (und vermutlich noch mit Rückblick auf die alte), Hansi Flick: Motivationsprobleme? "Das glaube ich nicht, denn ich kenne den Charakter der Mannschaft."
Bliebe also alles beim Alten, dürfte man davon ausgehen, dass man sich dahingehend weiter am Optimum bewegt. Aber allein schon der Erfolg erzeugt eine Veränderung; die normale Reaktion wären Saturiertheitsgefühle. Zwar konnten fünf Spieler den Triple-Triumph nun wiederholen, aber für den Großteil der Mannschaft war er eben neu. Jetzt ist das Verhältnis von CL-Siegern zu "noch Unvollendeten" anders herum. Die große Fluktuation könnte dabei hilfreich sein ("neue Reize setzen").
Einen mindestens so großen Anteil an der Gruppendynamik dürfte aber das Wechselspiel einzelner Charaktere haben. Guckt man auf einzelne Spieler, könnte Costa ein Risiko darstellen (auch wenn man es als positiv bemerken darf, dass sich seine früheren Kollegen nachhaltig für ihn einsetzten), Choupo-Moting ein Pluspunkt sein etc., aber das führt mich als Außenstehenden vermutlich nicht auf die richtige Spur. Ich möchte es daher mit einer grundsätzlichen Betrachtung versuchen: Zwar kann man durch die Zusammenstellung einzelner Charaktere + aktives Eingreifen, bspw. von SD-Seite her, Einfluss auf die Gruppendynamik nehmen, aber es dürfte dennoch einen nennenswerten Anteil an unprognostizierbaren Prozessen geben. Bei der Teamzusammenstellung muss einem also, trotz charakterlicher Prüfung bei der Personalakquise, auch das Glück etwas zur Seite stehen. Geht man nun davon aus, dass sich dieser Zufallsparameter statistisch gleich verteilt zwischen "schlecht" und "gut" und zudem davon, dass wir nahe des Optimums starten, so stellt die im vorangegangenen Punkt thematisierte große Fluktuation an sich eine Gefahr dar, denn das Glück, das uns zu einem perfekten Team verhalf wird nun durch einen tendenziell niedrigeren Durchschnitt ersetzt.
Man kann also nur hoffen, dass
- die verbliebenen positiven Charaktereigenschaften,
- das Setzen neuer Reizpunkte durch verschärfte Konkurrenzsituation
- nebst dem Ausgleich etwaiger Saturiertheit durch den Titelhunger der Neuen,
- das Zusammenspiel bei neuen zwischenmenschlichen Bindungen
- und die Moderation v.a. durch den Cheftrainer
erneut eine Gruppendynamik hervorbringt, die die Erreichung ganz großer Ziele befähigt. Hilfreich könnte sein, dass die Hierarchie durch die Neuen kaum durcheinandergewirbelt werden wird - dies ermöglicht der stabile, langjährige Kern.
FAZIT:
Im Prinzip sollte der FCB wieder zur Erreichung des maximalen Erfolgs befähigt sein; zumindest erkenne ich keine dem entgegenstehende Unterschreitung von Mindestkriterien. Trotz Thiago-Abgang ist die reine Qualität des Kaders mEn stark genug dafür und auch die Kaderbreite scheint nun für den straffen Terminplan zu wappnen. Einen entscheidenden Anteil dürfte der Aspekt der Gruppendynamik sein, der schwer kalkulierbar ist - zu unklar erscheinen die Auswirkungen der erreichten Erfolge sowie der größeren Umwälzungen innerhalb des Teams. FCB-spezifische Risiken, wie die mangelnde Vorbereitung wegen des langen CL-Turniers oder eine verschleppte Übermüdung des kleinen Kaders in den Anfangswochen lassen sich mit den vorgenommenen Betrachtungen nicht aus der Welt schaffen.
Trotz des Titel-Hattricks von Real Madrid ist als Normalfall eines CL-Siegs jedoch weiterhin anzusehen, dass eine Titelverteidigung nicht gelingt - vermutlich wegen im Vergleich zum Vorjahr ungünstigeren Umständen, inkl. der nicht beeinflussbaren Faktoren der Gruppendynamik. Tippen würde ich daher auf den FCB-Normalfall: Meisterschaft (+ ggf. Pokal).
KADERGRÖßE:
Spätestens seit LvG mit seinen Formeln daherkam, ist es ja üblich, in gestandene Spieler und Talente zu unterscheiden. Nachdem ein "Wandler zwischen den Welten", Cuisance, gegangen ist & Zirkzee im letzten Moment (erfolglos) zur Leihe ausgeschrieben wurde, fällt mir eine Zuschreibung aller Kaderspieler nicht schwer:
gestandene Feldspieler, die gegen jeden Gegner gebracht werden können: Süle, Boateng, Alaba, Hernández, Pavard, Sarr, Davies, Nianzou (?), Kimmich, Goretzka, Tolisso, Roca, Martínez, Müller, Gnabry, Sané, Coman, Costa, Lewandowski, Choupo-Moting
entwicklungsbedürftige Talente, die eher in der "Garbage-Time" zu Minuten kommen: Richards, Mbi, Musiala, Dantas (?), Zirkzee, (Tillmann)
-> Feldspieler: 20+5 (Weshalb ich hierbei den verletzten Tillmann nicht zähle, siehe weiter unten)
Bereits vor geraumer Zeit wurde bekannt, welche Kadergröße sich Hans Flick wünscht: Einen 20+4-Kader, der ihm damit erfüllt wurde
Nun ein Vergleich mit dem Vorjahr, wozu ich kurz ausholen muss: Mit einem breiten Kader versucht man ja, Belastungen zu steuern und Ausfälle zu kompensieren - per Planungszeitpunkt: Unbestimmte, statistische Ausfälle. Steht per Planungszeitpunkt hingegen jmd. bereits als langfristiger Ausfall fest, so dürfte die Bestrebung nicht sein, ihn in den statistischen Ausfällen untergehen zu lassen und darauf zu hoffen, dass man dann bei den anderen Leuten um so mehr Glück hat, sondern die Kaderbreite sollte dann die statistischen Ausfälle des jetzt fitten Restkaders auffangen. Hinzu kommt, dass für aussagekräftige Analysen gleichartige Parameter verglichen werden sollten. Für einen Abgleich des FCB-Kaders per aktuellem Planungszeitpunkt drängt sich daher auch der Vorjahres-PLAN-Kader auf. Aufgrund konkreter Begebenheiten unterscheide ich dabei nochmals in Vorrunde und Rückrunde:
gestandene Feldspieler, Hinrunde 2019/20 (Plan): Süle, Hernández, Pavard, Boateng, Kimmich, Alaba, Thiago, Goretzka, Tolisso, Martínez, Müller, Coutinho, Coman, Gnabry, Perisic, Lewandowski
Talente: Cuisance, Davies, Arp
-> Feldspieler: 16+3
und dgl. für die Rückrunde, für die Odriozola hinzukam, Süle aber per Planungszeitpunkt als langfristiger Ausfall feststand:
gestandene Feldspieler, Rückrunde 2019/20 (Plan): Boateng, Alaba, Hernández, Pavard, Odriozola, Davies, Kimmich, Thiago, Goretzka, Tolisso, Martínez, Müller, Coutinho, Coman, Gnabry, Perisic, Lewandowski
Talente: Cuisance, Zirkzee, Dajaku (?)
-> Feldspieler: 17+3
Auch wenn es lange Zeit so aussah, als würde dem Kader 2020/21 ein enormer Verlust an Erfahrung drohen, lässt sich hierbei also feststellen: Das Gegenteil ist der Fall; konkret wurde an den hinteren Kaderplätzen einiges an kurzfristiger Qualität und Erfahrung hinzugepackt. Hierbei sei zudem erwähnt, was gestern schon wer (hab vergessen, wer) bemerkte: Die letzten Zugänge sind allesamt keine Nationalspieler (mehr), womit während der Länderspielpause immerhin 8 (gestandene) Spieler inkl. TW weiterhin dem FCB-Training bewohnen und ggf. im unmittelbaren Spiel nach der Pause vermehrt aufgeboten werden können.
KADERQUALITÄT:
Als mutmaßliche Stammelf dürfte gelten: Neuer, Süle, Alaba, Pavard, Davies, Kimmich, Goretzka, Müller, Gnabry, Sané, Lewandowski. Bis auf den Abgang von Thiago (und Boateng, der aber immer noch zu Verfügung steht) ist das die Truppe, die vor einigen Wochen Europas Thron erklommen hat. Und auch ohne Thiago stellte diese Mannschaft ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis; u.a. das 7:2 bei Tottenham, das 1:0 in Dortmund oder das DFB-Pokalfinale wurde mit einer Stammformation ohne ihn begonnen. Hinzu kommen in (fast) jedem Mannschaftsteil Spieler auf dem erforderlichen Mindestniveau, so dass einzelne Ausfälle, wie der von Pavard beim Turnier in Lissabon, so aufgefangen werden können, dass weiterhin gegen jeden Gegner gewonnen werden kann. Nur Ausfälle von Neuer oder Lewandowski könnten uns weiterhin bereits dann vor Probleme stellen - trotz der Neuzugänge auf beiden Positionen.
Die Absicherungs-Thematik ist ja ein Lieblingsthema von mir; nur nochmal kurz für die, die das noch nicht bis zum Abwinken von mir gelesen haben: Ich glaube, dass zur Erreichung der höchsten Ziele nicht viel passieren darf; dass bei unglücklichen Umständen auch eine größtmögliche Absicherung keine ausreichende Hilfe mehr ist. Absichern tut man dagegen "den Normalfall" und der lautet nicht "CL-Sieg", "Triple" o.ä., sondern bspw. "Meisterschaft" oder "gegen unterlegene Gegner weiterkommen". Genau für letztgenannte Ziele sollte der breitere Kader eine Hilfe sein, so dass bspw. in einem Ligaspiel 3 Tage nach 120 Minuten gg. Sevilla kein unausgereiftes Talent (Zirkzee) sowie diverse überspielte Spieler mehr auflaufen müssen und damit eine bessere Chance auf ein gute Ergebnis besteht. Und auch bei hypothetischem Aufbieten der kompletten 2. Garde (und außer Acht lassend, dass bei ihr Spielpraxis und Automatismen nicht auf dem höchsten Level wären) sollte gegen fast alle Liga-Gegner der Favorit "FC Bayern" lauten.
(Weshalb ich hier v.a. den Kader als Ganzes betrachte und keine relativen Veränderungen auf Einzelspieler-Basis, habe ich u.a. hier erläutert.)
BESTÄNDIGKEIT:
Hierzu ein paar markante Zeitpunkte und die Zahl der Spieler, die damals bereits Teil der Mannschaft waren:
Spieler, die noch unter van Gaal trainiert haben: 2 (Müller, Alaba)
Spieler, die das erste Triple gewonnen haben: 5 (Neuer, Boateng, Martínez, Alaba, Müller)
Spieler, die noch unter Guardiola trainiert haben: 8/9 (Triple-Sieger + Kimmich, Coman, Lewandowski + Costa)
Spieler, die 2018 knapp an Real scheiterten: 9 (= Guardiola-Spieler - Costa + Süle + Tolisso)
Spieler, die das zweite Triple gewonnen haben: 15 (gestandene Spieler abzgl. Neuzugänge)
Zieht man nur die "gestandenen Spieler" heran, so waren vom diesjährigen Kader nur 15 von 22 Leuten = 68% beim Triple-Gewinn vor ein paar Wochen dabei. Das ist wenig... Betrachtet man hingegen die Eckpunkte "Guardiola" und "Real/Heynckes 2018", so stellt sich ein recht stabiler Kern dar, der bei den Kadergrößen, wie sie bis vor kurzem üblich waren, ungefähr die Hälfte ausgemacht hat. Kürzlich, ich glaube von @Riga2011 , negativ gedeutet: Die meisten Schlüsselspieler waren bereits vor Salihamidzic da. Meine dem entgegen stehende Interpretation: Es haben sich halt die Spieler mit dem spielerischen und charakterlichen Niveau für viele Jahre FCB als "Kern" gehalten und es entspricht auch der Aufgabe eines SD, dies zu erkennen und fähige Leute nicht aus bloßem Veränderungswillen auszutauschen. Kaderergänzer verweilen meiner Beobachtung nach prinzipiell kürzer bei ihren Clubs - wobei das Drittel neuer Spieler zur neuen Saison schon einen hohen Wert darstellt.
GRUPPENDYNAMIK:
Der wohl am schwersten zu beurteilende Aspekt, weil man ihn auf atomistische Weise kaum prognostizieren kann. Als gesichert darf der Ist-Zustand des letztjährigen Kaders angesehen - und der war nahe am Optimum:
Joshua Kimmich: "Es ist gar nicht so wirklich zu beschreiben, was man empfindet, mit so einer Truppe auf dem Platz zu stehen" sagte ein sichtbar emotionaler Kimmich. "Wenn man mit Brüdern so einen Titel gewinnt, ist es das Maximum, das man erreichen kann."
KHR: "Ich habe selten einen verschworeneren Haufen erlebt als diese Truppe"
Thomas Müller mit Bezug zu einer Aussage von Mario Gomez: "Er sagt, wir streiten uns aktuell, wer den Fehler des anderen ausbügeln darf. So sehe das aus. Die Qualität ist super, die Mentalität ist super und dann haben wir Manuel Neuer im Tor."
Thomas Müller: "Der Haufen ist Wahnsinn, von A-Z." (ZDF-Übertragung, ~ Min. 131)
Und jetzt, vor Beginn neuen Saison (und vermutlich noch mit Rückblick auf die alte), Hansi Flick: Motivationsprobleme? "Das glaube ich nicht, denn ich kenne den Charakter der Mannschaft."
Bliebe also alles beim Alten, dürfte man davon ausgehen, dass man sich dahingehend weiter am Optimum bewegt. Aber allein schon der Erfolg erzeugt eine Veränderung; die normale Reaktion wären Saturiertheitsgefühle. Zwar konnten fünf Spieler den Triple-Triumph nun wiederholen, aber für den Großteil der Mannschaft war er eben neu. Jetzt ist das Verhältnis von CL-Siegern zu "noch Unvollendeten" anders herum. Die große Fluktuation könnte dabei hilfreich sein ("neue Reize setzen").
Einen mindestens so großen Anteil an der Gruppendynamik dürfte aber das Wechselspiel einzelner Charaktere haben. Guckt man auf einzelne Spieler, könnte Costa ein Risiko darstellen (auch wenn man es als positiv bemerken darf, dass sich seine früheren Kollegen nachhaltig für ihn einsetzten), Choupo-Moting ein Pluspunkt sein etc., aber das führt mich als Außenstehenden vermutlich nicht auf die richtige Spur. Ich möchte es daher mit einer grundsätzlichen Betrachtung versuchen: Zwar kann man durch die Zusammenstellung einzelner Charaktere + aktives Eingreifen, bspw. von SD-Seite her, Einfluss auf die Gruppendynamik nehmen, aber es dürfte dennoch einen nennenswerten Anteil an unprognostizierbaren Prozessen geben. Bei der Teamzusammenstellung muss einem also, trotz charakterlicher Prüfung bei der Personalakquise, auch das Glück etwas zur Seite stehen. Geht man nun davon aus, dass sich dieser Zufallsparameter statistisch gleich verteilt zwischen "schlecht" und "gut" und zudem davon, dass wir nahe des Optimums starten, so stellt die im vorangegangenen Punkt thematisierte große Fluktuation an sich eine Gefahr dar, denn das Glück, das uns zu einem perfekten Team verhalf wird nun durch einen tendenziell niedrigeren Durchschnitt ersetzt.
Man kann also nur hoffen, dass
- die verbliebenen positiven Charaktereigenschaften,
- das Setzen neuer Reizpunkte durch verschärfte Konkurrenzsituation
- nebst dem Ausgleich etwaiger Saturiertheit durch den Titelhunger der Neuen,
- das Zusammenspiel bei neuen zwischenmenschlichen Bindungen
- und die Moderation v.a. durch den Cheftrainer
erneut eine Gruppendynamik hervorbringt, die die Erreichung ganz großer Ziele befähigt. Hilfreich könnte sein, dass die Hierarchie durch die Neuen kaum durcheinandergewirbelt werden wird - dies ermöglicht der stabile, langjährige Kern.
FAZIT:
Im Prinzip sollte der FCB wieder zur Erreichung des maximalen Erfolgs befähigt sein; zumindest erkenne ich keine dem entgegenstehende Unterschreitung von Mindestkriterien. Trotz Thiago-Abgang ist die reine Qualität des Kaders mEn stark genug dafür und auch die Kaderbreite scheint nun für den straffen Terminplan zu wappnen. Einen entscheidenden Anteil dürfte der Aspekt der Gruppendynamik sein, der schwer kalkulierbar ist - zu unklar erscheinen die Auswirkungen der erreichten Erfolge sowie der größeren Umwälzungen innerhalb des Teams. FCB-spezifische Risiken, wie die mangelnde Vorbereitung wegen des langen CL-Turniers oder eine verschleppte Übermüdung des kleinen Kaders in den Anfangswochen lassen sich mit den vorgenommenen Betrachtungen nicht aus der Welt schaffen.
Trotz des Titel-Hattricks von Real Madrid ist als Normalfall eines CL-Siegs jedoch weiterhin anzusehen, dass eine Titelverteidigung nicht gelingt - vermutlich wegen im Vergleich zum Vorjahr ungünstigeren Umständen, inkl. der nicht beeinflussbaren Faktoren der Gruppendynamik. Tippen würde ich daher auf den FCB-Normalfall: Meisterschaft (+ ggf. Pokal).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von username am 07.10.2020 um 03:38 Uhr bearbeitet
21.05.2021 - 10:31 Uhr
Eine kleine Kaderkalkulation – Teil 3.
Bereits mit Abschluss der Saison 18/19 und mit Abschluss der Saison 19/20 habe ich eine kleinen Überblick über den aktuellen Stand der damaligen Kader aufgeführt und basierend auf meinen Vorstellungen zu einem ausgewogenen Kader für mich (!) notwendige Optionen aufgelistet.
Rückblickend betrachtet passten meine Einschätzungen bisher recht gut mit den zukünftigen Transfers des Vereins überein, sodass ich auch nach Abschluss der Saison 20/21 eine kleiner Kaderkalkulation durchführen möchte.
Was ist die perfekte Kadergröße?
Ausgehend davon, dass man 11 Startelfspieler + 9 Bankspieler fest einplanen muss, sollte jeder Positionsbereich (meiner Meinung nach) noch mindestens einen weiteren Spieler besitzen. Dies würde bei fünf Bereichen (Tor, Abwehr, def. Mittelfeld, off. Mittelfeld und Angreifer) insgesamt 25 Spieler machen. LvG nannte früher mal die Zahl von 23 + Talente als optimale Kadergröße; ich würde sie aber, Corona-bedingt und weil (voraussichtlich nach wie vor) mehr Auswechslungen möglich sein werden, auf 25 + Talente erhöhen.
Welche Formation wird gespielt?
Laut TM-Datenbank ist unsere häufigste Formation 4-2-3-1 (seltener 4-3-3 offensiv), wobei (meiner Meinung nach) diese Formationen identisch betrachtet werden können. Unter Nagelsmann könnte sich dies ändern, dies bleibt jedoch unberücksichtigt.
Welche Anzahl an Spieler pro Position wird benötigt?
Tor: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Abwehr: 8 (4 Stamm, 3 Bank, 1 Ersatz)
def. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
off. Mittelfeld: 6 (3 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
Angreifer: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Was gibt unser Kader momentan her?
Laut TM-Datenbank stehen momentan 27 Spieler in unserem Profi-Kader. Hiervon möchte ich folgende Spieler abziehen: Boateng, Alaba, Stanisic, Dantas, Martinez, Scott und Costa, da sie entweder aufgerückte Jugendspieler sind oder zur neuen Saison nicht mehr im Verein sein werden. Hinzufügen möchte ich bereits den Zugang Upamecano. Dadurch reduziert sich die aktuelle Anzahl an Profis auf 21 Spieler. Aufgeteilt bedeutet dies:
Tor: 3
Abwehr: 7
def. Mittelfeld: 4
off. Mittelfeld: 5
Angreifer: 2
Für meine Idelvorstellung besitzen wir momentan – rein quantitativ – jeweils in jedem Kaderbereich (außer im Tor) einen Spieler zu wenig.
Der Kader im Detail:
Tor:
Stamm: Neuer; Bank: Nübel; Ersatz: Hoffmann.
Quantitativ und qualitativ könnte man mit diesen drei Spielern ohne Probleme in die Saison gehen. Problematisch ist jedoch, dass die Personalie Nübel eine Leihe bevorzugt. Daher benötigt es hier einen erfahrenen Bundesligatorwart als Ersatzmann für Neuer. Sollte Hoffmann den nächsten Schritt machen, könnte Leihrückkehrer Früchtl zunächst als 3. TW + 1. TW Bayern Amateure wieder aufgebaut werden.
Abwehr:
Stamm: Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies.
Bank: Sarr (RV), Süle (RIV), Mr. W (LV)
Ersatz: Nianzou (LIV)
Die Stammverteidigung empfinde ich als stark und passend. Mit Süle – wenn er zu alter Leistung zurückkehrt – hätte man einen dritten gleichwertigen IV im Kader und die Baustelle sollte abgedeckt sein. Nianzou hat schon seine Qualitäten angedeutet, sollte aber durch die vielen Rückschläge erst einmal wieder herangeführt werden und diese Saison sich seine Spielanteile weiter erarbeiten.
Der größte Druck ist derzeit auf den Außenpositionen. Sarr hat bisher qualitativ nicht angedeutet, dass er hier einen Mehrwert aufbringen kann. Die LV-Position ist derzeit nicht doppelt besetzt, da Hernandez fest in der IV eingeplant zu sein scheint.
Def. Mittelfeld:
Stamm: Kimmich, Goretzka
Bank: Mr. X, Tolisso
Ersatz: Roca
Die Stammspieler lesen sich natürlich nicht schlecht. Auf der Bank ist dagegen das Problem, dass Tolisso zwar einen Goretzka in der Bundesliga ohne Probleme ersetzen könnte, aber auch erstmal wieder an diese Leistung herankommen muss. Für Kimmich gibt es derzeit im Kader keinen direkten Ersatzspieler. Roca verfügt zwar über die Spielmacher-Qualitäten, jedoch müssten seine Schwächen durch eine Systemumstellung gedeckt werden, falls er Kimmich ersetzen müsste. Als Teil der Rotation oder als Teil eines Systemwechsels sehe ich Roca als ausreichend an.
Offensives Mittelfeld:
Stamm: Gnarby, Müller, Sane
Bank: Coman, Musiala
Ersatz: Mr. Y
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Je nach Verfassung (und das ist bei unseren OA häufig der Fall) variieren natürlich die Einsatzzeiten. Hier hätte ich gerne noch einen weiteren Spieler. Vielleicht einen älteren Spieler, der mit wenig Spielzeit zufrieden wäre, aber im Zweifel immer gebracht werden kann. So wird kein Weg verbaut, jedoch hat man einen zuverlässigen Spieler, falls die OAs außer Form sind.
Angriff:
Stamm: Lewandowski; Bank: EMCM; Ersatz: Mr. Z
Ich habe zwar gesagt, dass im idealisierten Kader noch ein dritter Stürmer gebraucht wird, jedoch hätte ich hier kein Problem, wenn es sich um einen OA handeln würde, der zudem noch eine weitere Option im offensiven Mittelfeld darstellt, um dort unsere Verletzungssorgen weiter minimieren zu können.
Zusammengefasst:
Das Tor ist qualitativ derzeit unser geringstes Problem. Jedoch werden hier entweder Veränderungen auftreten oder es kann zu unnötigen Streitereien durch die Nübel-Seite kommen. Eine Leihe würde wohl allen Seiten mehr bringen, sodass ein neuer Ersatzmann verpflichtet werden muss. Die Stelle des TW Nr. 3 sollte durch Hoffmann oder Früchtl adäquat abgedeckt sein.
In der Abwehr fehlt ein qualitativ starker Ersatzmann für die RV-Position. Der Ersatzmann für die LV-Position soll mit O. Richards gefüllt werden, jedoch habe ich noch keine offizielle Verkündung gefunden.
Im def. Mittelfeld gefällt mir die Zusammensetzung noch überhaupt nicht. Die Stammspieler sind mehr als in Ordnung. Tolisso als Back-Up für Goretzka ist ausreichend, wenn er sich von seiner Verletzung erholen sollte. Roca ist kein idealer Ersatzmann für Kimmich, aber ein guter Ersatzmann bezüglich einer Systemumstellung. Hier fehlt der direkte Ersatz für Kimmich, um unser System beizubehalten.
Im off. Mittelfeld sind die Stammspieler und Bankspieler qualitativ gut aufgestellt. Die Spieler verfügen über ein gutes Skillset und können sich durch ihre Formschwankungen gut ergänzen. Dennoch hätte ich hier gerne noch einen erfahrenen Spieler, der nicht von solch starken Formschwankungen betroffen ist und immer auf einen annehmbaren Level agiert (vgl. Perisic).
Im Sturm sind wir an sich so gut aufgestellt, dass ich gerne den Ersatzmann hier streichen möchte und einen weiteren, optionalen (!) OA zu verpflichten, der auch Stürmerqualitäten besitzt.
Wechsel:
Zugänge: TW (Bankspieler), RV (Bankspieler), LV (Bankspieler), DM (Bankspieler), OM (Ersatzspieler),
Optional: OA (Ersatzspieler)
Abgänge: Alle Leihrückkehrer außer (möglicherweise) Früchtl, Sarr, Nübel (Leihe).
Sollten Spieler wie Tolisso oder Süle auch verkauft werden, so sollte ein direkter Ersatz verpflichtet werden.
Nehmt alles gerne auseinander und sagt mir eure Meinung zu meinem Ansatz.
Bereits mit Abschluss der Saison 18/19 und mit Abschluss der Saison 19/20 habe ich eine kleinen Überblick über den aktuellen Stand der damaligen Kader aufgeführt und basierend auf meinen Vorstellungen zu einem ausgewogenen Kader für mich (!) notwendige Optionen aufgelistet.
Rückblickend betrachtet passten meine Einschätzungen bisher recht gut mit den zukünftigen Transfers des Vereins überein, sodass ich auch nach Abschluss der Saison 20/21 eine kleiner Kaderkalkulation durchführen möchte.
Was ist die perfekte Kadergröße?
Ausgehend davon, dass man 11 Startelfspieler + 9 Bankspieler fest einplanen muss, sollte jeder Positionsbereich (meiner Meinung nach) noch mindestens einen weiteren Spieler besitzen. Dies würde bei fünf Bereichen (Tor, Abwehr, def. Mittelfeld, off. Mittelfeld und Angreifer) insgesamt 25 Spieler machen. LvG nannte früher mal die Zahl von 23 + Talente als optimale Kadergröße; ich würde sie aber, Corona-bedingt und weil (voraussichtlich nach wie vor) mehr Auswechslungen möglich sein werden, auf 25 + Talente erhöhen.
Welche Formation wird gespielt?
Laut TM-Datenbank ist unsere häufigste Formation 4-2-3-1 (seltener 4-3-3 offensiv), wobei (meiner Meinung nach) diese Formationen identisch betrachtet werden können. Unter Nagelsmann könnte sich dies ändern, dies bleibt jedoch unberücksichtigt.
Welche Anzahl an Spieler pro Position wird benötigt?
Tor: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Abwehr: 8 (4 Stamm, 3 Bank, 1 Ersatz)
def. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
off. Mittelfeld: 6 (3 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
Angreifer: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Was gibt unser Kader momentan her?
Laut TM-Datenbank stehen momentan 27 Spieler in unserem Profi-Kader. Hiervon möchte ich folgende Spieler abziehen: Boateng, Alaba, Stanisic, Dantas, Martinez, Scott und Costa, da sie entweder aufgerückte Jugendspieler sind oder zur neuen Saison nicht mehr im Verein sein werden. Hinzufügen möchte ich bereits den Zugang Upamecano. Dadurch reduziert sich die aktuelle Anzahl an Profis auf 21 Spieler. Aufgeteilt bedeutet dies:
Tor: 3
Abwehr: 7
def. Mittelfeld: 4
off. Mittelfeld: 5
Angreifer: 2
Für meine Idelvorstellung besitzen wir momentan – rein quantitativ – jeweils in jedem Kaderbereich (außer im Tor) einen Spieler zu wenig.
Der Kader im Detail:
Tor:
Stamm: Neuer; Bank: Nübel; Ersatz: Hoffmann.
Quantitativ und qualitativ könnte man mit diesen drei Spielern ohne Probleme in die Saison gehen. Problematisch ist jedoch, dass die Personalie Nübel eine Leihe bevorzugt. Daher benötigt es hier einen erfahrenen Bundesligatorwart als Ersatzmann für Neuer. Sollte Hoffmann den nächsten Schritt machen, könnte Leihrückkehrer Früchtl zunächst als 3. TW + 1. TW Bayern Amateure wieder aufgebaut werden.
Abwehr:
Stamm: Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies.
Bank: Sarr (RV), Süle (RIV), Mr. W (LV)
Ersatz: Nianzou (LIV)
Die Stammverteidigung empfinde ich als stark und passend. Mit Süle – wenn er zu alter Leistung zurückkehrt – hätte man einen dritten gleichwertigen IV im Kader und die Baustelle sollte abgedeckt sein. Nianzou hat schon seine Qualitäten angedeutet, sollte aber durch die vielen Rückschläge erst einmal wieder herangeführt werden und diese Saison sich seine Spielanteile weiter erarbeiten.
Der größte Druck ist derzeit auf den Außenpositionen. Sarr hat bisher qualitativ nicht angedeutet, dass er hier einen Mehrwert aufbringen kann. Die LV-Position ist derzeit nicht doppelt besetzt, da Hernandez fest in der IV eingeplant zu sein scheint.
Def. Mittelfeld:
Stamm: Kimmich, Goretzka
Bank: Mr. X, Tolisso
Ersatz: Roca
Die Stammspieler lesen sich natürlich nicht schlecht. Auf der Bank ist dagegen das Problem, dass Tolisso zwar einen Goretzka in der Bundesliga ohne Probleme ersetzen könnte, aber auch erstmal wieder an diese Leistung herankommen muss. Für Kimmich gibt es derzeit im Kader keinen direkten Ersatzspieler. Roca verfügt zwar über die Spielmacher-Qualitäten, jedoch müssten seine Schwächen durch eine Systemumstellung gedeckt werden, falls er Kimmich ersetzen müsste. Als Teil der Rotation oder als Teil eines Systemwechsels sehe ich Roca als ausreichend an.
Offensives Mittelfeld:
Stamm: Gnarby, Müller, Sane
Bank: Coman, Musiala
Ersatz: Mr. Y
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Je nach Verfassung (und das ist bei unseren OA häufig der Fall) variieren natürlich die Einsatzzeiten. Hier hätte ich gerne noch einen weiteren Spieler. Vielleicht einen älteren Spieler, der mit wenig Spielzeit zufrieden wäre, aber im Zweifel immer gebracht werden kann. So wird kein Weg verbaut, jedoch hat man einen zuverlässigen Spieler, falls die OAs außer Form sind.
Angriff:
Stamm: Lewandowski; Bank: EMCM; Ersatz: Mr. Z
Ich habe zwar gesagt, dass im idealisierten Kader noch ein dritter Stürmer gebraucht wird, jedoch hätte ich hier kein Problem, wenn es sich um einen OA handeln würde, der zudem noch eine weitere Option im offensiven Mittelfeld darstellt, um dort unsere Verletzungssorgen weiter minimieren zu können.
Zusammengefasst:
Das Tor ist qualitativ derzeit unser geringstes Problem. Jedoch werden hier entweder Veränderungen auftreten oder es kann zu unnötigen Streitereien durch die Nübel-Seite kommen. Eine Leihe würde wohl allen Seiten mehr bringen, sodass ein neuer Ersatzmann verpflichtet werden muss. Die Stelle des TW Nr. 3 sollte durch Hoffmann oder Früchtl adäquat abgedeckt sein.
In der Abwehr fehlt ein qualitativ starker Ersatzmann für die RV-Position. Der Ersatzmann für die LV-Position soll mit O. Richards gefüllt werden, jedoch habe ich noch keine offizielle Verkündung gefunden.
Im def. Mittelfeld gefällt mir die Zusammensetzung noch überhaupt nicht. Die Stammspieler sind mehr als in Ordnung. Tolisso als Back-Up für Goretzka ist ausreichend, wenn er sich von seiner Verletzung erholen sollte. Roca ist kein idealer Ersatzmann für Kimmich, aber ein guter Ersatzmann bezüglich einer Systemumstellung. Hier fehlt der direkte Ersatz für Kimmich, um unser System beizubehalten.
Im off. Mittelfeld sind die Stammspieler und Bankspieler qualitativ gut aufgestellt. Die Spieler verfügen über ein gutes Skillset und können sich durch ihre Formschwankungen gut ergänzen. Dennoch hätte ich hier gerne noch einen erfahrenen Spieler, der nicht von solch starken Formschwankungen betroffen ist und immer auf einen annehmbaren Level agiert (vgl. Perisic).
Im Sturm sind wir an sich so gut aufgestellt, dass ich gerne den Ersatzmann hier streichen möchte und einen weiteren, optionalen (!) OA zu verpflichten, der auch Stürmerqualitäten besitzt.
Wechsel:
Zugänge: TW (Bankspieler), RV (Bankspieler), LV (Bankspieler), DM (Bankspieler), OM (Ersatzspieler),
Optional: OA (Ersatzspieler)
Abgänge: Alle Leihrückkehrer außer (möglicherweise) Früchtl, Sarr, Nübel (Leihe).
Sollten Spieler wie Tolisso oder Süle auch verkauft werden, so sollte ein direkter Ersatz verpflichtet werden.
Nehmt alles gerne auseinander und sagt mir eure Meinung zu meinem Ansatz.
05.07.2021 - 12:23 Uhr
Die Schreckensszenarien reißen hier nicht ab. Der Untergang des FC Bayern München und damit verbunden der des Abendlandes scheinen beschlossen. Der FC Bayern verfügt nur noch über einen drittklassigen Kader der froh sein muss, wenn er sich für die Europa-League qualifiziert. Der Kader soll deutlich schwächer sein, als noch vor einigen Jahren. Gut, dann machen wir uns mal die Mühe, und vergleichen den Kader mal mit dem Kader von 2019/20, der, so habe ich zumindest in Erinnerung, nicht so schlecht gewesen sein soll.
Tor:
Manuel Neuer gegenüber Manuel Neuer. Veränderung: Keine!
Sven Ulreich gegenüber Sven Ulreich. Veränderung: Keine!
Gesamtsituation Tor: Neuer wirkt nicht schwächer als vor 2 Jahren, Ulreichs Leistungen beim HSV sind nicht seriös zu bewerten. Welcher HSV-Spieler ist da in den letzten 10 Jahren nicht schlechter gewesen, als vorher oder nachher im anderen Verein.
RAV:
Benjamin Pavard gegenüber Benjamin Pavard. Veränderung: Keine!
Bouna Sarr gegenüber Alvaro Odirozola. Veränderung: Nur der Name!
Gesamtsituation: Ich bin und bleibe ein Freund von Benjamin Pavard. Seine defensive Stabilität nehme ich als beruhigendes Element und ideales Pendant zu den offensiven Qualitäten und defensiven Schwächen von Alphonso Davies wahr. Bouna Sarr ist sicher schlecht, aber Odriozola fand ich persönlich nicht besser. Aber wir haben auch noch Chris Richards und Niklas Süle, die einen beseren Backup abgeben können, als es Sarr ist und Odriozola war. Da ich davon ausgehe, dass Pavard wieder die Form von 2019/20 erreicht, sind wir, so seltsam es klingt, auf der Position besser, als wir 2019/20 gewesen sind.
RIV:
Dayot Upamecano gegen Jerome Boateng. Veränderung: Jünger, schneller besser!
Niklas Süle gegen Niklas Süle: Veränderung: Ein fitter Niklas Süle gegen einen schwer verletzten Niklas Süle. Viel besser
Gesamtsituation: Auch wenn Jerome Boateng keine schlechte Saison gespielt hat, haben wir viele Gegentore gefangen. Und 2019/20 war er nicht einmal so gut. Das sollte Upamecano mehr als ersetzen können. Süle war 2019/20 kein Faktor und ist jetzt fit zurück. Klares Upgrade.
LIV:
Lucas Hernandez gegen David Alaba. Veränderung Ein echter Verteidiger gegenüber einem "Spielmacher".
Tanguy Nianzou gegenüber Javi Martinez. Veränderung: Jünger und Schneller.
Gesamtsituation: Für mich ein Upgrade. Der Alaba 2019/20 war zwar besser, als der von 2020/21, aber der fitte Lucas Hernandez hat sehr viele von uns im letzten Jahr begeistert und fast niemand hat verstanden, warum Flick ständig Alaba vorgezogen hat.
Und Nianzou hat unglaubliches Potential, während der Javi 2019/20 nicht mehr der Javi aus 2012/13 gewesen ist.
LV:
Alpohnso Davies gegenüber Alphonso Davies. Keine Veränderung!
Omar Richards gegenüber Lucas Hernandez. Erst einmal eine Schwächung
Gesamtsituation: Phonzy ist blutjung und hat, völlig normal bei jungen Spielern, ein durchwachsenes 2. Jahr gespielt. Ähnlich wie bei Pavard war das gegen Ende der abgelaufenen Saison schon wieder besser.
Omar Richards ist die Wundertüte im Kader. Ich gespannt, kann mir aber im Moment nicht vorstellen, dass er besser ist, als der Hernandez von 2019/20. Insgesamt wohl ein Downgrade.
DM:
Joshua Kimmich gegenüber Joshua Kimmich. Keine Veränderung.
Tanguy Nianzou gegenüber Javi Martinez. Veränderung: Jünger und Schneller.
Gesamtsituation: Aus meiner Sicht sind wir hier nicht schwächer geworden. Punkt!
ZM:
Leon Goretzka gegenüber Leon Goretzka. Eher eine Verbesserung, weil Leon erst seit der Rückrunde 2019/20 im Boss-Modus ist.
Marc Roca gegenüber Thiago. Erstmal eine Verschlechterung.
Corentin Tolisso gegenüber Corentin Tolisso. Da Tolisso 2019/20 viel verletzt war, eine klare Verbesserung.
Michael Cuisance gegenüber Michael Cuisance: Keine Veränderung
Gesamtsituation: Viele trauern hier Thaigo nach. Das tue ich auch. Dennoch muss man, wenn man sachlich an die Sache herangeht, zur Triple-Saison Folgendes festhalten: Thiago war in der Vorrunde der mit Abstand schlechteste Bayern-Spieler. Er hat dann in der Rückrunde 9 BuLi-Spiele und das CL-AF-Hinspiel gegen Chelsea Weltklasse gespielt und sich wieder verletzt. Dann war er in der CL-Runde im August wieder überragend. Aber am Ende stehen nur 13 Spiele, also gut ein Viertel der Saison, in denen er ein Faktor gewesen ist. Auf der anderen Seite hat sich Goretzka in diesen 2 Jahren zu einem Weltklasse-ZM entwickelt und Tolisso ist wieder fit. Ich kann nur eine kleine Verschlechterung erkennen und wer weiß, vielleicht überrascht uns Roca ja noch.
OM:
Thomas Müller gegenüber Thomas Müller! Keine Veränderung
Jamal Musiala gegenüber Coutinho! Bei dem Entwicklungspotential von Jamal für mich keine Verschlechterung, eher das Gegenteil.
Gesamtsituation: Müller wird auch in der neuen Saison nicht schwächer sein und Jamal hat riesiges Potential. Insgesamt sind wir hier stärker.
Flügel:
Kingsley Coman gegenüber Kingsley Coman. Keine Veränderung!
Serge Gnabry gegenüber Serge Gnabry. Keine Veränderung!
Leroy Sanè gegenüber Ivan Perisic. Eher eine Verbesserung!
Gesamtsituation: Gnabry war der Spieler neben Pavard und Davies, der 2020/21 in das größte Loch gefallen war. Wie bei den beiden o.g. habe ich keinen Zweifel daran, dass er wieder sein Niveau von 2019/20 erreicht. Coman war schon in der letzten Saison stabiler als 2019/20 und sollte das bestätigen können. Für Sané gilt das Gleich wie für Süle. Nach einem Jahr zurück im Spielbetrieb hat man einen Kreuzbandriss erst überwunden. Er wird deutlich stärker als 2020/21 und damit ein größerer Faktor als Perisic 2019/20 war, dem ich trotzdem hinterher trauere, weil wir den Spielertyp nicht haben.
MS:
Robert Lewandowski gegenüber Robert Lewandowski: Weltfußballer, nough said!
Eric Maxime Choupo-Moting gegenüber Joshua Zirkzee: Eine Verbesserung
Auch hier haben wir uns zumindest nicht verschlechtert.
Gründe für Optimismus:
1. Müller, Neuer, Lewandowski und EMCM sind die einzigen 30+ Spieler und ich sehe bei allen 4 keinen Leistungsabfall.
2. Gnabry, Pavard und Davies waren letztes Jahr in einem Loch. Sie sind alle jung genug, um aus diesem Loch wieder rauszukommen.
3. Tolisso, Süle und mit Abstrichen Hernandez waren durch Verletzungen 2019/20 nur kleinere Faktoren.. Das könnte sich deutlich ändern.
4. Musiala, Nianzou und Upamecano haben ein riesiges Entwicklungspotential. So etwas besaß 201/20 nur Davies, der weiterhin da ist.
Fazit: Ob der Kader wirklich besser als 2019/20 ist, wird sich zeigen müssen. Aber wenn man einerseits die Spieler nebeneinander legt und zweitens sieht, wer 2019/20 alles verletzt war (Süle, Tolisso, mit Abstrichen Hernandez und Goretzka) bzw. sein Potential nicht annähernd abgerufen hat (Coutinho und große Teil der Saison Thiago), dann wird mir nicht bange. Der Kader ist voll mit Spielern, die gerade auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit ankommen (Pavard, Süle, Hernandez, Kimmich, Goretzka, Coman, Gnabry, Sané) oder noch riesiges Potential haben (Upamecano, Nianzou, Davies, Musiala). Lasset die Spiele beginnen!
Tor:
Manuel Neuer gegenüber Manuel Neuer. Veränderung: Keine!
Sven Ulreich gegenüber Sven Ulreich. Veränderung: Keine!
Gesamtsituation Tor: Neuer wirkt nicht schwächer als vor 2 Jahren, Ulreichs Leistungen beim HSV sind nicht seriös zu bewerten. Welcher HSV-Spieler ist da in den letzten 10 Jahren nicht schlechter gewesen, als vorher oder nachher im anderen Verein.
RAV:
Benjamin Pavard gegenüber Benjamin Pavard. Veränderung: Keine!
Bouna Sarr gegenüber Alvaro Odirozola. Veränderung: Nur der Name!
Gesamtsituation: Ich bin und bleibe ein Freund von Benjamin Pavard. Seine defensive Stabilität nehme ich als beruhigendes Element und ideales Pendant zu den offensiven Qualitäten und defensiven Schwächen von Alphonso Davies wahr. Bouna Sarr ist sicher schlecht, aber Odriozola fand ich persönlich nicht besser. Aber wir haben auch noch Chris Richards und Niklas Süle, die einen beseren Backup abgeben können, als es Sarr ist und Odriozola war. Da ich davon ausgehe, dass Pavard wieder die Form von 2019/20 erreicht, sind wir, so seltsam es klingt, auf der Position besser, als wir 2019/20 gewesen sind.
RIV:
Dayot Upamecano gegen Jerome Boateng. Veränderung: Jünger, schneller besser!
Niklas Süle gegen Niklas Süle: Veränderung: Ein fitter Niklas Süle gegen einen schwer verletzten Niklas Süle. Viel besser
Gesamtsituation: Auch wenn Jerome Boateng keine schlechte Saison gespielt hat, haben wir viele Gegentore gefangen. Und 2019/20 war er nicht einmal so gut. Das sollte Upamecano mehr als ersetzen können. Süle war 2019/20 kein Faktor und ist jetzt fit zurück. Klares Upgrade.
LIV:
Lucas Hernandez gegen David Alaba. Veränderung Ein echter Verteidiger gegenüber einem "Spielmacher".
Tanguy Nianzou gegenüber Javi Martinez. Veränderung: Jünger und Schneller.
Gesamtsituation: Für mich ein Upgrade. Der Alaba 2019/20 war zwar besser, als der von 2020/21, aber der fitte Lucas Hernandez hat sehr viele von uns im letzten Jahr begeistert und fast niemand hat verstanden, warum Flick ständig Alaba vorgezogen hat.
Und Nianzou hat unglaubliches Potential, während der Javi 2019/20 nicht mehr der Javi aus 2012/13 gewesen ist.
LV:
Alpohnso Davies gegenüber Alphonso Davies. Keine Veränderung!
Omar Richards gegenüber Lucas Hernandez. Erst einmal eine Schwächung
Gesamtsituation: Phonzy ist blutjung und hat, völlig normal bei jungen Spielern, ein durchwachsenes 2. Jahr gespielt. Ähnlich wie bei Pavard war das gegen Ende der abgelaufenen Saison schon wieder besser.
Omar Richards ist die Wundertüte im Kader. Ich gespannt, kann mir aber im Moment nicht vorstellen, dass er besser ist, als der Hernandez von 2019/20. Insgesamt wohl ein Downgrade.
DM:
Joshua Kimmich gegenüber Joshua Kimmich. Keine Veränderung.
Tanguy Nianzou gegenüber Javi Martinez. Veränderung: Jünger und Schneller.
Gesamtsituation: Aus meiner Sicht sind wir hier nicht schwächer geworden. Punkt!
ZM:
Leon Goretzka gegenüber Leon Goretzka. Eher eine Verbesserung, weil Leon erst seit der Rückrunde 2019/20 im Boss-Modus ist.
Marc Roca gegenüber Thiago. Erstmal eine Verschlechterung.
Corentin Tolisso gegenüber Corentin Tolisso. Da Tolisso 2019/20 viel verletzt war, eine klare Verbesserung.
Michael Cuisance gegenüber Michael Cuisance: Keine Veränderung
Gesamtsituation: Viele trauern hier Thaigo nach. Das tue ich auch. Dennoch muss man, wenn man sachlich an die Sache herangeht, zur Triple-Saison Folgendes festhalten: Thiago war in der Vorrunde der mit Abstand schlechteste Bayern-Spieler. Er hat dann in der Rückrunde 9 BuLi-Spiele und das CL-AF-Hinspiel gegen Chelsea Weltklasse gespielt und sich wieder verletzt. Dann war er in der CL-Runde im August wieder überragend. Aber am Ende stehen nur 13 Spiele, also gut ein Viertel der Saison, in denen er ein Faktor gewesen ist. Auf der anderen Seite hat sich Goretzka in diesen 2 Jahren zu einem Weltklasse-ZM entwickelt und Tolisso ist wieder fit. Ich kann nur eine kleine Verschlechterung erkennen und wer weiß, vielleicht überrascht uns Roca ja noch.
OM:
Thomas Müller gegenüber Thomas Müller! Keine Veränderung
Jamal Musiala gegenüber Coutinho! Bei dem Entwicklungspotential von Jamal für mich keine Verschlechterung, eher das Gegenteil.
Gesamtsituation: Müller wird auch in der neuen Saison nicht schwächer sein und Jamal hat riesiges Potential. Insgesamt sind wir hier stärker.
Flügel:
Kingsley Coman gegenüber Kingsley Coman. Keine Veränderung!
Serge Gnabry gegenüber Serge Gnabry. Keine Veränderung!
Leroy Sanè gegenüber Ivan Perisic. Eher eine Verbesserung!
Gesamtsituation: Gnabry war der Spieler neben Pavard und Davies, der 2020/21 in das größte Loch gefallen war. Wie bei den beiden o.g. habe ich keinen Zweifel daran, dass er wieder sein Niveau von 2019/20 erreicht. Coman war schon in der letzten Saison stabiler als 2019/20 und sollte das bestätigen können. Für Sané gilt das Gleich wie für Süle. Nach einem Jahr zurück im Spielbetrieb hat man einen Kreuzbandriss erst überwunden. Er wird deutlich stärker als 2020/21 und damit ein größerer Faktor als Perisic 2019/20 war, dem ich trotzdem hinterher trauere, weil wir den Spielertyp nicht haben.
MS:
Robert Lewandowski gegenüber Robert Lewandowski: Weltfußballer, nough said!
Eric Maxime Choupo-Moting gegenüber Joshua Zirkzee: Eine Verbesserung
Auch hier haben wir uns zumindest nicht verschlechtert.
Gründe für Optimismus:
1. Müller, Neuer, Lewandowski und EMCM sind die einzigen 30+ Spieler und ich sehe bei allen 4 keinen Leistungsabfall.
2. Gnabry, Pavard und Davies waren letztes Jahr in einem Loch. Sie sind alle jung genug, um aus diesem Loch wieder rauszukommen.
3. Tolisso, Süle und mit Abstrichen Hernandez waren durch Verletzungen 2019/20 nur kleinere Faktoren.. Das könnte sich deutlich ändern.
4. Musiala, Nianzou und Upamecano haben ein riesiges Entwicklungspotential. So etwas besaß 201/20 nur Davies, der weiterhin da ist.
Fazit: Ob der Kader wirklich besser als 2019/20 ist, wird sich zeigen müssen. Aber wenn man einerseits die Spieler nebeneinander legt und zweitens sieht, wer 2019/20 alles verletzt war (Süle, Tolisso, mit Abstrichen Hernandez und Goretzka) bzw. sein Potential nicht annähernd abgerufen hat (Coutinho und große Teil der Saison Thiago), dann wird mir nicht bange. Der Kader ist voll mit Spielern, die gerade auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit ankommen (Pavard, Süle, Hernandez, Kimmich, Goretzka, Coman, Gnabry, Sané) oder noch riesiges Potential haben (Upamecano, Nianzou, Davies, Musiala). Lasset die Spiele beginnen!
05.07.2021 - 13:36 Uhr
Den Beitrag zu lesen war ein Genuß, ich sehe die meisten Dinge ähnlich.
Bei zwei Beurteilungen sehe ich die Dinge aber sehr unterschiedlich.
Sane vs Perisic
Perisic war zwar als Spielertyp und von den individuellen Fähigkeiten für einen Verein der Weltklasse-Spieler ansammelt vielleicht "nicht bemerkenswert" - als Kaderzutat, als Bestandteil einer Gesamtrezeptur war er in der CL-Saison der genau richtige Spieler zur richtigen Zeit auf der genau richtigen Position. Viele denken bei Sane vs Perisic erst mal, daß da ein himmelhoher Unterschied sein muß, weil Name, Prestige und sexy-Faktor so derartig auseinander liegen. Und wirklich könnte die Spieler kaum unterschiedlicher sein. Hier Perisic, der wohl keinen youtube-highlights-award jemals gewinnen wird, immer wieder mal Stockfehler drin hatte, aber sich in manchen Situationen doch in unerwartete Regionen hinein steigern konnte und dessen Tore am Ende oft entscheidend waren. Der darüber hinaus ein fleißiger, seriöser, intensiver Arbeiter war, der auch aussichtslose Zweikämpfe und Laufduelle wiederholt mit 100% Einsatz geführt hatte weil er wusste, daß man den Gegner mitunter auch mal physisch zermürben muß und im Künstler-Ensemble des FCB vermutlich kein Anderer den Job so übernehmen würde, wie es Perisic tat.
Sane dagegen fehlt die Rocky-Baloboa-mäßige Unzerstörbarkeit, dieses "weiter!immer weiter!", er mag zwar hoch veranlagt sein aber er scheint nur dann glänzen zu können, wenn wirklich alle Umstände passen. Blut-und-Tränen-Spiele, sich reinkämpfen, das Glück erzwingen, gegen alle Wahrscheinlichkeiten als deutlich Schwächerer trotzdem zu siegen scheinen nicht so seine Sache zu sein. Er scheint sich eher als Finisher und als Kirsche auf der Torte zu sehen denn als Teil der Kader-Grundsubstanz. Blöd nur, daß unter Flick's allertoetalstem aller Fußballsysteme kein Platz für Ausnahmen, Sonderstellungen und Ausnahmeregelungen war.
Jedoch möchte ich fest halten, daß eine simple zurückholung von Perisic vermutlich auch nicht DIE Lösung ist, weil Perisic sich in der CL-Saison aufgeopfert hat, bei genauer Betrachtung über seinen Verhältnissen gespielt hat und es nicht notwendigerweise allzu wahrscheinlich ist, daß er so eine Husaren-Halbsaison physisch und vor allem mental wiederholen kann.
Ein ähnlich verfälschtes Ergebnis bringt die Rechnung "Thiago ist ein Weltklassespieler, also kann er durch einen Weltklassespieler kompensiert werden". Thiago war eben nicht NUR ein Weltklassespieler, er hat das Spiel hauptsächlich getragen und orchestriert und die Spielanlage nur durch bloße An- oder Abwesenheit auf dem Platz fundamental andersartig ausgerichtet. So einen Rhytmuswechsel muß man als Gegner erst mal verkraften. Noch dazu kam, daß er nach etlichen Jahren Hoch und Tiefs in den entscheidenden Phasen voll da war, endlich geliefert hat, under Berücksichtigung der physiologisch/genetischen Limitiertheit jedes Spielers im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten nahezu makellos performt hat.
Bei Thiago ist eine "high risk -high reward" - Strategie endlich einmal voll zugunsten des FCB aufgegangen, ich halte den zusätzlich zur generelle Weltklasse des Kaders die individuellen, zeitlich begrenzten Leistungsschübe von Perisic, Thiago und auch Alaba für den entscheidenden Faktor, der am Ende den Unterschied machte zwischen "sehr gutem Abschneiden" und dem ganz großen Wurf.
Daß der Verein ausgerechnet die verbrannten Helden abgegeben hat, halte ich für eine extrem harte, aber spieltheoretisch konsistente Entscheidung - was nicht heißen soll, daß ich persönlich nicht eher genau andersrum gemacht hätte.
Man kann ein Meisterkoch sein und ein unvergessliches Festbankett mit schwarzen Trüffeln, Kobe-Fleisch und Hummern abhalten, und es wird im nächsten Jahr trotzdem weniger gut schmecken wenn man auch noch Wachteln und Kaviar dazu bekommt, im Gengenzug aber auf die vermeintlich simplen und banalen Zutaten Salz und Pfeffer verzichten muß.
Bei zwei Beurteilungen sehe ich die Dinge aber sehr unterschiedlich.
Sane vs Perisic
Perisic war zwar als Spielertyp und von den individuellen Fähigkeiten für einen Verein der Weltklasse-Spieler ansammelt vielleicht "nicht bemerkenswert" - als Kaderzutat, als Bestandteil einer Gesamtrezeptur war er in der CL-Saison der genau richtige Spieler zur richtigen Zeit auf der genau richtigen Position. Viele denken bei Sane vs Perisic erst mal, daß da ein himmelhoher Unterschied sein muß, weil Name, Prestige und sexy-Faktor so derartig auseinander liegen. Und wirklich könnte die Spieler kaum unterschiedlicher sein. Hier Perisic, der wohl keinen youtube-highlights-award jemals gewinnen wird, immer wieder mal Stockfehler drin hatte, aber sich in manchen Situationen doch in unerwartete Regionen hinein steigern konnte und dessen Tore am Ende oft entscheidend waren. Der darüber hinaus ein fleißiger, seriöser, intensiver Arbeiter war, der auch aussichtslose Zweikämpfe und Laufduelle wiederholt mit 100% Einsatz geführt hatte weil er wusste, daß man den Gegner mitunter auch mal physisch zermürben muß und im Künstler-Ensemble des FCB vermutlich kein Anderer den Job so übernehmen würde, wie es Perisic tat.
Sane dagegen fehlt die Rocky-Baloboa-mäßige Unzerstörbarkeit, dieses "weiter!immer weiter!", er mag zwar hoch veranlagt sein aber er scheint nur dann glänzen zu können, wenn wirklich alle Umstände passen. Blut-und-Tränen-Spiele, sich reinkämpfen, das Glück erzwingen, gegen alle Wahrscheinlichkeiten als deutlich Schwächerer trotzdem zu siegen scheinen nicht so seine Sache zu sein. Er scheint sich eher als Finisher und als Kirsche auf der Torte zu sehen denn als Teil der Kader-Grundsubstanz. Blöd nur, daß unter Flick's allertoetalstem aller Fußballsysteme kein Platz für Ausnahmen, Sonderstellungen und Ausnahmeregelungen war.
Jedoch möchte ich fest halten, daß eine simple zurückholung von Perisic vermutlich auch nicht DIE Lösung ist, weil Perisic sich in der CL-Saison aufgeopfert hat, bei genauer Betrachtung über seinen Verhältnissen gespielt hat und es nicht notwendigerweise allzu wahrscheinlich ist, daß er so eine Husaren-Halbsaison physisch und vor allem mental wiederholen kann.
Ein ähnlich verfälschtes Ergebnis bringt die Rechnung "Thiago ist ein Weltklassespieler, also kann er durch einen Weltklassespieler kompensiert werden". Thiago war eben nicht NUR ein Weltklassespieler, er hat das Spiel hauptsächlich getragen und orchestriert und die Spielanlage nur durch bloße An- oder Abwesenheit auf dem Platz fundamental andersartig ausgerichtet. So einen Rhytmuswechsel muß man als Gegner erst mal verkraften. Noch dazu kam, daß er nach etlichen Jahren Hoch und Tiefs in den entscheidenden Phasen voll da war, endlich geliefert hat, under Berücksichtigung der physiologisch/genetischen Limitiertheit jedes Spielers im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten nahezu makellos performt hat.
Bei Thiago ist eine "high risk -high reward" - Strategie endlich einmal voll zugunsten des FCB aufgegangen, ich halte den zusätzlich zur generelle Weltklasse des Kaders die individuellen, zeitlich begrenzten Leistungsschübe von Perisic, Thiago und auch Alaba für den entscheidenden Faktor, der am Ende den Unterschied machte zwischen "sehr gutem Abschneiden" und dem ganz großen Wurf.
Daß der Verein ausgerechnet die verbrannten Helden abgegeben hat, halte ich für eine extrem harte, aber spieltheoretisch konsistente Entscheidung - was nicht heißen soll, daß ich persönlich nicht eher genau andersrum gemacht hätte.
Man kann ein Meisterkoch sein und ein unvergessliches Festbankett mit schwarzen Trüffeln, Kobe-Fleisch und Hummern abhalten, und es wird im nächsten Jahr trotzdem weniger gut schmecken wenn man auch noch Wachteln und Kaviar dazu bekommt, im Gengenzug aber auf die vermeintlich simplen und banalen Zutaten Salz und Pfeffer verzichten muß.
04.09.2021 - 18:34 Uhr
Zitat von Darjia
Ich wollte nicht die Verletzung von VvD als alleinigen Grund für die schwächere Saison bei Liverpool hinstellen. Die Verletzung war aber der Anfang. Es kamen weitere Verletzungen hinzu. Auch ein Gomez und ein Matip sind den Großteil der Saison ausgefallen.
Dann mussten halt IVs spielen, die nicht nur in der reinen Abwehrarbeit schwächer sind, sondern die auch im Spielaufbau schwächer als die Stammbesetzung ist. Darunter leidet dann natürlich auch die Offensive, weil weniger Bälle im letzten Drittel ankommen. Und die Bälle, die ankommen, sind dann evtl. auch noch vermehrt unpräzise gespielt, so dass Tempo verloren geht. Und dann kann es auch sein, dass Offensiverspieler mehr oder weitere defensive Wege gehen müssen, wenn die Stamm-IV wegbricht, was dazu führt, dass die Konzentration beim Anschluss oft nicht mehr so hoch ist.
Mir ist die Behauptung, Liverpools schlechte Saison läge daran, dass Klopps Fußball entschlüsselt ist, viel zu einfach und eindimensional. Das ist aus meiner Perspektive eine Erklärung, um einer Person (dem Trainer) die Schuld in Schuhe zu schieben. Denn wenn die Erklärung zutreffend wäre, müssten doch gerade die Taktikfüchse wie Guardiola eine herausragende Bilanz gegen Klopp haben. Laut transfermarkt.de gab es 21 Spiele zwischen beiden Trainern und die Bilanz ist ausgeglichen (9S-3U-9N) Wenn die Aussage korrekt wäre, würde ich eher eine Bilanz 14S-5U-2N für Guardiola erwarten, vor allem da er bei den Spielen gegen Klopp Mannschaften trainiert hat, die individuell keinesfalls deutlich schlechter waren.
Zitat von ThomasMagmar
Eigentlich ist Liverpool genau das Gegenteilige Beispiel dafür, dass das kloppsche System ein Stück weit entschlüsselt worden ist. Es war nämlich nicht so, dass man durch den Ausfall von VvD plötzlich jedes Spiel hinten 3,4 Tore bekommen hätte, sondern die Offensive hat über eine längere Zeit nicht mehr funktioniert. Im Vergleich zur Vorsaison hat man "nur" 9 Tore mehr bekommen aber auch 17 Tore weniger geschossen. Und den "Ausfall" der Offensive mit VvD zu begründen ist mir zu einfach.
Deine Punkte a-c mögen durchaus stimmen, dennoch sehe ich wie gesagt den Punkt d (entschlüsseln) auch als Punkt an. Die Gegner haben gewusst, dass wenn sie die erste Pressing Linie überspielt haben, dass dann dahinter ganz viel Platz ist. Oder andere Gegner wie zB Freiburg haben uns selbst extrem hoch gepresst, weil sie analysiert haben, dass wir unter Flick beim heraus spielen nicht mehr wirklich souverän agieren.
Als Punkt e) kannst du auch noch "Satt" verwenden, einige Spieler sind nach so vielen Titel nicht mehr so hungrig und es dauert seine Zeit bis der wieder kommt.
Der Positiojswechsel ist ja nur ein zusätzlicher Aspekt, dh die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten wird dadurch halt multipliziert.
Bei einem System gibt es zB nur die 2 Möglichkeiten Musiala oder Sané als LA (ist nur theoretisch klar gibt es mehr)
Wenn es aber noch die Option Vierer oder Dreierkette gibt, gibt es 4 Möglichkeiten
Musiala im Halbraum oder als LA oder Sané im Halbraum oder als LA.
Je mehr unterschiedliche System, Spieler Leo Position, unterschiedliche taktische Vorgaben, höhe der Abwehrreihe etc es gibt umso schwieriger ist es wie gesagt, dass der Gegner sich im Vorfeld auf etwas bestimmtes einstellen kann. Das Ziel soll es aber weiterhin sein, dass man seinen eigenen Spielstil durchrückt und weiterhin dominant Auftritt und wenn der Gegner mit etwas nicht rechnet bzw gerechnet hat, fällt dies durchaus Mal leichter.
Kleine Änderungen können schon öfter mal einen großen Unterschied machen, dies hat man in einigen Testspielen aber zB auch ggf Köln gesehen als JN die Mannschaft in der HZ etwas umgestellt hatte und es dadurch deutlich besser gelaufen ist.
@Pikaso
Da hast du meinen Text falsch verstanden (s.o). Es geht nicht darum das System dem Gegner anzupassen, dass man destruktiven Fussball spielen kann, sondern es geht darum dass der Gegner im Vorfeld nicht schon immer weiß wie man spielen will und was man vorhat. Egal welches System man spielt, so ist JN ein Trainer der trotzdem dominant auftreten will. Bei einer fehlenden Dominanz kann eine Systemumstellung auch Mal schnell dazu führen, dass man diese wieder bekommt.
Zitat von Darjia
Von diesem angeblich entschlüsselt halte ich auch wenig. In der überwiegenden Anzahl der Fälle war es dann immer der Fall, dass tragende Säulen der Mannschaft weggebrochen sind, sei es wegen Wechsel, Formschwäche, Verletzungen oder Karriereende. Und die Mannschaft konnte das nicht auffangen. Das konnte man doch wunderbar zuletzt bei Liverpool beobachten. Da fing es letztes Jahr mit der schweren Verletzung von VvD an und dann hatte die Mannschaft unglaubliches Verletzungspech. Dass dann die Ergebnisse schwächer werden, ist doch völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass das kloppsche System entschlüsselt wurde.
Bei uns hing das letztes Jahr auch damit zusammen, dass a) die Abwehrspieler in Summe nicht die Form der vorherigen Rückrunde erreichten und b) dass die beiden 6er weit weniger positionstreu agiert haben als Thiago und c) die hohe Belastung ohen vorherige Sommerpause und ohne Winterpause.
Und klar kann man auch andere Spielertypen bringen oder einen Gnabry mal über rechts, mal über links kommen lassen usw. Dadurch hat man andere Aspekte im Spiel. Aber das kann man auch im bestehenden System machen. Da alle vier Flügelspieler auch auf der anderen Seite zurechtkommen, würde ich mir in unserem Spiel eh mehr Positionswechsel im Spiel unter den Flügelspielern wünschen. Aber dafür braucht es keine Systemumstellung.
Und natürlich gehen manche Systeme auch fließend ineinander über, wie z.B. ein 4-2-3-1 schnell zu einem 4-3-3 oder 4-1-4-1 werden kann. Da ist oft nur der Unterschied, ob einer der beiden 6er nach vorne rückt und vielleicht der mittlere Spieler aus der Offensivreihe mal 5m nach hinten geht. Da kann man oft von Systemumstellungen reden, wenn man die Systeme ganz eng nimmt oder die Systeme etwas weiter fassen und dann bleibt man im Wesentlichen in dem einem System. Das ist dann oft mehr eine akademische Diskussion.
Zitat von ThomasMagmar
Deine Meinung beruht vll darauf, weil du den falschen Ansatz hinter dem Grundgedanken der Flexibilität siehst. Eine Systemänderung beruht nicht zwingend darauf, dass man jetzt System X wählt, weil der Gegner System Y wählt, sondern man will es dem Gegner schwerer machen, dass dieser sich auf unsere System und Spieler einstellen kann. Natürlich geht beides aber auch ein Stück weit Hand in Hand.
Man kann im Fussball aber immer wieder sehen, dass eine Mannschaft über einen bestimmten Zeitraum extrem gut performt und nach einer Zeit werden die guten Ergebnisse dann von Mal zu Mal weniger. Im Fussball Jargon spricht man dann von entschlüsselt.
Auch bei Flick war dies mMn in der letzten Saison sichtbar, ein Stück weit kam natürlich die hohe Belastung wegen dem eng getakteten Spieltag dazu, aber er dies war nicht der wibzige Grund.
Die Gegner machen auch Videoanalysen bis ins kleinste Detail und achten auf die Eigenarten der Spieler. Mit einer bestimmten Klasse funktionieren Dinge auch noch häufig, selbst wenn man weiß was kommt (s. Robben-Move), dennoch sinkt die Häufigkeit des Erfolgs dadurch schon.
Das Ziel von JN soll es irgendwann mal sein, das man 3,4 Systeme qualitätsfrei spielen kann und es auch mehr als 11 Spieler gibt die man groß ohne Qualitätsverlust ersetzen kann. Der Gegner weiß dann zur Vorbereitung auf das Spiel dann nie, ob er sich auf Vierer-Oder Dreierkette einstellen muss. Spielt als LA Sané der über Außen kommt, oder doch Gnabry der nach Innen zieht. Spielt als RA Coman der über seinen Speed geht, oder Musiala mit seinem starken Dribbling.
Bei einigen Spielern wie Lewy, Kimmich, Müller, Davies, Neuer ist der Qualitätsunterschied zu groß, sodass diese die überwiegende Mehrheit der Spiele machen werden/müssen, aber auf den anderen Positionen kann man auch durchaus Mal rotieren. Und sofern es gut laufen sollte und man im besten Fall auch ein kleines Punktepolster hat, kann man auch den erst genannten Spielern mal ein paar Pausen gönnnen.
Zitat von Darjia
Taktisch werden wir mit Nagelsmann mehr Flexibiltät bekommen. Viele halten das für sehr gut, ich habe da meine Zweifel. Die großen Mannschaften haben nahezu immer ein System gespielt und die Gegner gezwungen, sich nach ihnen zu richten. Und selbst dann waren sie stark genug, die Gegner zu dominieren. Dieses sich-nach-dem-Gegner-richten ist für mich eher ein Zeichen der Schwäche.
Taktisch werden wir mit Nagelsmann mehr Flexibiltät bekommen. Viele halten das für sehr gut, ich habe da meine Zweifel. Die großen Mannschaften haben nahezu immer ein System gespielt und die Gegner gezwungen, sich nach ihnen zu richten. Und selbst dann waren sie stark genug, die Gegner zu dominieren. Dieses sich-nach-dem-Gegner-richten ist für mich eher ein Zeichen der Schwäche.
Deine Meinung beruht vll darauf, weil du den falschen Ansatz hinter dem Grundgedanken der Flexibilität siehst. Eine Systemänderung beruht nicht zwingend darauf, dass man jetzt System X wählt, weil der Gegner System Y wählt, sondern man will es dem Gegner schwerer machen, dass dieser sich auf unsere System und Spieler einstellen kann. Natürlich geht beides aber auch ein Stück weit Hand in Hand.
Man kann im Fussball aber immer wieder sehen, dass eine Mannschaft über einen bestimmten Zeitraum extrem gut performt und nach einer Zeit werden die guten Ergebnisse dann von Mal zu Mal weniger. Im Fussball Jargon spricht man dann von entschlüsselt.
Auch bei Flick war dies mMn in der letzten Saison sichtbar, ein Stück weit kam natürlich die hohe Belastung wegen dem eng getakteten Spieltag dazu, aber er dies war nicht der wibzige Grund.
Die Gegner machen auch Videoanalysen bis ins kleinste Detail und achten auf die Eigenarten der Spieler. Mit einer bestimmten Klasse funktionieren Dinge auch noch häufig, selbst wenn man weiß was kommt (s. Robben-Move), dennoch sinkt die Häufigkeit des Erfolgs dadurch schon.
Das Ziel von JN soll es irgendwann mal sein, das man 3,4 Systeme qualitätsfrei spielen kann und es auch mehr als 11 Spieler gibt die man groß ohne Qualitätsverlust ersetzen kann. Der Gegner weiß dann zur Vorbereitung auf das Spiel dann nie, ob er sich auf Vierer-Oder Dreierkette einstellen muss. Spielt als LA Sané der über Außen kommt, oder doch Gnabry der nach Innen zieht. Spielt als RA Coman der über seinen Speed geht, oder Musiala mit seinem starken Dribbling.
Bei einigen Spielern wie Lewy, Kimmich, Müller, Davies, Neuer ist der Qualitätsunterschied zu groß, sodass diese die überwiegende Mehrheit der Spiele machen werden/müssen, aber auf den anderen Positionen kann man auch durchaus Mal rotieren. Und sofern es gut laufen sollte und man im besten Fall auch ein kleines Punktepolster hat, kann man auch den erst genannten Spielern mal ein paar Pausen gönnnen.
Von diesem angeblich entschlüsselt halte ich auch wenig. In der überwiegenden Anzahl der Fälle war es dann immer der Fall, dass tragende Säulen der Mannschaft weggebrochen sind, sei es wegen Wechsel, Formschwäche, Verletzungen oder Karriereende. Und die Mannschaft konnte das nicht auffangen. Das konnte man doch wunderbar zuletzt bei Liverpool beobachten. Da fing es letztes Jahr mit der schweren Verletzung von VvD an und dann hatte die Mannschaft unglaubliches Verletzungspech. Dass dann die Ergebnisse schwächer werden, ist doch völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass das kloppsche System entschlüsselt wurde.
Bei uns hing das letztes Jahr auch damit zusammen, dass a) die Abwehrspieler in Summe nicht die Form der vorherigen Rückrunde erreichten und b) dass die beiden 6er weit weniger positionstreu agiert haben als Thiago und c) die hohe Belastung ohen vorherige Sommerpause und ohne Winterpause.
Und klar kann man auch andere Spielertypen bringen oder einen Gnabry mal über rechts, mal über links kommen lassen usw. Dadurch hat man andere Aspekte im Spiel. Aber das kann man auch im bestehenden System machen. Da alle vier Flügelspieler auch auf der anderen Seite zurechtkommen, würde ich mir in unserem Spiel eh mehr Positionswechsel im Spiel unter den Flügelspielern wünschen. Aber dafür braucht es keine Systemumstellung.
Und natürlich gehen manche Systeme auch fließend ineinander über, wie z.B. ein 4-2-3-1 schnell zu einem 4-3-3 oder 4-1-4-1 werden kann. Da ist oft nur der Unterschied, ob einer der beiden 6er nach vorne rückt und vielleicht der mittlere Spieler aus der Offensivreihe mal 5m nach hinten geht. Da kann man oft von Systemumstellungen reden, wenn man die Systeme ganz eng nimmt oder die Systeme etwas weiter fassen und dann bleibt man im Wesentlichen in dem einem System. Das ist dann oft mehr eine akademische Diskussion.
Eigentlich ist Liverpool genau das Gegenteilige Beispiel dafür, dass das kloppsche System ein Stück weit entschlüsselt worden ist. Es war nämlich nicht so, dass man durch den Ausfall von VvD plötzlich jedes Spiel hinten 3,4 Tore bekommen hätte, sondern die Offensive hat über eine längere Zeit nicht mehr funktioniert. Im Vergleich zur Vorsaison hat man "nur" 9 Tore mehr bekommen aber auch 17 Tore weniger geschossen. Und den "Ausfall" der Offensive mit VvD zu begründen ist mir zu einfach.
Deine Punkte a-c mögen durchaus stimmen, dennoch sehe ich wie gesagt den Punkt d (entschlüsseln) auch als Punkt an. Die Gegner haben gewusst, dass wenn sie die erste Pressing Linie überspielt haben, dass dann dahinter ganz viel Platz ist. Oder andere Gegner wie zB Freiburg haben uns selbst extrem hoch gepresst, weil sie analysiert haben, dass wir unter Flick beim heraus spielen nicht mehr wirklich souverän agieren.
Als Punkt e) kannst du auch noch "Satt" verwenden, einige Spieler sind nach so vielen Titel nicht mehr so hungrig und es dauert seine Zeit bis der wieder kommt.
Der Positiojswechsel ist ja nur ein zusätzlicher Aspekt, dh die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten wird dadurch halt multipliziert.
Bei einem System gibt es zB nur die 2 Möglichkeiten Musiala oder Sané als LA (ist nur theoretisch klar gibt es mehr)
Wenn es aber noch die Option Vierer oder Dreierkette gibt, gibt es 4 Möglichkeiten
Musiala im Halbraum oder als LA oder Sané im Halbraum oder als LA.
Je mehr unterschiedliche System, Spieler Leo Position, unterschiedliche taktische Vorgaben, höhe der Abwehrreihe etc es gibt umso schwieriger ist es wie gesagt, dass der Gegner sich im Vorfeld auf etwas bestimmtes einstellen kann. Das Ziel soll es aber weiterhin sein, dass man seinen eigenen Spielstil durchrückt und weiterhin dominant Auftritt und wenn der Gegner mit etwas nicht rechnet bzw gerechnet hat, fällt dies durchaus Mal leichter.
Kleine Änderungen können schon öfter mal einen großen Unterschied machen, dies hat man in einigen Testspielen aber zB auch ggf Köln gesehen als JN die Mannschaft in der HZ etwas umgestellt hatte und es dadurch deutlich besser gelaufen ist.
@Pikaso
Da hast du meinen Text falsch verstanden (s.o). Es geht nicht darum das System dem Gegner anzupassen, dass man destruktiven Fussball spielen kann, sondern es geht darum dass der Gegner im Vorfeld nicht schon immer weiß wie man spielen will und was man vorhat. Egal welches System man spielt, so ist JN ein Trainer der trotzdem dominant auftreten will. Bei einer fehlenden Dominanz kann eine Systemumstellung auch Mal schnell dazu führen, dass man diese wieder bekommt.
Ich wollte nicht die Verletzung von VvD als alleinigen Grund für die schwächere Saison bei Liverpool hinstellen. Die Verletzung war aber der Anfang. Es kamen weitere Verletzungen hinzu. Auch ein Gomez und ein Matip sind den Großteil der Saison ausgefallen.
Dann mussten halt IVs spielen, die nicht nur in der reinen Abwehrarbeit schwächer sind, sondern die auch im Spielaufbau schwächer als die Stammbesetzung ist. Darunter leidet dann natürlich auch die Offensive, weil weniger Bälle im letzten Drittel ankommen. Und die Bälle, die ankommen, sind dann evtl. auch noch vermehrt unpräzise gespielt, so dass Tempo verloren geht. Und dann kann es auch sein, dass Offensiverspieler mehr oder weitere defensive Wege gehen müssen, wenn die Stamm-IV wegbricht, was dazu führt, dass die Konzentration beim Anschluss oft nicht mehr so hoch ist.
Mir ist die Behauptung, Liverpools schlechte Saison läge daran, dass Klopps Fußball entschlüsselt ist, viel zu einfach und eindimensional. Das ist aus meiner Perspektive eine Erklärung, um einer Person (dem Trainer) die Schuld in Schuhe zu schieben. Denn wenn die Erklärung zutreffend wäre, müssten doch gerade die Taktikfüchse wie Guardiola eine herausragende Bilanz gegen Klopp haben. Laut transfermarkt.de gab es 21 Spiele zwischen beiden Trainern und die Bilanz ist ausgeglichen (9S-3U-9N) Wenn die Aussage korrekt wäre, würde ich eher eine Bilanz 14S-5U-2N für Guardiola erwarten, vor allem da er bei den Spielen gegen Klopp Mannschaften trainiert hat, die individuell keinesfalls deutlich schlechter waren.
Ändert trotzdem nichts daran, dass eben vA an der Offensive gelegen hat und nicht wirklich an der Defensive . Matip und Gomez sind genauso Abwehrspieler. VvD hat sich am 5. Spieltag das KBR gerissen vom Spieltag 6-16 hat Liverpool nur 7 Tore kassiert und 23 Tore gemacht, in den folgenden 10 Spieltagen haben sie dann nur noch 10 Tore gemacht und 16 kassiert. Das ist eine Differenz von 22 Toren. Und natürlich schieben die Trainer selbst am liebsten alles auf die Verletzungen, ist auch viel einfacher als selbst Fehler zugeben zu müssen.
VvD ist ein extrem starker IV aber sein Aufbauspiel ist jetzt nichts wirklich besonders und von Gomez erst recht nicht. Von Matip ist esnoch ganzgut, aber der war im Normalfall auch nur IV Nr.3 und ist die Saison davor mindestens genauso lange verletzt ausgefallen. Für mich sind das nur billige Ausreden, dass die Stürmer nicht mehr funktionieren, weil 1,2 IV verletzt ausgefallen sind. Komischerweise hat dann Liverpool ab dem 28 dann auch alles wieder bis auf 2 Unentschieden gewonnen, obwohl alle immer noch verletzt waren. Da hat die Offensive plötzlich dann doch wieder funktioniert, obwohl kein einziger aus VvD, Gomez und Matip gespielt haben. Auch die TAA und Robertson waren nahezu durchgängig fit geblieben.
Wenn man sich die Statistiken anschaut spricht aber eben einiges dafür. Wie ich zuvor geschrieben habe, ist dieses "entschlüsseln" auch nur einer von mehreren Gründen. Die Spieler können "satt" sein oder überbelastet, das gibt es viele Gründe die ineinander übergreifen. Und je mehr Gründe man im Vorfeld bereits dezimieren kann umso größer ist die Chance auf Erfolg.
Nur weil ein Trainer ein Taktik-Fuchs ist, heißt dies ja noch lange nicht, dass er immer die richtige Taktik, Aufstellung etc wählt. Und im Fall von Pep und Klopp sehe ich es eher nach dem Stein-Papier-Schere Prinzip. Hier ist halt die Art wie Klopp Fussball spielen lässt ziemlich effizient gg Pep. Natürlich klappt dies aber auch nur, wenn man genügend Qualität im Kader hat. Und selbst wenn Klopp eine positivere Bilanz gg Pep hat, so liegt dessen Punkteschnitt mit 2,33 dennoch klar vor Klopp 2,11.
Hat jetzt aber nichts mehr wirklich mit Bayern zu tun. Für mich ist es aber offensichtlich, dass Systemumstellungen Vorteile mit sich bringen, jedoch nur so fern man alle Systeme auch gleich gut beherrscht. Dies kommt natürlich auch nicht von heute auf morgen.
16.06.2022 - 12:13 Uhr
Eine kleine Kaderkalkulation – Teil IV.
Bereits mit Abschluss der Saison 18/19, mit Abschluss der Saison 19/20 & mit Abschluss der Saison 20/21 habe ich eine kleinen Überblick über den aktuellen Stand der damaligen Kader aufgeführt und basierend auf meinen Vorstellungen zu einem ausgewogenen Kader für mich (!) notwendige Optionen aufgelistet.
Rückblickend betrachtet passten meine Einschätzungen bisher recht gut mit den zukünftigen Transfers des Vereins überein, sodass ich auch nach Abschluss der Saison 21/22 eine kleine Kaderkalkulation durchführen möchte.
Was ist die perfekte Kadergröße?
Ausgehend davon, dass man 11 Startelfspieler + 9 Bankspieler fest einplanen muss, sollte jeder Positionsbereich (meiner Meinung nach) noch mindestens einen weiteren Spieler besitzen. Dies würde bei fünf Bereichen (Tor, Abwehr, def. Mittelfeld, off. Mittelfeld und Angreifer) insgesamt 25 Spieler machen. LvG nannte früher mal die Zahl von 23 + Talente als optimale Kadergröße; ich würde sie aber, Corona-bedingt und weil (voraussichtlich nach wie vor) mehr Auswechslungen möglich sein werden, auf 25 + Talente erhöhen.
Welche Formation wird gespielt?
Laut TM-Datenbank ist unsere häufigste Formation 4-2-3-1 & 3-4-2-1. Ich schätze, dass die 3er-Kette unsere Hauptformation wird. Daher plane ich ausgehen von ihr.
Welche Anzahl an Spieler pro Position wird benötigt?
Tor: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Abwehr*: 9 (5 Stamm, 3 Bank, 1 Ersatz)
def. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
off. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
Angreifer: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
*Schienenspieler werden als Abwehrspieler gelistet.
Was gibt unser Kader momentan her?
Laut TM-Datenbank stehen nächste Saison 29 Spieler in unserem Profi-Kader. Hiervon möchte ich folgende Spieler abziehen: Mai, Roca, Fein & Lewandowski. Hinzufügen möchte ich bereits Mané. Dadurch reduziert sich die aktuelle Anzahl an Profis auf 26 Spieler. Aufgeteilt bedeutet dies:
Tor: 2
Abwehr**: 11
def. Mittelfeld: 4
off. Mittelfeld: 6
Angreifer***: 3
** Coman liste ich für mich als Schienenspieler.
*** Mané liste ich für mich als Stürmer.
Für meine Idealvorstellung besitzen wir momentan – rein quantitativ – im Tor & im def. Mittelfeld jeweils einen Spieler zu wenig, während in der Abwehr 2 Spieler und im off. Mittelfeld 1 Spieler zu viel zur Verfügung stehen.
Der Kader im Detail:
Tor:
Stamm: Neuer
Bank: Nübel
Ersatz: ???
Aktuell ist offiziell noch kein 3. TW im Kader gelistet. Diese Position wird jedoch von Schneller eingenommen. Das Tor ist damit quantitativ und qualitativ gut besetzt.
Abwehr:
Stamm: Coman, Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies
Bank: Mazraoui (RAV), Mr. X (IV), O. Richards (LAV)
Ersatz: (Nianzou), C. Richards + Stanisic.
Rein quantitativ könnte einer aus den Ersatzspieler auch der Bankspieler sein. Hier hätte ich jedoch gerne einen erfahrenen Spieler, der über eine ansprechende Spieleröffnung verfügt und seine Leistungen bereits auf hohem Niveau nachgewiesen hat.
Nianzou würde ich gerne verleihen, da er letzte Saison keine wirkliche Entwicklung genommen hat. C. Richards und Stanisic können sich gerne als Allrounder die Minuten teilen - fraglich aber, ob sie damit zufrieden wären.
Def. Mittelfeld:
Stamm: Kimmich, Goretzka
Bank: Gravenberch, Sabitzer
Ersatz: Mr. Y
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Hier hängt vieles davon ab, ob diese Spieler wieder zu ihrer eigentlichen Form finden können. Eigentlich (!) sollten diese 4 zentralen Spieler qualitativ ausreichend sein.
Als Ersatz hätte ich gerne einen erfahrenen Zerstörer mit leichten Spielmacherqualitäten, um eine weitere Variable zu haben.
Offensives Mittelfeld:
Stamm: Müller, Sane
Bank: Gnabry, Musiala
Ersatz: Vidovic
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Je nach Verfassung (und das ist bei unseren OA häufig der Fall) variieren natürlich die Einsatzzeiten.
Diese 4 Spieler fühlen sich allesamt zentral sehr wohl, daher könnte die Systemumstellung hier einigen Spielern zu Gute kommen. Sollte Gnabry noch abgegeben werden, erwarte ich hier einen qualitativ gleichwertigen Ersatz.
Vidovic würde ich gerne in den erweiterten Kader aufnehmen und ihn in die feste Rotation integrieren, wenn (!) er seine Qualitäten von der Reserve auch bei den Profis auf den Platz bringt. Wanner würde ich den Talentplatz dahinter geben. Tillmann verleihen.
Angriff:
Stamm: Mané
Bank: EMCM
Ersatz: Vidovic
Ob Mané der geeignete Stürmer ist, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn eigentlich eher als OA im Kopf habe. EMCM bleibt laut Berater. Sollte Mané eher als Gnabry-Ersatz eingeplant sein, fehlt ein Stürmer.
So gerne ich Zirkzee persönlich mag, wären die Fußstapfen von Lewandowski zu groß für ihn. Gerne würde ich hier eine Leihe anstreben und die Minuten dieses Kaderplatzes ebenfalls Vidovic geben.
Zusammengefasst:
Das Tor ist qualitativ derzeit unser geringstes Problem. Die Stelle des TW Nr. 3 sollte durch Schneller adäquat abgedeckt sein.
In der Abwehr fehlt ein qualitativ starker Ersatzmann für die IV-Position. Ein international erfahrener Spieler würde unserer doch recht jungen Abwehr gut tun.
Im def. Mittelfeld hängt vieles davon ab, wie die Form dieser Spieler sein wird. Eigentlich (!) sollten diese Spieler ausreichend sein. Mit einer stabilen (!) 3er-Kette dahinter, könnten auch mögliche Defensivmängel besser ausgeglichen werden.
Im off. Mittelfeld sind die Stammspieler und Bankspieler qualitativ gut aufgestellt. Die Spieler verfügen über ein gutes Skillset und fühlen sich allesamt zentral sehr wohl. Ein Gnabry hat sich dort immer gesehen. Sane hat in der Hinrunde im linken Halbfeld mit seine besten Spiele gemacht. Das könnte hier also gut funktionieren.
Im Sturm herrscht für mich noch ein großes Fragezeichen. Der Lewandowski-Abgang wird ziemlich sicher geschehen, ob Mané der geeignete Mann ist oder ob er nicht besser auf den OA-Positionen aufgehoben ist, müssen andere beurteilen.
Tor: 3 (Neuer, Ulreich, Schneller)
Abwehr*: 9 (Coman, Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies, Mazraoui, Mr. X, O. Richards, C. Richards/Stanisic)
def. Mittelfeld: 5 (Kimmich, Goretzka, Gravenberch, Sabitzer, Mr. Y)
off. Mittelfeld: 5 (Müller, Sane, Gnabry, Musiala, Vidovic + Talent Wanner)
Angreifer: 3 (Mané, EMCM, Vidovic)
*Schienenspieler werden als Abwehrspieler gelistet.
Wechsel:
Zugänge: Vidovic (von den Amateuren hochziehen), Mr. X (erfahrener IV; am besten Linksfuß), Mr. Y (erfahrener DM)
Abgänge: Nianzou (Leihe), Mai (Verkauf), Sarr (Verkauf), einer aus Stanisic/C. Richards (Verkauf), Fein (Verkauf), Roca (Verkauf), Tillman (Leihe), Zirkzee (Leihe)
Sollte Gnabry noch wechseln, sollte entweder Mané als Ersatz eingeplant werden und ein weiterer Stürmer verpflichtet werden oder ein direkter Gnabry-Nachfolger bzw. Musiala in der Rangordnung weiter nach vorne rücken und hinter Musiala jemanden verpflichten.
Nehmt alles gerne auseinander und sagt mir eure Meinung zu meinem Ansatz.
Bereits mit Abschluss der Saison 18/19, mit Abschluss der Saison 19/20 & mit Abschluss der Saison 20/21 habe ich eine kleinen Überblick über den aktuellen Stand der damaligen Kader aufgeführt und basierend auf meinen Vorstellungen zu einem ausgewogenen Kader für mich (!) notwendige Optionen aufgelistet.
Rückblickend betrachtet passten meine Einschätzungen bisher recht gut mit den zukünftigen Transfers des Vereins überein, sodass ich auch nach Abschluss der Saison 21/22 eine kleine Kaderkalkulation durchführen möchte.
Was ist die perfekte Kadergröße?
Ausgehend davon, dass man 11 Startelfspieler + 9 Bankspieler fest einplanen muss, sollte jeder Positionsbereich (meiner Meinung nach) noch mindestens einen weiteren Spieler besitzen. Dies würde bei fünf Bereichen (Tor, Abwehr, def. Mittelfeld, off. Mittelfeld und Angreifer) insgesamt 25 Spieler machen. LvG nannte früher mal die Zahl von 23 + Talente als optimale Kadergröße; ich würde sie aber, Corona-bedingt und weil (voraussichtlich nach wie vor) mehr Auswechslungen möglich sein werden, auf 25 + Talente erhöhen.
Welche Formation wird gespielt?
Laut TM-Datenbank ist unsere häufigste Formation 4-2-3-1 & 3-4-2-1. Ich schätze, dass die 3er-Kette unsere Hauptformation wird. Daher plane ich ausgehen von ihr.
Welche Anzahl an Spieler pro Position wird benötigt?
Tor: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
Abwehr*: 9 (5 Stamm, 3 Bank, 1 Ersatz)
def. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
off. Mittelfeld: 5 (2 Stamm, 2 Bank, 1 Ersatz)
Angreifer: 3 (1 Stamm, 1 Bank, 1 Ersatz)
*Schienenspieler werden als Abwehrspieler gelistet.
Was gibt unser Kader momentan her?
Laut TM-Datenbank stehen nächste Saison 29 Spieler in unserem Profi-Kader. Hiervon möchte ich folgende Spieler abziehen: Mai, Roca, Fein & Lewandowski. Hinzufügen möchte ich bereits Mané. Dadurch reduziert sich die aktuelle Anzahl an Profis auf 26 Spieler. Aufgeteilt bedeutet dies:
Tor: 2
Abwehr**: 11
def. Mittelfeld: 4
off. Mittelfeld: 6
Angreifer***: 3
** Coman liste ich für mich als Schienenspieler.
*** Mané liste ich für mich als Stürmer.
Für meine Idealvorstellung besitzen wir momentan – rein quantitativ – im Tor & im def. Mittelfeld jeweils einen Spieler zu wenig, während in der Abwehr 2 Spieler und im off. Mittelfeld 1 Spieler zu viel zur Verfügung stehen.
Der Kader im Detail:
Tor:
Stamm: Neuer
Bank: Nübel
Ersatz: ???
Aktuell ist offiziell noch kein 3. TW im Kader gelistet. Diese Position wird jedoch von Schneller eingenommen. Das Tor ist damit quantitativ und qualitativ gut besetzt.
Abwehr:
Stamm: Coman, Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies
Bank: Mazraoui (RAV), Mr. X (IV), O. Richards (LAV)
Ersatz: (Nianzou), C. Richards + Stanisic.
Rein quantitativ könnte einer aus den Ersatzspieler auch der Bankspieler sein. Hier hätte ich jedoch gerne einen erfahrenen Spieler, der über eine ansprechende Spieleröffnung verfügt und seine Leistungen bereits auf hohem Niveau nachgewiesen hat.
Nianzou würde ich gerne verleihen, da er letzte Saison keine wirkliche Entwicklung genommen hat. C. Richards und Stanisic können sich gerne als Allrounder die Minuten teilen - fraglich aber, ob sie damit zufrieden wären.
Def. Mittelfeld:
Stamm: Kimmich, Goretzka
Bank: Gravenberch, Sabitzer
Ersatz: Mr. Y
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Hier hängt vieles davon ab, ob diese Spieler wieder zu ihrer eigentlichen Form finden können. Eigentlich (!) sollten diese 4 zentralen Spieler qualitativ ausreichend sein.
Als Ersatz hätte ich gerne einen erfahrenen Zerstörer mit leichten Spielmacherqualitäten, um eine weitere Variable zu haben.
Offensives Mittelfeld:
Stamm: Müller, Sane
Bank: Gnabry, Musiala
Ersatz: Vidovic
Die Stammspieler und die Bankspieler sind hier stellvertretend geschrieben. Je nach Verfassung (und das ist bei unseren OA häufig der Fall) variieren natürlich die Einsatzzeiten.
Diese 4 Spieler fühlen sich allesamt zentral sehr wohl, daher könnte die Systemumstellung hier einigen Spielern zu Gute kommen. Sollte Gnabry noch abgegeben werden, erwarte ich hier einen qualitativ gleichwertigen Ersatz.
Vidovic würde ich gerne in den erweiterten Kader aufnehmen und ihn in die feste Rotation integrieren, wenn (!) er seine Qualitäten von der Reserve auch bei den Profis auf den Platz bringt. Wanner würde ich den Talentplatz dahinter geben. Tillmann verleihen.
Angriff:
Stamm: Mané
Bank: EMCM
Ersatz: Vidovic
Ob Mané der geeignete Stürmer ist, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn eigentlich eher als OA im Kopf habe. EMCM bleibt laut Berater. Sollte Mané eher als Gnabry-Ersatz eingeplant sein, fehlt ein Stürmer.
So gerne ich Zirkzee persönlich mag, wären die Fußstapfen von Lewandowski zu groß für ihn. Gerne würde ich hier eine Leihe anstreben und die Minuten dieses Kaderplatzes ebenfalls Vidovic geben.
Zusammengefasst:
Das Tor ist qualitativ derzeit unser geringstes Problem. Die Stelle des TW Nr. 3 sollte durch Schneller adäquat abgedeckt sein.
In der Abwehr fehlt ein qualitativ starker Ersatzmann für die IV-Position. Ein international erfahrener Spieler würde unserer doch recht jungen Abwehr gut tun.
Im def. Mittelfeld hängt vieles davon ab, wie die Form dieser Spieler sein wird. Eigentlich (!) sollten diese Spieler ausreichend sein. Mit einer stabilen (!) 3er-Kette dahinter, könnten auch mögliche Defensivmängel besser ausgeglichen werden.
Im off. Mittelfeld sind die Stammspieler und Bankspieler qualitativ gut aufgestellt. Die Spieler verfügen über ein gutes Skillset und fühlen sich allesamt zentral sehr wohl. Ein Gnabry hat sich dort immer gesehen. Sane hat in der Hinrunde im linken Halbfeld mit seine besten Spiele gemacht. Das könnte hier also gut funktionieren.
Im Sturm herrscht für mich noch ein großes Fragezeichen. Der Lewandowski-Abgang wird ziemlich sicher geschehen, ob Mané der geeignete Mann ist oder ob er nicht besser auf den OA-Positionen aufgehoben ist, müssen andere beurteilen.
Tor: 3 (Neuer, Ulreich, Schneller)
Abwehr*: 9 (Coman, Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies, Mazraoui, Mr. X, O. Richards, C. Richards/Stanisic)
def. Mittelfeld: 5 (Kimmich, Goretzka, Gravenberch, Sabitzer, Mr. Y)
off. Mittelfeld: 5 (Müller, Sane, Gnabry, Musiala, Vidovic + Talent Wanner)
Angreifer: 3 (Mané, EMCM, Vidovic)
*Schienenspieler werden als Abwehrspieler gelistet.
Wechsel:
Zugänge: Vidovic (von den Amateuren hochziehen), Mr. X (erfahrener IV; am besten Linksfuß), Mr. Y (erfahrener DM)
Abgänge: Nianzou (Leihe), Mai (Verkauf), Sarr (Verkauf), einer aus Stanisic/C. Richards (Verkauf), Fein (Verkauf), Roca (Verkauf), Tillman (Leihe), Zirkzee (Leihe)
Sollte Gnabry noch wechseln, sollte entweder Mané als Ersatz eingeplant werden und ein weiterer Stürmer verpflichtet werden oder ein direkter Gnabry-Nachfolger bzw. Musiala in der Rangordnung weiter nach vorne rücken und hinter Musiala jemanden verpflichten.
Nehmt alles gerne auseinander und sagt mir eure Meinung zu meinem Ansatz.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von seven6 am 16.06.2022 um 12:17 Uhr bearbeitet
23.07.2022 - 13:59 Uhr
Die Diskussionen lassen ja auch wieder die etwaigen Nachwuchsspieler außen vor oder das du mit Musiala im Jahr 2022 anders planen kannst als im Jahr 2020.
Gerade solche Leute wie Vidovic und Wanner sollen ja keine reinen Kaderfüller sein, weshalb es ohnehin schon die Diskussion gibt, ob man Vidovic nicht ausleihen sollte.
Die Diskussion würde ja keinen Sinn machen, wenn man wirklich der Meinung wäre der Kader wäre nicht breit genug.
Ich habe das nun schon sehr oft gemacht, aber man kann sich jedes Jahr mal am Ende der Saison ansehen wie die Spielzeit dann in der Realität verteilt ist, gerne auch bei anderen Clubs die enorm viel rotieren, und da sind es dann doch 90%+ der Spielzeit die sich auf 18-19 Spieler verteilt.
City ist bspw. ein Verein wo viele sagen würden die haben derzeit evtl. den besten breiten Kader der Welt und dann schaut man sich mal die verteilte Spielzeit an (wohlgemerkt mit zwei nationalen Pokalen) und auch bei City kommen nur 18 Spieler auf 1000+ Spielminuten.
Die Spieler ab Kaderplatz 20+ haben bei City genauso viel Spielzeit wie bei uns und das obwohl wir eben weniger Spielzeit zu vergeben haben (weniger Liga-/Pokalspiele).
In der Realität geht es bei der Wahrnehmung der Kaderbreite vor allem um die Leistungsfähigkeit der Spieler 12-16. Wenn du 4,5 Spieler hast die du jederzeit ohne Probleme bringen kannst, dann ist die Wahrnehmung einfach eine ganz andere, selbst wenn die Spieler dahinter abfallen sollten.
Genauso kannst du da 10 Ersatzspieler haben die eigentlich ordentlich sind, aber aus verschiedenen Gründen trotzdem abfallen und dann ist die Wahrnehmung eher negativ, obwohl du theoretisch eine größere Breite hast.
Nehmen wir mal die Triple-Saison 12/13 als Maßstab.
Da war die Nr. 18 im Kader nach Spielzeit ein Pizarro mit etwas über 1000 Minuten. Das ist die Spielzeit von Sabitzer in der letzten Saison und der stand damit an 16. Stelle im Spielzeitranking.
Ein Shaqiri hatte 12/13 so viel Spielzeit wie Musiala letzte Saison. Was schließt man daraus? Sicherlich nicht, dass Shaqiri die qualitativ höherwertigere Alternative war, sondern eher, dass solche Spieler dann gut mitschwimmen können, wenn es insgesamt läuft.
Nehmen wir mal alle Spieler mit dem "Anspruch" auf größere Spielanteile:
Mane
Gnabry
Sane
Müller
Musiala
Coman
Kimmich
Goretzka
Gravenberch
Sabitzer
Davies
Pavard
Mazraoui
De Ligt
Hernandez
Upamecano
Neuer
Das sind bereits 17 Spieler, sprich es sind im Normalfall nur noch 1-2 Plätze über für Spieler die 1000+ Spielminuten sammeln wollen.
Die wären dann an weitere Neuzugänge wie Laimer/Tel zu vergeben und all die weiteren Kaderspieler und Nachwuchsleute.
Alles oberhalb der Top18 nach Spielzeit wird mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als eine handvoll Spiele und Einwechslungen kriegen und wird dann zu den Spielern zählen wo man dann hier gerne sagt "hätte es nicht gebraucht".
Und natürlich können da Verletzungen etc. eine Rolle spielen, aber erfahrungsgemäß ist das vor allem eine Umverteilung der Spielzeit innerhalb dieser Top16-18 (abseits von extrem schweren Verletzungen der Marke Kreuzbandriss ist kaum ein Spieler so lange verletzt, dass er als Spieler mit Startelfanspruch nicht trotzdem locker in diese Top16-18 kommt).
Also wenn man bspw. noch Laimer und Tel dazu holt, Sabitzer uns nicht verlässt und da auch nur ein Talent positiv überrascht und mehr als 1000+ Minuten erhält, dann wird es definitiv auch negative Überraschungen bzgl. Spielzeit geben.
Gerade solche Leute wie Vidovic und Wanner sollen ja keine reinen Kaderfüller sein, weshalb es ohnehin schon die Diskussion gibt, ob man Vidovic nicht ausleihen sollte.
Die Diskussion würde ja keinen Sinn machen, wenn man wirklich der Meinung wäre der Kader wäre nicht breit genug.
Ich habe das nun schon sehr oft gemacht, aber man kann sich jedes Jahr mal am Ende der Saison ansehen wie die Spielzeit dann in der Realität verteilt ist, gerne auch bei anderen Clubs die enorm viel rotieren, und da sind es dann doch 90%+ der Spielzeit die sich auf 18-19 Spieler verteilt.
City ist bspw. ein Verein wo viele sagen würden die haben derzeit evtl. den besten breiten Kader der Welt und dann schaut man sich mal die verteilte Spielzeit an (wohlgemerkt mit zwei nationalen Pokalen) und auch bei City kommen nur 18 Spieler auf 1000+ Spielminuten.
Die Spieler ab Kaderplatz 20+ haben bei City genauso viel Spielzeit wie bei uns und das obwohl wir eben weniger Spielzeit zu vergeben haben (weniger Liga-/Pokalspiele).
In der Realität geht es bei der Wahrnehmung der Kaderbreite vor allem um die Leistungsfähigkeit der Spieler 12-16. Wenn du 4,5 Spieler hast die du jederzeit ohne Probleme bringen kannst, dann ist die Wahrnehmung einfach eine ganz andere, selbst wenn die Spieler dahinter abfallen sollten.
Genauso kannst du da 10 Ersatzspieler haben die eigentlich ordentlich sind, aber aus verschiedenen Gründen trotzdem abfallen und dann ist die Wahrnehmung eher negativ, obwohl du theoretisch eine größere Breite hast.
Nehmen wir mal die Triple-Saison 12/13 als Maßstab.
Da war die Nr. 18 im Kader nach Spielzeit ein Pizarro mit etwas über 1000 Minuten. Das ist die Spielzeit von Sabitzer in der letzten Saison und der stand damit an 16. Stelle im Spielzeitranking.
Ein Shaqiri hatte 12/13 so viel Spielzeit wie Musiala letzte Saison. Was schließt man daraus? Sicherlich nicht, dass Shaqiri die qualitativ höherwertigere Alternative war, sondern eher, dass solche Spieler dann gut mitschwimmen können, wenn es insgesamt läuft.
Nehmen wir mal alle Spieler mit dem "Anspruch" auf größere Spielanteile:
Mane
Gnabry
Sane
Müller
Musiala
Coman
Kimmich
Goretzka
Gravenberch
Sabitzer
Davies
Pavard
Mazraoui
De Ligt
Hernandez
Upamecano
Neuer
Das sind bereits 17 Spieler, sprich es sind im Normalfall nur noch 1-2 Plätze über für Spieler die 1000+ Spielminuten sammeln wollen.
Die wären dann an weitere Neuzugänge wie Laimer/Tel zu vergeben und all die weiteren Kaderspieler und Nachwuchsleute.
Alles oberhalb der Top18 nach Spielzeit wird mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als eine handvoll Spiele und Einwechslungen kriegen und wird dann zu den Spielern zählen wo man dann hier gerne sagt "hätte es nicht gebraucht".
Und natürlich können da Verletzungen etc. eine Rolle spielen, aber erfahrungsgemäß ist das vor allem eine Umverteilung der Spielzeit innerhalb dieser Top16-18 (abseits von extrem schweren Verletzungen der Marke Kreuzbandriss ist kaum ein Spieler so lange verletzt, dass er als Spieler mit Startelfanspruch nicht trotzdem locker in diese Top16-18 kommt).
Also wenn man bspw. noch Laimer und Tel dazu holt, Sabitzer uns nicht verlässt und da auch nur ein Talent positiv überrascht und mehr als 1000+ Minuten erhält, dann wird es definitiv auch negative Überraschungen bzgl. Spielzeit geben.
12.04.2023 - 00:05 Uhr
Meines Erachtens nach hat das Spiel heute noch mal ganz klar dargelegt, wo dringender Bedarf vorliegt:
1. Wir brauchen unbedingt einen Weltklasse Stürmer. Wir haben vorne gefühlt insbesondere im Zentrum mit einer Person weniger gespielt. Kopfbälle und dergleichen, daran war gar nicht zu denken.
Der Versuch Lewandowski mit Mané zu ersetzen, ist krachend gescheitert.
Hier MUSS ein Spieler wie Kane, Osimhen etc. kommen.
2. Wir brauchen einen starken defensiven Sechser. Dieser muss qualitativ gut genug sein, um Kimmich und Goretzka Feuer zu machen. Dessen Stärken sollten aber eher in der Defensive liegen.
Ein Spieler des Profils Rodri, Javi Martínez, Casemiro ist hier anzuvisieren.
3. Die Torhüterposition. Hier muss nächste Saison ein Weltklasse Torwart stehen, Sommer stellt das nicht für mich da. Er ist ein international starker Torwart, für die Spitze reicht es aber nicht. Hier ist zu schauen, ob Neuer wieder spielen kann, oder ob anderweitig reagiert werden muss.
Dazu sollte aus der Gruppe Mané, Sané, Gnabry mindestens einer, besser noch 2 ausgetauscht werden. Stand jetzt würde ich am ehesten noch Sané behalten. Die anderen beiden bringen für kumuliert rund 37 Millionen Jahresgehalt vieeel zu wenig.
Hier würde ich versuchen, beide zu verkaufen, dafür einen Flügelspieler zu holen und den Restbetrag mit in den ST investieren.
1. Wir brauchen unbedingt einen Weltklasse Stürmer. Wir haben vorne gefühlt insbesondere im Zentrum mit einer Person weniger gespielt. Kopfbälle und dergleichen, daran war gar nicht zu denken.
Der Versuch Lewandowski mit Mané zu ersetzen, ist krachend gescheitert.
Hier MUSS ein Spieler wie Kane, Osimhen etc. kommen.
2. Wir brauchen einen starken defensiven Sechser. Dieser muss qualitativ gut genug sein, um Kimmich und Goretzka Feuer zu machen. Dessen Stärken sollten aber eher in der Defensive liegen.
Ein Spieler des Profils Rodri, Javi Martínez, Casemiro ist hier anzuvisieren.
3. Die Torhüterposition. Hier muss nächste Saison ein Weltklasse Torwart stehen, Sommer stellt das nicht für mich da. Er ist ein international starker Torwart, für die Spitze reicht es aber nicht. Hier ist zu schauen, ob Neuer wieder spielen kann, oder ob anderweitig reagiert werden muss.
Dazu sollte aus der Gruppe Mané, Sané, Gnabry mindestens einer, besser noch 2 ausgetauscht werden. Stand jetzt würde ich am ehesten noch Sané behalten. Die anderen beiden bringen für kumuliert rund 37 Millionen Jahresgehalt vieeel zu wenig.
Hier würde ich versuchen, beide zu verkaufen, dafür einen Flügelspieler zu holen und den Restbetrag mit in den ST investieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Robbeeen123 am 12.04.2023 um 00:08 Uhr bearbeitet
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