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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#101
21.02.2014 - 06:46 Uhr
Mittlerweile bin ich eigentlich ganz guter Hoffnung, dass die schon angekündigte Verlängerung mit Evonik nicht wieder so ein Selbstläufer zum Sparpreis wird wie die letzten Male.
Angesichts der massiven Investitionen von VW und der extremen Talentdichte bei Schalke und Leverkusen scheint Watzke hoffentlich erkannt zu haben, dass man langsam auch mal die Muskeln spielen lassen und den erreichten Status in einen finanziellen Vorteil umsetzen muss.
Abgänge wie Kagawa, Götze und vor allem Lewandowski wird der BVB nur schwerlich mit Talenten für 5 Mio. auffangen können, so dass man im nächsten Schritt auch mal auf Risiko frühzeitig zu hohen Konditionen verlängern muss, so wie Schalke das beispielsweise schon seit langem tut.
BVB - Finanzen |#102
21.02.2014 - 08:26 Uhr
Zitat von Nova:
Zitat von Damage:


Natürlich wird man das, aber wenn man sieht das in einer recht erfolgreichen Zeit man "nur" 12 Mio raus schlagen konnte, wird man jetzt nur schwierig auf das Doppelte kommen können. Evonik ist zwar ein sehr erfolgreiches Unternehmen, die Frage ist aber, was es ihnen am Ende wirklich wert ist, auf dem Trikot zu stehen und was ihre Ziele mit dem Sponsoring sind. Ich befürchte aber, das Evonik langfristig nicht ähnliche Verträge abschließen wird, wie Bayern oder Schalke.

Wenn Schalke unser Benchmark sein soll, macht man aber schon was falsch. Man steht aktuell wirtschaftlich, sportlich und von der Markenstärke über Schalke. Das sollte man auch bei Evonik einsehen. Man sollte schon versuchen, sich (z.T. deutlich) über Schalke anzusiedeln (Richtung 23-25 Mio).

Nur wie gesagt. Ich befürchte auch, das Evonik nicht so hoch gehen wird. Daher bin ich der Meinung, das man langfristig einen neuen Partner braucht.


Sehe das genauso wie du.

Evonik ist halt ein Chemiekonzern, da ist Marketing beim Endkunden nicht sehr wichtig, hier ging es Evonik eben damals hauptsächlich darum den Namen schnell bekannt zu machen und das hat man ja damals auch mit uns geschafft.

Wozu sollte Evonik jetzt 20 oder 30 Millionen zahlen? Für sie ist das sicher ein Klacks, aber großes Nutzen ziehen sie daraus nicht.

Von daher wäre es wichtiger ein Unternehmen als Hauptsponsor zu haben, welches eben darauf angewiesen ist in seiner Sparte als DAS Unternehmen beim Endkunden bekannt zu sein, da die Marken-Bekanntheit oft unterbewusst das Kaufverhalten mitprägt, dies bei Evoniks Kunden aber keine große Rolle spielt.

Da kommen dann eben Autohersteller in Frage, Telekommunikationsunternehmen, Energiekonzerne, Elektronikhersteller, Fluglinien, generell Dienstleister oder Unternehmen die auf den deutschen/europäischen Markt drängen, wie damals Gazprom und jetzt Huawei.

EON war daher Aufgrund des Wettbewerbs um Endkunden nur als Beispiel sicherlich der "bessere" Hauptsponsor um einen großen Sponsor Deal abzuschließen, Huawei wäre es Aufgrund seiner größe und der Marktplatzierung in Europa heute.

Aber was soll man machen, Watzke hat halt einen Narren an diesem regionalen Denken gefressen und wird deshalb mit Evonik verlängern, ich denke mehr als 15-18 Millionen Sockelbetrag wird da wohl leider nicht bei rumkommen, obwohl es schon 20 Millionen fix mit jährlicher Steigerungsrate je nach Erfolg sein sollte bei einem langfristigen Vertrag den Watzke sicher wieder anstreben wird.

Evonik wäre für mich eher ein strategischer Partner für das Westfalenstadion gewesen, wie Signal Iduna.


Das Problem der Vergangenheit in der Bundesliga war, dass sich keine wirklichen Nr.2 hinter den Bayern entwickelt hatte. Entsprechend schwierig war es für die ganz großen Unternehmen ohne regionalen Bezug ein Nr.2-Sponsoring zu machen, da ihnen die sportliche Nachhaltigkeit nicht gewährleistet werden konnte (Bremen, Leverkusen, Stuttgart, Schalke, HSV, etc). Entsprechend schloss man Verträge hinsichtlich der gegenwärtigen Situation ab und nicht hinsichtlich einer dauerhaften Herausbildung der Nr.2 in Deutschland.

Der BVB hat aus meiner Sicht diesen Kreis sportlich durchbrochen und sich ganz klar als rel. unangreifbare Nr. 2 (mit Blick nach oben, nicht nach unten) herausgebildet. Entsprechend müsste es doch möglich sein die großen internationalen Firmen für sich zu gewinnen und ihnen die einzige rel. Bayern-München-Alternative in der Bundesliga anzubieten.

Die Bayern haben Telekom. Entsprechend dürfte doch Vodafone oder O2 an den BVB interessiert sein.
Die Bayern haben HypoVereinsbank. Entsprechend dürften doch Deutsche Bank, Commerzbank, etc. an den BVB interessiert sein.
Die Bayern haben Lufthansa. Entsprechend dürfte doch Emirates, Ethiat, an den BVB interessiert sein.
Samsung, Allianz, Audi, etc.
(Nagelt mich nicht auf einzelne Unternehmen fest).

Ich kann mir gut vorstellen, dass ganz besonders die Hauptkonkurrenten der Bayern-München-Sponsoren Interesse an einer deutlichen Nr.2 in Deutschland hätten, diesen Verein finanziell vernünftig ausrüsten würden und eine langfristige Partnerschaft eingehen würden. Nirgends dürfte es im europäischen Kontext so günstig sein eine Nr.2 der europäische Topligen zu unterstützen.

Der BVB sollte mutig und selbstbewusst genug auftreten und genau diesen Nr.2-Status (nennt ihn meinetwegen auch 1B) offensiv nach außen zu verkaufen, bspw. in dem variable Sponsoringelemente beim Erreichen eines bestimmten Status zu fixen Sponsoringelementen werden. Der Sponsor, wenn er selbst denn groß genug ist, dürfte doch ein viel höheres Interesse an der Verteidigung des Nr.2-Status (mit Blick nach oben) haben, als dass er fürchten muss, dass irgendwer anderes von unten diesen Verein überholt. Für bspw. Emirates als Hauptsponsor ist es sicherlich kein Problem, wenn sie anfangs vielleicht 20 Mio. Euro zahlen und dann je nach Zielerreichungsgrad nach 4 Jahren vielleicht 25-30 Mio. Euro, wenn A.) die gesteckten Ziele erreicht werden und B.) andere Sponsoren ähnlich Verträge hätten.

Entscheident dabei ist, dass der BVB in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er aus eigener Kraft diesen Nr.2-Status erreichen kann.
BVB - Finanzen |#103
21.02.2014 - 08:50 Uhr
Zitat von Greg_Oden:
Mittlerweile bin ich eigentlich ganz guter Hoffnung, dass die schon angekündigte Verlängerung mit Evonik nicht wieder so ein Selbstläufer zum Sparpreis wird wie die letzten Male.
Angesichts der massiven Investitionen von VW und der extremen Talentdichte bei Schalke und Leverkusen scheint Watzke hoffentlich erkannt zu haben, dass man langsam auch mal die Muskeln spielen lassen und den erreichten Status in einen finanziellen Vorteil umsetzen muss.
Abgänge wie Kagawa, Götze und vor allem Lewandowski wird der BVB nur schwerlich mit Talenten für 5 Mio. auffangen können, so dass man im nächsten Schritt auch mal auf Risiko frühzeitig zu hohen Konditionen verlängern muss, so wie Schalke das beispielsweise schon seit langem tut.


einerseits hofft man natürlich immer, stärker als die Konkurrenz zu sein, aber auf der anderen Seite ist es auch sehr reizvoll, wenn man eine starke Konkurrenz in der Liga hat. Mir ist das lieber als wenn z.B. wie 2010-2012 es kaum ernsthafte Gegner in der Liga sind und man um Platz 1 oder 2 garnicht fürchten muss.
Ich würde mich freuen, wenn die Derbys zukünftig wieder sportlich richtig auf Augenhöhe wären...in den letzten Jahren waren die Kräfteverhältnisse manchmal zu eindeutig und dadurch war manchmal der Reiz ein wenig verloren gegangen.

Schalke ist jetzt auf einem sehr guten Weg, ich denke, dass sie unseren aktuellen Status den wir uns in Deutschland erarbeitet haben, bald gefährden können. Ich bin mir sicher, dass Schalke sich 2015 Tuchel holen wird und spätestens dann haben sie alles, was es braucht um ein Topclub zu sein: Geld, Kaderstärke, Jugendarbeit, Toptrainer.
BVB - Finanzen |#104
21.02.2014 - 09:11 Uhr
ich sehe das anders als mahet. ich bin bvb fan und jede konkurrenz erst recht die blauweisse stört mich extrem.

für mich wäre es ein horror szenario wenn schalke auf augenhöhe sein sollte oder uns sogar mit einen tuchel überholt.

die bundesliga ist schwer genug, das sehen wir diese saison. obwohl wir die angebliche nummer 2 sind, haben wir stark zu kämpfen aufgrund abgänge und verletzungen. beides kann man in zukunft nicht ausschliessen.

lieber ungefährdet alleine um platz 2 spielen als um die plätze 2-5 mit grosser konkurrenz und dabei zieht man durch irgendwelche zufälle den kürzeren und spielt dann EL.

finanziell sind wir die zweite kraft aber um das zu halten, müssen wir weiterhin schalke und leverkusen hinter uns halten. je grösser der abstand umso sicherer ist es. das macht es momentan sehr wichtig in sachen sponsoren nachzulegen!

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#105
21.02.2014 - 09:31 Uhr
Zitat von Nova:
Zitat von Damage:


Natürlich wird man das, aber wenn man sieht das in einer recht erfolgreichen Zeit man "nur" 12 Mio raus schlagen konnte, wird man jetzt nur schwierig auf das Doppelte kommen können. Evonik ist zwar ein sehr erfolgreiches Unternehmen, die Frage ist aber, was es ihnen am Ende wirklich wert ist, auf dem Trikot zu stehen und was ihre Ziele mit dem Sponsoring sind. Ich befürchte aber, das Evonik langfristig nicht ähnliche Verträge abschließen wird, wie Bayern oder Schalke.

Wenn Schalke unser Benchmark sein soll, macht man aber schon was falsch. Man steht aktuell wirtschaftlich, sportlich und von der Markenstärke über Schalke. Das sollte man auch bei Evonik einsehen. Man sollte schon versuchen, sich (z.T. deutlich) über Schalke anzusiedeln (Richtung 23-25 Mio).

Nur wie gesagt. Ich befürchte auch, das Evonik nicht so hoch gehen wird. Daher bin ich der Meinung, das man langfristig einen neuen Partner braucht.


Sehe das genauso wie du.

Evonik ist halt ein Chemiekonzern, da ist Marketing beim Endkunden nicht sehr wichtig, hier ging es Evonik eben damals hauptsächlich darum den Namen schnell bekannt zu machen und das hat man ja damals auch mit uns geschafft.

Wozu sollte Evonik jetzt 20 oder 30 Millionen zahlen? Für sie ist das sicher ein Klacks, aber großes Nutzen ziehen sie daraus nicht.

Von daher wäre es wichtiger ein Unternehmen als Hauptsponsor zu haben, welches eben darauf angewiesen ist in seiner Sparte als DAS Unternehmen beim Endkunden bekannt zu sein, da die Marken-Bekanntheit oft unterbewusst das Kaufverhalten mitprägt, dies bei Evoniks Kunden aber keine große Rolle spielt.

Da kommen dann eben Autohersteller in Frage, Telekommunikationsunternehmen, Energiekonzerne, Elektronikhersteller, Fluglinien, generell Dienstleister oder Unternehmen die auf den deutschen/europäischen Markt drängen, wie damals Gazprom und jetzt Huawei.

EON war daher Aufgrund des Wettbewerbs um Endkunden nur als Beispiel sicherlich der "bessere" Hauptsponsor um einen großen Sponsor Deal abzuschließen, Huawei wäre es Aufgrund seiner größe und der Marktplatzierung in Europa heute.

Aber was soll man machen, Watzke hat halt einen Narren an diesem regionalen Denken gefressen und wird deshalb mit Evonik verlängern, ich denke mehr als 15-18 Millionen Sockelbetrag wird da wohl leider nicht bei rumkommen, obwohl es schon 20 Millionen fix mit jährlicher Steigerungsrate je nach Erfolg sein sollte bei einem langfristigen Vertrag den Watzke sicher wieder anstreben wird.

Evonik wäre für mich eher ein strategischer Partner für das Westfalenstadion gewesen, wie Signal Iduna.


Ich find es so ätzend wenn Leute wie du hier andeuten Watzke würde aus egoistischen Gründen oder einen persönlichen Einstellung ("lieber regionale Sponsoren") Borussia Dortmund wissentlich schaden und auf einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr verzichten.

Denkt irgendwer das läuft wirklich so? Am einen Tag bietet ein internationales Top-Unternehmen 30 Mio und Watzke sagt "ne danke" um am nächsten Tag für 15 mit Evonik zu verlängern?
Ich bitte dich... diese unterschwelligen Vorwürfe die hier immer wieder auftauchen finde ich unter aller Sau!
BVB - Finanzen |#106
21.02.2014 - 09:33 Uhr
Ihr 2 liegt gar nicht so weit auseinander.
Wenn Schalke einen guten Job macht, kann man das als BVB gar nicht verhindern.
Dass alle 5-6 direkten Konkurrenten des BVB um die CL Plätze ein Topjahr hinlegen, davon ist auch in den nächsten Jahren nicht auszugehen.

Insofern hat der BVB weiterhin sehr gute Karten, wenn er wenig eigene Fehler macht.
BVB - Finanzen |#107
21.02.2014 - 10:04 Uhr
Zitat von TheKillingJoke:
ich sehe das anders als mahet. ich bin bvb fan und jede konkurrenz erst recht die blauweisse stört mich extrem.

für mich wäre es ein horror szenario wenn schalke auf augenhöhe sein sollte oder uns sogar mit einen tuchel überholt.

die bundesliga ist schwer genug, das sehen wir diese saison. obwohl wir die angebliche nummer 2 sind, haben wir stark zu kämpfen aufgrund abgänge und verletzungen. beides kann man in zukunft nicht ausschliessen.

lieber ungefährdet alleine um platz 2 spielen als um die plätze 2-5 mit grosser konkurrenz und dabei zieht man durch irgendwelche zufälle den kürzeren und spielt dann EL.

finanziell sind wir die zweite kraft aber um das zu halten, müssen wir weiterhin schalke und leverkusen hinter uns halten. je grösser der abstand umso sicherer ist es. das macht es momentan sehr wichtig in sachen sponsoren nachzulegen!



hm, einerseits prangern hier viele User (mMn zurecht) an, dass die Spannung in der Liga flöten geht, weil die Bayern insbesondere ihre Finanzkraft dazu nutzen den Status von Unbesiegbaren einzukaufen, aber andererseits forderst Du hier praktisch was sehr Ähnliches für oder von unserem BVB?

Klar will jeder Fan eines wohl jeden Vereins am liebsten an jedem Wochenende einen Sieg des eigenen Clubs feiern. Aber eine höhere oder bessere Finanzkraft praktisch ausschließlich dazu zu nutzen, um sich solche Erfolge vermeintlich vorher schon einzukaufen ... ?
Unser BVB ist nicht in die Position der aktuell sportlichen und finanziellen (zumindest) Nummer Zwei in Deutschland geworden wegen besserer Sponsorenverträge sondern wohl insbesondere durch den "Glücksgriff" Jürgen Klopp und das nachfolgend überragende sportliche Konzept in Kombination mit wirtschaftlicher Weitsicht.

Der FC Bayern investiert für seinen Abstand zu den restlichen Teams der Liga weit mehr als das doppelte in Gehälter als beispielsweise unser BVB oder Bayer Leverkusen. Genauso auch ein vielfaches an Transfersummen.
Vor der von Hoeness angekündigten großen Einkaufsoffensive waren sie trotz zahlungskräftigerer Sponsoren und trotz auch damals bereits weit höherem Gehaltsbudget (als alle anderen BL-Clubs) doch noch arg verletzbar und mussten bspw. zweimal in Folge unserem "kleinen BVB" die Meisterschale überlassen.

Höhere Investitionen (die im Finanzrahmen unseres BVB wohl eventuell machbar wären) würden mMn nicht automatisch auch zu einem sportlich "ungefährdeteren" Platz 2 in der Liga führen, sondern lediglich (und das auch sicher) zu einer höheren finanziellen Ausreizung der aktuellen Möglichkeiten.

Momentan könnte unser BVB rein wirtschaftlich durchaus auch mal eine Saison locker ohne CL-Teilnahme überstehen. Wenn aber durch (aktuell sicher machbare) teure Neuverpflichtungen das Gehaltsbudget weiter nach oben geschraubt wird, sind wir irgendwann in der Situation, dass sowohl die CL-Teilnahme als auch hervorragende Sponsoren zu einer Pflicht werden könnten. Das würde bedeuten, dass unser BVB dann abhängig wäre ... von Erfolg und von Sponsoren.

Ich denke daher schon, dass es trotz unserer momentan vorzüglichen Finanzsituation sehr sinnvoll ist auch weiterhin Augenmaß zu bewahren. Selbst wenn andere meinen mit höheren Investitionen auch besseren sportlichen Erfolg haben zu können sollten wir alle doch nie unsere eigene Vergangenheit aus dem Blick verlieren ;)

•     •     •

- schwarzgelb infiziert seit 1965! Damals vom Stan-Libuda-Virus befallen und seitdem keine Entzugs-Therapie gemacht. Hoffnungsloser Fall ...

- Lieber hochgekrempelte Ärmel als piekfeiner Zwirn!
- für rassismusfreie Sportplätze und Stadien überall auf der Welt!
- Leidenschaft und Herzblut ist okay - Gewalt und Haß hat nix mit Sport zu tun
- pro: denk'mal
- contra: illegale Konten von Clubs und/oder deren offiziellen Vertreter!
BVB - Finanzen |#108
21.02.2014 - 11:02 Uhr
Zitat von Jannebub:
Das Problem der Vergangenheit in der Bundesliga war, dass sich keine wirklichen Nr.2 hinter den Bayern entwickelt hatte. Entsprechend schwierig war es für die ganz großen Unternehmen ohne regionalen Bezug ein Nr.2-Sponsoring zu machen, da ihnen die sportliche Nachhaltigkeit nicht gewährleistet werden konnte (Bremen, Leverkusen, Stuttgart, Schalke, HSV, etc). Entsprechend schloss man Verträge hinsichtlich der gegenwärtigen Situation ab und nicht hinsichtlich einer dauerhaften Herausbildung der Nr.2 in Deutschland.

Der BVB hat aus meiner Sicht diesen Kreis sportlich durchbrochen und sich ganz klar als rel. unangreifbare Nr. 2 (mit Blick nach oben, nicht nach unten) herausgebildet. Entsprechend müsste es doch möglich sein die großen internationalen Firmen für sich zu gewinnen und ihnen die einzige rel. Bayern-München-Alternative in der Bundesliga anzubieten.


Ich bin ja eher jemand, der das Understatement mag und auch ungern auf die Pauke haue. Aber nicht nur unbedingt sportlich sondern vor allem wirtschaftlich haben wir uns doch sehr gut zu einer #2 entwickelt. Man hat alle anderen Vereine zum Teil deutlich überholt (Schalke macht um die 50 Mio weniger Umsatz (wenn man von den Deloitte-Zahlen ausgehen - also ohne Ablösen usw sprich rein von der Leistung)). Danach kam im letzten Jahr Hamburg mit 135,7 Mio. Wenn alles klappt schaffen wir das dieses Jahr schon im ersten Halbjahr. Langfristig gesehen kann man es zur #2 schaffen, wenn eben jetzt auch im Sponsoring-Bereich entsprechend nachgezogen wird (und natürlich bei der internationalen Vermarktung der gesamten Liga).

Zitat von Jannebub:
Die Bayern haben Telekom. Entsprechend dürfte doch Vodafone oder O2 an den BVB interessiert sein.
Die Bayern haben HypoVereinsbank. Entsprechend dürften doch Deutsche Bank, Commerzbank, etc. an den BVB interessiert sein.
Die Bayern haben Lufthansa. Entsprechend dürfte doch Emirates, Ethiat, an den BVB interessiert sein.
Samsung, Allianz, Audi, etc.
(Nagelt mich nicht auf einzelne Unternehmen fest).

Ich kann mir gut vorstellen, dass ganz besonders die Hauptkonkurrenten der Bayern-München-Sponsoren Interesse an einer deutlichen Nr.2 in Deutschland hätten, diesen Verein finanziell vernünftig ausrüsten würden und eine langfristige Partnerschaft eingehen würden. Nirgends dürfte es im europäischen Kontext so günstig sein eine Nr.2 der europäische Topligen zu unterstützen.


Naja an sich haben wir zum großen Teil entsprechende ChampionsPartner
Telekom --- unitymedia
HypoVereinsbank --- Sparda-Bank
Lufthansa --- Turkish Airlines
Samsung --- Huawei
Audi --- Opel
Allianz --- Signal Iduna

usw. usf.

Der einzige Unterschied ist, das Bayern wohl meist ganz andere Summen bekommt (rein von den Namen her, sind die Sponsoren der Bayern natürlich auch klangvoller). Und diese Summen sind ja nicht in Stein gemeißelt. Man wird sicher auch in Zukunft schauen, was man noch bekommen könnte, oder was für Alternativen es gibt (was macht z.B. Mercedes-Benz, wenn "ihr" Heimatverein weiterhin so schwächelt oder gar absteigt).

Zitat von Jannebub:
Der BVB sollte mutig und selbstbewusst genug auftreten und genau diesen Nr.2-Status (nennt ihn meinetwegen auch 1B) offensiv nach außen zu verkaufen, bspw. in dem variable Sponsoringelemente beim Erreichen eines bestimmten Status zu fixen Sponsoringelementen werden. Der Sponsor, wenn er selbst denn groß genug ist, dürfte doch ein viel höheres Interesse an der Verteidigung des Nr.2-Status (mit Blick nach oben) haben, als dass er fürchten muss, dass irgendwer anderes von unten diesen Verein überholt. Für bspw. Emirates als Hauptsponsor ist es sicherlich kein Problem, wenn sie anfangs vielleicht 20 Mio. Euro zahlen und dann je nach Zielerreichungsgrad nach 4 Jahren vielleicht 25-30 Mio. Euro, wenn A.) die gesteckten Ziele erreicht werden und B.) andere Sponsoren ähnlich Verträge hätten.

Entscheident dabei ist, dass der BVB in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er aus eigener Kraft diesen Nr.2-Status erreichen kann.


Gerade das würde ich nicht machen, weil das wieder von Schwäche zeugt. Wenn man schon als #2 auftreten will (wenn man das denn überhaupt will), dann muss man auch klar sagen, das man "den und den" Betrag haben will und nicht erst höhere Zahlungen bekommt, wenn die Leistungen stimmen. Sonst treffen einen schlechtere Phasen nur noch mehr als sowieso schon. Man kann sich nur etablieren, wenn die Umsätze auch in Schwächephasen halbwegs konstant bleiben (natürlich abgesehen von den geringeren Umsätzen aus Ligabetrieb, CL, ...)

•     •     •

Während du meine Grammatik korrigierst, klau ich dein Pausenbrot.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Damage am 21.02.2014 um 11:03 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#109
21.02.2014 - 11:59 Uhr
Zitat von BVBorussia:
Zitat von -adi-:
Zitat von volcom:
Zitat von DonFredo85:


Dampfplauderer hin, Selbstdarsteller her - du glaubst wirklich er stellt sich bei so grundlegenden Aussagen wie hier hin und lügt breit und fett? Macht sich so dermaßen angreifbar mit haltlosen Behauptungen die zwagsläufig irgendwann auffliegen müssen?Und alle anderen im Verein mit der nötigen Übersicht halten die Füße still, weil Luftschlösser bauen ja schonmal so gut funktioniert hat in Dortmund?
Ne, is klar.


Wie gesagt, im Geschäftsbericht kann ich dieses ominöse Festgeldkonto nicht finden, so wohl auch viele andere nicht, wenn man in den Finanzthread blickt. Vielleicht suchen wir auch nur nicht gut genug....?!


Watzke hat auch gemeint, man werde letzten Sommer (O-Ton) "deutlich netto investieren". Am Ende hat man 5 Mio. EUR netto investiert, etwas mager für solch vollmundige Worte.

Er neigt zur Exzentrik und Selbstdarstellung, erst letztens wieder:
Zitat
Denn Boss Hans-Joachim Watzke kündigt eine Transfer-Offensive an: „Wir werden im Sommer investieren, und das nicht wenig.“

http://www.bild.de/sport/fussball/borussia-dortmund/wer-wird-der-neue-lewandowski-34496986.bild.html

Da bin ich ja jetzt schon wieder enorm heiß darauf zu sehen, wieviel im Sommer von den kernigen Parolen umgesetzt wird - oder am Ende doch nur wieder heiße Luft?! "Transferoffensive" mit Ramos und Hahn?! :ugly

Das kommt, weil die meisten Fans in der Hinsicht eine - nimms mir nicht übel - ziemlich beschränkte Sicht haben.
Wir sehen 37 für Götze bekommen, 40 für Mkhi und Auba ausgegeben, also 3 Millionen netto investiert. Das ist aber grundfalsch.
Wie erst kürzlich rausgekommen ist ging ein Teil (10%) der Götzeablöse in die Tasche des Spielers. Dann mussten Steuern (Steuerquote lag mWn. bei ca. 14%) bezahlt werden. Bleiben noch ca. 28,5 Millionen übrig. Also wären wir hier schon bei fast 12 Millionen Nettoinvestitionen.

Bei den Zugängen kommen aber auch noch andere Dinge zu den veröffentlichten Ablösen dazu. Die Berater wollen ihre Provision bei einem Wechsel, Spieler wollen Handgelder,...
Damit sind wir sicherlich schon bei über 15 Millionen Nettoinvestitionen, die Watzke natürlich sieht, wir Fans aber nicht direkt. Das hat auch nichts mit Selbstdarstellung zu tun, da überschätzt er manche Fans einfach ein bisschen.


Hieß es damals nicht, dass man für Götze 37 Millionen Netto bekommen hätte? Das würde ich so verstehen, dass zumindest die von dir aufgeführten Steuern nicht angefallen sind.

Netto in Bezug auf die Umsatzsteuer, ja. Ich meinte aber die Steuern, die auf den Gewinn anfallen, der durch diese Ablösesumme extrem in die Höhe getrieben wurde. Noch dazu kommen höhere Prämien für Watzke und Treß, die an das Ergebnis gebunden sind, sowie eine höhere Dividende. Insgesamt kommt da schon einiges zusammen.

•     •     •

Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#110
21.02.2014 - 13:01 Uhr
Zitat von -adi-:
Zitat von BVBorussia:
Zitat von -adi-:
Zitat von volcom:
Zitat von DonFredo85:


Dampfplauderer hin, Selbstdarsteller her - du glaubst wirklich er stellt sich bei so grundlegenden Aussagen wie hier hin und lügt breit und fett? Macht sich so dermaßen angreifbar mit haltlosen Behauptungen die zwagsläufig irgendwann auffliegen müssen?Und alle anderen im Verein mit der nötigen Übersicht halten die Füße still, weil Luftschlösser bauen ja schonmal so gut funktioniert hat in Dortmund?
Ne, is klar.


Wie gesagt, im Geschäftsbericht kann ich dieses ominöse Festgeldkonto nicht finden, so wohl auch viele andere nicht, wenn man in den Finanzthread blickt. Vielleicht suchen wir auch nur nicht gut genug....?!


Watzke hat auch gemeint, man werde letzten Sommer (O-Ton) "deutlich netto investieren". Am Ende hat man 5 Mio. EUR netto investiert, etwas mager für solch vollmundige Worte.

Er neigt zur Exzentrik und Selbstdarstellung, erst letztens wieder:
Zitat
Denn Boss Hans-Joachim Watzke kündigt eine Transfer-Offensive an: „Wir werden im Sommer investieren, und das nicht wenig.“

http://www.bild.de/sport/fussball/borussia-dortmund/wer-wird-der-neue-lewandowski-34496986.bild.html

Da bin ich ja jetzt schon wieder enorm heiß darauf zu sehen, wieviel im Sommer von den kernigen Parolen umgesetzt wird - oder am Ende doch nur wieder heiße Luft?! "Transferoffensive" mit Ramos und Hahn?! :ugly

Das kommt, weil die meisten Fans in der Hinsicht eine - nimms mir nicht übel - ziemlich beschränkte Sicht haben.
Wir sehen 37 für Götze bekommen, 40 für Mkhi und Auba ausgegeben, also 3 Millionen netto investiert. Das ist aber grundfalsch.
Wie erst kürzlich rausgekommen ist ging ein Teil (10%) der Götzeablöse in die Tasche des Spielers. Dann mussten Steuern (Steuerquote lag mWn. bei ca. 14%) bezahlt werden. Bleiben noch ca. 28,5 Millionen übrig. Also wären wir hier schon bei fast 12 Millionen Nettoinvestitionen.

Bei den Zugängen kommen aber auch noch andere Dinge zu den veröffentlichten Ablösen dazu. Die Berater wollen ihre Provision bei einem Wechsel, Spieler wollen Handgelder,...
Damit sind wir sicherlich schon bei über 15 Millionen Nettoinvestitionen, die Watzke natürlich sieht, wir Fans aber nicht direkt. Das hat auch nichts mit Selbstdarstellung zu tun, da überschätzt er manche Fans einfach ein bisschen.


Hieß es damals nicht, dass man für Götze 37 Millionen Netto bekommen hätte? Das würde ich so verstehen, dass zumindest die von dir aufgeführten Steuern nicht angefallen sind.

Netto in Bezug auf die Umsatzsteuer, ja. Ich meinte aber die Steuern, die auf den Gewinn anfallen, der durch diese Ablösesumme extrem in die Höhe getrieben wurde. Noch dazu kommen höhere Prämien für Watzke und Treß, die an das Ergebnis gebunden sind, sowie eine höhere Dividende. Insgesamt kommt da schon einiges zusammen.


Und was erwarten Leute eigentlich bei deutlichen NettoInvestitionen wenn dann Ramos belächelt wird.
Man verliert Lewandowski ablösefrei und hat dazu einen Gündogan der vllt nie wieder ein Spiel für uns macht.

Nuri 7 Mio
Ramos 10 Mio
Ji ablösefrei

Was soll denn noch kommen? Sind 17 Mio bei Dortmund jetzt schon Peanuts? Muss da noch ein Dzeko für 25 oben drauf und ein Gündogan Ersatz für 30.

Lächerlich machen sich hier hauptsächlich die Besserwisser und nicht Watzke.
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