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Diskussionsrunde Zweigleisige 3. Liga

11.05.2020 - 10:30 Uhr
  Umfrage
  % Stimmen
Zweigleisige 3. Liga - generell
 15,4  4
keine zweigleisige 3. Liga
 84,6  22
nur bei Saisonabbruch
 00,0  0
Gesamt: 26

Die Umfrage ist abgelaufen.

Die Viertligisten lassen nicht locker. Der Saarländische Fußball-Verband (SFV) hat den im Namen von bisher 27 Viertligisten gestellten Antrag auf die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga mit je 18 Vereinen offiziell gestellt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das vierseitige Dokument am Samstagabend (09.05.20) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht und soll nach Wunsch des SFV beim Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai behandelt werden.

Das vom Regionalligisten SV Elversberg erarbeitete Konzept unterstützen aktuell mindestens 25 der 91 Viertligisten, also ein gutes Viertel.
Gestern war auf Sportschau.de von einem neuen Vorstoß von 25 Viertligisten die Rede, die eine zweigleisige 3.Liga mit je 18 Teams fordern.

Als Vorteil werden hier die bessere Nachwuchsförderung angeführt, die bei uns aktuell ja schon mit den Amateuren in der 3. Liga gegeben ist. Außerdem würde das Problem des Aufstiegs gelöst werden, so die Antragsgruppe. Man erhoffe sich außerdem höhere Zuschauerzahlen durch mehr Derbys und kürze Anfahrtswege, für Fans, gleiches gilt auch für die Teams.

Als Manko werden die sowieso schon niedrigen TV Gelder angeführt die dann auf 36 statt bisher 20 Mannschaften verteilt werden müssten.

Ich finde das aus Sicht eines Fans sehr romantisch argumentiert, Traditionsvereine, die früher um die deutsche Meisterschaft mitgespielt haben, hätten so eine Chance wieder ohne große Investorengelder Profifußball zu betreiben und auch sich für höhere Aufgaben aufzustellen.

Die TV Gelder von unserem Sponsor und Medienpartner Telekom werden für die Amateure nicht der Knackpunkt sein, allerdings sind andere Drittligisten ähnliche wie auch einige Bundeligisten auf Kante genäht und evtl. auf die TV Gelder angewiesen. Allerdings könnte der geringer Distanzen ein Anreiz für Fans sein wieder in die Stadien zu gehen, wodurch die Klubs mehr Spieltagseinnahmen generieren können, die ebenfalls sehr essenziel für viele Klubs sind.

Ich bin da sehr zwiegespalten und könnte mich Stand jetzt mit beiden Lösungen arrangieren.

Nun würde mich eure Meinung dazu interessieren. Ich hoffe diese Thread regt eine interessante Diskussion an.

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Fußball ist wie Minigolf, nur doch irgendwie anders!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von TJsen am 11.05.2020 um 10:30 Uhr bearbeitet
Ich bin klar dagegen. Das würde der Qualität der Liga nicht guttun und die Leistungsdichte verwässern. Sehe dahinter überhaupt keinen Sinn und so wundert es mich nicht, dass dieser Vorschlag ausschließlich von den Viertligisten kommt. Die Corona-Krise soll irgendwie als Reformgrundlage genutzt werden, um möglichst davon zu profitieren und am Verhandlungstisch aufzusteigen.

Warum mancher Traditionsclub in der Regionalliga rumkrebst, liegt natürlich an den Clubs selbst. Und es ist keinesfalls so, dass die 3. Liga dringend weitere Traditionsclubs braucht. Die Liga ist wohl heuer erst so attraktiv, weil eine Vielzahl an Traditrionsclubs dabei sind.

Meiner Meinung sollten zwei Veränderungen angegangen werden: Der Aufstiegsmodus muss zeitnah so gestaltet werden, dass ALLE Regionalliga-Meister aufsteigen dürfen. Des weiteren müssen in der 3. Liga höhere Vermarktungsgelder generiert werden, damit die prekäre finanzielle Lage nicht komplett aus den Fugen gerät und die Vereine eine gewsise finanzielle Sicherheit haben. Das ist mMn aber alles in einer eingleisigen 3. Liga zu schaffen.

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"Vagner. Und er heißt Love mit zweitem Künstlernamen, weil er neben den fußballerischen auch die sozialen Zweikämpfe zu seinen Kernkompetenzen zählt.“ (Wolff Christoph Fuß während des CL-Spiels FC Bayern - Besiktas)
Ich kann die Argumente für eine zweigleisige Liga sehr gut nachvollziehen. Und aus "romantischer" Sicht kann ich den Wunsch nach mehr Derbys verstehen, auch den Wunsch nach mehr Traditionsvereinen im Profifußball.

Als Grundprobleme verstehe ich eher etwas anderes. Die eingleisige 3. Liga ist finanziell einfach unattraktiv. Sie muss mit Profiaufwand betrieben werden, hat aber definitiv ein Einnahmenproblem auf Seiten TV Gelder, Sponsoren, Zuschauereinnahmen usw..
Dauerhaft erfolgreich und wirtschaftlich solide zu sein ist in der 3. Liga sehr, sehr schwierig.

In den Regionalligen herrscht ein Problem beim sportlichen Gefälle. Einige Vereine agieren mit Profibedingungen, andere sind teilweise noch sehr amateurhaft (nicht negativ gemeint) in den Strukturen. Gleichzeitig ist das Nadelöhr mit der geringen Anzahl an Aufsteigern eine großes Problem.

Also kann eine Reform der 3. Liga nicht ohne eine Reform der Regionalligen funktionieren. Heißt eine zweigleisige 3. Liga gleichzeitig weiterhin die hohe Anzahl an Regionalligen? Sorry, eine Regionalliga Bayern aus denen die letzten Schwergewichte genommen werden (Schweinfurt usw.) ist ja völlig unattraktiv und die Spiele finden dann teilweise wirklich nur noch vor 500 Zuschauern statt. Es müsste aus meiner Sicht also zeitgleich die Anzahl der Regionalligen reduziert werden (bspw. 3). Allerdings nur, wenn auch hier dann die Finanzierung der Vereine nachhaltig ist. Das alles kann nur funktionieren, wenn einige TV Gelder weiter nach unten gegeben werden. Zweigleisige 3. Liga und 3 Regionalligen können funktionieren, aber nur wenn konstruktiv über die Finanzen gesprochen wird.

Aus sportliche Sicht für die Bayern Amateure ein klares Nein!

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Forza Bayern Amateure.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ottl-supporter am 11.05.2020 um 18:17 Uhr bearbeitet
Danke für den Thread! daumen-hoch

Auch bei mir schlagen da so ein bisschen zwei Herzen in der Brust. Als Fußballromantiker (und gerade in der fußballfreien Zeit konnte man wieder schön in Aufzeichnungen alter Spiele schwelgen) wünscht man sich schon den einen oder anderen Verein zurück in den Profibereich. Andererseits will der Fußballromantiker aber dann halt auch gegen Lübeck und Wattenscheid und Essen spielen und die nicht nur von der Weite sehen, weil sie in einer anderen Staffel sind.
Also um dem Fußballromantiker in mir Genüge zu tun, bräuchte es eine EINgleisige 3. Liga mit 36 Vereinen. grins Das könnte dann vom Pensum her ein bisserl schwer werden. grins

Daher sollte man wohl doch Vernunft walten lassen. Und aus der Warte ist der Vorstoß abzulehnen. Die Qualität der Liga wird dadurch gleich doppelt schlechter: Zum einen, weil mehr Teams immer eine geringere Leistungsdichte bedeuten - und zum anderen, weil die TV-Gelder mindestens pro Team geringer werden und somit selbst die aktuell wirklich guten Teams nicht mehr in dem Maß wie bisher in den Kader invenstieren können.

Es ist ja auch so ein bisserl "zurück in die Zukunft" von der Idee her. 3. Liga mit zwei Staffeln, da war doch was? Da dürften sich hier im Forum selbst die Jüngeren zum Großteil noch erinnern können, an die Zeit der zweigleisigen Regionalliga. War keine schlechte Zeit, gewiss. Regionalligameister 2004! Cool War schon geil! Cool
Aber gleichzeitig sieht man halt auch genau daran, dass wir damals Meister wurden: Sportlich war das etwas ganz anderes. Und dahin würde man wieder zurückfallen.

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»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuemmjen am 11.05.2020 um 21:39 Uhr bearbeitet
Also aus rein egoistischer Sicht ist das ein klares Nein, die 3. Liga passt uns momentan sehr gut.

Aber genau da liegt mMn ein Teil es Problems: Immer wenn es um solche Reformen und Regelfragen geht, versucht jeder nur, das beste für sich selbst rauszuschlagen. Kein Wunder, dass hier also die Viertligisten dafür sind und die (aktuellen) Drittligisten nicht. Genauso wie neulich alle Abstiegskandidaten für den Saisonabbruch gestimmt haben..

Als jemand, der selbst professionell Turniere organisiert hat, versuche ich das aus einem neutralen Blickwinkel zu betrachten und eine möglichst faire Lösung für möglichst viele Teilnehmer zu schaffen. Hier fallen mir zwei Probleme mit der aktuellen Struktur auf:
- Die Anzahl der Staffeln pro Liga beträgt 1-1-1-5-15-35 (weiter runter geh ich mal nicht). Der Sprung von 1 auf 5 ist dabei mit Abstand der größte, sonst ist der der Multiplikator nie mehr als 3. Das Resultat ist die viel diskutierte Aufstiegsregelung, mit der niemand so richtig glücklich ist.
- Obwohl die dritte Liga eingleisig ist, fällt mir immer wieder eine zu große Diskrepanz zwischen Liga 2 und 3 in der öffentlichen Wahrnehmung sowie in der Behandlung der Verbände auf. Oft werden Liga 1 und 2 in einem Atemzug genannt, selten 2 und 3.

Aus diesen beiden Punkten schließe ich, dass die 3. Liga in ihrer aktuellen Form nicht einwandfrei funktioniert. Dass so viele Teams schnell in finanzielle Nöte kommen, bestätigt das. Man sollte hier definitiv etwas ändern. Ich sehe hier zwei sinnvolle Wege.

Option A: Man teilt die Liga in zwei und entspannt dadurch die Aufstiegsregelung für die Reginalligisten, während Drittligisten weniger um einen Absturz sichern müssen. Gleichzeitig wird natürlich der Abstand zu Liga 2 noch größer, insbesondere in Sachen TV-Einnahmen. Da diese aber eh schon so gering waren und in Relation zu sonstigen Einnahmen nicht ganz so wichtig, sollte das nicht der Beinbruch sein, da auf der anderen Seite ja auch Reisekosten reduziert werden.

Option B. Man behält die eingleisige dritte Liga aber wertet diese auf, indem man sie auch klar als 3. Bundesliga und Teil der DFL vermarketet. Die Rede ist dann von 56 (oder 54) statt 36 Proficlubs und die TV-Einnahmen rücken näher an die 2. Bundesliga ran. Gleichzeitig wird die Regionalliga auf 3 oder maximal 4 Staffeln reduziert und evtl. muss man in den Oberligen auch nochmal anpacken (damit wir dann nicht eine Stufe tiefer den großen Sprung von 3 auf 15 oder ähnliches haben).

So oder so, das aktuelle System ist suboptimal. Bin mal gespannt, ob sich da was tun wird.
Dritte Liga geht weiter mit englischen Wochen.

Denkt ihr das ist ein Vorteil oder Nachteil für uns?
Zitat von mallemanne2005
Dritte Liga geht weiter mit englischen Wochen.

Denkt ihr das ist ein Vorteil oder Nachteil für uns?


Dadurch das die Junioren Ligen abgebrochen wurden, haben wir mit den U19 Spielern einen extrem breiten Kader, der sich auch schon mal an die 3. Liga gewöhnen können.

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Fußball ist wie Minigolf, nur doch irgendwie anders!
Ich denke, ihr seid allein schon aufgrund der außergewöhnlich guten Rahmenbedingungen - an individuellen Trainingsmöglichkeiten und sportwissenschaftlicher Expertise hat's ja sicher nie gemangelt - in nem gewissen Vorteil. Auch individuelle Klasse und taktische Grundausbildung von Spielern kann mMn jetzt ein weiterer Vorteil sein, wo Taktiktraining als Mannschaft sehr lange sehr schwierig war. Und der extrabreite Pool an einsetzbaren Spielern (wie TJsen sagt) kommt noch dazu. Sagen wir's so: Ich bin ganz froh, dass ihr nicht aufsteigen dürft. Zunge raus

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27.10.2015: Marinovic - Dombrowka, Winkler, Welzmüller, Bauer - Taffertshofer, Rosenzweig (46. Nicu) - Steinherr (86. Reisner), Sieghart, Piller (64. Marseiler) - Einsiedler
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