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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#9521
04.08.2023 - 09:46 Uhr
Zitat von TheInternational
Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Naja vielleicht kann man hier mal den Stammtisch außen vor lassen und die Sachlage ganz nüchtern betrachten. Das sind im Grunde genommen auch keine einfachen Fehler, sondern hochkomplexe Ausweisfragen in einem Auslegungsbereich. Es ist auch nicht respektlos gegenüber den Aktionären.

Vielmehr hat der BVB die Problematik hinter diesen Bilanzierungsfragen (wie stelle ich Transfergeschäfte möglichst transparent dar?) selbst erkannt und auch aufgegriffen. Bereits ab dem Jahr 2019 wird hier die Darstellung geändert und bis heute so belassen. Dabei werden im Geschäftsbericht auch umfangreiche Erläuterungen getätigt, warum man gerade den Sachverhalt Transfergeschäfte jetzt anders darstellt.

Die Feststellungen Nr. 1 (Umsatzerlöse) und Nr. 2 (Cashflow-Rechnung) sind lediglich Themen des Ausweises im Konzernabschluss. Sie entfalten keinerlei Ergebniswirkung. Die Rüge bezieht sich hier ausschließlich auf den IFRS-Abschluss, der Abschluss nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen wird nicht genannt.

Die Bafin wendet hier die IFRS in der reinen Lehre an, was aus meiner Sicht äußerst problematisch ist, da die Ausführungen zwar durchaus für so ziemlich jedes "normale" Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmen gelten, ein Fussballverein aber nicht einfach in diese Schablone gequetscht werden kann. Gerade die Thematik Transfererlöse ist so speziell, das es keinen Vergleich mi anderen Branchen gibt und natürlich auch keiner der genannten Standards diese fussballspezifische Besonderheit im Blick hat.

Warum kommt es dann zu solchen Fehlern? Im Grunde genommen müsste ein börsennotierter Verein/Unternehmen wie der BVB gleich 3 separate Buchhaltungen unterhalten - HGB, IFRS und eine für steuerliche Belange, da ich prinzipiell jeden Sachverhalt dann so gleich mit der richtigen Brille anschauen kann. Das passiert aber genau bei den meisten Unternehmen nicht, die rein von ihrer Größe (Umsatz, Komplexität, Mitarbeiterzahl usw.) eher dem gehobenen Mittelstand zuzuordnen sind, aufgrund der Börsennotierung aber noch einen IFRS-Abschluss benötigen. Hier wird dann grundsätzlich nur eine HGB-Buchführung unterhalten und der IFRS-Teil am Jahresende drangeflanscht. So wird es auch beim BVB sein und daher kommt auch der Umstand, dass man handelsrechtlich richtig unterwegs ist, bei der Überleitung nach IFRS sich ein Bock eingeschlichen hat.

Man kann sich in dem Zusammenhang gerne mal den aktuellsten Abschluss nehmen und die Darstellung der Transfererlöse anschauen. Hier wurde diese Sache bereits vollständig transparent gemacht. Das wäre dann auch meine Kritik an der Bafin. Diese ist aufgrund jüngster Vorkommnisse (oder auch Versäumnisse) natürlich jetzt besonders vorsichtig. Jetzt wird aber ein 5 Jahre alter Abschluss rausgekramt und eine große Welle gemacht. Dabei wurde aber auch der Hinweis vergessen, dass der BVB die Darstellung ja bereits von sich aus geändert hat und hier jeder Zeit bemüht war, die größtmögliche Transparenz herzustellen und sogar explizit auf die Schwierigkeiten und Besonderheiten der Darstellung hinweist.

Bei Nr. 3 (Verpflichtungen/Verbindlichkeiten) ggü. Spielervermittlern sieht es ein wenig anders aus, da es je nach Ausprägung zu einer ertragswirksamen Änderung im IFRS-Abschluss kommt. Das Problem liegt hier wohl darin, dass noch nicht alle Bedingungen für die Provisionszahlung erfüllt sind (wörtlich Bafin "denen alle aufschiebenden Bedingungen für den Vergütungsanspruch bis auf den Bestand eines Arbeitsvertrags mit dem vermittelten Spieler im Fälligkeitszeitpunkt der jeweiligen Zahlung an den Vermittler erfüllt sind"). Hier muss man mal abwarten, bis eine Äußerung des Vereins vorliegt oder nähere Infos zum Sachverhalt rausgegeben werden. Hier ist aber auch zu vermuten, dass der Fehler in der HGB/IFRS-Überleitung liegt, da die praktizierte Vorgehensweise durchaus HGB-konform sein kann.

Unterm Strich ein ärgerlicher Vorgang, der praktisch keinerlei Auswirkungen hat. Auch die hypernervöse und unvollständige Aussage der Bafin (fehlender Hinweis auf Änderung der Darstellung in Folgejahren) finde ich hier problematisch, da der BVB unverhältnismäßig stark ins Zwielicht gerückt wird.
BVB - Finanzen |#9522
04.08.2023 - 09:53 Uhr
Zitat von VFLJesus
Zitat von Nic

Zitat von VFLJesus

Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.

•     •     •

Echte Liebe

Schiedsrichter und Jugendtrainer aus Leidenschaft
BVB - Finanzen |#9523
04.08.2023 - 09:56 Uhr
Zitat von VFLJesus
Zitat von Nic

Zitat von VFLJesus

Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Das Wording in deinem Ausgangspost klingt eben anders. Wenn du da von "leichtfertiger Erteilung von Bestätigungsvermerken" sprichst, geht das ganz klar über die übliche Thematik von auslegungsbedürftigen Sachverhalten hinaus (davon gibt es wirklich einige, die sich dann je nach Rechtsprechung auch immer mal wieder verschieben). Das vermittelt den Eindruck von zumindest fahrlässig erteilten Falschtestaten, was nebenbei mit rechtlichen Konsequenzen belegt ist.

Was du hier beschreibst, ist aber nicht das Thema bei der Veröffentlichung der Bafin zum BVB, in einem anderen Post habe ich bereits versucht zu erläutern, dass wir hier bei einer komplexen Darstellungsthematik sind.

Interessanterweise war bspw. die unglückliche Darstellung des Cash-Flow bei Transfergeschäften hier schon vor 2018 Diskussionsthema im Forum, als es darum ging aus der Cash-Flow-Rechnung abzuleiten, inwiefern der BVB Transfers benötigt, um seine laufenden Kosten zu decken. Das Problem mit der Darstellung ist also nicht neu, der BVB hat das mittlerweile sogar selbst geändert. Aber natürlich stark von der Bafin, jetzt 5 Jahre danach damit anzukommen.
BVB - Finanzen |#9524
04.08.2023 - 10:51 Uhr
Zitat von Farawo09
Zitat von VFLJesus

Zitat von Nic

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Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

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Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/
BVB - Finanzen |#9525
04.08.2023 - 14:26 Uhr
Zitat von TheInternational
Zitat von Farawo09

Zitat von VFLJesus

Zitat von Nic

Zitat von VFLJesus

Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?
BVB - Finanzen |#9526
04.08.2023 - 14:26 Uhr
Zitat von TheInternational
Zitat von Farawo09

Zitat von VFLJesus

Zitat von Nic

Zitat von VFLJesus

Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?
BVB - Finanzen |#9527
04.08.2023 - 15:07 Uhr
Zitat von JBo84
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Zitat von Farawo09

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Zitat von Nic

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Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?


Da reicht schon ein Schlagwort: Transparenz. Kommunikation ist auch so ein Thema und selbstverständlich erhöhen solche Schlagzeilen nicht unbedingt das Vertrauen.
BVB - Finanzen |#9528
04.08.2023 - 15:28 Uhr
Zitat von TheInternational
Zitat von JBo84

Zitat von TheInternational

Zitat von Farawo09

Zitat von VFLJesus

Zitat von Nic

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Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

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Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?


Da reicht schon ein Schlagwort: Transparenz. Kommunikation ist auch so ein Thema und selbstverständlich erhöhen solche Schlagzeilen nicht unbedingt das Vertrauen.

Transparent ist es. Der Verein hat schon längst die Vorgehensweise geändert und das erklärt, es ist bei den ersten beiden Punkten weder etwas verschleiert worden, noch hat es sonderliche Auswirkungen, der dritte Punkt ist Transparent im Anhang dargestellt, Transparenz ist vorbildlich gegeben, zudem wurde es schon vor Jahren, bevor sie Bafin ankam, klar kommuniziert, von sich selbst aus. Besser kann ich mir Transparenz und Kommunikation als Aktionär doch gar nicht wünschen, ich würde mich freuen, wenn meine Unternehmen, bei denen ich Aktionär bin, auch nur ansatzweise zu Transparent wären und offensiv kommunizieren würden.

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Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
BVB - Finanzen |#9529
04.08.2023 - 16:52 Uhr
Zitat von Perca
Zitat von TheInternational

Zitat von JBo84

Zitat von TheInternational

Zitat von Farawo09

Zitat von VFLJesus

Zitat von Nic

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Zitat von TheInternational

Zitat von xSancezz

Zitat von LaulPambert

Zitat von xSancezz

Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?


Da reicht schon ein Schlagwort: Transparenz. Kommunikation ist auch so ein Thema und selbstverständlich erhöhen solche Schlagzeilen nicht unbedingt das Vertrauen.

Transparent ist es. Der Verein hat schon längst die Vorgehensweise geändert und das erklärt, es ist bei den ersten beiden Punkten weder etwas verschleiert worden, noch hat es sonderliche Auswirkungen, der dritte Punkt ist Transparent im Anhang dargestellt, Transparenz ist vorbildlich gegeben, zudem wurde es schon vor Jahren, bevor sie Bafin ankam, klar kommuniziert, von sich selbst aus. Besser kann ich mir Transparenz und Kommunikation als Aktionär doch gar nicht wünschen, ich würde mich freuen, wenn meine Unternehmen, bei denen ich Aktionär bin, auch nur ansatzweise zu Transparent wären und offensiv kommunizieren würden.


Ganz ehrlich, ist mir zu doof falls das ernst gemeint sein sollte. Oder erkenne ich die Ironie nicht ?
BVB - Finanzen |#9530
04.08.2023 - 16:57 Uhr
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Zitat von Farawo09

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Zitat von LaulPambert

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Sanktionen durch die Bafin muss der BVB offensichtlich nicht befürchten. Der Bafin gehe es im Kern um die „hergestellte Transparenz“ für den Kapitalmarkt, äußerte eine Sprecherin.


Wie kann es sein, dass der BVB für solche groben Fehler nicht sanktioniert wird? Erscheint mir kaum schlüssig und logisch. Es scheint ja klare Vorgaben zu geben. Und wieso kommt die BaFin da erst 5 Jahre später drauf?


Der Bericht wurde damals von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und freigegeben. Warum auch immer


KPMG. In Deutschland haben wir riesige Probleme mit Lobbyismus und Wirtschaftsprüfern bzw. Unternehmen. Daher kaum verwunderlich das solche einfachen Fehler so durchgehen bei der Prüfung. Leider ist das aber Usus und in diesem Fall auch ziemlich harmlos. Trotzdem peinlich für den BVB und respektlos den Aktionären gegenüber. Unprofessionell ja, in Deutschland allerdings Standard mittlerweile.


Kann ich so bestätigen.
Bei uns läuft es so ab, dass unser CFO mit den Wirtschaftsprüfern sogar verhandelt.
Nach dem Motto, ich verzichte dieses Jahr hier auf die Sonderanschreibung dafür winke mir aber bitte hier Rückstellungen im absoluten Dunkelgrau bis Schwarz Bereich durch.
Ist wirklich Usus, dass WP‘s ziemlich leichtfertig Bestätigungsvermerke erteilen, besonders bei großen Kapitalgesellschaften, weil sie mit denen auch Festverträge haben und sehr wenig Geld bekommen und demnach da auch nicht viele Ressourcen und Aufwand reinstecken wollen.


Das heisst konkret du schaust einfach so bei Bilanzmanipulationen zu? Wo arbeitest du denn?


Bilanzmanipulation ist zu Hoch gegriffen.
Nennen wir es persönliche Auslegung von Vorschriften des HGB.
Ist halt ein großer Graubereich, weil es gerade bei Rückstellungen immer Interpretationsspielraum gibt.
Aber ganz astrein ist es halt wirklich nicht, aber ich sag dir das ist ganz normal.
Aber da waren natürlich keine offensichtlich verbotenen Sachen gemacht, sondern im Rahmen der Rechnungslegung wird mal vom WP ein Auge zugedrückt.
Ich rede nicht davon 200 Mio mehr oder weniger Umsatz auszuweisen.
Sowas macht auch kein Mensch vorsätzlich, der noch klar bei Verstand ist.


Naja ich bin Wirtschaftsprüfer und 200 Mio weniger Rückstellung ist genauso schlimm wie 200 mehr Umsatz. Schlägt beides gleich in die Finanz- und Vermögenslage ein.

Und ja bei Rückstellungen hat man natürlich einen bedeutend höheren Gestaltungsspielraum. Das beginnt mit wie wahrscheinlich ist es das das Ereignis eintritt 50% ? Okay dann müssen wir bilanzieren 49%, dann lassen wir es weg. Wie hoch werden die Kosten sein zwischen 50 und 100 Mio? Auch hier haben wir dann eine Bandbreite.

Zum BVB, die ersten beiden Punkte sind albern, weil es nur um den Ausweis geht. Laut HGB würde ich sogar dem Ausweis des BVB zustimmen, da das Verkaufen von Spielern schon zum Geschäftszweck gehört, bei ISA bin ich allerdings raus, weil keine Ahnung. Aber Ändert ja weder was am endgültigen Cash-Flow noch am Ergebnis.

Der 3. Punkt wäre tatsächlich eine falsche Bilanzierung, wenn es aber im Anhang steht, war es keine bewusste Manipulation, sondern eben ein Fehler, denn aber der WP hätte erkennen müssen, dafür ist er ja da.


Genau, im Normalfall ist er dafür da. Das ist ja das Problem mit diesen Normalfällen. Unterm Strich alles keine große Sache, als Aktionär wäre ich dennoch raus. Man darf ja nie vergessen das der BVB eine gewisse Geschichte hat. Daher sind derlei Schlagzeilen immer heikel ganz vorsichtig ausgedrückt.

https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/fehler-in-der-bilanz-finanzaufsicht-bescheinigt-bvb-abschlussschwaeche-226266/


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du Aktionär „raus“ wärst! Kannst du das erklären?


Da reicht schon ein Schlagwort: Transparenz. Kommunikation ist auch so ein Thema und selbstverständlich erhöhen solche Schlagzeilen nicht unbedingt das Vertrauen.

Transparent ist es. Der Verein hat schon längst die Vorgehensweise geändert und das erklärt, es ist bei den ersten beiden Punkten weder etwas verschleiert worden, noch hat es sonderliche Auswirkungen, der dritte Punkt ist Transparent im Anhang dargestellt, Transparenz ist vorbildlich gegeben, zudem wurde es schon vor Jahren, bevor sie Bafin ankam, klar kommuniziert, von sich selbst aus. Besser kann ich mir Transparenz und Kommunikation als Aktionär doch gar nicht wünschen, ich würde mich freuen, wenn meine Unternehmen, bei denen ich Aktionär bin, auch nur ansatzweise zu Transparent wären und offensiv kommunizieren würden.


Ganz ehrlich, ist mir zu doof falls das ernst gemeint sein sollte. Oder erkenne ich die Ironie nicht ?


Mal ne wirklich ernst gemeinte Gegenfrage: Hast du dir mal im Detail die Geschäftsberichte angeschaut? Also auch die Ausführungen in den Notes und im Anhang durchgelesen? Falls ja dürfte dich das alles jetzt nicht überraschen.
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