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Die Situation der Fortuna 2026

28.12.2011 - 15:20 Uhr
Die Situation der Fortuna 2026 |#8221
16.08.2026 - 21:25 Uhr
Auf jeden Fall haben es die Mannschaft und die sportlich Verantwortlichen geschafft, jegliche Euphorie komplett gegen die Wand zu fahren ubd den Eindruck von völligen Chaos und Sackgassengefühl zu erzeugen. Ich bin momentan sehr pessimistisch was die Partie gegen die Teenager von Stuttgart angeht. Wenn die halbwegs motiviert sind und sich clever anstellen, wird das auch nix. Die PK vor dem Spiel ist wahrscheinlich wieder gespickt mitt blumigen Worten von Ende, es wird von Basics, Prozessen, Inhalten blablabla...gefaselt usw. Das Pokalspiel ist für mich schon 0,0 relevant. Antrittsprämie mitnehmen und dann wars das. Das beste wird wahrscheinlich sein, wenn wir keine Verletzten mitnehmen. Die Verantwortlichen geben mir überhaupt kein Gefühl, dass sie einen Plan haben wie sie aus der Nummer rauskommen wollen.
Die Situation der Fortuna 2026 |#8222
16.08.2026 - 21:40 Uhr
Zitat von WorldTraveller

So, liebe Leute, ich bin angesichts der Aussicht, daß bald Ende mit Ende ist, von einem Mitforisten gebeten worden, meine Liste der vertragslosen Trainer mal wieder hochzuziehen und zu aktualisieren. Hier ist sie nun. Für einige vermutlich eine Liste des Grauens, aber wer so tief in der Sch...se steckt wie Fortuna, muß sehen, wen er kriegen kann. Besser als Alexander Ende sind die meisten schon. Topnamen wie Pep Guardiola habe ich mir natürlich geschenkt und mich auf Trainer aus dem deutschsprachigen Raum und Benelux konzentriert. Uwe Neuhaus, zu dem unser Sportvorstand ja ein besonderes Verhältnis hat, habe ich mal außen vor gelassen, weil ich vermute, daß er nicht mehr aus seinem Ruhestand aktiviert werden möchte. Friedhelm ist zwar älter als Neuhaus, aber der will ja bekanntlich immer noch. Allerdings im Fall von Fortuna wohl nicht, solange Borgerding und Fuchs an der Aufsichtsratsspitze stehen, die für ihn aus nachvollziehbaren Gründen Unsympathen sind. Vertragslose Trainer unterhalb der Dritten Liga habe ich leider nicht recherchieren können. Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht. Voilà:

Paul Simonis
Daniel Bauer
Horst Steffen
Bo Henriksen
Sandro Wagner
Lukas Kwasniok
Steffen Baumgart
Bruno Labbadia
Tayfun Korkut
Mitch Kniat
Gerhard Struber
Ludovic Magnin
Friedhelm Funkel
Peter Stöger
Fred Rutten
Mirko Slomka
Valérien Ismael
Bernd Storck
Christian Eichner
Markus Anfang
André Breitenreiter
Peter Pacult
Mario Frick
Mladen Krstajic
Markus Fiedler
Markus Gisdol
Dimitrios Grammozis
Jan Siewert
Heiner Backhaus
Tomas Oral
Boubacar Sanogo
Thomas Kleine
Maik Walpurgis
Marco Antwerpen
Pavel Dotchev


Die Auflistung der aktuell zur freien Trainerkandidaten ist ein ziemlich bunter Mix. Ein paar wenige Namen könnte ich mir gut vorstellen, viele Weitere möchte ich mir gar nicht vorstellen. Wiederum Andere dürften wohl in unserer Lage nur müde auf "Anruf ablehnen" drücken und das Handy wieder in die Hosentasche rutschen lassen.

Ich habe mir nochmal die Trainer-Historie bei der Arminia angeschaut, um einen Eindruck zu gewinnen, ob man bei Samir Arabi was die Besetzung dieser Position angeht irgendwelche Entscheidungspräferenzen/-muster erkennen kann. Arabi hat (logischerweise) primär auf deutsche Trainer gesetzt. Sein letzter verpflichteter Trainer in der Katastrophen-Saison der Bielefelder, als sie durchgereicht wurden, war Daniel Scherning. Eher ein Pragmatiker. Ansonsten noch auffällig: Arabi hat zwei Mal auf nicht-deutsche Trainer gesetzt (Jeff Saibene & Uli Forte). Beide Trainer waren zuvor in der Schweiz beschäftigt. Den Trainermarkt dort scheint er also ganz gut im Blick zu haben.

Daher nun zu einzelnen Namen der Liste. Mario Frick würde mit seiner Historie auf den ersten Blick zumindest in das damalige Entscheidungsmuster von Samir Arabi passen. Er hat schon gewisse Parallelen zum 2017 von Samir Arabi nach Bielefeld geholten Jeff Saibene. Ob Frick nach den zwei durchaus erfolgreichen (langfristigen) Stationen in der ersten Schweizer Liga zum Schritt in die 3. Liga in Deutschland motiviert sieht, ist natürlich eine andere Frage. Zusätzlich interessant macht ihn aus unserer Sicht jedoch seine favorisierte Formation, die zu unserem Kader – der in der Hinsicht nun mal leider sehr limitiert ist, damit müssen wir jetzt arbeiten – passt. Ich persönlich kann zu Frick und seiner Eignung nichts sagen, habe ihn noch nie näher verfolgt, aber da passen da auf den ersten Blick durchaus ein paar Aspekte. Also Hut ab, dass du den Namen herausgekramt hast.

Sandro Wagner fände ich tatsächlich interessant, haltet mich für verrückt. Ich traue ihm eigentlich schon eine ganz gute Trainerkarriere zu. Der Schritt nach Augsburg war natürlich noch etwas groß für ihn direkt in die Bundesliga, aber so hat er sich bereits erstmal gut die Hörner abgestoßen. Sofern er ein reflektierter Typ ist (was ich nicht einschätzen kann), wird er retrospektiv auch erkannt haben, dass er es da mit dem ein oder anderen Sprücheklopfen eher weniger zuträglich war. Es ist ein polarisierender Typ, keine Frage. Aber meiner Meinung nach könnte uns tatsächlich genau das guttun. Er würde direkt sehr, sehr viel Aufmerksam auf sich ziehen. Das würde unserer Mannschaft, die sowieso schon unter Druck steht, sicher helfen. Wagner ist so eine Nummer, die natürlich auch gnadenlos scheitern könnte, aber könnte genauso gut eine „High Risk, High Return“-Nummer werden. Es gäbe definitiv sicherere Varianten bei der Trainerwahl. Die meisten davon würden aber auch weniger Phantasie oder Euphorie entfachen. Mir wäre ein Wagner lieber, als ein Grammozis, Backhaus, Kleine, Walpurgis oder Antwerpen.

Mitch Kniat hätte den Vorteil, dass er unsere Situation sehr gut aus eigener Erfahrung kennt. Er hat in Bielefeld in selbiger Situation (allerdings zur Sommervorbereitung) übernommen, stand in der ersten Saison stark in der Kritik nachdem die Bielefelder auch in der 3. Liga eher unten drinstanden. Er hat dem Gegenwind standgehalten und im sensationellen zweiten Jahr das Schiff zurück in die 2. Bundesliga navigiert. Das zeigt, dass auch ein Kniat sicher Zeit bräuchte, eine Vorbereitung hätte er bei uns nicht. Das Problem wäre hier meiner Meinung nach: Kniat würde wirklich zu 0,0 % mit dem Kader matchen. Kniat’s Fußball ist wirklich sehr stark auf Intensität ausgelegt. Seine Mannschaften sind stets am Anschlag, was Laufleistung, intensive Läufe etc. betrifft. Dazu legt er viel Wert auf schnelle, offensive Umschaltmomente. Könnt ihr euch das mit dem Ende-Kader vorstellen? Ich mal so gar nicht.

Horst Steffen war übrigens gestern im Stadion. Das heißt aber natürlich gar nichts, auch die aktuell vereinslosen Trainer wollen natürlich am Zahn der Zeit bleiben und stets auf dem neusten Stand, wenn in der laufenden Saison Anfragen reinkommen. Mitch Kniat war beispielsweise auch letzte Woche beim Zweitligaauftakt von Hertha in Bochum. Horst Steffen kommt ja bekanntlich hier aus der Gegend, daher dürfte er einfach die örtliche Nähe zum Stadionbesuch genutzt haben.

Mal schauen, wie es jetzt weitergeht. Ich halte es für sehr sehr unwahrscheinlich, dass wir die Saison mit Alexander Ende beenden werden. Und wenn man an so einem Punkt ist, dann finde ich es besser, wenn man frühzeitig handelt und nicht das unvermeidbare noch irgendwie künstlich hinauszögert. So etwas haben wir schon mal mit Christian Preußer gemacht. Jetzt aktuell ist es natürlich noch eine verzwicktere Situation mit dem Ende-Kader und der nur noch knappen Finanzen. Aber das die Suppe hat man sich selbst eingebrockt.

•     •     •

Fortuna Düsseldorf

Football isn't just a sport - it's life.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Block__8 am 16.08.2026 um 21:41 Uhr bearbeitet
Die Situation der Fortuna 2026 |#8223
16.08.2026 - 22:08 Uhr
Zitat von WorldTraveller


Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht. Voilà:

Paul Simonis
Daniel Bauer
Horst Steffen
Bo Henriksen
Sandro Wagner
Lukas Kwasniok
Steffen Baumgart
Bruno Labbadia
Tayfun Korkut
Mitch Kniat
Gerhard Struber
Ludovic Magnin
Friedhelm Funkel
Peter Stöger
Fred Rutten
Mirko Slomka
Valérien Ismael
Bernd Storck
Christian Eichner
Markus Anfang
André Breitenreiter
Peter Pacult
Mario Frick
Mladen Krstajic
Markus Fiedler
Markus Gisdol
Dimitrios Grammozis
Jan Siewert
Heiner Backhaus
Tomas Oral
Boubacar Sanogo
Thomas Kleine
Maik Walpurgis
Marco Antwerpen
Pavel Dotchev


Dann auch nochmal auf diesem Weg.

Alex Zorniger

Markus Kauczinski

Tobias Schweinsteiger,
Die Situation der Fortuna 2026 |#8224
16.08.2026 - 22:46 Uhr
Es ist der zweite Spieltag und es ist genauso gekommen wie es hätte nie und nimmer hätte passieren dürfen.

Kann es trotzdem passieren, ja.

Jetzt sitzen wir alle wieder hier wie letzte Session und werten, dass endlich die Entscheidung bekanntgegeben wird.

Wenn man der Bild Glauben schenken darf, ist es hinter den Kulissen alles andere als Ansatz der Einigkeit um den Verein wieder in die Spur zu bringen.

An die Fraktion FF, er ist es nicht geworden. Toll, dass ihr ihn wolltet und es vielleicht, aber auch nur vielleicht, anders gekommen wäre.
Hat diese Gruppe wirklich Verantwortung im Verein, oder sitzen sie im sicheren und torpedieren den Verein.

Es ist gut wenn man für seine Meinung kämpf und einsteht, aber wenn dann ein Entscheidung getroffen wurde, hat jeder Mitarbeiter ob ehrenamtlich oder nicht, diese Entscheidung mitzutragen. Sie dann hinzustellen "ätsche bätsche, ich habs doch immer schon gesagt" disqualifiziert die Person für jeglichen Job in den Verein.

Auch diese Leute sollten sich mal hinterfragen.

Und jetzt wo das Ende naht und wieder ein neuer Anfang gesucht wird, da bekennt doch mal bitte Farbe, kommt aus euren Löchern und übernehmt Verantwortung - oder seid stimmt und zieht ab.

Dieser Verein braucht Ruhe und kurzfristige Erfolge. Alles andere ist egal auch die Leute dieser Fraktion. Haut ab oder übernehmt Verantwortung aber handelt nicht gegen den Erfolg der so wichtig ist.

Und fürs Protokoll, ich hätte auch lieber FF gesehen und hätte nach dem Abstieg lieber mit einem neuen Trainer gestartet. Aber es ist wie es ist. Jetzt ist die Diskussion da und wir warren auf die Entscheidung der Menschen die das zu verantworten haben. Dafür werden die bezahlt
Die Situation der Fortuna 2026 |#8225
16.08.2026 - 23:03 Uhr
Würde mich nicht wundern, wenn man auch noch diese beiden ehemaligen Haudegen ins Gespräch bringt, haben auch nix zu tun gerade. Bei beiden als Trainer war ich im Stadion, sah besser aus als das heutige Spiel:

Massimo Morales
Uwe Weidemann

Neururer, Lorenz G. Köstner, Meier, Funkel werden auch schon genannt am Büdchen.....hach es kommt Traumhaftes auf uns zu...

•     •     •

Wir alle singen jetzt ein Lied!
Weil es für uns nix Besseres gibt!
Es ist das Letzte auf der Welt,
Was uns noch am Leben hält!
Zu unserer Fortuna zu gehn’
Und hinter unseren Jungs zu stehn’!
Wir hassen *öln und R*E!
Fortuna Düsseldorf Olé!
Die Situation der Fortuna 2026 |#8226
17.08.2026 - 08:09 Uhr
Ristic lebt doch auch noch

•     •     •

FORZA FORTUNA - FORTUNA PER SEMPRE!

JUNGENS, WIR SIND BEI EUCH!

GERRESHEIM - SALZBURG - LIERENFELD...

COSMOPOLIT. EUROPÄER. RHEINLÄNDER.

Die Situation der Fortuna 2026 |#8227
17.08.2026 - 09:47 Uhr
Wenn man nun den Bild+ Artikel ließt muss man sich ja null wundern, dass es hier so läuft wie es läuft. Hier wird dermaßen gegeneinander gearbeitet anstatt zusammen.

Demnach scheint ja Ende von Anfang an nicht mal die gesamte Rückendeckung beim Start erhalten zu haben, auch nicht mal demonstrativ.

Der AR will sich permanent ins operative Geschäft einmischen usw.
Da muss vermutlich echt erstmal die ganze Führungsriege ausgetauscht werden bevor es besser wird. Erst wenn der Verein mal wieder im Vordergrund steht kann es besser werden.
Die Situation der Fortuna 2026 |#8228
17.08.2026 - 14:17 Uhr
Im Kicker gibt es heute 3 Seiten zur Finanzsituation von Fortuna. Den Artikel kann ich hier natürlich nicht einstellen, aber ich habe die KI gebeten, dass Ganze detailliert zu analysieren - oh Mann, wie "detailliert" die das getan hat... 🙄 Will hier nicht spammen, aber vielleicht interessiert es ja jemanden:

Fortuna hat in den vergangenen Jahren zwar Umsatz, Reichweite, Sponsoring und Transfererlöse gesteigert, gleichzeitig aber einen Kostenapparat aufgebaut, der ohne sportlichen Erfolg und ohne regelmäßige Transfergewinne offenbar nicht ausreichend finanziert war.

Ich trenne im Folgenden die Zahlen des Berichts von meinen daraus abgeleiteten Thesen.

1. Das wichtigste Ergebnis vorweg

Mein zentraler Befund lautet:

Fortuna hatte offenbar weniger ein Einnahmenproblem als ein Verhältnisproblem zwischen Einnahmen, Fixkosten und sportlichen Investitionen.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Fortuna hat nämlich durchaus beeindruckende Einnahmeerfolge erzielt:

steigende Zuschauer- und Mitgliederzahlen
starkes Merchandising
steigende Ticketing-Erlöse
hohe Werbeerlöse
hohe Transferüberschüsse
starke Markenentwicklung durch „Fortuna für alle“

Trotzdem blieb unter dem Strich erstaunlich wenig hängen.

Besonders auffällig ist diese Rechnung
Saison Transferergebnis Gesamtergebnis
2022/23 +2,38 Mio. € –3,0 Mio. €
2023/24 +4,96 Mio. € +0,6 Mio. €
2024/25 +6,43 Mio. € +2,1 Mio. €
Summe +13,77 Mio. € –0,3 Mio. €

Fortuna hat also innerhalb von drei Jahren fast 14 Millionen Euro Transfergewinn erzielt – und trotzdem über diese drei Jahre insgesamt ungefähr bei null gelegen.

Das ist meines Erachtens die wichtigste Zahl des gesamten Artikels.

Rechnet man das Transferergebnis grob heraus, ergibt sich:

2022/23: ungefähr –5,38 Mio. €
2023/24: ungefähr –4,36 Mio. €
2024/25: ungefähr –4,33 Mio. €

Das bedeutet: Das operative Geschäft könnte grob betrachtet mit vier bis fünf Millionen Euro jährlich unterfinanziert gewesen sein.

Die Rechnung ist bilanziell natürlich vereinfacht – Transferzahlungen, Abschreibungen und Periodisierung sind komplexer –, aber sie zeigt die Größenordnung des Problems sehr gut.

2. Das eigentliche Problem: Transfers wurden vom Bonus zur Notwendigkeit

Spieler gewinnbringend zu verkaufen, ist für einen Zweitligisten völlig normal.

Problematisch wird es, wenn der Verein diese Verkäufe braucht, um sein normales Geschäft zu finanzieren.

Genau diesen Kreislauf beschreibt der Artikel.

Fortuna verkauft beispielsweise:

Yannik Engelhardt: rund 8 Mio. €
Christos Tzolis: rund 6,5 Mio. €
Isak Johannesson: rund 5,5 Mio. €
Jamil Siebert: rund 5,5 Mio. €

Sportlich bedeutet das aber gleichzeitig einen erheblichen Substanzverlust.

Damit entsteht ein gefährlicher Kreislauf:

hohe Kosten → Spieler verkaufen → Transfergewinn → Etat finanzieren → Mannschaft wird schwächer → Ersatzspieler verpflichten → sportliches Risiko steigt → bei schlechterer Platzierung sinken Einnahmen → neue Verkäufe werden nötig

Und irgendwann funktioniert dieses Modell nicht mehr.

Denn einen Johannesson, Tzolis oder Engelhardt kann man nicht jedes Jahr für fünf bis acht Millionen Euro verkaufen.

These 1

Fortunas größte finanzielle Schwachstelle der vergangenen Jahre war nicht der einzelne Verlust, sondern die Abhängigkeit von außergewöhnlich erfolgreichen Transfers.

Ein gesunderes Modell wäre:

Das laufende Geschäft trägt sich weitgehend selbst. Transfergewinne werden anschließend für Kaderverbesserungen, Nachwuchs, Infrastruktur oder Rücklagen verwendet.

Bei Fortuna scheint es zumindest zeitweise eher umgekehrt gewesen zu sein:

Transfergewinne waren notwendig, um die vorhandene Kostenstruktur zu finanzieren.

3. Gleichzeitig wurde ausgerechnet beim Profikader gespart

Das ist für mich einer der bemerkenswertesten Punkte.

Der gesamte Personalaufwand sank von:

29,14 Mio. € → 26,96 Mio. €

also um rund 2,18 Mio. €.

Aufgeteilt sieht es aber so aus:

Bereich 2023/24 2024/25
Lizenzmannschaft 16,97 Mio. 14,69 Mio.
Verwaltung & Sonstiges 8,34 Mio. 8,15 Mio.
andere Mannschaften 3,83 Mio. 4,13 Mio.

Das heißt:

Die Entlastung erfolgte fast ausschließlich beim Profikader.

Der Aufwand für den Lizenzbereich sank um 2,28 Millionen Euro.

Die Verwaltung blieb dagegen praktisch unverändert.

Und der Bereich der anderen Mannschaften wurde sogar teurer.

Ein ziemlich drastisches Verhältnis

2024/25 entfielen von 26,96 Mio. € Personalaufwand:

Profimannschaft: ca. 54,5 %
Verwaltung/Sonstiges: ca. 30,2 %
andere Mannschaften: ca. 15,3 %

Nur etwas mehr als die Hälfte der gesamten Personalkosten entfielen damit auf die eigentliche Profimannschaft.

Für einen Fußballverein, dessen sportlicher Erfolg wiederum große Teile seiner Einnahmen bestimmt, ist das zumindest bemerkenswert.

These 2

Fortuna hat möglicherweise an der falschen Stelle gespart.

Ein professioneller Marketing-, Digitalisierungs- und Verwaltungsapparat kann absolut sinnvoll sein. Aber wenn gleichzeitig die Qualität des Produkts „Profimannschaft“ sinkt, kann der Verein wirtschaftlich in einen Widerspruch geraten:

Man baut die Organisation zur Vermarktung des Fußballs aus – während man relativ weniger Geld in den Fußball investiert, der vermarktet werden soll.

4. Fortuna war überdurchschnittlich abhängig von TV-Geld

Zwischen 2022/23 und 2024/25 kamen laut Bericht etwa

32 % des Umsatzes aus medialer Verwertung.

Zum Vergleich:

oberes Drittel der 2. Liga: 22 %
Ligadurchschnitt: 27 %

Fortuna war damit deutlich stärker von TV-Einnahmen abhängig.

Solange man Vierter, Dritter oder Sechster wird, fällt das nicht sonderlich negativ auf.

Aber der Mechanismus ist brutal:

gute Platzierung
→ höheres TV-Ranking
→ höhere Medieneinnahmen

Abstieg
→ Zusammenbruch der Medieneinnahmen.

Und genau das passiert jetzt.

Laut Bericht:

17,5 Mio. € → 1,8 Mio. €

Das entspricht einem Rückgang um rund

15,7 Millionen Euro bzw. fast 90 %.

Das ist gewaltig.

These 3

Der Abstieg war für Fortuna wirtschaftlich besonders gefährlich, weil das Geschäftsmodell für einen erfolgreichen Zweitligisten gebaut war – nicht für einen Drittligisten.

Ein Verein mit deutlich niedrigeren Fixkosten hätte einen solchen Absturz leichter auffangen können.

5. Deshalb sind die Entlassungen von rund 70 Mitarbeitern nachvollziehbar – aber auch ein Warnsignal

Nach dem Abstieg wurden laut Artikel fast 70 Mitarbeiter entlassen.

Das ist menschlich hart, betriebswirtschaftlich aber ein ziemlich eindeutiges Zeichen:

Die bisherige Organisation war mit Drittligau­msätzen schlicht nicht mehr finanzierbar.

Interessant ist die zeitliche Abfolge:

Fortuna investierte in den Jahren davor stark in:

Eigenvermarktung
Digitalisierung
Marketing
Nachhaltigkeit
Infrastruktur
Personal

Solange die Einnahmen wachsen, wirkt das plausibel.

Wenn aber ein beträchtlicher Teil dieses Wachstums auf einen Zweitliga-Umsatz von beispielsweise 40 oder 50 Mio. € zugeschnitten ist, wird daraus nach einem Abstieg ein massiver Fixkostenblock.

These 4

Der Abstieg zwingt Fortuna jetzt zu einer Restrukturierung, die möglicherweise schon zwei oder drei Jahre früher hätte stattfinden müssen.

Paradoxerweise kann die 3. Liga deshalb langfristig sogar einen positiven Effekt haben:

Sie zwingt den Klub dazu, zwischen

„nice to have“

und

„wirtschaftlich notwendig“

zu unterscheiden.

6. „Fortuna für alle“ ist nicht das eigentliche Problem

Hier würde ich dem Artikel teilweise folgen, aber etwas differenzieren.

Das Projekt hatte offenkundig große positive Effekte.

Der Klub nennt unter anderem:

Vermarktungserlöse seit Einführung von FFA ungefähr verdoppelt
Merchandising-Wachstum von 22 % pro Jahr
Rekord-Mitgliederzahlen
enorme nationale und internationale Aufmerksamkeit
19.500 Dauerkarten selbst in der 3. Liga
Ticketing-Einnahmen seit 2023 jährlich um mehr als 10 % gestiegen
Vermarktungserlöse in der 3. Liga höher als vor FFA in der 2. Liga

Das sind echte Assets.

Eine solche emotionale Bindung kann man nicht einfach kaufen.

Fortuna verfügt damit in der 3. Liga über etwas, das viele Konkurrenten nicht haben:

eine Erst- bzw. Zweitliga-Marke in einem Drittligamarkt.

7. Aber: Die entscheidende Rechnung bei FFA fehlt

Und hier hat der kicker einen sehr wichtigen Punkt.

Umsatzwachstum allein beantwortet nicht, ob sich das Projekt finanziell lohnt.

Beispiel:

Durch FFA entstehen zusätzlich:

+5 Mio. € Sponsor-, Merchandising- und Hospitality-Einnahmen

Das wäre großartig.

Wenn dafür aber gleichzeitig entstehen:

2 Mio. zusätzliche Personalkosten
1 Mio. höhere Spielbetriebskosten
700.000 € verlorene Ticketeinnahmen
zusätzliche Marketingkosten
zusätzliche operative Kosten

dann ist die tatsächliche Rendite erheblich kleiner.

Genau diese Kosten-Nutzen-Rechnung ist laut Artikel nicht transparent.

Die Freispiele selbst sollen nach einer vereinsnahen Berechnung einen wirtschaftlichen Nachteil von mehr als 700.000 € verursacht haben.

Gleichzeitig sind aber Vermarktung, Merchandising und Reichweite gestiegen.

Deshalb kann man nicht seriös sagen:

„Fortuna für alle war ein finanzieller Flop.“

Aber genauso wenig kann man aufgrund steigender Umsätze sagen:

„Fortuna für alle hat sich finanziell komplett gerechnet.“

These 5

FFA war wahrscheinlich ein sehr erfolgreiches Markenprojekt. Ob es ein ebenso erfolgreiches Renditeprojekt war, lässt sich anhand der veröffentlichten Zahlen bislang nicht beweisen.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

8. Eine weitere Kostenstelle fällt massiv auf: der Spielbetrieb

Spielbetriebskosten als Anteil der Umsatzkosten:

Fortuna: 27 %
Ligadurchschnitt: 20 %
oberes Drittel: 17 %

Das ist ein erheblicher Unterschied.

Als Gründe nennt der Bericht:

höhere Stadionmiete
Energiepreise
Mindestlohn
stärkere Stadionnutzung
höhere Zuschauerzahlen

Das bedeutet:

Fortunas großer Zuschauerzuspruch produziert nicht nur Einnahmen, sondern auch Kosten.

Der Verein argumentiert nachvollziehbar:

Jeder zusätzliche Zuschauer rechnet sich.

Das dürfte bei einem zahlenden Zuschauer meistens stimmen.

Bei kostenlosen Spielen ist die Rechnung aber komplizierter.

Denn dann müssen zusätzliche:

Sponsoringerlöse
Catering
Merchandising
Hospitality
langfristige Kundenbindung

die entfallenen Ticketeinnahmen plus zusätzliche Veranstaltungskosten kompensieren.

These 6

Bei Fortuna muss künftig weniger auf Umsatz und stärker auf Deckungsbeitrag geschaut werden.

„Wir haben mehr Zuschauer“ ist keine Finanzkennzahl.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie viel Geld bleibt pro Zuschauer tatsächlich beim Verein hängen?

9. Auch die Vermarktung besitzt eine zweite Seite

Die Werbeerlöse lagen 2024/25 laut Artikel bei:

12,3 Millionen Euro.

Das ist stark.

Aber Fortuna hat seit 2020 die Vermarktung weitgehend selbst übernommen.

Damit verschwinden Provisionszahlungen an externe Vermarkter – gleichzeitig steigen aber:

Personalkosten
Vertriebskosten
Verwaltungsaufwand
technische Kosten

Deshalb sollte man nicht nur fragen:

Wie hoch ist der Vermarktungsumsatz?

sondern:

Wie hoch ist der Nettoertrag der Vermarktung nach sämtlichen damit verbundenen Kosten?

Diese Zahl fehlt.

10. Sponsoring: Targobank wird immer wichtiger

Hier sehe ich ein tatsächliches Zukunftsrisiko.

Das ursprüngliche FFA-Modell sollte laut Bericht ungefähr 9 Mio. € Sponsorenfinanzierung pro Saison generieren.

Ob diese Größenordnung erreicht wurde, bleibt unklar.

Gleichzeitig:

Targobank zuletzt etwa 2,5 Mio. €
andere traditionelle Partner wie Henkel und Sparkasse reduzierten offenbar ihr Engagement
Targobank bekommt zunehmend strategisches Gewicht
ein Targobank-Manager sitzt seit 2026 im Aufsichtsrat

Das muss keineswegs negativ sein.

Aber es entsteht ein klassisches Klumpenrisiko.

These 7

Fortuna sollte verhindern, dass aus der früher hohen Abhängigkeit von TV-Geld nun eine hohe Abhängigkeit von einem einzelnen Hauptpartner wird.

Das wirklich stabile Modell wäre:

TV + Sponsoren + Hospitality + Merchandising + Tickets + Transfers

mit möglichst keinem Bereich, dessen Ausfall den Verein sofort erschüttert.

11. Der Adidas-/11teamsports-Vertrag bis 2033 ist interessant

Hier wird der Artikel ausgesprochen kritisch.

Der neue bzw. verlängerte Ausrüstervertrag bringt laut Verein:

bessere Konditionen
höhere Zahlungen auch in der 3. Liga
außerdem eine einmalige Sonderzahlung.

Das ist kurzfristig hervorragend.

Der kicker weist allerdings darauf hin, dass langfristige Vertragsverlängerungen häufig mit Signing Fees verbunden sind.

Daraus entsteht der Verdacht:

Fortuna könnte einen Teil zukünftiger Einnahmen bereits heute monetarisieren.

Das muss nicht falsch sein.

Wenn man beispielsweise damit einen kurzfristigen Liquiditätsengpass überbrückt und anschließend aufsteigt, kann es sehr sinnvoll sein.

Gefährlich wäre es jedoch, wenn immer wieder:

Sponsorenverträge verlängert,
zukünftige Zahlungen vorgezogen,
Spieler verkauft

werden müssen, um aktuelle Haushaltslöcher zu schließen.

These 8

Die entscheidende Finanzfrage Fortunas lautet künftig nicht „Wie viel Geld können wir beschaffen?“, sondern „Kann das operative Geschäft ohne Vorgriff auf zukünftige Einnahmen funktionieren?“

12. Der Abstieg könnte finanziell paradoxerweise eine Chance sein

Das klingt zunächst absurd.

Aber Fortuna ist jetzt zu einem radikalen Reset gezwungen.

Die Einnahmen aus Medienrechten fallen von 17,5 auf 1,8 Mio. €.

Das alte Geschäftsmodell kann deshalb gar nicht weitergeführt werden.

Fast 70 Stellen wurden gestrichen.

Die Personalkosten müssen erheblich sinken.

FFA-Freispiele pausieren.

Damit könnte Fortuna die bisherige strukturelle Unterdeckung erstmals wirklich beseitigen.

These 9

Wenn Fortuna den Drittligaetat tatsächlich nachhaltig ausbalanciert hat, könnte der Klub bei einem Wiederaufstieg wirtschaftlich wesentlich stärker dastehen als vor dem Abstieg.

Denn dann passiert etwas sehr Interessantes:

Der Kostenapparat wurde auf Drittliganiveau reduziert.

Gleichzeitig bleiben zumindest teilweise:

19.500 Dauerkarten
starke Marke
hohe Mitgliederzahl
großes Sponsoreninteresse
Merchandising
FFA-Bekanntheit
Düsseldorf als großer Wirtschaftsstandort

Kommt anschließend das Zweitliga-TV-Geld zurück, hätte Fortuna plötzlich einen erheblichen wirtschaftlichen Hebel.

13. Deshalb wäre ein schneller Aufstieg extrem wertvoll

Ein Wiederaufstieg würde nicht einfach nur ein paar Millionen zusätzlich bringen.

Der größte Hebel wären die Medienerlöse.

Der jetzige Absturz:

17,5 → 1,8 Mio. €

zeigt umgekehrt, welches Potenzial bei einer Rückkehr besteht.

Wenn Fortuna die Kosten jetzt tatsächlich drastisch reduziert und anschließend wieder aufsteigt, könnte ein beträchtlicher Teil der höheren Einnahmen künftig eben nicht sofort durch eine aufgeblähte Kostenstruktur aufgezehrt werden.

Das wäre der Idealfall.

Aber:

Genau deshalb darf man nicht alles auf den sofortigen Wiederaufstieg setzen.

Denn dann würde Fortuna denselben Fehler wiederholen:

hohe Ausgaben heute, weil man hohe Einnahmen morgen erwartet.

14. Das größte sportliche Zukunftsproblem

Hier schließt sich der Kreis.

Der Klub muss gleichzeitig:

Kosten reduzieren,
den Aufstieg anstreben,
aber seine besten Spieler nicht ständig verkaufen.

Das ist schwierig.

Fortuna braucht deshalb künftig noch stärker ein Modell à la:

Scouting → günstige Verpflichtung → Entwicklung → sportlicher Nutzen → Verkauf

Aber Transfererlöse dürfen dabei nicht mehr vollständig zum Stopfen des Haushalts verwendet werden.

Idealerweise müsste beispielsweise ein Transfergewinn von 6 Mio. € folgendermaßen gedacht werden:

Teil für Ersatzspieler
Teil Rücklage
Teil Nachwuchs/Scouting
Teil Infrastruktur

statt:

6 Mio. Transfergewinn → 6 Mio. strukturelles Loch schließen.

15. Meine zehn Thesen zur Gegenwart Fortunas
16. Fortuna ist vermutlich nicht akut finanziell bedroht.

Der Bericht liefert jedenfalls keine ausreichenden Hinweise auf Insolvenz- oder Liquiditätsgefahr. Dafür müsste man Eigenkapital, liquide Mittel, Verbindlichkeiten, Cashflow etc. analysieren.

2. Der Verein hatte aber ein strukturelles Kostenproblem.

Die fast 14 Mio. € Transfergewinn, die im Gesamtergebnis praktisch verschwinden, sind dafür das stärkste Indiz.

3. Die Organisation war für den sportlichen Erfolg zu teuer.

Insbesondere Verwaltung, Vermarktung und Spielbetrieb erscheinen im Ligavergleich hoch.

4. Zu wenig des Personalbudgets floss zuletzt in den Profikader.

2024/25 nur rund 14,7 Mio. von insgesamt knapp 27 Mio. € Personalaufwand.

5. Dadurch könnte wirtschaftliche Struktur indirekt zum sportlichen Absturz beigetragen haben.

Nicht als alleinige Ursache – aber als Faktor.

6. „Fortuna für alle“ ist nicht gescheitert.

Markenbildung, Zuschauerentwicklung und Vermarktung sprechen dagegen.

7. Die Wirtschaftlichkeit von FFA ist trotzdem nicht ausreichend nachgewiesen.

Bruttoeinnahmen reichen dafür als Argument nicht.

8. Die 3. Liga erzwingt einen notwendigen Strukturumbau.

Der Stellenabbau ist dafür das härteste sichtbare Zeichen.

9. Fortuna besitzt für die 3. Liga außergewöhnlich starke wirtschaftliche Voraussetzungen.

19.500 Dauerkarten, Düsseldorf, Sponsoren, Marke und Reichweite sind enorme Vorteile.

10. Der Klub muss wieder vom Marketingprojekt zum Fußballunternehmen werden.

Genau darauf läuft letztlich auch die Schlussfolgerung des Artikels hinaus.

16. Drei Szenarien für die kommenden Jahre
🟢 Szenario A – erfolgreicher Reset

Fortuna reduziert seine Fixkosten dauerhaft.

Die Mannschaft bleibt konkurrenzfähig.

Der Aufstieg gelingt innerhalb von ein bis zwei Jahren.

FFA, Merchandising und Sponsoring bleiben stark.

Dann kommen Zweitliga-Medienerlöse zurück.

Folge:

Fortuna wäre wahrscheinlich finanziell wesentlich robuster als noch 2024/25 und könnte sich erneut zu einem Aufstiegskandidaten Richtung Bundesliga entwickeln.

Das wäre die große Chance des Abstiegs.

🟡 Szenario B – mehrere Jahre 3. Liga

Das halte ich wirtschaftlich für beherrschbar, aber zunehmend unangenehm.

Die große Fanbasis verschafft Fortuna zunächst Vorteile.

Mit jedem weiteren Drittligajahr könnten aber:

Dauerkartenbegeisterung sinken
Sponsorenzahlungen zurückgehen
Transferwerte sinken
Aufmerksamkeit abnehmen
gute Spieler schwieriger zu halten sein

Fortuna müsste dann erneut Kosten reduzieren.

Zwei Jahre 3. Liga sind etwas völlig anderes als fünf Jahre 3. Liga.

🔴 Szenario C – alter Mechanismus setzt sich fort

Das wäre der gefährlichste Weg:

hohe Fixkosten
→ sportlicher Druck
→ teurer Kader
→ Transferverkäufe notwendig
→ langfristige Verträge vorziehen
→ Sponsorenabhängigkeit steigt
→ kurzfristige Finanzlöcher werden immer wieder geschlossen.

Dann wäre Fortuna zwar vielleicht ständig zahlungsfähig, würde aber immer mehr zukünftige wirtschaftliche Möglichkeiten verbrauchen.

Das wäre keine nachhaltige Sanierung.

17. Was ich als Mitglied oder Aufsichtsrat jetzt unbedingt wissen wollte

Aus den veröffentlichten Zahlen fehlen mir vor allem sechs Kennzahlen, bevor man die Lage endgültig beurteilen kann:

1. Ergebnis ohne Spielertransfers

Das wäre für mich die wichtigste Kennzahl überhaupt.

2. Operativer Cashflow

Nicht Bilanzgewinn, sondern: Wie viel Geld produziert das normale Geschäft?

3. Eigenkapital und freie Liquidität

Damit ließe sich beurteilen, wie viele schwache Jahre Fortuna verkraften kann.

4. Nettoergebnis von „Fortuna für alle“

Zusätzliche Einnahmen minus:

Ticketverzicht
Marketing
Personal
Spielbetrieb
sonstige Zusatzkosten.

5. Nettoertrag der Eigenvermarktung

12,3 Mio. € Werbeumsatz klingt gut. Entscheidend ist, was nach Vertriebs- und Personalkosten übrig bleibt.

6. Drittligabudget ohne Aufstieg

Der entscheidende Stresstest müsste lauten:

Kann Fortuna drei Jahre 3. Liga überstehen, ohne Spieler verkaufen, Einnahmen vorziehen oder neues Geld beschaffen zu müssen?

Wenn die Antwort ja lautet, ist Fortuna inzwischen wahrscheinlich gesund aufgestellt.

Wenn die Antwort nein lautet, ist das strukturelle Problem noch nicht gelöst.

Mein Gesamturteil

Ich würde die Situation deshalb ungefähr so zusammenfassen:

Fortuna Düsseldorf hat in den vergangenen Jahren wirtschaftlich vieles richtig gemacht – aber gleichzeitig den Fehler begangen, Wachstum mit wirtschaftlicher Stabilität gleichzusetzen.

Der Verein ist größer geworden.

Die Marke ist stärker geworden.

Die Vermarktung ist stärker geworden.

Die Zuschauerbasis ist größer geworden.

Die Transfererlöse waren hervorragend.

Aber die Profitabilität ist diesen Erfolgen nicht gefolgt.

Das ist der Kern des Problems.

Und deshalb ist der Abstieg ausgerechnet jetzt eine Art wirtschaftliche Bewährungsprobe.

Wenn Fortuna aus der 3. Liga mit

kleinerer Verwaltung + niedrigeren Fixkosten + weiterhin starker Marke + hoher Zuschauerbindung + vernünftigem Kaderbudget

wieder aufsteigt, kann der Verein 2027/28 oder 2028/29 wirtschaftlich sogar stärker sein als vor dem Absturz.

Wenn dagegen nach dem Wiederaufstieg sofort wieder Personal, Verwaltung und Kostenapparat aufgebläht werden, beginnt derselbe Kreislauf von vorn.

Die entscheidende Zukunftsfrage Fortunas ist deshalb nicht einmal der sofortige Aufstieg. Es ist die Frage, ob Alexander Jobst und die Vereinsführung aus einem hervorragend vermarkteten Verein jetzt auch einen strukturell profitablen Fußballverein machen können.

Und genau an dieser Stelle halte ich den Schluss des kicker-Artikels für sehr treffend: Reichweite, Ticketanfragen und Markenbekanntheit sind Mittel zum Zweck. Am Ende muss die wirtschaftliche Stärke in einer dauerhaft konkurrenzfähigen Mannschaft ankommen.
Die Situation der Fortuna 2026 |#8229
17.08.2026 - 18:58 Uhr
Hm, den Prompt würde ich nochmal nachjustieren. Selbst bei viel Wohlwollen ist das Ergebnis bei weitem zu lang. Die KI soll sich bitte auf die Kernaussagen konzentrieren, in der Kürze liegt die Würze. So verliert die Botschaft auf halber Strecke die meisten Leser.
Die Situation der Fortuna 2026 |#8230
17.08.2026 - 19:18 Uhr
Zitat von Niemals-Aufgeben
Hm, den Prompt würde ich nochmal nachjustieren. Selbst bei viel Wohlwollen ist das Ergebnis bei weitem zu lang. Die KI soll sich bitte auf die Kernaussagen konzentrieren, in der Kürze liegt die Würze. So verliert die Botschaft auf halber Strecke die meisten Leser.

Meine KI fasst das so zusammen:

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Fortuna Düsseldorf in den letzten Jahren kein reines Einnahmenproblem, sondern vor allem ein Kosten- und Strukturproblem hatte.
Kernaussagen
Fortuna hat die Einnahmen deutlich gesteigert (Zuschauer, Sponsoren, Merchandising, Transfers, „Fortuna für alle“). Trotzdem blieb finanziell kaum etwas übrig, weil die Kosten stark gestiegen sind. In drei Jahren wurden rund 13,8 Mio. € Transfergewinne erzielt, das Gesamtergebnis lag aber nahezu bei null. Ohne diese Transfers hätte Fortuna wohl jährlich mehrere Millionen Euro Verlust gemacht. Der Verein wurde dadurch von Spielerverkäufen abhängig, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.
Kritikpunkte
Beim Sparen wurde vor allem der Profikader geschwächt, während Verwaltung und andere Bereiche vergleichsweise wenig gekürzt wurden. Fortuna war überdurchschnittlich abhängig von TV-Geldern, weshalb der Abstieg in die 3. Liga finanziell besonders schmerzhaft ist. Die Entlassung von rund 70 Mitarbeitern zeigt, dass die bisherige Organisation für die aktuellen Einnahmen zu groß war. „Fortuna für alle“ wird nicht als Misserfolg bewertet. Das Projekt hat Marke, Reichweite und Sponsoring gestärkt. Ob es sich finanziell wirklich gerechnet hat, lässt sich aber mangels transparenter Zahlen nicht beurteilen.
Chancen durch den Abstieg
Der Abstieg zwingt Fortuna zu einem harten, aber möglicherweise notwendigen Kostenabbau. Wenn der Verein künftig mit niedrigeren Fixkosten arbeitet und gleichzeitig seine starke Marke, Fanbasis und Sponsoren behält, könnte Fortuna nach einem Wiederaufstieg finanziell sogar stabiler sein als zuvor.
Fazit
Der Autor sieht Fortuna nicht akut finanziell gefährdet, aber mit einem strukturellen Kostenproblem.

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"I'm just a soul whose intentions are good, please don't let me be misunderstood"
Unsere Mannschaft darf unter gar keinen Umständen diese geile zweite Liga verlassen, egal in welche Richtung!!!
Betrunken bin ich erst, wenn ich ohne fremde Hilfe nicht mehr auf dem Rücken liegen kann.
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