DFB und DFB-Teams

Entwicklung der Nationalmannschaft (EM 2028 / WM 2030)

20.12.2025 - 00:14 Uhr
Zitat von Bazzu
Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.
Zitat von FatherH
Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.


Ganz genau. Da haben wir ein Problem, was oft einfach an der Lage (Dorfverein) oder am Hirn der Trainer liegt. Letztlich ist das aber nur einer von vielen Gründen, weshalb uns viele andere Länder aktuell das Wasser abdrehen. Vieles wurde und wird angepasst - und ich bin mir sicher, dass wir den Abstand in den nächsten Jahren wieder verkürzen. Am Ende, wenn wir mal wieder Welt- oder Europameister werden wollen, müssen wir jedoch besser sein als die anderen. Und da gibt es noch so, so, so viel zu tun. Ich empfehle jedem mal das Buch ,,Denkfabrik Nachwuchsfußball" - erst recht, wenn man auch nur im Entferntesten etwas mit Jugendfußball oder Kindern im Allgemeinen zu tun hat.
Zitat von Bazzu
Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.


Ganz genau. Da haben wir ein Problem, was oft einfach an der Lage (Dorfverein) oder am Hirn der Trainer liegt. Letztlich ist das aber nur einer von vielen Gründen, weshalb uns viele andere Länder aktuell das Wasser abdrehen. Vieles wurde und wird angepasst - und ich bin mir sicher, dass wir den Abstand in den nächsten Jahren wieder verkürzen. Am Ende, wenn wir mal wieder Welt- oder Europameister werden wollen, müssen wir jedoch besser sein als die anderen. Und da gibt es noch so, so, so viel zu tun. Ich empfehle jedem mal das Buch ,,Denkfabrik Nachwuchsfußball" - erst recht, wenn man auch nur im Entferntesten etwas mit Jugendfußball oder Kindern im Allgemeinen zu tun hat.


Ob ich nun das Buch lese oder ob man sich mit den Reformen von Hannes Wolf befasst und umsetzt, das Ergebnis muss am Ende derselbe sein im Jugendbereich. Und letzterer ist schon dabei genau das zu lösen, was du kritisierst.
Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.

Ganz genau. Da haben wir ein Problem, was oft einfach an der Lage (Dorfverein) oder am Hirn der Trainer liegt. Letztlich ist das aber nur einer von vielen Gründen, weshalb uns viele andere Länder aktuell das Wasser abdrehen. Vieles wurde und wird angepasst - und ich bin mir sicher, dass wir den Abstand in den nächsten Jahren wieder verkürzen. Am Ende, wenn wir mal wieder Welt- oder Europameister werden wollen, müssen wir jedoch besser sein als die anderen. Und da gibt es noch so, so, so viel zu tun. Ich empfehle jedem mal das Buch ,,Denkfabrik Nachwuchsfußball" - erst recht, wenn man auch nur im Entferntesten etwas mit Jugendfußball oder Kindern im Allgemeinen zu tun hat.


Ob ich nun das Buch lese oder ob man sich mit den Reformen von Hannes Wolf befasst und umsetzt, das Ergebnis muss am Ende derselbe sein im Jugendbereich. Und letzterer ist schon dabei genau das zu lösen, was du kritisierst.



Ich glaube, du denkst, ich argumentiere gegen deine Position. Nein, überhaupt nicht. Ich finde das, was Hannes Wolf macht wirklich gut und richtig. Man muss allerdings sehen, dass da auch Bereiche sind, bei denen der DFB nur sehr begrenzt Einfluss nehmen kann.

1. Die Profivereine: Hier hauptsächlich die Bereiche inländisches Scouting; Übergang in den Profibereich; Bindung und Identifikation im Jugendbereich; Beteiligung des Amateursports am finanziellen Erfolg; feste Quote an Geldern, die bei Transfererlösen in die Jugendarbeit fließen müssen; Bezahlung von Jugendtrainern (warum verdient ein F-Jugendtrainer stets weniger als ein B-Jugendtrainer?)

2. Amateursport: u.a. Vermeidung von zu vielen Wechseln im Jugendbereich; Partizipation und Druck auf übergeordnete Strukturen; Finden von ehrenamtlichen Trainern/Orga-Leuten/...

3. Gesamtgesellschaftlich: Rasenmäher/Helikoptereltern; Ganztagsschule (so wie sie in Deutschland gestaltet wird ein Feind von Kindheit und Entwicklung); Ansehen der Bedeutung von Sport; ...

Also ich sehe uns endlich in die richtige Richtung marschieren. Aber wir Deutschen tendieren ,,nach" erfolgreichen Reformen gern dazu, zu denken, dass die Maschine jetzt läuft und man genug getan hat. Dabei müssen wir erkennen, dass wir in eine Daueroptimierungschleife rein müssen. Sonst gewinnen wir vllt. 2034 die WM und 2044 sind wir wieder da wo wir heute stehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bazzu am 29.07.2026 um 12:30 Uhr bearbeitet
Zitat von Bazzu
Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.

Ganz genau. Da haben wir ein Problem, was oft einfach an der Lage (Dorfverein) oder am Hirn der Trainer liegt. Letztlich ist das aber nur einer von vielen Gründen, weshalb uns viele andere Länder aktuell das Wasser abdrehen. Vieles wurde und wird angepasst - und ich bin mir sicher, dass wir den Abstand in den nächsten Jahren wieder verkürzen. Am Ende, wenn wir mal wieder Welt- oder Europameister werden wollen, müssen wir jedoch besser sein als die anderen. Und da gibt es noch so, so, so viel zu tun. Ich empfehle jedem mal das Buch ,,Denkfabrik Nachwuchsfußball" - erst recht, wenn man auch nur im Entferntesten etwas mit Jugendfußball oder Kindern im Allgemeinen zu tun hat.


Ob ich nun das Buch lese oder ob man sich mit den Reformen von Hannes Wolf befasst und umsetzt, das Ergebnis muss am Ende derselbe sein im Jugendbereich. Und letzterer ist schon dabei genau das zu lösen, was du kritisierst.



Ich glaube, du denkst, ich argumentiere gegen deine Position. Nein, überhaupt nicht. Ich finde das, was Hannes Wolf macht wirklich gut und richtig. Man muss allerdings sehen, dass da auch Bereiche sind, bei denen der DFB nur sehr begrenzt Einfluss nehmen kann.

1. Die Profivereine: Hier hauptsächlich die Bereiche inländisches Scouting; Übergang in den Profibereich; Bindung und Identifikation im Jugendbereich; Beteiligung des Amateursports am finanziellen Erfolg; feste Quote an Geldern, die bei Transfererlösen in die Jugendarbeit fließen müssen; Bezahlung von Jugendtrainern (warum verdient ein F-Jugendtrainer stets weniger als ein B-Jugendtrainer?)

2. Amateursport: u.a. Vermeidung von zu vielen Wechseln im Jugendbereich; Partizipation und Druck auf übergeordnete Strukturen; Finden von ehrenamtlichen Trainern/Orga-Leuten/...

3. Gesamtgesellschaftlich: Rasenmäher/Helikoptereltern; Ganztagsschule (so wie sie in Deutschland gestaltet wird ein Feind von Kindheit und Entwicklung); Ansehen der Bedeutung von Sport; ...

Also ich sehe uns endlich in die richtige Richtung marschieren. Aber wir Deutschen tendieren ,,nach" erfolgreichen Reformen gern dazu, zu denken, dass die Maschine jetzt läuft und man genug getan hat. Dabei müssen wir erkennen, dass wir in eine Daueroptimierungschleife rein müssen. Sonst gewinnen wir vllt. 2034 die WM und 2044 sind wir wieder da wo wir heute stehen.

Selbst die Spanier brauchten trotz der wohl am besten konzipierten und umgesetzten Jugendausbildung nach dem Titel 2012 12 Jahre für den nächsten Titel.
Zitat von Bazzu
Zitat von Schilkseeschnack

Dann frage ich mich, wie die Ausbildung in Spanien konzipiert ist, da dort alle Spieler neben den positionsspezifischen Anforderungen auch Balltechnik und sauberes Passspiel mitbringen.


Mal ein paar grundlegende Dinge, die Spanien anders macht als Deutschland:

1. Die Hauptförderung betreiben die Klubs, die über verteilte Stützpunkte Identifikation und Scouting in die Fläche bringen, während unsere Klubs überspitzt gesagt inländisch nur bis zum nächsten Bäcker scouten - und dann im Ausland fischen gehen.

2. In Spanien wird der einzelne Spieler betrachtet und sich gefragt: Was können wir tun, damit dieser Spieler das nächste Level erreicht? Das hat bspw. dazu geführt, dass Oyarzabal in der Jugend, als er schon als absolutes Toptalent galt, zu einem Absteiger verliehen wurde, damit der dort das Verteidigen lernt.

In Deutschland würden die Eltern sturmlaufen, weil man das dem Familienjuwel ja nicht antun kann. Es würde als demotivierend angesehen werden (wir in Deutschland haben grundsätzlich ein falsches Verständnis, was Motivation ist, wo sie herkommt und wohin sie gerichtet ist...). Der Trainer würde ohnehin unter Druck stehen, weil man seinen besten Spieler ja im Tabellenrennen nicht abgeben kann.

3. Die Spanier haben ein landesumfassendes Konzept, was die Spielidee betrifft. Und das ziehen sie konsequent durch. Wir normieren, zertifizieren - und nivellieren damit das Niveau.

Wir sollten meiner Meinung nach im Übrigen bitte kein landesweites Konzept haben, was dann allen NLZs etc. übergestülpt wird (wir Deutschen können das einfach nicht ohne in Vorgabenextremismus zu verfallen; zudem hat es andere Nachteile -> s.u.). Wir sollten stattdessen vereinsspezifische Philosophien fördern (damit z.B. ein Spieler, der aus der U17 in die U19 hochgezogen wird, systemisch direkt Anschluss findet). Wir sind als Deutschland deutlich polyzentrischer und haben einen viel größeren Talentpool als Spanien. Wir können uns leisten, verschiedene Philosophien zu fahren und dann am Ende einen breiteren, diverseren Ansatz als Spanien zu haben (ja, das wäre möglich, so unglaublich es klingt). Denn was man nicht vergessen darf: Spanien fährt nur diese eine Spielphilosophie. Und wie es in den 2010ern kam, werden sich die anderen Länder anpassen und diesen aktuell wieder erfolgreichen Ansatz aushebeln. Wenn wir jetzt wieder (schlechter) die Spanier kopieren, werden wir in der daran angepassten Konkurrenz der Zukunft alt aussehen.

Bist du im Jugendbereich als Trainer tätig?
Zu Spanien: Die Ausbildung ist auch dort polyzentrisch, wenn die Klubs für die Hauptförderung verantwortlich ist. Das französische Modell wäre ein Beispiel für das Gegenteil.
Seit 2014 hat auch Spanien seinen Spielstil angepasst und hat deutlich mehr Flügelspiel, Vertikalität, Weitschüsse und Physis zu bieten als das Spiel der damaligen Generation. Aufgrund der Altersstruktur des aktuellen Kaders und des Personals, das bei dieser WM verletzungsbedingt fehlte oder nachkommt, kann der aktuelle Erfolgszyklus länger dauern als der vorherige Zyklus 2008-2012.
Zitat von Bazzu
Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Zitat von Bazzu

Zitat von FatherH

Balltechnik und sauberes Passspiel bekommen sie von kleinauf mit, weil sie das durch viel spielen in kleinen Gruppen aneignen. Unser Funino wurde mehr oder weniger vom Futsal abgeleitet, was viel in Spanien gespielt wird. Funfact. Beim 3 gegen 3 im Funino wird ohne es den Kindern bewusst wird schon positionsspezifische Grundlagen mitgegeben (Verhalten mit Ball, ohne Ball, Dreiecksbildung etc.).


Genau - und das sollte man eben auch nicht vergessen: Wenn in Spanien das Wetter nicht mitspielt, dann wird das Training verlegt und oft auch Futsal in der Halle gespielt. Unser Pendant zu den spanischen Monaten mit regelmäßig 40°C + X ist der Winter. Aber da schicken wir die Kleinen dann auf den Eis-Matsch-Platz. Kämpfen, kämpfen, kämpfen! zwinker


Es gibt genug Indoor Soccer Möglichkeiten oder Kunstrasenplätze in großen Städten. Auf dem Land gibt es bestimmt auch Hallenmöglichkeiten, wenn der Verein sich frühzeitig drum kümmert. Manche Städe geben sogar bis zur U13 die Schulhallen frei für Vereinssport. Oder man fragt andere Abteilungen wie Turnen, ob man mal deren Hallenplätze belegen kann.

Ganz genau. Da haben wir ein Problem, was oft einfach an der Lage (Dorfverein) oder am Hirn der Trainer liegt. Letztlich ist das aber nur einer von vielen Gründen, weshalb uns viele andere Länder aktuell das Wasser abdrehen. Vieles wurde und wird angepasst - und ich bin mir sicher, dass wir den Abstand in den nächsten Jahren wieder verkürzen. Am Ende, wenn wir mal wieder Welt- oder Europameister werden wollen, müssen wir jedoch besser sein als die anderen. Und da gibt es noch so, so, so viel zu tun. Ich empfehle jedem mal das Buch ,,Denkfabrik Nachwuchsfußball" - erst recht, wenn man auch nur im Entferntesten etwas mit Jugendfußball oder Kindern im Allgemeinen zu tun hat.


Ob ich nun das Buch lese oder ob man sich mit den Reformen von Hannes Wolf befasst und umsetzt, das Ergebnis muss am Ende derselbe sein im Jugendbereich. Und letzterer ist schon dabei genau das zu lösen, was du kritisierst.



Ich glaube, du denkst, ich argumentiere gegen deine Position. Nein, überhaupt nicht. Ich finde das, was Hannes Wolf macht wirklich gut und richtig. Man muss allerdings sehen, dass da auch Bereiche sind, bei denen der DFB nur sehr begrenzt Einfluss nehmen kann.

1. Die Profivereine: Hier hauptsächlich die Bereiche inländisches Scouting; Übergang in den Profibereich; Bindung und Identifikation im Jugendbereich; Beteiligung des Amateursports am finanziellen Erfolg; feste Quote an Geldern, die bei Transfererlösen in die Jugendarbeit fließen müssen; Bezahlung von Jugendtrainern (warum verdient ein F-Jugendtrainer stets weniger als ein B-Jugendtrainer?)

2. Amateursport: u.a. Vermeidung von zu vielen Wechseln im Jugendbereich; Partizipation und Druck auf übergeordnete Strukturen; Finden von ehrenamtlichen Trainern/Orga-Leuten/...

3. Gesamtgesellschaftlich: Rasenmäher/Helikoptereltern; Ganztagsschule (so wie sie in Deutschland gestaltet wird ein Feind von Kindheit und Entwicklung); Ansehen der Bedeutung von Sport; ...

Also ich sehe uns endlich in die richtige Richtung marschieren. Aber wir Deutschen tendieren ,,nach" erfolgreichen Reformen gern dazu, zu denken, dass die Maschine jetzt läuft und man genug getan hat. Dabei müssen wir erkennen, dass wir in eine Daueroptimierungschleife rein müssen. Sonst gewinnen wir vllt. 2034 die WM und 2044 sind wir wieder da wo wir heute stehen.


Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.... Hast du zu irgendeiner deiner Thesen belegbare Fakten?

Meine Fragen/Anmerkungen

Zu 1.)
Bindung und Identifikation im Jugendbereich? Was ist das? Müssen Bayern Nachwuchs Spieler in der entsprechenden Bettwäsche schlafen und perfekt bayrisch sprechen? Am Ende ist ein NLZ ein Mittel zum Zweck. Für Spieler und Verein....

Finanzielle Entschädigung... die gibt es schon ewig. Der Spieler muss eben auch gewisse Zeiten dort gespielt haben. Greifswald hat z. B. auch profitiert von den Wechseln von Toni Kroos. Über die Höhe kann man sicher streiten.

Feste Quote der Transfererlöse in die Jugendarbeit ? Warum? Wenn ich sehe was Leipzig, Stuttgart, Bayern da schon reinpumpen um ja schon in der C Jugend den Topspieler aus Dresden, Cottbus oder Unterhaching zu bekommen, wird die Ungleichheit nur noch befeuert. Wobei das mit Sicherheit einige Vereine schon als Selbstzweck machen.

Bezahlung von Jugendtrainern... Ja da gibt es Probleme weil viele Vereine - gerade kleinere aber auch die Bayern - die Trainerjobs als Minijobs an Studenten vermarkten - was angesichts des zeitlichen Aufwandes auch gesetzlich sehr fragwürdig ist. Aber F-Jugend mit B-Jugend vergleichen? Total daneben, da die Qualifikationen UND der Aufwand überhaupt nicht miteinander vergleichbar sind. Oder habe ich die Einführung der F-Jugend Bundesliga verpasst?

Zu 2.)
Ich verstehe den Punkt ehrlich nicht... Was genau soll geändert werden? Zu viele Wechsel im Jugendbereich? Was ist zu viel?
Ehrenamt? Orga Teams ? Ich glaube wenn wir auf eins stolz sein können ist es die unglaubliche Bereitschaft zum Ehrenamt im Fussballdeutschland... aber wie gesagt: Verstehe den Punkt so gar nicht.

Zu 3.)
Mag sein - aber wie und wo soll der Sport die gesellschaftlichen Probleme in Deutschland lösen? Sport und eine Mannschaft ist viel mehr ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Gesellschaft fängt zu allererst immer bei sich selber an. Thema Empathie, Selbstreflexion, Leistungsbereitschaft. Das kann aber der DFB nicht lösen.
Was problematisch ist sind die Bildungschancen, wo auch beim Sport die Familien mit Geld deutlich bessere Chancen für ihre Kinder "kaufen" können.
Internate kosten Geld, im ländlichen Raum gibt es immense Fahrwege etc. Hier muss viel mehr mit Stipendien gearbeitet werden. Damit auch der Maurerssohn aus Kleinpuselmugel die Möglichkeit hat am NLZ zu spielen.
Bei vielen NLZ ist es normal das Trainingsausstattung gekauft werden muss - ein Unding.

Der Fussball kann nicht gesamtbildungspolitische Probleme lösen - aber er kann eine Chance sein für einen sozialen Aufstieg. Und diese Chance ist in Deutschland einfach zu klein im Vergleich zu anderen Nationen.

Wie du schon schreibst ist man unter Hannes Wolf auf einen besseren Weg sind. Aber das braucht eben immer Zeit. Unsere U Mannschaften sind bei den Turnieren immer gut dabei und gewinnen auch solche. Mit Mertesacker und Klopp bekommen wir Leute die in England waren als die gelernt haben, das der Übergang zu den Profis extrem wichtig ist. U23 Liga - viel mehr Leihen etc .. das wird sicher helfen und läuft in Teilen auch ohne die beiden.

Es fehlt nicht an Topspielern, aber an den Postionsdiservität dieser. Wir bilden spielstarke Mittelfeldspieler aus für 3 Nationalmannschaften, haben aber wenige Optionen an Strafraumstürmern und Aussenverteidigern.
Das war aber mal Deutschlands Stärke. Das man auf jeder Position Spieler auf allerhöchsten Niveau hatte. Und das obwohl man nur selten echte Ballon D'Or Kandidaten hatte.
Das waren wohl nur Beckenbauer, Matthäus, G. Müller und über einen kurzen Zeitraum Sammer.
Zitat von Schilkseeschnack

Bist du im Jugendbereich als Trainer tätig?
Zu Spanien: Die Ausbildung ist auch dort polyzentrisch, wenn die Klubs für die Hauptförderung verantwortlich ist. Das französische Modell wäre ein Beispiel für das Gegenteil.
Seit 2014 hat auch Spanien seinen Spielstil angepasst und hat deutlich mehr Flügelspiel, Vertikalität, Weitschüsse und Physis zu bieten als das Spiel der damaligen Generation. Aufgrund der Altersstruktur des aktuellen Kaders und des Personals, das bei dieser WM verletzungsbedingt fehlte oder nachkommt, kann der aktuelle Erfolgszyklus länger dauern als der vorherige Zyklus 2008-2012.


Ich bin Jugendtrainer im Feldhockey und hauptberuflich Bio- und Sportlehrer an einem Gymnasium in Niedersachsen.

Ich hätte besser zwischen geografischer und ausbildungstechnischer Polyzentrik unterscheiden sollen. Spanien ist ausbildungstechnisch polyzentrischer, aber die höhere geografische Polyzentrik und die viel höhere Bevölkerung würde es Deutschland erlauben auch ausbildungstechnisch diverser und polyzentrischer zu sein.

Zitat von ToniKroos8

Zu 1.)
Bindung und Identifikation im Jugendbereich? Was ist das? Müssen Bayern Nachwuchs Spieler in der entsprechenden Bettwäsche schlafen und perfekt bayrisch sprechen? Am Ende ist ein NLZ ein Mittel zum Zweck. Für Spieler und Verein....

Finanzielle Entschädigung... die gibt es schon ewig. Der Spieler muss eben auch gewisse Zeiten dort gespielt haben. Greifswald hat z. B. auch profitiert von den Wechseln von Toni Kroos. Über die Höhe kann man sicher streiten.

Feste Quote der Transfererlöse in die Jugendarbeit ? Warum? Wenn ich sehe was Leipzig, Stuttgart, Bayern da schon reinpumpen um ja schon in der C Jugend den Topspieler aus Dresden, Cottbus oder Unterhaching zu bekommen, wird die Ungleichheit nur noch befeuert. Wobei das mit Sicherheit einige Vereine schon als Selbstzweck machen.

Bezahlung von Jugendtrainern... Ja da gibt es Probleme weil viele Vereine - gerade kleinere aber auch die Bayern - die Trainerjobs als Minijobs an Studenten vermarkten - was angesichts des zeitlichen Aufwandes auch gesetzlich sehr fragwürdig ist. Aber F-Jugend mit B-Jugend vergleichen? Total daneben, da die Qualifikationen UND der Aufwand überhaupt nicht miteinander vergleichbar sind. Oder habe ich die Einführung der F-Jugend Bundesliga verpasst?


Schau dir Benfica Lissabon an. Die haben etliche über das Land verteilte Stützpunkte, die dafür sorgen, dass viel mehr Spieler viel früher formal Benfica Spieler sind. Es entsteht das Gefühl, Teil des Ganzen zu sein - und das ist für Kinder nunmal enorm wichtig. Bei uns wechseln die talentierten Kinder viel zu oft den Verein oder sind in unterschiedlichen Kontexten: Verein und DFB-Stützpunkt wechseln sich munter ab.

Und das andere ist m.M.n. ein Denkfehler. Der höchste Trainer eines Profilklubs für die F-Jugend müsste gleich bezahlt werden, weil er nach meiner Forderung ja viel mehr Spieler betreuen muss als der B-Jugendtrainer (da ich ja will, dass die Klubs insgesamt viel mehr jüngste Spieler binden. Natürlich kann der Verantwortliche für ein F-Jugendteam nicht so viel verdienen, wie der Trainer, der eine der wenigen oder die einzige B-Jugend des Profiklubs trainiert. Die Plätze in den NLZs sind so begrenzt, dass dieses Training in einer Mannschaft und Teil dieses Clubs zu sein am Ende zu wenige Kinder betrifft.

Die Anforderungen und der Aufwand für die Förderung kleiner Kinder ist, wenn man es richtig macht, im Übrigen NICHT geringer als der der älteren Jugendlichen. Das ist leider klassische Denke in Deutschland, die z.B. dazu führt, dass Gymnasiallehrkräfte oft grundsätzlich mehr Geld verdienen als Grundschullehrkräfte. Oder noch schlimmer: Dass Berufsschullehrer oder Realschullehrer mehr verdienen, obwohl da die Anforderungen und der Aufwand nachweislich am geringsten sind. Und das sagt dir jemand, der jedes Jahr etliche Abiturienten durchbringt und an allen Schulformen außer Förderschule und IGS bereits selbst gearbeitet hat. Fehler und Potentiale im Grundschulalter skalieren und projizieren sich auf das ganze Leben. Dort Talent zu erkennen und zu richtig fördern ist weitaus am Schwierigsten.

Im Feldhockey ist das im Übrigen dasselbe: Das, was der B-Jugentrainer bei uns an Mehraufwand im Training hat, haben wir im Kinderbereich an Mehraufwand im Bereich Polysportivität und Elternmanagement. Ich bin kein Fußballtrainer, aber die Sportarten sind sehr gut vergleichbar.


Zitat von ToniKroos8
Zu 2.)
Ich verstehe den Punkt ehrlich nicht... Was genau soll geändert werden? Zu viele Wechsel im Jugendbereich? Was ist zu viel?
Ehrenamt? Orga Teams ? Ich glaube wenn wir auf eins stolz sein können ist es die unglaubliche Bereitschaft zum Ehrenamt im Fussballdeutschland... aber wie gesagt: Verstehe den Punkt so gar nicht.


Schau dir mal das an: https://www.kicker.de/dfb-und-dfl-beschliessen-massnahmen-gegen-nlz-tourismus-1061947/artikel

Das LZ-Hopping, wenn Mama und Papa unzufrieden sind, ist in Deutschland gängige Praxis und der DFB versucht gegenzusteuern, weil diese Wechselarien jede systemische Ausbildung und Teamzusammenhalt bombardieren. Aber wie gesagt: Er hat da nur begrenzte Mittel.

Und natürlich können wir auf unser Ehrenamt stolz sein. Es ist aber nunmal Fakt, dass es vielfältige Umstände gibt, die diese Leute mit Füßen treten. Meine Punkte, die ich aufzähle, sind ja die Dinge, bei denen der DFB ziemlich wenig machen kann.

Zitat von ToniKroos8
Zu 3.)
Mag sein - aber wie und wo soll der Sport die gesellschaftlichen Probleme in Deutschland lösen? Sport und eine Mannschaft ist viel mehr ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Gesellschaft fängt zu allererst immer bei sich selber an. Thema Empathie, Selbstreflexion, Leistungsbereitschaft. Das kann aber der DFB nicht lösen.


Genau, es geht bei meinen Punkten um Dinge, die der DFB nicht oder kaum lösen kann.


Zitat von ToniKroos8
Was problematisch ist sind die Bildungschancen, wo auch beim Sport die Familien mit Geld deutlich bessere Chancen für ihre Kinder "kaufen" können.
Internate kosten Geld, im ländlichen Raum gibt es immense Fahrwege etc. Hier muss viel mehr mit Stipendien gearbeitet werden. Damit auch der Maurerssohn aus Kleinpuselmugel die Möglichkeit hat am NLZ zu spielen.
Bei vielen NLZ ist es normal das Trainingsausstattung gekauft werden muss - ein Unding.


Genau, ein Unding - und wieder etwas, wo die Vereine und nicht der DFB gegensteuern müsste. Mehr Vereinsstützpunkte in der Provinz, wie es z.B. Benfica oder Atletic Bilbao machen, würde hier im Übrigen auch gegenwirken. Zu Bildungschancen: Absurderweise ist es so, dass die staatlichen Gegenmaßnahmen dazu führen, dass Menschen mit Geld zunehmend in Privatschulen flüchten (werden), weil aufgrund von Geld- und Personalmangel einfach nur das Niveau heruntergefahren wird an öffentlichen Schulen. Und das ist so gewollt, weil Bildungspolitik nur nach Statistiken lechzt, aber nicht nach echten Ergebnissen. Aber das würde hier zu weit führen.

Zitat von ToniKroos8
Der Fussball kann nicht gesamtbildungspolitische Probleme lösen - aber er kann eine Chance sein für einen sozialen Aufstieg. Und diese Chance ist in Deutschland einfach zu klein im Vergleich zu anderen Nationen.


Ganz genau.

Es ist witzig, dass ich hier in den letzten Beiträgen scheinbar den Eindruck erwecke, ich würde hier gegen irgendwen anreden, obwohl ich bei fast allem Eure Meinung teile. grins
Eine Kader-Idee von mir, die auch schon ein wenig auf die Zukunft Richtung Euro ausgerichtet ist. Dass da Spieler wie Oliver Baumann oder Serge Gnabry in Topform sein werden, ist fraglich. Gerade auf manchen Positionen ist es auch absolut formabhängig, insbesondere der Zehn, wo wir ein großes Angebot haben, mit super unterschiedlichen Profilen, wo man auch schauen muss, mit wem man im Sturm spielt.

Tor:
Jonas Urbig
Noah Atubolu
Mio Backhaus

Eine sehr junge Auswahl, gerade in der näheren Zukunft sind Nominierungen von Leuten wie Baumann oder Nübel noch möglich. Sonderlich wahrscheinlich ist das auf langfristiger Basis nicht, zumal beide halt keine überragenden Leute sind. Baumann hat seinen Job zwar sehr ordentlich gemacht, dürfte im jetzigen Alter aber keine positive Entwicklung mehr nehmen. Nübel hat immer eine relativ uninteressante Natiokarriere gehabt, der Schritt in die Türkei wird nicht zur Leistungsfähigkeit beitragen. Das Torhüterduell Urbig vs. Atubolu sollte die Frage des neuen Torwartes beantworten.

Außenverteidiger:
Philipp Treu
Nathaniel Brown
David Raum/Maximilian Mittelstädt
Ridle Baku

Brown sollte save sein, war der einzige Lichtblick bei der WM. Raum und Mittelstädt liegen hinter Brown. Alle drei sind unterschiedliche Spielerypen. Raum steht aber eher für den Fußball, den man nicht sehen möchte, mit vielen Standards und 130.000 Flanken, die bei uns seit der Füllkrug-Kleindienst-Periode keinen Abnehmer finden. Ist für das Team aber offensichtlich wertvoll, dort sehr beliebt und ein Führungsspieler, allerdings einer ohne große internationale Erfahrung oder Erfolg mit der Nationalmannschaft. Das dürfte seit Neuers Abgang aber auf niemanden mehr zutreffen.
Dass Ridle Baku nach der Quali von Nagelsmann geghostet wurde, war mir persönlich unverständlich, da der einen recht soliden Job dort gemacht hat. Ein neues Versuchskaninchen wäre Philipp Treu, der von Freiburg auf jeden Fall die Kämpferattitüde und eine starke EL-Saison mitbringt.

Innenverteidiger:
Nico Schlotterbeck
Jonathan Tah
Waldemar Anton/ Malick Thiaw
Yann Bisseck

Schlotterbeck dürfte absolut save sein. Seine Spieleröffnung bringt uns erhebliche Schritte nach vorne.
Jona Tah verrichtet seine Aufgaben meist solide, bei Bayern nebst Upamecano sogar ziemlich gut. In der DFB-Elf war das Zusammenspiel mti Schlotti aber aus irgendwelchen Gründen nicht gerade optimal. Er wird auch älter. Die Euro dürfte eines seiner, wenn nicht das letzte Turnier sein. Denn es ist nicht so, dass es keine Alternativen gäbe.
Anton ist gemeinhin auch eher ein besserer Durchschnittskicker, der aber erfahren im Zusammenspiel mit Schlotti ist und auch erfahren genug. Für die großen Aussetzer ist er nicht bekannt.
Größer in beide Richtungen ist der Leistungsausschlag bei Thiaw. Ein Verteidiger mit Torgefahr und einer willigen Spielweise, der aber hie und da noch zu Fehlern neigt. Ist aber stets mit seinen Aufgaben gewachsen.
Wen Klopp hoffentlich endlich einlädt, ist Bisseck. Nagelsmann hat es verpennt, und dann war es irgendwann einfach zu knapp vor der WM. Aber er spielt Stamm beim besten Team der italienischen Serie A, einer Top 5-Liga. Das sollte Beachtung verdienen - definitiv einer für die Zukunft, in meinen Augen besser als Anton und Thiaw.

Defensives/zentrales Mittelfeld:
Tom Bischof
Aleksandar Pavlovic
Joshua Kimmich
Felix Nmecha
Anton Stach
Nadiem Amiri
Ouedraogo

Bischof ist der Thiago der Zukunft, mark my words. Er scheint das Gespür für die richtigen Räume zu haben, super Timing, sehr feinfühlig, darüber hinaus polyvalent als DM, ZM, OM, LV oder RV einsetzbar. Hat auch einen richtig guten Schuss. Ich hoffe, dass er jetzt auch bei Bayern die Spielzeit kriegt, die er braucht.
Pavlos Standing hat WAHNSINNIG gelitten bei der WM, der kicker hat ihn auf Platz 16, den letzten, in der nationalen Klasse der Mittelfeldspieler Deutschlands gerankt. Hinter Jens Stage oder Sambi Lokonga. Sorry, aber absurd. Alle 14 CL-Spiele in dieser Saison für Bayern als Starter gemacht, Monsterperformance gegen Real im VF. Die Aufstellung des Mittelfeldes war extrem unbalanciert, was sowohl Nmecha als auch Pavlo geschadet hat, wobei Nmecha als der offensivere Rumturnerpart einfach mehr offensive Glanzlichter sammeln konnte. In der richtigen Zusammenstellung ist Pavlo mit seiner Ruhe am Ball und den teils wirklich Kroos-verdächtigen Passquoten unverzichtbar.
Nmecha hat in den ersten beiden WM-Spielen, aber auch die ganze Bundesligasaison schon gezeigt, was ihn auszeichnet. Sehr körperlich, physisch wirklich extrem stark, wie der gegen die Elfenbeinküste jeden Ball im Konter geholt und dann noch den entscheidenden Zuckerpass auf Undav vor dessen 2:1 gespielt hat, war weltklasse. Nmecha ist der klassische Allrounder. Der kann schießen, dribbeln, passen, rennen, kämpfen, grätschen. In guter Form natürlich ein Muss. Allerdings auf der Sechs vielleicht nicht ganz perfekt aufgehoben, schon eher ein Achter, oder?
Kimmich hatte bei der WM wirklich eine absolute Hassbeziehung mit seiner dämlichen Positionierung als RIV. Im Zentrum hätte er zumindest die rechten Halbräume bekleiden können, die er bei Bayern so gerne einnimmt. Ein feines Füßchen und eine absolute Pferdelunge hat Kimmich. Seine Physis - und Tempo-Nachteile waren in dieser tiefen Position ein Downgrade für ihn und eine Schwachstelle fürs Team. Hoffentlich nie mehr wieder. Von mir aus als RV, wenn das denn auch klappt in Kloppos System.
Stach und Amiri sollte man auch nicht übergehen. Amiri ist natürlich vor allem als Offensivachter oder gar Zehner wertvoll bei der Nationalmannschaft in Erscheinung getreten - auch in der Quali schon. Als Schütze für direkte Standards schon ein Schweizer Taschenmesser, da ist er viel höher einzuschätzen als Kimmich oder Raum in meinen Augen. Klassischer Rollenspieler, der bei der WM leider wenig Spielzeit erhielt, obwohl er offensichtlich einer der wenigen war, die sich auf der Höhe befanden.
Stach ist den Leichtathletenfußball aus der Prem gewöhnt, wo er sehr geschätzt wird. Guter Sechser mit Fernschussqualitäten. Hätte bei der WM schon anstatt Goretzka und Groß mitgenommen werden müssen.
Ouedraogo mag ich auch sehr, der wäre dann vielleicht auch offensiver interessant. Wenn er denn fit ist, meist mit überzeugenden Darbietungen in der Bundesliga. Sein DFB-Debüt war ja ziemlich stark. Bei der WM leider komplett außen vor gelassen.
Offensives Mittelfeld/Sturm
Florian Wirtz
Serge Gnabry
Jamal Musiala
Kai Havertz
Deniz Undav
Nicolo Tresoldi
Nick Woltemade

Auf dem Papier sind die Namen ziemlich cool. Die Frage wird immer sein, wer da gerade im Sturm steht und wer überhaupt in Form ist.
Wenn Klopp etwas mit Undav anzufangen weiß, dann ist er natürlich Stürmerkandidat Nr.1. Undav muss das aber erstmal konservieren, auch nicht jung und auch nicht mit jedem System adaptierbar. "Weiß wo das Tor steht".
Tresoldi sollte man jetzt auch wegen der Verbandsfrage schleunigst an Land ziehen. Keiner aus dem Top-Regal, aber wir lechzen in Deutschland ja immer nur von einem Stürmertalent zum nächsten, also, gerne bitte.
Woltemade ist in der aktuellen Verfassung gar kein Thema. Der eindeutige Beweis, dass es psychisch Klick machen muss. Passiert das, kann er genau das machen, was er in der WM-Quali unter Beweis gestellt hat. Ändert sich die Situation in Newcastle nicht, sagt man wohl dem nächsten Talent Goodbye - was bei ihm richtig schade wäre, extrem sympathischer Kerl.
Ich bin ein absoluter Havertz-Befürworter, denke auch, dass er als Zehner besser als als Stümer ist, aber er macht ja dennoch seine Tore und hat seine Momente. Der ideale Hochglanzfußball steht wohl nicht bevor, aber Havertz ist auch auf der Zehn ein sehr guter Kandidat.
Gnabry ist als Halbstürmer neben einer falschen Neun oder einer Anspielstation wie Woltemade prädestiniert. An guten Tagen mit einem abartigen Zug zum Tor, strammen Schuss und Spielintelligenz. Läuft es nicht, läuft dann aber meistens auch gar nichts.
Wirtz sollte bei LFC bald mal die Leverkusen-Rolle bekommen, dann kann es sehr bald für ihn zur Weltklasse zurückgehen. Ist ein klassischer Zehner, der vielleicht mit dem klassischen Stürmer mehr harmoniert, als wenn er besonders im Strafraum in den Tor-Erzielungs-Prozess verwickel wäre. Hoffe nur, dieser Blödsinn als Außenspieler hört auf. Da wirkte er total fehl am Platz.
Das ist, wenn dann, ein ort für Musiala. Könnte man als Linksaußen probieren, auch wenn ich kein Fan davon bin. Er ist ein riesiges Fragezeichen, wo man einfach warten muss, was passiert.

Offensive Außenbahn:
Lennart Karl
Said El Mala
Jamie Leweling

Viel mehr kommt da für mich nicht in Frage, daher eben der Verweis auf Musiala. Leweling ist underrated in meinen Augen, sehr flexibel und mit ein bisschen Wucht. Als Stammspieler sehe ich definitiv Lennart Karl. Hat das in seinen kleinen Auftritten bereits unter Beweis gestellt und bei Bayern sowieso. Enorm dribbelstark, geile linke Klebe, schwer zu greifen für den Verteidiger.
El Mala ist etwas anders, der will auch viel übers Tempo und mit schnörkelloser Geradlinigkeit lösen - Direktheit und Tempo haben uns bei der WM auf jeden Fall gefehlt, da hätte man mit einem El Mala keinen schlechten Kandidaten.

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"Ich ziele nie. Denn wenn ich nicht weiß, wohin der Ball geht, woher soll es dann der Torwart wissen?" - Wayne Rooney

Dzenan Pejcinovic steht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart – und das wäre eine sehr gute Nachricht für die deutsche Nationalmannschaft

Ich bin überzeugt, dass er sich beim VfB ähnlich gut entwickeln wird wie zuvor Nick Woltemade und Deniz Undav. Sollte er dort überzeugen, ist eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft so gut wie sicher.
Ich schätze Pejcinovics langfristiges Potenzial höher ein als das von Nicolò Tresoldi und würde mich nicht wundern, wenn er am Ende die bessere Karriere macht. Mit 21 Jahren, 1,90 m, linksfüßig und physisch stark ist er ein reiner, ausgebildeter Mittelstürmer – ein echter Neuner. Genau dieses Profil braucht die Nationalmannschaft

Im Gegensatz zu Kai Havertz, Undav und Woltemade ist Pejcinovic ein natürlicher Mittelstürmer.
Undav ist kein echter Pivot, der seine Mitspieler konsequent ins Spiel bringt, und seine Kopfballduelle sind für einen Neuner nur begrenzt stark

Woltemade fehlt die nötige Durchsetzungsfähigkeit und Aggressivität; er ist physisch zu weich und driftet zu oft aus dem Strafraum, um direkte Zweikämpfe gegen große, physisch starke Innenverteidiger zu vermeiden.
Havertz bleibt derzeit die beste Option Deutschlands als startender Mittelstürmer – vor allem, weil die Alternativen so schwach sind. Er ist weiterhin der stärkste Kandidat für diese Rolle, auch wenn seine Verletzungsanfälligkeit und gewisse Ähnlichkeiten mit den Schwächen von Woltemade Bedenken bleiben.
Füllkrug bringt deutlich weniger und ist eher eine nützliche Bankoption als ein Stammspieler

Wir brauchen, dass Pejcinovic sich in dieser Saison beim VfB stark entwickelt. Wenn er das tut, bin ich überzeugt, dass Jürgen Klopp ihn in die A-Nationalmannschaft holen wird

Allerdings steht für Pejcinovic nächstes Jahr noch die U21-Europameisterschaft an, und er ist seit Jahren fester Bestandteil der U21

Sollte er in dieser Saison einfach zu gut für die U21 sein, kann er das Turnier jedoch auslassen. In der U21 stünden dann weiterhin Nicolò Tresoldi, Nelson Weiper und möglicherweise Salim Musah, Piet Scobel und Max Moerstedt zur Verfügung.
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