BVB - Finanzen
28.01.2014 - 10:06 Uhr
07.09.2023 - 18:19 Uhr
Betrachtet man die Transferperioden seit Corona, also ab Sommer 20, hat der BVB in reinen Transfersummen einen Überschuss von 40 Mio. gemacht. Nahezu nichts für vier Jahre bei einem Verein, der eigentlich Kaderkosten durch Transfers querfinanziert.
Natürlich bleiben nicht mal diese 40 Mio. übrig. Man hat insgesamt knapp 600 Mio. an Transfersummen bewegt, auf die je nach Transferart beträchtliche Nebenkosten anfallen. Bei nur 5% sind das 30 Mio. Dazu die Nachzahlung für Sancho, sowie die sehr hohen Beteiligungen der Spieler und Berater bei Sancho, Bellingham und Haaland. Hinzu kommen nochmal die sicher teuren ablösefreien Transfers von Bensebaini, Süle und Meunier.
Der BVB hat sich in dieser finanziell schwierigen Zeit auf dem Transfermarkt gesteckt. Vorsichtiges Vorgehen kann man das eigentlich nur isoliert auf 2023 betrachten. Sicher kommen noch Nachzahlungen für Bellingham. Dass heute die Kasse leer ist, sollte aber die Vermutung sein, schon bevor man näher in einen Geschäftsbericht schaut.
Natürlich bleiben nicht mal diese 40 Mio. übrig. Man hat insgesamt knapp 600 Mio. an Transfersummen bewegt, auf die je nach Transferart beträchtliche Nebenkosten anfallen. Bei nur 5% sind das 30 Mio. Dazu die Nachzahlung für Sancho, sowie die sehr hohen Beteiligungen der Spieler und Berater bei Sancho, Bellingham und Haaland. Hinzu kommen nochmal die sicher teuren ablösefreien Transfers von Bensebaini, Süle und Meunier.
Der BVB hat sich in dieser finanziell schwierigen Zeit auf dem Transfermarkt gesteckt. Vorsichtiges Vorgehen kann man das eigentlich nur isoliert auf 2023 betrachten. Sicher kommen noch Nachzahlungen für Bellingham. Dass heute die Kasse leer ist, sollte aber die Vermutung sein, schon bevor man näher in einen Geschäftsbericht schaut.
07.09.2023 - 18:31 Uhr
Zitat von bornius
Wenn sich das hier bewahrheitet, ist es wenig verwunderlich weshalb wir auf dem Transfermarkt recht zurückhaltend agiert haben.
https://tribuna.com/de/news/dortmund-2023-06-14-ratenzahlung-fur-jude-bellingham-warum-es-ein-vorteil-fur-real-madrid-ist-und-ein-problem/
Zitat von bornius
...
Hier sehen wir, dass der BVB zu, 31.03 kurzfristige Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von knapp 43 Mio. hat. Nach IFRS, wie der BVB dort bilanziert, haben kurzfristige Vermögenswert und Schulden eine Fälligkeit von 12 Monaten.
Das bedeutet bis zum 28.02.24 erhält der BVB aus diesem Posten knapp 43 Mio. Cash. Von außen können wir aber nicht sagen, wie dies sich über die 12 Monate verteilt. Kann auch alles Fällig bereits zum 30.06.23 sein.
Analog verhält es sich mit den kurzfristigen Schulden. Da haben wir u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von 73 Mio. und finanzielle Verbindlichkeiten von 36 Mio. und noch knapp 10 Mio. andere zahlungswirksame Posten.
Bedeutet dem Cash In von 43 Mio, stehen schon wissentlich 120 Mio. (73 + 36 +10) Cash Out Posten gegenüber.
Bedeutet innerhalb dieser 12 Monate muss der BVB 77 Mio. an Cash generieren um den Zahlungen nachzukommen. Und dann kommt ja noch das laufende Geschäft dazu wie monatlich Gehälter.
Insofern ist es nachvollziebar, dass der BVB diesen Sommer nicht auf so große Shoppingtour gehen wird.
Und ja ich habe die Prämienerträge, Dauerkarten, TV und Sponsoring jetzt außen vor gelassen. Genau so wie andere Aufwandspunkte.
...
Hier sehen wir, dass der BVB zu, 31.03 kurzfristige Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von knapp 43 Mio. hat. Nach IFRS, wie der BVB dort bilanziert, haben kurzfristige Vermögenswert und Schulden eine Fälligkeit von 12 Monaten.
Das bedeutet bis zum 28.02.24 erhält der BVB aus diesem Posten knapp 43 Mio. Cash. Von außen können wir aber nicht sagen, wie dies sich über die 12 Monate verteilt. Kann auch alles Fällig bereits zum 30.06.23 sein.
Analog verhält es sich mit den kurzfristigen Schulden. Da haben wir u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von 73 Mio. und finanzielle Verbindlichkeiten von 36 Mio. und noch knapp 10 Mio. andere zahlungswirksame Posten.
Bedeutet dem Cash In von 43 Mio, stehen schon wissentlich 120 Mio. (73 + 36 +10) Cash Out Posten gegenüber.
Bedeutet innerhalb dieser 12 Monate muss der BVB 77 Mio. an Cash generieren um den Zahlungen nachzukommen. Und dann kommt ja noch das laufende Geschäft dazu wie monatlich Gehälter.
Insofern ist es nachvollziebar, dass der BVB diesen Sommer nicht auf so große Shoppingtour gehen wird.
Und ja ich habe die Prämienerträge, Dauerkarten, TV und Sponsoring jetzt außen vor gelassen. Genau so wie andere Aufwandspunkte.
Wenn sich das hier bewahrheitet, ist es wenig verwunderlich weshalb wir auf dem Transfermarkt recht zurückhaltend agiert haben.
Zitat von Tribuna
Jude Bellingham wurde heute offiziell als Spieler von Real Madrid vorgestellt und es ist bekannt geworden, dass die Auszahlungen für den Spieler auf 6 Jahre verteilt werden. Die bedeutet, dass Borussia Dortmund am wahrscheinlichsten nur 17 Mio. Euro für den Engländer bekommen wird (die Ablöse könnte ein bisschen höher sein, denn es ist die erste Auszahlung).
Jude Bellingham wurde heute offiziell als Spieler von Real Madrid vorgestellt und es ist bekannt geworden, dass die Auszahlungen für den Spieler auf 6 Jahre verteilt werden. Die bedeutet, dass Borussia Dortmund am wahrscheinlichsten nur 17 Mio. Euro für den Engländer bekommen wird (die Ablöse könnte ein bisschen höher sein, denn es ist die erste Auszahlung).
https://tribuna.com/de/news/dortmund-2023-06-14-ratenzahlung-fur-jude-bellingham-warum-es-ein-vorteil-fur-real-madrid-ist-und-ein-problem/
Worauf basiert dieses "wie bekannt wurde"?
Ich zietiere mal Watzke himself und verlinke die Quelle. Sofern man ihm da nicht falsche Worte in den Mund gelegt hat, ist der Artikel oben wohl falsch. Kann es sein, dass es sich bei den 17 Mio um das Gehalt handelt?
Denn in den 6 Jahren zu 17 Mio würden auch noch die 30 Mio an Prämien einfließen. Ansonsten zahlt Real die Summe über 8 Jahre (6 + 2 weitere für 30 Mio) ab. Eher unlogisch und unwahrscheinlich.
Hier sagt Watzke:
"Interessant: Nach Angaben von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wird Real den Sockelbetrag relativ zügig überwiesen haben. „Dass es vor allem im internationalen Geschäft mittlerweile üblich ist, dass Ablösen in Raten bezahlt werden, ist kein Geheimnis. Aber in diesem Fall ist das überschaubar. Gehen Sie mal davon aus, dass die Wartezeit nicht so lang ist“, sagte der 64-Jährige gegenüber SPORT BILD."
und
"In der Causa Bellingham sei bei den erfolgsabhängigen Zahlungen ebenso davon auszugehen, dass diese schon ziemlich bald fällig werden, so Watzke. „Bei Boni-Verhandlungen sollte man immer aufpassen. Ich habe das Gefühl, dass wir sehr realistisch unterwegs waren. Und die Verhandlungen mit Real Madrid waren wie immer ausgesprochen fair. Gehen Sie mal davon aus, dass wir unsere Boni-Ziele erreichen“, verriet der Funktionär."
Quelle Realtotal
07.09.2023 - 19:03 Uhr
Zitat von Tremonia_Alex
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Zitat von nookie89
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
08.09.2023 - 07:22 Uhr
Zitat von Midnight-Magic
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Zitat von Tremonia_Alex
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Zitat von nookie89
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Klar, die 100+ Transfers sollte man nicht einplanen. Davon hatten wir ja auch gerade erst einmal 2...
Die finanziellen Ergebnisse die du unten präsentiert hast soll man natürlich auch erwähnen. Das sind allesamt auch gute Deals. Erwähnen kann man da noch die deutlichen gehaltsreduzierungen von Reus/Hummels, deren gehälter ab Sommer 2024 möglicherweise komplett entfallen. Das dürften ja auch um die 12-14 Mio. sein.
Alles in allem muss man aber auch sagen, dass Kehl ja aktuell mitten in der Kaderumbauphase besteht. Der letzte Sommer war schon sehr gut, dieser Sommer ist absolut unzufriedenstellend. Da hört man aber vermehrt, dass es eher an Terzic liegt/lag.
Zudem will Kehl ja die Gehälter mehr in Richtung leistungsbezogen bringen. Das braucht logischerweise auch Zeit. Da wäre eine Trennung von Wolf, Meunier und Morey schon richtig. Sollten dann noch hummels und Reus aufhören, hat man um die 30 Mio. Gehälter frei...
08.09.2023 - 08:39 Uhr
Zitat von Tremonia_Alex
Klar, die 100+ Transfers sollte man nicht einplanen. Davon hatten wir ja auch gerade erst einmal 2...
Die finanziellen Ergebnisse die du unten präsentiert hast soll man natürlich auch erwähnen. Das sind allesamt auch gute Deals. Erwähnen kann man da noch die deutlichen gehaltsreduzierungen von Reus/Hummels, deren gehälter ab Sommer 2024 möglicherweise komplett entfallen. Das dürften ja auch um die 12-14 Mio. sein.
Alles in allem muss man aber auch sagen, dass Kehl ja aktuell mitten in der Kaderumbauphase besteht. Der letzte Sommer war schon sehr gut, dieser Sommer ist absolut unzufriedenstellend. Da hört man aber vermehrt, dass es eher an Terzic liegt/lag.
Zudem will Kehl ja die Gehälter mehr in Richtung leistungsbezogen bringen. Das braucht logischerweise auch Zeit. Da wäre eine Trennung von Wolf, Meunier und Morey schon richtig. Sollten dann noch hummels und Reus aufhören, hat man um die 30 Mio. Gehälter frei...
Zitat von Midnight-Magic
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Zitat von Tremonia_Alex
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Zitat von nookie89
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Klar, die 100+ Transfers sollte man nicht einplanen. Davon hatten wir ja auch gerade erst einmal 2...
Die finanziellen Ergebnisse die du unten präsentiert hast soll man natürlich auch erwähnen. Das sind allesamt auch gute Deals. Erwähnen kann man da noch die deutlichen gehaltsreduzierungen von Reus/Hummels, deren gehälter ab Sommer 2024 möglicherweise komplett entfallen. Das dürften ja auch um die 12-14 Mio. sein.
Alles in allem muss man aber auch sagen, dass Kehl ja aktuell mitten in der Kaderumbauphase besteht. Der letzte Sommer war schon sehr gut, dieser Sommer ist absolut unzufriedenstellend. Da hört man aber vermehrt, dass es eher an Terzic liegt/lag.
Zudem will Kehl ja die Gehälter mehr in Richtung leistungsbezogen bringen. Das braucht logischerweise auch Zeit. Da wäre eine Trennung von Wolf, Meunier und Morey schon richtig. Sollten dann noch hummels und Reus aufhören, hat man um die 30 Mio. Gehälter frei...
Womit aber schon drei offene Kaderstellen zu besetzen sind. Jeweils einen Nachfolger für Hummels und Reus, dazu einen neuen RV. Das sind schon mal drei (kostspielige) Transfers, da man auf diesen Positionen definitiv Qualität braucht. Diese Spieler wollen/werden auch nicht schlecht verdienen.
Man wird wohl also den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um darüber hinaus investieren zu können.
08.09.2023 - 13:15 Uhr
Zitat von BadBlueBoy
Womit aber schon drei offene Kaderstellen zu besetzen sind. Jeweils einen Nachfolger für Hummels und Reus, dazu einen neuen RV. Das sind schon mal drei (kostspielige) Transfers, da man auf diesen Positionen definitiv Qualität braucht. Diese Spieler wollen/werden auch nicht schlecht verdienen.
Man wird wohl also den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um darüber hinaus investieren zu können.
Zitat von Tremonia_Alex
Klar, die 100+ Transfers sollte man nicht einplanen. Davon hatten wir ja auch gerade erst einmal 2...
Die finanziellen Ergebnisse die du unten präsentiert hast soll man natürlich auch erwähnen. Das sind allesamt auch gute Deals. Erwähnen kann man da noch die deutlichen gehaltsreduzierungen von Reus/Hummels, deren gehälter ab Sommer 2024 möglicherweise komplett entfallen. Das dürften ja auch um die 12-14 Mio. sein.
Alles in allem muss man aber auch sagen, dass Kehl ja aktuell mitten in der Kaderumbauphase besteht. Der letzte Sommer war schon sehr gut, dieser Sommer ist absolut unzufriedenstellend. Da hört man aber vermehrt, dass es eher an Terzic liegt/lag.
Zudem will Kehl ja die Gehälter mehr in Richtung leistungsbezogen bringen. Das braucht logischerweise auch Zeit. Da wäre eine Trennung von Wolf, Meunier und Morey schon richtig. Sollten dann noch hummels und Reus aufhören, hat man um die 30 Mio. Gehälter frei...
Zitat von Midnight-Magic
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Zitat von Tremonia_Alex
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Zitat von nookie89
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Wenn man so sehr auf Transfereinnahmen angewiesen ist, verstehe ich es umso weniger, warum man diesen Sommer nur Spieler verpflichtet hat, die wohl keinen Transfergewinn erwirtschaften werden. Füllkrug, Bensebaini und Sabitzer haben wohl ihre letzten Verträge abgeschlossen. Nmecha wäre zwar in dem Alter, hat bei einem Einkaufswert von 30 Mio. aber noch kaum Spielraum, um bei seinem Talent noch steil nach oben zu gehen.
Das habe ich an anderer Stelle ja auch schon gesagt. Mit Bellingham haben wir aktuell unser letztes Pulver dahingehend verschossen.
Kobel ist natürlich zu erwähnen, auch wenn der aufgrund der Position vermutlich nicht für 70 Millionen aufwärts wechselt.
Schlotterbeck wäre ein Kandidat bei entsprechender Entwicklung, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Kamara ebenfalls, aber der Bursche muss erstmal dauerhaft fit bleiben.
Nmecha sehe ich bei seinen Anlagen schon bei 80+ sollte die Entwicklung gut laufen. Reyna ebenfalls, aber da gilt das gleiche wie bei Kamara.
Adeyemi ist auch noch nicht fertig und hat das Potenzial auf 100+. Bynoe-Gittens und Duranville auch.
Dann haben wir da ja noch Moukoko der erst 18 ist...
Macht für mich 9 Spieler. Wenn die sich super entwickeln, könnten sie unseren Finanzen sehr sehr gut tun.
Nichtsdestotrotz müssen wir davon weg, auf Erlöse angewiesen zu sein. Das kann auch nach hinten losgehen!
Die Frage ist, ob es immer die 100+ sein müssen. Das ist ja auch so schon eher selten. Und mit seltenen Dingen sollte man nicht regelmäßig planen.
1) Kobel gilt als bester Torhüter der Liga und ist in einem sehr guten Alter
2) Schlotterbeck könnte in die gleiche Richtung gehen. Alter noch sehr gut.
3) Süle ist zwar etwas älter, aber da er ablösefrei war und Nationalspieler, hat auch er einen Markt.
4) Nmecha ist vom Alter und Nationalspielerstatus ebenfalls in der Auslosung. Gewinn wie bei Schlotterbeck.
5) Brandt hat definitiv auch einen Markt für einen 30-50 Mio Transfer.
6) Reyna? Alter und Talent ja. Schwierig einzuschätzen nach der Story mit der Nationalmannschaft, den Verletzungen und der aktuellen Spielzeit. Aber Potential ja.
7) Adeyemi wurde ja schon etwas mit Gerüchten zu Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht.
8) Bynoe-Gittens als Engländer für die PL Clubs interessant.
9) Duranville ist erst 17 und vermutlich das aktuell heißeste Eisen im BVB Kader.
10) Haller als klassischer Stürmer wird wie Dzeko einen Markt haben.
11) Malen ist 24 und aktuell (Rückrunde, aktuelle Saison) treffsicher. Nationalspieler.
12) Moukoko ist ewig da und auch erst 18 Jahre alt. Nationalspieler.
Aus der Jugend
13) Blank 19 Jahre (2. Mannschaft)
14) Bueno 20 Jahre (2. Mannschaft)
15) Kamara 19 Jahre (2. Mannschaft)
16) Mané 18 Jahre (U19)
17) Brunner 17 Jahre (U19)
18) Diallo 16 Jahre (U19)
... Da gibt es noch etliche Jugendnationalspieler und teilweise 14 jährige in der U17.
Wenn die Transfers bereits mit Verkäufen gegenfinanziert sind, dann ist der eigentliche Gewinn ie Ablösesumme und nicht die Differenz der Ablösen (bekommen - bezahlt).
Es gibt auch kleine Deals und weitere Einnahmen, die auch schnell mal das Ergebnis verändern.
Dieses Jahr gab die USA Reise, die nicht jedes Jahr stattfindet 5 Mio Antrittsprämie.
Man hat 2 Spieler aus der Jugend für 2 Mio verkauft.
Man hat für Coulibaly ein Team in der CL gefunden, das ihm entweder sehr gute Spielzeit gibt (dann ist der Ersatz für Hummels ohne Ablöse) oder die 12 Mio Kaufoption bedient.
Für Akanji gab es jetzt wohl auch noch eine Nachzahlung von 2,5 Mio.
Hazard, der sportlich gar keine Rolle spielt hat man für 4 Mio verkauft und noch einmal ca. 80% seines 5 Mio Gehalts (auch noch einmal 4 Mio) eingespart.
Knauff hat man für 5 Mio verkauft.
Bei Bellingham gibt es neben den 103 Mio (wie auch immer aufgesplittet) noch weitere 30 Mio an Boni. An denen mag noch einmal ein 5% Anteil (1,5 Mio) an Birmingham gehen. Aber alle anderen (Agenten, etc) sind bereits ausgezahlt und so stehen dem BVB bald weitere 28,5 Mio ins Haus, ohne dass man an Qualität verliert.
Mit Meunier, Wolf und Morey würde man keine hohe Qualität im Kader verlieren. Jedoch um die 15 Mio Gehalt frei machen. Holt man sich dafür nur 1 guten Spieler für 6-8 Mio, dann kann man das eingesparte Gehalt auch in die Ablöse stecken, obwohl die 3 Abgänge selbst keine Ablöse generieren.
Klar, die 100+ Transfers sollte man nicht einplanen. Davon hatten wir ja auch gerade erst einmal 2...
Die finanziellen Ergebnisse die du unten präsentiert hast soll man natürlich auch erwähnen. Das sind allesamt auch gute Deals. Erwähnen kann man da noch die deutlichen gehaltsreduzierungen von Reus/Hummels, deren gehälter ab Sommer 2024 möglicherweise komplett entfallen. Das dürften ja auch um die 12-14 Mio. sein.
Alles in allem muss man aber auch sagen, dass Kehl ja aktuell mitten in der Kaderumbauphase besteht. Der letzte Sommer war schon sehr gut, dieser Sommer ist absolut unzufriedenstellend. Da hört man aber vermehrt, dass es eher an Terzic liegt/lag.
Zudem will Kehl ja die Gehälter mehr in Richtung leistungsbezogen bringen. Das braucht logischerweise auch Zeit. Da wäre eine Trennung von Wolf, Meunier und Morey schon richtig. Sollten dann noch hummels und Reus aufhören, hat man um die 30 Mio. Gehälter frei...
Womit aber schon drei offene Kaderstellen zu besetzen sind. Jeweils einen Nachfolger für Hummels und Reus, dazu einen neuen RV. Das sind schon mal drei (kostspielige) Transfers, da man auf diesen Positionen definitiv Qualität braucht. Diese Spieler wollen/werden auch nicht schlecht verdienen.
Man wird wohl also den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um darüber hinaus investieren zu können.
Wenn man es sich ganz einfach macht, bräuchte man nur einen.
Für die Reus-Postion haben wir rein theoretisch Brandt und Reyna. Für Hummels könnte man Coulibaly bei entsprechender Entwicklung einbauen. Bliebe der Rechtsverteidiger den man tatsächlich dringend bräuchte!
08.09.2023 - 13:17 Uhr
Zitat von BadBlueBoy
Womit aber schon drei offene Kaderstellen zu besetzen sind. Jeweils einen Nachfolger für Hummels und Reus, dazu einen neuen RV. Das sind schon mal drei (kostspielige) Transfers, da man auf diesen Positionen definitiv Qualität braucht. Diese Spieler wollen/werden auch nicht schlecht verdienen.
Man wird wohl also den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um darüber hinaus investieren zu können.
Womit aber schon drei offene Kaderstellen zu besetzen sind. Jeweils einen Nachfolger für Hummels und Reus, dazu einen neuen RV. Das sind schon mal drei (kostspielige) Transfers, da man auf diesen Positionen definitiv Qualität braucht. Diese Spieler wollen/werden auch nicht schlecht verdienen.
Man wird wohl also den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um darüber hinaus investieren zu können.
Ist so nicht ganz richtig. Nominell benötigt man dann 3 Spieler.
Für Reus einen Spieler, der in einer Art 3er Rotation spielen kann, sprich Leistungsträger auf dem Niveau von Schlotterbeck / Süle. Abwehrspieler verdienen naturgemäß weniger. Wenn es jetzt kein absoluter Star ist, reichen hier 6 Mio aus. Bella-Kotchap hat in Southampton zB keine 3 Mio EUR verdient.
Reus als Leistungsträger oder Reus als Rollenspieler? Aktuell spricht vieles für letzteres. Dann ist Brandt der unumstrittene Starter auf der 10 und dahinter kommt dann Spieler X. Man könnte überlegen, ob das eine Rolle für Moukoko ist. Dann ist der Ersatz schon da. Man kann auch Nmecha hin und her schieben. 3er Rotation auf der 8 /10 mit Brandt, Nmecha, Sabitzer. Ähnlich wie in der Abwehr. Dahinter dann noch einen Spieler, der Talentstatus schon hinter sich hat, aber noch kein Stammspieler mit 43 anderen Angeboten ist.
So etwas gibt es sicher auch für 4-6 Mio.
Die Lücke, die Meunier, Wolf und Morey aufmachen ist gering. 2 davon sind ordentliche Rotationsspieler. Keiner davon ist ein Starspieler, dessen Verlust man hinterher trauern wird. Solche Spieler kannst Du mit Transfers wie Ryerson ausgleichen. Ohne Qualitätsverlust. Das findet dann in der Stufe 3-5 Mio statt.
Jetzt könnte man einwerfen, dass der BVB nur wieder Durchschnittsspieler kauft. Mir geht es lediglich darum zu zeigen, dass für den 1:1 Ersatz relativ wenig Geld benötigt wird. Die eingesparten Gehäter jedoch deutliche Qualitätssteigerungen zulassen. Von den genannten 5 Spielern spielt 1 gar keine Rolle, 2 sind Rotationsspieler oder auch mal Stammspieler, weil kein besserer da ist (sprich doch Rotationsspieler). Reus und Hummels 2 Altstars, die unterschiedliche Rollen spielen. Hummels ist noch ein halber Stammspieler. Reus versauert aktuell auf der Bank. Bis jetzt könntest Du Reus auch mit einem Busfahrer ersetzen. Das mag sich in der Saison hoffentlich noch ändern. Jedoch sehe ich jetzt hier keine Probleme und muss der Hysterie "klar haben dann 30 Mio eingespart, aber müssen ja auch 3-5 Spieler ersetzen" widersprechen.
Dazu ist es manchmal auch eine Milchmädchenrechnung gegenüber den Fans. Aktuell konnten wir keinen weiteren AV holen, weil die aktuellen schon zu teuer sind. Ob das zusätzliche Gehalt für Füllkrug oder Fresneda drauf geht, ist der Finanzabteilung beim BVB komplett egal. Da gibt es keine Sortierung nach Positionen. Wenn Bensebaini und Ryerson spielen, dann sitzen Meunier und Wolf auf der Bank oder Tribüne. Mit Fresneda eben noch etwas weiter hinten auf der Bank oder Tribüne. Marktwert ist egal, kauft eh keiner mehr und am Saisonende sind sie weg. Verletzt sich einer, kann man sie wieder einbinden.
24.10.2023 - 22:00 Uhr
Oft lese ich hier in den Kaderschmieden und Transferspekulationen, dass die Verfasser davon ausgehen, der BVB müsse unbedingt ein wirtschaftliches Transferplus pro Periode erreichen. Wahrscheinlich schwebt da noch Watzkes 60 % Aussage bezüglich des Bellingham-Transfers im Hinterkopf und das gewaltige Transferplus aus dem vergangenen Transferfenster lässt vermuten, der BVB wäre ohne signifikante Spielerverkäufe kaum überlebensfähig. Ich denke, diese Angst kann jedem genommen werden und ich möchte darlegen, warum ich sogar von einem Nettoinvest im kommenden Sommer ausgehe. Vorab: BWL-Studenten mögen mir bitte verzeihen, wenn ich die ein oder andere Begrifflichkeit im Sinne der Lesbarkeit und des allgemeinen Verständnisses etwas vereinfacht benutze. Ansonsten inhaltliche Fehler bitte unbedingt benennen!
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).
24.10.2023 - 22:39 Uhr
Zitat von Orizo
Oft lese ich hier in den Kaderschmieden und Transferspekulationen, dass die Verfasser davon ausgehen, der BVB müsse unbedingt ein wirtschaftliches Transferplus pro Periode erreichen. Wahrscheinlich schwebt da noch Watzkes 60 % Aussage bezüglich des Bellingham-Transfers im Hinterkopf und das gewaltige Transferplus aus dem vergangenen Transferfenster lässt vermuten, der BVB wäre ohne signifikante Spielerverkäufe kaum überlebensfähig. Ich denke, diese Angst kann jedem genommen werden und ich möchte darlegen, warum ich sogar von einem Nettoinvest im kommenden Sommer ausgehe. Vorab: BWL-Studenten mögen mir bitte verzeihen, wenn ich die ein oder andere Begrifflichkeit im Sinne der Lesbarkeit und des allgemeinen Verständnisses etwas vereinfacht benutze. Ansonsten inhaltliche Fehler bitte unbedingt benennen!
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).
Oft lese ich hier in den Kaderschmieden und Transferspekulationen, dass die Verfasser davon ausgehen, der BVB müsse unbedingt ein wirtschaftliches Transferplus pro Periode erreichen. Wahrscheinlich schwebt da noch Watzkes 60 % Aussage bezüglich des Bellingham-Transfers im Hinterkopf und das gewaltige Transferplus aus dem vergangenen Transferfenster lässt vermuten, der BVB wäre ohne signifikante Spielerverkäufe kaum überlebensfähig. Ich denke, diese Angst kann jedem genommen werden und ich möchte darlegen, warum ich sogar von einem Nettoinvest im kommenden Sommer ausgehe. Vorab: BWL-Studenten mögen mir bitte verzeihen, wenn ich die ein oder andere Begrifflichkeit im Sinne der Lesbarkeit und des allgemeinen Verständnisses etwas vereinfacht benutze. Ansonsten inhaltliche Fehler bitte unbedingt benennen!
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).Mühe gegeben hast du dir, das muss man dir auf alle Fälle lassen. Leider bleibt am Ende sehr viel Meinung und recht wenig Wissen als Quintessenz des Beitrag, was ebenjenen bisweilen zäh und mäßig lesenswert, vor allem aber technisch fragwürdig macht.
Du kalkulierst häufig anstatt zu rechnen und mutmaßt öfter anstatt zu analysieren. Auf diese Weise dechiffrierst du dir eine Art eigenen DaVinci-Code, der sich aus meiner bescheidenen Sicht an mancher Stelle doch eher in Richtung Mystik schaut, als dass er “Fakten” aufdeckt.
Kann man so machen - auf diesem Wege zu einer belastbaren Lösung zu kommen, bedarf dann allerdings eine ordentliche Portion an Liebe, Glaube und Hoffnung.
Mein Rat an dieser Stelle lautet: zuallererst etwas weniger Euphorie - parallel mehr hinterfragen, statt vermuten. Suche vielleicht mal nach Rat bei dir vertrauten Stellen, die entsprechende Kompetenzen mitbringen und dir die betriebswirtschaftlichen Daten der BVB KGaA auf Basis von Sachverstand und dabei möglichst leicht verdaulich erläutern können (darin liegt ja letztendlich die Kunst). Versuche vielleicht weniger jene doch sehr vielseitigen Zahlen und Daten einer kryptographischen Untersuchung zu unterziehen - vielleicht hat es ja wirklich seinen guten Grund, dass sich jedes Jahr aufs Neue unzählig viele Menschen sehr viel Zeit dafür nehmen, dies wirklich zu verstehen und zu lernen.
Grüße gehen raus.
24.10.2023 - 22:59 Uhr
Zitat von _Box2Box_
Mühe gegeben hast du dir, das muss man dir auf alle Fälle lassen. Leider bleibt am Ende sehr viel Meinung und recht wenig Wissen als Quintessenz des Beitrag, was ebenjenen bisweilen zäh und mäßig lesenswert, vor allem aber technisch fragwürdig macht.
Du kalkulierst häufig anstatt zu rechnen und mutmaßt öfter anstatt zu analysieren. Auf diese Weise dechiffrierst du dir eine Art eigenen DaVinci-Code, der sich aus meiner bescheidenen Sicht an mancher Stelle doch eher in Richtung Mystik schaut, als dass er “Fakten” aufdeckt.
Kann man so machen - auf diesem Wege zu einer belastbaren Lösung zu kommen, bedarf dann allerdings eine ordentliche Portion an Liebe, Glaube und Hoffnung.
Mein Rat an dieser Stelle lautet: zuallererst etwas weniger Euphorie - parallel mehr hinterfragen, statt vermuten. Suche vielleicht mal nach Rat bei dir vertrauten Stellen, die entsprechende Kompetenzen mitbringen und dir die betriebswirtschaftlichen Daten der BVB KGaA auf Basis von Sachverstand und dabei möglichst leicht verdaulich erläutern können (darin liegt ja letztendlich die Kunst). Versuche vielleicht weniger jene doch sehr vielseitigen Zahlen und Daten einer kryptographischen Untersuchung zu unterziehen - vielleicht hat es ja wirklich seinen guten Grund, dass sich jedes Jahr aufs Neue unzählig viele Menschen sehr viel Zeit dafür nehmen, dies wirklich zu verstehen und zu lernen.
Grüße gehen raus.
Zitat von Orizo
Oft lese ich hier in den Kaderschmieden und Transferspekulationen, dass die Verfasser davon ausgehen, der BVB müsse unbedingt ein wirtschaftliches Transferplus pro Periode erreichen. Wahrscheinlich schwebt da noch Watzkes 60 % Aussage bezüglich des Bellingham-Transfers im Hinterkopf und das gewaltige Transferplus aus dem vergangenen Transferfenster lässt vermuten, der BVB wäre ohne signifikante Spielerverkäufe kaum überlebensfähig. Ich denke, diese Angst kann jedem genommen werden und ich möchte darlegen, warum ich sogar von einem Nettoinvest im kommenden Sommer ausgehe. Vorab: BWL-Studenten mögen mir bitte verzeihen, wenn ich die ein oder andere Begrifflichkeit im Sinne der Lesbarkeit und des allgemeinen Verständnisses etwas vereinfacht benutze. Ansonsten inhaltliche Fehler bitte unbedingt benennen!
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).
Oft lese ich hier in den Kaderschmieden und Transferspekulationen, dass die Verfasser davon ausgehen, der BVB müsse unbedingt ein wirtschaftliches Transferplus pro Periode erreichen. Wahrscheinlich schwebt da noch Watzkes 60 % Aussage bezüglich des Bellingham-Transfers im Hinterkopf und das gewaltige Transferplus aus dem vergangenen Transferfenster lässt vermuten, der BVB wäre ohne signifikante Spielerverkäufe kaum überlebensfähig. Ich denke, diese Angst kann jedem genommen werden und ich möchte darlegen, warum ich sogar von einem Nettoinvest im kommenden Sommer ausgehe. Vorab: BWL-Studenten mögen mir bitte verzeihen, wenn ich die ein oder andere Begrifflichkeit im Sinne der Lesbarkeit und des allgemeinen Verständnisses etwas vereinfacht benutze. Ansonsten inhaltliche Fehler bitte unbedingt benennen!
Die meisten werden mitgekriegt haben, dass der BVB für das vergangene Geschäftsjahr (=Saison) einen Gewinn von ~9,5 mio. ausgewiesen hat. Alle haben mitgekriegt, dass Bellingham für 103 mio. + Boni an Real Madrid verkauft wurde. Wo zum Teufel ist denn nun all die Kohle hin??? Zunächst einmal sind diese 103 Mios Forderungen, die an Real gestellt werden, wie viel Geld tatsächlich bereits überwiesen wurde, ist uns Außenstehenden nicht bekannt. 70 – 80 mio. vielleicht? Wichtig zu wissen ist, dass der BVB in DIESER Saison Verbindlichkeiten i.H.v. ~86 mio. zu zahlen hat, die zum größten aus Teil Ratenzahlungen für zuvor gekaufte Spieler bestehen. Jahresbericht S. 126 „Kurzfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“. Kurz: Wir zahlen JETZT große Teile der Ablösen für Adeyemi, Haller und co. Zusätzlich müssen in dieser Saison ~13 mio. Kreditschulden beglichen werden, die letzte Saison durch Investitionen in die Infrastruktur entstanden sind. Jahresabschluss selbe Seite. Demgegenüber stehen Forderungen aus Spielerverkäufen (also Ratenzahlungen, die man in dieser Saison für zuvor verkaufte Spieler erhält) i.H.v. ~38 mio. Im Portemonnaie hatte man am Stichtag gut 4,5 mio. Man kann also zu der Erkenntnis gelangen, dass der BVB ein gutes Stück der finanziellen Belastung der Vorsaison(s) in diese Saison verlagert hat. Deswegen hießen die Neuzugänge auch „nur“ Sabitzer, Nmecha und Bensebaini.
Wie kann man nun eine grobe Vorstellung davon bekommen, was der BVB ohne Spielerverkäufe investieren kann? Hier gibt der erzielte Gewinn alleine wenig Informationen her. Wenn man vom letztjährigen Gewinn von 9,5 mio. das ausgewiesene Ergebnis aus Transfergeschäften i.H.v 72,5 mio abzieht… dann bekommt man vielleicht zunächst ein wenig Panik. Wenn man aber mal einen genaueren Blick auf die Verlustseite wirft, sieht man, dass da -106 mio. Abschreibungen enthalten sind, wovon 93 mio. auf immaterielle Vermögenswerte (=Spieler) entfallen. Jahresabschluss S. 127. Abschreibungen bedeuten jedoch nicht, dass dieses Geld noch bezahlt werden muss, das ist bereits geschehen (zumindest großteils, der Rest wandert in die Verbindlichkeiten). Dazu ein kurzer Exkurs.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kurzer Exkurs zum Thema Bilanzierung von Profisportlern:
Ein Spieler (bzw. die Lizenz, diesen einsetzen zu dürfen) taucht in der Bilanz als immaterieller Vermögenswert auf und zwar anfänglich in der Höhe der für ihn vereinbarten Ablösesumme. Der Spielerkauf ändert dabei zunächst nichts an der Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins (Konzerns). Auf der einen Seite steht der Spielerwert, auf der andern in gleicher Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber dem abgebenden Club. Der bilanzielle Wert des Spielers wird dann zu gleichen Teilen über die Dauer seiner Vertragslaufzeit abgeschrieben bis auf null bei Vertragsende. Abschreibungen finden in der Wirtschaft statt, um den jährlichen Wertverlust des Anlagevermögens abzubilden, beispielsweise im Maschinen- oder Fuhrpark eines Unternehmens. Diese jährlichen Abschreibungen werden stets als Verlust ausgewiesen. Was bei Maschinen ja irgendwie einleuchtend ist, ist bei Profisportlern oft weniger einfach. Bellingham z.B. hat in der Bilanz jährlich an Wert verloren, während sein tatsächlicher Marktwert in astronomische Höhen geklettert ist. Die Methode ist allerdings realitätsnah unter anderem bei Spielern, die ihren Vertrag auslaufen lassen und dann wechseln, da ja tatsächlich kein Erlös mehr mit ihnen zu erzielen ist. Ablösefreie Spieler, oder Spieler, deren ursprünglicher Vertrag ausgelaufen ist, aber verlängert wurde, stehen nicht in der Bilanz und sorgen daher auch nicht für Abschreibungen. Moukoko, Reyna, Reus, Meunier, Hummels = nicht in der Bilanz.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Halten wir also fest, dass Abschreibungen für den BVB bilanzielle Fantasiewerte sind, die uns zwar daran erinnern, dass wir hin und wieder in den Kader investieren müssen, uns dabei aber nicht verraten in welcher Höhe das nötig und möglich ist. Mit ihnen ist nicht ein Cent einer konkreten Zahlungsverpflichtung verbunden und wir wollen sie fortan komplett missachten. Wir wollen wissen, wie viel Kohle sich der BVB in einer Saison mit dem Kerngeschäft (also Ticketing, Sponsoring, Merch etc.) und ohne Spielerverkäufe in die Tasche stecken kann, um es dann auf dem Transfermarkt wieder auf den Kopf zu hauen. Diese Information ist im Jahresbericht auf Seite 128 unter dem Namen „Operativer Cashflow“ zu finden. Diese Größe gibt genau das an, was wir wissen wollen. Sie gibt uns Informationen darüber, ob und in welcher Höhe Investitionen aus eigener Kraft möglich sind. Und good news: Im Geschäftsjahr 22/23 lag dieser Wert bei ~55,5 mio. Euro.
Letzte Saison konnte man also netto – heißt nach Abzug der Transfereinnahmen – 55 mio. Euro für Spielertransfers ausgeben, also wirklich bezahlen. Das hat man auch getan. So wie ich das lese beinhaltet diese Zahl allerdings auch Ratenzahlungen aus vorher getätigten Transfers. Siehe Jahresbericht S. 128 „Cashflow aus Investitionstätigkeit“, dort kann man lesen, was tatsächlich in Spieler und auch Infrastruktur gesteckt wurde. In den Kader investierte man ~126,5 mio., während ~71 mio. durch Spielerverkäufe generiert wurden. Die Investitionen in Sachanlagen i.H.v. ~22 mio. wurden fremdfinanziert.
Was allerdings sehr deutlich wird, ist die wirtschaftliche Wichtigkeit der Champions League. Dort hat man laut Medienberichten in der vergangenen Saison gut 75 mio. eingenommen. Aufgrund der Einnahmenart (Prämien) stehen diesen auch keine signifikanten Kosten gegenüber, sodass man sie grob als Gewinn ansehen und sie zu unserem geliebten operativen Cashflow hinzurechnen kann. Ohne die CL wäre dieser nämlich 55-75=-20 mio. gewesen, was richtig problematisch wäre. Es gilt aber auch zu beachten, dass die CL-Gelder nicht nur nach dem olympischen Prinzip „dabei sein ist alles“ verteilt werden, sportlicher Erfolg wird sehr stark auch finanziell entlohnt. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 2,8 mio., pro Unentschieden 930.000, für das Erreichen des Achtelfinals erhält man 9,6 mio. Das heißt, letzte Saison erhielt man alleine an Preisgeldern 2x2,8+3x0,93+9,6=18 mio. Euro. Das wird dieses Jahr wohl etwas schwieriger zu erreichen sein.
Jetzt könnte man zu der Annahme verleitet werden, der BVB werde – je nach Abschneiden in der laufenden CL-Saison und bei erneuter Qualifikation für eben diese – in der kommenden Saison netto irgendetwas zwischen 40 – 50 mio. in den Kader investieren. Da möchte ich aber darauf hinweisen, dass der BVB vor Corona etwa 55-60 mio. auf der hohen Kante, also ein ein Festgeldkonto nach bajuwarischem Vorbild hatte und heute sind es 4,5 mio. Ich vermute, da will man wieder etwas aufbauen. Auf der anderen Seite werden in der kommenden Saison deutlich weniger Ratenzahlungen fällig sein (Jahresbericht S. 126 „Langfristige Schulden→ Verbindlichkeiten aus Leistung und Lieferung“ = ~47 mio.), hohe Spielergehälter fallen teils sicher, teils wahrscheinlich weg und die Champions League Reform wird definitiv auch mehr Geld für die Vereine bedeuten. Ich möchte ungern eine Schätzung abgeben, wie viel Geld Borussia Dortmund im nächsten Transferfenster auf den Tisch legt, aber ein Sancho netto für 35-40 wäre definitiv möglich
. (Nur ein Beispiel, gibt mMn wichtigere Baustellen).Mühe gegeben hast du dir, das muss man dir auf alle Fälle lassen. Leider bleibt am Ende sehr viel Meinung und recht wenig Wissen als Quintessenz des Beitrag, was ebenjenen bisweilen zäh und mäßig lesenswert, vor allem aber technisch fragwürdig macht.
Du kalkulierst häufig anstatt zu rechnen und mutmaßt öfter anstatt zu analysieren. Auf diese Weise dechiffrierst du dir eine Art eigenen DaVinci-Code, der sich aus meiner bescheidenen Sicht an mancher Stelle doch eher in Richtung Mystik schaut, als dass er “Fakten” aufdeckt.
Kann man so machen - auf diesem Wege zu einer belastbaren Lösung zu kommen, bedarf dann allerdings eine ordentliche Portion an Liebe, Glaube und Hoffnung.
Mein Rat an dieser Stelle lautet: zuallererst etwas weniger Euphorie - parallel mehr hinterfragen, statt vermuten. Suche vielleicht mal nach Rat bei dir vertrauten Stellen, die entsprechende Kompetenzen mitbringen und dir die betriebswirtschaftlichen Daten der BVB KGaA auf Basis von Sachverstand und dabei möglichst leicht verdaulich erläutern können (darin liegt ja letztendlich die Kunst). Versuche vielleicht weniger jene doch sehr vielseitigen Zahlen und Daten einer kryptographischen Untersuchung zu unterziehen - vielleicht hat es ja wirklich seinen guten Grund, dass sich jedes Jahr aufs Neue unzählig viele Menschen sehr viel Zeit dafür nehmen, dies wirklich zu verstehen und zu lernen.
Grüße gehen raus.
Danke für dein feedback. Da das hier ein Hobbyforum ist, wo es in erster Linie um Fußball geht, habe ich gar nicht den Anspruch gehabt, hier eine Finanzanalyse abzulegen, mit der ich mich bei Deloitte oder so bewerben könnte. Mich hat nur interessiert, ob die allgemeine Erwartung, dass andauernd Transferüberschüsse notwendig sind, auch aus dem Geschäftsbericht abzulesen ist. Und da ich heute Abend nicht viel vorhatte...
. Aber wenn deiner Meinung nach in all meiner Mystik schwere Fehler vorliegen sollten, dann bitte korrigiere mich. Möchte hier ungerne Unwahrheiten verbreiten. Halbwahrheiten wären vielleicht verhandelbar. Grüße zurück
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Orizo am 24.10.2023 um 23:05 Uhr bearbeitet
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.



