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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#11081
15.08.2025 - 19:57 Uhr
Zitat von Baxx09

Ich habe mir isoliert angesehen, wie die reinen Transfereinnahmen und Investitionen in den Kader laut Transfermarkt im Vergleich zu den veröffentlichten Zahlen von Borussia Dortmund ausfallen. Im Geschäftsbericht besonders interessant sind die Überleitungen der Netto-Transferentgelte auf der Einnahmenseite sowie die Investitionen in Spielerwerte – letztere beinhalten allerdings auch Kosten im Zusammenhang mit Vertragsverlängerungen.

Die ausgewiesenen Spielerwerte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Auch Aufwendungen aus Beraterhonoraren oder Vermittlerprovisionen und sonstige Aufwendungen die im Zusammenhang mit einer Vertragsverlängerung oder der ablösefreien Verpflichtung von Lizenzspielern stehen, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert (sind somit in den Investitionen in Spielerwerte enthalten).


Saison 2023/24

Angaben lt. Transfermarkt
Ausgaben für Zugänge (u.a. Nmecha, Sabitzer, Füllkrug): EUR 68,55 Mio
Einnahmen für Abgänge (u.a. Bellingham): EUR 137,35 Mio
-----------------------------------------------------------------------------------
= Transferbilanz + EUR 68,8 Mio

Angaben lt. Geschäftsbericht 2023/24
Ausgaben: Investitionen in Spielervermögen (cashwirksam) EUR 113,3 Mio
Einnahmen: Netto-Transferentgelt (Bruttotransferentgelt EUR 129,9 Mio - Transferkosten EUR 15,0 Mio) EUR 114,8 Mio
-----------------------------------------------------------------------------------
= Delta EUR 1,5 Mio


Saison 2024/25

Angaben lt. Transfermarkt
Ausgaben für Zugänge (u.a. Beier, Anton, Guirassy): EUR 90,2 Mio
Einnahmen für Abgänge (u.a. Malen, Füllkrug): EUR 58,6 Mio
--------------------------------------------------------------------------------------
= Transferbilanz - EUR 31,6 Mio

Angaben lt. Q3 Mitteilung (Geschäftsbericht noch nicht veröffentlicht)
Ausgaben: Investitionen in Spielervermögen (cashwirksam) EUR ca. 126,3 Mio
Einnahmen: Netto-Transferentgelt (Bruttotransferentgelt EUR 60,5 Mio - Transferkosten EUR 2,4 Mio) EUR 58,1 Mio
-----------------------------------------------------------------------------------
= Delta EUR -68,2 Mio

Saison 2025/26

Angaben lt. Transfermarkt
Ausgaben für Zugänge (u.a. Bellingham, Couto, Svensson): EUR 57,2 Mio
Einnahmen für Abgänge (u.a. Gittens, Coulibaly): EUR 68,75 Mio
--------------------------------------------------------------------------------------
= Transferbilanz + EUR 11,55 Mio

Nimmt man nun vereinfachend auf Basis der Vorjahre (konservativ) an, dass rund 5% der Transfer-Einnahmen für im Zusammenhang stehende Transferkosten in Abzug zu bringen sind, liegen die Einnahmen wahrscheinlich bei rund EUR 65 Mio. Nimmt man nun an, dass neben den reinen Transfereinnahmen, die auf Transfermarkt ausgewiesenen werden weitere 40-60% (konservativ 40%) in den Kader investiert werden für Beraterhonorare, Vermittlerprovisionen, Verlängerungen, Handgelder landet man bei Ausgaben von ca. EUR 80 Mio in den Kader.

Somit kann man davon ausgehen, dass (rein isoliert das Transfergeschäft betrachtend) aus dem laufenden Transferfenster derzeit wohl kein Überschuss besteht.


Hierbei ist zu beachten, dass man die buchhalterische Ansetzung sehen muss. Ausgaben für Zugänge werden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben, während Einnahmen für Abgänge sofort vollständig gebucht werden müssen. Es ist also so, dass im vergangenen Jahr auch noch Ablösen von 2020, 2021, 2022 oder so mit drin sein könnten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mikklu am 15.08.2025 um 20:01 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#11082
15.08.2025 - 21:12 Uhr
Zitat von Mairon
Zitat von Cloud1988

@Marion wie sollen die Prämien drinnen sein, wenn das Turnier noch gelaufen ist? Es werden die Startprämien und TV Prämien geflossen sein.


Im Hinblick aufs abgelaufende GJ ist unerheblich, was sich hinter den genannten 34 MEUR CWC-Einnahmen verbirgt. Ohne diese Einmaleffekte hätte man erheblichen Verlust geschrieben - hätte diesen lediglich vermeiden können, indem man Gittens bereits im Juni verkauft hätte. Sprich: um keinen Verlust zu schreiben, waren erhebliche Transfereinnahmen und CWC-Einmaleffekt nötig.

Und wo läge das Problem, einen Verlust zu schreiben? Besser als ein zu hoher Gewinn.
Ich sehe keine Notwendigkeit, Transfers zu verlegen, nur im keinen bilanziellen Verlust zu schreiben.

•     •     •

Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#11083
15.08.2025 - 22:25 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von 3-Ecken-Elfer

Zitat von MAB09

Zitat von silerberlin

Was hängen sich denn jetzt so viele an den Personalkosten auf? Hier gab es doch quasi keine Änderung und mit 50% ist man auch im absolut gesunden Bereich. Hier sollten ja auch schon große Teile der Prämien der Club-WM drin sein, wenn der Großteil der Gelder dafür auch schon beinhaltet ist.

Ansonsten war die Entwicklung erwartbar, die wirklich dicken Verträge laufen ja jetzt erst nach dieser Saison aus und machen Spielraum frei - wenngleich auch wieder teure Verlängerungen anstehen.


50% sind aber nur im gesunden Bereich wenn man für 200 Millionen mehr beim Umsatz nicht automatisch 180 Millionen mehr bei den Ausgaben hat.

Wenn du deine kompletten Cateringbereich outsourced dann bringt er dir vllt nur 10 Millionen, aber das sind 10 Millionen beim Umsatz ohne eigene Aufwendungen.
Wenn du das alles in die eigene Hand nimmst hast du eventuell eine Umsatzplus von 100 Millionen, hast aber gleichzeitig Ausgaben von 90 Millionen um das zu stemmen.
Im Beispiel 1 hast du einen um 90 Millionen niedrigeren Umsatz. Ergo wäre die Anhand von diesem Umsatz berechneten Personalkostenquote dementsprechend schlimmer.

Nach wie vor nur auf dem Umsatz zu schauen und dann auf die Personalkostenquote wird dem einfach nicht gerecht.

Das ist ein wirklich wichtiger und entscheidender Punkt, den du hier anführst, weil davon auszugehen ist, dass die zu wenige wirklich auf dem Schirm haben bzw. verstehen.

Einnahmen, und folgend Umsatz, bringen dir wenig, wenn diese Einnahmen mit hohen Ausgaben in Verbindung stehen. Du möchtest optimalerweise Einnahmen haben, denen wenige oder gar keine Ausgaben gegenüberstehen, weil du dann mehr Raum für Investitionen hast.

Es ist also so, dass eigentlich jeder, selbst jene, die mit diesem Bereich nicht so vertraut sind, verstehen sollte, dass, wenn du trotz einmaligen Einnahmen durch den CWC kaum Gewinn verbuchen konntest, sondern in einem regulären Jahr ohne CWC einen deutlichen Verlust zu verzeichnen hättest, das kein gutes Zeichen ist.

Du musst halt die Ausgaben reduzieren, um im nächsten Jahr, dann ohne CWC, keinen Verlust zu haben, oder aber die Einnahmen erhöhen, optimalerweise, ohne weiter die Ausgaben zu erhöhen.

Selbst wenn nächsten Sommer einige gut dotierte Verträge aus der Bilanz fallen, sollten die Spieler wechseln, musst du die ja auch wieder ersetzen und dafür sind Investitionen notwendig. Wenn du aber keinen oder nur geringen Spielraum für diese Investitionen besitzt, wird das schwerlich möglich sein, sondern kann dann nur entweder dadurch geschehen, dass man einen Spieler verkauft, der für eine Querfinanzierung sorgt, oder man geht in Vorleistung, also ins Risiko.

Man muss aber sicherlich auch dazu erwähnen, dass ohne den Einmaleffekt des CWCs gewisse Investitionen nicht getätigt worden wären. Das hätte bilanziell erleichternde Folgen gehabt, die es zu berücksichtigen gilt, aber hätte eben auch sportliche Folgen gehabt, weil dann womöglich der ein oder andere Spieler nicht hätte verpflichtet werden können.

Wie rum man es auch dreht, es bestehen einige Fragezeichen und die Zahlen erklären dann doch einiges bzw. lassen das Vermutete zur Realität werden.


Hä? Das Geld wurde doch reinvestiert und deswegen ist der Gewinn so gering. Siehe Transferbilanz und Investitionen in Infrastruktur. Jetzt dreht man es so, als würde man nicht investieren? Warum?

Hä? Wo steht denn da, dass nicht reinvestiert wurde? Da steht nur, dass den Einnahmen hohe Ausgaben gegenüber stehen und wenn dann kein Einmaleffekt auf der Einnahmenseite verbucht werden kann, dadurch das Investitionsvolumen geringer ausfällt und womöglich Baustellen, u. a. das Ersetzen von Spielern, die den Verein verlassen könnten, nicht bzw. nicht in dem benötigen Maße geschlossen werden können.

Durch Gittens, der ja ins neue Geschäftsjahr fällt und dem Wegfall einiger Gehälter, wird sicher Spielraum frei, aber es werden eben auch Investitionen notwendig sein, und in dem Fall geht es nicht um infrastrukturelle Investitionen. Dass die getätigt wurden, ist mir bekannt, war aber hier überhaupt nicht das Thema, sondern dass trotz höhere Einnahmen, die so jedes Jahr nicht zu reproduzieren sind, nur ein kleiner Gewinn erzielt werden konnte. Ohne des CWCs hätte es deshalb womöglich geringere Investitionen gegeben und Baustellen hätten nicht geschlossen werden können. Der ein oder andere Spieler, aber mindestens mal einer, wäre nicht verpflichtet worden. Dass also das, was berichtet wurde, dass der Handlungsspielraum eben begrenzt ist, trotz CWC, ist eben auch mit den aktuellen Finanzkennzahlen zu erklären.

Wenn die keine Werte schaffst bzw. nicht mehr in der Form früherer Tage, sondern in Spieler investierst, die an Wert verlieren, primär, weil das Alter das mit sich bringt, die zudem auch noch gute Gehälter bekommen, dann ist es einfach eine logische Folge, dass du dich selbst limitierst, wenn du nicht mehr alle 2 Jahre hohe Einnahmen generieren kannst, du diese aber eigentlich benötigen würdest, um selbst in den Kader investieren zu können.

An anderer Stelle hatte ich mal die Entwicklungen des Kaderwertes angeführt und auch anhand des aktuellen Kaders verdeutlicht, was das kurz- und mittelfristig bedeuten kann, weil man nach Hummels und Reus eben auch in naher Zukunft weitere Spieler, die kaum bis relativ geringe Einnahmen generieren werden, ersetzt werden müssen.

Man hat aktuell lediglich 4 Spieler mit einem hier notierten Marktwert von 40-45 Mio, und dann folgen Spieler mit 28 und 25, wo aktuell keine signifikanten Entwicklungen zu erwarten sind. Einige Spieler sind 29 Jahre und älter mit zum Teil auslaufenden Verträgen. Wenn man dabei also die aktuelle Entwicklung der steigenden Ablösesummen berücksichtigt, wird es zukünftig eben nicht einfacher, adäquaten Ersatz beschaffen zu können. Entsprechend alarmierend ist es eben, dass man offensichtlich limitiert ist und die Frage gestellt werden kann und sollte, wie man das kurz- und mittelfristig zu verändern/verbessern gedenkt.

Es geht mir also nicht darum, Investitionen, die zwingend getätigt werden mussten, weil es eben zielführend ist, weil nachhaltig wirtschaftlich, wie in die Infrastruktur im Fall "der Küche", sondern dass man mit der veränderten Transferphilosophie, die man eine Zeit lang verfolgte, und so manch weitere schlechte Entscheidung in vielen Bereichen, man dafür gesorgt hat, dass man eben aktuell etwas auf Kante genäht ist, der CWC wie ein Geschenk des Himmels war. Um so wichtiger war das Erreichen der CL auf den jeweils letzten Metern, auch als weiterer Indiz zu verstehen, warum man nicht so dasteht, wie man es könnte, wie es eigentlich möglich gewesen wäre.

Man kann das aber natürlich auch in gewohnter Manier, Grüße an den Halbgott, bewusst positiv einseitig auslegen und den Verein dafür feiern, dass seine PKQ supi dupi ist und auch ansonsten ist es überhaupt nicht schlimm, denn wenn der Investitionsspielraum gering ist, dann holt man halt einfach wieder einen Weigl-esken Spieler aus der 2. Liga, die Zeiten sind schließlich absolut zu vergleichen, denn was sagt schon auch ein Umsatzrekord aus, wenn man gleichwohl bei den Investitionen limitiert ist. Alles ist bestens und der BVB-Aktie geht es auch gut...

•     •     •

Loriot: "In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Dieter Hallervorden: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen. Und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen."

"Sei Kind, wann immer Du kannst, und nur erwachsen, wenn Du musst"
BVB - Finanzen |#11084
15.08.2025 - 22:45 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Zitat von TheKillingJoke

Zitat von 3-Ecken-Elfer

Zitat von MAB09

Zitat von silerberlin

Was hängen sich denn jetzt so viele an den Personalkosten auf? Hier gab es doch quasi keine Änderung und mit 50% ist man auch im absolut gesunden Bereich. Hier sollten ja auch schon große Teile der Prämien der Club-WM drin sein, wenn der Großteil der Gelder dafür auch schon beinhaltet ist.

Ansonsten war die Entwicklung erwartbar, die wirklich dicken Verträge laufen ja jetzt erst nach dieser Saison aus und machen Spielraum frei - wenngleich auch wieder teure Verlängerungen anstehen.


50% sind aber nur im gesunden Bereich wenn man für 200 Millionen mehr beim Umsatz nicht automatisch 180 Millionen mehr bei den Ausgaben hat.

Wenn du deine kompletten Cateringbereich outsourced dann bringt er dir vllt nur 10 Millionen, aber das sind 10 Millionen beim Umsatz ohne eigene Aufwendungen.
Wenn du das alles in die eigene Hand nimmst hast du eventuell eine Umsatzplus von 100 Millionen, hast aber gleichzeitig Ausgaben von 90 Millionen um das zu stemmen.
Im Beispiel 1 hast du einen um 90 Millionen niedrigeren Umsatz. Ergo wäre die Anhand von diesem Umsatz berechneten Personalkostenquote dementsprechend schlimmer.

Nach wie vor nur auf dem Umsatz zu schauen und dann auf die Personalkostenquote wird dem einfach nicht gerecht.

Das ist ein wirklich wichtiger und entscheidender Punkt, den du hier anführst, weil davon auszugehen ist, dass die zu wenige wirklich auf dem Schirm haben bzw. verstehen.

Einnahmen, und folgend Umsatz, bringen dir wenig, wenn diese Einnahmen mit hohen Ausgaben in Verbindung stehen. Du möchtest optimalerweise Einnahmen haben, denen wenige oder gar keine Ausgaben gegenüberstehen, weil du dann mehr Raum für Investitionen hast.

Es ist also so, dass eigentlich jeder, selbst jene, die mit diesem Bereich nicht so vertraut sind, verstehen sollte, dass, wenn du trotz einmaligen Einnahmen durch den CWC kaum Gewinn verbuchen konntest, sondern in einem regulären Jahr ohne CWC einen deutlichen Verlust zu verzeichnen hättest, das kein gutes Zeichen ist.

Du musst halt die Ausgaben reduzieren, um im nächsten Jahr, dann ohne CWC, keinen Verlust zu haben, oder aber die Einnahmen erhöhen, optimalerweise, ohne weiter die Ausgaben zu erhöhen.

Selbst wenn nächsten Sommer einige gut dotierte Verträge aus der Bilanz fallen, sollten die Spieler wechseln, musst du die ja auch wieder ersetzen und dafür sind Investitionen notwendig. Wenn du aber keinen oder nur geringen Spielraum für diese Investitionen besitzt, wird das schwerlich möglich sein, sondern kann dann nur entweder dadurch geschehen, dass man einen Spieler verkauft, der für eine Querfinanzierung sorgt, oder man geht in Vorleistung, also ins Risiko.

Man muss aber sicherlich auch dazu erwähnen, dass ohne den Einmaleffekt des CWCs gewisse Investitionen nicht getätigt worden wären. Das hätte bilanziell erleichternde Folgen gehabt, die es zu berücksichtigen gilt, aber hätte eben auch sportliche Folgen gehabt, weil dann womöglich der ein oder andere Spieler nicht hätte verpflichtet werden können.

Wie rum man es auch dreht, es bestehen einige Fragezeichen und die Zahlen erklären dann doch einiges bzw. lassen das Vermutete zur Realität werden.


Hä? Das Geld wurde doch reinvestiert und deswegen ist der Gewinn so gering. Siehe Transferbilanz und Investitionen in Infrastruktur. Jetzt dreht man es so, als würde man nicht investieren? Warum?

Hä? Wo steht denn da, dass nicht reinvestiert wurde? Da steht nur, dass den Einnahmen hohe Ausgaben gegenüber stehen und wenn dann kein Einmaleffekt auf der Einnahmenseite verbucht werden kann, dadurch das Investitionsvolumen geringer ausfällt und womöglich Baustellen, u. a. das Ersetzen von Spielern, die den Verein verlassen könnten, nicht bzw. nicht in dem benötigen Maße geschlossen werden können.

Durch Gittens, der ja ins neue Geschäftsjahr fällt und dem Wegfall einiger Gehälter, wird sicher Spielraum frei, aber es werden eben auch Investitionen notwendig sein, und in dem Fall geht es nicht um infrastrukturelle Investitionen. Dass die getätigt wurden, ist mir bekannt, war aber hier überhaupt nicht das Thema, sondern dass trotz höhere Einnahmen, die so jedes Jahr nicht zu reproduzieren sind, nur ein kleiner Gewinn erzielt werden konnte. Ohne des CWCs hätte es deshalb womöglich geringere Investitionen gegeben und Baustellen hätten nicht geschlossen werden können. Der ein oder andere Spieler, aber mindestens mal einer, wäre nicht verpflichtet worden. Dass also das, was berichtet wurde, dass der Handlungsspielraum eben begrenzt ist, trotz CWC, ist eben auch mit den aktuellen Finanzkennzahlen zu erklären.

Wenn die keine Werte schaffst bzw. nicht mehr in der Form früherer Tage, sondern in Spieler investierst, die an Wert verlieren, primär, weil das Alter das mit sich bringt, die zudem auch noch gute Gehälter bekommen, dann ist es einfach eine logische Folge, dass du dich selbst limitierst, wenn du nicht mehr alle 2 Jahre hohe Einnahmen generieren kannst, du diese aber eigentlich benötigen würdest, um selbst in den Kader investieren zu können.

An anderer Stelle hatte ich mal die Entwicklungen des Kaderwertes angeführt und auch anhand des aktuellen Kaders verdeutlicht, was das kurz- und mittelfristig bedeuten kann, weil man nach Hummels und Reus eben auch in naher Zukunft weitere Spieler, die kaum bis relativ geringe Einnahmen generieren werden, ersetzt werden müssen.

Man hat aktuell lediglich 4 Spieler mit einem hier notierten Marktwert von 40-45 Mio, und dann folgen Spieler mit 28 und 25, wo aktuell keine signifikanten Entwicklungen zu erwarten sind. Einige Spieler sind 29 Jahre und älter mit zum Teil auslaufenden Verträgen. Wenn man dabei also die aktuelle Entwicklung der steigenden Ablösesummen berücksichtigt, wird es zukünftig eben nicht einfacher, adäquaten Ersatz beschaffen zu können. Entsprechend alarmierend ist es eben, dass man offensichtlich limitiert ist und die Frage gestellt werden kann und sollte, wie man das kurz- und mittelfristig zu verändern/verbessern gedenkt.

Es geht mir also nicht darum, Investitionen, die zwingend getätigt werden mussten, weil es eben zielführend ist, weil nachhaltig wirtschaftlich, wie in die Infrastruktur im Fall "der Küche", sondern dass man mit der veränderten Transferphilosophie, die man eine Zeit lang verfolgte, und so manch weitere schlechte Entscheidung in vielen Bereichen, man dafür gesorgt hat, dass man eben aktuell etwas auf Kante genäht ist, der CWC wie ein Geschenk des Himmels war. Um so wichtiger war das Erreichen der CL auf den jeweils letzten Metern, auch als weiterer Indiz zu verstehen, warum man nicht so dasteht, wie man es könnte, wie es eigentlich möglich gewesen wäre.

Man kann das aber natürlich auch in gewohnter Manier, Grüße an den Halbgott, bewusst positiv einseitig auslegen und den Verein dafür feiern, dass seine PKQ supi dupi ist und auch ansonsten ist es überhaupt nicht schlimm, denn wenn der Investitionsspielraum gering ist, dann holt man halt einfach wieder einen Weigl-esken Spieler aus der 2. Liga, die Zeiten sind schließlich absolut zu vergleichen, denn was sagt schon auch ein Umsatzrekord aus, wenn man gleichwohl bei den Investitionen limitiert ist. Alles ist bestens und der BVB-Aktie geht es auch gut...



Dein Beitrag habe ich ganz anders verstanden. Wo ist der Investitionsspielraum eng, man hat im letzten Geschäftsjahr knapp 100mio (ca. 40mio Netto) in Ablösesummen investiert. Da sind die ganzen Nebenkosten nicht mal inkludiert. Logisch das am Ende nicht viel übrig bleibt, trotz Club-WM. Das gab es in der BVB-Historie ansonsten einmal (50mio Netto) 2020/21, als der Verkäufermarkt durch Corona fast komplett zu erliegen kam. Die Ausgaben sind so hoch weil man ordentlich investiert hat und das war eine Ausnahme. Das konnte man nie jährlich in dieser Form bewerkstelligen.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#11085
15.08.2025 - 23:40 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Logisch das am Ende nicht viel übrig bleibt, trotz Club-WM.


Unsere Transferausgaben aus 24/25 wurden nur bruchstückhaft im letzten Geschäftsjahr abgeschrieben und begründen mitnichten den mickrigen Gewinn trotz CL-Viertelfinale, Malen und 34 MEUR-Sondereffekt aus CWC. Bei dir liest es sich immer wieder so, als gingest du davon aus, unser Transferdelta aus 24/25 hätte den Gewinn des letzten Geschäftsjahres stark reduziert.
BVB - Finanzen |#11086
16.08.2025 - 00:05 Uhr
Eine Viertelmilliarde an Personalaufwand ? Wow

•     •     •

——— You’ll never Walk alone——-
BVB - Finanzen |#11087
16.08.2025 - 00:07 Uhr
Zitat von SNIFFER

Eine Viertelmilliarde an Personalaufwand ? Wow


Wenn man die klare Nr. 2 in Deutschland inklusive CL Garantie sein will, muss man eben auch für die Qualität bezahlen 😝

•     •     •

Chapi
Reus--------------Ricken
Sammer---Zorc
Kehl
Dedé---Kohler---Hummels---Pische
Weidenfeller

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Since1986 am 16.08.2025 um 00:08 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#11088
16.08.2025 - 00:11 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Im Hinblick aufs abgelaufende GJ ist unerheblich, was sich hinter den genannten 34 MEUR CWC-Einnahmen verbirgt. Ohne diese Einmaleffekte hätte man erheblichen Verlust geschrieben - hätte diesen lediglich vermeiden können, indem man Gittens bereits im Juni verkauft hätte. Sprich: um keinen Verlust zu schreiben, waren erhebliche Transfereinnahmen und CWC-Einmaleffekt nötig.


nein, das sehe ich total anders. BVB hatte mit den Einnahmen aus der Klub WM geplant, eben weil die Klub WM sicher war., nur deswegen hatten sie die Ausgaben. Ohne Klub WM hätten sie eben nicht Couto o.ä. gekauft, sondern jmd wie Svensson aus der dänischen Liga oder sonstwen.

bei der letzjährigen Bilanzpressekonferenz wurde auch erläutert, mit welchen Einnahmen BVB bei der Klub WM planen würde: 30 Mio

Jahrelang plant Borussia Dortmund realistisch mit den zu erwartenden Einnahmen, das ist alles.


Ja, das glaube ich.... diesen Zusammenhang wird es geben.

Ändert trotzdem nichts daran, dass man ohne diese 30mio noch eine weitere Baustelle mehr am Kader hätte und sich dort vom Leistungsniveau ein zwei Regale niedriger hätte bedienen müssen. Das macht uns sportlich auch nicht besser bzw. verschiebt das Problem nur in die nächste Transferperiode. Und das ein Svensson 2.0 gekommen wäre oder doch ein Bensebaini 2.0 steht in den Sternen. Bin mir aber sicher, dass ohne die geplante Club-WM einer aus Couto/Beier nicht gekommen wäre oder man sich nun Bellingham nicht hätte leisten können.... besser hätten wir nicht dagestanden, was wiederum bedeutet.... die Kohle fehlt schon, um den Kader wie gewünscht umzubauen. Deswegen arbeitet man vermehrt mit leihen und deswegen pokert man gerade auf dem Markt so hoch.

Du hast also Recht, die Auswirkungen auf die sportliche Ebene muss man trotzdem nicht gut finden.


Es ist schon erstaunlich wie wenig Ahnung viele von der Thematik haben, aber doch soviel Meinung.

Im übrigen fehlt natürlich die Kohle den Lader umzubauen, bei den Vorstellungen die ihr habt. Und trotzdem können wir es uns leisten auch Spieler für 30 Millionen zu kaufen, ohne Konzern im rücken und das wir hier so abgetan als wär das gar nichts.
Ihr seid alle verwöhnt, das ist euer Problem. Man kann einen Kader auch mit Spielern füllen, die wenig kosten. Frag mal Klopp.
BVB - Finanzen |#11089
16.08.2025 - 00:18 Uhr
Zitat von derJones
Das erschreckendste an diesen Zahlen ist, dass wir SO viel Geld für das Personal ausgeben. Dabei liest sich der Kader nicht so, wie 268 Mios klingen. Das sind 27 Spieler inkl. ein paar Amateuren/Jugendspieler. Natürlich gehört auch die GF dazu, Berater wie Sammer und die Geschäftsstelle. Aber das meiste Geld steckt natürlich im Kader und das ist er nicht wert in meinen Augen. Da muss Kehl dringend ansetzen bzw. ist man ja schon dran.


Ja echt erschreckend. Bei über 1000 Mitarbeitern.
Der Lizenzspielerbereich liegt bei etwa 185 Millionen Euro.
BVB - Finanzen |#11090
16.08.2025 - 02:20 Uhr
Zitat von Mairon

Zitat von Cloud1988

@Marion wie sollen die Prämien drinnen sein, wenn das Turnier noch gelaufen ist? Es werden die Startprämien und TV Prämien geflossen sein.


Im Hinblick aufs abgelaufende GJ ist unerheblich, was sich hinter den genannten 34 MEUR CWC-Einnahmen verbirgt. Ohne diese Einmaleffekte hätte man erheblichen Verlust geschrieben - hätte diesen lediglich vermeiden können, indem man Gittens bereits im Juni verkauft hätte. Sprich: um keinen Verlust zu schreiben, waren erhebliche Transfereinnahmen und CWC-Einmaleffekt nötig.


Deine Argumentation ergibt überhaupt keinen Sinn oder du hast einen groben Denkfehler drin.

Die Einnahmen der Club WM sind doch Einnahmen.mit denen man fest planen konnte, weil die Teilnahme daran seit über einem Jahr feststeht. Diese Einnahmen nicht wieder zu investieren, wäre grober Schwachsinn, weil es eigentlich nie Sinn ergibt einen zu hohen Gewinn zu erzielen (weil ansonsten sehr viel an Vater Staat geht). Das man zb. letzte Saison einen so großen Gewinn hatte, war mehr oder weniger ein Unfall, da niemand mit dem Erreichen des Champions League Finals rechnen konnte. Hätte man das vorher gewusst, hätte man sicher auch das Geld noch vor der Steuer investiert.

Wichtig ist, dass du kein Geld ausgibst was du nicht hast und das macht der BVB nicht. Weder in Jahren mit Club WM, oder ohne. Weder in sehr erfolgreichen, noch in weniger erfolgreichen Saisons.

Deine Aussage könnte man sonst auf alles runter brechen. Wenn der BVB 50 Mio mit Trikotverkäufen einnimmt, könnte man auch sagen, ohh mein Gott wie könnte man das Geld ausgeben, was ist denn wenn man nächste Saison keine Trikots verkauft... Und ja ich weiß, du meinst glaub ich weil die Club WM nicht jährlich ist, das ist aber völlig egal, weil man jedes Jahr etwas Schwankungen in den Einnahmen hat. Mal ist eine Club WM, mal erreicht man das CL Finale, mal das Pokal Finale, mal verkauft man mehr Trikots und und und. Das ist im Prinzip egal. Man kalkuliert mit den Einnahmen die man einnimmt und investiert diese wieder. Wenn man weniger einnimmt, kannst du halt weniger ausgeben. Es wird am Ende in der Regel trotzdem zu schwarzen Zahlen kommen...

Dem BVB geht es sehr gut. Da brauch man sich wenig Sorgen machen. Das einzige was aktuell nicht ganz stimmt, sind die Ausgaben an Spieler Gehälter im Vergleich zur Konstanz der Leistungen. Aber auch das hat man auf dem Schirm, aber das dauert halt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von AwesomeOne_86 am 16.08.2025 um 02:34 Uhr bearbeitet
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