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Der Aufsichtsrat

19.01.2010 - 18:09 Uhr
Der Aufsichtsrat |#391
14.03.2014 - 14:40 Uhr
Zitat von Kelte:

Richtig, er VERABSCHIEDET. Was denkst du denn, wo dieser Wirtschaftsplan herkommt? Zieht sich der Herr Hainer den aus dem A*sch, ja? Der Aufsichtsrat kommt in dieser von dir skizzierten Phase seiner KONTROLLFUNKTION nach, indem er die Planung der Geschäftsführung unter die Lupe nimmt. Daraus erfolgt mitnichten, dass der Aufsichtsrat Budgets setzt. Er kann allerdings den Vorschlag ablehnen und der wirtschaftlichen Leitung die erneute Erarbeitung auftragen.

Ja, natürlich legt der Vorstand den Wirtschaftsplan vor. Der AR kann aber auch Änderungen vornehmen. In der Vergangenheit war es so, dass der Uli Hoeneß AR die kaufmännische Vorsicht eher übertrieben hat:
Erinner dich daran, dass ein Robben problemlos für den FCB finanzierbar war, wir aber erst nach einem schlechten Saisonstart zugeschlagen haben. Im Sinne einer gesunden Risikoanalyse hätte man bei Robben für den Preis jederzeit - sofern Müller-Wohlfahrt das Risiko der Verletzungsanfälligkeit nicht zu groß eingeschätzt hätte - zuschlagen müssen. Selbst wenn der Gewinn in einer Saison dann mal geringer ausfällt. Hainer hättte wahrscheinlich Robben bei Robben im Sinne der Risikoanalyse schon eher zugeschlagen.
Erinner dich daran wie lange wir bei Martinez verhandelt haben, obwohl alle sportlichen Entscheidungsträger von ihm überzeugt waren und wir das Geld für den Transfer hatten.
Erinner dich daran, dass wir 2006 ohne Ballack-Ersatz in die Saison gegangen sind, obwohl wir das Geld locker dafür hatten.
Nach solchen Meinungen des AR richtet sich doch auch auch ein Vorstand. Wenn Bayern mit CL-Quali, 2. Pokalrunde und CL-Gruppenphase mit bspw. 300 Mio. Umsatz rechnen kann, dann musste Kalle Uli einen Wirtschaftsplan über 300 Mio. und keinen Cent mehr vorlegen, während bei Hainer und Co. im festen Vertrauen darauf, dass man in 95% der Fälle die Ziele übererfüllen wird, sicherlich auch mit 310 Mio. planen kann, wenn es dem Vorstand sportlich sinnvoll erscheint (weil gerade Messi auf dem Markt ist oder so ;) ).


Zitat von Kelte:

Zitat von Wenigenjena:

Der Verein hält immer noch 75% an der AG. Wenn also der Verein bzw. dessen Vorstand/Präsidium der Meinung ist, dass Kalle ARV werden soll, dann wird er von den 75% gewählt.


NEIN! Das stimmt schlicht nicht. Den Aufsichtsratsvorsitz wählt der Aufsichtsrat. Der Vorstand kann seine Meinung dazu in der Pfeife rauchen.

Ja, aber wenn die Vertreter im AR nicht dem vom Anteilseigner vorgeschlagene Vorsitzenden nicht wählen, waren sie die längste Zeit Aufsichtsräte. Was denkst du denn, was passiert, wenn bspw. Helmut Aurenz im Aufsichstrat von Audi nicht Winterkorn zum AR-Vorsitzenden mitwählen würde und man Winterkorn zusammen mit den Arbeitnehmervertretern ablösen würde. Dann wäre der sein Mandat aber auch sehr schnell los
Der Aufsichtsrat |#392
14.03.2014 - 14:40 Uhr
Zitat von Doerk:
Zitat von jimpanse222:
Danke @kelte, landauer.
Der künftige Allianz-Sitz war mir gar nicht auf dem Schirm.
Ich teile die Einschätzung, daß der Verein dann erst Recht den AR-Vorsitz weiterhin beanspruchen muß. Ob sich die Minderheitsbeteiligten tatsächlich zu einer konzentrierten Aktion dagegen zusammenfinden? Daß der Hainer als Stellvertreter interimsmäßig aufrückt ist ja zunächst einmal folgerichtig und erst danach vielleicht ein Indiz für eine geplante Machtverschiebung.
Mal schauen. Ich bin grundsätzlich bei Landauer. Es gibt für mich keinen plausiblen Grund warum man einem Minderheitsbeteiligten den Vorsitz ohne Widerstand zugestehen sollte trotz aller "Verbundenheit" oderwasweißichnochalles der beteiligten Unternehmen zu dem Verein. Macht bzw. Kontrolle gibt man nicht ab und sei der Empfänger auch noch so benevolent oder scheinbar auf Linie mit den eigenen Strategien und Vorstellungen.


Hainer hat entsprechendes öffentliches Format, sitzt seit vielen Jahren im Aufsichtsrat. Adidas ist seit Jahrzehnten Bayern-Sponsor, da gibt es schon eine andere Nähe als zu Audi und Allianz.
Wahrscheinlich kam aus dem Verein keiner der Aufsichtsratsmitglieder in Frage (Stoiber, Hopfner, Markwort etc.). Ich halte es vor allem deswegen auch für einen sehr guten Schritt, weil Hainer die Sponsoring / Sportmärkte weltweit kennt und sicher auch die strategischen Perspektive in der Internationalisierung sieht - diese Kompetenz sehe ich bei Hopfner nicht und bei Stoiber schon gar nicht. Hainer ist sicher einer, der viele Impulse setzen kann, die bisher ja auch von Uli kamen. Insofern ist er ein Gestalter und kein Verwalter. Sehr gut!

Aber klar, Hainer ist ein AR von einem Minderheitsgesellschafter. Das ist eher selten, wenn klare Mehrheitsverhältnisse bestehen.



Man darf der die Rolle des Aufsichtsrates nicht überhöhen. Hainer wird nun sicherlich nicht die Internationalisierung oder ähnliches vorantreiben.
Das obliegt weiterhin dem Vorstand und niemand anderem.
Der Aufsichtsrat |#393
14.03.2014 - 14:43 Uhr
Zitat von Doerk:
Zitat von BlairWitch:
Zitat von WembleyfanFCB:
Zitat von Remington_Steele:
Zitat von obelix:
Zitat von packard:
Gerade erfahren… News vom #FCBayern: Hopfner wird Präsident, Hainer Aufsichtsratsvorsitzender interimsweise.

http://www.fcbayern.de/de/news/news/2014/presseerklaerung-des-aufsichtsrats-140314.php


hoffentlich kein signal für die zukunft. die ersten entscheidungen ohne hoeneß gleich mal rohrkrepierer...


Jo, zwei schlimme Fehlentscheidumgen :/: :angry


Klar, Stotter-Ede und Katari-Franz wären natürlich deutlich besser gewesen... :rolleyes


erstens blieb hainer als hoeneß stellvertreter erstmal fast gar nix anderes übrig die geschäft zu übernehmen. zweitens ist dies nur interimsmäßig.

drittens wird es innerhalb der nächsten 4 wochen eine außerordentliche mitgliederversammlung geben, dort wird dann der neue präsident gewählt. jedes mitglied hat ne stimme, wem der aufgestellte kandidat nicht passt, kann ja einen gegenkandidaten vorschlagen...

hopfner als präsident fände ich im übrigen die beste entscheidung


Wenn Hopfner sich zur Präsidentenwahl stellen möchte, wird er es auch.

Hainer ist aber meines Erachtens kein Interimskandidat, denn dann hätte man gleich Hopfner als Interimskandidaten etablieren können.


und warum dann die formulierung "vorerst" und nicht "ab sofort" in der klärung des AR in bezug auf heiner?
Der Aufsichtsrat |#394
14.03.2014 - 14:57 Uhr
Was gibts denn jetzt an Hopfner bitteschön auszusetzen?

Muss es denn immer eine "Lichtgestalt" als Präsi sein? Warum nicht einfach mal jemand, absolut seriös, hochprofessionell und trotzdem eine "ruhige" Person ist? Noch dazu ist Hopfner lange genug im Geschäft um den Verein aus dem FF zu kennen.
Strahlkraft... dass ich nicht lache!
Was ist wohl sinnvoller? Jemand der "farblos" aber hochprofessionell ist, oder eine sportliche Ikone, die keine drei Sätze ohne fremdschämen formulieren kann?

Absolut perfekte Entscheidung!
Der Aufsichtsrat |#395
14.03.2014 - 15:03 Uhr
Franz Beckenbauer ‏@beckenbauer 5 Min.

Herbert Hainer als Nachfolger im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden beim @FCBayern ist eine ausgezeichnete Wahl.

Franz Beckenbauer ‏@beckenbauer 10 Min.

Es tut mir für Uli persönlich sehr leid, aber ich habe großen Respekt vor seiner Entscheidung heute. Sie zeigt seine menschliche Größe.
Der Aufsichtsrat |#396
14.03.2014 - 15:04 Uhr
Zitat von Wenigenjena:
Zitat von Kelte:

Richtig, er VERABSCHIEDET. Was denkst du denn, wo dieser Wirtschaftsplan herkommt? Zieht sich der Herr Hainer den aus dem A*sch, ja? Der Aufsichtsrat kommt in dieser von dir skizzierten Phase seiner KONTROLLFUNKTION nach, indem er die Planung der Geschäftsführung unter die Lupe nimmt. Daraus erfolgt mitnichten, dass der Aufsichtsrat Budgets setzt. Er kann allerdings den Vorschlag ablehnen und der wirtschaftlichen Leitung die erneute Erarbeitung auftragen.

Ja, natürlich legt der Vorstand den Wirtschaftsplan vor. Der AR kann aber auch Änderungen vornehmen. In der Vergangenheit war es so, dass der Uli Hoeneß AR die kaufmännische Vorsicht eher übertrieben hat:
Erinner dich daran, dass ein Robben problemlos für den FCB finanzierbar war, wir aber erst nach einem schlechten Saisonstart zugeschlagen haben. Im Sinne einer gesunden Risikoanalyse hätte man bei Robben für den Preis jederzeit - sofern Müller-Wohlfahrt das Risiko der Verletzungsanfälligkeit nicht zu groß eingeschätzt hätte - zuschlagen müssen. Selbst wenn der Gewinn in einer Saison dann mal geringer ausfällt. Hainer hättte wahrscheinlich Robben bei Robben im Sinne der Risikoanalyse schon eher zugeschlagen.
Erinner dich daran wie lange wir bei Martinez verhandelt haben, obwohl alle sportlichen Entscheidungsträger von ihm überzeugt waren und wir das Geld für den Transfer hatten.
Erinner dich daran, dass wir 2006 ohne Ballack-Ersatz in die Saison gegangen sind, obwohl wir das Geld locker dafür hatten.
Nach solchen Meinungen des AR richtet sich doch auch auch ein Vorstand. Wenn Bayern mit CL-Quali, 2. Pokalrunde und CL-Gruppenphase mit bspw. 300 Mio. Umsatz rechnen kann, dann musste Kalle Uli einen Wirtschaftsplan über 300 Mio. und keinen Cent mehr vorlegen, während bei Hainer und Co. im festen Vertrauen darauf, dass man in 95% der Fälle die Ziele übererfüllen wird, sicherlich auch mit 310 Mio. planen kann, wenn es dem Vorstand sportlich sinnvoll erscheint (weil gerade Messi auf dem Markt ist oder so ;) ).


Vieles von dem, was du schreibst, ist im Ergebnis nicht so falsch, die Impulse erfolgen aber in der Praxis aus ganz verschiedenen Gründe beinahe ausschließlich vollkommen anders. Glaub es mir. Ein Herr Hainer hat so sicherlich besseres zu tun, als im Rahmen seines Aufsichtsratsmandates "Risikoanalyse" zu betreiben.


Zitat von Wenigenjena:


Ja, aber wenn die Vertreter im AR nicht dem vom Anteilseigner vorgeschlagene Vorsitzenden nicht wählen, waren sie die längste Zeit Aufsichtsräte. Was denkst du denn, was passiert, wenn bspw. Helmut Aurenz im Aufsichstrat von Audi nicht Winterkorn zum AR-Vorsitzenden mitwählen würde und man Winterkorn zusammen mit den Arbeitnehmervertretern ablösen würde. Dann wäre der sein Mandat aber auch sehr schnell los


:D Das finde ich ganz fantastisch, ehrlich. "Wie, du willst den Hainer nicht wählen? Wieeeee? RAUS!" So quasi: Aufsichtsratsvorsitzender kickt Aufsichtsrat, wenn der ihn nicht wählen will? Oder wer nimmt Herrn Aurenz nun sein Mandat?

Ganz plastisch: Die Vertreter der Anteilseigner - und nur solche sind für unsere AG, da unter 2000 Mitarbeiter beschäftigt, relevant - werden per Mitgliederversammlung GEWÄHLT! Entsprechend müsste sich Herr Aurenz in seiner Funktion als Anteilseignervertreter der Audi AG gegenüber allen Aktionären der Audi AG verantworten, während sich die Hauptversammlung der FCB AG aus dem FCB e.V zu 75,01% und der Allianz, Audi und Adidas zu je 8,33% zusammensetzt. Die Aufsichtsräte über die Vertreter der Anteilseigner hinaus wählt also der e.V. mit dem Präsidenten an der Spitze. Das bedeutet allerdings NICHT, dass diese 75% auch den Aufsichtsratsvorsitzenden wählen, da jede Stimme im Aufsichtsrat zu dieser Wahl gleich zählt. Tun sich nun also die Vertreter von Allianz, Audi und Adidas zusammen mit ein paar "Neutralen", dann kann durchaus - obwohl sehr unüblich, da diese "Neutralen" wie oben beschrieben meist nicht neutral sind - ein Minderheitenvertreter auch Aufsichtsratsvorsitzender werden.

•     •     •

N° 38995

Darauf ging er zu seiner Frau,
die guckte Grütze im TV.
Es gab doch Fußball auf der Zwei.
Er rief: "Schalt um! Ich zähl bis drei!"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kelte am 14.03.2014 um 15:08 Uhr bearbeitet
Der Aufsichtsrat |#397
14.03.2014 - 15:10 Uhr
Zitat von pizzabaecker:
Leute, Ihr habt doch zum Teil echt einen an der Waffel mit Euren Verschwörungs- und Zerfallstheorien.

Wenn einer oder auch mehrere Aufsichtsräte einene Interessen zu Ungunsten des FC Bayern verfolgen würden, könnten die theoretisch ganz schnell abgesetzt werden.

Die Wahl der Aufsichtsräte erfolgt nämlich per Mehrheitsbeschluß durch die Hauptversammlung der AG. Und dort hält der FC Bayern e.V. 75 % der Stimmanteile.

Das operative Geschäft in der AG führt ja der Vorstand. Und der entscheidet, welche Sponsorenverträge abgeschlossen werden. Nicht der Aufsichtsrat. Nur bei Investitionen ab einer gewissen Größenordnung kann der Vorstand nicht mehr allein entscheiden, sondern braucht dort die Zustimmung des AR. Dort sitzen aber immer noch genügend Vertreter des FCB mit Stoiber, Markwort & Co.

Ihr überschätzt Macht und Einfluß des Aufsichtsrates.


Eben.

Das wurde gestern schonmal ähnlich dargestellt. Ist mir ein absolutes Rätsel, wieso man hier solche Angst hat. Wir begeben uns sicher nicht in die Abhängigkeit von einem Minderheitsgesellschafter. Früher wurde der AR ja auch nur bei größeren Transfers miteinbezogen.
Der Aufsichtsrat |#398
14.03.2014 - 15:15 Uhr
Bevor Uli den Posten unter großem Tamtam übernommen hat, hat sich drastisch ausgedrückt keine Sau für den AR interessiert und auf einmal könnte man meinen, dass alles am AR hängt.
Der Aufsichtsrat |#399
14.03.2014 - 15:17 Uhr
Zitat von blakeks1:
Bevor Uli den Posten unter großem Tamtam übernommen hat, hat sich drastisch ausgedrückt keine Sau für den AR interessiert und auf einmal könnte man meinen, dass alles am AR hängt.

Eben. Der AR ist ein Kontrollorgan und kein Entscheidungsorgan.

•     •     •

**********Europapokalsieger 2013************

------------------WELTMEISTER 2014------------------------

########### Bastian Schweinsteiger - LEGENDE ############
Der Aufsichtsrat |#400
14.03.2014 - 15:19 Uhr
Zitat von BlairWitch:
Franz Beckenbauer ‏@beckenbauer 5 Min.

Herbert Hainer als Nachfolger im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden beim @FCBayern ist eine ausgezeichnete Wahl.

Franz Beckenbauer ‏@beckenbauer 10 Min.

Es tut mir für Uli persönlich sehr leid, aber ich habe großen Respekt vor seiner Entscheidung heute. Sie zeigt seine menschliche Größe.


Hat Franz einen Twitter-Account?? :o

•     •     •

Danke Arjen! Danke Franck!
Auf ewig Legenden. Auf ewig in meinem Herzen.

Franz, du bist der Größte!
Einen wie Franz Beckenbauer wird es nie mehr geben
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