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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#9711
31.08.2023 - 12:23 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVBBC

Verpasst man die CL, würde ich daher davon ausgehen, dass deutlich über 70 Mio. Umsatz fehlen werden, dem keine größeren Ausgaben gegenüberstehen. Das müsste wohl hauptsächlich über die Rücklagen ausgeglichen werden, die man über die Abschreibungen bildet. Das kostet letztendlich aber sportliche Substanz, weil das Geld eigentlich dafür gedacht ist, um alternde Spieler und Flops, die so oder so mit Verlust aus dem Verein ausscheiden, zu ersetzen. Das ist auf Grund von Corona und Netto-Invests in den Kader aber in den letzten Jahren sowieso schon geschehen und es stehen allein altersbedingt nicht wenige Spieler unter Vertrag, die früher oder später einen Nachfolger aus diesen Rücklagen finanziert wissen wollen (Hummels, Meunier/Wolf, Bensebaini, Can, Sabitzer, (Reus), (Hazard), Haller). Unabhängig von aktuell schon unterbesetzten Positionen, wie LV.


So wie es aussieht, kommt mit Füllkrug jetzt noch ein weitere Kandidat für diese Riege hinzu.

Das wird dann eine sehr große Herausforderung, diese ganzen Spieler zu ersetzen, dabei aber die sportliche Substanz weitgehend zu erhalten. Die sportliche Substanz geht ja einerseits durch den altersbedingten Abgang der genannten Spieler verloren, andererseits geht sportliche Substanz verloren, wenn Leistungsträger zur Querfinanzierung verkauft werden müssen.

In der Vergangenheit hat man diese Probleme über immer weiter steigende Einnahmen lösen können. Diese Möglichkeit sehe ich aber erstmal als erschöpft an. Vielmehr muss man sich wohl strecken, um das aktuelle Niveau zu halten. Es wird wohl zu einem Rückgang bei den nationalen TV-Erlösen kommen, anderseits bringt die CL-Reform auch wieder mehr Einnahmen (aber auch mehr Spiele). Die Mehrerlöse aus der CL kann ich nicht ganz einschätzen, bei einer seriösen Planung sollte man aber maximal von stagnierenden Erlösen ex Transfers ausgehen.

Es bleibt also nur der Weg über die Kostenreduktion bzw. Optimierung des laufenden Kaders. Hier kommt man eher in kleinen Schritten voran. Nachdem die Thematik Schulz diesen Sommer (mit Geld) gelöst wurden, bieten sich mit den auslaufenden Verträgen von Hummels, Reus, Meunier, Hazard und Wolf einige Möglichkeiten, die Personalaufwendungen nach Jahren wieder erstmals spürbar abzusenken. Das hängt aber auch zugegebenermaßen noch an vielen Ungewissheiten. Auf jeden Fall wird aber der transferpolitische Umgang mit den Abgängen dieser Spieler eine entscheidende Rolle für die mittelfristige sportliche Entwicklung spielen, was die Transferperiode Sommer 2024 immens wichtig macht.


Schulz wurde sicherlich mit viel Geld gelöst, jedoch nicht mit einer solchen Menge, die wir bei einem weiteren Jahr unter Vertrag zahlen müssten. Zu sagen, wir haben ein paar Millionen gespart ist sicherlich etwas hoch gegriffen, dennoch nehmen wir diese Altlast so oder so zum Ende dieser Saison aus den Büchern. Die Verlängerung von Hummels und Reus hat obendrein knapp 10 Mio EUR Personalaufwandsverringerungen mit sich gebracht und anscheinend verfolgt man momentan den Plan, dass wieder mehr leistungsbezogen gezahlt wird.
Dadurch werden uns sicherlich einige Spieler durch die Lappen gehen und im Mittel würde es mich auch nicht wundern, wenn dadurch im Bestfall (für den Spieler) das Gehalt höher ausfällt als bei einem hohen Fixgehalt, da wir das Risiko für den Spieler abgelten müssen. Dennoch umgeht man eventuell einige Kosten bei Spielern wie Schulz, Meunier und Co, die man zweifelsfrei immer wieder im Kader haben könnte (Füllkrug wäre da so ein Kandidat).
Im Sommer wird es aufgrund auslaufender Verträge weiterhin eine Senkung von bis zu 35 mEUR p.a. geben und diese Spieler sehe ich durch 2 Neuverpflichtungen (IV;RV) abgedeckt. Dadurch entsteht wohl auch hier wieder ein Delta von 20 mEUR minimum, welches den Personalaufwand weiter senken wird.

Spannend wird auch weiterhin das Konzept des Vereins sein. Geht man weiter auf hochveranlagte Spieler? Das bleibt wohl alternativlos, wobei hier das Risiko aufgrund immer höherer Preise (teils wegen Wettbieten der Vereine) deutlich höher zu bewerten ist, als bei Spielern wie Sancho in der Vergangenheit.
DAzu werden immer wieder Spieler mit Erfahrung für das Grundgerüst geholt. Hier kann man sich denke ich bei einigen Vereinen eine Scheibe abschneiden, die sich frühzeitig um Spieler bemühen um am Ende ablösefreie Transfers oder mit kurzer Restlaufzeit anzustreben (Bayern macht das in meinen Augen mit Bravur) . Natürlich fehlt einem BVB dazu die Marktmacht, die andere Vereine haben, dennoch wird dies auch ein alternativloses Standbein sein, wenn die Investitionen verringern möchte.

Was das Thema Einnahmen angeht bin ich bei dir. Viele Märkte sind langsam gesättigt und das Wachstum der Umsätze wird sich an ein natürliches Wachstum angleichen, weshalb außerordentliches Wachstum ggü. dem Markt wohl nur noch schwer umgesetzt werden kann. Die CL-Einnahmen werden sicherlich eine gewisse Erhöhung erfahren, aber hierbei wird es sich nicht um einen Betrag handeln, der wirklich einen Ausschlag geben kann.
BVB - Finanzen |#9712
31.08.2023 - 12:32 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVB_OS

Dennoch könnten wir aktuell 1-2 Jahre ohne CL durchstehen ohne querfinanzieren zu müssen. Dafür gibt es einfach noch Mechanismen und Möglichkeiten, die aktuell nicht ausgeschöpft werden (FK, Stille Reserven, Dynamische Verträge etc.)


Die Aufnahme von Fremdkapital (oder auch zusätzlichem Eigenkapital), die Hebung stiller Reserven durch erzwungene Spielerverkäufe sind doch quasi die Definition von Quersubvention des laufenden Geschäftsbetriebes.

Dieser laufende Geschäftsbetrieb wäre bei uns ohne die CL-Einnahmen extrem defizitär. und könnte sich nicht mehr vollständig selbst finanzieren. Wo sollen denn die grob geschätzt 50 Mio. herkommen, die ohne CL-Teilnahme wegbrechen würden? Natürlich aus Maßnahmen der Querfinanzierung!

Die dynamischen Verträge werden hier durch die mediale Marketingkampagne von Kehl extrem überschätzt (die sich übrigens bisher zu 0,0 in den Zahlen niedergeschlagen hat). Wenn uns Corona eine Sache gezeigt hat, dass sich alle da draußen und insbesondere die Profis selbst die Nächsten sind (das ist keine Kritik an den Profis, sondern eine Feststellung mit der es umzugehen gilt). Der Gehaltsverzicht in diesen extremen Zeiten kann schon quasi als Witz bezeichnet werden, wieso sollte dann auch nur ein gefragter Spieler hier zu massiven Gehaltsreduktionen bereit sein. Ich würde hier von Möglichkeiten ausgehen, die positiv gesehen maximal 10% des Gehaltsetats betreffen. Bei auszugleichenden 50 Mio. aus verpasster CL-Quali (bei den von dir genannten 2 Jahren verpasste CL sogar 100 Mio.) ist das nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.


Naja, du musst schon kurzfristige und langfristige Effekte auseinanderhalten. Aufgrund von Vertragsgestaltungen und der Verschiebung von geplanten Investitionen, kann man min. eine Saison das Ausbleiben der CL abfedern. Danach kommt es natürlich zu einem Investitionsstau und es müssen Geldmittel freigemacht werden. Wir reden hier von ca. 50 mEUR, wenn man in die EL statt in die CL gehen würde, die an Umsatz wegfallen, da ist der Effekt dann doch deutlich. Somit wäre es für jeden Verein (außer Scheichvereine) utopisch, davon zu reden, dass dieser Negativeffekt nicht Auswirkungen auf den normalen Betrieb hätte.

Ich denke jedoch, dass man aufgrund bestimmter Konstellationen 30-40 mEUR (davon vllt. 10-15 mEUR durch Spielerverträge) für eine Saison durch Vertragsgestaltungen und Verschiebungen in den Ausgaben abfedern kann und in der Folge keine Kredite oder Spielverkäufe notwendig werden. Dies ist in meinen Augen schon unterschiedlich zu betrachten zu einem gezwungenen Verkauf eines Topspielers, sobald die CL verpasst wird.

Am Ende wird man die Effekte aber auch nur klar abgrenzen können, wenn wirklich die CL für 1-2 Jahre ausbleibt. Im Vergleich zu RB und Leverkusen würde uns dies natürlich deutlich schaden und in der Entwicklung zurückwerfen --> Wahrscheinlichkeit langfristig den Anschluss zu verlieren steigt deutlich.
BVB - Finanzen |#9713
31.08.2023 - 12:53 Uhr
Zitat von BVB_OS


Schulz wurde sicherlich mit viel Geld gelöst, jedoch nicht mit einer solchen Menge, die wir bei einem weiteren Jahr unter Vertrag zahlen müssten. Zu sagen, wir haben ein paar Millionen gespart ist sicherlich etwas hoch gegriffen, dennoch nehmen wir diese Altlast so oder so zum Ende dieser Saison aus den Büchern. Die Verlängerung von Hummels und Reus hat obendrein knapp 10 Mio EUR Personalaufwandsverringerungen mit sich gebracht und anscheinend verfolgt man momentan den Plan, dass wieder mehr leistungsbezogen gezahlt wird.
Dadurch werden uns sicherlich einige Spieler durch die Lappen gehen und im Mittel würde es mich auch nicht wundern, wenn dadurch im Bestfall (für den Spieler) das Gehalt höher ausfällt als bei einem hohen Fixgehalt, da wir das Risiko für den Spieler abgelten müssen. Dennoch umgeht man eventuell einige Kosten bei Spielern wie Schulz, Meunier und Co, die man zweifelsfrei immer wieder im Kader haben könnte (Füllkrug wäre da so ein Kandidat).
Im Sommer wird es aufgrund auslaufender Verträge weiterhin eine Senkung von bis zu 35 mEUR p.a. geben und diese Spieler sehe ich durch 2 Neuverpflichtungen (IV;RV) abgedeckt. Dadurch entsteht wohl auch hier wieder ein Delta von 20 mEUR minimum, welches den Personalaufwand weiter senken wird.



Beim Personalaufwand würde ich mir keine zu große Hoffnung machen.

Dieser lag in Summe für die vergangene Saison bei 236 Mio.

Durch die Vertragsauflösung mit Schulz spart man sich wohl ca. 3 Mio. Das Gehalt von Modeste wird von Füllkrug aufgefangen, der nach jüngsten Berichten mit 6 Mio. sogar noch leicht über dem bisherigen Gehaltsniveau von Modeste liegt.

Bei Bensebaini und Guerreiro gehe ich ebenfalls davon aus, dass man sich in der selben Range bewegt (ca. 6 Mio.), Bensebaini aber einen Ticken über Guerreiro liegen dürfte.

Bellingham bekam bei uns wohl zuletzt 6 Mio, Dahoud 5 Mio. Hier findet ebenfalls ein nahezu identischer Wechsel statt, was das Gehaltslevel betrifft, mit Sabitzer (7 Mio.) und Nmecha (4 Mio.).

Daneben gab es die Reduktionen bei Hummels, Reus und auch Can. Diese können in Summe wohl bei rund 10 Mio. eingeordnet werden. Gleichzeitig schlägt diese Saison aber die Erhöhung von Moukoko voll durch, dessen Gehalt sich infolge der Vertragsverlängerung von 1 bis 2 Mio. auf 6 Mio. erhöht hat.

Bei Abgängen könnte er noch etwas sinken, bei Zugängen (Bella-Kotchap), größeren Vertragsverlängerungen (Kobel) oder einer Trainerentlassung aber auch steigen. Unterm Strich dürfte man damit den Personalaufwand im Wesentlichen konstant halten.

Ob man die Einsparungen nächstes Jahr tatsächlich so umsetzen kann, ist für mich fraglich. Hummels wird man definitiv ersetzen müssen (eventuell durch Bella-Kotchap schon als Vorgriff in dieser Saison), einen RV wird man bei Abgang von Meunier und Wolf ebenfalls benötigen. Dazu fehlt im Kader weiterhin ein LV. Bei Reus wird man sehen müssen, ob man eine interne Nachfolge (zumindest nominell) aus JBG, Duranville oder auch Reyna hinbekommt. Es kann daher schnell von potentiell möglichen 35 Mio. an Einsparungen nur noch ein ganz kleiner Betrag übrig bleiben, da alles Geld wieder gebraucht wird.

Es ist ja nicht das erste mal in den letzten 7 Jahren, dass eine spürbare Entlastung bei den Personalkosten möglich ist. Aber jedes Mal hat man es wieder aufs Neue geschafft, sich die eigene Suppe durch neue extreme Flops wieder zu versalzen. An die Reduzierung glaube ich daher erst, wenn ich sie im Jahresabschluss sehe.
BVB - Finanzen |#9714
31.08.2023 - 13:31 Uhr
Finanziell ist es kein Problem für den BVB, auch mal die CL zu verpassen. Glaubt ihr, wenn wir "nur" noch EL spielen, wollen die Spieler alle hier bleiben? Die aktuelle Mannschaft mag aktuell keinen Superstar wie Bellingham beinhalten, aber auch keine Spieler wie Schulz, Meunier oder Hazard, die praktisch unverkäuflich sind.

Im nächsten Sommer laufen Spielerverträge für ca. 31-33 Mio Gesamtvolumen aus.
Im aktuellen Kader hat sich nur Kobel eine Gehaltserhöhung verdient.
Coulibaly hat eine hohe Ablöse verankert.
In der aktuellen Saison machen wir wohl um die 40 Mio Gewinn, es werden 10 Mio in Dividenden ausgezahlt und es bleiben 30 Mio.
Für einige Spieler ist es die letzte Chance, eine Ablöse zu generieren. Verkauf oder Verlängern bei Reyna, Kamara oder Bynoe-Gittens.
Für andere Spieler ist dann auch eine "Abrechnung" fällig. Passt es oder passt es nicht: Özcan. Moukoko. Passt es nicht, gibt es auch für sie einen Markt.
BVB - Finanzen |#9715
31.08.2023 - 13:47 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVB_OS

Schulz wurde sicherlich mit viel Geld gelöst, jedoch nicht mit einer solchen Menge, die wir bei einem weiteren Jahr unter Vertrag zahlen müssten. Zu sagen, wir haben ein paar Millionen gespart ist sicherlich etwas hoch gegriffen, dennoch nehmen wir diese Altlast so oder so zum Ende dieser Saison aus den Büchern. Die Verlängerung von Hummels und Reus hat obendrein knapp 10 Mio EUR Personalaufwandsverringerungen mit sich gebracht und anscheinend verfolgt man momentan den Plan, dass wieder mehr leistungsbezogen gezahlt wird.
Dadurch werden uns sicherlich einige Spieler durch die Lappen gehen und im Mittel würde es mich auch nicht wundern, wenn dadurch im Bestfall (für den Spieler) das Gehalt höher ausfällt als bei einem hohen Fixgehalt, da wir das Risiko für den Spieler abgelten müssen. Dennoch umgeht man eventuell einige Kosten bei Spielern wie Schulz, Meunier und Co, die man zweifelsfrei immer wieder im Kader haben könnte (Füllkrug wäre da so ein Kandidat).
Im Sommer wird es aufgrund auslaufender Verträge weiterhin eine Senkung von bis zu 35 mEUR p.a. geben und diese Spieler sehe ich durch 2 Neuverpflichtungen (IV;RV) abgedeckt. Dadurch entsteht wohl auch hier wieder ein Delta von 20 mEUR minimum, welches den Personalaufwand weiter senken wird.



Beim Personalaufwand würde ich mir keine zu große Hoffnung machen.

Dieser lag in Summe für die vergangene Saison bei 236 Mio.

Durch die Vertragsauflösung mit Schulz spart man sich wohl ca. 3 Mio. Das Gehalt von Modeste wird von Füllkrug aufgefangen, der nach jüngsten Berichten mit 6 Mio. sogar noch leicht über dem bisherigen Gehaltsniveau von Modeste liegt.

Bei Bensebaini und Guerreiro gehe ich ebenfalls davon aus, dass man sich in der selben Range bewegt (ca. 6 Mio.), Bensebaini aber einen Ticken über Guerreiro liegen dürfte.

Bellingham bekam bei uns wohl zuletzt 6 Mio, Dahoud 5 Mio. Hier findet ebenfalls ein nahezu identischer Wechsel statt, was das Gehaltslevel betrifft, mit Sabitzer (7 Mio.) und Nmecha (4 Mio.).

Daneben gab es die Reduktionen bei Hummels, Reus und auch Can. Diese können in Summe wohl bei rund 10 Mio. eingeordnet werden. Gleichzeitig schlägt diese Saison aber die Erhöhung von Moukoko voll durch, dessen Gehalt sich infolge der Vertragsverlängerung von 1 bis 2 Mio. auf 6 Mio. erhöht hat.

Bei Abgängen könnte er noch etwas sinken, bei Zugängen (Bella-Kotchap), größeren Vertragsverlängerungen (Kobel) oder einer Trainerentlassung aber auch steigen. Unterm Strich dürfte man damit den Personalaufwand im Wesentlichen konstant halten.

Ob man die Einsparungen nächstes Jahr tatsächlich so umsetzen kann, ist für mich fraglich. Hummels wird man definitiv ersetzen müssen (eventuell durch Bella-Kotchap schon als Vorgriff in dieser Saison), einen RV wird man bei Abgang von Meunier und Wolf ebenfalls benötigen. Dazu fehlt im Kader weiterhin ein LV. Bei Reus wird man sehen müssen, ob man eine interne Nachfolge (zumindest nominell) aus JBG, Duranville oder auch Reyna hinbekommt. Es kann daher schnell von potentiell möglichen 35 Mio. an Einsparungen nur noch ein ganz kleiner Betrag übrig bleiben, da alles Geld wieder gebraucht wird.

Es ist ja nicht das erste mal in den letzten 7 Jahren, dass eine spürbare Entlastung bei den Personalkosten möglich ist. Aber jedes Mal hat man es wieder aufs Neue geschafft, sich die eigene Suppe durch neue extreme Flops wieder zu versalzen. An die Reduzierung glaube ich daher erst, wenn ich sie im Jahresabschluss sehe.


Wir haben auch immer entsprechend tief bei Neuzugängen in die Tasche gegriffen. Gerade im letzten Jahr hat man aufgrund der Verpflichtung von Stammspielern in einem entsprechenden Alter ziemlich viel in den Personalaufwand stecken müssen.

Zu deinem letzten Satz: Dann kann man sich natürlich auch Diskussionen grundsätzlich sparen, wenn du nur Schwarz auf Weiß als Argument zählen lässt.

Personalaufwand eingespart haben wir diese Saison:
6 mEUR (Bellingham)
5 mEUR (Guerreiro)
6 mEUR (Schulz)
5 mEUR (Dahoud)
6 mEUR (Modeste)
2 mEUR (Passlack, Coulibaly, Unbehaun)
5 mEUR (Reus von 12 mEUR auf 7 mEUR)
5 mEUR (Hummels von 10 mEUR auf 5 mEUR)
2 mEUR (Can von 9 mEUR auf 7 mEUR)

Einsparung: 42 mEUR (abzüglich einer Einmalzahlung von 2,5 mEUR)

Verlängerungen/Neuverpflichtungen seit Winter:
3 mEUR (Ryerson)
3 mEUR (Mouki von 1,5 auf 3,5 mEUR + 2 mEUR Erfolgsprämien(mal 50 % angenommen)
0 mEUR (Brandt)

Erhöhung der Personalaufwendungen: 6 mEUR

Neuverpflichtungen laufende Saison:
4 mEUR (Nmecha)
7 mEUR (Sabitzer)
6 mEUR (Bensebaini)
6 mEUR (Füllkrug)
4 mEUR (Bella-Kotchap: Verdient aktuel 2,6 mEUR)

Erhöhung der Personalaufwendungen: 27 mEUR

Bedeutet, dass der Personaletat, sofern es nicht zu Verlängerungen oder weiteren Neuverpflichtungen kommt um 6,5 mEUR im Laufe der Saison sinken sollte. Das Geld könnte natürlich durch Verlängerungen etc. aufgeraucht werden.

2024 sieht es Stand heute wie folgt aus:
5 mEUR (Hummels)
7 mEUR (Reus)
10 mEUR (Meunier)
5 mEUR (Hazard)
2,5 mEUR (Schulz ab da vollständig im Etat verringert)
6 mEUR (Wolf)

In Summe noch einmal 35,5 mEUR.

Dagegen müssten wir (ohne weitere Abgänge) rechnen, was für Spieler wir nominell verpflichten müssen.
Wir bräuchten minimum einen AV, ein Talent für die IV und einen Offensivspieler, sofern die Offensivtalente sich nicht entwickeln und Reyna nicht wieder in Tritt kommt. Dabei würde natürlich wieder Geld eingenommen werden und der Personaletat weiter sinken (wenn auch geringfügig).

Alles in allem würde die Verschlankung des Kaders in Verbindung mit Beendigung von Altverträgen aber Schätzungsweise das Potenzial bieten, dass man 10 % der Personalkosten einsparen könnte. Magst du gern schwarzmalen wie du möchtest, aber Stand heute verlassen uns wohl mehr Spieler als hinzukommen, da wir viele Altlasten, die keine größere Rolle mehr im Verein spielen, mit auslaufenden Verträgen haben.

Ich bin somit vorsichtig optimistisch, dass wir nur 20 mEUR an Gehältern für 3 neue Spieler und eine Kobelverlängerung ausgeben.
BVB - Finanzen |#9716
31.08.2023 - 13:50 Uhr
Zitat von Midnight-Magic
Die aktuelle Mannschaft mag aktuell keinen Superstar wie Bellingham beinhalten, aber auch keine Spieler wie Schulz, Meunier oder Hazard, die praktisch unverkäuflich sind.


Ist das denn so oder ist das eher Wunschdenken?
Sowohl für Schulz, Meiner oder Hazard war ja meist ein Markt vorhanden - die Spieler waren aber nicht bereit Gehaltseinbussen in Kauf zu nehmen, was auch verständlich ist in gewisser Maßen.
Gehen wir mal davon aus, dass erneut Spieler im 30er Bereich um Can, Sabitzer, Haller, Füllkrug,... ggf ihre Leistungen nicht (mehr) bringen, wer sagt dass sie denn im höheren Alter dazu bereit wären den Verein zu wechseln um dort nur noch die Hälfte oder weniger zu erhalten?
Letztlich sind das alles Spieler die ihren letzten "großen" Vertrag hier unterschrieben haben, da hast du eben immer das Risiko, dass sie es ähnlich handhaben, somit wären diese auch wieder "unverkäuflich" und belasten die Personalkosten.
BVB - Finanzen |#9717
31.08.2023 - 13:51 Uhr
Zitat von Midnight-Magic
Finanziell ist es kein Problem für den BVB, auch mal die CL zu verpassen. Glaubt ihr, wenn wir "nur" noch EL spielen, wollen die Spieler alle hier bleiben? Die aktuelle Mannschaft mag aktuell keinen Superstar wie Bellingham beinhalten, aber auch keine Spieler wie Schulz, Meunier oder Hazard, die praktisch unverkäuflich sind.

Im nächsten Sommer laufen Spielerverträge für ca. 31-33 Mio Gesamtvolumen aus.
Im aktuellen Kader hat sich nur Kobel eine Gehaltserhöhung verdient.
Coulibaly hat eine hohe Ablöse verankert.
In der aktuellen Saison machen wir wohl um die 40 Mio Gewinn, es werden 10 Mio in Dividenden ausgezahlt und es bleiben 30 Mio.
Für einige Spieler ist es die letzte Chance, eine Ablöse zu generieren. Verkauf oder Verlängern bei Reyna, Kamara oder Bynoe-Gittens.
Für andere Spieler ist dann auch eine "Abrechnung" fällig. Passt es oder passt es nicht: Özcan. Moukoko. Passt es nicht, gibt es auch für sie einen Markt.
Finanziell keine Probleme? Da irrst du dich aber gewaltig.
BVB - Finanzen |#9718
31.08.2023 - 14:57 Uhr
Zitat von BVB_OS


2024 sieht es Stand heute wie folgt aus:
5 mEUR (Hummels)
7 mEUR (Reus)
10 mEUR (Meunier)
5 mEUR (Hazard)
2,5 mEUR (Schulz ab da vollständig im Etat verringert)
6 mEUR (Wolf)

In Summe noch einmal 35,5 mEUR.

Dagegen müssten wir (ohne weitere Abgänge) rechnen, was für Spieler wir nominell verpflichten müssen.
Wir bräuchten minimum einen AV, ein Talent für die IV und einen Offensivspieler, sofern die Offensivtalente sich nicht entwickeln und Reyna nicht wieder in Tritt kommt. Dabei würde natürlich wieder Geld eingenommen werden und der Personaletat weiter sinken (wenn auch geringfügig).

Alles in allem würde die Verschlankung des Kaders in Verbindung mit Beendigung von Altverträgen aber Schätzungsweise das Potenzial bieten, dass man 10 % der Personalkosten einsparen könnte. Magst du gern schwarzmalen wie du möchtest, aber Stand heute verlassen uns wohl mehr Spieler als hinzukommen, da wir viele Altlasten, die keine größere Rolle mehr im Verein spielen, mit auslaufenden Verträgen haben.

Ich bin somit vorsichtig optimistisch, dass wir nur 20 mEUR an Gehältern für 3 neue Spieler und eine Kobelverlängerung ausgeben.


Was die Einschätzung zum Personalaufwand der laufenden Saison angeht, decken sich unsere Auffassungen ja weitgehend.

Was das neue Jahr angeht ist natürlich das Potential da, auch mal wieder ein wenig herunterzufahren. Das funktioniert natürlich in deiner Theorie. Aber da darf dann eben auch nix mehr dazwischenkommen. Kein Trainerwechsel, keine Verletzung, die aufgefangen werden muss und es setzt auch voraus, dass sich die Flop-Quote merklich reduziert. Um die von dir genannten Einsparungen zu erreichen, dürfte praktisch kein Transfer mehr daneben gehen und sich keine Personalie negativ entwickeln.

Da bin ich eben sehr skeptisch, da man diverse Risikopositionen im Kader hat. Es ist noch zu früh in der Saison, aber alleine die bereits angedeuteten Probleme im Mittelfeld können eben schnell dazu führen, dass zum sicher benötigten IV, AV und OA noch ein DM dazukommt. Hat also wenig mit Schwarzmalerei zu tun, sondern mit einer eher realistischen Einschätzung. Eine Reduktion in der Größenordnung von 10% wäre so etwas wie der Best Case. Wäre schön, wenn es so kommt.
BVB - Finanzen |#9719
31.08.2023 - 15:14 Uhr
Zitat von Adubz
Kann mir ein Experte bitte kurz erklären, woher die 15M + 6M Gehalt für Füllkrug her kommen? Und warum das Geld nicht für nützlichere Dinge verplant werden, wie zb das Corona Loch?


Bei Füllkrug sollen es 13+2 sein.

Es wurde ja immer spekuliert, dass 8-10 Millionen da sind, notfalls aber auch etwas mehr investiert werden kann. Ob das jetzt für einen MS der Fall sein muss wo man Moukoko hat oder auch Malen die Position spielen kann, lasse ich mal offen.

Das Argument Afrika-Cup ist für mich keins, da es für Bensebaini auch gilt. Und was haben wir da für Altenrativen? Rechtsfüße Ryerson und Hazard...

Ich habe noch nie einen so unkreativen und uninspirierten BVB gesehen wie diesen Transfersommer.
Klar, Kehl löffelt viel von Zorc aus, aber das ist schon brutal erschreckend.
Mit Bellingham hat man jetzt das Tafelsilber verhauen. Da ist aktuell keiner, der im Sommer 24 zu Geld gemacht werden kann.

Ausser Kobel, der aber auch nicht 70 Mio. aufwärts bringt und den wir mit allen Mitteln halten MÜSSEN!
BVB - Finanzen |#9720
31.08.2023 - 15:39 Uhr
Ich bin weiß Gott kein Finanzexperte, daher hoffe ich, daß mir der ein oder andere User erklärend zur Seite springen kann.
Soweit ich es verstehe ist es momentan so, daß man ohne Transfereinnahmen ein Minus schreiben würde.
Wie hoch dürfte unser Gehaltsbudget denn sein, um ohne Transfereinnahmen ein Plus, oder eine schwarze Null zu erzielen?
Ich habe immer gedacht, daß man beim BVB aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und man keine Schulden machen möchte, was ohne Spielerverkäufe anscheinend nicht darstellbar wäre.
So gesehen sollte man doch anfangen Spieler zu verpflichten, die unser Gehaltsbudget entlasten und nicht noch weiter unnötig belasten.
Daß man das mit einer neuen Form der Verträge (Bonuszahlungen) hinbekommen will, ist ja nur ein kleiner Schritt.
Verkaufen wir nächsten Sommer keinen, ist also kein Geld mehr da, um es in den Kader zu investieren?
Am Ende scheint es ja sogar so zu sein, daß man in die Fußstapfen von Niebaum und Meier reintritt, ohne es zu merken. Da wurde auch massiv Geld zum Fenster rausgeschmissen.
Oder interpretiere ich das momentan falsch?
Bitte da um eine Aufklärung.
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