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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#9761
27.10.2023 - 17:21 Uhr
Zitat von Orizo


Danke für dein feedback. Da das hier ein Hobbyforum ist, wo es in erster Linie um Fußball geht, habe ich gar nicht den Anspruch gehabt, hier eine Finanzanalyse abzulegen, mit der ich mich bei Deloitte oder so bewerben könnte. Mich hat nur interessiert, ob die allgemeine Erwartung, dass andauernd Transferüberschüsse notwendig sind, auch aus dem Geschäftsbericht abzulesen ist. Und da ich heute Abend nicht viel vorhatte...grins. Aber wenn deiner Meinung nach in all meiner Mystik schwere Fehler vorliegen sollten, dann bitte korrigiere mich. Möchte hier ungerne Unwahrheiten verbreiten. Halbwahrheiten wären vielleicht verhandelbar.

Grüße zurück


Für diesen Sommer hat der GB es definitiv gezeigt, dass man die Bellingham Millionen benötigte und wieso die Transfers eher niedriger ausfielen bzw. einige an der Ablöse scheiterten. Man hatte nicht viel Spielraum.
BVB - Finanzen |#9762
27.10.2023 - 17:25 Uhr
Zitat von bornius
Zitat von Orizo

Danke für dein feedback. Da das hier ein Hobbyforum ist, wo es in erster Linie um Fußball geht, habe ich gar nicht den Anspruch gehabt, hier eine Finanzanalyse abzulegen, mit der ich mich bei Deloitte oder so bewerben könnte. Mich hat nur interessiert, ob die allgemeine Erwartung, dass andauernd Transferüberschüsse notwendig sind, auch aus dem Geschäftsbericht abzulesen ist. Und da ich heute Abend nicht viel vorhatte...grins. Aber wenn deiner Meinung nach in all meiner Mystik schwere Fehler vorliegen sollten, dann bitte korrigiere mich. Möchte hier ungerne Unwahrheiten verbreiten. Halbwahrheiten wären vielleicht verhandelbar.

Grüße zurück


Für diesen Sommer hat der GB es definitiv gezeigt, dass man die Bellingham Millionen benötigte und wieso die Transfers eher niedriger ausfielen bzw. einige an der Ablöse scheiterten. Man hatte nicht viel Spielraum.


Ja, so habe ich es auch gelesen und in meinem ursprünglichen Post auch kundgetan.
BVB - Finanzen |#9763
27.10.2023 - 18:25 Uhr
Ein paar Geschichten am Geschäftsbericht finde ich recht interessant, da einige bislang nicht veröffentlichte Dinge drinstehen, die auch aus der Ad-hoc zu den vorläufigen Zahlen noch nicht hervorgingen.

Bspw. wurde nun der Personalaufwand weiter aufgeschlüsselt. Bislang hatte man im Posten Spielbetrieb den kompletten Lizenzspielerbereich abgebildet und lediglich Fixanteile sowie Boni wurden dfferenziert. Die Fixanteile lassen sich nun aber weiter unterteilen in Mannschaft und Trainer inklusive Staff.

bisher:

Geschäftsjahr | 22/23 | 21/22
Personalaufwand | 185,1 | 181,0
davon fix | 159,6 | 158,8
davon Boni | 25,4 | 22,2

neu:

Geschäftsjahr | 22/23 | 21/22
Team | 129,1 | 120,7
Trainer und Staff | 30,5 | 38,1

Das ist vor allem insoweit interessant, da der Hauptfaktor für die - zumindest im Vergleich zu den letzten Jahren - geringe Erhöhung der Fixgehälter vor allem darauf zurückzuführen ist, dass im Geschäftsjahr 21/22 noch die Vertragsauflösung mit Rose und dessen Trainerstab steckt, wodurch die Kosten für Trainer und Staff deutlich zurückgingen. Die Fixkosten für die Mannschaft selbst sind aber wieder ordentlich gestiegen, um nochmal rund 7%. Dank des kräftigen Umsatzwachstums ist es relativ betrachtet dennoch eine Verbesserung, da die Personalkostenquote in jeder Beziehung gesunken ist:

Geschäftsjahr | 22/23 | 21/22
PKQ exkl. Transfers | 56,5% | 65,8%
nur Mannschaft | 30,9% | 34,3%

Trotzdem bleibt der Kostenapparat angestrengt. Ohne Transfers hätte man ein Minus von 61,8 Mio. stehen. Rechnet man dann noch die Abschreibungen weg, wäre man mit gerade mal 44,6 Mio. im Plus, aus dem letztendlich der Kader ohne Transfers refinanziert werden müsste. Das ist, gemessen am Kaderwert, nicht viel.

Zumal auch die Situation mit den Verbindlichkeiten nicht angenehm aussieht. Aus LuL (im Wesentlichen Transfers) überwiegen die Verbindlichkeiten die Forderungen um 7,4 Mio.. Der Finanzmittelfond wies zum Geschäftsjahresende dabei noch 4,5 Mio. aus, womit zum Geschäftsjahresende quasi 2,9 Mio. Verbindlichkeiten aus Transfergeschäften nicht aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden konnten, sondern effektiv angeschrieben wurden - wobei da noch kein Sommertransfer enthalten ist. Da ein Großteil der Forderungen erst langfristig fällig wird, muss man kurzfristig sogar 43,3 Mio. mehr aufbringen, als man zum Geschäftsjahresende auf dem Konto hatte, was letztendlich sowohl die Notwendigkeit des Bellinghamverkaufs sowie den geringen Spielraum im vergangenen Sommer erklärt. Zum Gesamtdefizit kommen außerdem Finanzverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Steuerschulden, die das Minus auf 48,1 Mio. erhöhen, die aus dem alten Geschäftsjahr fortbestanden und somit noch abgetragen werden wollten.
BVB - Finanzen |#9764
27.10.2023 - 18:45 Uhr
Zitat von BVBBC

Zumal auch die Situation mit den Verbindlichkeiten nicht angenehm aussieht. Aus LuL (im Wesentlichen Transfers) überwiegen die Verbindlichkeiten die Forderungen um 7,4 Mio.. Der Finanzmittelfond wies zum Geschäftsjahresende dabei noch 4,5 Mio. aus, womit zum Geschäftsjahresende quasi 2,9 Mio. Verbindlichkeiten aus Transfergeschäften nicht aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden konnten, sondern effektiv angeschrieben wurden - wobei da noch kein Sommertransfer enthalten ist. Da ein Großteil der Forderungen erst langfristig fällig wird, muss man kurzfristig sogar 43,3 Mio. mehr aufbringen, als man zum Geschäftsjahresende auf dem Konto hatte, was letztendlich sowohl die Notwendigkeit des Bellinghamverkaufs sowie den geringen Spielraum im vergangenen Sommer erklärt. Zum Gesamtdefizit kommen außerdem Finanzverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Steuerschulden, die das Minus auf 48,1 Mio. erhöhen, die aus dem alten Geschäftsjahr fortbestanden und somit noch abgetragen werden wollten.



Diese Bugwelle, die wir da mittlerweile herschieben gefällt mir auch seit einiger Zeit nicht. Da ist man so viel zukünftigem Cash-In in Vorleistung gegangen, dass der Handlungsspielraum extrem gesunken ist und sich diesen Sommer richtig bemerkbar gemacht hat. Wir sind faktisch darauf angewiesen in der CL weiterzukommen, wenn wir halbwegs gescheite Transfers realisieren wollen. Ein vorzeitiges Ausscheiden in der Gruppenphase würde sich bemerkbar machen. Ich fand die Fiskalpolitk vor 10 Jahren deutlich besser als heute. Wenn man mal überlegt seit wann man mittlerweile zuerst in die Bilanz schaut in jedem Q-Bericht etc. um zu sehen was die Liquidität mit sich zieht.

Ich hatte eigentlich nach der letzten Kapitalerhöhung gedacht, wir ziehen hier gegenüber der Konkurrenz (nicht die Bigplayer) einen Vorteil in dem wir auf einen Schlag die Corona Lasten abwerfen, aber so richtig gesund ist die Liquidität gegenwärtig immer noch nicht und die nationale Konkurrenz bleibt weiterhin stark.
BVB - Finanzen |#9765
27.10.2023 - 18:56 Uhr
Sind die Fixkosten für die Mannschaft selbst um 7% gestiegen, dann entspricht das fast genau der Inflationsrate von 2022. Also nicht gerade außergewöhnlich. Nach meiner Rechnung komme ich ohne das Gehalt für den Rose-Trainerstab auf 6%. Wenn man bedenkt, dass nun Schulz abgewickelt wurde und einige Spieler ihre Verträge mit einschnitten in der Fixsumme verlängert haben, dann könnte es für 23/24 eher Richtung 5% gehen.

Natürlich ausgenommen, man holt noch einen Sancho und macht ihn zum Topverdiener. Das ist aktuell bezüglich Wintertransfers, nur Spekulation.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#9766
27.10.2023 - 20:02 Uhr
Zitat von BVBBC
Zumal auch die Situation mit den Verbindlichkeiten nicht angenehm aussieht. Aus LuL (im Wesentlichen Transfers) überwiegen die Verbindlichkeiten die Forderungen um 7,4 Mio.. Der Finanzmittelfond wies zum Geschäftsjahresende dabei noch 4,5 Mio. aus, womit zum Geschäftsjahresende quasi 2,9 Mio. Verbindlichkeiten aus Transfergeschäften nicht aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden konnten, sondern effektiv angeschrieben wurden - wobei da noch kein Sommertransfer enthalten ist. Da ein Großteil der Forderungen erst langfristig fällig wird, muss man kurzfristig sogar 43,3 Mio. mehr aufbringen, als man zum Geschäftsjahresende auf dem Konto hatte, was letztendlich sowohl die Notwendigkeit des Bellinghamverkaufs sowie den geringen Spielraum im vergangenen Sommer erklärt. Zum Gesamtdefizit kommen außerdem Finanzverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Steuerschulden, die das Minus auf 48,1 Mio. erhöhen, die aus dem alten Geschäftsjahr fortbestanden und somit noch abgetragen werden wollten.


Alles richtig. Von den Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung (also hauptsächlich Transferratenzahlungen) sind allerdings 86 mio. kurzfristig, also dieses Jahr zu zahlen. Langfristig bleiben da 47 mio. stehen. Auf der Seite der entsprechenden Forderungen stehen da 38 mio. bei kurz- und 87 mio bei den langfristigen Vermögenswerten. Das bedeutet, dass diese Saison wirtschaftlich durch die Vorjahre sehr stark belastet wird, aber eine langfristige Schieflage lese ich da gar nicht raus.
BVB - Finanzen |#9767
03.11.2023 - 23:36 Uhr
BVB stellt Quartalszahlen vor

Borussia Dortmund hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 ein Konzernergebnis von 58,9 Millionen Euro erzielt. Das sind 15,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, was der börsennotierte Klub in erster Linie auf ein Transferplus von 20,3 Millionen Euro zurückführt. Das operative Konzernergebnis (Ebitda) belief sich auf 79,4 Millionen Euro (Vorjahr: 73,3 Mio. Euro).

Die Konzernumsatzerlöse betrugen 102,3 Millionen Euro (Vorjahr: 104,3 Mio. Euro). Diese betreffen mit 7,7 Mio. Millionen Euro (Vorjahr: 9,5 Mio. Millionen Euro) Spielbetrieb, 37,8 Millionen Euro (Vorjahr 45,7 Millionen Euro) TV-Vermarktung, 31,0 Millionen Euro (Vorjahr 33,4 Millionen Euro) Werbung, 15,5 Millionen Euro (Vorjahr 8,1 Millionen Euro) Merchandising sowie mit 10,3 Millionen Euro (Vorjahr EUR 7,6 Millionen Euro) Conference, Catering, Sonstige.

Zur Verbesserung der Zahlen hat im Wesentlichen das Transfergeschäft beigetragen. Das Ergebnis, das sich laut BVB „aus Transfergeschäften, das sich aus den realisierten Brutto-Transferentgelten abzüglich der Restbuchwerte und sonstigen Ausbuchungen sowie entstandener Transferkosten zusammensetzt“, betrug 82,3 Millionen Euro (Vorjahr: 62 Mio. Euro).

https://www.ruhrnachrichten.de/bvb/transfers-treiben-die-bvb-quartalszahlen-nach-oben-alle-news-und-geruechte-w755994-2000862774/

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
BVB - Finanzen |#9768
09.11.2023 - 00:13 Uhr
Quelle: twitter.com
Für Borussia Dortmund ist die Qualifikation für die Champions League in dieser Saison wichtiger denn je. Wenn sie sich für die Champions League 2024/25 qualifizieren, erhält der Verein aufgrund der neuen Champions-League-Reform zusätzliche € 20 Millionen.

@SPORTBILD
Das ist dann schon ein ordentlicher Batzen, wenn das zu den bisherigen 25-30mio "on top" kommt, die bisher schon pro Champions League-Teilnahme bis zum Achtelfinale gesichert sind.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
BVB - Finanzen |#9769
09.11.2023 - 11:51 Uhr
Zur Vollständigkeit:

Die Personalaufwendungen sind im 1. Quartal von 57,8 Mio. auf 61,8 Mio. Ein Anstieg um 4 Mio.

https://aktie.bvb.de/IR-News/Ad-Hoc-News/Borussia-Dortmund-meldet-vorlaeufige-Zahlen-fuer-das-erste-Quartal-Q1-2023-2024


Der Anstieg in der Deutlichkeit ist etwas überraschend.
BVB - Finanzen |#9770
09.11.2023 - 12:39 Uhr
Zitat von Nic
Zur Vollständigkeit:

Die Personalaufwendungen sind im 1. Quartal von 57,8 Mio. auf 61,8 Mio. Ein Anstieg um 4 Mio.

https://aktie.bvb.de/IR-News/Ad-Hoc-News/Borussia-Dortmund-meldet-vorlaeufige-Zahlen-fuer-das-erste-Quartal-Q1-2023-2024


Der Anstieg in der Deutlichkeit ist etwas überraschend.


Überrascht mich jetzt nicht:

1. Hatten wir in Q1 die Vertragsauflösung mit Niko Schulz
2. Habe ich in folgendem Beitraghttps://www.transfermarkt.de/bvb-finanzen/thread/forum/12/thread_id/804812/post_id/4440041]Beitarg darauf hingewiesen, dass Handgelder nicht mehr über die Vertragslaufzeit sondern sofort aufwandswirksam zu verbuchen sind.

Damit sollten in Q1 Handgelder für Nmecha, Bensebaini und Sabitzer enthalten sein.

Interessant wird, ob wie sich die Summe in Q2 entwickelt
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