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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#4781
19.07.2016 - 16:05 Uhr
Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--
Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.

•     •     •

Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#4782
19.07.2016 - 17:48 Uhr
Zitat von -adi-
Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.
BVB - Finanzen |#4783
19.07.2016 - 18:05 Uhr
Zitat von --Abi--
Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.
BVB - Finanzen |#4784
19.07.2016 - 18:13 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von --Abi--

Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.

Diese Konkurrenz sehe ich nicht. Es konkurrieren zwar BVB und Arsenal, aber nicht aus Puma-Sicht. Die wollen nur einen möglichst hohen Marktanteil, egal welche Trikots sie verkaufen.

Ich würde es sogar andersherum sehen: Wenn Puma schon Verkaufskanäle in Asien besitzt, die vielleicht gerade wegen der PL-Clubs etabliert werden, profitiert der BVB davon, denn Puma wäre doof, dort nicht die gesamte Produktpalette anzubieten um möglichst viele Kunden anzusprechen.

•     •     •

Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#4785
19.07.2016 - 18:33 Uhr
Zitat von -adi-
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von --Abi--

Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.

Diese Konkurrenz sehe ich nicht. Es konkurrieren zwar BVB und Arsenal, aber nicht aus Puma-Sicht. Die wollen nur einen möglichst hohen Marktanteil, egal welche Trikots sie verkaufen.

Ich würde es sogar andersherum sehen: Wenn Puma schon Verkaufskanäle in Asien besitzt, die vielleicht gerade wegen der PL-Clubs etabliert werden, profitiert der BVB davon, denn Puma wäre doof, dort nicht die gesamte Produktpalette anzubieten um möglichst viele Kunden anzusprechen.


Anbieten und bewerben sind noch verschiedene Dinge. Wenn sich ein Fan für einen europäischen Verein entscheidet, dann fördere ich den, der den größten Marktanteil neben den Adidas und Nike KLubs gewinnen kann. Der Trend sich auch wenige Vereine in der Spitze zu konzentrieren verstärkt sich, wenn ich mich nicht täusche.
BVB - Finanzen |#4786
19.07.2016 - 19:10 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von -adi-

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von --Abi--

Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.

Diese Konkurrenz sehe ich nicht. Es konkurrieren zwar BVB und Arsenal, aber nicht aus Puma-Sicht. Die wollen nur einen möglichst hohen Marktanteil, egal welche Trikots sie verkaufen.

Ich würde es sogar andersherum sehen: Wenn Puma schon Verkaufskanäle in Asien besitzt, die vielleicht gerade wegen der PL-Clubs etabliert werden, profitiert der BVB davon, denn Puma wäre doof, dort nicht die gesamte Produktpalette anzubieten um möglichst viele Kunden anzusprechen.


Anbieten und bewerben sind noch verschiedene Dinge. Wenn sich ein Fan für einen europäischen Verein entscheidet, dann fördere ich den, der den größten Marktanteil neben den Adidas und Nike KLubs gewinnen kann. Der Trend sich auch wenige Vereine in der Spitze zu konzentrieren verstärkt sich, wenn ich mich nicht täusche.


Was ist denn die Alternative ?

Um komplett in Eigenregie zu agieren, müsste der BVB eigene Fan-Shops in Asien eröffnen. Im Moment haben wir dort nämlich keinen (genau wie Arsenal). Aber wo soll man Shops eröffenen ? In Peking, Shanghai, Bangkok, Singapore ? Alleine in China gibt es mehr als 100 Städte mit mehr Einwohnern als Berlin. Wahrscheinlich wäre es aus Investitionssicht interessanter die BVB-Webseite (inkl. Online-Shop) auf chinesisch zu übersetzen.

PUMA hat nach eigenen Angaben weltweit 600 selbst betriebene Stores sowie zusätzlich 2000 Franchise-Shops (z.B. Shop-in-Shop-Läden). Davon profitiert natürlich auch der BVB. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass in PUMA-Shops im Ausland Arsenal-Produkte "prominenter" platziert werden. Das ist nicht schön, aber wahrscheinlich nicht zu ändern. Eigene BVB-Shops in zentraler Lage von Ballungszentren würden sich aber derzeit einfach nicht rechnen.

Und das scheint mir unabhängig davon, inwieweit man seine eigenen Marketingrechte an den Ausrüster abtritt.
BVB - Finanzen |#4787
19.07.2016 - 20:09 Uhr
Zitat von --Abi--
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von -adi-

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von --Abi--

Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.

Diese Konkurrenz sehe ich nicht. Es konkurrieren zwar BVB und Arsenal, aber nicht aus Puma-Sicht. Die wollen nur einen möglichst hohen Marktanteil, egal welche Trikots sie verkaufen.

Ich würde es sogar andersherum sehen: Wenn Puma schon Verkaufskanäle in Asien besitzt, die vielleicht gerade wegen der PL-Clubs etabliert werden, profitiert der BVB davon, denn Puma wäre doof, dort nicht die gesamte Produktpalette anzubieten um möglichst viele Kunden anzusprechen.


Anbieten und bewerben sind noch verschiedene Dinge. Wenn sich ein Fan für einen europäischen Verein entscheidet, dann fördere ich den, der den größten Marktanteil neben den Adidas und Nike KLubs gewinnen kann. Der Trend sich auch wenige Vereine in der Spitze zu konzentrieren verstärkt sich, wenn ich mich nicht täusche.


Was ist denn die Alternative ?

Um komplett in Eigenregie zu agieren, müsste der BVB eigene Fan-Shops in Asien eröffnen. Im Moment haben wir dort nämlich keinen (genau wie Arsenal). Aber wo soll man Shops eröffenen ? In Peking, Shanghai, Bangkok, Singapore ? Alleine in China gibt es mehr als 100 Städte mit mehr Einwohnern als Berlin. Wahrscheinlich wäre es aus Investitionssicht interessanter die BVB-Webseite (inkl. Online-Shop) auf chinesisch zu übersetzen.

PUMA hat nach eigenen Angaben weltweit 600 selbst betriebene Stores sowie zusätzlich 2000 Franchise-Shops (z.B. Shop-in-Shop-Läden). Davon profitiert natürlich auch der BVB. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass in PUMA-Shops im Ausland Arsenal-Produkte "prominenter" platziert werden. Das ist nicht schön, aber wahrscheinlich nicht zu ändern. Eigene BVB-Shops in zentraler Lage von Ballungszentren würden sich aber derzeit einfach nicht rechnen.

Und das scheint mir unabhängig davon, inwieweit man seine eigenen Marketingrechte an den Ausrüster abtritt.


Okay, mit der Einschätzung kann ich was anfangen. Wobei die Webseite tatsächlich auf u.a., Chinesisch übersetzt ist und das gerade nochmal insbesondere mit Kagawa beworben wurde.
BVB - Finanzen |#4788
19.07.2016 - 21:16 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von --Abi--

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von -adi-

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von --Abi--

Zitat von -adi-

Eine kleine Anmerkung hätte ich zu diesem (sehr guten) Beitrag noch:

Zitat von --Abi--

4. Ein BVB-Trikot kostet im Fanshop ca. 80,- €, also ohne Umsatzsteuer ca. 66,- €. Das entspricht einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 33 Millionen €. Und damit zwischen 67% und 84% vom Gesamtumsatz (!). Dass der Anteil der Trikots so groß ist bzw., dass der Anteil der sonstigen Merchandising-Erlöse (Lizenzen, PUMA- und Non-PUMA-Produkte) so gering ist, hat mich überrascht.


Der Anteil ist auch nicht so groß, weil du so nur die Trikots berechnen darfst, die über die vereinseigenen Verkaufskanäle abgesetzt werden. Alle anderen Trikots (Direktverkäufe von Puma, Sportgeschäfte, usw.) schlagen nur mit der Lizenzbebühr zu Buche. Wie hoch der Anteil ist, keine Ahnung. Hast du dazu etwas im GB gelesen?

Die Rechnung unter Punkt 5 geht dann natürlich auch nicht mehr auf.

Zitat von --Abi--

Die Zahlen des Merchandising hingegen muss man beim BVB ja eigentlich um die PUMA-Umsätze reduzieren (siehe oben). Da blieben dann beim BVB in etwa 5-10 Millionen € übrig - doch etwas enttäuschend im Vergleich.


Auch dieser Punkt sieht dann rosiger aus.


Danke für den Einwand - das war mir irgendwie durchgegangen.

Im Geschäftsbericht wird auf solche Details leider nicht eingegegangen.

Aber ich habe hierzu folgenden relativ aktuellen Artikel gefunden: Wer verdient was am EM-Trikot ...

Dazu 2 Beispielrechnungen:

1. Annahme: Lizenzgebühr = 5,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 5,- + 250.000 * 66,- = 17.750.000 € (entspricht ca. 45% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 5,- + 250.000 * 10,- = 3.750.000 € (entspricht ca. 64% vom Merchandisinggewinn)

Das klingt auf jeden Fall realistischer - bedeutet aber auch, dass wir je Trikot nur 7,50 € Gewinn machen. Und damit noch MEHR Trikots verkaufen müssen, um den Arsenal-Fixbetrag zu erreichen.

2. Annahme: Lizenzgebühr = 10,- €, 250.000 Trikots Direktverkauf, 250.000 Trikots Lizenzverkauf

Umsatz = 250.000 * 10,- + 250.000 * 66,- = 19.000.000 € (entspricht ca. 48% vom Gesamtumsatz)
Gewinn = 250.000 * 10,- + 250.000 * 10,- = 5.000.000 € (entspricht ca. 85% vom Merchandisinggewinn)

Das erscheint mir deutlich unwahrscheinlicher.


Mir ist letztlich klar, dass das alles nur Zahlenspielereien sind. Ich weiss auch nicht genau, auf welchen Vertriebswegen unsere Merchandising-Artikel verkauft werden. Und die ursprüngliche Umsatzrendite von 15% wird auch bei jedem Artikel etwas abweichen. Aber 2 Dinge lassen sich glaube ich festhalten:

1. Trikotverkäufe machen den Hauptanteil unseres Merchandising-Geschäfts aus.
2. Der Gewinn je Trikot ist deutlich niedriger als ich zumindest vermutet hätte.


Liegt der Vorteil des "eigenverantwortlichen" Trikotverkaufs nicht darin, dass man bei vor allem neuen Märkten in Asien seine eigene Strategie und Expansionsgeschwindigkeit verfolgen kann, und nicht abhängig von der Konzernstrategie Pumas ist? Ich kann mir vorstellen, dass Puma in China eher auf die besser etablierte Premier League Karte durch Arsenal setzen würde. Schließlich konkurrieren im Ausland der BVB und Arsenal um die Fan-Gunst, sodass man nicht beides gleichstark fördern würde. So kann der BVB sich seine eigene Nachfrage kreieren.

Diese Konkurrenz sehe ich nicht. Es konkurrieren zwar BVB und Arsenal, aber nicht aus Puma-Sicht. Die wollen nur einen möglichst hohen Marktanteil, egal welche Trikots sie verkaufen.

Ich würde es sogar andersherum sehen: Wenn Puma schon Verkaufskanäle in Asien besitzt, die vielleicht gerade wegen der PL-Clubs etabliert werden, profitiert der BVB davon, denn Puma wäre doof, dort nicht die gesamte Produktpalette anzubieten um möglichst viele Kunden anzusprechen.


Anbieten und bewerben sind noch verschiedene Dinge. Wenn sich ein Fan für einen europäischen Verein entscheidet, dann fördere ich den, der den größten Marktanteil neben den Adidas und Nike KLubs gewinnen kann. Der Trend sich auch wenige Vereine in der Spitze zu konzentrieren verstärkt sich, wenn ich mich nicht täusche.


Was ist denn die Alternative ?

Um komplett in Eigenregie zu agieren, müsste der BVB eigene Fan-Shops in Asien eröffnen. Im Moment haben wir dort nämlich keinen (genau wie Arsenal). Aber wo soll man Shops eröffenen ? In Peking, Shanghai, Bangkok, Singapore ? Alleine in China gibt es mehr als 100 Städte mit mehr Einwohnern als Berlin. Wahrscheinlich wäre es aus Investitionssicht interessanter die BVB-Webseite (inkl. Online-Shop) auf chinesisch zu übersetzen.

PUMA hat nach eigenen Angaben weltweit 600 selbst betriebene Stores sowie zusätzlich 2000 Franchise-Shops (z.B. Shop-in-Shop-Läden). Davon profitiert natürlich auch der BVB. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass in PUMA-Shops im Ausland Arsenal-Produkte "prominenter" platziert werden. Das ist nicht schön, aber wahrscheinlich nicht zu ändern. Eigene BVB-Shops in zentraler Lage von Ballungszentren würden sich aber derzeit einfach nicht rechnen.

Und das scheint mir unabhängig davon, inwieweit man seine eigenen Marketingrechte an den Ausrüster abtritt.


Okay, mit der Einschätzung kann ich was anfangen. Wobei die Webseite tatsächlich auf u.a., Chinesisch übersetzt ist und das gerade nochmal insbesondere mit Kagawa beworben wurde.


Wusste ich bisher auch nicht ... wobei ich auf bvb.de nur "Umschaltknöpfe" für englisch, spanisch und japanisch sehe. Im shop.bvb.de noch gar nix. Bist du sicher mit der chinesischen Webseite ?

Hier noch ein Link zu einem Artikel von "Die Welt" Der BVB auf der Spur des goldenen Drachen. Ist zwar schon fast zwei Jahre alt, gibt aber doch ein paar interessante Einblicke hinsichtlich des BVB-Engagements in Asien.
BVB - Finanzen |#4789
20.07.2016 - 02:49 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe

Okay, mit der Einschätzung kann ich was anfangen. Wobei die Webseite tatsächlich auf u.a., Chinesisch übersetzt ist und das gerade nochmal insbesondere mit Kagawa beworben wurde.



Wieso sollte man mit Kagawa werben, wenn man Marketing für eine chinesische Version der Website machen möchte?
Dir ist klar, dass die Länder ungefähr das Verhältnis pflegen, was Deutschland und Frankreich vor 1963 besaßen, sprich eher so gar keins.
Mag sein, dass du die japanischen Schriftzeichen irrtürmlich als chinesisch interpretiert hast?

>>>>>> http://www.bvb.jp/


______________________

Wollte noch was ganz anderes zum Thema Trikotverkäufe in Asien beitragen, ich habe die letzten Seiten jetzt lediglich im Schnelldurchgang überflogen.

ABER

Ist hier überhaupt zur Sprache gekommen, dass die wenigsten in Asien verkauften Jerseys Original bzw. lizensiert verkaufte Produkte sind?
Ich kann mich explizit noch an die fast 1km lange Promenade im "Little India" von Kuala Lumpur (Malaysia) erinnern, wo sich Trikot-Verkauf an trikot-Verkauf gereiht hat. Natürlich alles 1A gefälscht, einen richtigen Unterschied merkt man kaum, auch nach öfteren Benutzen nicht. Umgerechnet hat man bei gutem Verhandlungsgeschick ~15-20€ pro Trikot bezahlt. Dass davon Puma (bzw. Adidas,Nike, etc.) keinen einzigen Cent und die Näherinnen in Indonesien vielleicht ein paar Cents (Schande über mein HauptWeinend ) gesehen haben, ist wohl klar.
Dieses "Phänomen" hast du aber natürlich auch in den anderen Schwellenländern wie Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Indonesien, Sri Lanka, den Philippinen und ziemlich sicher auch China (die haben das Plagiat ja quasi erfunden). Einfach, weil sich in diesen Ländern die breite Bevölkerungsschickt nie im Leben ein Original-Puma-Trikot des BVBs, Arsenals etc. leisten könnte, das wäre für viele Menschen ein Monatsgehalt.

Da ich noch nicht in Japan gewesen bin (und dieses Land wohlstands- und konsumtechnisch den eben genannten Ländern weit voraus ist), kann ich nicht genau beurteilen, wie dort der Markt für Plagiats-Trikots aussieht oder ob dort eifrig die Original-Jerseys der PL-Clubs und Dortmund (Kagawa sei danktung) gekauft werden.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 20.07.2016 um 02:52 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#4790
20.07.2016 - 03:08 Uhr
Da mag ich mich mit ner simplen Frage einklinken. Habt ihr irgendwo Schätzungen oder genauere Verkaufszahlen. Also wieviel Trikots ihr pro Saison absetzt? Ich denke mal so 450-500.000 im Jahr.

•     •     •

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