Arminen-Interviews
Arminia-Präsident Laufer über das Dresden-Spiel, die Folgen eines Abstiegs und Kontinuität auf der Führungsebene
Zitat von WB:
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Heißt das, dass die Geldgeber weiter zur Stange halten?
Laufer: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht allumfassend beantworten. Wir führen mit den Partnern zwar Gespräche, aber keine Verhandlungen. Wir sind, das muss man so deutlich sagen, weiterhin Bittsteller.
Gibt es Signale, dass von den großen Geldgebern einer oder mehrere abspringen könnten?
Laufer: Nein, die gibt es nicht. Und dass der Vertrag mit unserem Haupt- und Trikotsponsor Alpecin auch in der 3. Liga gilt und die Namensrechte für das Stadion bis 2017 bei Schüco liegen, gibt uns natürlich auch eine gewisse Planungssicherheit. Deren Engagement ist zudem ein wichtiges Signal hinsichtlich bereits bestehender und auch potenzieller neuer Partnerschaften. Es zeigt, dass es sich weiterhin lohnt, uns in einer knüppelharten Sanierungsphase zu unterstützen.
War es die richtige Entscheidung, Ende Februar den Trainer zu wechseln?
Laufer: Ja.
Obwohl sich Arminia tabellarisch unter Norbert Meier bisher nicht verbessern konnte?
Laufer: Es geht meiner Ansicht nach ja nicht nur darum. Wir verfügen über eine hervorragende zweite Mannschaft, die in der Oberliga Meister geworden ist. Da sind einige gute und hungrige Spieler dabei. Aber eine Chance bei den Profis haben sie nicht bekommen. Ich frage mich: warum? Natürlich klafft zwischen der Oberliga und der 2. Bundesliga eine Lücke. Aber andere Vereine haben doch auch nicht gezögert, solche Spieler einzubauen. Freiburg hat damit Erfolg, Schalke ebenfalls. Hier ist das nicht passiert. Bashkim Renneke, einer dieser guten und hungrigen U23-Spieler, ist erst unter Norbert Meier zum Einsatz gekommen.
Allerdings auch erst sehr spät, am 32. Spieltag in Bochum.
Laufer: Das ist richtig. Aber es besteht auch eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber den jungen Spielern, sie in der letzten heißen Phase der Saison nicht zu ungeschützt ins Feuer zu werfen. Denn die Verbrennungsgefahr ist dann besonders groß.
Müssten sich Geschäftsführer Marcus Uhlig und Sportchef Samir Arabi im Abstiegsfall Sorgen um Ihre Weiterbeschäftigung machen?
Laufer: Hier steht niemand zur Disposition, weder Herr Uhlig noch Herr Arabi. Der Weg größtmöglicher Kontinuität soll bei uns fortgesetzt werden, das ist gar keine Frage.
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Quelle: Westfalenblatt
Link: http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2014-05-11-es-steht-niemand-zur-disposition-9386876/1299/
Am morgigen Donnerstag (24.07.) ist Norbert Meier in der Sendung „Hitstory“ bei Radio Bielefeld zu Gast.
In der Zeit von 19 bis 21 Uhr stellt sich Meier den Fragen von Moderator Stephan Schüler
Arminia-Coach Norbert Meier: "Wir müssen in jedem Spiel Gier zeigen"
Der Trainer im Interview über den Abstieg, den Neuaufbau, Otto Rehhagel und Eis essen
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Was veranlasste Sie nach dem Abstieg, Ihren Vertrag bis zum 30. Juni 2015 zu verlängern?
MEIER: Es ist nicht meine Art, einfach wegzulaufen. Arminia Bielefeld ist nach wie vor eine gute Adresse im deutschen Fußball.
Der Kader wurde durcheinandergewirbelt. Waren Sie nicht überrascht, dass im Gegensatz zur Vorsaison mehr finanzielle Mittel für Transfers vorhanden waren?
MEIER: Um es klarzustellen: Unser Etat ist deutlich niedriger als in der 2.Liga! Bei uns passen jetzt alle getroffenen Maßnahmen und bleiben im wirtschaftlichen Rahmen, der uns als Vorgabe dient. Meine Aufgabe besteht darin, eine neue Mannschaft zu formieren und möglichst schnell einen neuen Geist zu entfachen.
Die individuelle Klasse der verpflichteten Spieler ist größer als die ihrer Vorgänger. . .
MEIER:Zumindest die individuelle Erfahrung der Neuzugänge ist größer als bei den meisten Akteuren des letztjährigen Zweitligakaders. Wir haben in den vergangenen Wochen viele Spieler gefragt, ob sie sich ein Engagement in Bielefeld vorstellen könnten. Fragen kostet bekanntlich nichts. Zwei erprobte Routiniers wie Peer Kluge und Florian Dick beispielsweise haben ihre Bereitschaft signalisiert, mit uns den nächsten Schritt zu gehen.
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Wie lief die Vorbereitung ab?
MEIER: Es war eine sehr harmonische Zeit, da alle Spieler genügend Spielpraxis erhielten. Ärger in der Vorbereitung blieb daher aus. Jeder kam zu seinem Spielrecht. Jetzt wird es ernst. Wer kommt am Samstag in Mainz in die Startelf? Diese Fragen beschäftigen mich. Ich erwarte auch von unseren begabten Talenten Bashkim Renneke und Pascal Schmidt weitere Steigerungen. Sie müssen ihre nächsten Schritte machen und bereit dafür sein. Und ich muss das Gefühl bekommen, dass sie diesen Weg auch mitgehen wollen.
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http://www.nw-news.de/sport/dsc_arminia/11195198_Arminia-Coach_Norbert_Meier_Wir_muessen_in_jedem_Spiel_Gier_zeigen.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 26.07.2014 um 14:42 Uhr bearbeitet (...)
DFB.de: Wie haben Sie es geschafft, Ihren Top-Stürmer Fabian Klos davon zu überzeugen, trotz Abstieg in Bielefeld zu bleiben? Er stand bei einigen renommierten Zweitligisten hoch im Kurs.
Meier: Fabian hat einen längerfristigen Vertrag und ist außerdem sehr heimatverbunden. Er weiß, was er an Bielefeld hat. Abgesehen davon hatten wir für ihn nie ein richtiges Angebot auf dem Tisch. Wir haben hier und da etwas gehört, gelegentlich wurde auch Interesse bekundet. Aber kein Verein kam an und sagte, das wollen wir euch für Fabian bieten. Wir sind natürlich froh, dass wir weiterhin auf ihn bauen können.
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Meier: Erst einmal habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich hier weitermachen möchte. Aber wir haben hier etwas angefangen, was ohnehin eine sehr schwierige Aufgabe war. Also gab es keinen Grund, alles hinzuschmeißen. Der Verarbeitungsprozess hat nicht lange gedauert. Zumal wir sofort nach dem Abstieg damit beschäftigt waren, innerhalb kurzer Zeit eine neue Mannschaft zusammenzustellen. Damit haben wir noch immer zu tun. Nach der Verpflichtung von David Ulm in dieser Woche haben wir nun 19 Feldspieler und zwei Torhüter im Kader.
DFB.de: Der Kader ist also zu klein, um die Saison gut bestreiten zu können?
Meier: Zumindest sollten wir bei den vielen bevorstehenden Spielen von Verletzungen möglichst verschont bleiben. Wir haben zwar tolle Spieler verpflichtet, die bereits höherklassig gespielt haben. Genauso aber auch Fußballer, die zuletzt nur auf wenig Einsatzzeit kamen. Zudem sind die Spieler zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei uns eingestiegen. Manche konnten aus Verletzungsgründen die Vorbereitung nicht komplett oder gar nicht mitmachen. Es braucht seine Zeit, bis wir alle auf dem gewünschten Leistungsstand haben. Zumal wir in der 3. Liga auf viele gut eingespielte Mannschaften treffen.
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DFB.de: Ihr Vertrag wurde nach dem Abstieg lediglich um ein Jahr verlängert. Können Sie sich vorstellen, langfristig in der 3. Liga zu bleiben?
Meier: Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich finde, Einjahresverträge sind eine faire Geschichte. Beide Seiten können neu entscheiden, ob sie weiterhin zusammenarbeiten möchten oder nicht. Ich brauche keinen Rentenvertrag.
DFB.de: Letzte Frage: Laut Medienberichten hätten Sie anstelle der Arminia auch zu Besiktas Istanbul gehen können. Sind Sie so heimatverbunden, dass für Sie ein Job außerhalb Deutschlands nicht in Frage kommt?
Meier: Ich kommentiere nicht, was irgendwo einmal kolportiert wird. Ich bin jetzt in Bielefeld. Wir alle in Bielefeld arbeiten daran, dass dieses Projekt erfolgreich verläuft. Andere Themen sind für mich nicht interessant.
Quelle: [url=http://www.dfb.de/news/detail/arminia-coach-meier-das-team-merkt-dass-etwas-waechst-105687/DFB
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Die Mannschaft hat sich nahezu täglich gesehen – wie läuft die Kommunikation untereinander nun ab?
Fabian Klos: “Wir schreiben uns viel über WhatsApp, sehen uns oft über FaceTime. Einfach um sich auszutauschen und seine Gedanken teilen zu können.”
Sportlich lief es bei Arminia seit langem wie am Schnürchen. Wie schwer ist es, jetzt kein Fußball mehr spielen zu können?
Fabian Klos: “Nicht Fußball spielen zu können, ist natürlich nicht schön. Aber das sollte momentan unsere kleinste Sorge sein. Wir Spieler sollten zum Beispiel auch an die anderen Mitarbeiter des Vereins denken, an die Menschen, die alles dafür tun, Herr der Lage zu werden. Da ist es egal, wie es zuletzt sportlich lief. Das darf keine Rolle spielen.”
Wie sieht jetzt Dein Alltag aus? Gib uns doch bitte einen kleinen Einblick.
Fabian Klos: “Von Alltag kann ja eigentlich keine Rede sein. Alles ist anders. Abgesehen von gelegentlichen Spaziergängen mit dem Hund, bei denen ich aber auch drauf achte, genügend Abstand zu meinen Mitmenschen zu halten, versuche ich einfach die Langeweile nicht zu groß werden zu lassen. Alles nach dem Motto: Augen zu und durch.”
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Keine Spiele, kein Mannschaftstraining – der Corona-Virus hat den Fußball lahm gelegt. Unsere Spieler sind zuhause und trainieren individuell. Wir werden Euch in loser Reihenfolge Einblicke geben, was unsere Profis in diesen Zeiten machen und wie sie über die Situation denken. Heute berichten wir aus dem Hause Uwe Neuhaus – hier ist das Interview mit unserem Cheftrainer.
Hallo Trainer, die wichtigste Frage in diesen Tagen ist ja: Wie geht es Dir und deiner Familie?
Uwe Neuhaus: „Gott sei Dank geht es meiner Familie und mir, aber auch unseren engsten Freunden und Bekannten gut. Niemand ist aus diesem Kreis spürbar betroffen, und ich hoffe, dass es auch so bleibt.“
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Was macht Dich wütend?
Uwe Neuhaus: „Das sind die Reaktionen von Menschen, die alle notwendigen Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen ignorieren, und sich somit unverantwortlich gegenüber allen anderen Menschen, besonders den Risikogruppen, verhalten – und sich somit gegen die gesamte Gesellschaft stellen. Das ist für mich schon fast kriminell. Es geht doch um die Gesundheit von uns allen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man so rücksichtslos sein Leben durchziehen will. Jetzt müssen sich alle den neuen Regel unterordnen zum Wohle aller. Es ist jetzt wichtig, dass wir zu den Menschen Vertrauen entwickeln, die in dieser Situation Entscheidungen treffen müssen. Und zwar in Phasen, in denen sich die Bedingungen stündlich, täglich oder wöchentlich ändern können. Diese Menschen entscheiden nach besten Wissen und Gewissen für uns, damit das alles hoffentlich ein gutes Ende nimmt.“
Was macht ein Fußball-Trainer, der seine Mannschaft nicht trainieren kann? Gib uns doch bitte einen kleinen Einblick in deinen Alltag.
Uwe Neuhaus: „Grundsätzlich versuchen wir, unser privates Leben positiv zu gestaltet und uns in der Wohnung nicht gegenseitig runterzuziehen. Man muss das familiäre Zusammensein genießen und darf dabei den Frohsinn und die Fröhlichkeit am Leben nicht verlieren. Zwei bis drei Stunden pro Tag gehört unsere Zeit den Hunden. Das tut gut. Wenn meine Frau und ich mit ihnen unterwegs sind, achten wir dabei selbstverständlich auf genug Abstand gegenüber unseren Mitmenschen. Und wir informieren uns über die Medien natürlich über alle aktuellen Entwicklungen.“
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Gibt es noch eine Botschaft, die Du unseren Fans mitteilen möchtest?
Uwe Neuhaus: „Wie bei unseren Spielern appelliere ich an das Verantwortungsbewusstsein, nicht nur an das aller Arminia-Fans, sondern an das aller Menschen. Wir tragen die Verantwortung für die Gesundheit von jedem Mitmenschen. Lasst uns zusammen an einem Strang ziehen und so das Virus bekämpfen, damit diese Situation ein gutes Ende findet.“
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Heute zeigen wir euch, wie Manuel Prietl mit den aktuellen Geschehnissen umgeht.
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Was macht die Hand? Alles in Ordnung?
Ja, ich hatte vergangene Woche meinen letzten Röntgentermin und es ist alles wieder so, wie es sein soll – es wächst also gut zusammen. Da hatte ich zum Glück aber auch nie größere Bedenken.
Hol uns doch einmal kurz ab – wie habt ihr den Tag erlebt, an dem wir ja eigentlich gegen den VfL Osnabrück hätten spielen sollen?
Es war eine komische Situation, zumal am Vortag ja auch schon relativ viel passiert ist. Es kaum raus, dass es in der zweiten Liga den ersten Infizierten gibt und dann hat man sich natürlich schon überlegt, ob und wie der Spieltag stattfinden kann. In diesem Fall ist es dann so gekommen, dass zwei Stunden vor Anpfiff die Entscheidung gefallen ist. Für uns Spieler war es etwas bitter, weil man das wohl auch schon einen Tag hätte vorher entscheiden können. Somit mussten wir bis kurz vor der geplanten Partie die Konzentration und Anspannung hochhalten – es war für alle sehr ungewohnt. Wir haben es aber schnell akzeptiert, zumal wir es ja auch nicht hätten beeinflussen können.
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Die Situation in Stuttgart war ja auch länger unklar.
Als dann aber feststand, dass gespielt wird, haben wir uns sehr gefreut. Das Spiel vor so einer tollen Kulisse haben wir genossen.
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Wie ist die Kommunikation zu den Jungs, die du ja nahezu jeden Tag siehst?
Wir sind ja fast wie eine kleine Familie, die Kommunikation besteht natürlich weiterhin. Klar ist es bitter, dass wir momentan nicht spielen können, aber der Fußball ist momentan – wie schon erwähnt – einfach nebensächlich. Dass wir momentan oben in der Tabelle stehen, zeigt, wie gut wir als gesamte Mannschaft bisher gearbeitet haben und funktionieren.
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Wie hältst du dich fit?
Ich habe ein Ergometer zuhause, wir haben einen Plan von “Schnitti” (Anm. d. Redaktion: Reinhard Schnittker, Athletiktrainer DSC) bekommen – wir sind also alle bestens versorgt.
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Wie hast du die trainingsfreie Zeit verbracht?
Zu Beginn konnte ich noch etwas Golfen, jedoch wurden auch dort alle Plätze reicht zeitig geschlossen. Wir haben vom Verein natürlich unser Programm bekommen, was ich durchgezogen habe, auch wenn mir das nicht immer ganz leicht gefallen ist (lacht). Ab und an hatte ich etwas zu kämpfen – umso froher bin ich nun, dass wir zumindest in Kleingruppen wieder trainieren können.
Wie sehen die Kleingruppen bei euch Torhütern aus?
Unsere Gruppe ist aktuell auch aufgeteilt , Oscar und “Goga” (Kiss, Anm. d. Redaktion) trainieren zusammen und ich alleine. Damit gehen wir sicher, dass falls sich jemand von uns irgendetwas einfängt, nicht gleich alle drei Torhüter ausfallen. “Orle” ist momentan ja leider noch verletzt. Wobei – für den Fall der Fälle hätten wir bestimmt mit “Cedi” (Brunner, Anm. d. Redaktion.) oder “Quaschi” (Quaschner, Anm. d. Redaktion) noch zwei gute Trümpfe in der Hinterhand (lacht). Für uns Torhüter ist es im Prinzip wie das normale Training, leider mit dem Unterschied, dass wir am Ende des Trainings nicht mit der Mannschaft zusammenkommen.
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Nimm uns nochmal mit in die Welt der Torhüter – war die trainingsfreie Zeit für einen Torwart anders als für einen Feldspieler?
Ich glaube schon, dass es eine andere Situation ist, wir verlieren ja nicht ganz so viel Ausdauer wie die Feldspieler. Jedoch habe ich bei den ersten Einheiten mit Marco schon etwas gebraucht, um wieder reinzukommen. Es ist vollkommen normal, dass in dieser trainingsfreien Periode die Hand-Augen-Koordination etwas nachgelassen hat.
Zumal das in den eigenen vier Wänden wahrscheinlich schwierig zu trainieren ist?
Zuhause kann man als Torhüter etwas weniger trainieren. Stabilisationsübungen sind natürlich noch machbar, aber Sprünge oder reines Reflex-Training sind da schon deutlich schwieriger.
Hattest du denn regelmäßig Kontakt mit Marco (Kostmann, Torwarttrainer, Anm. d. Redaktion)?
Ja, fast jeden Tag. Wir haben uns immer wieder ausgetauscht, wie wir mit der Situation klarkommen. Und es scheint so, als hätte Marco die Zeit genutzt, um nochmal alle Spiele zu analysieren. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass er mir immer wieder kleinere Sequenzen geschickt hat mit dem Hinweis, dass es in dieser Spielzeit bisher doch wohl mehr Fehler als gedacht gewesen sein – wahrscheinlich wollte er mich einfach nur ärgern (lacht).
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„Das wäre der verdienteste Aufstieg“
Von Jens Brinkmeier und Dirk Schuster
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Wie ist die körperliche und mentale Verfassung Ihrer Spieler?
Uwe Neuhaus: Das ist schwierig zu beantworten. Ich glaube, dass wir die Wochen genutzt haben, um die größtmögliche Fitness zu erlangen, die man haben kann. Von den Spielern habe ich einen top Eindruck. Sie haben das Ziel nicht aus den Augen verloren.
Wie gestaltet sich der aktuelle Trainingsablauf?
Neuhaus: Wir trainieren in vielen kleinen Gruppen und alle nacheinander auf drei Plätzen. Eine Einheit hat dann manchmal einen Umfang von vier bis fünf Stunden. Das ist sehr anstrengend für die Trainer. Aber das soll keine Klage sein. Vieles betrifft technische Dinge und die Athletik. Wir sorgen auch mal für Belastungsspitzen. Auch mit Ball wird natürlich trainiert und der Torabschluss. Wir haben keine neuen Verletzten, haben also mit Augenmaß gut trainiert. Aber es ist natürlich eine andere Form von Training, wenn man im gruppentaktischen Bereich nichts machen kann. Dass man kein bestimmtes Ziel vor Augen hat, an dem es wieder losgeht, ist für mich das größte Problem. Aber ich kann sagen: Wir wollen alle, dass es losgeht und dass die Spiele ausgetragen werden. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir da sein.
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Es gibt in Spielen immer mal wieder Situationen, in denen das Publikum spürt, dass die Mannschaft Unterstützung braucht. Das müssen die Spieler dann selbst richten. Klar ist: Alles was auf uns zukommt, gilt für alle Mannschaften gleich.
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Andere Klubs planen gezielte Aktionen, um in den Stadien wenigstens für ein bisschen Atmosphäre zu sorgen.
Neuhaus: Ich glaube, dass Pappkameraden auf der Tribüne (wie in Mönchengladbach geplant, Anm. der Redaktion) keine große Wirkung haben werden, ebenso wenig künstlicher Applaus. Das sind ja alles keine echten Emotionen und macht darum aus meiner Sicht auch keinen großen Sinn.
Welche Hoffnungen und Sorgen verbinden Sie mit einer Wiederaufnahme?
Neuhaus: Das ist jetzt die dritte Vorbereitung innerhalb einer Saison. Ich habe die Hoffnung, dass man sofort wieder in die Spur kommt – und die Sorge, dass es nicht sofort gelingt. Unser großer Vorteil ist das Selbstvertrauen. (...) Die Unterbrechung wird für uns kein Nachteil sein.
(...)
Fußball ist ein riesiger Wirtschaftszweig. Es ist aus meiner Sicht legitim, wie andere Konzerne und Firmen auch Konzepte zu entwickeln. Dass jedes Unternehmen das Bestreben hat, so früh wie möglich anzufangen, ist normal. Ich verschwende keine Gedanken an einen Imageschaden.
(...)
Was würde Ihnen der Aufstieg persönlich bedeuten?
Neuhaus: Etwas noch nie Erreichtes in meinem Leben. Und das ist eine ganze Menge. Es wäre die Bestätigung von vielen vielen Jahren Trainerarbeit. Ich war noch nie so nah dran. Ich bin mehrmals in die 2. Liga aufgestiegen. Ich würde mich schon sehr sehr freuen. Unter diesen Umständen, mit den ganzen Schwierigkeiten, wäre es der verdienteste Aufstieg, der überhaupt jemals stattgefunden hat von der 2. in die 1. Liga.
Wie würden Sie feiern?
Neuhaus: Ich würde alles ausschöpfen, was zu dem Zeitpunkt erlaubt ist. Vielleicht nur mit meiner Familie? Es weiß ja noch keiner, wie viele Leute man um sich scharen darf.
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Aber ich gehe davon aus, dass die Saison bei Abbruch so gewertet wird, dass wir aufsteigen. Man kann nicht so tun, als hätte die Saison nicht stattgefunden.
An Alltag ist für Fußballprofis dieser Tage nicht zu denken. Der Arminia-Kapitän spricht über Vorsichtsmaßnahmen und darüber, ob der mögliche Bundesliga-Aufstieg für ihn an Bedeutung verlieren würde.
von Jan Ahlers
(...)
Fabian Klos über...
..."kontaktfreie" Torjubel:
"Ich kann definitiv nicht versprechen, dass ich mich bei einem Tor, das für uns den Aufstieg bedeuten könnte, zu jeder Zeit an die neuen Regeln halten werde. Falls mir da ein Fauxpas unterläuft, entschuldige ich mich schon jetzt im Voraus dafür."
(...)
...die "richtige" Wertung eines Saisonabbruchs:
"Wir stehen auf dem Platz an der Sonne, da spricht es sich einfacher. Wer unten steht, der argumentiert natürlich, dass noch Spiele offen sind. Aber jeder Verein steht auf seinem jetzigen Tabellenplatz ein Stück weit zurecht. Wenn ein Verein wie Arminia Bielefeld seine beste Zweitliga-Saison spielt, dann aber nicht in die Bundesliga aufsteigt, dann wäre das eine sehr, sehr große Frechheit."
...Wettbewerbsverzerrung und den Fall Dresden:
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Die DFL muss entscheiden, ob das Spiel verlegt wird. Wenn die DFL sagt, dass Dynamo Dresden mehr Zeit bekommt, dann regen wir uns als Arminia Bielefeld darüber nicht auf, sondern akzeptieren das. Und so muss es andersherum auch Dresden tun."
...persönliche Schutzmaßnahmen bis zum Ende der Spielzeit:
"Ich bin in den letzten Wochen nicht durch die Weltgeschichte getourt, aber ich werde auch in Zukunft noch ab und zu mit dem Hund raus oder einkaufen gehen. Bislang hatten wir diverse Tests, alle waren negativ. Das zeigt, dass wir uns an die vorgegebenen Maßnahmen halten. Aber es möchte auch keiner das ***** sein, der das Coronavirus in die Mannschaft trägt und ihr damit schadet. Der Faktor Mensch lässt sich nie ausblenden. Bislang machen wir das gut, sonst hätten wir vielleicht schon den ein oder anderen Corona-Fall gehabt."

