Aufreger des Wochenendes 2010/2011
21.08.2010 - 09:10 Uhr
15.11.2010 - 01:53 Uhr
Ich glaube nicht, dass man hier jetzt diskutieren muss ob einem Rotze oder Faustschläge besser gefallen. Es geht bei der Bewertung weniger um die Wünsche des "Opfer", das kann auf beides verzichten, sondern darum, was die Intention des Täters ist.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
15.11.2010 - 01:53 Uhr
Keine Ahnung woher der Text genau stammt, aber demnach ist es wohl eher keine Körperverletzung:
Zitat
Die Kleine Strafkammer hat diesen Sachverhalt als ein tateinheitliches Vergehen der Beleidigung und der vorsätzlichen Körperverletzung gewertet. Bei der Tat handelt es sich um eine Beleidigung nach § 185 zweite Alternative (mittels einer Tätlichkeit begangen) StGB (Lackner, StGB 18. Aufl. Anm. 6 zu § 185; SK-Rudolphi 4. Aufl. § 185 Rdn. 21). Dagegen erfüllt die Handlung nicht den Tatbestand einer vorsätzlichen Körperverletzung nach § 223 StGB. Zwar hat das Reichsgericht in einer Entscheidung aus dem Jahre 1910 (GA 58, 184) entschieden, daß das Anspucken, wenn es geeignet sei, Ekel, also eine auf das körperliche Befinden störend wirkende Einwirkung, hervorzurufen, als Körperverletzung angesehen werden könne. Dieser Auffassung kann aber nicht gefolgt werden. Das Anspucken hat bei dem Zeugen ... nicht zu einer Gesundheitsbeschädigung geführt, weil er sich zwar ekelte, aber daraus kein weiterer pathologischer Zustand, wie etwa Übelkeit, resultierte. Der Zeuge ist auch nicht körperlich mißhandelt worden. Zwar stellt das Anspucken eine üble, unangemessene Behandlung dar, das körperliche Wohlbefinden wird aber nur unerheblich beeinträchtigt. Wie das Landgericht hierzu festgestellt hat, war die Einwirkung "nicht erheblich und nach dem Abwischen alsbald abgeklungen". Soweit in der Literatur die Frage genauer erörtert wird, vertreten Arzt/Weber (Strafrecht Besonderer Teil Lehrheft 1, 3. Aufl. Rdn. 267) und SK-Horn (4. Aufl. § 223 Rdn. 7, 8) die Auffassung, daß Anspucken als Körperverletzung strafbar sei. Das wird damit begründet, daß auch ganz unerhebliche Einwirkungen auf den Körper eines anderen, soweit sie von einer Gesinnung getragen seien, die den Vorgang als üble unangemessene Behandlung charakterisiere, sich als Körperverletzung darstellten. Zutreffend wird dagegen von Maurach/Schroeder/Maiwald (Strafrecht Besonderer Teil Band 1 7. Aufl., § 9 I 4) eingewendet, daß die Grenze zwischen Beleidigung und Körperverletzung verwischt werde, wenn die in dem Vorfall liegende besondere Kränkung die fehlende Erheblichkeit der körperlichen Einwirkung ersetzen könne. LK/Hirsch (10. Aufl., 8 zu § 223) kommt auch zu dem Ergebnis, daß wegen fehlender körperlicher Einwirkung die nur ekelerregende Behandlung durch Anspucken nicht den Tatbestand der Körperverletzung erfülle. In der Tat liegt das Schwergewicht der Einwirkung beim Angespucktwerden in der Empörung über die besonders kränkende Behandlung, während das körperliche Wohlbefinden regelmäßig kaum tangiert ist. So würde ein Geschädigter, der ersichtlich versehentlich vom Speichel getroffen worden wäre, sich nicht als körperlich verletzt betrachten. Da der Angeklagte demnach keine Körperverletzung begangen hat, war der Schuldspruch entsprechend zu berichtigen. "
Zitat
Die Kleine Strafkammer hat diesen Sachverhalt als ein tateinheitliches Vergehen der Beleidigung und der vorsätzlichen Körperverletzung gewertet. Bei der Tat handelt es sich um eine Beleidigung nach § 185 zweite Alternative (mittels einer Tätlichkeit begangen) StGB (Lackner, StGB 18. Aufl. Anm. 6 zu § 185; SK-Rudolphi 4. Aufl. § 185 Rdn. 21). Dagegen erfüllt die Handlung nicht den Tatbestand einer vorsätzlichen Körperverletzung nach § 223 StGB. Zwar hat das Reichsgericht in einer Entscheidung aus dem Jahre 1910 (GA 58, 184) entschieden, daß das Anspucken, wenn es geeignet sei, Ekel, also eine auf das körperliche Befinden störend wirkende Einwirkung, hervorzurufen, als Körperverletzung angesehen werden könne. Dieser Auffassung kann aber nicht gefolgt werden. Das Anspucken hat bei dem Zeugen ... nicht zu einer Gesundheitsbeschädigung geführt, weil er sich zwar ekelte, aber daraus kein weiterer pathologischer Zustand, wie etwa Übelkeit, resultierte. Der Zeuge ist auch nicht körperlich mißhandelt worden. Zwar stellt das Anspucken eine üble, unangemessene Behandlung dar, das körperliche Wohlbefinden wird aber nur unerheblich beeinträchtigt. Wie das Landgericht hierzu festgestellt hat, war die Einwirkung "nicht erheblich und nach dem Abwischen alsbald abgeklungen". Soweit in der Literatur die Frage genauer erörtert wird, vertreten Arzt/Weber (Strafrecht Besonderer Teil Lehrheft 1, 3. Aufl. Rdn. 267) und SK-Horn (4. Aufl. § 223 Rdn. 7, 8) die Auffassung, daß Anspucken als Körperverletzung strafbar sei. Das wird damit begründet, daß auch ganz unerhebliche Einwirkungen auf den Körper eines anderen, soweit sie von einer Gesinnung getragen seien, die den Vorgang als üble unangemessene Behandlung charakterisiere, sich als Körperverletzung darstellten. Zutreffend wird dagegen von Maurach/Schroeder/Maiwald (Strafrecht Besonderer Teil Band 1 7. Aufl., § 9 I 4) eingewendet, daß die Grenze zwischen Beleidigung und Körperverletzung verwischt werde, wenn die in dem Vorfall liegende besondere Kränkung die fehlende Erheblichkeit der körperlichen Einwirkung ersetzen könne. LK/Hirsch (10. Aufl., 8 zu § 223) kommt auch zu dem Ergebnis, daß wegen fehlender körperlicher Einwirkung die nur ekelerregende Behandlung durch Anspucken nicht den Tatbestand der Körperverletzung erfülle. In der Tat liegt das Schwergewicht der Einwirkung beim Angespucktwerden in der Empörung über die besonders kränkende Behandlung, während das körperliche Wohlbefinden regelmäßig kaum tangiert ist. So würde ein Geschädigter, der ersichtlich versehentlich vom Speichel getroffen worden wäre, sich nicht als körperlich verletzt betrachten. Da der Angeklagte demnach keine Körperverletzung begangen hat, war der Schuldspruch entsprechend zu berichtigen. "
15.11.2010 - 01:53 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Anspucken gilt im Strafrecht als Körperverletzung.
Na und?
Jemandem ne Haarsträhne abschneiden ohne seine Erlaubnis ist das auch.
Wie oft muss ich denn noch schreiben, dass ich (also ich ganz persönlich, nur meine ganz bescheidene Meinung) Spucken auch scheisse finde, aber nicht so schlimm wie einen Faustschlag.
Nix anderes.
Vielleicht finde ich Spucke und andere Körperflüssigkeiten durch meinen Beruf nicht so ekelhaft wie andere, oder ich habe einfach zu viele gebrochene Nasen und gebrochene Augenhöhlen gesehen.
Anspucken gilt im Strafrecht als Körperverletzung.
Na und?
Jemandem ne Haarsträhne abschneiden ohne seine Erlaubnis ist das auch.
Wie oft muss ich denn noch schreiben, dass ich (also ich ganz persönlich, nur meine ganz bescheidene Meinung) Spucken auch scheisse finde, aber nicht so schlimm wie einen Faustschlag.
Nix anderes.
Vielleicht finde ich Spucke und andere Körperflüssigkeiten durch meinen Beruf nicht so ekelhaft wie andere, oder ich habe einfach zu viele gebrochene Nasen und gebrochene Augenhöhlen gesehen.
15.11.2010 - 02:02 Uhr
Zitat von Runaway:
was die Intention des Täters ist.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
Ich kenne Pinola nicht, aber aus dem Bauch heraus würde ich andere Motive heranziehen. Gibt sicher auch Spucker, die das als simples Mittel zum Zweck sehen, und jenen den Hintergrund der Tat eher unbeachtet lassen. 'Ne feuchte Watschn. Aber irgendwie bezeichnend gleich das größtmögliche Fehlverhalten einzuräumen.
Das eine Video von Sport1 sollte immerhin die Strafe ermöglichen, und Pinola als wahres Opfer seiner blöden Tat hinstellen. Und ob sich Schweinsteiger in einer Woche noch in seiner Ehre gekränkt sieht wage ich jetzt kurz zu bezweifeln.
was die Intention des Täters ist.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
Ich kenne Pinola nicht, aber aus dem Bauch heraus würde ich andere Motive heranziehen. Gibt sicher auch Spucker, die das als simples Mittel zum Zweck sehen, und jenen den Hintergrund der Tat eher unbeachtet lassen. 'Ne feuchte Watschn. Aber irgendwie bezeichnend gleich das größtmögliche Fehlverhalten einzuräumen.
Das eine Video von Sport1 sollte immerhin die Strafe ermöglichen, und Pinola als wahres Opfer seiner blöden Tat hinstellen. Und ob sich Schweinsteiger in einer Woche noch in seiner Ehre gekränkt sieht wage ich jetzt kurz zu bezweifeln.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von slice66 am 15.11.2010 um 02:13 Uhr bearbeitet
15.11.2010 - 02:08 Uhr
Zitat von Runaway:
Ich glaube nicht, dass man hier jetzt diskutieren muss ob einem Rotze oder Faustschläge besser gefallen. Es geht bei der Bewertung weniger um die Wünsche des "Opfer", das kann auf beides verzichten, sondern darum, was die Intention des Täters ist.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
Das ist halt deine Interpretation.
Der Pinola baut sich ja nicht vor Schweinsteiger auf und spuckt ihm dann verächtlich mitten ins Gesicht.
Er steht schräg neben ihm und spuckt in Brusthöhe auf ihn oder vielleicht auch knapp vorbei.
Ob er damit seine Verachtung zum Ausdruck bringen will halte ich für sehr, sehr fragwürdig.
Man kann daraus auch mehr machen als es ist.
Aber gut.
Das Verhalten ist für einen so erfahrenen Spieler wie Pinola aber einfach daneben.
Das macht man nicht.
Ich glaube nicht, dass man hier jetzt diskutieren muss ob einem Rotze oder Faustschläge besser gefallen. Es geht bei der Bewertung weniger um die Wünsche des "Opfer", das kann auf beides verzichten, sondern darum, was die Intention des Täters ist.
Anspucken ist genau wie zB eine rassistische Beleidigung Ausdruck tiefster Verachtung und hat das Ziel im höchsten Maß die Würde des Anderen zu verletzen.
Wenn man einen anderen Menschen bespuckt, dann um ihm "mitzuteilen", dass man ihn für Abschaum hält und das ist im Fußball hart zu sanktionieren.
Das ist halt deine Interpretation.
Der Pinola baut sich ja nicht vor Schweinsteiger auf und spuckt ihm dann verächtlich mitten ins Gesicht.
Er steht schräg neben ihm und spuckt in Brusthöhe auf ihn oder vielleicht auch knapp vorbei.
Ob er damit seine Verachtung zum Ausdruck bringen will halte ich für sehr, sehr fragwürdig.
Man kann daraus auch mehr machen als es ist.
Aber gut.
Das Verhalten ist für einen so erfahrenen Spieler wie Pinola aber einfach daneben.
Das macht man nicht.
15.11.2010 - 04:55 Uhr
für mich ist das alles relativ einfach zu bewerten, da dürfen sich von mir aus gern auch einige leute aufregen:
wer leute anspuckt hat offenbar eine höchst mangelhafte erziehung genossen.
sowas ist im gegensatz zu überharten aktionen nicht zu entschuldigen.
ich bin bvb-fan und bekanntermaßen war alex frei einige zeit lang sowohl erfolgsgarant als auch publikumsliebling.
aber, egal um wen es sich handelt, andere leute anzuspucken ist ein unverzeihbares verhalten. weil es einfach sehr viel über den charakter eines menschen und den nicht vorhandenen respekt vor anderen aussagt.
wer leute anspuckt hat offenbar eine höchst mangelhafte erziehung genossen.
sowas ist im gegensatz zu überharten aktionen nicht zu entschuldigen.
ich bin bvb-fan und bekanntermaßen war alex frei einige zeit lang sowohl erfolgsgarant als auch publikumsliebling.
aber, egal um wen es sich handelt, andere leute anzuspucken ist ein unverzeihbares verhalten. weil es einfach sehr viel über den charakter eines menschen und den nicht vorhandenen respekt vor anderen aussagt.
15.11.2010 - 08:08 Uhr
http://www.youtube.com/watch?v=UCRlclgH3IE
Ziemlich eindeutig oder?
EDIT: Schweinsteiger hat noch nie einen spuckenden Fußballer gesehen? Spucken doch die ganze Zeit au f den Platz ;)
Ziemlich eindeutig oder?
EDIT: Schweinsteiger hat noch nie einen spuckenden Fußballer gesehen? Spucken doch die ganze Zeit au f den Platz ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shek7 am 15.11.2010 um 08:12 Uhr bearbeitet
15.11.2010 - 09:08 Uhr
Jemanden anspucken ist das absolut hinterletzte und geht einfach mal überhaupt gar nicht. Ich sags ganz ehrlich, wenn sich Schweinsteiger da umdreht und Pinola eine langt, kann ich das absolut nachvollziehen. Das ist für mich zehnmal mehr Aufreger als irgendein Klopp, der an der Seitenlinie die Contenance verliert. Einfach nur eklig.
15.11.2010 - 09:23 Uhr
Der FC Bayern - kein Club wie jeder andere?
Man kann vieles über den FC Bayern und seine Verantwortlichen sagen, dass sie sich durch besonderen Sportsgeist auszeichnen mit Sicherheit jedoch nicht.
Während der Präsident Uli Hoeness im Privaten großes soziales Engagement zeigt, ist ihm im sportlichen Bereich seid Jahren jedes Mittel Recht, Brandreden gegen die Mann-schaft, den Trainer, Schiedsrichter - es gibt niemand, der nicht schon Ziel seiner zahllo-sen und ebenso legendären wie regelmäßig unintelligenten Gifttirraden geworden wäre. Dem stehen seit je her Kalle Rummenigge und die Trainer ebenso wie die vermeintli-chen Führungsspieler (Matthäus, Effenberg, Kahn und Co.) regelmäßig in nichts nach und versprühen dise unnachahmliche Bayern-Arroganz, die den FC Bayern neben sei-nen Erfolgen auch zur unumstritten meistgehassten Adresse in deutschen Landen ge-macht hat
Dabei hätte die erfolgreichste deutsche Fußballmannschaft auf nationalem wie internati-onalem Parkett dieses oftmals das erforderliche Maß an Selbstbewusstsein deutlich in Richtung Arroganz bis hin zur Überheblichkeit übersteigende Auftreten gar nicht nötig.
Gerade in der letzten Saison mit herzerfrischendem Offensivfussball angetreten, geführt von ebenso redegewandt wie bescheidenen Leistungsträgern wie Lahm und vanBom-mel, auf internationalem Parket den deutschen Fußball prächtig repräsentierend hat die-ser Verein viele Sympathien gewonnen und sogar der bis dato unnahbar arrogant wir-kende Trainer entpuppte sich als Feierbiest.
Und diese Saison?
Gebeutelt von den Strapazen der WM, zudem mit entscheidendem Verletzungspech wichtiger Leistungsträger, dümpelt man neben internationalen Erfolgen national allen-falls im Mittelmaß, verkündet seit Wochen eine "Aufholjagd" und gewinnt nach einem Punkt beim Tabellenletzten tatsächlich mal ein Heimspiel überzeugend gegen die Fuß-ballgroßmacht Nürnberg! Und nun ?
Statt wie der überwiegende Teil der Konkurrenz den bislang nicht nur überzeugenden vorne platzierten Teams in der Tabelle Respekt zu zollen - wie es nebenbei bemerkt selbstverständlich für jeden Sportsmann wäre (Merke Zitat Uli Hoeness: Wer am ende oben steht, hat es verdient!) - wird seit Wochen einem beleidigten Kleinkind gleich mit dem Verletzungspech, der bösen WM usw. gehadert. Dabei war vor Jahren noch das erklärte Ziel des FC Bayern den Kern der Nationalmannschaft zu stellen - schon verges-sen? Wer aber die Musik bestellt, muss eben auch die Band bezahlen! Mit anderen Worten, wer landauf landab sich dafür rühmt, wesentlicher Teil der Erfolge der Natio-nalmannschaft zu sein, darf sich nicht darüber beschweren, dass seine Spieler dort auch spielen. Wer hat denn den FC Bayern gezwungen so viel Nationalspieler zusam-menzukaufen? Spielt zukünftig mit Alaba, Ottl, Ekici und Co. und das Problem der Über-belastung fällt plötzlich weg :-)
Und die Krönung ist es dann noch, wenn ein eigentlich ausgewiesener Fußballfach-mann, wie LvG nach dem seit Wochen ersten überzeugenden Sieg auf nationaler Ebene ihn Richtung BVB tönt, diese stünden an der Spitze, weil sie sehr viel Glück gehabt hät-ten!
Und das aus dem Munde eines Mannes, dessen Club seit Generationen im Ruf steht in entscheidenden Momenten immer das Glück und den Schiedsrichter auf seiner Seite zu haben. Selbstverständlich hatten die letztjährigen Erfolge rein gar nichts mit Glück zu tun! Pech nur das im Finale der Champions-League der FC Bayern auf so einen glückli-chen Gegner getroffen ist ...
Entweder steigen dem FC Bayern so langsam seine Erfolge zu Kopf und geht der Sinn für die Realität verloren, dann hätte national der FC Bayern nicht mehr zu bestellen, weil fehlende Selbstkritik der Anfang vom Ende ist, oder aber dieser Ausspruch sollte ledig-lich publikumswirksam den Neid verdecken über die Tatsache, dass der BVB in den 20 Pflichtspielen dieser Saison eben jenen attraktiv, mitreißenden und begeisternden Fuß-ball spielt, den sich die Verantwortlichen des FC Bayern seit Jahren trotz aller Erfolge für ihr Team wünschen!
Und das hat weniger mit Glück sondern eher - wie man bei einem Blick auf die Saison-übergreifende Tabelle für 2010 unschwer sehen kann - mit Konzept, Qualität, Fortent-wicklung und in erster Linie Kompetenz in der sportlichen Führung zu tun - Attributen die dem FC Bayern zzt. nicht ohne weiteres zugebilligt werden können.
Denn dass es gerade an einem soliden Konzept mangelt, sieht man dort auf nationaler Ebene deutlich. Dass der FC Bayern derzeit nicht wie gewünscht harmoniert hat nichts mit größerem Verletzungspech zu tun. Zum einen war Ribery schon in der letzten Sai-son dort allenfalls Mitläufer, für den ein adäquater Ersatz bislang weder gefunden noch aufgebaut wurde und im Übrigen ist der aktuelle Tabellenführer seit Jahren ebenfalls wenn nicht sogar schlimmer vom Verletzungspech verfolgt.
Das Fehlen der Stamm- und Führungskräfte Kehl, Zidan, Owomoyela, Dede und Kuba bejammert dort niemand stattdessen schließen die von Kloppo aufgebauten jungen Wil-den gleichwertig die entstandenen Lücken und spielen sofort nahtlos begeisternden Konzeptfussball und dass bei wenigstens ebenso vielen Pflichtspielen wie der FC Bay-ern.
Dass aber Schmelzer (für Dede), Piszcek (für Owomoyela), Bender (für Kehl), Götze (für Kuba) und Kagawa (für Zidan) allesamt voll eingeschlagen sind ist kein Glück sondern hat etwas mit der Qualität von Zorc und Kloppo zu tun! Beim FC Bayern verbietet nie-mand Badstuber, Alaba, Kroos, Müller und Co. gute Leistungen zu zeigen.
Vielmehr überdecken die aktuellen Verletzungsprobleme ein fehlendes Konzept beim FC Bayern. Eine Abwehr in der häufig vanBuyten und Demichelis allenfalls rumstolpern, Lahm auf rechts verschenkt ist, während auf links sich überhaupt keine verlässliche Stammkraft zeigt (Braafheid???) spricht für sich, zumal ein Hr. Hoeneß bspw. verant-wortlich dafür ist, dass vor der letzten Saison Bayerns Nr. 1 Verteidiger Lucio zum spä-teren CL-Finalgegner abgeschoben wurde und dort durchgängig überzeugt. Daneben wurde ein Mats Hummels zum BVB verramscht (bezeichnend, weil man sein Talent nicht erkannte, statt seiner für die dreifache Ablöse ein Breno verpflichtet, dieser kurz darauf für zu leicht befunden und schließlich der bei den Amateuren noch hinter Hum-mels eingesetzte Badstuber als großes Talent "erkannt" - bizarr!!
Am Rande sei erwähnt, dass ein Tymoshuk für 11 Mios geholt wird und nie spielte, ein Gomez als Chancentod verschmäht wurde usw. die Reihe ließe sich ohne weiteres fort-setzten. Dies bestätigt den Eindruck, dass der FC Bayern zu letzt vor allem trotz Trainer und Verantwortlicher Erfolg hatte...
Uns in Dortmund kann das bisher Erreichte niemand kleinreden. Wir sind stolz auf unser Team und erinnern uns gern zurück: Einst überrannte der VFL Wolfsburg die Liga mit spektakulärem Offensivfußball und Uli Hoeness predigte unverdroßen einen Einbruch und fabulierte von einem Ende des Höhenflugs spätestens beim direkten Aufeinander-treffen - das Ende ist bekannt, Wolfsburg demütigte den FC Bayern 5:0 und Grafite er-zielte das Tor des Jahres sogar mit der Hacke :-)
Ab und an tut das Uli Hoeness mal ganz gut ;)
Man kann vieles über den FC Bayern und seine Verantwortlichen sagen, dass sie sich durch besonderen Sportsgeist auszeichnen mit Sicherheit jedoch nicht.
Während der Präsident Uli Hoeness im Privaten großes soziales Engagement zeigt, ist ihm im sportlichen Bereich seid Jahren jedes Mittel Recht, Brandreden gegen die Mann-schaft, den Trainer, Schiedsrichter - es gibt niemand, der nicht schon Ziel seiner zahllo-sen und ebenso legendären wie regelmäßig unintelligenten Gifttirraden geworden wäre. Dem stehen seit je her Kalle Rummenigge und die Trainer ebenso wie die vermeintli-chen Führungsspieler (Matthäus, Effenberg, Kahn und Co.) regelmäßig in nichts nach und versprühen dise unnachahmliche Bayern-Arroganz, die den FC Bayern neben sei-nen Erfolgen auch zur unumstritten meistgehassten Adresse in deutschen Landen ge-macht hat
Dabei hätte die erfolgreichste deutsche Fußballmannschaft auf nationalem wie internati-onalem Parkett dieses oftmals das erforderliche Maß an Selbstbewusstsein deutlich in Richtung Arroganz bis hin zur Überheblichkeit übersteigende Auftreten gar nicht nötig.
Gerade in der letzten Saison mit herzerfrischendem Offensivfussball angetreten, geführt von ebenso redegewandt wie bescheidenen Leistungsträgern wie Lahm und vanBom-mel, auf internationalem Parket den deutschen Fußball prächtig repräsentierend hat die-ser Verein viele Sympathien gewonnen und sogar der bis dato unnahbar arrogant wir-kende Trainer entpuppte sich als Feierbiest.
Und diese Saison?
Gebeutelt von den Strapazen der WM, zudem mit entscheidendem Verletzungspech wichtiger Leistungsträger, dümpelt man neben internationalen Erfolgen national allen-falls im Mittelmaß, verkündet seit Wochen eine "Aufholjagd" und gewinnt nach einem Punkt beim Tabellenletzten tatsächlich mal ein Heimspiel überzeugend gegen die Fuß-ballgroßmacht Nürnberg! Und nun ?
Statt wie der überwiegende Teil der Konkurrenz den bislang nicht nur überzeugenden vorne platzierten Teams in der Tabelle Respekt zu zollen - wie es nebenbei bemerkt selbstverständlich für jeden Sportsmann wäre (Merke Zitat Uli Hoeness: Wer am ende oben steht, hat es verdient!) - wird seit Wochen einem beleidigten Kleinkind gleich mit dem Verletzungspech, der bösen WM usw. gehadert. Dabei war vor Jahren noch das erklärte Ziel des FC Bayern den Kern der Nationalmannschaft zu stellen - schon verges-sen? Wer aber die Musik bestellt, muss eben auch die Band bezahlen! Mit anderen Worten, wer landauf landab sich dafür rühmt, wesentlicher Teil der Erfolge der Natio-nalmannschaft zu sein, darf sich nicht darüber beschweren, dass seine Spieler dort auch spielen. Wer hat denn den FC Bayern gezwungen so viel Nationalspieler zusam-menzukaufen? Spielt zukünftig mit Alaba, Ottl, Ekici und Co. und das Problem der Über-belastung fällt plötzlich weg :-)
Und die Krönung ist es dann noch, wenn ein eigentlich ausgewiesener Fußballfach-mann, wie LvG nach dem seit Wochen ersten überzeugenden Sieg auf nationaler Ebene ihn Richtung BVB tönt, diese stünden an der Spitze, weil sie sehr viel Glück gehabt hät-ten!
Und das aus dem Munde eines Mannes, dessen Club seit Generationen im Ruf steht in entscheidenden Momenten immer das Glück und den Schiedsrichter auf seiner Seite zu haben. Selbstverständlich hatten die letztjährigen Erfolge rein gar nichts mit Glück zu tun! Pech nur das im Finale der Champions-League der FC Bayern auf so einen glückli-chen Gegner getroffen ist ...
Entweder steigen dem FC Bayern so langsam seine Erfolge zu Kopf und geht der Sinn für die Realität verloren, dann hätte national der FC Bayern nicht mehr zu bestellen, weil fehlende Selbstkritik der Anfang vom Ende ist, oder aber dieser Ausspruch sollte ledig-lich publikumswirksam den Neid verdecken über die Tatsache, dass der BVB in den 20 Pflichtspielen dieser Saison eben jenen attraktiv, mitreißenden und begeisternden Fuß-ball spielt, den sich die Verantwortlichen des FC Bayern seit Jahren trotz aller Erfolge für ihr Team wünschen!
Und das hat weniger mit Glück sondern eher - wie man bei einem Blick auf die Saison-übergreifende Tabelle für 2010 unschwer sehen kann - mit Konzept, Qualität, Fortent-wicklung und in erster Linie Kompetenz in der sportlichen Führung zu tun - Attributen die dem FC Bayern zzt. nicht ohne weiteres zugebilligt werden können.
Denn dass es gerade an einem soliden Konzept mangelt, sieht man dort auf nationaler Ebene deutlich. Dass der FC Bayern derzeit nicht wie gewünscht harmoniert hat nichts mit größerem Verletzungspech zu tun. Zum einen war Ribery schon in der letzten Sai-son dort allenfalls Mitläufer, für den ein adäquater Ersatz bislang weder gefunden noch aufgebaut wurde und im Übrigen ist der aktuelle Tabellenführer seit Jahren ebenfalls wenn nicht sogar schlimmer vom Verletzungspech verfolgt.
Das Fehlen der Stamm- und Führungskräfte Kehl, Zidan, Owomoyela, Dede und Kuba bejammert dort niemand stattdessen schließen die von Kloppo aufgebauten jungen Wil-den gleichwertig die entstandenen Lücken und spielen sofort nahtlos begeisternden Konzeptfussball und dass bei wenigstens ebenso vielen Pflichtspielen wie der FC Bay-ern.
Dass aber Schmelzer (für Dede), Piszcek (für Owomoyela), Bender (für Kehl), Götze (für Kuba) und Kagawa (für Zidan) allesamt voll eingeschlagen sind ist kein Glück sondern hat etwas mit der Qualität von Zorc und Kloppo zu tun! Beim FC Bayern verbietet nie-mand Badstuber, Alaba, Kroos, Müller und Co. gute Leistungen zu zeigen.
Vielmehr überdecken die aktuellen Verletzungsprobleme ein fehlendes Konzept beim FC Bayern. Eine Abwehr in der häufig vanBuyten und Demichelis allenfalls rumstolpern, Lahm auf rechts verschenkt ist, während auf links sich überhaupt keine verlässliche Stammkraft zeigt (Braafheid???) spricht für sich, zumal ein Hr. Hoeneß bspw. verant-wortlich dafür ist, dass vor der letzten Saison Bayerns Nr. 1 Verteidiger Lucio zum spä-teren CL-Finalgegner abgeschoben wurde und dort durchgängig überzeugt. Daneben wurde ein Mats Hummels zum BVB verramscht (bezeichnend, weil man sein Talent nicht erkannte, statt seiner für die dreifache Ablöse ein Breno verpflichtet, dieser kurz darauf für zu leicht befunden und schließlich der bei den Amateuren noch hinter Hum-mels eingesetzte Badstuber als großes Talent "erkannt" - bizarr!!
Am Rande sei erwähnt, dass ein Tymoshuk für 11 Mios geholt wird und nie spielte, ein Gomez als Chancentod verschmäht wurde usw. die Reihe ließe sich ohne weiteres fort-setzten. Dies bestätigt den Eindruck, dass der FC Bayern zu letzt vor allem trotz Trainer und Verantwortlicher Erfolg hatte...
Uns in Dortmund kann das bisher Erreichte niemand kleinreden. Wir sind stolz auf unser Team und erinnern uns gern zurück: Einst überrannte der VFL Wolfsburg die Liga mit spektakulärem Offensivfußball und Uli Hoeness predigte unverdroßen einen Einbruch und fabulierte von einem Ende des Höhenflugs spätestens beim direkten Aufeinander-treffen - das Ende ist bekannt, Wolfsburg demütigte den FC Bayern 5:0 und Grafite er-zielte das Tor des Jahres sogar mit der Hacke :-)
Ab und an tut das Uli Hoeness mal ganz gut ;)
15.11.2010 - 10:07 Uhr
Wenn Pinola wegen seinem Spuckangriff gesperrt wird, dann muss auch Schweinsteiger wegen seinem Ellbogenschlag gegen Pinola für ein paar Spiele auf die Tribüne geschickt werden...
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