BVB - Finanzen
28.01.2014 - 10:06 Uhr
18.02.2023 - 12:03 Uhr
Zitat von Nic
Insgesamt ist es für mich wenig überraschend, dass die Personalaufwendungen wieder einmal nicht gesenkt werden konnten. Mit Witsel (10 Mio.), Haaland (8Mio.), Akanji (6 Mio.), Zagadou (3 Mio.) und Bürki (5 Mio.) sind zwar gute 10 Mio. an Gehaltsbudget frei geworden, dieses wurde aber mit Süle (10 Mio.), Haller (5 Mio.), Adeyemi (5 Mio.), Schlotterbeck 5 Mio.) und Modeste (6 Mio.) direkt wieder neu besetzt. Es handelt sich dabei um zwar um geschätzte Werte und manche gehaltstechnisch eher bescheidenere Personalien (Ersatzkeeper usw.) habe ich mal außen vor gelassen. An sich sind die konstanten Personalaufwendungen aber nachvollziehbar. Der leichte Anstieg ist im Prinzip auf die ungeplante Mehrausgabe für Modeste verursacht worden.
Insgesamt ist es für mich wenig überraschend, dass die Personalaufwendungen wieder einmal nicht gesenkt werden konnten. Mit Witsel (10 Mio.), Haaland (8Mio.), Akanji (6 Mio.), Zagadou (3 Mio.) und Bürki (5 Mio.) sind zwar gute 10 Mio. an Gehaltsbudget frei geworden, dieses wurde aber mit Süle (10 Mio.), Haller (5 Mio.), Adeyemi (5 Mio.), Schlotterbeck 5 Mio.) und Modeste (6 Mio.) direkt wieder neu besetzt. Es handelt sich dabei um zwar um geschätzte Werte und manche gehaltstechnisch eher bescheidenere Personalien (Ersatzkeeper usw.) habe ich mal außen vor gelassen. An sich sind die konstanten Personalaufwendungen aber nachvollziehbar. Der leichte Anstieg ist im Prinzip auf die ungeplante Mehrausgabe für Modeste verursacht worden.
Also Haller verdient schonmal deutlich mehr, 8mio Grundgehalt + 2-3mio an Prämien pro Jahr, hieß es im Sommer in den Gazetten. Was der BVB davon natürlich zahlen musste, während Sebastien krankgeschrieben war, steht auf einem anderen Blatt.
Man hat den Gehaltsetat mit den Abgängen im Sommer tendenziell nicht entlastet, eher durch die Neuzugänge draufgepackt. Sehe da auch kein wesentliches Problem darin, bis auf Modeste haben alle Spieler ihre mehr oder weniger sportliche Daseinsberechtigung und die großen Posten, die im kommenden Sommer hoffentlich wegfallen (Hazard, Meunier, hfftl. Schulz) werden ja gar nicht oder durch wesentlich günstigere Spieler ersetzt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 18.02.2023 um 12:05 Uhr bearbeitet
18.02.2023 - 13:21 Uhr
Zitat von Borusse91
Also Haller verdient schonmal deutlich mehr, 8mio Grundgehalt + 2-3mio an Prämien pro Jahr, hieß es im Sommer in den Gazetten. Was der BVB davon natürlich zahlen musste, während Sebastien krankgeschrieben war, steht auf einem anderen Blatt.
Man hat den Gehaltsetat mit den Abgängen im Sommer tendenziell nicht entlastet, eher durch die Neuzugänge draufgepackt. Sehe da auch kein wesentliches Problem darin, bis auf Modeste haben alle Spieler ihre mehr oder weniger sportliche Daseinsberechtigung und die großen Posten, die im kommenden Sommer hoffentlich wegfallen (Hazard, Meunier, hfftl. Schulz) werden ja gar nicht oder durch wesentlich günstigere Spieler ersetzt.
Zitat von Nic
Insgesamt ist es für mich wenig überraschend, dass die Personalaufwendungen wieder einmal nicht gesenkt werden konnten. Mit Witsel (10 Mio.), Haaland (8Mio.), Akanji (6 Mio.), Zagadou (3 Mio.) und Bürki (5 Mio.) sind zwar gute 10 Mio. an Gehaltsbudget frei geworden, dieses wurde aber mit Süle (10 Mio.), Haller (5 Mio.), Adeyemi (5 Mio.), Schlotterbeck 5 Mio.) und Modeste (6 Mio.) direkt wieder neu besetzt. Es handelt sich dabei um zwar um geschätzte Werte und manche gehaltstechnisch eher bescheidenere Personalien (Ersatzkeeper usw.) habe ich mal außen vor gelassen. An sich sind die konstanten Personalaufwendungen aber nachvollziehbar. Der leichte Anstieg ist im Prinzip auf die ungeplante Mehrausgabe für Modeste verursacht worden.
Insgesamt ist es für mich wenig überraschend, dass die Personalaufwendungen wieder einmal nicht gesenkt werden konnten. Mit Witsel (10 Mio.), Haaland (8Mio.), Akanji (6 Mio.), Zagadou (3 Mio.) und Bürki (5 Mio.) sind zwar gute 10 Mio. an Gehaltsbudget frei geworden, dieses wurde aber mit Süle (10 Mio.), Haller (5 Mio.), Adeyemi (5 Mio.), Schlotterbeck 5 Mio.) und Modeste (6 Mio.) direkt wieder neu besetzt. Es handelt sich dabei um zwar um geschätzte Werte und manche gehaltstechnisch eher bescheidenere Personalien (Ersatzkeeper usw.) habe ich mal außen vor gelassen. An sich sind die konstanten Personalaufwendungen aber nachvollziehbar. Der leichte Anstieg ist im Prinzip auf die ungeplante Mehrausgabe für Modeste verursacht worden.
Also Haller verdient schonmal deutlich mehr, 8mio Grundgehalt + 2-3mio an Prämien pro Jahr, hieß es im Sommer in den Gazetten. Was der BVB davon natürlich zahlen musste, während Sebastien krankgeschrieben war, steht auf einem anderen Blatt.
Man hat den Gehaltsetat mit den Abgängen im Sommer tendenziell nicht entlastet, eher durch die Neuzugänge draufgepackt. Sehe da auch kein wesentliches Problem darin, bis auf Modeste haben alle Spieler ihre mehr oder weniger sportliche Daseinsberechtigung und die großen Posten, die im kommenden Sommer hoffentlich wegfallen (Hazard, Meunier, hfftl. Schulz) werden ja gar nicht oder durch wesentlich günstigere Spieler ersetzt.
Wesentliches Problem: Jein.
Die Personalausgaben kann sich der BVB grundsätzlich leisten. Aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die Personalkostenquote im Vergleich zur Konkurrenz eher am oberen Rand liegt.
Als störenden Faktor empfinde ich dabei recht klar, dass man aufgrund dieser seit nunmehr ein paar Jahren bestehenden (zu) hohen Personalkosten den Vorteil aus der Kapitalerhöhung nicht nutzen konnte. Anstatt hier Boden auf die Konkurrenz gut zu machen, wurde das Geld im Wesentlichen für überteuerte Mitläufer oder No-Performer rausgeworfen (dabei ist mir schon klar, dass nicht jeder Spieler am Optimum agieren kann und eine tolle Preis-Leistungs-Ratio aufweist, aber die Häufung an massiven Fehleinschätzungen ist mit einfach zu viel gewesen).
18.02.2023 - 13:41 Uhr
Zitat von Nic
Was die Merch-Umsätze angeht muss man mal den Bericht Ende Februar abwarten, vielleicht wird hier noch etwas genauer auf den oder die Gründe eingegangen.
Was die Merch-Umsätze angeht muss man mal den Bericht Ende Februar abwarten, vielleicht wird hier noch etwas genauer auf den oder die Gründe eingegangen.
Das wird 1:1 mit der hohen Inflation zu tun haben, linear zum Einzelhandel… der den höchsten Umsatzrückgang seit 1994 in 2022 zu beklagen hatte. Da halten sich die Leute als erstes zurück, wenn die Lebenshaltungskosten steigen bzw. einfach weniger/kein Geld vorhanden ist.
Zitat von Nic
Gleichzeitig ist es natürlich bedauernswert, dass man wieder einmal nicht in der Lage war, problematische Personalien zu lösen und dies augenscheinlich wohl wirklich nur über das Auslaufen der jeweiligen Verträge hinbekommt.
Gleichzeitig ist es natürlich bedauernswert, dass man wieder einmal nicht in der Lage war, problematische Personalien zu lösen und dies augenscheinlich wohl wirklich nur über das Auslaufen der jeweiligen Verträge hinbekommt.
Der Markt hat sich seit Corona verändert und Lösungen aus der Vergangenheit sind dann nur möglich (bei den Problemfällen), wenn man starke Verluste in Kauf nimmt. Ich mache mir hier keine allzu großen Hoffnungen, die Clubs die für diese Spieler in Frage kommen würden, können bei weitem nicht das Gehalt zahlen. Auch das ist nicht überraschend.
Zitat von Nic
Die Zahlen zeigen noch einmal deutlich, dass eigene Ausgaben für Ablösesummen zuerst durch eigene Einnahme aus Spielerverkäufen generiert werden müssen. Gerade wenn es ablösefreie Abgänge geben wird (eventuell Guerreiro, Dahoud etc.), müssen diese mindestens teilweise durch ablösefreie oder in Sachen Ablöse günstige Neuzugänge ersetzt werden.
Die Zahlen zeigen noch einmal deutlich, dass eigene Ausgaben für Ablösesummen zuerst durch eigene Einnahme aus Spielerverkäufen generiert werden müssen. Gerade wenn es ablösefreie Abgänge geben wird (eventuell Guerreiro, Dahoud etc.), müssen diese mindestens teilweise durch ablösefreie oder in Sachen Ablöse günstige Neuzugänge ersetzt werden.
Ich hoffe dieser Abschnitt brennt sich bei vielen Fans endlich mal ins Bewusstsein ein. Man hat auch noch einen Haufen Verbindlichkeiten aus LuL. Von daher braucht man mit großen „Nettoinvestitionen“ in nächster Zeit nicht rechnen. Man wird die Transfereinnahmen + evtl. einen moderaten Betrag investieren aber nicht mehr.
Zitat von Nic
Es wird dann auch noch einmal mit Nachdruck die Notwendigkeit, dass man sich bei sämtlichen auslaufenden Verträgen keine nostalgischen Anfälle leisten kann und gerade die Großverdiener Reus und Hummels hier deutlich Abstriche machen müssen. Ein lockeres Auslaufen-Lassen der Karriere zu Bezügen von 5 Mio. aufwärts ist für den BVB angesichts dieses Zahlen eigentlich nicht drin.
Es wird dann auch noch einmal mit Nachdruck die Notwendigkeit, dass man sich bei sämtlichen auslaufenden Verträgen keine nostalgischen Anfälle leisten kann und gerade die Großverdiener Reus und Hummels hier deutlich Abstriche machen müssen. Ein lockeres Auslaufen-Lassen der Karriere zu Bezügen von 5 Mio. aufwärts ist für den BVB angesichts dieses Zahlen eigentlich nicht drin.
Hier bin ich gespannt, ob Reus und Hummels das verstanden haben.
Bei Götze hat man es ähnlich versucht, da ist man nicht gerade auf Begeisterung gestoßen.
Zitat von Nic
Einen spürbaren Effekt erwarte ich aber hier erst für die Saison 24/25, da man bis dahin einige teure Missverständnisse (Schulz, Meunier, aber auch Can, Hazard und Wolf) endgültig von der Payroll bekommt oder zumindest zu den Leistungen angemessenen Bezügen verlängert.
Einen spürbaren Effekt erwarte ich aber hier erst für die Saison 24/25, da man bis dahin einige teure Missverständnisse (Schulz, Meunier, aber auch Can, Hazard und Wolf) endgültig von der Payroll bekommt oder zumindest zu den Leistungen angemessenen Bezügen verlängert.
Ist eigentlich der einzige Punkt in dem ich dir widersprechen muss.
Bei Wolf und Can muss man eher an eine Verlängerung denken, wenn sie ihr Leistungsniveau mittelfristig halten. Wolf ist nichtmal besonders teuer, sondern bekommt ungefähr den Betrag den man für einen ähnlich veranlagten AV bezahlen muss. Die Einsparungen bei Hazard, Schulz und Meunier werden ähnlich wie bei Witsel & co durch 2 Dinge egalisiert:
1. Vertragsverlängerungen von Spielern wie Kobel, Bellingham, Gittens etc. (die man vielleicht nicht alle realisieren wird… wir haben einige Spieler im Kader die noch relativ günstig sind, das wird man bis 24/25 begradigen müssen, sofern man sie nicht verkaufen oder ablösefrei verlieren will.
2. für manche Spieler wird ein Nachfolger benötigt. Bei Schulz vielleicht nicht notwendig, bei anderen schon eher.
Außerdem hat man mit Ryerson, Duranville und Moukoko VVL im Winter den Etat vorerst angehoben (was im Halbjahresbericht nicht enthalten sein wird).
Summa summarum, wird der Etat auch 24/25 (da bin ich mir ziemlich sicher) bei um die 200mio/a liegen. Die Einsparungen wären im besten Fall marginal, oder man wird qualitativ bewusst ausbluten (das kann ich mir nicht vorstellen, da die Einahmen auch steigen).
Zitat von Nic
Insgesamt auch wieder erstaunlich, wie lange man sich mit dem völlig verunglückten Transfersommer 2019 in finanzieller Hinsicht herumplagen muss (von den sportlichen Schwierigkeiten bzw. ungenutzten Möglichkeiten ganz abgesehen).
Insgesamt auch wieder erstaunlich, wie lange man sich mit dem völlig verunglückten Transfersommer 2019 in finanzieller Hinsicht herumplagen muss (von den sportlichen Schwierigkeiten bzw. ungenutzten Möglichkeiten ganz abgesehen).
An diesen Punkt vermischt sich das finanzielle mit dem sportlichen. Wäre Brandt schon damals auf dem Leistungsniveau von heute, dann wäre er sogar günstig gewesen. Wenn man ihn verlängert unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Leistungen und der zahlungskräftigen Konkurrenz, wird er eher 10mio/a als 5mio/a Kosten.
Was gab es noch für verunglückte Transfers in dieser Periode? Eigentlich nur Schulz und Hazard, wobei Hazard in der ersten Saison sogar gut war. Das passiert, man hat beide sicherlich überbezahlt… Hummels und Alcacer würde ich nicht, als „völlig verunglückt“ sehen… Paco konnte man im darauffolgenden Winter relativ verlustfrei gegen Haaland „tauschen“. Das ist das normale Risiko, wenn man Abgänge zu verzeichnen hat, dass mal Spieler floppen. Momentan z.B. Malen und Meunier die weit hinter den Erwartungen bleiben und nicht günstig waren (beide nach 2019).
20.02.2023 - 09:10 Uhr
@TheKillingJoke: Sorry für die späte Antwort. Habe es mal am Handy versucht, ich hoffe das hat mit den Zitaten hingehauen. Es gibt hier insgesamt sicher einige Schnittmengen zur Transferpolitik, eventuell bietet sich dann eine Verlagerung der Diskussion dahin an.
Ja in die Richtung wird es wahrscheinlich gehen. Mal schauen was nächste Woche dazu im Halbjahresbericht geschrieben wird.
Das liegt nicht m.E. nicht an Corona, das hier nur die ohnehin vorhandenen Effekte noch verstärkt hat. Vielmehr ist schon lange zu beobachten, dass es für bestimmte Clubs ein Problem ist, relativ hochbezahlte Kicker mittleren Fussballeralters wieder loszuwerden, wenn diese sportlich nicht so einschlagen wie erhofft. Merkwürdigerweise kriegen Real, Bayern usw. diesen Typ Spieler los, während die zweite Garde der internationalen Top-Clubs (wozu ich auch mal den BVB zählen würde) auf diesen Spielern sitzen bleibt (Schürrle, Götze, Toprak usw. lassen grüßen). So konnte sich Brazzo im Sommer für einige Spielerverkäufe feiern lassen, die aber an sich nur einer seit Jahren herrschenden Marktlogik gefolgt sind.
Junge Spieler und Talente konnte man dahingegen immer zumindest kostenneutral wieder zeitnah abgeben, selbst wenn sie in Sachen Leistung und Entwicklung vollkommen hinter den Erwartungen geblieben waren (Merino, Mor, Diallo, Isak usw.).
Was mich daran stört ist, dass der BVB dies anscheinend noch nicht kapiert hat. Anstatt hier vorsichtiger zu agieren, werden insbesondere mit Haller und Süle gleich zwei Transfers dieser Risikokategorie getätigt, obwohl man noch zig Baustellen (Schulz, Hazard, Meunier, Can usw.) aus dem gleichen Problemfeld ungelöst im Kader hat.
Ja absolut an den Verbindlichkeiten LuL bzw. dem Working Capital insgesamt lässt sich das gut ablesen, was möglich ist und was nicht bzw. muss hier (insbesondere mit Blick auf Verbindlichkeiten LuL) ersteinmal liquiditätstechnisch die Dinge abgearbeitet werden, für die man irgendwann in der Vergangenheit einmal in Vorleistung gegangen ist.
Es wird definitiv nicht einfach hier spürbare Gehaltssenkungen durchzubringen. Etwas Hoffnung macht mir natürlich, dass im Vergleich zu Götze bei Hummels und Reus nicht mehr 5 bis 8 Karrierejahre warten, sondern vielleicht noch 1 bis 2. Da ist man eventuell eher zu Einschränkungen bereit.
Hier habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt. Ich bin mir nicht sicher, ob man zur Saison 24/25 wirklich Senkungen im Gehaltsetat hinbekommt, es besteht hier aber die große Möglichkeit, da eben einige Verträge von Großverdienern auslaufen, die in Sachen Preis-Leistung mindestens kritisch zu betrachten sind.
Hier muss ich auch widersprechen, dass man Senkungen im Etat nur mit einem Qualitätsverlust erreicht. Das würde ja implizit unterstellen, dass man sich in Sachen Preis-Leistung bei einer Gesamtkaderbetrachtung nahezu am Optimum bewegt. Das glaube ich eben nicht, aus meiner Sicht gibt im Kader einen Umfang von 25% aller Gehälter, welcher in einem sehr krassen Missverhältnis zu den Leistungen steht (also im negativen Sinn). Ich habe kein Problem mit der Höhe der Personalkosten per se, sondern vielmehr mit dem Umstand, dass ein sehr hoher Anteil an absolute Underperformer geht, und das schon seit Jahren. Man hat sicherlich immer mal jemanden im Kader, bei dem das Verhältnis nicht passt, aber die Häufung bei uns ist ein Problem.
Zu Can und Wolf: Aus der aktuellen Serie möchte ich auf keinen Fall ableiten, dass hier eine Verlängerung kommen sollte. Wolf war seit jeher überbezahlt und ist es auch jetzt (ich glaube nicht, dass ein Ryerson mit einem ähnlichen Leistungsniveau hier 5 Mio. verdient), die Aussagen von Wolfs Berater zum Vertrag beim BVB sind hier selbsterklärend. Can hatte ein gutes erstes halbes Jahr und jetzt eine zweite gute Phase bei uns. Davor war das viel zu wenig. Er war/ist unter den Top-5-Verdienern, war aber außer den genannten Zeiträumen nie unter den Top-5 -Leistungsträgern, nicht mal in der Nähe davon. Dazu funktioniert er nur unter ganz speziellen Rahmenbedingungen (Mitspieler und taktischen Gegebenheiten), was passiert wenn diese nicht mehr so gegeben sind?
Brandt war damals auf dem sportlichen Niveau von heute (zeigte er aber nur in Leverkusen zu der Zeit), seine Entwicklung wurde durch den Club selbst gebremst, indem man die Frage "Reus vs. Brandt im OM" nie aktiv geklärt hat und jetzt die biologische Uhr von Reus das Thema entschieden hat, ist aber eher Transferpolitik. Dazu kamen individuelle Themen bei Brandt selbst, der es lange nicht schaffte sein Spiel "reifen zu lassen" und das Thema individuelle Böcke nicht in den Griff bekam.
Das Grundproblem am Transfersommer 2019 war, dass man etliche Spieler verpflichtet hat, die zwingend einschlagen mussten, da man sie aus oben genannten Gründen nicht oder nur ganz schwer wieder los bekommen würde (mittleres Fussballeralter, hohes Gehalt). Dazu zählte mit Sicherheit Hummels, der individuell zwar gut ablieferte, durch die Besonderheiten seines Spiels aber zumindest keinen positiven Impact auf die gesamte Mannschaftsleistung hatte und auch für den BVB selbst als auch relativ ein extrem teurer IV war, der den Preis nur dadurch rechtfertigte, angeblich das fehlende Puzzlestück zur Meisterschaft zu sein. Nur leider entfernte man sich mit dem Stammspieler Hummels weiter von der Meisterschaft, als dass man näher dran rückte.
Man hat durch diese speziellen Transfers wahnsinnig viele Mittel von vorne herein auf lange Zeit gebunden, obwohl die Fragzeichen hinter den Transfers bereits bei Verpflichtung sehr groß waren. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass in den letzten beiden Transferperioden die Mittel dafür offensichtlich gefehlt haben, um auf diverse Baustellen angemessen zu reagieren.
Unterm Strich hat man gerade die letzten Jahre immer mehr ausgegeben, aber kaum noch Leistungszuwächse generieren können. Obwohl man nominal als auch relativ zum Rest der Liga den Gehaltsetat hochstemmen konnte, hat sich das sportlich nur bedingt niedergeschlagen. So ist zumindest das für mich aussichtsreichste Kriterium einer dauerhaften Hebung des sportlichen Levels, nämlich dauerhaft über die 70 Punkte-Grenze zu kommen, nicht erreicht worden. Dauerhaft angehoben wurde scheinbar nur das Gehaltslevel.
Zitat von TheKillingJoke
Das wird 1:1 mit der hohen Inflation zu tun haben, linear zum Einzelhandel… der den höchsten Umsatzrückgang seit 1994 in 2022 zu beklagen hatte. Da halten sich die Leute als erstes zurück, wenn die Lebenshaltungskosten steigen bzw. einfach weniger/kein Geld vorhanden ist.
Zitat von Nic
Was die Merch-Umsätze angeht muss man mal den Bericht Ende Februar abwarten, vielleicht wird hier noch etwas genauer auf den oder die Gründe eingegangen.
Was die Merch-Umsätze angeht muss man mal den Bericht Ende Februar abwarten, vielleicht wird hier noch etwas genauer auf den oder die Gründe eingegangen.
Das wird 1:1 mit der hohen Inflation zu tun haben, linear zum Einzelhandel… der den höchsten Umsatzrückgang seit 1994 in 2022 zu beklagen hatte. Da halten sich die Leute als erstes zurück, wenn die Lebenshaltungskosten steigen bzw. einfach weniger/kein Geld vorhanden ist.
Ja in die Richtung wird es wahrscheinlich gehen. Mal schauen was nächste Woche dazu im Halbjahresbericht geschrieben wird.
Zitat von TheKillingJoke
Der Markt hat sich seit Corona verändert und Lösungen aus der Vergangenheit sind dann nur möglich (bei den Problemfällen), wenn man starke Verluste in Kauf nimmt. Ich mache mir hier keine allzu großen Hoffnungen, die Clubs die für diese Spieler in Frage kommen würden, können bei weitem nicht das Gehalt zahlen. Auch das ist nicht überraschend.
Zitat von Nic
Gleichzeitig ist es natürlich bedauernswert, dass man wieder einmal nicht in der Lage war, problematische Personalien zu lösen und dies augenscheinlich wohl wirklich nur über das Auslaufen der jeweiligen Verträge hinbekommt.
Gleichzeitig ist es natürlich bedauernswert, dass man wieder einmal nicht in der Lage war, problematische Personalien zu lösen und dies augenscheinlich wohl wirklich nur über das Auslaufen der jeweiligen Verträge hinbekommt.
Der Markt hat sich seit Corona verändert und Lösungen aus der Vergangenheit sind dann nur möglich (bei den Problemfällen), wenn man starke Verluste in Kauf nimmt. Ich mache mir hier keine allzu großen Hoffnungen, die Clubs die für diese Spieler in Frage kommen würden, können bei weitem nicht das Gehalt zahlen. Auch das ist nicht überraschend.
Das liegt nicht m.E. nicht an Corona, das hier nur die ohnehin vorhandenen Effekte noch verstärkt hat. Vielmehr ist schon lange zu beobachten, dass es für bestimmte Clubs ein Problem ist, relativ hochbezahlte Kicker mittleren Fussballeralters wieder loszuwerden, wenn diese sportlich nicht so einschlagen wie erhofft. Merkwürdigerweise kriegen Real, Bayern usw. diesen Typ Spieler los, während die zweite Garde der internationalen Top-Clubs (wozu ich auch mal den BVB zählen würde) auf diesen Spielern sitzen bleibt (Schürrle, Götze, Toprak usw. lassen grüßen). So konnte sich Brazzo im Sommer für einige Spielerverkäufe feiern lassen, die aber an sich nur einer seit Jahren herrschenden Marktlogik gefolgt sind.
Junge Spieler und Talente konnte man dahingegen immer zumindest kostenneutral wieder zeitnah abgeben, selbst wenn sie in Sachen Leistung und Entwicklung vollkommen hinter den Erwartungen geblieben waren (Merino, Mor, Diallo, Isak usw.).
Was mich daran stört ist, dass der BVB dies anscheinend noch nicht kapiert hat. Anstatt hier vorsichtiger zu agieren, werden insbesondere mit Haller und Süle gleich zwei Transfers dieser Risikokategorie getätigt, obwohl man noch zig Baustellen (Schulz, Hazard, Meunier, Can usw.) aus dem gleichen Problemfeld ungelöst im Kader hat.
Zitat von TheKillingJoke
Ich hoffe dieser Abschnitt brennt sich bei vielen Fans endlich mal ins Bewusstsein ein. Man hat auch noch einen Haufen Verbindlichkeiten aus LuL. Von daher braucht man mit großen „Nettoinvestitionen“ in nächster Zeit nicht rechnen. Man wird die Transfereinnahmen + evtl. einen moderaten Betrag investieren aber nicht mehr.
Zitat von Nic
Die Zahlen zeigen noch einmal deutlich, dass eigene Ausgaben für Ablösesummen zuerst durch eigene Einnahme aus Spielerverkäufen generiert werden müssen. Gerade wenn es ablösefreie Abgänge geben wird (eventuell Guerreiro, Dahoud etc.), müssen diese mindestens teilweise durch ablösefreie oder in Sachen Ablöse günstige Neuzugänge ersetzt werden.
Die Zahlen zeigen noch einmal deutlich, dass eigene Ausgaben für Ablösesummen zuerst durch eigene Einnahme aus Spielerverkäufen generiert werden müssen. Gerade wenn es ablösefreie Abgänge geben wird (eventuell Guerreiro, Dahoud etc.), müssen diese mindestens teilweise durch ablösefreie oder in Sachen Ablöse günstige Neuzugänge ersetzt werden.
Ich hoffe dieser Abschnitt brennt sich bei vielen Fans endlich mal ins Bewusstsein ein. Man hat auch noch einen Haufen Verbindlichkeiten aus LuL. Von daher braucht man mit großen „Nettoinvestitionen“ in nächster Zeit nicht rechnen. Man wird die Transfereinnahmen + evtl. einen moderaten Betrag investieren aber nicht mehr.
Ja absolut an den Verbindlichkeiten LuL bzw. dem Working Capital insgesamt lässt sich das gut ablesen, was möglich ist und was nicht bzw. muss hier (insbesondere mit Blick auf Verbindlichkeiten LuL) ersteinmal liquiditätstechnisch die Dinge abgearbeitet werden, für die man irgendwann in der Vergangenheit einmal in Vorleistung gegangen ist.
Zitat von TheKillingJoke
Hier bin ich gespannt, ob Reus und Hummels das verstanden haben.
Bei Götze hat man es ähnlich versucht, da ist man nicht gerade auf Begeisterung gestoßen.
Zitat von Nic
Es wird dann auch noch einmal mit Nachdruck die Notwendigkeit, dass man sich bei sämtlichen auslaufenden Verträgen keine nostalgischen Anfälle leisten kann und gerade die Großverdiener Reus und Hummels hier deutlich Abstriche machen müssen. Ein lockeres Auslaufen-Lassen der Karriere zu Bezügen von 5 Mio. aufwärts ist für den BVB angesichts dieses Zahlen eigentlich nicht drin.
Es wird dann auch noch einmal mit Nachdruck die Notwendigkeit, dass man sich bei sämtlichen auslaufenden Verträgen keine nostalgischen Anfälle leisten kann und gerade die Großverdiener Reus und Hummels hier deutlich Abstriche machen müssen. Ein lockeres Auslaufen-Lassen der Karriere zu Bezügen von 5 Mio. aufwärts ist für den BVB angesichts dieses Zahlen eigentlich nicht drin.
Hier bin ich gespannt, ob Reus und Hummels das verstanden haben.
Bei Götze hat man es ähnlich versucht, da ist man nicht gerade auf Begeisterung gestoßen.
Es wird definitiv nicht einfach hier spürbare Gehaltssenkungen durchzubringen. Etwas Hoffnung macht mir natürlich, dass im Vergleich zu Götze bei Hummels und Reus nicht mehr 5 bis 8 Karrierejahre warten, sondern vielleicht noch 1 bis 2. Da ist man eventuell eher zu Einschränkungen bereit.
Zitat von TheKillingJoke
Ist eigentlich der einzige Punkt in dem ich dir widersprechen muss.
Bei Wolf und Can muss man eher an eine Verlängerung denken, wenn sie ihr Leistungsniveau mittelfristig halten. Wolf ist nichtmal besonders teuer, sondern bekommt ungefähr den Betrag den man für einen ähnlich veranlagten AV bezahlen muss. Die Einsparungen bei Hazard, Schulz und Meunier werden ähnlich wie bei Witsel & co durch 2 Dinge egalisiert:
1. Vertragsverlängerungen von Spielern wie Kobel, Bellingham, Gittens etc. (die man vielleicht nicht alle realisieren wird… wir haben einige Spieler im Kader die noch relativ günstig sind, das wird man bis 24/25 begradigen müssen, sofern man sie nicht verkaufen oder ablösefrei verlieren will.
2. für manche Spieler wird ein Nachfolger benötigt. Bei Schulz vielleicht nicht notwendig, bei anderen schon eher.
Außerdem hat man mit Ryerson, Duranville und Moukoko VVL im Winter den Etat vorerst angehoben (was im Halbjahresbericht nicht enthalten sein wird).
Summa summarum, wird der Etat auch 24/25 (da bin ich mir ziemlich sicher) bei um die 200mio/a liegen. Die Einsparungen wären im besten Fall marginal, oder man wird qualitativ bewusst ausbluten (das kann ich mir nicht vorstellen, da die Einahmen auch steigen).
Zitat von Nic
Einen spürbaren Effekt erwarte ich aber hier erst für die Saison 24/25, da man bis dahin einige teure Missverständnisse (Schulz, Meunier, aber auch Can, Hazard und Wolf) endgültig von der Payroll bekommt oder zumindest zu den Leistungen angemessenen Bezügen verlängert.
Einen spürbaren Effekt erwarte ich aber hier erst für die Saison 24/25, da man bis dahin einige teure Missverständnisse (Schulz, Meunier, aber auch Can, Hazard und Wolf) endgültig von der Payroll bekommt oder zumindest zu den Leistungen angemessenen Bezügen verlängert.
Ist eigentlich der einzige Punkt in dem ich dir widersprechen muss.
Bei Wolf und Can muss man eher an eine Verlängerung denken, wenn sie ihr Leistungsniveau mittelfristig halten. Wolf ist nichtmal besonders teuer, sondern bekommt ungefähr den Betrag den man für einen ähnlich veranlagten AV bezahlen muss. Die Einsparungen bei Hazard, Schulz und Meunier werden ähnlich wie bei Witsel & co durch 2 Dinge egalisiert:
1. Vertragsverlängerungen von Spielern wie Kobel, Bellingham, Gittens etc. (die man vielleicht nicht alle realisieren wird… wir haben einige Spieler im Kader die noch relativ günstig sind, das wird man bis 24/25 begradigen müssen, sofern man sie nicht verkaufen oder ablösefrei verlieren will.
2. für manche Spieler wird ein Nachfolger benötigt. Bei Schulz vielleicht nicht notwendig, bei anderen schon eher.
Außerdem hat man mit Ryerson, Duranville und Moukoko VVL im Winter den Etat vorerst angehoben (was im Halbjahresbericht nicht enthalten sein wird).
Summa summarum, wird der Etat auch 24/25 (da bin ich mir ziemlich sicher) bei um die 200mio/a liegen. Die Einsparungen wären im besten Fall marginal, oder man wird qualitativ bewusst ausbluten (das kann ich mir nicht vorstellen, da die Einahmen auch steigen).
Hier habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt. Ich bin mir nicht sicher, ob man zur Saison 24/25 wirklich Senkungen im Gehaltsetat hinbekommt, es besteht hier aber die große Möglichkeit, da eben einige Verträge von Großverdienern auslaufen, die in Sachen Preis-Leistung mindestens kritisch zu betrachten sind.
Hier muss ich auch widersprechen, dass man Senkungen im Etat nur mit einem Qualitätsverlust erreicht. Das würde ja implizit unterstellen, dass man sich in Sachen Preis-Leistung bei einer Gesamtkaderbetrachtung nahezu am Optimum bewegt. Das glaube ich eben nicht, aus meiner Sicht gibt im Kader einen Umfang von 25% aller Gehälter, welcher in einem sehr krassen Missverhältnis zu den Leistungen steht (also im negativen Sinn). Ich habe kein Problem mit der Höhe der Personalkosten per se, sondern vielmehr mit dem Umstand, dass ein sehr hoher Anteil an absolute Underperformer geht, und das schon seit Jahren. Man hat sicherlich immer mal jemanden im Kader, bei dem das Verhältnis nicht passt, aber die Häufung bei uns ist ein Problem.
Zu Can und Wolf: Aus der aktuellen Serie möchte ich auf keinen Fall ableiten, dass hier eine Verlängerung kommen sollte. Wolf war seit jeher überbezahlt und ist es auch jetzt (ich glaube nicht, dass ein Ryerson mit einem ähnlichen Leistungsniveau hier 5 Mio. verdient), die Aussagen von Wolfs Berater zum Vertrag beim BVB sind hier selbsterklärend. Can hatte ein gutes erstes halbes Jahr und jetzt eine zweite gute Phase bei uns. Davor war das viel zu wenig. Er war/ist unter den Top-5-Verdienern, war aber außer den genannten Zeiträumen nie unter den Top-5 -Leistungsträgern, nicht mal in der Nähe davon. Dazu funktioniert er nur unter ganz speziellen Rahmenbedingungen (Mitspieler und taktischen Gegebenheiten), was passiert wenn diese nicht mehr so gegeben sind?
Zitat von TheKillingJoke
An diesen Punkt vermischt sich das finanzielle mit dem sportlichen. Wäre Brandt schon damals auf dem Leistungsniveau von heute, dann wäre er sogar günstig gewesen. Wenn man ihn verlängert unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Leistungen und der zahlungskräftigen Konkurrenz, wird er eher 10mio/a als 5mio/a Kosten.
Was gab es noch für verunglückte Transfers in dieser Periode? Eigentlich nur Schulz und Hazard, wobei Hazard in der ersten Saison sogar gut war. Das passiert, man hat beide sicherlich überbezahlt… Hummels und Alcacer würde ich nicht, als „völlig verunglückt“ sehen… Paco konnte man im darauffolgenden Winter relativ verlustfrei gegen Haaland „tauschen“. Das ist das normale Risiko, wenn man Abgänge zu verzeichnen hat, dass mal Spieler floppen. Momentan z.B. Malen und Meunier die weit hinter den Erwartungen bleiben und nicht günstig waren (beide nach 2019).
Zitat von Nic
Insgesamt auch wieder erstaunlich, wie lange man sich mit dem völlig verunglückten Transfersommer 2019 in finanzieller Hinsicht herumplagen muss (von den sportlichen Schwierigkeiten bzw. ungenutzten Möglichkeiten ganz abgesehen).
Insgesamt auch wieder erstaunlich, wie lange man sich mit dem völlig verunglückten Transfersommer 2019 in finanzieller Hinsicht herumplagen muss (von den sportlichen Schwierigkeiten bzw. ungenutzten Möglichkeiten ganz abgesehen).
An diesen Punkt vermischt sich das finanzielle mit dem sportlichen. Wäre Brandt schon damals auf dem Leistungsniveau von heute, dann wäre er sogar günstig gewesen. Wenn man ihn verlängert unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Leistungen und der zahlungskräftigen Konkurrenz, wird er eher 10mio/a als 5mio/a Kosten.
Was gab es noch für verunglückte Transfers in dieser Periode? Eigentlich nur Schulz und Hazard, wobei Hazard in der ersten Saison sogar gut war. Das passiert, man hat beide sicherlich überbezahlt… Hummels und Alcacer würde ich nicht, als „völlig verunglückt“ sehen… Paco konnte man im darauffolgenden Winter relativ verlustfrei gegen Haaland „tauschen“. Das ist das normale Risiko, wenn man Abgänge zu verzeichnen hat, dass mal Spieler floppen. Momentan z.B. Malen und Meunier die weit hinter den Erwartungen bleiben und nicht günstig waren (beide nach 2019).
Brandt war damals auf dem sportlichen Niveau von heute (zeigte er aber nur in Leverkusen zu der Zeit), seine Entwicklung wurde durch den Club selbst gebremst, indem man die Frage "Reus vs. Brandt im OM" nie aktiv geklärt hat und jetzt die biologische Uhr von Reus das Thema entschieden hat, ist aber eher Transferpolitik. Dazu kamen individuelle Themen bei Brandt selbst, der es lange nicht schaffte sein Spiel "reifen zu lassen" und das Thema individuelle Böcke nicht in den Griff bekam.
Das Grundproblem am Transfersommer 2019 war, dass man etliche Spieler verpflichtet hat, die zwingend einschlagen mussten, da man sie aus oben genannten Gründen nicht oder nur ganz schwer wieder los bekommen würde (mittleres Fussballeralter, hohes Gehalt). Dazu zählte mit Sicherheit Hummels, der individuell zwar gut ablieferte, durch die Besonderheiten seines Spiels aber zumindest keinen positiven Impact auf die gesamte Mannschaftsleistung hatte und auch für den BVB selbst als auch relativ ein extrem teurer IV war, der den Preis nur dadurch rechtfertigte, angeblich das fehlende Puzzlestück zur Meisterschaft zu sein. Nur leider entfernte man sich mit dem Stammspieler Hummels weiter von der Meisterschaft, als dass man näher dran rückte.
Man hat durch diese speziellen Transfers wahnsinnig viele Mittel von vorne herein auf lange Zeit gebunden, obwohl die Fragzeichen hinter den Transfers bereits bei Verpflichtung sehr groß waren. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass in den letzten beiden Transferperioden die Mittel dafür offensichtlich gefehlt haben, um auf diverse Baustellen angemessen zu reagieren.
Unterm Strich hat man gerade die letzten Jahre immer mehr ausgegeben, aber kaum noch Leistungszuwächse generieren können. Obwohl man nominal als auch relativ zum Rest der Liga den Gehaltsetat hochstemmen konnte, hat sich das sportlich nur bedingt niedergeschlagen. So ist zumindest das für mich aussichtsreichste Kriterium einer dauerhaften Hebung des sportlichen Levels, nämlich dauerhaft über die 70 Punkte-Grenze zu kommen, nicht erreicht worden. Dauerhaft angehoben wurde scheinbar nur das Gehaltslevel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nic am 20.02.2023 um 09:16 Uhr bearbeitet
20.02.2023 - 11:34 Uhr
Im Durchschnitt verdient ein Verein ca. 5-7 Euro pro Trikot. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 500.000 Sondertrikots verkauft wurden (Am Releasetag stauten sich teilweise 390.000 Fans in der Wartschlange + Nachbestellungsphase bis 28.02.) dürften bei der Borussia so ca. 2,5 - 3,5 Mio. hängen bleiben. Den großen Reibach macht natürlich Puma.
20.02.2023 - 11:43 Uhr
Cramer hat gestern gesagt dass man vor 8 Monsten 60.000 Stück(6x mehr als das alte mit 9000+) geordert hatte bei Puma ... gestern in der HZ sprach er von "ca aktuell 70t Nachbestellungen" Er sagte weiter "man ginge in Richtung 150t bestellten Trikots. Es wäre aber noch Zeit weiter zu ordern"
Also 500t sind Stand gestern noch sehr weit weg!
Also 500t sind Stand gestern noch sehr weit weg!
20.02.2023 - 12:11 Uhr
Zitat von Lupfen_Jetzt
Im Durchschnitt verdient ein Verein ca. 5-7 Euro pro Trikot. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 500.000 Sondertrikots verkauft wurden (Am Releasetag stauten sich teilweise 390.000 Fans in der Wartschlange + Nachbestellungsphase bis 28.02.) dürften bei der Borussia so ca. 2,5 - 3,5 Mio. hängen bleiben. Den großen Reibach macht natürlich Puma.
Im Durchschnitt verdient ein Verein ca. 5-7 Euro pro Trikot. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 500.000 Sondertrikots verkauft wurden (Am Releasetag stauten sich teilweise 390.000 Fans in der Wartschlange + Nachbestellungsphase bis 28.02.) dürften bei der Borussia so ca. 2,5 - 3,5 Mio. hängen bleiben. Den großen Reibach macht natürlich Puma.
Das ist nicht ganz richtig. Beim Verkauf über den vereinseigenen Fanshop bleiben pro Trikot durchaus 20-40% hängen. Über vereinsfremde Shops dann aber nur gut 6-7%. Kommt auch sicherlich darauf an wie da die Verträge mit Puma sind. Aber da der BVB ja sicherlich nicht ganz blöd ist, werden sicherlich mindestens 20% an den Verein gehen.
https://de.statista.com/infografik/14313/preiszusammensetzung-trikot/
https://www.sparwelt.de/magazin/tipps/deutschland-trikot
https://www.focus.de/finanzen/news/ein-reines-verlustgeschaeft-finger-weg-von-ronaldo-warum-sich-mega-transfers-fuer-fussball-klubs-nie-lohnen_id_7336455.html#:~:text=Sechs%20bis%20sieben%20Euro%20pro,etwa%20sechs%20bis%20sieben%20Euro.
20.02.2023 - 20:57 Uhr
Ich verstehe trotzdem nicht, wie "gestern waren teilweise 390.000 User im Shop" dann mit rund 150.000 verkauften Trikots zusammenpassen sollen. Beide Zahlen nannte Cramer in der Halbzeitpause. Bei den ganzen technischen Problemen werden ja kaum so viele "Neugierige" sich nur mal umgeschaut haben?
20.02.2023 - 21:02 Uhr
Zitat von Utzel
Ich verstehe trotzdem nicht, wie "gestern waren teilweise 390.000 User im Shop" dann mit rund 150.000 verkauften Trikots zusammenpassen sollen. Beide Zahlen nannte Cramer in der Halbzeitpause. Bei den ganzen technischen Problemen werden ja kaum so viele "Neugierige" sich nur mal umgeschaut haben?
Ich verstehe trotzdem nicht, wie "gestern waren teilweise 390.000 User im Shop" dann mit rund 150.000 verkauften Trikots zusammenpassen sollen. Beide Zahlen nannte Cramer in der Halbzeitpause. Bei den ganzen technischen Problemen werden ja kaum so viele "Neugierige" sich nur mal umgeschaut haben?
Es werden vermutlich viele kein Trikot bekommen haben.
20.02.2023 - 21:11 Uhr
Zitat von Triplefeld
Es werden vermutlich viele kein Trikot bekommen haben.
Zitat von Utzel
Ich verstehe trotzdem nicht, wie "gestern waren teilweise 390.000 User im Shop" dann mit rund 150.000 verkauften Trikots zusammenpassen sollen. Beide Zahlen nannte Cramer in der Halbzeitpause. Bei den ganzen technischen Problemen werden ja kaum so viele "Neugierige" sich nur mal umgeschaut haben?
Ich verstehe trotzdem nicht, wie "gestern waren teilweise 390.000 User im Shop" dann mit rund 150.000 verkauften Trikots zusammenpassen sollen. Beide Zahlen nannte Cramer in der Halbzeitpause. Bei den ganzen technischen Problemen werden ja kaum so viele "Neugierige" sich nur mal umgeschaut haben?
Es werden vermutlich viele kein Trikot bekommen haben.
Das ist klar, aber dann müssten die Nachbestellungen doch weit höher liegen.
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