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Ehemalige Borussen

28.01.2014 - 09:02 Uhr
Ehemalige Borussen |#30561
23.03.2026 - 20:14 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Gedankenspiele in Tottenham, um Kehl.

„ Fürs Management soll nach dem Abgang von Fabio Paratici der langjährige Dortmunder Kehl Thema sein. Der „Telegraph“ stützt sich bei seiner Recherche auf Quellen aus Deutschland.“ Quelle: transfermarkt.de


Würde zumindest erklären, was er unter der Woche "auf Reisen" gewesen ist (hat nicht jemand sogar geschrieben, dass er in London war?). Zuerst wurde das ja so interpretiert, dass er in Sachen Transferpolitik unterwegs gewesen ist, aber gleichzeitig kann man ihm ja vonseiten Rickens/Cramers auch schon vor einiger Zeit in Aussicht gestellt haben, dass spätestens zum 30.06. beim BVB Schluss wäre und man am liebsten direkt einen Nachfolger (würde auch erklären, wieso das mit Book jetzt so schnell ging, da dieser eben schon ein wenig Vorlaufszeit gehabt hat, seinen Abgang beim SVE vorzubereiten) präsentieren würde, der dann direkt in die Sommerplanung einsteigt, deswegen jetzt auch die schnelle Trennung zwischen BVB & Kehl nach dem HSV-Spiel, nachdem Book seinen Daumen nach oben gegeben hat.

Nuja, die Wahrheit wird wohl demnächst ans Licht kommen, was genau jetzt den plötzlichen Wechsel nach dem HSV-Spiel ausgelöst hat und ob Kehl davor auch schon ahnend, was kommen wird, mit anderen Vereinen in Kontakt stand.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Ehemalige Borussen |#30562
23.03.2026 - 21:40 Uhr
Zitat von Chris05
Von außen betrachtet - sowohl in seiner Spielerkarriere wie auch in seiner Funktionärskarriere - habe ich Kehl immer als einen relativen angenehmen, sachlichen Typen wahrgenommen.

Dennoch denke ich, wenn man sich all die Medienberichte über die letzten Jahre anguckt, dann muss Kehl sich für seine Zukunft schon auch selbstkritisch fragen, was er selbst besser machen kann in seiner Kooperation und Teamfähigkeit. Denn gefühlt gab es in seiner Zeit als Verantwortlicher kaum eine BVB-Personalie, mit der ihm nicht ein „schwieriges Verhältnis“ zugeschrieben wurde.

Zwischen Ricken und Kehl soll es geknirscht haben, zwischen Mislintat und Kehl, zwischen Sammer und Kehl, zwischen Terzic und Kehl, und auch zwischen Kovac und Kehl. Zu all diesen Verantwortlichen gibt es Berichte, dass ihr Binnenverhältnis zu Kehl „schwierig“ gewesen sei.

Das ist ja in der Summe dann kein Zufall. Kehl scheint intern durchaus ein Mitarbeiter zu sein, mit dem es in der Kooperation wohl nicht immer so einfach ist.


Sehe ich auch so. Kehl scheint kein einfacher Typ zu sein. Meiner subjektiven Meinung nach hat Kehl auch ein größeres Ego. Er wurde nie müde die Limitationen hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen anzusprechen (jüngst nach dem Ausscheiden aus der CL), wodurch er sich mehr oder weniger schon im Vorfeld eine Entschuldigung zu Recht gelegt hat. In der Causa gegen Terzic war Kehl derjenige, der in den Interviews immer deutlich offensiver war und unterschiedliche Meinungen bestätigte, während Terzic deutlich diplomatischer agierte. Unvergessen bleibt für mich auch das "Abfeiern" bei Sky90 nach den Leihen von Maatsen und Sancho nach dem Motto "Hausaufgaben gemacht". Dass dadurch der Sommer erst korrigiert werden musste und es nur kurzfristige Lösungen waren wurde nicht betont.

Die Causa mit Slaven Stanic war auch ein Mega - Flop. Kehl hat hier Slaven Stanic eingestellt und einen absoluten Fehlgriff gemacht, was seine Reputation nicht gefördert hat. Dann das verlorene Duell gegen Ricken um die GF Sport - Position, wo Kehl sich meiner Meinung nach klar gesehen hat.

Zusätzlich kommt noch hinzu, dass der BVB oft ein katastrophales Bild abgegeben hat bei der Aufnahme von Gesprächen mit Spielern. Man erinnere sich an die Medienberichte zu Schade, bei dem sich mehrere Berater und Mittelsmänner gemeldet hatten. Das spricht alles gegen Kehl, aber natürlich auch nicht nur gegen ihn alleine.

Ich sehe weiterhin auch Ricken extrem kritisch. Auch hier hört man ja negative Geschichten. Damit meine ich nicht nur die Basler - Story aus dem Doppelpass.

Ich hoffe nur, dass Book sich in diesem Haifischbecken zu Recht findet. Es wird nicht leicht die ganzen Stakeholder zu unterhalten und ich hätte mir gewünscht, dass er schon ein paar vertraute Mitarbeiter mitnimmt. So muss er sich scheinbar alleine dann zu Recht finden. Ich hoffe das Beste.
Ehemalige Borussen |#30563
24.03.2026 - 10:16 Uhr
Zitat von Chris05
Zitat von LuciferIX

Zitat von Chris05

Von außen betrachtet - sowohl in seiner Spielerkarriere wie auch in seiner Funktionärskarriere - habe ich Kehl immer als einen relativen angenehmen, sachlichen Typen wahrgenommen.

Dennoch denke ich, wenn man sich all die Medienberichte über die letzten Jahre anguckt, dann muss Kehl sich für seine Zukunft schon auch selbstkritisch fragen, was er selbst besser machen kann in seiner Kooperation und Teamfähigkeit. Denn gefühlt gab es in seiner Zeit als Verantwortlicher kaum eine BVB-Personalie, mit der ihm nicht ein „schwieriges Verhältnis“ zugeschrieben wurde.

Zwischen Ricken und Kehl soll es geknirscht haben, zwischen Mislintat und Kehl, zwischen Sammer und Kehl, zwischen Terzic und Kehl, und auch zwischen Kovac und Kehl. Zu all diesen Verantwortlichen gibt es Berichte, dass ihr Binnenverhältnis zu Kehl „schwierig“ gewesen sei.

Das ist ja in der Summe dann kein Zufall. Kehl scheint intern durchaus ein Mitarbeiter zu sein, mit dem es in der Kooperation wohl nicht immer so einfach ist.


Sehe ich auch so. Kehl scheint kein einfacher Typ zu sein. Meiner subjektiven Meinung nach hat Kehl auch ein größeres Ego.


Dieses größere Ego sieht man auch daran, dass er es offenbar nie wirklich überwunden hat, dass er nicht zum Geschäftsführer ernannt wurde.

Wenn es so ist, dann fehlt es Kehl meiner Einschätzung nach an einer gesunden Perspektive. Ich bin der Ansicht, man sollte dankbar dafür sein, wenn man die Rolle als Sportdirektor beim BVB ausfüllen kann. Kehl hatte doch mit seinem Job als Sportdirektor bereits den Jackpot geknackt. Denn wenn man sich anguckt, wie viele Ex-Fußballer es gibt und wie wenig hochwertige Jobs im Fußballbusiness zur Verfügung stehen (und Sportdirektoren-Posten gehören zu den hochwertigsten Fußball-Jobs überhaupt - viel Macht, deutlich mehr Jobsicherheit als wenn man Trainer wird, gute Bezahlung), dann würden sich doch 99% der Ex-Fußballer wünschen, so einen Job wie Kehl zu haben. Zumal bei einem der größten Vereine Deutschlands und Europas.

Es gibt doch genügend remommiertere Ex-Fußballer als Kehl, die sich die rechte Hand abhacken würden, um nach ihrer Karriere einen so hochwertigen Job wie Kehl zu bekommen. Schweinsteiger, Ballack, Hummels, Kroos, Mertesacker, Lehmann, Frings oder ältere Generationen wie Effenberg, Basler, Matthäus, Möller, Reuter, Sammer usw und wahrscheinlich noch zig andere - die würden doch vermutlich super gerne im Fußballbusiness eine solche Position wie Kehl haben, wenn sie könnten - Sportdirektor beim zweitgrößten deutschen Verein & Champions League Dauergast. Kehl ist einer von den 1%, die so einen Job bekommen haben, und das sogar in jungen Jahren und nur wenige Jahre nach dem Ende seiner Karriere, samt smoothen Übergang.

Aber statt das zu schätzen, dass er eine solche wichtige Position bekommen hat, ist Kehl dann unzufrieden, dass er nicht auch noch Geschäftsführer geworden ist. Manche mögen das ehrgeizig nennen, für mich weist es eher auf etwas fehlende Demut hin und dass ihm da wohl sein Ego im Weg steht.

Das klingt jetzt übrigens alles viel härter, als es eigentlich sollte. Ich hab Kehl immer gemocht und tue das auch weiterhin. Seine Arbeit als Sportdirektor beim BVB war nicht so schlecht, und seinen Platz in der Vereinshistorie wird er sowieso immer sicher haben. Ich wünsche ihm in Hamburg oder wo auch immer alles gute. Es wäre nur mein gut gemeinter Rat an ihn, dass er sich in einigen Dingen auch hinterfragen sollte für die Zukunft.


Stimme euch in quasi allem zu.
Ich finde auch nicht alle Transfers schlecht. Aber zu der Situation kam dann eben noch das letzte Transferfenster hinzu. Mehr als 100 Millionen für Jobe, Fabio, Couto, Chukwuemeka. Der einzige Stammspieler ist Jobe. Und da ist bekanntermaßen Aki mit dem Privatflieger nach England mit einem Brief von Niko, damit das passiert, 0 Aktien für Kehl an dem Transfer.
Also bleiben die 75 Mio für die anderen, die stand heute keine Stammspieler sind. Das ist dann eben in einer Note gesprochen eine 4 bis 5 für das letzte Transferfenster von Kehl, muss man so festhalten. Und das kommt dann zu euren Anmerkungen eben zur aktuellen Situation noch dazu. Wir sind bei Dortmund, dass ein Sportdirektor eben pro Sommer seine 4,5 Leute holt, dann aber eben auch 2 "Banger" dabei sein müssen, idealerweise 3. Und im letzten Sommer hatten wir halt 0 Banger und 3 OK-Transfers, die idealerweise alle 5-10 Mio weniger hätten kosten dürfen.

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"Einmal Borusse - immer Borusse" - Alois Scheffler
Ehemalige Borussen |#30564
24.03.2026 - 11:11 Uhr
Keine Ahnung ob es am Ende nicht zu viel Kaffeesatz wird, nur kam ich eben auf den Gedanken: "Was ist, wenn die Trennung von Kehl angestoßen wurde?."

Das was ich beschreibe ist der mögliche Blickwinkel von Kehl und nicht mein persönlicher.

Kehl selbst wird fast ab Tag 1 sehr kritisch gesehen. Das los hat fast jeder, sieht man ja auch gerade an Book.

Es hatte eben viel das weiter so Gefühl. Dazu gab es anscheinend unterschiedliche Meinungen und vieles was in seine Arbeit rein gegrätscht hat. Zumindest aus Kehls Sicht auf jeden Fall (die ich anteilig Teile)

Gefühlt ist bei jedem Deal der dumme ***** auf Social Media und der Presse und die Guten Deals war dann nicht er.
Angestellte von Ihm, hauen ihn in die Pfanne vor Außenstehenden.

Dann wird Ricken an Ihm vorbei befördert und wieder bekommt er immer Lack für viele Dinge.

Auch gab es die Gerüchte um den HSV Posten wo er wirklich Chef sein könnte.

Dann gab es dieses Gespräch (Ggf. Quartalsgespräch oder ein besonderes usw.)

Ggf. hat Kehl dann mal direkt gefragt wie zufrieden Sie wirklich mit Ihm sind. Was er macht, wie er es macht usw.
Also nicht auf Feedback Runden Niveau wo die alltägliche Arbeit bewertet wird, sondern wirklich die Grundlegende Frage.
Dazu kommt dann das Gefühl von Kehl, dass er sich beim BvB unterm Brennglas fühlt. Alles Negative wird auf ihm abgeladen und ob eine Trennung nicht Sinn machen würde?
Vor allem, da seine Position ja auch öffentlich wackelt.

Als das dann nicht einem sehr deutlichen "Wir sind überzeugt und stehen hinter dir beantwortet werden konnte." Kam von Kehl selbst der Vorschlag sich zu trennen.

Damit er in Zukunft (HSV) auf den Wunschposten kommt und auch aus der durchaus persönlich belastenden Situation BvB raus kommt. (Also nicht nur Druck von Außen, sondern auch die Querelen vorher, Ricken an ihm vorbei befördert usw.)

Wie gesagt, ist sehr viel hätte, wenn und könnte.
Dazu wird man manche Blickwinkel nicht teilen als Fan, nur ist ja niemand in seiner Geschichte der Böse.

Eigentlich fast Zeitverschwendung, nur manchmal macht es eben Spaß finde ich sich in andere Personen hineinzuversetzen und Ihre Gedanken und Taten nachzuempfinden.

•     •     •

"Der Weg zum Erfolg, ist eine klare Linie." Christoph Daum
Ehemalige Borussen |#30565
24.03.2026 - 14:14 Uhr
Mats eigentlich zu Book befragt, aber ziemlich treffend auch der direkte Bezug zur sportlichen Entwicklung, aus dem heraus auch die Entscheidung zum Wechsel beim Sportdirektor führte:

https://www.kicker.de/fuer-mich-kam-es-voellig-aus-dem-nichts-hummels-ueber-book-1204599/video

Pokal- und CL-Abschneiden nicht zufriedenstellend (wenig überraschend) plus, dass es viele Spiele gibt, in denen man das Gefühl hat, dass es eine 50/50 Angelegenheit ist, wo man sich von der Mannschaft eigentlich erhofft, dass man klar spielerisch und d im Ergebnis die überlegene Mannschaft ist.

Also auch hier der Fingerzeig, dass die Spielerqualität die Klarheit verhindert. Ich bleib dabei, dass wir im Sommer zwei offensiven Mittelfeldspieler für die Startelf sehen und je nachdem, wieviel man sich von Prates erhofft, auch einen Stamm-Linksverteidiger.
Ehemalige Borussen |#30566
25.03.2026 - 07:17 Uhr
Anselmino konnte bei Strassbourg bisher verletztungsbedingt nur 2min spielen. 2 Einsätze à 1min.
Ehemalige Borussen |#30567
25.03.2026 - 09:54 Uhr
weiß jemand, warum Paris Brunner nicht im U20-Kader für die nächsten Länderspiele steht? Verletzt scheint er nicht zu sein.
Ehemalige Borussen |#30568
25.03.2026 - 09:59 Uhr
Gab es hierzu schon irgendwo Diskussionen?

Kehl-Knall über Wochen vorbereitet?
Bericht über "Klima des Misstrauens" beim BVBhttps://www.weltfussball.at/news/ne16621681/bericht-ueber-klima-des-misstrauens-beim-bvb/?utm_source=copilot.com
Jetzt wird's richtig schmutzig🫨...
Ehemalige Borussen |#30569
25.03.2026 - 10:45 Uhr
Zitat von Herzog10
Gab es hierzu schon irgendwo Diskussionen?

Kehl-Knall über Wochen vorbereitet?
Bericht über "Klima des Misstrauens" beim BVBa target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.weltfussball.at/news/ne16621681/bericht-ueber-klima-des-misstrauens-beim-bvb/?utm_source=copilot.com
Jetzt wird's richtig schmutzig🫨...


Der Klimawandel ist ja immer in aller Munde...smile

Das was da geschrieben steht muss nicht unbedingt stimmen. Dass das Ende von Kehl beim BVB wohl bedacht war, glaube ich, auch das man ohne Nachfolger ihn nicht entlässt ist für mich schlüssig, nur ob man jetzt über Monate das so geplant hat, halte ich für nicht richtig.

Ich denke zu dem auch, dass man über Monate herausgefunden hat, dass hier unterschiedlichen Sichtweisen zum Tragen kommen, die nur so enden kann, dass einer gehen muss. Das Ricken das so entschieden hat wird mit der Führungsetage abgestimmt gewesen sein und gibt jetzt Zeit für den Neuen für die nächste Saison.

Den Rest halte ich für Boulevard Geschichten die mMn dazu beitragen eine Geschichte zu erzählen und wahrscheinlich Halbwahrheiten / Halbvermutungen beinhaltet. Zudem würde mich interessieren wer da ein Loch zur Bild gefunden hat beim BVB und das so erzählt hat.

Die Geschichte wer das Lob für die hohe Ablöse einsteckt ist mir pers. egal und finde ich mMn auch nicht interessant. Es war mMn klar das Jamie für über 60 Millionen Euro wechselt.

Das Watzke kein Veto einlegt finde ich auch nachvollziehbar, da er ebenso wie alle anderen Kehl für nicht unersetzbar hielt und er auch einen Politikwechsel in Transfers möchte. Den Streit Ricken und Kehl kann ich mir so abstrakt nicht vorstellen, unterschiedliche Sichtweisen aber schon.

Ich finde den Artikel vom Inhalt her nicht so schmutzig, da wirds bestimmt noch mehr geben, das war erst der Anfang um auf etwas aufmerksam zu machen, das doch mehr still und leise ablieft ohne großes Tam Tam.

•     •     •

Kobel(C)-Beier-Schlotterbeck-Gadou-Reggiani-Nmecha-Bellingham-Konstantelias-Silva-Karetsas-Inacio
Subs: Svensson, Anton, Ryersson, Chuck, Lerma, Kaba, Albert, Veerman, Kaua
C: Nicht Kovac
Verkauf: Gui,Sabitzer,Couto,Bense
Pro: Nur weil alle sagen, es ist falsch, ist es nicht so / Freie Meinung gegen den Strom // Contra: Feststellen was schlecht ist, ohne zu sagen was besser ist / Nicht alles was grün aussieht, ist auch grün

Go Habs Go...

BVB: Tradition verpflichtet//RB: Tradition vernichtet.
Ehemalige Borussen |#30570
25.03.2026 - 11:20 Uhr
Grundsätzlich muss man sagen, dass bei uns in den letzten Jahren wirklich sehr viel schiefgegangen ist in der Personalpolitik.

Der Erfolg unter Jürgen Klopp kam vor allem auch durch eine verschworene Einheit. Die war aber nicht nur auf dem Platz erkennbar, sondern wurde auch vorgelebt im kompletten Verein. Mit Klopp, Watzke und Zorc an der Spitze, die das von oben nach unten vorangegeben haben.

Ich frage mich, wie man sich derartig davon entfernen konnte. Ich war und bin immer noch einer der größten Befürworter von Watzke, aber da muss man schon auch einige Vorgehensweisen kritisch hinterfragen. Wir können leider ja nur mit den Eindrücken von außen spekulieren, aber grundsätzlich hat man Kehl in Hinblick auf das Ende von Zorc aufgebaut. Man hat ihn eigentlich somit dem Netzwerk von Zorc vorstellen können und die ganzen Abläufe impfen können. Natürlich muss Kehl seinen eigenen Weg gehen, aber ob er dermaßen abgerückt ist von der Art von Zorc, der ja als echter Gentleman in der Szene galt?

Dann hat man Mislintat zurückgeholt. Völlig unnötig hierfür eine neue Position geschaffen. Kehl hat man dann dafür einen eigenen Assistenten zugestanden, der dann für ordentlich Stunk gesorgt hat. Dann hat man Ricken Sebastian Kehl für die Stelle als GF Sport vorgezogen, den man eigentlich bis dato gefördert hatte. Ricken galt immer schon als eher "Bruder Leichtfuß" in der Branche.

Und nun scheint man wieder ordentlich umzubauen. Ich hoffe nur, dass irgendjemand da eine Vision oder ein klares Zukunftsbild hat, wohin der Weg gehen soll und dass auch wirklich jeder diesen Weg geht.

Wenn man diese Grabenkämpfe ansieht, dann hatten wir nun vier Jahre chaotische Zustände. Dass Ricken und Kehl teilweise nicht wussten, was bei welchen Personalien schon besprochen worden ist... was macht das für einen Eindruck auf externe Leute? Das ist ja unfassbar unprofessionell und das zieht sich dann ja durch die Firma und beeinflusst auch die untergestellten Mitarbeiter und sorgt für interne Spaltungen. Man muss vielleicht befürchten, dass wenn man eher zu Kehl hingearbeitet hat, dass man dadurch bei Ricken seinen Kredit verspielt und umgekehrt. Ich muss immer an Kevin Schade und dessen Management denken, die dann verwirrt waren, wie viele Vermittler sich bei ihnen im Auftrag des BVB gemeldet hatten. Das spricht schon Bände und spricht dafür, dass bei uns intern wirklich alles undurchsichtig war. Auch der Transfersommer nach der verpassten Meisterschaft schreit nach Unstimmigkeiten, die uns da blockiert haben.

Meiner Meinung nach steht da Watzke leider in der Hauptverantwortung. Der hätte da von außen betrachtet klar einschreiten müssen. Bei Hoeneß wären da schneller die Köpfe "gerollt", auch wenn der dafür wieder andere Fehler macht.

Also alles in allem katastrophal, was da die letzten Jahre passiert ist und äußerst unprofessionell. Man kann nur hoffen, dass es nun besser wird.
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